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  1. Moin in die Rund, ich bin den HRP 2019 von Banyuls nach Hendaye in 30 Tagen gelaufen. Ich hatte zur Navigation nur mein IPhone und die Wegbeschreibung aus dem Pocket Guide von Whiteburn's Wanderings. Die Wegbeschreibung hilft auch im Notfall sich zu Orientieren, wenn man sich erstmal mit den Abkürzungen auseinander gesetzt hat. Es gibt im Pocket Guide noch viele andere wichtige Information zu Biwak und Wasserplätzen, es lohnt also ein Blick. Es werden auch verschiedene Streckenvarianten vorgeschlagen, was bei der Planung der eigenen Etappen hilft. Die Kommunikation über das Telefon hat immer ausgereicht. Im Nachhinein hätte ich gerne eine Solarzelle mit Powerbank gehabt, um einfach unabhängiger zu sein. Eine untraleichte Zelle mit Powerbank kann man für wenig Geld zusammenstellen und wiegt nicht mehr als 250g, bringt aber viel Unabhängigkeit und Sicherheit. Ich habe eine Paket mit Verpflegung und Ausrüstung an den Campingplatz Camping Ixeia voraus geschickt (https://campingixeia.es/en/welcome-to-camping-ixeia-website/). Die Besitzer waren unglaublich freundlich und die Bewirtung phantastisch. Der Besitzer kennt die Gegend in und auswendig und hilft einem gerne weiter was die derzeitigen Bedingungen der Pässe angeht. Gut Pfad.
  2. Ich kann mich nicht erinnern, große Probleme mit dem Handyempfang gehabt zu haben. Auch waren die Ruten gut besucht. Die Satelliten - Notfallfunktion deines Apple oder Pixel-Telefons gebe es da auch noch. Zum Thema Papierkarten: ist nicht ein 2. Handy ne bessere Option heutzutage? Ausgeschaltet und in einem stoß-sicheren Gehäuse? Das deckt viel mehr Szenarien ab, als eine Karte. Karten sind gut bei verlorenem oder leerem Telefon oder gelöschter Mapping-Software. Navigation ist mit einem Smartphone jedoch einfacher und ich habe auch ein Backup für Kreditkarten, Notruf, Fahrkarten, .... Ich habe kein so hohes Sicherheitsbedürfnis/ oder Risikobewusstsein, daher nehme ich auch das nicht mit.
  3. Ist für das wandern nicht so relevant, aber dabei muss man wissen dass bei der Online Navigation nicht nur GPS genutzt wird, sondern auch die Triangulation mit den Mobilfunksendern. Vorteil der Triangulation: ist in gewissen Gegebenheiten genauer und vor allem schneller (natürlich nur wenn Netz vorhanden). Vor allem in Häuserschluchten (o. Schluchten generell), in Häusern selbst oder auch in Wäldern ist GPS relativ unzuverlässig (je nachdem was man halt damit anstellen will - eben zum Wandern ist es meist immer noch gut genug).
  4. Auch wieder für das fürs iPhone kann ich das so bestätigen. Im Flugmodus funktioniert die Navigation mit Offline Karten genauso als wenn das iPhone nicht im Flugmodus wäre. Auch wenn man das vermutlich nicht zum Navigieren nutzen möchte, kann man dennoch in der Apple eigenen Karten App auch selbst definierte Offline Karten herunterladen und dann natürlich auch im Flugmodus nutzen. Das kann zum Beispiel dann nützlich sein, wenn man einfach mal außerhalb des Trails in der Gegend schauen möchte, wo eine Tankstelle ist oder Ähnliches. Das geht natürlich mit Google Maps genauso. Aber ich beziehe mich gerade nur auf das iPhone.
  5. So, bin zuhause und komme auf die Isomatte zurück die ich von meinem Vater habe. Es ist eine Thermarest NeoAir Camper L, 7,6 cm dick, r-wert 2.2, 850g. Das ihr mir nicht sagen könnt ob es mir bequem ist versteht sich von selbst. zur generellen Tauglichkeit. sind doch meine Fragen gemeint. So eine Regenjacke von Decathlon habe ich, ebenso lange und kurze Wanderhosen, Funktionsshirts und Fleecejacken. hier wäre die Frage ob shirts aus Merino abgeschafft werden. Soll ja weniger riechen, hier fehlen mir die Erfahrungswerte. Hier ein Link zum Rucksack (ich hoffe das geht in Ordnung: https://amzn.eu/d/04hxkxeS Göffel aus Titan vorhanden und einer aus Kunststoff. wahrscheinlich beide zu kurz für Trekkingnahrungstüten. No-name Gaskocher 65g vorhanden. Kackschaufel von Sea to Summit vorhanden. leichter Alu-topf ( sieht aus wie ein Teekessel mit Deckel vorhanden ca 450ml. Gaskartusche nehme ich eine 230 Optimus mit. Powerbank: nicht vorhanden hier habe ich Inui 10000 gefunden . ich denke ich bräuchte 2. Wasserfilter muss mit, als Sicherheit, der Robert hatte tatsächlich Probleme mit der Wasserversorgung ( ohne Filter und Umwege). Laufuhr zur Navigation: Polar Pacer pro.funzt super Akku hält sehr lange durch. Handy halt nur als backup Navigation weil das viel Akku frisst. Aber als Fotoapparat unverzichtbar. Zwei Zelte hab ich hier, der Vollständigkeithalber, die aber beide bei weitem zu schwer sind: - Fjällräven Skule Shape R/S 2 (2188g) - Pinguin Excel (2927g) Beides Prima 2-Personen Zelte, aufgrund von Gewicht und Packmaß natürlich keine Option. LG Marc
  6. hatte ca 3 jahre lang die instinct solar und war weitestgehend zufrieden! breadcrumb navigation hat für die meisten sachen gereicht und akkulaufzeit war super! irgendwann hat sie dann den geist aufgegeben... erst zeigte der höhenmesser plötzlich absurde werte an (15000m u mehr) und dann stieg auch der herzfrequenzsensor sporadisch aus von anfang an hatte die uhr probleme lange routen zu laden (50km+) das dauerte meist lange und dabei stürzte sie auch des öfteren mal ab wenn man mal den weg verlassen hat und zum beispiel abkürzt brauchte die uhr oft sehr lange um zu merken das man zurück auf der richtigen strecke ist (das macht die fenix deutlich besser) seit ende 2024 hab ich jetzt eine fenix 7 pro saphire solar und möchte sie nicht mehr missen! im alltag nutze ich (zu meiner anfänglichen überraschung) ständig die taschenlampe! navigation ist um welten besser weil sich andere wege und selbst höhenlinien erkennen lassen und eben tatsächliche karten auf die uhr geladen werden können... selbst das anzeigen von POI's und "routenplanung" direkt auf der uhr ist möglich auch die möglichkeit musik über die uhr zu hören nutze ich oft akku-laufzeit im alltag ist überragend! trotz regelmässigem joggen (mit musik über uhr) komm ich meist 5-10 tage aufm trail komm ich so 1-2 tage bei 8-12std aktiver navigation (satelliten alle+multiband aktiv) was immer noch viel effizienter ist als mitm handy aber könnte man auch deutlich effizienter gestalten wenn nötig wenn ich mir jetzt eine kaufen müsste und das budget begrenzt ist würd ich nach einer gebrauchten fenix 7 oder 7 pro schauen "solarladung": bei der instict hat es bei aktiver navigation und viel sonne ein paar zusätzliche stunde raus geholt aber wirklich spürbar war es nur im standard smartwatch modus! bei der fenix lässt sich kaum ein unterschied feststellen! wenn ich den ganzen tag in der sonne unterwegs bin und die uhr im smartwach modus merkt man das der akkustand langsamer sinkt aber wäre mir den aufpreis nicht wert!
  7. ich nutze die Garmin Instinct 2x Solar. Die Uhr hat (auch nur) ein MIP Display. ich finde @SilberAG hat auch meine Nutzung der Uhr treffend beschrieben mit "get & forget". Ich mag die Akkulaufzeit, diese etwas schrabbelige Plastikoptik und auch die Breadcrumb-Navigation. Wenn ich den Trail selbst geplant habe oder ich markierte (Wander-) Wege nutze, reicht mir die Breadcrumb-Navigation gut. Ich finde das sogar sehr praktisch. Die Übersichtlichkeit ist gut und es reicht ein kurzer Blick aus, ob man noch auf dem Track ist. Es gibt Abbiegehinweise, zB auch als Vibration, der Wegverlauf/ Kreuzung wird dargestellt. Und wenn es wirklich ums Umplanen oder die größere Übersicht geht, nehme ich auch das Smartphone.
  8. Habe nachgeguckt, und dies ist korrekt, die Instinct unterstützt nativ nur "breadcrumb" Navigation (Linie auf schwarzem Hintergrund). Für Karten muss man Richtung, Epix, Enduro oder Fenix von Garmin schauen (eventuell gibt es noch andere). Die vorher genannten Reihen unterstützen auch OSM Karten. Mit Komoot kann man die Einschränkung umgehen, es braucht aber das Abo (Weltpaket reicht nicht). Es gibt auch andere Maps die das können, aber soweit ich sehe ist das alles kostenpflichtig. Beispiel hier (hat aber auch sehr grosse Einschränkungen, z.B. muss es Kacheln on the go über das Internet nachladen): Wichtig: Das Kartenrendering wird wahrscheinlich die Laufzeit der Batterie stark verkürzen. Mein Fazit: Wenn Kartennavigation gewünscht ist, auf eine Uhr schauen die es von Anfang an kann. Sonst sich auf die Breadcrumb Navigation beschränken und bei Unklarheiten halt das Handy rausholen. Beim Wandern sicher ok, Bikepacking schon um einiges mühsamer.
  9. Hallo zusammen, ein kleines Update mit paar Verbesserungen der UX die mir per direkten Nachrichten kommuniziert wurden: ✨ Neue Features & Bugfixes* 21.04.2026 📋 Planung: Verbesserungen Trips alphabetisch sortieren: Listen und geplante Wanderungen werden jetzt innerhalb ihrer Kategorie (Listen, Bevorstehend, Vergangen) zusätzlich alphabetisch nach Name sortiert. Shift-Mehrfachauswahl in der Planung: Das Auswählen mehrerer Items per Shift-Klick funktioniert jetzt auch in der Trip-Detailansicht, identisch zur Ausrüstungsliste. Die Auswahl folgt der tatsächlichen Anzeigereihenfolge (nach Kategorie). Items mehreren Packtaschen zuweisbar: Ein Item kann jetzt gleichzeitig in mehreren Packtaschen als Standard-Item eingetragen sein. Bisher wurde die Auswahl blockiert, sobald ein Item bereits einer anderen Tasche zugeordnet war. Items mit bestehender Zuweisung werden mit einem gestrichelten Rahmen und einem 📦-Badge markiert. 🎨 Dark Mode: Sichtbarkeit verbessert Kuchendiagramm: Hintergrund und Donut-Loch des Gewichtsdiagramms verwenden jetzt --color-surface-soft, damit das Diagramm im Dark Mode besser sichtbar ist. 📱 iOS / Safari Bugfixes (PWA) Sprachflaggen repariert: Im Safari auf iPhone und iPad wurden die Flaggen-Icons (🇩🇪 / 🇬🇧) nur als leere weiße Kästchen angezeigt. Ursache waren zwei Safari-spezifische Bugs: SVG-Clipmasken werden bei aktiver URL-Route falsch aufgelöst, und SVG-Elemente in Flex-Containern kollabieren auf 0px. Beide Fälle wurden behoben. Hamburger-Menü klickbar: Das Menü-Symbol in der Kopfzeile war auf iPhone nicht klickbar. Behoben durch touch-action: manipulation und Korrektur der Touch-Ziel-Hierarchie. Untere Navigation vollständig sichtbar: Die untere Navigationsleiste wurde auf iPhones mit Home-Balken teilweise abgeschnitten. Die Leiste hat jetzt eine flexible Höhe mit korrektem safe-area-inset-bottom-Padding. Logo überdeckt Buttons nicht mehr: Das Logo konnte auf schmalen Viewports unsichtbar über die rechten Buttons ragen und Klicks blockieren. Begrenzt durch max-width: 60vw. *Die Features Übersicht wurde über ein KI Prompt generiert und von mir inhaltlich geprüft und angepasst!
  10. Sarek. Allein der Name hat mich fasziniert, noch mehr sein vielgebrauchter Kosename "die letzte Wildnis Europas" ! Den größten Teil Skandinaviens, habe ich bis jetzt wilder und ursprünglicher wahrgenommen als die in Mitteleuropa von Urbanem Gebiet umzingelten und eingesperrten Naturschutzgebiete. Wild, das heißt für mich, fernab von Zivilisation und jeglicher Zeichen dieser. Auch auf einem Trail ist man in der Natur und ist dieser ganz nahe, doch man bewegt sich doch eingeschränkt auf einem mehr oder weniger künstlich erbauten Korridor durch die Landschaft. Wenn es ein Gebiet gibt, wo man mehrere Tage, bis Wochen sogar, abseits von Wegen, frei nach Schnauze "offtrail" wandern könnte , dann wohl doch im Sarek, dachte ich mir. Dass sich meine großen Erwartungen sich nicht komplett bestätigt sahen, ahnen vielleicht schon einige, die schon dort waren. Für meine Planung zu dieser Reise habe ich viele Informationen hier aus dem Forum und von Mitgliedern bekommen. Deswegen, um mich dafür zu bedanken, will auch ich hier mein Bericht zur Schau stellen, um anderen möglicherweise bei der Planung zu helfen oder zumindest Eindrücke zu vermitteln. Die Idee war es den Nationlpark von Süd nach Nord zu durchqueren und oben angelangt, westlich an der Grenze zum Sarek entlang zu laufen um auf den Padjelantaleden, zurück zu meinem Ausgangsort Kvikkjokk zu gelangen. Als endlich die bestellte Karte im Maßstab 1:50000 ( von Calazo, auf Tyvek gedruckt, deckt den ganzen Park sowie einen kleinen nördlichen Teil des Padjelantaleden ab) ankam, konnte ich mich damit und mit Hilfe des Kartenprogramms Gaia GPS auf die Feinarbeit der Route stürzen. Herausgekommen ist das:  (Die mit einem Häuschen (Die mit einem Häuschen markierten Stellen sind Schutzhütten, das rote Symbol markiert Kvikkjokk) Da ich nicht genau wusste wann ich die Reise antreten würde und die Fähre nach Ritsem nur bis zum 10. September fährt, fiel diese Alternative für mich aus.Mit 242km lag die Strecke auch in meinem vorhanden Zeitrahmen. Von diesen 242km, verlaufen die ersten 10km auf dem Kungsleden, 100km im Sarek und 132km auf dem Padjelantaleden. Somit ergeben sich 100km offtrail und 142km ontrail. 100km Strecke klingt erstmal nicht nach einem großen Ding und sind auf ebenem Terrain auch gut in 3 Tagen abgelaufen, da ich aber noch nie abseits der Wege unterwegs war, konnte ich mir wenig vorstellen wie schnell man im Gebirge, im Fjiäll und im Sumpf wohl vorankommen würde. Außerdem wollte ich mir zwei Puffertage mit einplanen um unvorhersehbare Zwischenfälle, wie Wasserhochstand, sehr schlechtes Wetter (gibt's ja eigentlich gar nicht, nur schlechte Kleidung.... ) und Krankheit oder Verletzung ausgleichen zu können oder auch um meine Route spontan zu verändern. Die Rechnung sieht also wie folgt aus: offtrail 25km pro Tag -> 4 Lauftage ontrail 35km pro Tag -> 4 Lauftage insgesamt -> 8 Tage plus zwei Puffertage -> 10 Tage (Tatsächlich hatte ich mich allerdings verrechnet und bin bei 100:25 auf 5 gekommen. Dieser Rechenfehler hatte die Strafe zu folge, dass ich ein Tag mehr Proviant als nötig mit mir rumtragen durfte) Um das für mich hochgepokerte Pensum von 25km am Tag im Park 4 Tage lang durchziehen zu können musste hier natürlich auch wieder auf ultraleichtes Gepäck gesetzt werden. Ultraleicht im Sarek unterwegs zu sein, ist mit Sicherheit keine Pioniersarbeit mehr, für mich dennoch ein kleiner Schritt ins Unbekannte, da ich bis jetzt nur auf dem Südlichen Kungsleden mit leichterem Gewicht unterwegs war, allerdings mit Doppelwand Zelt. Auch für ein Teil meiner Ausrüstung war dieser Trip eine Premiere. Leider habe ich im Berliner Umland kein besser vergleichbares Testgebiet gefunden als die Döberitzer Heide bei Potsdam, um mein neu genähtes Pyramiden-Tarp auf Sturmtauglichkeit zu prüfen. (Was mir später zwar nicht zum Verhängnis wurde aber mir zwei sehr ungemütliche Nächte bescherte) Hier meine Packliste: Sarek-Padjelantaleden-Loop.numbers  Mit dem Gewicht war ich vollkommen zufrieden. Ein Base-Weight von 5,24 kg ist klassisch gesehen natürlich nicht Ultraleicht aber für die dort oben im Norden herrschenden Bedingungen doch ganz minimalistisch und wenn die Klassifizierung auch persönlich für mich kein Maßstab ist, den ich anzustreben versuche, so reizt mich der Versuch dennoch zu testen mit wie wenig Equipment und Luxus mein Komfort-Limit erreicht ist. Die Vorfreude auf die kommenden Erlebnisse wurden nur leicht gedämpft beim Gedanken an die endlosen Stunden des Wartens, was eine Skandinavien Reise meistens mit sich bringt. Man ist in einer Stunde und fünf Minuten von Berlin aus in Stockholm und die Zeit im Nachtzug vergeht schlafend ruckzuck. Nur die ewigen Stunden des Sitzen und Wartens zwischen Flugzeug, Bahn und Bus sind für einen Menschen mit so wenig Sitzfleisch wie mir, immer eine Tortur. Die Tickets für den Zug, der mich von Schweden´s Hauptstadt nach Boden C und von dort aus über Jokkmokk nach Kvikkjokk brachte, hatte ich im Vorfeld über diese Seite gebucht ( https://www.sj.se/en/home.html#/ ) Vom Flughafen zum Bahnhof kann man auf drei Arten kommen.Taxi, Flughafen Transfer, wobei Flygbus mit 12,50€ der günstige ist ( https://www.flygbussarna.se/en/arlanda) ,oder mit den Öffentlichen. Ich hatte mich für die gemütliche Variante des Transfers entschieden, dessen Tickets man direkt an der Haltestelle vor dem Flughafen oder direkt schon an der Gepäckausgabe am Automaten kaufen kann. Die Fahrt dauert exakt 45 Minuten. Mit sich so leicht anfühlendem Gepäck auf dem Rücken (selbst mit Proviant) war ein Stadtbummel in Stockholm weit aus wendiger anstrengend, wie ein Einkauf auf dem Wochenmarkt mit 5Kg Kartoffeln im Rucksack. Ich brauchte noch eine Gasflasche, welche ich im Trekking-Himmel Laden "Alewalds" in der Kungsgatan 32 besorgte. Da sich meine Kochaktionen nur auf morgens eine Tasse Tee und Abends 0,5l Wasser für die Frezzerbag-Gerichte beschränken würden, hoffte ich dass mir eine 100g Kartusche ausreichen wird. (Insgesamt hat sie über 10Tage durchgehalten, wobei nach dem 8. Tag der Druck deutlich nachgelassen hat) Auf die Fahrt mit dem Nachtzug hatte ich mich besonders gefreut, da ich noch nie in solch einem Schlaf-Gefährt unterwegs war und dies nur aus Büchern und Filmen kannte. Und Tatsächlich kam ein Gefühl von Transsibirischer Eisenbahn, Orient oder Hogwarts- Express in mir auf. Zu sechst in einem Abteil, jeweils drei übereinander, verbringt man ruckelnd und ratternd die Fahrt auf meiner Meinung nach ganz gemütlichen Betten, mit Kissen und Decken. Das mittlere Bett ist die beste Wahl, da man beim Liegen sogar noch aus dem Fenster schauen kann und kleine rote Häuschen, Seen und Birken Wälder beim an sich vorbeiziehen beobachten kann. Am nächsten Morgen musste ich noch zwei Stunden Wartezeit hinter mich bringen in Boden C. Es gibt einen Supermarkt dort; mehr ist über den Ort auch nicht zu sagen. In Jokkmokk kann man sich das Warten erträglicher machen, indem man ebenfalls im dortigen Supermarkt einkaufen geht, das sehr Interessante Sami- und Fijäll Museum besucht (Eintritt ca. 8€) oder in der Bücherei, gegenüber dem Busbahnhof, das kostenlose W-Lan ausnutzt. Abends endlich in Kvikkjokk angekommen, lief ich noch ein paar hundert Meter den Kungsleden entlang um einen Zeltplatz zu suchen. Dort gab es auch gleich eine große Auswahl davon rechts und links des Weges, mit großzügig zertrampelten Buschwerk und geschmückt mit einer guten Auswahl an Verpackungsmaterialien und weißen Klopapierfähnchen. Allerdings hatte ich für meine erste Nacht keine besonders großen Ansprüche und verbrachte auch wenig Zeit mit der Suche. Ich würde in den nächsten Tagen bestimmt noch in den Genuss von besseren Campspots kommen. Nachdem ich mir ein Minilagerfeuer in einen der unzähligen schon vorhanden Feuerstellen entfacht hatte um die Dose Bohnen zu erwärmen die ich noch spontan eingekauft hatte und diese dann schnell verschlang ,schlummerte ich auch bald ein, mit Bildern von bevorstehenden Abenteuern im Kopf. Der nächste Morgen begann mit der portionierten Ration von 90g gemischtem Müsli und einer Tasse Schwarztee. Noch konnte ich mich dafür begeistern. Schnell war alles gepackt und die Lauflust zog mich auf den Trail. Dem Kungelnden folgte ich dann 7 Km bis zu einem Schild das die Abzweigung nach Pårek anzeigte. Ohne dieses wäre ich wohl an dem, im Gegensatz zum wie zu einer Hikerautobahn ausgetretenen Kungsleden, kleinen, unscheinbaren Pfad vorbeigelaufen. Die Tatsache das dieser Weg an manchen Stellen reichlich zugewachsen war, ließ mich fröhlich stimmen in der Hoffnung ungestört und alleine die nächsten Tage im Nationalpark zu verbringen. Aber schon auf den ersten Kilometern überholte ich ein deutsches Pärchen, dass ich schon im Bus gesehen hatte. auf meine Frage wohin es denn gehen sollte verkündigte mir das Mädchen voller Stolz, dass sie den Sarek durchqueren wollten. Bei meiner Antwort darauf, dass ich das ebenfalls vorhabe, huschte ein kleiner Schatten über Ihr Gesicht. Solch ähnliche Reaktionen sollte ich noch öfters beobachten werden. Und bei jedem Zelt an dem ich in Richtung Parkgrenze vorbeikam, wurde auch mir klar, das ich nicht ganz so einsam sein werde wie ausgemalt. Irgendwann verlief sich der Pfad im Nichts. Schluss. Also nahm ich Kurs auf den Stuor Jierttaá, den ich umrunden wollte. Die ersten Kilometer gingen über Gestrüpp und hartem steinigen Boden. Wenn der Belag so bleiben würde, würde ich gut vorankommen dachte ich. Aus dem Plan den Berg zu umrunden, wurde eine Überschreitung. Ein Schwede, der sein Hilleberg Zelt an der Parkgrenze aufgestellt hatte um von dort aus mit seiner Frau Tagestouren zu machen, gab mir diesen Tipp. er meinte der Weg drumherum wäre viel anstrengender, da es immer hoch und runter ginge und auch die Brücke so schwieriger aufzufinden wäre. Als ich auf den Berg zu marschierte, merkte ich dass mir eine gewaltige Regenwand folgte. Meine Versuch Ihr davonzulaufen und den Bergkamm zu erreichen bevor sie mich einholte, misslang mir. Ich konnte von 10 runter zählen und schon ergoss Sie sich über mir. Oben angekommen suchte ich hinter einem Felsen Deckung und schlang erstmal einen Müsliriegel runter. Dabei riss der Wind mir die Verpackung aus der Hand und das Papierchen segelte in das vor mir liegende Gådokvágge davon. Das hatte mich ziemlich genervt, dass ich an meinem ersten Tag schon Objekte hinterließ, die von meiner Anwesenheit zeugen würden. Lange konnte ich mich aber mit diesem Ärgernis nicht befassen, da ich die Brücke finden musste, die mich über den sonst nicht zu passierenden Fluss bringen würde. Allerdings konnte ich weder von der Brücke noch von dem Fluss etwas in diesem riesigen Tal erkennen. Ich entnahm der Karte die Marschrichtung von der Spitze des Berges auf Richtung der Brücke. Hier in der Nähe wollte ich mein Lager aufschlagen; Am nächsten Tag müsste ich dann nur noch der auf meinem Kompass eingestellten Marschzahl folgen und würde an die Brücke gelangen, die in der Nähe einer Rentierzüchterhütte gelegen ist.  (kurz unterhalb des Stuor Jiettá) Diesen Plan setzte ich dann am nächsten Tag gleich in die Tat um und immer dem Richtungspfeil meines Kompasses folgend, traf ich dann auch irgendwann auf den Fluss, den ich, trotz seiner Größe, erst sah als ich kurz vor ihm stand, da er in einer Schlucht liegt. Allerdings konnte ich die Brücke nirgends entdecken. Ich hatte nicht erwartet dass mich die Peilung, welche ich ja aus weiter Entfernung gemacht hatte, direkt auf die Stufen der Brücke führen würde aber zumindest in die Nähe. Sie konnte sich also rechts oder links von mir befinden und sich hinter irgendeiner Flussbiegung verstecken. Meinem Bauchgefühl vertrauend lief ich Richtung Westen am steilen Ufer des Flusses entlang. Immer wieder in Sümpfen einsinkend und mich durch Hüfthohes Gestrüpp kämpfend, musste ich dann aber nach einer Stunde wohl einsehen dass mich mein Gefühl getäuscht hatte und ich in die falsche Richtung gelaufen war. Also umgedreht und das ganze wieder zurück. Ermüdet, zerkratzt und etwas an meinen Navigationskünsten zweifelnd erreichte ich dann schließlich doch die Brücke. Grummelnd erinnerte ich mich dann auch prompt an die Stelle aus einem Buch über Navigation, dass ich gelesen hatte (Karte, Kompass,GPS aus dem Conrad-Stein Verlag): "Wenn man sein Ziel, das an einer Standlinie z.B. Fluss oder Ufer liegt, nicht sehen kann, ist es besser einen Punkt rechts oder links des Objektes anzupeilen, so muss man nur in eine Richtung suchen, wenn man die Standlinie erreicht". Learning by doing. Da ich jetzt aber war wo ich hinwollte, spielte das keine Rolle mehr. Vor mir stellten sich Berge, Gletscher und Täler so markant und eindeutig dar, dass ich solche Techniken und Spielereiern gänzlich vergessen konnte und den Kompass nur noch ab und an zum Einnorden der Karte benutze. Meine Route führte mich ins Jiegnavágge, von wo aus ich in das Bielloriehppe Massiv steigen wollte. Reichlich spät erreichte ich den gleichnamigen See, der gleichzeitig das Ende des Tals markiert. Lange überlegte ich mir ob ich noch an diesem Tag den Aufstieg wagen sollte. Ich wollte die Nacht lieber in tieferen Gefilden verbringen und war mir auch sicher das die Auswahl an guten Schlafplätzen dort oben bestimmt begrenzt wäre. Dass ich allerdings erst 6 Kilometer auf meiner geplanten Route zurückgelegt hatte und ich meine Puffertage nicht schon am zweiten Tag benutzen wollte, brachten mich dennoch dazu die Trekkingstöcke ein wenig zu kürzen und auf den Hang los zu stapfen. (Blick vom Jiegnavágge aus auf den Unna Stuollo und dem Stuollotjåhkkå) Die leicht ansteigenden Geröllfelder führen zu einem plötzlich sich steil auftürmenden Schneefeld, das glatt und blendend zwischen dem Unna Stuollo und dem Stuollotjåhkkå liegt. Schritt für Schritt und mit meinen Schuhen Stufen, in den nur leicht gefrorenen Schnee, hauend, erklomm ich die Wand. Auch wenn es bestimmt lustig wäre auf dem Hosenboden hier herunter zu rodeln, flösten mir die Felsen am Ende des Schneefelds gehörigen Respekt ein und zwangen mich zur Konzentration. Die Aussicht war schon nach wenigen Höhenmeter grandios; Ich wollte Sie aber viel lieber oben in Ruhe und entspannt auf geraden Untergrund genießen. Am Plateau angekommen, konnte ich mich gar nicht entscheiden in welche Richtung ich meine staunenden Augen lenken sollte. Hinter mir lag lang und von den Wolken verdunkelt das Tal aus dem ich gekommen war. Vor mir ein Teppich aus Steinen und blauen Gipfeln, die in der Ferne leuchteten. Ich war noch nie auf dem Mond, aber so ähnlich müsste es dort wohl aussehen, kam mir in den Sinn. (Blick ins Jiegnavágge) (Blick auf das Plateau des Bielloriehppe) ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ....Im Laufe der Woche gibt´s die Fortsetzung .... 
  11. - Sitzkissen Forclaz unnötig, nimm die gossamer gear EVAZOTE (s.o.) - Navigation per iPhone 17 pro statt Garmin GPS Maps 64 - gewachste Fjallraven Hosen durch was leichteres ersetzen - Falke Socken TK2 Wool durch kurze Wandersocken ersetzen - Bundeswehr Pullover Wolle viel zu schwer (712 g) - Verzicht auf Bushcraft-Geraffel LG Stefan
  12. Hallo, hier nur ein kurzer Abriss der Wanderung mit ein paar konkreten Tipps von mir. Berichte gibt es ja sonst schon genug.... An- und Abfahrt: Hin: Flug von München nach Lissabon um 6:00 Uhr, dann S-Bahn vom Flughaften zur Station Oriente, dann Flixbus nach Sines, dann ein Bolt-Taxi (8 €) zum Startpunkt am Strand. Um 13:00 Uhr war ich am Wandern. Das hat alles wunderbar geklappt. Zurück: Rede Express-Bus von Sagres nach Lissabon um 8:45 Uhr, habe mir Lissabon angesehen und einmal übernachtet, dann Rückflug am nächsten Tag. Würde ich so aber nicht wieder machen, weil nach einer Woche auf dem Trail hat mich das Treiben in Lissabon wirklich extrem genervt (kleiner Anflug von Trail-Depression). Zum Trail: Ich bin vom 16.03. bis zum 22.03. von Sines nach Sagres gewandert und bin dabei immer auf dem eigentlichen Fischerweg geblieben. Der Trail ist insgesamt sehr schön, tolle Landschaft, viele Single-Trails, wenig Straßen (auch die "unschönen" Etappen waren für meinen Geschmack durchaus ok, kein Grund diese zu skippen). Ich war das erste Mal am Meer wandern, das hat mir sehr gefallen. Das Wetter war eher schlecht (viel Regen, viel starker Wind, teilweise Sturm), dafür waren die Wellen wohl recht stark, was den teilweise schon gewaltigen Eindruck der Küste noch verbessert hat. Kann ich wirklich empfehlen! Wegen starker Regenfälle in den Wochen und Monaten davor waren ein paar Brücken/Übergänge in Mitleidenschaft gezogen. Gelegentlich musste man deshalb durch ins Meer fließende Bäche waten, die wegen der aktuellen Regenfälle in einem Fall auch mal ca. 1 m tief waren. Sonst ist der Trail aber m. E. recht einfach und auch für Einsteiger gut wanderbar. Ich habe allgemein gewisse Knieprobleme, hier aber keine Probleme, weil der ständige Wechsel zwischen Auf und Ab deutlich besser für meine Knie ist als 4 Stunden hoch und dann 4 Stunden runter. Auch der weiche Sand war mit den Stöcken kein Problem. Ich war aber einer der wenigen, die Stöcke dabei hatten. Ich habe wild gecampt, was sehr schön war und im Wesentlichen auch gut möglich (schwierig vielleicht nur im Abschnitt Vila do Bispro - Sagres, da dort nur offene Landschaft). Das hatte auch den Vorteil, dass wenn ich jeweils hinter den typischen Abschnitts-Ortschaften übernachtet habe und entsprechend früh losgelaufen bin, manchmal über Stunden keine anderen Wanderer getroffen habe. Wenn ich das anders gemacht habe, also vor den jeweiligen Ortschaften übernachtet und dann morgens mit den anderen Wanderern so um 9 oder 10 Uhr hinter den Orten zusammen getroffen bin, war schon deutlich mehr los. Insgesamt ging es aber zu dieser Jahreszeit, es war nicht wirklich überlaufen. Ich hatte den Eindruck dass die allermeisten Wanderer jeweils die offiziellen Etappen-Tagestouren gehen, weshalb der Trail dann am Nachmittag auch zunehmend leer war. Versorgung ist alle 10 bis 15 km durch kleine Ortschaften mit Minimarkt problemlos möglich. Ausrüstungstipps: Wie gesagt, das Wetter war eher schlecht. Ich hatte nur einen Regenschirm dabei, sonst kein Regenzeug. Das war ein Fehler, Regenschirm bei starkem Wind ist für den A.... Bin also regelmäßig ziemlich nass geworden, einmal auch pitschpatschnass (bei Tagesniederschlagsmenge von 28 mm), so dass ich dann doch mal auf einen Campingplatz gegangen bin, für Waschmaschine und Trockner. Das nächste mal also wieder normales Regenzeug. Ansonsten hatte ich einem 250-er Daunen-Quilt, das war völlig ausreichend, könnte man ggf. auch was leichteres mitnehmen. Kritisch waren die Heringe, ich hatte Swiss Piranhas dabei (weil ich gemeint habe ich komme mit anderen nicht durch die Handgepäck-Kontrolle), habe aber nicht berücksichtigt, dass dort alles praktisch ausschließlich äußerst leichter Sandboden ist. In Kombination mit dem Wind (eine Nacht gab es offizielle Sturmwarnung) waren die Heringe dann im Wesentlichen untauglich und ich musste mir mit eingegrabenem Strandmüll abhelfen, bevor ich dann in einem Ort in so einem Chinesen-Allroundladen massive Stahlheringe (das waren die einzigen, die sie hatten) gekauft habe. Nix mehr mit Ultraleicht ab dann. Empfehlung: Sandheringe mitnehmen! In diesem Zusammenhang ein Tipp: Bin ja ein Sparfux und buche daher allgemein eigentlich nur Handgepäck, habe dann aber immer das Problem, dass ich nicht weiß, ob ich mit meinen Wanderstöcken durch die Sicherheitskontrolle durchkomme und wie es mit Heringen ist. Jetzt hatte ich kurz vor dem Abflug ein SMS der Fluggesellschaft bekommen, man möge doch bitte sein Handgepäck aufgeben, weil der Flug recht voll sei. Die Dame bei der Gepäckaufgabe meinte zu mir, dass man bei den allermeisten Fluggesellschaften immer sein Handgepäck auch kostenlos als normales Gepäck aufgeben könne. Somit entfällt dann der Ganze Stress mit Wanderstücken, Heringen, Messer das man sich vor Ort erst noch wieder kaufen muss. Der Weg ist exzessiv beschildert. Ich hatte mir noch eine Karte auf Osmand heruntergeladen, damit ich ohne Internet immer eine gute Übersicht hatte, das war völlig ausreichend. Ich hatte zum Testen auch eine Smartwatch mit Navigation dabei (Amazfit Active Max, kurz vorher gekauft) und hatte mir dafür von irgendsoeiner schwindligen Seite die gpx-Datei heruntergeladen, ohne die genauer vorher angesehen zu haben. Offenbar sind die dafür häufiger auf anderen Wegen des Wegenetztes gewandert, jedenfalls nicht auf dem original Fischerweg, weshalb das dann nicht wirklich geklappt hat. Hatte aber auch keine Not das noch zu ändern, weil der Wege ja ohnehin super ausgeschildert war. Fazit: Hat mir sehr gefallen, kann ich wirklich weiterempfehlen! Gerd
  13. Das habe ich von einer Ex-Freundin, die nach Portugal ausgewandert ist, aber schon ganz anders gehört, das Thema hatten wir u.A. gerade die letzten Tage beim Chillen drauf. Wird natürlich auch immer davon abhängen, bei welchem deutschen Provider man ist bzw mit welcher Simcard man unterwegs ist. z.B. in D ist es ja teilweise so, daß Du mit Aldi/telefonica ein deutlich mieseres Netz als mit der Telekom hast. Früher als es noch nicht die günstigen Roomingbedingungen gab oder eben Du in D noch Fantamillionen für nen GB zahlen mustest, man also vor Ort Karten gekauft hat (was in I für Touris nicht ganz ohne war, da Du ne italiänische Steuernummer zum Kauf brauchtest) , war es völlig davon abhängig, wo Du Dich aufhalten wolltest z.B. bei uns im TerraNonna-Wald hatte evtl ein andere Provider besseren Empfang als 5 km weiter auf dem Gelände eines Freundes und am Strand am Wochenende vielleicht ein 3., da die Funkmasten der beiden Anderen überlastet bzw ausgebucht waren. Seitdem es nun das "umsonst-Rooming" gibt und auch in D der Datentraffic nicht mehr ein X-Faches von I kostet, verwendet man ja üblicherweise seine deutsche Simcard auch im EU-Ausland. Da kommt es nun darauf an, wer die besseren Rooming-Verträge (also mit den Providern mit denen man eine Verbindung aufbauen kann) hat, da liegt z.B. in I oder SP nach eigener Erfahrung telefonica /Aldi häufig vorne gegenüber der Telekom. Sie hat halt in Portugal ne Telekom-Sim, kann damit an vielen Stellen nicht telefonieren, während ihr Datentraffic, der über ne portugiesische Sim / LTE-Router läuft, da super klappt. Jetzt würde ich aber beim Fischerman´s Trail, der ja an der Küste viel durch dichter bewohntes Gebiet läuft, vermuten, daß da meist Roomingpartner für die beiden deutschen Simcards ein Netz haben, ich kann in 10 Tagern nen Buddy, der gerade auf FT mit seinem Sohn unterwegs ist, fragen, der hat ne Telekom-Simcard Aber ich würde generell immer beim Wandern mit Offline-Navigation arbeiten, deutlich bessere Chancen bei Ausfallsicherheit und es geht auch irgendwelche Navigationskonzerne und die Unternehmen, anb die sie die Daten verschachern, einen Schei** an, wo ich mich gerade aufhalte / bewege, aber über so etwas hat jeder seine eigenen Ansichten.
  14. Hallo @weberli, Der Sörmlandsleden ist ja sehr lang und man kommt öfter durch Orte, aber die Strecke die ich gegangen bin, wird als "Wildnistour" angegeben. Extrem zivilisationsfern ist man dort nicht, aber es kommt einem durchaus so vor. Bis auf ein Restaurant bei Skottvangs Gruvan (hatte Betriebsferien als ich dort war) gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten am Wanderweg. Ich hatte mein komplettes Essen im Rucksack. Mit Strom fürs Handy wäre es knapp geworden, wenn ich nicht an der erwähnten Außensteckdose Strom geklaut hätte. Aber ich hätte auch das Handy mal aus machen können, zur Navigation war es nicht wirklich nötig. Außerdem kann man sagen, dass ich mich schön durch die Strecke gebummelt habe durch Pausentage und längeres Rumlungern am Lagerplatz. Die Strecke, die ich gelaufen bin, ging von Mölnbo nach Läggesta, ich habe aber noch einen Schlenker kurz vor Läggesta eingebaut. Mölnbo nach Läggesta sollte man in sechs Tagen schaffen, habe ich auch vor vielen Jahren so gemacht. Wölfe habe ich (natürlich) keine gesehen, allerdings lag auf einem Weg ein sehr fellhaltiger Kot, der meiner Recherche nach eventuell zum Wolf hätte gehören können. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück, wer weiß!
  15. If your main goal is safety and staying connected on longer routes like the Via Alpina, I’d lean toward the InReach Mini 2. It’s lighter, has solid satellite messaging, and the battery life is surprisingly good for multi-day trips. The GPSMap 67i is great if you really want detailed on-device mapping and navigation, but it’s definitely bulkier. For most trekking-focused users, the Mini 2 paired with your phone handles navigation just fine and keeps pack weight down.
  16. Hallo ihr Lieben! Ich habe mir für den nächsten Frühling/Sommer die Via Alpina vorgenommen bzw. einen Teil davon und mache mir nun Gedanken zu Ausrüstung. Ich habe in der Schweiz schon einige längere Touren gemacht und bin mittlerweile mit meinem Ultraleicht-Gepäck gut eingependelt und zufrieden. Die Via Alpina ist aber doch ein anderes Kaliber und beim Thema Navigation stecke ich etwas fest und könnte eure Meinung gut gebrauchen. Nach langer Internetrecherche sehe ich die folgenden zwei Optionen: Hauptnavigation und Notfallsender mit Garmin GPSmap 67i, Mobiltelefon als Backup. Hauptnavigation mit dem Mobiltelefon, Garmin Inreach Mini 2 für den Notfall. Erst tendierte ich stark zur ersten Option, ich hätte damit zwei voneinander unabhängige vollwertige Navigationsgeräte dabei. Dagegen sprechen einerseits Gewicht und Preis, andererseits habe ich doch ein paarmal gelesen, dass das zumindest für die Alpen ein Overkill und unnötig sei. Option 2 wäre günstiger und leichter, allerdings ist das Inreach Mini halt wirklich nur für den Notfall gedacht. Wie seht ihr das? Habt ihr Erfahrungen mit diesen Optionen, gibt es noch andere gute Optionen? Habt ihr Erfahrungen mit der Navigation in den Alpen (exkl. Schweiz, da kenn ich mich auch gut aus ☺️)? Vielen Dank schonmal für eure Meinungen und Ratschläge! siebenstaub
  17. Eigentlich hatte ich den Beitrag für "Etrex power management" von@Ameisenigel geschrieben, dachte mir dann aber, das ist eine generell interessantes Thema und wird so später leichter gefunden... Dafür benutzte Garmin GPS bzw Etrex 20,22,30,32 (x) ob jetzt 20,22,30,32 evtl noch x dahinter, macht für den Stromverbrauch keinen Unterschied. Ich komme 3 Tage mit einem Satz weiße Eneloop hin. Mein Einzellen- Lader wiegt 37 g und wenn man es möglichst leicht haben will, lädt man sie halt Beide nacheinander z.B. am 2. Abend bzw 3. Morgen nach...und spart sich das Tausch-Set, dann sind es 89 g zusammen...für Stromversorgung Etrex... Zum Thema Nachhaltigkeit (bzw Bat kontra Akku) muß jeder seinen Weg gehen, der zur eigenen Moral / Wahrheit passt. Ich benutze unterwegs nur noch Akkus, PB, PS usw...Kein Batterie-Müll, keine Batterie-Produktion...kein unterwegs Nachkaufen müssen... Da ich meist so unterwegs bin, daß ich nicht da bin, wo Steckdosen sind, also autark mit Panel unbterwegs bin, macht das Laden mehr Sinn, ich empfinde das auch nicht als Stress, eher völlig easy und stressfrei...und muß für Energienachschub nicht laufen, die Sonne gibt es vor dem Zelt, Boot, was auch immer Wenn ich abends oder morgens die eine Min für´s Eneloop in den Lader stecken, oder das Panel aufzustellen, als Stress empfinden würde, würde ich meine Tour bzw Lebensplanung überdenken, oder habe wegen was Anderem Stress Vergleich der Energie, was ich Nachladen muß... Auf normalen Touren ist mein Smartphone aus, gut geladen für Notfälle und um evtl abed ein bisschen Recherche zu machern, ums Forum inkl Schreiben zu kümmern oder halt etwas arbeiten. Bei derartiger Nutzung verbrauche ich umgerechnet ca 1 Akkuladung auf 5 Tage. Wenn ich das Smartphone auch für Navigation einsetze, was ich sinnvollerweise teilweise, da wo nötig, zum Segeln in NL mache, damit mich die Brücken / Schleusenwärter mittels N-AIS schon vorher auf dem Schirm sehen und entsprechend Bootspakete zusammenpacken, was für mich auch da deutlich weniger Wartezeiten (und genauso für den Auto/Fahrrad-Querverkehr) bedeutet, muß der Akku morgens vollgeladen sein und ist abends, wenn es nicht gerade im Winter früh dunkel wird, auf 20% und in NL ist überall gutes Mobilnetz, braucht also dafür wenig.. Smartphone Navigation 14 Wh + 20% Ladeverluste ~ 13,5 Wh / Tag Etrex Navigation 5Wh / 3 + 35 % Ladeverluste ~ 2,3 Wh / Tag Bei mir läuft das dann tagsüber, ausser bei Pausen, durch (bei N-AIS dann evtl, wenn keine Brücke, Schleuse in der Nähe, Kennung abgeschaltet), würde ich es sparsamer einsetzen, also nur sporadisch, bliebe aber der Faktor 5 im Energieverbrauch gleich... Was letztendlich heißt, würde ich mit Smartphone navigieren, müßte ich mehr Gewicht für größeres Panel bzw mehr PB-Energie (zur Überbrückung von Schlechtwettertagen) mitnehmen.. Sieht natürlich bei Leuten, die da bzw so unterwegs sind, daß sie jeden Tag an ner Steckdose aufladen können anders aus. Jetzt kommt für mich, noch ein anderer Aspekt dazu...-Datenschutz...meine Garmin GPS können schon technisch nicht meine Bewegungen, Tracks usw an einen Datendealer weitergeben, (N)-AIS, wenn denn nötig (ich fand früher das WLAN-System besser, verstehe aber, daß das kostenaufwendiger war), ist ein geschlossenes System, aber im Normalfall eh Garmin GPS, ist mir deutlich sympatischer, als wenn ich die ganze Zeit Google usw meine kompletten Bewegungsdaten zur Verfügung stelle...
  18. Hallo, Dieses Jahr habe ich es gewagt, mir mal fürstlichen drei Wochen "Sommerferien" zu nehmen und werde mich wohl grob in der Zeit vom 3. bis 17. September im nördlichen Schweden herum treiben. Ich habe vor, auf dem südlichen Kungsleden von Grövelsjön bis Fjällnäs zu laufen und wenn das zügig geht, eventuell noch etwas dran zu hängen oder Tagestouren ab Fjällnäs zu machen. Da meine Hündin dabei ist, die erfahrungsgemäß mit Touren um die 15km bedient ist, sollen meine Etappen in etwa so lang sein. Ich bin die Strecke bereits zweimal gewandert, zuletzt vor 9 Jahren. Meine Frage an die Menschen, die dort vor nicht allzu langer Zeit waren: Wie habt ihr dort navigiert? Ich habe noch die alten Fjällkarten von den vergangenen Wanderungen und nehme an, dass Navigation mit dem Handy eher nicht gehen wird, oder liege ich da falsch? Kann jemand was über den aktuellen Zustand der Wege bzw. Markierungen dort sagen? Ich frage mich nämlich, ob es die Karten noch tun werden, oder ob es sinnvoll wäre, in Navigationstechnik zu investieren. Viele Grüße!
  19. 0 Einleitung Hallo an die Community, ich möchte euch heute eine knapp 190 Kilometer lange Trekkingtour vorstellen, welche ich selbst ausgearbeitet habe und im Oktober 2025 Solo in dieser Form innerhalb von 8,5 Tagen mutmaßlich „erstbegangen“ bin. Ich hoffe, dass dieser Bericht den ein oder anderen hier anspricht und dazu inspiriert, auch mal solch ein (Planungs-)Abenteuer oder vielleicht meine Route zu wagen. Ich entschuldige mich vorab schonmal für die Länge der Posts, neben dem Wandern ist mein zweitliebstes Hobby das Schreiben. Ich teile diesen Routenvorschlag so ausführlich, weil es mich selbst bei meinen Recherchen oft extrem nervt, wenn man sich alle Infos aus gefühlt 349 verschiedenen Quellen ziehen muss und dann doch nicht weiß, ob die Reise nachher aufgeht. Daher hier eine hoffentlich ganzheitliche Zusammenfassung für jeden, der das auch mal machen möchte. Ich hoffe, euch ein wenig Fernweh machen zu können und würde mich dabei über jede Art der Rückmeldung freuen. Den zugehörigen GPX-Track habe ich bei Outdooractive unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.outdooractive.com/de/track/lemnos-inseltrekking/334117623/ 1 Schnelle Infos - Ziel: Lemnos, nördliche Ägäis, Griechenland - Stil: Inseltrekking von Küste zu Küste - Routenlänge: ca. 190 Kilometer, davon 180 per GPS geplant plus ungefähr 10 Serpentinen- und Kamerastativ-Aufschlag - Dauer: 8,5 Tage - Durchschnittliche Tageskilometerlänge: ca. 22km, letzte Rauslaufetappe allerdings nur 10km - Gelaufene positive Höhenmeter: ca. 4.500 nach GPS-Tracking, 800 mehr als per Tool berechnet - Planung: Per Hand und Luftbildkarte, als Quellen lediglich WikiVoyage und ein Computerspiel - Navigation und Tracking: Garmin Epix 2 am Handgelenk, Garmin Explore App auf dem Telefon und inReach mini am Rucksack, allesamt bespielt mit OSM-Kartenmaterial Ziel: Meine Wanderung führte mich auf die achtgrößte griechische Insel namens Lemnos, welche in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste und der Einfahrt zu den Dardanellen liegt. Falls sie überhaupt jemand kennt, dürfte einigen von euch diese genauso wie mir lediglich aus einem böhmischen Computerspiel aus dem Jahr 2013 bekannt sein, wo sie in einer um den Faktor 25 verkleinerten Version namens Altis komplett digital 1 zu 1 nachgebaut und für einen zukunftsfiktiven Militärkonflikt missbraucht wurde. Kurzer sprachlicher Einschub: Die deutsche Schreibweise ist Limnos, da man aber direkt nach dem ersten Tag vor Ort selbst nur noch die griechische Schreibweise Lemnos benutzen wird, bleibe ich auch hier im Reisebericht dabei. Die echte Lemnos ist knapp 500 Quadratkilometer groß und misst in ihren Ausmaßen knapp 30 x 35 Kilometer, wobei die Insel aufgrund ihres bereits sehr weit erodierten Vulkancharakters eine sehr differenzierte Landschaftsform mit etlichen Stränden, tief eingeschnittenen Buchten und einem relativ weich gezeichnetem Hügelrelief besitzt. In der Vergangenheit wurde das Aussehen der Insel als „im ägäischen Meer schlafender Schmetterling, der seinen Kopf unter Wasser hält“ beschrieben – wer auf die Karte schaut wird merken, dass diese Beschreibung recht passend ist. Warum die Wanderung auch bei entspannt geschwungener Oberfläche – der höchste Berg Vigla ist lediglich 430 Meter hoch – anspruchsvoll und herausfordernd bleibt, die Insel aus meiner Sicht gerade für Individualtrekker ein Paradies ist, man während der Wanderung mit Blick auf die Landschaft manchmal Vergleiche mit Schottland, Südafrika, Jordanien und den Falkland-Inseln zieht, man fast jeden Abend im Meer baden kann, man von der wunderbaren Tierwelt und der ältesten Besiedlungsgeschichte Europas im Hinblick auf die zahlreichen archäologischen Stätten begeistert sein und als Weitwanderer quasi von allen Einwohnern herzlich empfangen wird – und manchmal auch umarmt – das erkläre ich im Weiteren. Und wie unfassbar gut wilder Thymian duften kann. 2 Hinweise zur Schwierigkeit, den persönlichen Anforderungen und Rechtliches zum Wege- und Campingrecht Vorab: Es handelt sich ausdrücklich NICHT um eine existente, NICHT um eine offizielle und erst recht NICHT um eine ausgeschilderte Route! Den von mir gelaufenen Trail gibt es so nur in meiner GPS-Version! Verlauf und Markierungen: Es gibt auf Lemnos keinen markierten Weitwanderweg – überhaupt gibt es so gut wie keine markierten Wege auf der Insel! Insgesamt bin ich nur an zwei Touristen-Hotspots auf zusammengenommen vielleicht 800 Metern über sowas wie markierte Routen gelaufen, die dabei über sehr ausgesetzten Felsen verliefen und nur deshalb markiert wurden. Ich habe diese Route tatsächlich relativ spontan innerhalb von einer Woche per Luftbild und GPS-Routentool geplant, mehr dazu unter Punkt 8. Die Route ist in dieser Version also ausdrücklich nur mit GPS ablaufbar. Wegbeschaffenheit: Ich habe so wenig Teerstraße wie möglich verplant. Viele Abschnitte führen über Schotterstraßen, welche auch mit Abstand den größten Teil des Straßen- und Wegenetzes der Insel darstellen. Ein weiterer Teil führt lediglich über inoffizielle Wege und teilweise vorbei an oder sogar über Privatgelände wie zum Beispiel Weizenfelder oder Schafwiesen und in drei Fällen auch unmittelbar über Bauernhöfe. Und einige Kilometer sind tatsächlich lediglich Durschlageübungen querfeldein, welche größtenteils aus vorgetretenen Trails von Ziegen und Schafen bestehen, in kurzen Abschnitten aber tatsächlich nur durch das zugewucherte Buschwerk führen! Ich habe es mal grob ohne Berücksichtigung von Serpentinen überschlagen, dabei teilen sich die 180 Kilometer der GPS-Route auf in ca.: - 50% Schotterstraßen und Feldwege, - 15% Asphalt- oder Betonstraßen sowie gepflasterte Wege in und um Ortschaften, - 35% Querfeldein-Abschnitte, auf denen größtenteils die genannten Trampelpfade der Ziegen genutzt werden können und damit problemlos ein Single-Trail-Eindruck entsteht – wenngleich es auch einige kurze Abschnitte ohne jeden Weg durch die Botanik gibt, mehr dazu im zweiten Post mit den Etappenbeschreibungen. Schwierigkeit: Wegbeschaffenheit: Einfach Gesamtschwierigkeit: Eher schwer. Warum das? Zu zwei Dritteln sind die Wegbeschaffenheit und die Höhenmeter wie oben beschrieben eher einfach bis mittelschwer und technisch leicht einzuordnen. Nichtsdestotrotz würde ich die Gesamtschwierigkeit als eher schwer bezeichnen, da: 1. Der Trek in dieser Form nur als GPS-Route existiert, 2. die genannten Querfeldein-Abschnitte steil bergauf und -ab, über ausgesetzte Felspassagen, über Sanddünen und über stacheliges Buschwerk führen, und 3. Erfahrungen im Management mit Wasser und Nahrungsmitteln, also das Rucksackgewicht betreffend, aufgrund des Fehlens von Nachschubquellen unerlässlich sind. Trinkwasser und Nahrungsnachschub: Pumpfilter ist Pflicht! Nahrungsnachkauf ist bei einem teilweise recht eingeschränkten Sortiment und unsicheren Öffnungszeiten möglich. Weiteres unter Punkt 9 bzw. im zweiten Post. Unterkünfte: Es handelt sich ausdrücklich um eine reine Zeltroute! Es gibt praktisch keine buchbaren Schlafmöglichkeiten auf der Route. Jedermannsrecht: Es gibt in Griechenland kein Jedermannsrecht, im Gegenteil, die Freiheiten im Hinblick auf Camping und Zelten sind in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt worden. Dies gilt aus meiner Erfahrung allerdings nur für das Festland und nicht für Lemnos. Beinah die ganze Insel wird als Weidefläche für Schafe und Ziegen genutzt, weshalb es etliche Weidezäune aus lediglich aufrecht gestellten Stahlmatten gibt, die sich kilometerweit über die gesamte Insel ziehen. Fast alle Sehenswürdigkeiten der Insel lassen sich jedoch nur erreichen, wenn man diese Zäune an Toren bzw. offenen Stellen durchschreitet oder die Zäune einfach übersteigt. Daher gibt es so etwas wie ein erweitertes Wegerecht, was durch jeden Anwohner toleriert wird. Ich habe auf der Wanderung ca. 60 Zäune überstiegen und mindestens genauso viele offene oder verschlossene Tore überwunden, häufig wurden mir diese auch durch Schäfer auf deren Höfe geöffnet, welche ich teilweise über deren Privatgrund und Ackerflächen begangen habe. Dies hat nie ein Problem dargestellt, im Gegenteil, ich wurde stets freundlich empfangen und es schien, als sei dies einfach normal bei ihnen. Wichtig ist hierbei nur, den Zaun so zu hinterlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Militäranlagen: Die Route verläuft teilweise unmittelbar an geschützten Militäranlagen vorbei, welche in Griechenland zur kritischen Infrastruktur gehören und an denen besondere Regeln gelten, insbesondere im Hinblick auf das Fotografieren und Filmen derselben. Ich hatte dort absolut keine Probleme, habe meine Routenwahl aber daran angepasst. Näheres siehe unter 13 und im zweiten Post. In der Gesamtschau aller Punkte kann ich die Route daher nur Wanderern empfehlen, die nicht davor scheuen, einen Trek lediglich querfeldein per GPS abzulaufen, die bereits Erfahrungen in eher wasserarmen Regionen haben, die kein Problem darin sehen, vom Rucksackgewicht ohne Nachkauf gegen sich zu gehen und die damit klarkommen, auch mal Privatgrund sowie Zäune überschreiten zu müssen und daher auch zwingend mit Einheimischen in Kontakt kommen werden! Mein Vergleich: Wer in seiner Trekkingkarriere bislang nur ausgeschilderte Pilgerpfade mit Tagesrucksack und allabendlicher Unterbringung in einem Hotel mit Vollverpflegung beschritten hat, sollte diesen Trek besser sein lassen. Wer schonmal den Arctic Circle Trail in Eigenverantwortung gelaufen ist: Feuer frei! 3 Warum Lemnos? Als ich dieses Computerspiel damals spielte, hatte ich direkt den Drang, irgendwann mal das echte Vorbild zu besuchen und mir einen Eindruck davon zu machen, ob die Landschaft eben nicht nur als Bühnenbild für einen fiktiven militärischen Konflikt in mittelfristiger Zukunft herhalten kann, sondern vielleicht auch als erfüllendes Wanderziel dienen könnte. Nachdem ich jetzt selbst da war, habe ich den unweigerlichen Eindruck, dass Lemnos aus meiner Sicht das perfekte Reiseziel für Individualtrekker ist. Warum? 1. Optimales Wetter mit angenehmen Tages- und Nachttemperaturen insbesondere auch in der Nebensaison. 2. Ein ausreichend hohes, aber sehr differenziertes Relief - man sieht von fast jedem hohen Punkt auf der Wanderung, wo man schon war oder wo es noch hingeht. 3. Geringe Reisekosten in Bezug auf so gut wie alle Posten: An- und Abreise, Unterkünfte, Herumkommen, Essen und Trinken, Eintrittspreise und Mietwagen. 4. Große Dichte an antiken Sehenswürdigkeiten im Kontext der griechischen und europäischen Geschichte. 5. Reiche Artendiversität insbesondere bei der Fauna, mit hoher Wahrscheinlichkeit, auch eher seltene Arten in direkter Nähe zu sehen. 6. Trekkingtechnisch absolute Abgeschiedenheit mit Wildnis-Charakter bei durchaus ausreichender Versorgungsstruktur – sofern dies gemäß Individualurlaub-Ethos gelebt wird. 4 Warum kennt man Lemnos nicht? Und warum sollte man das ändern? Gute Frage. Warum kennen die meisten Westeuropäer (meiner 90er-Generation) Lemnos nur aus einem Computerspiel? Weil die Insel touristisch bislang vollkommen am Leben vorbeigelaufen ist. Lemnos wird in den wenigen Reiseführern, die sie thematisieren, als verschlafene griechische Perle beschrieben. Trotz ihrer Größe hat die Insel nur knapp 16.000 Einwohner, aber ungefähr fünfmal so viele Schafe und Ziegen. Große, ausgebaute Ferienkomplexe für Pauschalurlaube gibt es überhaupt nicht, sondern nur einige kleine, aber mit hohem Standard geführte Familienhotels. Die meisten Urlauber sind selbst Griechen, welche Lemnos aufgrund ihrer über 200 Sandstrände in den Sommermonaten zur griechischen Ferienzeit besuchen und die Zeit mit Baden und Partys an den etlichen kleinen Strandbars verbringen. Dazu gesellt sich eine kleinere Anzahl von Touristen aus Osteuropa sowie per Fähre übergesetzte Camper – tatsächlich auch aus Deutschland! – welche die hier im Vergleich sehr günstigen Preise schätzen. Denn auf Lemnos läuft das Leben tatsächlich noch so ab, wie es sich in den ländlichen griechischen Regionen in den letzten 150 Jahren eingependelt hat. Die meisten Einheimischen leben entweder vom Fischfang, der Viehhaltung oder dem Anbau von Hartweizen. Die Vulkanerde auf Lemnos hat nämlich nicht nur eine in den Sagen über Odysseus überlieferte heilende Wirkungen, sondern sorgt auch für eine große landwirtschaftliche Fruchtbarkeit, welche sich dem Urlauber vor allem durch den charakteristischen zitrusartigen Geschmack des auf Lemnos gekelterten Weines erschließen dürfte. Ich bin froh, Lemnos kennengelernt zu haben. Und das bei mir ausnahmsweise mal nicht nur wandertechnisch, sondern auch in dieser sehr charmant verschlafenen, griechischen Glückseligkeit, die das Einfach-so-vor-sich-hinplätschern mit sich bringt. Wer nach der Wanderung alles in Myrina gesehen hat und bei einem Tag ohne Programm einfach mal bei einem oder mehreren Gläsern Lemnoswein 3 Stunden lang am Strand in den beginnenden Sonnenuntergang glotzt, wird verstehen, was ich damit meine. 5 Warum teile ich diese Route? Ich habe tatsächlich etwas länger überlegt, ob ich diesen Trek wirklich teilen soll, da ich von dem einzigartig verschlafenen Charakter der Insel bei der gleichzeitig grandiosen Landschaft einfach begeistert war. Dieser Umstand rührt vermutlich nur genau daher, weil kaum jemand diese Insel kennt und dort wandern geht. Und genau deswegen hat mich der Spirit dort auch so sehr abgeholt. Ich habe bei meiner Internetrecherche im Voraus überhaupt keinen Bericht darüber gefunden, dass jemand dort schonmal auf diese Art wandern war. Falls das irgendwer liest und das in der Vergangenheit schonmal gemacht hat: Meldet euch bitte hier! Der Umstand der vermeintlichen Erstbegehung hat mich in meiner Planung und Umsetzung auf jeden Fall nochmal mehr motiviert. Im ausgelegten Feedback-Buch im Amphitheater haben Menschen aus etlichen Ländern dieser Erde bescheinigt, dass Lemnos der vermutlich friedlichste Ort auf diesem Planeten ist, dass jemand dort wandern war, hat aber niemand verewigt. Zum Teilen der Route hier habe ich mich aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen der einheimischen Bevölkerung während meiner Wanderung entschieden. Der ein oder andere wird diese Gefühle kennen, wenn man als Trekker Länder bereist, in denen irgendwie alle ehrlich froh sind, dass man in ihrem Land wandern geht. Den häufigsten Kontakt hatte ich aufgrund der Abgeschiedenheit der Route mit lokalen Bauern, die selbst größtenteils noch in alten Steinhäusern leben und von denen kaum jemand Englisch spricht. Per Übersetzungs-App und mit Händen und Füßen habe ich aber ausnahmslos positive Rückmeldungen zu meinem Projekt erhalten. Irgendwie waren alle Menschen, die ich dort getroffen haben, wirklich glücklich darüber, dass es Menschen wie uns Wanderer gibt, welche ihre Heimat und ihre Lebensweise auf die grundlegendste aller Arten kennenlernen wollen. Bei meiner stinkenden, aber glückseligen Rückkehr nach 9 Tagen Wanderung in mein erstes Hotel in Myrina hat mich meine Hotelmama trotz der Umstände umarmt und ich musste ihr vor dem Duschen erstmal eine halbe Stunde lang Fotos von der Wanderung auf meinem Mobiltelefon präsentieren, wobei sie sich teilweise gefreut hat wie ein kleines Kind, weil sie seit Jahren nicht mehr an den tollen Orten gewesen ist, die ich auf dieser Wanderung sehen durfte. Ohne mein Zutun sagte sie von selbst, dass ich das irgendwo in Deutschland veröffentlichen solle, damit mehr Menschen die Schönheit ihrer Heimat kennen lernen können. Was soll ich sagen, den Bericht lest ihr jetzt gerade. Daher kurzer Einschub: Ich empfehle das Arxontiko Hotel in Myrina! Gute Preise, wunderbare Inhaberin! 6 Anforderungen an mein Ziel und den Routenverlauf Die Ideen für diesen Urlaub: - Routenlänge zwischen 150 und 200 Kilometern - machbar in zwei Wochen, wobei Puffertage für organisatorische und genusstechnische Erlebnisse vor und danach möglich sein müssen - An- und Abreise per vergleichbar günstigem Flug - möglichst homogener Verlauf durch alle wichtigen Naturregionen, wobei man im besten Fall alle wichtigen touristischen Highlights mitnimmt Dieses Jahr war ich planungsfaul und hatte mir lange Zeit keine Gedanken zu meinem Herbsttrekking gemacht. Alle meine bisherigen Wanderpartner waren in anderen Verpflichtungen gebunden, womit eine Solo-Tour anstand, deren Planung mich nur für mich selbst verantwortlich machte und meine Motivation nochmal schmälerte. Vier Wochen vor dem Urlaub musste dann irgendein Ziel her, weshalb ich mir Lemnos von der Löffelliste gefischt habe und siehe da, die Flüge waren vergleichsweise günstig. Daher habe ich, ohne groß über die Konsequenz nachzudenken, die An- und Abreise vor der Planung gebucht, was mich in den nötigen Zugzwang versetzte. Die Planung gestaltete sich dann aufgrund fehlender Quellen tatsächlich recht schwierig, ich habe lange gesucht, aber einfach nichts zu Trekkingreisen auf Lemnos gefunden. Ich habe daher etwas gemacht, was ich zuvor noch nie getan habe, nämlich mir die spannendsten Sehenswürdigkeiten der Insel aus der englischen WikiVoyage rausgesucht und per Hand über eine GPX-Anwendung eine vermeintliche Route in einem Luftbild zusammengestrickt. Erstaunlicherweise kam ich auf die ungefähr gewünschte Routenlänge, die im GPX-Trek 180 Kilometer lang war. Da ich hierbei keinen Serpentinenzuschlag oder das Zurücklaufen von Kamerastativen mit eingerechnet habe, konnte ich aus Erfahrung von knapp 3 bis 8% zusätzlicher Strecke ausgehen. Dies ist auch so aufgegangen, am Ende hatte ich getrackte 190 Kilometer auf dem Tacho. Die von mir vorgeplante Route nimmt die aus meiner Sicht sechs wichtigsten und höchsten Berge, alle eingerichteten Naturschutzgebiete sowie alle geologisch und archäologisch interessantesten Sehenswürdigkeiten mit, wobei sie so verläuft, dass man bis auf zwei Ausnahmen eigentlich jeden Abend im Meer schwimmen kann. Zusätzlich habe ich versucht, nach Möglichkeit besondere Zeltplätze in die Route einzuweben. Was für mich am Erstaunlichsten ist: Obwohl die Route nur per Luftbild geplant war, ist sie fast ohne Abweichungen genauso und damit gefühlt perfekt aufgegangen. Ich habe sie vor Ort lediglich in Abschnitten angepasst, wenn bestimmte Relieflinien oder Felder einfacher zu begehen gewesen sind. Was auf der Route fehlt: Die mutmaßlich interessanten Zentralbereiche rund um den alten Vulkankegel von Vouni bei Katalakko sowie die grünen Hügel von Agios Dimitrios. Die haben schlicht und ergreifend nicht in die Routenvoraussetzungen gepasst. Man kann sie auf der fünften Etappe von den Höhen sehen, wer sie aber wirklich erleben will, dem empfehle ich den Besuch nach der Wanderung per Mietwagen. 7 Reisezeit und Wetter Meine persönlichen Präferenzen sind entspannte Tagestemperaturen ohne großartiges Geschwitze bei moderaten Nachttemperaturen, welche eine leichte Ausrüstung ermöglichen. Aufgrund meiner beruflich vorgeplanten Urlaubszeit hatte ich keine andere Wahl als den Zeitraum in den letzten beiden Oktoberwochen. Auf der Insel wurde mir von allen Einheimischen tatsächlich die Haupturlaubszeit zwischen August und September empfohlen – ich sollte dann nochmal wieder kommen, weil dann so richtig was los sei auf der Insel. Spätsommerliche Temperaturen über 30 Grad und überfüllte Strände brauche ich aber nicht, der Osram von oben hat mir auch so schon gereicht. In meinen zwei Wochen Ende Oktober hatte ich entspannte Tagestemperaturen von 22 Grad, welche sich in der Nacht auf minimal 13 Grad abkühlten. Bei neun Tagen Wanderung hat mittags viermal die Sonne ohne Wolken auf mich runtergebrannt – da habe ich insbesondere in den Aufstiegen gut geschwitzt und dementsprechend viel aus der Trinkblase getrunken. Weitere vier Tage hatte ich eine dankbare Wolkendecke. Auf der siebten Etappe hatte ich kurzfristig für knapp eine Stunde richtig Platzregen am Strand von Keros, wobei dann wirklich regentechnisch einmalig die Welt untergegangen ist. Denn ab Ende Oktober beginnt die Regenzeit auf Lemnos. Der kurzzeitige Starkregen an Tag 7 war der Einzige während der Wanderung, wobei es in weiteren drei Nächten leichten Nieselregen während der Nachtstunden gab, allerdings immer erst spät, als ich schon im Zelt lag. Davon hat man aber tagsüber nichts mehr wahrgenommen, das Zelt war beim Aufstehen immer trocken. Wichtiger Hinweis: Trotzdem wird die von mir vorgeplante GPS-Route so nur vom Beginn des Sommers im Juli bis zum dauerhaften Eintritt der Regenzeit Anfang November funktionieren. Das liegt daran, dass ich einige Abschnitte verplant habe, in denen man entweder a) nur in der Trockenzeit durch Bachtäler schreiten kann oder b) über so spät im Jahr nicht mehr bestellte Felder laufen muss. 8 Hin- und herumkommen Schnelle Preisliste: - Flug von und nach Deutschland: ca. 350 Euro - Taxifahrten: Flughafen nach Myrina ca. 28 Euro, Fahrt über die komplette Insel von Plaka nach Myrina ca. 55 Euro - Mietwagen: Je nach Saison 20 bis 40 Euro pro Tag (deutscher Kartenführerschein in Verbindung mit Personalausweis reicht aus, Umschreibung auf EU-Führerschein ist nicht nötig) Flüge: Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht. Da ich in der Nebensaison da war, gab es auch nicht so viele Tagesflüge vom griechischen Festland wie sonst. Ich bin ab Frankfurt mittags mit Lufthansa nach Athen und von dort zwei Stunden später mit Olympic nach Limnos geflogen, Ankunft dort war um 20:45 Uhr Ortszeit. Durch die späten Rückflüge hatte ich auf der Rückreise eine Nacht von 22 Uhr bis 6:45 Uhr Stopover am Flughafen Athen. Der Flugpreis betrug inklusive 23kg Aufgabegepäck für Hin- und Rückflug insgesamt 350 Euro, in der Hauptsaison dann vermutlich dementsprechend teurer. Busfahrplan: Ein zusammenhängendes Bussystem mit Linien gibt es auf der Insel nicht. Oft fährt ein Bus morgens früh mit den Schulkindern aus dem jeweiligen Dorf in die Hauptstadt Myrina und von dort am Nachmittag wieder zurück. Ich habe keinen davon genommen und mir wurde bei meinen Rückfragen in den Ortskernen auch immer mitgeteilt, dass es eigentlich keinen festen Fahrplan gibt, sondern man mal so, und dann auch mal so fährt. Taxis: Besser klappt es mit den Taxis. Es gibt ein offizielles System per Taxameter, wobei man erwartungsgemäß zu Fahrtbeginn vom Fahrer immer nach einem schwarzen Festpreis gefragt wird. Für die erste Nachtfahrt vom Flughafen nach Myrina habe ich den Festpreis von 30 Euro genommen, bei meiner Rückfahrt mit Taxameter von Plaka hätte die Strecke vom Flughafen dann 28,50 Euro gekostet. Hab allerdings bei der zweiten Fahrt die Anfahrt nach Plaka nicht berechnet bekommen, da ich den gleichen Taxifahrer angerufen habe… Muss jeder für sich selbst entscheiden. 9 Details zu Nachschub und Quellen Wasser: Lemnos verfügt nur über eine Handvoll natürlicher Süßwasserquellen, welche insbesondere außerhalb der Regensaison häufig in nicht erreichbaren Lagen entspringen und nur selten am Ende das Meer auch erreichen. Als Erstbegeher der Route ohne genaue Kenntnisse über Quellen oder Bachläufe ergab sich daher für mich die Besonderheit, immer mit dem Unbekannten und damit mit Wasserknappheit rechnen zu müssen. Ich bin leider jemand, der durch Transpiration sehr viel Wasser verliert und dementsprechend intensiv ist mein Durst und damit Wasserverbrauch. Daher habe ich zu Beginn jedes zweiten Tages die Wassermenge von zwei Tagen geschleppt, das waren in der Regel so zwischen 5 und 6 Litern. Nach dem Trek kann ich sagen: Wer einen gescheiten Wasserfilter mitführt, kann fast an jedem Tag irgendwo Wasser zapfen oder kaufen! Fast. Ausnahmen: Lediglich für Etappe 2 (Fako-Halbinsel) und Etappe 8 (Überführung vom Salzsee Richtung Plaka) sollte man für zwei Tage Wasser mitschleppen. Die genauen Details zu den jeweiligen Wasserquellen sind den Etappenbeschreibungen im nachfolgenden Post zu entnehmen. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das Leitungswasser in Myrina ausdrücklich nicht zum Trinken geeignet ist, da es aufgrund der alten Leitungen mit Chlor versetzt wird. Alle anderen Ortschaften auf dem Trek nutzen eigens angebohrte Grundwasserreservoirs, weshalb die Wasseraufnahme an den jeweiligen Hähnen auch ohne Filter kein Problem darstellt. Ich habe auch an den Tiertränken – sofern das Wasser nicht mit Kot verunreinigt sein konnte und frei floss! – teilweise ohne Filter getankt und hatte keinerlei Probleme, näheres siehe im zweiten Post. Nahrung: In Bezug auf den Nahrungsnachschub sieht der Trek leider relativ mau aus. Da ich in der Nebensaison gelaufen bin, hatten eigentlich alle Strandbars und die außerhalb gelegenen Restaurants bereits geschlossen. Ein zielführender Nahrungsmittelnachkauf während des Treks ergab sich bei mir daher nur auf folgenden Etappen an folgenden Stellen: - Etappe 3 in Kontias: Im Ortskern gibt es die Sariklis-Bäckerei. Der Inhaber Teo war einer der wenigen Kontakte auf der Wanderung, der perfektes Englisch sprach und mir, nachdem ich ihm von meinem Projekt erzählt habe, die komplette Getränkerechnung erlassen hat… Neben allerlei superleckeren griechischen Backwaren – unbedingt die gefüllten Blätterteigrollen mit Philadelphia-Frischkäse mitnehmen! – gibt es auch ein kleines Supermarktsortiment mit allerlei Säften, Bieren, Sprudeln, Nüssen, Keksen, Knabbersachen und sogar Tiefkühlware. Die Öffnungszeiten haben sich mir nicht so ganz erschlossen, er hat mir aber seine Mailadresse gegeben – fragt also im Zweifel unter teosariklis@gmail.com nach, ob er offen hat bzw. falls nicht, für euren Ankunftstag ein Carepaket bereithalten kann. - Etappe 4 an der Hauptstraße hinter Therma: Hier könnte man zum Trinkwasser- und Nahrungsmittelkauf ein paar hundert Meter auf der Hauptstraße Richtung Myrina laufen, dort befinden sich mehrere Tankstellen und ein Supermarkt, wobei man dann über Umwege wieder (auf eigener Routenfindung!) auf den Trek gelangen müsste. - Etappe 6: Am Ziel in Moudros, der zweitgrößten Stadt auf der Insel, gibt es eine Handvoll Supermärkte und Bäckereien, wo sich eigentlich so gut wie alles kaufen lässt. Abseits davon gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Da ich seit jeher mit Tütennahrung arbeite, hatte ich keine grundsätzlichen Probleme, habe mich aber an jeder verfügbaren Bäckerei mit Backwaren eingedeckt. Ich bin selbst noch nie nahrungstechnisch komplett „blank“ gewandert, glaube aber, dass Hardcore-Ultralightpacker auch mit dem kleinen Sortiment in diesen Läden klarkommen werden. Blöd wäre nur, wenn die zuhaben… Ruft also besser vorher an bzw. schreibt eine Mail. Und daher ebenfalls nice to know: Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind an die Entspanntheit auf der Insel angepasst. Die meisten Läden öffnen morgens um 9 Uhr und schließen zwischen 12:30 Uhr und 14:30 Uhr wieder, um dann gegen Abend um 18 Uhr nochmal bis ca. 21 Uhr zu öffnen. In der Zwischenzeit haben nur die großen Supermärkte in Myrina (LIDL, etc.) oder die wirklich kleinen Kioske, in denen man nur Getränke oder Süßigkeiten bekommt, offen. 10 Gaskartusche, Kartenmaterial und Ausrüstung Gaskartusche: Egal ob zum Stechen oder Schrauben, diese bekommt man direkt in Myrina tatsächlich relativ einfach. Fast jeder kleine Mini-Markt in der Altstadt führt ein großes Sortiment. Ich habe zwar am ersten Morgen etwas suchen müssen, werde euch aber auf der folgenden Karte zwei Märkte markieren, die definitiv beide Typen in verschiedenen Größen führen. Der Preis für meine 500 Gramm Schraubgaskartusche lag bei 4,80 Euro. Markt Nr. 1 liegt unmittelbar neben dem kleinen Marktplatz im griechischen (nördlichen) Altstadtviertel, Markt Nr. 2 am Ende der einspurigen Ampelregelung im türkischen (südlichen) Altstadtviertel. Kartenmaterial: Ich habe insgesamt vier ausprobiert und kann nun ausnahmslos die Karte vom Verlag Anavasi aus Athen empfehlen, diese lässt sich auch in Deutschland bestellen. Mal abgesehen vom schönen Werbslogan „Waterproof & Tearproof“ ist dies die aktuellste Karte, Stand bei mir war Ende 2024. Außerdem lässt sich diese wohl in einer App nutzen, die ich allerdings selbst nicht getestet habe. Hinweis: Trotzdem enthält die Karte nur alle offiziellen Straßen und Wege, die Querfeldeinabschnitte sind wie erwähnt nur per GPS machbar. Ausrüstung: Auf die persönliche Ausrüstung möchte ich nicht intensiv eingehen, jeder hat da seine eigenen Präferenzen. Ich habe aufgrund der Wettervorhersage eine Basisausrüstung im Komfortbereich von 10 Grad Schlaftemperatur ausgewählt, damit bin ich sehr gut gefahren. Ich hatte einmalig an Tag 7 eine Stunde tagsüber richtig starken Regen, wo mir die Regenjacke gute Dienste geleistet hat. Nachts hat es mehrfach geregnet, weshalb die Mitnahme des Außenzeltes die richtige Entscheidung gewesen ist. Aufgrund der Bodenbotanik empfehle ich allerdings dringend vernünftige Wanderschuhe mit Schaft sowie das Mitführen eines Wanderstocks für die steilen Abschnitte. Und leichte Aquaschuhe haben mir beim Baden sehr gute Dienste erwiesen, insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen Seeigel. Zu beidem mehr im Post mit den Etappenbeschreibungen. 11 Kontakt mit den Einheimischen – Mobilfunkempfang - Naturschutzgebiete Kontakt mit Einheimischen: Auf dieser Route wird man aufgrund der örtlichen Begebenheiten unweigerlich insbesondere mit den örtlichen Bauern in Kontakt kommen. Ich habe, wie bereits teilweise beschrieben, ausnahmslos positive Erfahrungen gemacht. Mir wurden alle Tore geöffnet und immer wurde gefragt, was ich mache und warum es ausgerechnet ihre Heimat Lemnos zum Wandern geworden ist. Oft wurde lachend mit dem Kopf geschüttelt, mehr als einmal hat man mich als Helden bezeichnet oder mich umarmt. Am ersten Abend habe ich mich tatsächlich kurz etwas unwohl gefühlt, weil zwei Jäger – die Vogeljagd ist auf der Insel noch weit verbreitet – vor der Dämmerung mit ihren Flinten und ihren Jagdhunden im Bereich meines Zeltes unterwegs waren und diese mich auch definitiv gesehen haben mussten. Sie kamen gegen ca. 19 Uhr Ortszeit, also bereits im Dunklen, zurück und leuchteten erneut mit einem großen Scheinwerfer ihres Pickups die Brackwasserlagune ab. Einen direkten Kontakt gab es nicht, mein Unwohlsein war im Nachhinein unbegründet. Im Gegenteil hatte ich keinerlei negative Erfahrungen. Mehrfach bin ich direkt über Höfe und privates Besitztum gelatscht, aber das gehört wie erwähnt bei der lokalen Bevölkerung einfach dazu. Man hat mich dabei sogar mehrmals gefragt, ob man mich mitnehmen oder mir anderweitig helfen könne. Die Hilfsbereitschaft hat mich ehrlich begeistert. Verständigung: Außerhalb von Myrina kann auf Lemnos eigentlich niemand Englisch sprechen. Daher empfehle ich, vorab die griechischen Sprachpakete einer Übersetzungsapp auf das eigene Telefon zu laden, um immer kommunizieren zu können. Mobilfunkempfang: Der ist grundsätzlich fast überall vorhanden, aber eben nur fast. Auf der Fako-Halbinsel und dem kompletten nordwestlichen Inselbereich gibt es einige blinde Flecken, in denen man keinerlei Verbindung hat. Ich habe standardmäßig ein InReach-Gerät mitgeführt und würde dieses zumindest für Solobegehungen insbesondere für etwaige Notfälle in diesen Bereichen empfehlen. Ansonsten findet man ein Mobilfunknetz ohne Probleme jederzeit innerhalb einer Halbtagesetappe. Naturschutz: Die Halbinsel von Fako, Teile rund um den höchsten Berg Vigla, die Dünen und der geologische Park an der Nordküste und auch die Salzseen an der Ostküste sind teilweise als Naturschutzgebiete gemäß den Habitat-Richtlinien „Natura 2000“ der europäischen Union ausgewiesen. Das sieht man auf etlichen, auch aktuellen Wanderkarten wie von Anavasi leider nicht. Zur Erklärung: Diese EU-Naturschutzgebiete werden zwar als für Vögel und Flora besonders schützenswert ausgewiesen, unterscheiden sich aber in ihrer Beschaffenheit extrem, oft ist ein generelles Betreten durch den Menschen erlaubt, auch querfeldein. Eine gemeinsame Nutzung von Natur und Mensch schließt sich also nicht grundsätzlich aus, Betretungsverbote sind eher die Ausnahme. So ist es auch auf Lemnos. Die genannten Orte sind zwar als Naturschutzgebiete ausgewiesen, werden hier aber sehr intensiv mit Ziegen und Schafen beweidet und daher auch mit deren Trails belaufen. Jeder sollte das für sich selbst entscheiden, wie er mit der Natur umgeht. Die von mir hier bereitgestellte Tour führt durch den Lebensraum von seltenen Pflanzen, Tieren, durch Dünenlandschaften und über einen der letzten Salzseen Europas. Ich selbst folge dem Eindrücke-Fußspuren-Kodex und hatte damit auf dieser Wanderung wunderbare Begegnungen mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt – mit griechischen Landschildkröten, Gottesanbeterinnen, Fledermäusen, der ein oder anderen Schlange und mehreren Scheltopusiken (ja, den kannte ich vorher auch noch nicht, sucht selbst nach dem Begriff, mehr dazu unter Punkt 14). Und von dem Duft des wilden Thymians will ich gar nicht sprechen – wer aber damit Probleme hat, durch den Lebensraum dieser Tiere und Pflanzen zu laufen, sollte die Route vielleicht besser bleiben lassen. Es besteht übrigens auf jeder Etappe die Möglichkeit, den selbst verursachten und mitgetragenen Müll in Sammelbehältern zu entsorgen. Es gibt nämlich an den Straßen stehende Sammelmülltonnen, die in regelmäßigen Abständen geleert werden. 12 Militäranlagen Aufgrund ihrer Lage nahe der türkischen Küste verfügt Lemnos über mehrere militärische Anlagen und Stützpunkte, welche insbesondere eine Infrastruktur für die griechische Luftwaffe bereitstellen. Es ist in Griechenland unter Strafe verboten, Fotos von militärischen Anlagen zu machen oder diese im umzäunten Sicherheitsbereich zu betreten. Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir bestätigt, dass insbesondere von Touristen angefertigte unberechtigte Fotos alle Jubeljahre mal vorkommen, die Strafen reichen dabei von Geld- bis hin zu tatsächlichen Gefängnisstrafen. Die Polizei und auch die Wachsoldaten sind berechtigt, bei der Kontrolle von Personen die mitgeführten Mobiltelefone und sonstigen Kameras anzusehen und diese auf unberechtigte Fotos zu durchsuchen. Nach meiner Recherche wurde das in der Vergangenheit auch tatsächlich gemacht. Auf Etappe 1 (Stützpunkt unmittelbar hinter dem Ortsausgang von Myrina), Etappe 4 (Überschreitung des höchsten Berges Vigla), Etappe 5 (Stützpunkt vor Moudros) und Etappe 9 (Nordostkap) hat man auf dieser Route unweigerlich Berührungspunkte mit dem Militär. An allen Stützpunkten sind bereits ca. 200 Meter vorher große Schilder aufgestellt, die Fotos und Drohnenflüge untersagen. Aus meiner Sicht am kritischsten ist hierbei die Überschreitung des höchsten Berges Vigla bei Etappe 4, da auf diesem die Radardome für die Luftraumüberwachung der nördlichen Ägäis liegen und der eigentliche Gipfelbereich damit hinter dem Zaun militärisches Sperrgebiet ist. Zusätzlich erreicht man den Gipfel querfeldein und läuft unmittelbar an der Straße bzw. dem Einfahrtstor zum Stützpunkt vorbei, wo normalerweise niemals ein Tourist einen Fuß hin verliert. Ich bin da ehrlich gesagt einfach dran vorbei gelatscht, bis auf drei zivile Autos innerhalb der Umzäunung habe ich keinerlei Aktivitäten geschweige denn Wachsoldaten gesehen. Von mir hat auch trotz der dort installierten Kameras offensichtlich niemand Notiz genommen, wie auch auf dem Rest der Wanderung nicht. Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir gesagt, dass man sich im Falle einer Kontrolle einfach kooperativ verhalten und seine Wanderabsichten äußern soll. Im Zweifel soll man das Mobiltelefon oder die Kamera vorzeigen und beweisen, dass man keine direkten Aufnahmen der Anlagen gemacht hat. Ich hatte keinerlei Kontakt mit Wachsoldaten, habe mich aber an die Regeln gehalten und niemals direkte Aufnahmen der Militäranlagen gemacht. In der Gesamtschau war dieser Punkt sehr entspannt. Nichtsdestotrotz möchte ich dies erwähnen, da ich nach meiner vorhergehenden Internetrecherche etwas Bammel hatte, der im Nachhinein aber völlig unbegründet gewesen ist. Macht euch also nicht unnötig Stress mit den Gedanken darüber. Und dazu noch historisches Nice-to-know: Unabhängig davon hat Lemnos militärisch gesehen eine sehr lange und aus meiner Sicht interessante Geschichte durch ihre besondere Lage vor den Dardanellen. Man sieht auf der Wanderung immer wieder Bunkeranlagen und Küstenbefestigungen aus den beiden Weltkriegen, teilweise nebeneinanderstehend sowohl aus dem britischen Gallipoli-Feldzug im ersten als auch von der Besatzung durch Nazi-Deutschland im zweiten Weltkrieg. Ein oder zwei meiner Zeltplätze liegen auch unmittelbar an alten Küstenbunkern oder Strandbatterien. 13 Was euch vom Trek abhalten könnte Kurz und schmerzvoll: 1. Dornige Birbanelle und andere Stachelpflanzen: Die komplette Insel ist in den Querfeldeinabschnitten von diesem kleinen, äußerst stacheligen Busch und anderem Kraut überwuchert, welches durch das konsequente Wachstum von Stacheln versucht, dass wenig vorhandene Wasser gegen Fressfeinde zu verteidigen. Obwohl ich die Büsche nicht verzehren möchte, gelangen die Stacheln ohne zu fragen problemlos durch jede Hose, sodass ich bereits nach zwei Tagen den Kampf aufgegeben und einfach mit kurzen Beinen weitergelaufen bin. Die Schienbeine sahen jeden Abend aus, als hätte man ein Jugend-forscht-Projekt im Hauptfach Akupunktur an mir durchgeführt. Die Stacheln nerven, tun aber nicht wirklich stark weh. Ich empfehle, vernünftige Schaftschuhe auf der Wanderung anzuziehen, damit man die Büsche in den Bereichen platttreten kann, in denen man die Ziegentrails verliert. 2. Der Geruch von Schaf- und Ziegenexkrementen: Die gesamte Insel wird intensiv für die Beweidung mit den genannten Tieren genutzt, welche dementsprechend häufig ihre Köttel in die Landschaft ablassen. Mich persönlich hat das nicht gestört, aus Erfahrung mit unserer damaligen Jordanien-Planung weiß ich aber, dass es Wanderer gibt, die sich explizit daran stören. 14 Was euch für den Trek motivieren könnte 1. Das Einlassen auf das Abenteuer. Mal wirklich ein ganzheitliches Abenteuer ohne bestehende Route. Was aber trotzdem wunderbar klappen wird. 2. Völlige Abgeschiedenheit auf einem Wanderweg, den es so nicht gibt. Niemand geht einem auf den Senkel, man kann tun und lassen, was die persönliche Auseinandersetzung mit der Natur hergibt. 3. Intensive Begegnungen mit der örtlichen Fauna. Man fängt plötzlich völlig sinnbefreit an, mit Schildkröten zu sprechen und fragt sich dauerhaft, was sich die Evolution bei der Entwicklung von Scheltopusiken da eigentlich so gedacht hat. Der Moment, wenn die Gottesanbeterin mit ihren beiden Fangarmen in deine Richtung argumentiert und sich offensichtlich darüber beschwert, dass du ihr die Sonne genommen hast. Und der Moment, wenn am Ende von Tag 5 bei Faraklos beim Abendessen tatsächlich Delfine in der Bucht herumhüpfen. 4. Der Genuss einer wunderbaren Landschaft, die einen als Beobachter in Ruhe lässt. Einer Landschaft, die eigentlich völlig flach und gleichzeitig ziemlich anstrengend ist. Und bei der einem aber trotzdem ständig die Kinnlade runterfällt, wenn man doch mal in die Ferne schaut. 5 Die für mich neue Möglichkeit, beinahe jeden Abend im Meer schwimmen gehen zu können. Gegen diese Form des Waschens kommt keine auch noch so intensive Deo-Dusche an. 5. Die ehrliche Dankbarkeit der auf Lemnos lebenden Bevölkerung. Das kann ich nicht beschreiben, dass muss man vor Ort selbst erleben.
  20. Gudde, da meine erste wirklich lange Wanderung ansteht, möchte ich mich neu mit dem Thema Navigation auseinander setzen. Hatte zuvor für meine zwei- drei Tages Wanderungen immer mein Handy benutzt. Was gut funktionierte. Deutscher Trail ! Jetzt plane ich eine 10 Tageswanderung mit Navigation, (ja mein Handy macht auch solchen Touren ) doch meine Sorge ist, dass der Akku sich schnell entlädt wenn ich noch parallel Hörbücher höre und die Navi laufen lasse. Wie macht Ihr das, was nutzt Ihr.?? Einige nehmen eine Garmin UHR zur Navigation, andere ein Garmin etrex 32 und einige Handy . Meine Gedanken effektiver das Handy zu nutzen mit einer zusätzlichen Powerbank oder Externes Navi mit. Batterie Nutzung ?? Erfahrungen würde ich mir gerne anhören.
  21. Das kannst du Theoretisch über den Namen steuern. 1. Navigation hat eine eigene Kategorie. 2. Name: Photo -Marke: KameraXYZ -Model: XYZ Ich würde ungerne noch mehr unter Kategorien einpflegen. Du kannst deine eigenen Kategorien erstellen! Wenn du es brauchst machst und eine Kategorie: Photo oder Elektronik-(Photo)
  22. Ich schau es mir an, scheint nach dem ersten Eindruck wirklich brauchbar zu sein. PS. gleich mal der erste Hinweis (Wunsch wäre zu viel gesagt): wie wäre es mit Unterkategorien? Also so etwas: Elektronik/Photo Elektronik/Navigation Elektronik/Stromversorgung ...
  23. Hallo zusammen, Ich habe mir schon die Finger wund gegoogelt, finde aber noch keine allumfassende Erklärung oder Vorgehen für mich, wie ich unterwegs auf einer mehrtägigen Tour stromsparend navigiere und nicht nur den Track, sondern auch POIs (Campings, Supermärkte) dabei habe. Ich habe ein Smartphone und möchte mir eine Smartwatch (Garmin Instinct 2 solar) zulegen, welche mir den vorab geplanten Track anzeigen kann. Ich brauche kein Routing, viele Wanderwege sind so gut ausgeschildert, daß die Uhr nur dazu dienen soll, die Richtung und Abzweige zu zeigen. Wie ich den Track plane und als gpx auf die Uhr bekomme, weiß ich. Ich kann mit komoot und Basecamp umgehen und plane dort in der Regel meine Wanderungen. Szenario für meine Fragen: Ich laufe los und folge dem Track auf der Uhr. Die Uhr benutze ich um dem Track zu folgen, ohne alle 10 Minuten das Handy rausholen zu müssen und Handy-Akku zu verbrauchen. Das Handy ist zum stromsparen im Flugmodus. Vorab habe ich auf Google maps den richtigen Kartenausschnitt offline gespeichert und schaue dort unterwegs, nach für mich wichtigen POIs, wie Supermärkte, Campings usw. Dorthin lasse ich mich dann (auch offline) vom Smartphone navigieren. Nach dem Supermarkt-Besuch navigiere ich mit Handy zurück zum Track und setzen den Weg fort. Soweit der Plan Bisher war ich mit GPS Gerät unterwegs und hatte so alles dabei, geplante Tracks + POIs, Annäherungsalarme usw. Das wird mir zu schwer, daher Umstieg auf Handy + Uhr. Wie plant ihr eure Mehrtagestouren? Speichert ihr euch auch alle wichtigen POIs ab und bekommt sie auch auf die Uhr? Wenn ja, wie? Wie geht ihr stromsparend mit dem Handy auf Mehrtagestouren um? Vielen dank für die Hilfe :) Liebe Grüße
  24. Nationalpark Thy, Dänemark Ydby bis Sjorring 01.01. – 05.01.2026 Mittlerweile im sechsten Jahr machen Stephan und ich uns gemeinsam in den Morgenstunden des Neujahrstages in Richtung Bahnhof auf, um das beginnende Jahr mit einer Mehrtageswanderung zu begrüßen. Die Zugfahrt ist fest eingeplant zum Schlafnachholen und Ausnüchtern nach der jeweils abgefeierten Silvestersause. Dieses Mal haben wir uns den Nationalpark Thy in Dänemark herausgesucht, wo 2020 alles seinen Anfang nahm. Nach 1,5 Stunden Schlaf ging der Zug um 6:37 Richtung Norden wo wir gegen 19:30 unser Ziel Ydby erreich haben. Nach den ersten 500 Metern in die falsche Richtung hat dann alles mit der Navigation perfekt geklappt (Danke Stephan!), sodass wir nach ca. einer Stunde bei Schneefall und kühler Prise unseren ersten Shelterplatz erreichet haben. Schön geschützt in einem Wäldchen gelegen mit überdachtem Unterstand, einer Schlafhütte (wohl eher als Picknickhütte gedacht) und einem Toilettenhäuschen. Nach kurzem Abendessen aus der Tüte und warmem Tee haben wir eine erholsame Nacht verbracht. Der Wetterbericht hatte Temperaturen unter Null, Schneefall und starken Wind für die kommenden Tage vorhergesagt und Recht behalten. Der Wind blies uns immer schön von Norden heftig ins Gesicht und unsere kälteste Nacht lag bei-5 Grad. Wir waren vorbereitet und kamen gut zurecht. Der zweite Tag ging nach Hurup, wo wir eine kurze Buspassage ans Meer nach Agger eingelegt haben und ja, wir waren die einzigen Fahrgäste. Von hier, begleitet vom besagten Wind, sind wir teils am Strand teils in den Dünen Richtung Lyngby mit einer kurzen Pause am Lodbjerg Leuchtturm gewandert, um dort im Redningshus, einem umgenutzten Gebäude, in welchem früher das Rettungsboot gelagert wurde, zu nächtigen. Dort finden sich neben Tisch und Stühlen 4 Doppelstockbetten und ein Elektrokocher zum Wasserkochen. Wer sich das gemütlich und wohlig vorstellt, liegt falsch, es war saukalt. Als Zuckerle allerdings gibt es einen Waschraum mit Toilette und kleiner Elektroheizung. Der folgende Tag, nach einer echt kalten Nacht, hat uns nach Norre Vorupor geführt, wo wir zur Abenddämmerung gegen 16:00 Uhr eintrafen, um uns geplanter Weise in der einzig geöffneten Gastronomie, dem Vesterhavscafeen, die Zeit tot- und die Bäuche vollzuschlagen, begleitet von einem zunehmend mulmigen Gefühl bei Anblick des zunehmenden Schneefalls und Windes. Schnell recherchiert man da nochmal den Windchilleffekt bei vorausgesagten -5 Grad. Gegen 19:00 ging es dann gut eingepackt und mit einer nötigen Prise Humor raus in die Elemente und die etwa eine Stunde dauernde Wanderung zum nächsten Shelter war herrlich, teils mit Stirnlampen, teils ohne durch schöne Natur zu einem tollen Übernachtungsplatz, wo wir die Nacht gut geschützt verbringen konnten. Die nächste Etappe hat uns nach Klitmöller geführt, bekannt auch als Cold Hawai, da hier offensichtlich schöne Wellen zum surfen zu finden sind. Wir haben vier Surfer, mit dicken Neoprens ausgestattet, gesehen, was uns großen Respekt eingeflößt hat. Kleineren orthopädischen Unpässlichkeiten und dem Umstand, dass wir in Klitmöller keine gemütliche Gastronomie finden konnten, wo wir die Zeit abhängen hätten können, geschuldet, haben wir uns spontan gegen eine letzte Nacht draußen und für eine Nacht in einer günstigen und entspannten Unterkunft entschieden. Selten hat warm duschen so gut getan. Der letzte Tag hat uns bei schönem Wetter (kalt war’s trotzdem) zu unserem Ziel Sjorring geführt, von wo aus wir mit dem Zug nach Fredericia gefahren sind, um nach einer weiteren Hotelübernachtung am 06.01.26 wieder über Hamburg zurück nach Karlsruhe zu reisen. Das sechste Mal in Folge und dann noch an einem schon bekannten Ort, ist das nicht langweilig? Sowas von Nein!
  25. Ich nutze ja überwiegend Garmin GPS, entweder halt im Auto ne Nüvi, auf dem Motorrad / MTB GPSMAP 62, beim Wandern / Paddeln / Segeln Etrex 30/32x, die Vorteile für mich habe ich ja schon häufiger genannt. Beim Paddeln / Wandern nutze ich für manche Zwecke, wie Anreise / Rückreise mit Övis Mapy.cz, beim Auto hätte ich gerne noch eine Backup-app auf dem Smartphone, Google habe ich keine Lust drauf wegen Datenschutz. Bin auf der Suche dann auf Organic Maps (bzw gibt ja auch die Fork Comap) gestossen, z.B. @Lolaine @ConTour hatten sie bzw die Fork erwähnt, @Jones hattes es für Auto-Navigation lobend erwähnt, schnellschußmäßig sieht das ganz gut aus, auch rel easy, Routen über andere Zwischenziele zu führen und schöne Topokarte. Mir dann auch mal in meinen Gebiet die Wanderstrecken angeschaut, mal davon abgesehen, daß an den Strecken nicht die Bezeichnungen stehen, wie z.B. „Bergischer Weg“ halt ganz ok und gpx-Import scheint auf den ersten Blick auch easy zu sein. Die POI-Auswahl scheint auch reichlich zu sein inkl Wasser usw, danach könnte das evtl auch bei mir mapy.cz ersetzen., In Estlaand registriert und datenschutzmäßig nice finde ich natürlich Pluspunkte bzw Datenschutz ist für mich dabei wichtig. Was ich noch nicht gefunden habe, wie ich erstellte Routen (mit Zwischenzielen) zur Auswahl speichern kann ? Mich würden die Erfahrungen von Anderen mit der App ineressieren ?
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