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0 Einleitung Hallo an die Community, ich möchte euch heute eine knapp 190 Kilometer lange Trekkingtour vorstellen, welche ich selbst ausgearbeitet habe und im Oktober 2025 Solo in dieser Form innerhalb von 8,5 Tagen mutmaßlich „erstbegangen“ bin. Ich hoffe, dass dieser Bericht den ein oder anderen hier anspricht und dazu inspiriert, auch mal solch ein (Planungs-)Abenteuer oder vielleicht meine Route zu wagen. Ich entschuldige mich vorab schonmal für die Länge der Posts, neben dem Wandern ist mein zweitliebstes Hobby das Schreiben. Ich teile diesen Routenvorschlag so ausführlich, weil es mich selbst bei meinen Recherchen oft extrem nervt, wenn man sich alle Infos aus gefühlt 349 verschiedenen Quellen ziehen muss und dann doch nicht weiß, ob die Reise nachher aufgeht. Daher hier eine hoffentlich ganzheitliche Zusammenfassung für jeden, der das auch mal machen möchte. Ich hoffe, euch ein wenig Fernweh machen zu können und würde mich dabei über jede Art der Rückmeldung freuen. Den zugehörigen GPX-Track habe ich bei Outdooractive unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.outdooractive.com/de/track/lemnos-inseltrekking/334117623/ 1 Schnelle Infos - Ziel: Lemnos, nördliche Ägäis, Griechenland - Stil: Inseltrekking von Küste zu Küste - Routenlänge: ca. 190 Kilometer, davon 180 per GPS geplant plus ungefähr 10 Serpentinen- und Kamerastativ-Aufschlag - Dauer: 8,5 Tage - Durchschnittliche Tageskilometerlänge: ca. 22km, letzte Rauslaufetappe allerdings nur 10km - Gelaufene positive Höhenmeter: ca. 4.500 nach GPS-Tracking, 800 mehr als per Tool berechnet - Planung: Per Hand und Luftbildkarte, als Quellen lediglich WikiVoyage und ein Computerspiel - Navigation und Tracking: Garmin Epix 2 am Handgelenk, Garmin Explore App auf dem Telefon und inReach mini am Rucksack, allesamt bespielt mit OSM-Kartenmaterial Ziel: Meine Wanderung führte mich auf die achtgrößte griechische Insel namens Lemnos, welche in der nördlichen Ägäis vor der türkischen Küste und der Einfahrt zu den Dardanellen liegt. Falls sie überhaupt jemand kennt, dürfte einigen von euch diese genauso wie mir lediglich aus einem böhmischen Computerspiel aus dem Jahr 2013 bekannt sein, wo sie in einer um den Faktor 25 verkleinerten Version namens Altis komplett digital 1 zu 1 nachgebaut und für einen zukunftsfiktiven Militärkonflikt missbraucht wurde. Kurzer sprachlicher Einschub: Die deutsche Schreibweise ist Limnos, da man aber direkt nach dem ersten Tag vor Ort selbst nur noch die griechische Schreibweise Lemnos benutzen wird, bleibe ich auch hier im Reisebericht dabei. Die echte Lemnos ist knapp 500 Quadratkilometer groß und misst in ihren Ausmaßen knapp 30 x 35 Kilometer, wobei die Insel aufgrund ihres bereits sehr weit erodierten Vulkancharakters eine sehr differenzierte Landschaftsform mit etlichen Stränden, tief eingeschnittenen Buchten und einem relativ weich gezeichnetem Hügelrelief besitzt. In der Vergangenheit wurde das Aussehen der Insel als „im ägäischen Meer schlafender Schmetterling, der seinen Kopf unter Wasser hält“ beschrieben – wer auf die Karte schaut wird merken, dass diese Beschreibung recht passend ist. Warum die Wanderung auch bei entspannt geschwungener Oberfläche – der höchste Berg Vigla ist lediglich 430 Meter hoch – anspruchsvoll und herausfordernd bleibt, die Insel aus meiner Sicht gerade für Individualtrekker ein Paradies ist, man während der Wanderung mit Blick auf die Landschaft manchmal Vergleiche mit Schottland, Südafrika, Jordanien und den Falkland-Inseln zieht, man fast jeden Abend im Meer baden kann, man von der wunderbaren Tierwelt und der ältesten Besiedlungsgeschichte Europas im Hinblick auf die zahlreichen archäologischen Stätten begeistert sein und als Weitwanderer quasi von allen Einwohnern herzlich empfangen wird – und manchmal auch umarmt – das erkläre ich im Weiteren. Und wie unfassbar gut wilder Thymian duften kann. 2 Hinweise zur Schwierigkeit, den persönlichen Anforderungen und Rechtliches zum Wege- und Campingrecht Vorab: Es handelt sich ausdrücklich NICHT um eine existente, NICHT um eine offizielle und erst recht NICHT um eine ausgeschilderte Route! Den von mir gelaufenen Trail gibt es so nur in meiner GPS-Version! Verlauf und Markierungen: Es gibt auf Lemnos keinen markierten Weitwanderweg – überhaupt gibt es so gut wie keine markierten Wege auf der Insel! Insgesamt bin ich nur an zwei Touristen-Hotspots auf zusammengenommen vielleicht 800 Metern über sowas wie markierte Routen gelaufen, die dabei über sehr ausgesetzten Felsen verliefen und nur deshalb markiert wurden. Ich habe diese Route tatsächlich relativ spontan innerhalb von einer Woche per Luftbild und GPS-Routentool geplant, mehr dazu unter Punkt 8. Die Route ist in dieser Version also ausdrücklich nur mit GPS ablaufbar. Wegbeschaffenheit: Ich habe so wenig Teerstraße wie möglich verplant. Viele Abschnitte führen über Schotterstraßen, welche auch mit Abstand den größten Teil des Straßen- und Wegenetzes der Insel darstellen. Ein weiterer Teil führt lediglich über inoffizielle Wege und teilweise vorbei an oder sogar über Privatgelände wie zum Beispiel Weizenfelder oder Schafwiesen und in drei Fällen auch unmittelbar über Bauernhöfe. Und einige Kilometer sind tatsächlich lediglich Durschlageübungen querfeldein, welche größtenteils aus vorgetretenen Trails von Ziegen und Schafen bestehen, in kurzen Abschnitten aber tatsächlich nur durch das zugewucherte Buschwerk führen! Ich habe es mal grob ohne Berücksichtigung von Serpentinen überschlagen, dabei teilen sich die 180 Kilometer der GPS-Route auf in ca.: - 50% Schotterstraßen und Feldwege, - 15% Asphalt- oder Betonstraßen sowie gepflasterte Wege in und um Ortschaften, - 35% Querfeldein-Abschnitte, auf denen größtenteils die genannten Trampelpfade der Ziegen genutzt werden können und damit problemlos ein Single-Trail-Eindruck entsteht – wenngleich es auch einige kurze Abschnitte ohne jeden Weg durch die Botanik gibt, mehr dazu im zweiten Post mit den Etappenbeschreibungen. Schwierigkeit: Wegbeschaffenheit: Einfach Gesamtschwierigkeit: Eher schwer. Warum das? Zu zwei Dritteln sind die Wegbeschaffenheit und die Höhenmeter wie oben beschrieben eher einfach bis mittelschwer und technisch leicht einzuordnen. Nichtsdestotrotz würde ich die Gesamtschwierigkeit als eher schwer bezeichnen, da: 1. Der Trek in dieser Form nur als GPS-Route existiert, 2. die genannten Querfeldein-Abschnitte steil bergauf und -ab, über ausgesetzte Felspassagen, über Sanddünen und über stacheliges Buschwerk führen, und 3. Erfahrungen im Management mit Wasser und Nahrungsmitteln, also das Rucksackgewicht betreffend, aufgrund des Fehlens von Nachschubquellen unerlässlich sind. Trinkwasser und Nahrungsnachschub: Pumpfilter ist Pflicht! Nahrungsnachkauf ist bei einem teilweise recht eingeschränkten Sortiment und unsicheren Öffnungszeiten möglich. Weiteres unter Punkt 9 bzw. im zweiten Post. Unterkünfte: Es handelt sich ausdrücklich um eine reine Zeltroute! Es gibt praktisch keine buchbaren Schlafmöglichkeiten auf der Route. Jedermannsrecht: Es gibt in Griechenland kein Jedermannsrecht, im Gegenteil, die Freiheiten im Hinblick auf Camping und Zelten sind in den letzten Jahren immer mehr eingeschränkt worden. Dies gilt aus meiner Erfahrung allerdings nur für das Festland und nicht für Lemnos. Beinah die ganze Insel wird als Weidefläche für Schafe und Ziegen genutzt, weshalb es etliche Weidezäune aus lediglich aufrecht gestellten Stahlmatten gibt, die sich kilometerweit über die gesamte Insel ziehen. Fast alle Sehenswürdigkeiten der Insel lassen sich jedoch nur erreichen, wenn man diese Zäune an Toren bzw. offenen Stellen durchschreitet oder die Zäune einfach übersteigt. Daher gibt es so etwas wie ein erweitertes Wegerecht, was durch jeden Anwohner toleriert wird. Ich habe auf der Wanderung ca. 60 Zäune überstiegen und mindestens genauso viele offene oder verschlossene Tore überwunden, häufig wurden mir diese auch durch Schäfer auf deren Höfe geöffnet, welche ich teilweise über deren Privatgrund und Ackerflächen begangen habe. Dies hat nie ein Problem dargestellt, im Gegenteil, ich wurde stets freundlich empfangen und es schien, als sei dies einfach normal bei ihnen. Wichtig ist hierbei nur, den Zaun so zu hinterlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Militäranlagen: Die Route verläuft teilweise unmittelbar an geschützten Militäranlagen vorbei, welche in Griechenland zur kritischen Infrastruktur gehören und an denen besondere Regeln gelten, insbesondere im Hinblick auf das Fotografieren und Filmen derselben. Ich hatte dort absolut keine Probleme, habe meine Routenwahl aber daran angepasst. Näheres siehe unter 13 und im zweiten Post. In der Gesamtschau aller Punkte kann ich die Route daher nur Wanderern empfehlen, die nicht davor scheuen, einen Trek lediglich querfeldein per GPS abzulaufen, die bereits Erfahrungen in eher wasserarmen Regionen haben, die kein Problem darin sehen, vom Rucksackgewicht ohne Nachkauf gegen sich zu gehen und die damit klarkommen, auch mal Privatgrund sowie Zäune überschreiten zu müssen und daher auch zwingend mit Einheimischen in Kontakt kommen werden! Mein Vergleich: Wer in seiner Trekkingkarriere bislang nur ausgeschilderte Pilgerpfade mit Tagesrucksack und allabendlicher Unterbringung in einem Hotel mit Vollverpflegung beschritten hat, sollte diesen Trek besser sein lassen. Wer schonmal den Arctic Circle Trail in Eigenverantwortung gelaufen ist: Feuer frei! 3 Warum Lemnos? Als ich dieses Computerspiel damals spielte, hatte ich direkt den Drang, irgendwann mal das echte Vorbild zu besuchen und mir einen Eindruck davon zu machen, ob die Landschaft eben nicht nur als Bühnenbild für einen fiktiven militärischen Konflikt in mittelfristiger Zukunft herhalten kann, sondern vielleicht auch als erfüllendes Wanderziel dienen könnte. Nachdem ich jetzt selbst da war, habe ich den unweigerlichen Eindruck, dass Lemnos aus meiner Sicht das perfekte Reiseziel für Individualtrekker ist. Warum? 1. Optimales Wetter mit angenehmen Tages- und Nachttemperaturen insbesondere auch in der Nebensaison. 2. Ein ausreichend hohes, aber sehr differenziertes Relief - man sieht von fast jedem hohen Punkt auf der Wanderung, wo man schon war oder wo es noch hingeht. 3. Geringe Reisekosten in Bezug auf so gut wie alle Posten: An- und Abreise, Unterkünfte, Herumkommen, Essen und Trinken, Eintrittspreise und Mietwagen. 4. Große Dichte an antiken Sehenswürdigkeiten im Kontext der griechischen und europäischen Geschichte. 5. Reiche Artendiversität insbesondere bei der Fauna, mit hoher Wahrscheinlichkeit, auch eher seltene Arten in direkter Nähe zu sehen. 6. Trekkingtechnisch absolute Abgeschiedenheit mit Wildnis-Charakter bei durchaus ausreichender Versorgungsstruktur – sofern dies gemäß Individualurlaub-Ethos gelebt wird. 4 Warum kennt man Lemnos nicht? Und warum sollte man das ändern? Gute Frage. Warum kennen die meisten Westeuropäer (meiner 90er-Generation) Lemnos nur aus einem Computerspiel? Weil die Insel touristisch bislang vollkommen am Leben vorbeigelaufen ist. Lemnos wird in den wenigen Reiseführern, die sie thematisieren, als verschlafene griechische Perle beschrieben. Trotz ihrer Größe hat die Insel nur knapp 16.000 Einwohner, aber ungefähr fünfmal so viele Schafe und Ziegen. Große, ausgebaute Ferienkomplexe für Pauschalurlaube gibt es überhaupt nicht, sondern nur einige kleine, aber mit hohem Standard geführte Familienhotels. Die meisten Urlauber sind selbst Griechen, welche Lemnos aufgrund ihrer über 200 Sandstrände in den Sommermonaten zur griechischen Ferienzeit besuchen und die Zeit mit Baden und Partys an den etlichen kleinen Strandbars verbringen. Dazu gesellt sich eine kleinere Anzahl von Touristen aus Osteuropa sowie per Fähre übergesetzte Camper – tatsächlich auch aus Deutschland! – welche die hier im Vergleich sehr günstigen Preise schätzen. Denn auf Lemnos läuft das Leben tatsächlich noch so ab, wie es sich in den ländlichen griechischen Regionen in den letzten 150 Jahren eingependelt hat. Die meisten Einheimischen leben entweder vom Fischfang, der Viehhaltung oder dem Anbau von Hartweizen. Die Vulkanerde auf Lemnos hat nämlich nicht nur eine in den Sagen über Odysseus überlieferte heilende Wirkungen, sondern sorgt auch für eine große landwirtschaftliche Fruchtbarkeit, welche sich dem Urlauber vor allem durch den charakteristischen zitrusartigen Geschmack des auf Lemnos gekelterten Weines erschließen dürfte. Ich bin froh, Lemnos kennengelernt zu haben. Und das bei mir ausnahmsweise mal nicht nur wandertechnisch, sondern auch in dieser sehr charmant verschlafenen, griechischen Glückseligkeit, die das Einfach-so-vor-sich-hinplätschern mit sich bringt. Wer nach der Wanderung alles in Myrina gesehen hat und bei einem Tag ohne Programm einfach mal bei einem oder mehreren Gläsern Lemnoswein 3 Stunden lang am Strand in den beginnenden Sonnenuntergang glotzt, wird verstehen, was ich damit meine. 5 Warum teile ich diese Route? Ich habe tatsächlich etwas länger überlegt, ob ich diesen Trek wirklich teilen soll, da ich von dem einzigartig verschlafenen Charakter der Insel bei der gleichzeitig grandiosen Landschaft einfach begeistert war. Dieser Umstand rührt vermutlich nur genau daher, weil kaum jemand diese Insel kennt und dort wandern geht. Und genau deswegen hat mich der Spirit dort auch so sehr abgeholt. Ich habe bei meiner Internetrecherche im Voraus überhaupt keinen Bericht darüber gefunden, dass jemand dort schonmal auf diese Art wandern war. Falls das irgendwer liest und das in der Vergangenheit schonmal gemacht hat: Meldet euch bitte hier! Der Umstand der vermeintlichen Erstbegehung hat mich in meiner Planung und Umsetzung auf jeden Fall nochmal mehr motiviert. Im ausgelegten Feedback-Buch im Amphitheater haben Menschen aus etlichen Ländern dieser Erde bescheinigt, dass Lemnos der vermutlich friedlichste Ort auf diesem Planeten ist, dass jemand dort wandern war, hat aber niemand verewigt. Zum Teilen der Route hier habe ich mich aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen der einheimischen Bevölkerung während meiner Wanderung entschieden. Der ein oder andere wird diese Gefühle kennen, wenn man als Trekker Länder bereist, in denen irgendwie alle ehrlich froh sind, dass man in ihrem Land wandern geht. Den häufigsten Kontakt hatte ich aufgrund der Abgeschiedenheit der Route mit lokalen Bauern, die selbst größtenteils noch in alten Steinhäusern leben und von denen kaum jemand Englisch spricht. Per Übersetzungs-App und mit Händen und Füßen habe ich aber ausnahmslos positive Rückmeldungen zu meinem Projekt erhalten. Irgendwie waren alle Menschen, die ich dort getroffen haben, wirklich glücklich darüber, dass es Menschen wie uns Wanderer gibt, welche ihre Heimat und ihre Lebensweise auf die grundlegendste aller Arten kennenlernen wollen. Bei meiner stinkenden, aber glückseligen Rückkehr nach 9 Tagen Wanderung in mein erstes Hotel in Myrina hat mich meine Hotelmama trotz der Umstände umarmt und ich musste ihr vor dem Duschen erstmal eine halbe Stunde lang Fotos von der Wanderung auf meinem Mobiltelefon präsentieren, wobei sie sich teilweise gefreut hat wie ein kleines Kind, weil sie seit Jahren nicht mehr an den tollen Orten gewesen ist, die ich auf dieser Wanderung sehen durfte. Ohne mein Zutun sagte sie von selbst, dass ich das irgendwo in Deutschland veröffentlichen solle, damit mehr Menschen die Schönheit ihrer Heimat kennen lernen können. Was soll ich sagen, den Bericht lest ihr jetzt gerade. Daher kurzer Einschub: Ich empfehle das Arxontiko Hotel in Myrina! Gute Preise, wunderbare Inhaberin! 6 Anforderungen an mein Ziel und den Routenverlauf Die Ideen für diesen Urlaub: - Routenlänge zwischen 150 und 200 Kilometern - machbar in zwei Wochen, wobei Puffertage für organisatorische und genusstechnische Erlebnisse vor und danach möglich sein müssen - An- und Abreise per vergleichbar günstigem Flug - möglichst homogener Verlauf durch alle wichtigen Naturregionen, wobei man im besten Fall alle wichtigen touristischen Highlights mitnimmt Dieses Jahr war ich planungsfaul und hatte mir lange Zeit keine Gedanken zu meinem Herbsttrekking gemacht. Alle meine bisherigen Wanderpartner waren in anderen Verpflichtungen gebunden, womit eine Solo-Tour anstand, deren Planung mich nur für mich selbst verantwortlich machte und meine Motivation nochmal schmälerte. Vier Wochen vor dem Urlaub musste dann irgendein Ziel her, weshalb ich mir Lemnos von der Löffelliste gefischt habe und siehe da, die Flüge waren vergleichsweise günstig. Daher habe ich, ohne groß über die Konsequenz nachzudenken, die An- und Abreise vor der Planung gebucht, was mich in den nötigen Zugzwang versetzte. Die Planung gestaltete sich dann aufgrund fehlender Quellen tatsächlich recht schwierig, ich habe lange gesucht, aber einfach nichts zu Trekkingreisen auf Lemnos gefunden. Ich habe daher etwas gemacht, was ich zuvor noch nie getan habe, nämlich mir die spannendsten Sehenswürdigkeiten der Insel aus der englischen WikiVoyage rausgesucht und per Hand über eine GPX-Anwendung eine vermeintliche Route in einem Luftbild zusammengestrickt. Erstaunlicherweise kam ich auf die ungefähr gewünschte Routenlänge, die im GPX-Trek 180 Kilometer lang war. Da ich hierbei keinen Serpentinenzuschlag oder das Zurücklaufen von Kamerastativen mit eingerechnet habe, konnte ich aus Erfahrung von knapp 3 bis 8% zusätzlicher Strecke ausgehen. Dies ist auch so aufgegangen, am Ende hatte ich getrackte 190 Kilometer auf dem Tacho. Die von mir vorgeplante Route nimmt die aus meiner Sicht sechs wichtigsten und höchsten Berge, alle eingerichteten Naturschutzgebiete sowie alle geologisch und archäologisch interessantesten Sehenswürdigkeiten mit, wobei sie so verläuft, dass man bis auf zwei Ausnahmen eigentlich jeden Abend im Meer schwimmen kann. Zusätzlich habe ich versucht, nach Möglichkeit besondere Zeltplätze in die Route einzuweben. Was für mich am Erstaunlichsten ist: Obwohl die Route nur per Luftbild geplant war, ist sie fast ohne Abweichungen genauso und damit gefühlt perfekt aufgegangen. Ich habe sie vor Ort lediglich in Abschnitten angepasst, wenn bestimmte Relieflinien oder Felder einfacher zu begehen gewesen sind. Was auf der Route fehlt: Die mutmaßlich interessanten Zentralbereiche rund um den alten Vulkankegel von Vouni bei Katalakko sowie die grünen Hügel von Agios Dimitrios. Die haben schlicht und ergreifend nicht in die Routenvoraussetzungen gepasst. Man kann sie auf der fünften Etappe von den Höhen sehen, wer sie aber wirklich erleben will, dem empfehle ich den Besuch nach der Wanderung per Mietwagen. 7 Reisezeit und Wetter Meine persönlichen Präferenzen sind entspannte Tagestemperaturen ohne großartiges Geschwitze bei moderaten Nachttemperaturen, welche eine leichte Ausrüstung ermöglichen. Aufgrund meiner beruflich vorgeplanten Urlaubszeit hatte ich keine andere Wahl als den Zeitraum in den letzten beiden Oktoberwochen. Auf der Insel wurde mir von allen Einheimischen tatsächlich die Haupturlaubszeit zwischen August und September empfohlen – ich sollte dann nochmal wieder kommen, weil dann so richtig was los sei auf der Insel. Spätsommerliche Temperaturen über 30 Grad und überfüllte Strände brauche ich aber nicht, der Osram von oben hat mir auch so schon gereicht. In meinen zwei Wochen Ende Oktober hatte ich entspannte Tagestemperaturen von 22 Grad, welche sich in der Nacht auf minimal 13 Grad abkühlten. Bei neun Tagen Wanderung hat mittags viermal die Sonne ohne Wolken auf mich runtergebrannt – da habe ich insbesondere in den Aufstiegen gut geschwitzt und dementsprechend viel aus der Trinkblase getrunken. Weitere vier Tage hatte ich eine dankbare Wolkendecke. Auf der siebten Etappe hatte ich kurzfristig für knapp eine Stunde richtig Platzregen am Strand von Keros, wobei dann wirklich regentechnisch einmalig die Welt untergegangen ist. Denn ab Ende Oktober beginnt die Regenzeit auf Lemnos. Der kurzzeitige Starkregen an Tag 7 war der Einzige während der Wanderung, wobei es in weiteren drei Nächten leichten Nieselregen während der Nachtstunden gab, allerdings immer erst spät, als ich schon im Zelt lag. Davon hat man aber tagsüber nichts mehr wahrgenommen, das Zelt war beim Aufstehen immer trocken. Wichtiger Hinweis: Trotzdem wird die von mir vorgeplante GPS-Route so nur vom Beginn des Sommers im Juli bis zum dauerhaften Eintritt der Regenzeit Anfang November funktionieren. Das liegt daran, dass ich einige Abschnitte verplant habe, in denen man entweder a) nur in der Trockenzeit durch Bachtäler schreiten kann oder b) über so spät im Jahr nicht mehr bestellte Felder laufen muss. 8 Hin- und herumkommen Schnelle Preisliste: - Flug von und nach Deutschland: ca. 350 Euro - Taxifahrten: Flughafen nach Myrina ca. 28 Euro, Fahrt über die komplette Insel von Plaka nach Myrina ca. 55 Euro - Mietwagen: Je nach Saison 20 bis 40 Euro pro Tag (deutscher Kartenführerschein in Verbindung mit Personalausweis reicht aus, Umschreibung auf EU-Führerschein ist nicht nötig) Flüge: Direktflüge aus Deutschland gibt es nicht. Da ich in der Nebensaison da war, gab es auch nicht so viele Tagesflüge vom griechischen Festland wie sonst. Ich bin ab Frankfurt mittags mit Lufthansa nach Athen und von dort zwei Stunden später mit Olympic nach Limnos geflogen, Ankunft dort war um 20:45 Uhr Ortszeit. Durch die späten Rückflüge hatte ich auf der Rückreise eine Nacht von 22 Uhr bis 6:45 Uhr Stopover am Flughafen Athen. Der Flugpreis betrug inklusive 23kg Aufgabegepäck für Hin- und Rückflug insgesamt 350 Euro, in der Hauptsaison dann vermutlich dementsprechend teurer. Busfahrplan: Ein zusammenhängendes Bussystem mit Linien gibt es auf der Insel nicht. Oft fährt ein Bus morgens früh mit den Schulkindern aus dem jeweiligen Dorf in die Hauptstadt Myrina und von dort am Nachmittag wieder zurück. Ich habe keinen davon genommen und mir wurde bei meinen Rückfragen in den Ortskernen auch immer mitgeteilt, dass es eigentlich keinen festen Fahrplan gibt, sondern man mal so, und dann auch mal so fährt. Taxis: Besser klappt es mit den Taxis. Es gibt ein offizielles System per Taxameter, wobei man erwartungsgemäß zu Fahrtbeginn vom Fahrer immer nach einem schwarzen Festpreis gefragt wird. Für die erste Nachtfahrt vom Flughafen nach Myrina habe ich den Festpreis von 30 Euro genommen, bei meiner Rückfahrt mit Taxameter von Plaka hätte die Strecke vom Flughafen dann 28,50 Euro gekostet. Hab allerdings bei der zweiten Fahrt die Anfahrt nach Plaka nicht berechnet bekommen, da ich den gleichen Taxifahrer angerufen habe… Muss jeder für sich selbst entscheiden. 9 Details zu Nachschub und Quellen Wasser: Lemnos verfügt nur über eine Handvoll natürlicher Süßwasserquellen, welche insbesondere außerhalb der Regensaison häufig in nicht erreichbaren Lagen entspringen und nur selten am Ende das Meer auch erreichen. Als Erstbegeher der Route ohne genaue Kenntnisse über Quellen oder Bachläufe ergab sich daher für mich die Besonderheit, immer mit dem Unbekannten und damit mit Wasserknappheit rechnen zu müssen. Ich bin leider jemand, der durch Transpiration sehr viel Wasser verliert und dementsprechend intensiv ist mein Durst und damit Wasserverbrauch. Daher habe ich zu Beginn jedes zweiten Tages die Wassermenge von zwei Tagen geschleppt, das waren in der Regel so zwischen 5 und 6 Litern. Nach dem Trek kann ich sagen: Wer einen gescheiten Wasserfilter mitführt, kann fast an jedem Tag irgendwo Wasser zapfen oder kaufen! Fast. Ausnahmen: Lediglich für Etappe 2 (Fako-Halbinsel) und Etappe 8 (Überführung vom Salzsee Richtung Plaka) sollte man für zwei Tage Wasser mitschleppen. Die genauen Details zu den jeweiligen Wasserquellen sind den Etappenbeschreibungen im nachfolgenden Post zu entnehmen. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das Leitungswasser in Myrina ausdrücklich nicht zum Trinken geeignet ist, da es aufgrund der alten Leitungen mit Chlor versetzt wird. Alle anderen Ortschaften auf dem Trek nutzen eigens angebohrte Grundwasserreservoirs, weshalb die Wasseraufnahme an den jeweiligen Hähnen auch ohne Filter kein Problem darstellt. Ich habe auch an den Tiertränken – sofern das Wasser nicht mit Kot verunreinigt sein konnte und frei floss! – teilweise ohne Filter getankt und hatte keinerlei Probleme, näheres siehe im zweiten Post. Nahrung: In Bezug auf den Nahrungsnachschub sieht der Trek leider relativ mau aus. Da ich in der Nebensaison gelaufen bin, hatten eigentlich alle Strandbars und die außerhalb gelegenen Restaurants bereits geschlossen. Ein zielführender Nahrungsmittelnachkauf während des Treks ergab sich bei mir daher nur auf folgenden Etappen an folgenden Stellen: - Etappe 3 in Kontias: Im Ortskern gibt es die Sariklis-Bäckerei. Der Inhaber Teo war einer der wenigen Kontakte auf der Wanderung, der perfektes Englisch sprach und mir, nachdem ich ihm von meinem Projekt erzählt habe, die komplette Getränkerechnung erlassen hat… Neben allerlei superleckeren griechischen Backwaren – unbedingt die gefüllten Blätterteigrollen mit Philadelphia-Frischkäse mitnehmen! – gibt es auch ein kleines Supermarktsortiment mit allerlei Säften, Bieren, Sprudeln, Nüssen, Keksen, Knabbersachen und sogar Tiefkühlware. Die Öffnungszeiten haben sich mir nicht so ganz erschlossen, er hat mir aber seine Mailadresse gegeben – fragt also im Zweifel unter teosariklis@gmail.com nach, ob er offen hat bzw. falls nicht, für euren Ankunftstag ein Carepaket bereithalten kann. - Etappe 4 an der Hauptstraße hinter Therma: Hier könnte man zum Trinkwasser- und Nahrungsmittelkauf ein paar hundert Meter auf der Hauptstraße Richtung Myrina laufen, dort befinden sich mehrere Tankstellen und ein Supermarkt, wobei man dann über Umwege wieder (auf eigener Routenfindung!) auf den Trek gelangen müsste. - Etappe 6: Am Ziel in Moudros, der zweitgrößten Stadt auf der Insel, gibt es eine Handvoll Supermärkte und Bäckereien, wo sich eigentlich so gut wie alles kaufen lässt. Abseits davon gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Da ich seit jeher mit Tütennahrung arbeite, hatte ich keine grundsätzlichen Probleme, habe mich aber an jeder verfügbaren Bäckerei mit Backwaren eingedeckt. Ich bin selbst noch nie nahrungstechnisch komplett „blank“ gewandert, glaube aber, dass Hardcore-Ultralightpacker auch mit dem kleinen Sortiment in diesen Läden klarkommen werden. Blöd wäre nur, wenn die zuhaben… Ruft also besser vorher an bzw. schreibt eine Mail. Und daher ebenfalls nice to know: Die Öffnungszeiten der Geschäfte sind an die Entspanntheit auf der Insel angepasst. Die meisten Läden öffnen morgens um 9 Uhr und schließen zwischen 12:30 Uhr und 14:30 Uhr wieder, um dann gegen Abend um 18 Uhr nochmal bis ca. 21 Uhr zu öffnen. In der Zwischenzeit haben nur die großen Supermärkte in Myrina (LIDL, etc.) oder die wirklich kleinen Kioske, in denen man nur Getränke oder Süßigkeiten bekommt, offen. 10 Gaskartusche, Kartenmaterial und Ausrüstung Gaskartusche: Egal ob zum Stechen oder Schrauben, diese bekommt man direkt in Myrina tatsächlich relativ einfach. Fast jeder kleine Mini-Markt in der Altstadt führt ein großes Sortiment. Ich habe zwar am ersten Morgen etwas suchen müssen, werde euch aber auf der folgenden Karte zwei Märkte markieren, die definitiv beide Typen in verschiedenen Größen führen. Der Preis für meine 500 Gramm Schraubgaskartusche lag bei 4,80 Euro. Markt Nr. 1 liegt unmittelbar neben dem kleinen Marktplatz im griechischen (nördlichen) Altstadtviertel, Markt Nr. 2 am Ende der einspurigen Ampelregelung im türkischen (südlichen) Altstadtviertel. Kartenmaterial: Ich habe insgesamt vier ausprobiert und kann nun ausnahmslos die Karte vom Verlag Anavasi aus Athen empfehlen, diese lässt sich auch in Deutschland bestellen. Mal abgesehen vom schönen Werbslogan „Waterproof & Tearproof“ ist dies die aktuellste Karte, Stand bei mir war Ende 2024. Außerdem lässt sich diese wohl in einer App nutzen, die ich allerdings selbst nicht getestet habe. Hinweis: Trotzdem enthält die Karte nur alle offiziellen Straßen und Wege, die Querfeldeinabschnitte sind wie erwähnt nur per GPS machbar. Ausrüstung: Auf die persönliche Ausrüstung möchte ich nicht intensiv eingehen, jeder hat da seine eigenen Präferenzen. Ich habe aufgrund der Wettervorhersage eine Basisausrüstung im Komfortbereich von 10 Grad Schlaftemperatur ausgewählt, damit bin ich sehr gut gefahren. Ich hatte einmalig an Tag 7 eine Stunde tagsüber richtig starken Regen, wo mir die Regenjacke gute Dienste geleistet hat. Nachts hat es mehrfach geregnet, weshalb die Mitnahme des Außenzeltes die richtige Entscheidung gewesen ist. Aufgrund der Bodenbotanik empfehle ich allerdings dringend vernünftige Wanderschuhe mit Schaft sowie das Mitführen eines Wanderstocks für die steilen Abschnitte. Und leichte Aquaschuhe haben mir beim Baden sehr gute Dienste erwiesen, insbesondere im Hinblick auf die vorhandenen Seeigel. Zu beidem mehr im Post mit den Etappenbeschreibungen. 11 Kontakt mit den Einheimischen – Mobilfunkempfang - Naturschutzgebiete Kontakt mit Einheimischen: Auf dieser Route wird man aufgrund der örtlichen Begebenheiten unweigerlich insbesondere mit den örtlichen Bauern in Kontakt kommen. Ich habe, wie bereits teilweise beschrieben, ausnahmslos positive Erfahrungen gemacht. Mir wurden alle Tore geöffnet und immer wurde gefragt, was ich mache und warum es ausgerechnet ihre Heimat Lemnos zum Wandern geworden ist. Oft wurde lachend mit dem Kopf geschüttelt, mehr als einmal hat man mich als Helden bezeichnet oder mich umarmt. Am ersten Abend habe ich mich tatsächlich kurz etwas unwohl gefühlt, weil zwei Jäger – die Vogeljagd ist auf der Insel noch weit verbreitet – vor der Dämmerung mit ihren Flinten und ihren Jagdhunden im Bereich meines Zeltes unterwegs waren und diese mich auch definitiv gesehen haben mussten. Sie kamen gegen ca. 19 Uhr Ortszeit, also bereits im Dunklen, zurück und leuchteten erneut mit einem großen Scheinwerfer ihres Pickups die Brackwasserlagune ab. Einen direkten Kontakt gab es nicht, mein Unwohlsein war im Nachhinein unbegründet. Im Gegenteil hatte ich keinerlei negative Erfahrungen. Mehrfach bin ich direkt über Höfe und privates Besitztum gelatscht, aber das gehört wie erwähnt bei der lokalen Bevölkerung einfach dazu. Man hat mich dabei sogar mehrmals gefragt, ob man mich mitnehmen oder mir anderweitig helfen könne. Die Hilfsbereitschaft hat mich ehrlich begeistert. Verständigung: Außerhalb von Myrina kann auf Lemnos eigentlich niemand Englisch sprechen. Daher empfehle ich, vorab die griechischen Sprachpakete einer Übersetzungsapp auf das eigene Telefon zu laden, um immer kommunizieren zu können. Mobilfunkempfang: Der ist grundsätzlich fast überall vorhanden, aber eben nur fast. Auf der Fako-Halbinsel und dem kompletten nordwestlichen Inselbereich gibt es einige blinde Flecken, in denen man keinerlei Verbindung hat. Ich habe standardmäßig ein InReach-Gerät mitgeführt und würde dieses zumindest für Solobegehungen insbesondere für etwaige Notfälle in diesen Bereichen empfehlen. Ansonsten findet man ein Mobilfunknetz ohne Probleme jederzeit innerhalb einer Halbtagesetappe. Naturschutz: Die Halbinsel von Fako, Teile rund um den höchsten Berg Vigla, die Dünen und der geologische Park an der Nordküste und auch die Salzseen an der Ostküste sind teilweise als Naturschutzgebiete gemäß den Habitat-Richtlinien „Natura 2000“ der europäischen Union ausgewiesen. Das sieht man auf etlichen, auch aktuellen Wanderkarten wie von Anavasi leider nicht. Zur Erklärung: Diese EU-Naturschutzgebiete werden zwar als für Vögel und Flora besonders schützenswert ausgewiesen, unterscheiden sich aber in ihrer Beschaffenheit extrem, oft ist ein generelles Betreten durch den Menschen erlaubt, auch querfeldein. Eine gemeinsame Nutzung von Natur und Mensch schließt sich also nicht grundsätzlich aus, Betretungsverbote sind eher die Ausnahme. So ist es auch auf Lemnos. Die genannten Orte sind zwar als Naturschutzgebiete ausgewiesen, werden hier aber sehr intensiv mit Ziegen und Schafen beweidet und daher auch mit deren Trails belaufen. Jeder sollte das für sich selbst entscheiden, wie er mit der Natur umgeht. Die von mir hier bereitgestellte Tour führt durch den Lebensraum von seltenen Pflanzen, Tieren, durch Dünenlandschaften und über einen der letzten Salzseen Europas. Ich selbst folge dem Eindrücke-Fußspuren-Kodex und hatte damit auf dieser Wanderung wunderbare Begegnungen mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt – mit griechischen Landschildkröten, Gottesanbeterinnen, Fledermäusen, der ein oder anderen Schlange und mehreren Scheltopusiken (ja, den kannte ich vorher auch noch nicht, sucht selbst nach dem Begriff, mehr dazu unter Punkt 14). Und von dem Duft des wilden Thymians will ich gar nicht sprechen – wer aber damit Probleme hat, durch den Lebensraum dieser Tiere und Pflanzen zu laufen, sollte die Route vielleicht besser bleiben lassen. Es besteht übrigens auf jeder Etappe die Möglichkeit, den selbst verursachten und mitgetragenen Müll in Sammelbehältern zu entsorgen. Es gibt nämlich an den Straßen stehende Sammelmülltonnen, die in regelmäßigen Abständen geleert werden. 12 Militäranlagen Aufgrund ihrer Lage nahe der türkischen Küste verfügt Lemnos über mehrere militärische Anlagen und Stützpunkte, welche insbesondere eine Infrastruktur für die griechische Luftwaffe bereitstellen. Es ist in Griechenland unter Strafe verboten, Fotos von militärischen Anlagen zu machen oder diese im umzäunten Sicherheitsbereich zu betreten. Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir bestätigt, dass insbesondere von Touristen angefertigte unberechtigte Fotos alle Jubeljahre mal vorkommen, die Strafen reichen dabei von Geld- bis hin zu tatsächlichen Gefängnisstrafen. Die Polizei und auch die Wachsoldaten sind berechtigt, bei der Kontrolle von Personen die mitgeführten Mobiltelefone und sonstigen Kameras anzusehen und diese auf unberechtigte Fotos zu durchsuchen. Nach meiner Recherche wurde das in der Vergangenheit auch tatsächlich gemacht. Auf Etappe 1 (Stützpunkt unmittelbar hinter dem Ortsausgang von Myrina), Etappe 4 (Überschreitung des höchsten Berges Vigla), Etappe 5 (Stützpunkt vor Moudros) und Etappe 9 (Nordostkap) hat man auf dieser Route unweigerlich Berührungspunkte mit dem Militär. An allen Stützpunkten sind bereits ca. 200 Meter vorher große Schilder aufgestellt, die Fotos und Drohnenflüge untersagen. Aus meiner Sicht am kritischsten ist hierbei die Überschreitung des höchsten Berges Vigla bei Etappe 4, da auf diesem die Radardome für die Luftraumüberwachung der nördlichen Ägäis liegen und der eigentliche Gipfelbereich damit hinter dem Zaun militärisches Sperrgebiet ist. Zusätzlich erreicht man den Gipfel querfeldein und läuft unmittelbar an der Straße bzw. dem Einfahrtstor zum Stützpunkt vorbei, wo normalerweise niemals ein Tourist einen Fuß hin verliert. Ich bin da ehrlich gesagt einfach dran vorbei gelatscht, bis auf drei zivile Autos innerhalb der Umzäunung habe ich keinerlei Aktivitäten geschweige denn Wachsoldaten gesehen. Von mir hat auch trotz der dort installierten Kameras offensichtlich niemand Notiz genommen, wie auch auf dem Rest der Wanderung nicht. Im Gespräch mit der örtlichen Polizei wurde mir gesagt, dass man sich im Falle einer Kontrolle einfach kooperativ verhalten und seine Wanderabsichten äußern soll. Im Zweifel soll man das Mobiltelefon oder die Kamera vorzeigen und beweisen, dass man keine direkten Aufnahmen der Anlagen gemacht hat. Ich hatte keinerlei Kontakt mit Wachsoldaten, habe mich aber an die Regeln gehalten und niemals direkte Aufnahmen der Militäranlagen gemacht. In der Gesamtschau war dieser Punkt sehr entspannt. Nichtsdestotrotz möchte ich dies erwähnen, da ich nach meiner vorhergehenden Internetrecherche etwas Bammel hatte, der im Nachhinein aber völlig unbegründet gewesen ist. Macht euch also nicht unnötig Stress mit den Gedanken darüber. Und dazu noch historisches Nice-to-know: Unabhängig davon hat Lemnos militärisch gesehen eine sehr lange und aus meiner Sicht interessante Geschichte durch ihre besondere Lage vor den Dardanellen. Man sieht auf der Wanderung immer wieder Bunkeranlagen und Küstenbefestigungen aus den beiden Weltkriegen, teilweise nebeneinanderstehend sowohl aus dem britischen Gallipoli-Feldzug im ersten als auch von der Besatzung durch Nazi-Deutschland im zweiten Weltkrieg. Ein oder zwei meiner Zeltplätze liegen auch unmittelbar an alten Küstenbunkern oder Strandbatterien. 13 Was euch vom Trek abhalten könnte Kurz und schmerzvoll: 1. Dornige Birbanelle und andere Stachelpflanzen: Die komplette Insel ist in den Querfeldeinabschnitten von diesem kleinen, äußerst stacheligen Busch und anderem Kraut überwuchert, welches durch das konsequente Wachstum von Stacheln versucht, dass wenig vorhandene Wasser gegen Fressfeinde zu verteidigen. Obwohl ich die Büsche nicht verzehren möchte, gelangen die Stacheln ohne zu fragen problemlos durch jede Hose, sodass ich bereits nach zwei Tagen den Kampf aufgegeben und einfach mit kurzen Beinen weitergelaufen bin. Die Schienbeine sahen jeden Abend aus, als hätte man ein Jugend-forscht-Projekt im Hauptfach Akupunktur an mir durchgeführt. Die Stacheln nerven, tun aber nicht wirklich stark weh. Ich empfehle, vernünftige Schaftschuhe auf der Wanderung anzuziehen, damit man die Büsche in den Bereichen platttreten kann, in denen man die Ziegentrails verliert. 2. Der Geruch von Schaf- und Ziegenexkrementen: Die gesamte Insel wird intensiv für die Beweidung mit den genannten Tieren genutzt, welche dementsprechend häufig ihre Köttel in die Landschaft ablassen. Mich persönlich hat das nicht gestört, aus Erfahrung mit unserer damaligen Jordanien-Planung weiß ich aber, dass es Wanderer gibt, die sich explizit daran stören. 14 Was euch für den Trek motivieren könnte 1. Das Einlassen auf das Abenteuer. Mal wirklich ein ganzheitliches Abenteuer ohne bestehende Route. Was aber trotzdem wunderbar klappen wird. 2. Völlige Abgeschiedenheit auf einem Wanderweg, den es so nicht gibt. Niemand geht einem auf den Senkel, man kann tun und lassen, was die persönliche Auseinandersetzung mit der Natur hergibt. 3. Intensive Begegnungen mit der örtlichen Fauna. Man fängt plötzlich völlig sinnbefreit an, mit Schildkröten zu sprechen und fragt sich dauerhaft, was sich die Evolution bei der Entwicklung von Scheltopusiken da eigentlich so gedacht hat. Der Moment, wenn die Gottesanbeterin mit ihren beiden Fangarmen in deine Richtung argumentiert und sich offensichtlich darüber beschwert, dass du ihr die Sonne genommen hast. Und der Moment, wenn am Ende von Tag 5 bei Faraklos beim Abendessen tatsächlich Delfine in der Bucht herumhüpfen. 4. Der Genuss einer wunderbaren Landschaft, die einen als Beobachter in Ruhe lässt. Einer Landschaft, die eigentlich völlig flach und gleichzeitig ziemlich anstrengend ist. Und bei der einem aber trotzdem ständig die Kinnlade runterfällt, wenn man doch mal in die Ferne schaut. 5 Die für mich neue Möglichkeit, beinahe jeden Abend im Meer schwimmen gehen zu können. Gegen diese Form des Waschens kommt keine auch noch so intensive Deo-Dusche an. 5. Die ehrliche Dankbarkeit der auf Lemnos lebenden Bevölkerung. Das kann ich nicht beschreiben, dass muss man vor Ort selbst erleben.
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LighterPack 2.0? Ich hab da mal was gebaut und freue mich über euer Feedback!
maKSim85 antwortete auf maKSim85's Thema in Tourvorbereitung
Das kannst du Theoretisch über den Namen steuern. 1. Navigation hat eine eigene Kategorie. 2. Name: Photo -Marke: KameraXYZ -Model: XYZ Ich würde ungerne noch mehr unter Kategorien einpflegen. Du kannst deine eigenen Kategorien erstellen! Wenn du es brauchst machst und eine Kategorie: Photo oder Elektronik-(Photo) -
LighterPack 2.0? Ich hab da mal was gebaut und freue mich über euer Feedback!
kra antwortete auf maKSim85's Thema in Tourvorbereitung
Ich schau es mir an, scheint nach dem ersten Eindruck wirklich brauchbar zu sein. PS. gleich mal der erste Hinweis (Wunsch wäre zu viel gesagt): wie wäre es mit Unterkategorien? Also so etwas: Elektronik/Photo Elektronik/Navigation Elektronik/Stromversorgung ... -
Nationalpark Thy, Dänemark Ydby bis Sjorring 01.01. – 05.01.2026 Mittlerweile im sechsten Jahr machen Stephan und ich uns gemeinsam in den Morgenstunden des Neujahrstages in Richtung Bahnhof auf, um das beginnende Jahr mit einer Mehrtageswanderung zu begrüßen. Die Zugfahrt ist fest eingeplant zum Schlafnachholen und Ausnüchtern nach der jeweils abgefeierten Silvestersause. Dieses Mal haben wir uns den Nationalpark Thy in Dänemark herausgesucht, wo 2020 alles seinen Anfang nahm. Nach 1,5 Stunden Schlaf ging der Zug um 6:37 Richtung Norden wo wir gegen 19:30 unser Ziel Ydby erreich haben. Nach den ersten 500 Metern in die falsche Richtung hat dann alles mit der Navigation perfekt geklappt (Danke Stephan!), sodass wir nach ca. einer Stunde bei Schneefall und kühler Prise unseren ersten Shelterplatz erreichet haben. Schön geschützt in einem Wäldchen gelegen mit überdachtem Unterstand, einer Schlafhütte (wohl eher als Picknickhütte gedacht) und einem Toilettenhäuschen. Nach kurzem Abendessen aus der Tüte und warmem Tee haben wir eine erholsame Nacht verbracht. Der Wetterbericht hatte Temperaturen unter Null, Schneefall und starken Wind für die kommenden Tage vorhergesagt und Recht behalten. Der Wind blies uns immer schön von Norden heftig ins Gesicht und unsere kälteste Nacht lag bei-5 Grad. Wir waren vorbereitet und kamen gut zurecht. Der zweite Tag ging nach Hurup, wo wir eine kurze Buspassage ans Meer nach Agger eingelegt haben und ja, wir waren die einzigen Fahrgäste. Von hier, begleitet vom besagten Wind, sind wir teils am Strand teils in den Dünen Richtung Lyngby mit einer kurzen Pause am Lodbjerg Leuchtturm gewandert, um dort im Redningshus, einem umgenutzten Gebäude, in welchem früher das Rettungsboot gelagert wurde, zu nächtigen. Dort finden sich neben Tisch und Stühlen 4 Doppelstockbetten und ein Elektrokocher zum Wasserkochen. Wer sich das gemütlich und wohlig vorstellt, liegt falsch, es war saukalt. Als Zuckerle allerdings gibt es einen Waschraum mit Toilette und kleiner Elektroheizung. Der folgende Tag, nach einer echt kalten Nacht, hat uns nach Norre Vorupor geführt, wo wir zur Abenddämmerung gegen 16:00 Uhr eintrafen, um uns geplanter Weise in der einzig geöffneten Gastronomie, dem Vesterhavscafeen, die Zeit tot- und die Bäuche vollzuschlagen, begleitet von einem zunehmend mulmigen Gefühl bei Anblick des zunehmenden Schneefalls und Windes. Schnell recherchiert man da nochmal den Windchilleffekt bei vorausgesagten -5 Grad. Gegen 19:00 ging es dann gut eingepackt und mit einer nötigen Prise Humor raus in die Elemente und die etwa eine Stunde dauernde Wanderung zum nächsten Shelter war herrlich, teils mit Stirnlampen, teils ohne durch schöne Natur zu einem tollen Übernachtungsplatz, wo wir die Nacht gut geschützt verbringen konnten. Die nächste Etappe hat uns nach Klitmöller geführt, bekannt auch als Cold Hawai, da hier offensichtlich schöne Wellen zum surfen zu finden sind. Wir haben vier Surfer, mit dicken Neoprens ausgestattet, gesehen, was uns großen Respekt eingeflößt hat. Kleineren orthopädischen Unpässlichkeiten und dem Umstand, dass wir in Klitmöller keine gemütliche Gastronomie finden konnten, wo wir die Zeit abhängen hätten können, geschuldet, haben wir uns spontan gegen eine letzte Nacht draußen und für eine Nacht in einer günstigen und entspannten Unterkunft entschieden. Selten hat warm duschen so gut getan. Der letzte Tag hat uns bei schönem Wetter (kalt war’s trotzdem) zu unserem Ziel Sjorring geführt, von wo aus wir mit dem Zug nach Fredericia gefahren sind, um nach einer weiteren Hotelübernachtung am 06.01.26 wieder über Hamburg zurück nach Karlsruhe zu reisen. Das sechste Mal in Folge und dann noch an einem schon bekannten Ort, ist das nicht langweilig? Sowas von Nein!
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Ich nutze ja überwiegend Garmin GPS, entweder halt im Auto ne Nüvi, auf dem Motorrad / MTB GPSMAP 62, beim Wandern / Paddeln / Segeln Etrex 30/32x, die Vorteile für mich habe ich ja schon häufiger genannt. Beim Paddeln / Wandern nutze ich für manche Zwecke, wie Anreise / Rückreise mit Övis Mapy.cz, beim Auto hätte ich gerne noch eine Backup-app auf dem Smartphone, Google habe ich keine Lust drauf wegen Datenschutz. Bin auf der Suche dann auf Organic Maps (bzw gibt ja auch die Fork Comap) gestossen, z.B. @Lolaine @ConTour hatten sie bzw die Fork erwähnt, @Jones hattes es für Auto-Navigation lobend erwähnt, schnellschußmäßig sieht das ganz gut aus, auch rel easy, Routen über andere Zwischenziele zu führen und schöne Topokarte. Mir dann auch mal in meinen Gebiet die Wanderstrecken angeschaut, mal davon abgesehen, daß an den Strecken nicht die Bezeichnungen stehen, wie z.B. „Bergischer Weg“ halt ganz ok und gpx-Import scheint auf den ersten Blick auch easy zu sein. Die POI-Auswahl scheint auch reichlich zu sein inkl Wasser usw, danach könnte das evtl auch bei mir mapy.cz ersetzen., In Estlaand registriert und datenschutzmäßig nice finde ich natürlich Pluspunkte bzw Datenschutz ist für mich dabei wichtig. Was ich noch nicht gefunden habe, wie ich erstellte Routen (mit Zwischenzielen) zur Auswahl speichern kann ? Mich würden die Erfahrungen von Anderen mit der App ineressieren ?
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Meshtastic: Off-Grid Kommunikation fast ohne Gewicht
khyal antwortete auf Shabeel's Thema in Ausrüstung
Damit das nicht zu lang / unübersichtlich wird, lass uns doch lieber die Punkte einzeln / Beitrag durchgehen... Push-Nachrichten finde ich übel, die Rechte hat kein Unternehmen bei mir auf dem Rechner / Phone, die finde ich auch extrem störend beim Arbeiten mit den Teilen. News genauso, ich wähle mir lieber selber aus, worüber ich lesen will, als das den Großkonzernen zu überlassen. Updates kommt man bei Sicherheitsrelevantem nicht dran vorbei, aber daß die Apps ständig Updates haben, hat ja andere nicht sicherheitsrelevante Gründe, entsprechend werden die vor der Tour upgedated und dann hat es Zeit bis nach der Tour, entsprechend Auto-Updates abgeschaltet. Da ich die Navigation mit Garmins mache, braucht auch dafür das Phone nicht angeschaltet werden, ist also bei mir auch so, daß es gut geladen ausgeschaltet ist. Da ich von unterwegs arbeite,OT: sonst könnte ich nicht seit vielen Jahren 3-4 Monate / Jahr draussen sein, habe ich dann abends im Zelt / Boot das Phone an, um Emails zu beantworten, evtl Rückrufe zu machen, dann wird es wieder ausgeschaltet. Ich bin entweder in der Gruppe unterwegs, dann können wir direkt reden, oder solo, also eine häufige elektronische Kommunikation ist da nicht nötig. Aber natürlich gibt es Situationen, wo das nicht so ist, ich erinnere mich z.B. an eine Wintertour, wo wir uns in der Gruppe an einem Tag getrennt hatten, um das Tagesziel auf unterschiedlichen Wegen zu erreichen und auf beiden Wegen massive Hindernisse durch Schnee waren, da waren es 2 Anrufe, mit einem Meshtec Gerät hätte die Verbindung nicht geklappt, zu weit auseinander und zu viel Info zum Austausch. Zu Flüssen hatte ich ja schon was geschrieben, da kommt man eigentlich prima ohne hin, ausser in einer Situation, wo ein Paddelbuddy gekentert ist und ich, da ich im WW Kram von ihm aufgesammelt habe, erst so weit flussabwärts ins Kehrwasser bin, daß wir nicht mehr direkt via Zeichen / Zuruf kommunizieren konnten. Da haben wir beide kurz das Phone angeschaltet und nach 20 sec war alles klar. Bei den heutigen Smartphones kann man, wenn man den ganzen Hintergrundmist, wie z.B. daß die Kommunikations-Apps ständig checken, ob neue Nachrichten da sind, ohne aufgerufen zu sein, irgendwelche "News" übermittelt werden, Apps "nach Hause telefonieren" und und, stundenlang telefonieren und noch deutlich länger mit Threema / Signal arbeiten (ich finde da die Voice-Mails super praaktisch und akkusparend) daß z.B. auch bei Segeln in der Gruppe, wo man naturgemäß nicht immer mit den Booten direkt in Sichtweite ist, die Kommunikation in der Gruppe die Nachkommastelle im Akkuverbrauch ist. Da sehe ich echt nicht, wie ich durch ein zusätzliches Gerät Akku sparen bzw letztendlich Gewicht sparen kann - darum geht es ja letztendlich auf Wanderungen usw, wenn das Phone schneller seinen Akku leert muß, man entweder wenn man autark unterwegs ist, ein paar min länger mit dem Panel laden, da kommt kein Gewicht dazu, aber der überwiegende Anteil der Wanderer wird Steckdosenlader sein, da braucht es dann mehr PB-Power, um zwischen 2 Steckdosen zu überbrücken. Wenn ich nun mal von 3 kurzen Kommunikationen am Tag ausgehe und von 1 Woche Steckdosenabstand, wären das 3*7*2 min (so lange brauchen meine ausgeschalteten Smartphones von ausgeschaltet, kurzes Telefongespräch oder Threema / Signal Voice Nachricht bis wieder ausgeschaltet) also 42 min, das dürfte ca umgerechnet auf PB-Power bei meinen Nitecores ca 10 bis max 15 g sein. Wieviel würde denn ein entsprechendes Kommunikationssetting wiegen, was ohne Smartphone Anschalten hin kommt, also mit Display, Mini-Tastatur, Stromversorgung ? Aber man muß da fair sein, wenn ich draussen unterwegs bin, will ich, genau wie Du, da ungestört in Anbindung an die Natur unterwegs sein, ohne ständige "Störung" von woanders, dafür habe ich mir ein gutes Setting geschaffen, wer gerne über den Tag häufig mit anderen Leuten, die in der Nähe unterwegs sein will, was über den Austausch der loigistischen Infos raus geht, kommt vielleicht auf eine andere Rechnung, aber ich kann mir auch bei tagsüber in 90 min Abstand dafür Phone anschalten, nicht vorstellen, daß es sich wegen gewichts / Verbrauchs/Gewichtsvorteilen lohnt, oder habe ich irgendwo einen Denk / Rechenfehler drin ? Könnte ja gut sein -
Eigentlich hatte ich den Beitrag für "Etrex power management" von@Ameisenigel geschrieben, dachte mir dann aber, das ist eine generell interessantes Thema und wird so später leichter gefunden... Dafür benutzte Garmin GPS bzw Etrex 20,22,30,32 (x) ob jetzt 20,22,30,32 evtl noch x dahinter, macht für den Stromverbrauch keinen Unterschied. Ich komme 3 Tage mit einem Satz weiße Eneloop hin. Mein Einzellen- Lader wiegt 37 g und wenn man es möglichst leicht haben will, lädt man sie halt Beide nacheinander z.B. am 2. Abend bzw 3. Morgen nach...und spart sich das Tausch-Set, dann sind es 89 g zusammen...für Stromversorgung Etrex... Zum Thema Nachhaltigkeit (bzw Bat kontra Akku) muß jeder seinen Weg gehen, der zur eigenen Moral / Wahrheit passt. Ich benutze unterwegs nur noch Akkus, PB, PS usw...Kein Batterie-Müll, keine Batterie-Produktion...kein unterwegs Nachkaufen müssen... Da ich meist so unterwegs bin, daß ich nicht da bin, wo Steckdosen sind, also autark mit Panel unbterwegs bin, macht das Laden mehr Sinn, ich empfinde das auch nicht als Stress, eher völlig easy und stressfrei...und muß für Energienachschub nicht laufen, die Sonne gibt es vor dem Zelt, Boot, was auch immer Wenn ich abends oder morgens die eine Min für´s Eneloop in den Lader stecken, oder das Panel aufzustellen, als Stress empfinden würde, würde ich meine Tour bzw Lebensplanung überdenken, oder habe wegen was Anderem Stress Vergleich der Energie, was ich Nachladen muß... Auf normalen Touren ist mein Smartphone aus, gut geladen für Notfälle und um evtl abed ein bisschen Recherche zu machern, ums Forum inkl Schreiben zu kümmern oder halt etwas arbeiten. Bei derartiger Nutzung verbrauche ich umgerechnet ca 1 Akkuladung auf 5 Tage. Wenn ich das Smartphone auch für Navigation einsetze, was ich sinnvollerweise teilweise, da wo nötig, zum Segeln in NL mache, damit mich die Brücken / Schleusenwärter mittels N-AIS schon vorher auf dem Schirm sehen und entsprechend Bootspakete zusammenpacken, was für mich auch da deutlich weniger Wartezeiten (und genauso für den Auto/Fahrrad-Querverkehr) bedeutet, muß der Akku morgens vollgeladen sein und ist abends, wenn es nicht gerade im Winter früh dunkel wird, auf 20% und in NL ist überall gutes Mobilnetz, braucht also dafür wenig.. Smartphone Navigation 14 Wh + 20% Ladeverluste ~ 13,5 Wh / Tag Etrex Navigation 5Wh / 3 + 35 % Ladeverluste ~ 2,3 Wh / Tag Bei mir läuft das dann tagsüber, ausser bei Pausen, durch (bei N-AIS dann evtl, wenn keine Brücke, Schleuse in der Nähe, Kennung abgeschaltet), würde ich es sparsamer einsetzen, also nur sporadisch, bliebe aber der Faktor 5 im Energieverbrauch gleich... Was letztendlich heißt, würde ich mit Smartphone navigieren, müßte ich mehr Gewicht für größeres Panel bzw mehr PB-Energie (zur Überbrückung von Schlechtwettertagen) mitnehmen.. Sieht natürlich bei Leuten, die da bzw so unterwegs sind, daß sie jeden Tag an ner Steckdose aufladen können anders aus. Jetzt kommt für mich, noch ein anderer Aspekt dazu...-Datenschutz...meine Garmin GPS können schon technisch nicht meine Bewegungen, Tracks usw an einen Datendealer weitergeben, (N)-AIS, wenn denn nötig (ich fand früher das WLAN-System besser, verstehe aber, daß das kostenaufwendiger war), ist ein geschlossenes System, aber im Normalfall eh Garmin GPS, ist mir deutlich sympatischer, als wenn ich die ganze Zeit Google usw meine kompletten Bewegungsdaten zur Verfügung stelle...
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Hallo, Dieses Jahr habe ich es gewagt, mir mal fürstlichen drei Wochen "Sommerferien" zu nehmen und werde mich wohl grob in der Zeit vom 3. bis 17. September im nördlichen Schweden herum treiben. Ich habe vor, auf dem südlichen Kungsleden von Grövelsjön bis Fjällnäs zu laufen und wenn das zügig geht, eventuell noch etwas dran zu hängen oder Tagestouren ab Fjällnäs zu machen. Da meine Hündin dabei ist, die erfahrungsgemäß mit Touren um die 15km bedient ist, sollen meine Etappen in etwa so lang sein. Ich bin die Strecke bereits zweimal gewandert, zuletzt vor 9 Jahren. Meine Frage an die Menschen, die dort vor nicht allzu langer Zeit waren: Wie habt ihr dort navigiert? Ich habe noch die alten Fjällkarten von den vergangenen Wanderungen und nehme an, dass Navigation mit dem Handy eher nicht gehen wird, oder liege ich da falsch? Kann jemand was über den aktuellen Zustand der Wege bzw. Markierungen dort sagen? Ich frage mich nämlich, ob es die Karten noch tun werden, oder ob es sinnvoll wäre, in Navigationstechnik zu investieren. Viele Grüße!
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Gudde, da meine erste wirklich lange Wanderung ansteht, möchte ich mich neu mit dem Thema Navigation auseinander setzen. Hatte zuvor für meine zwei- drei Tages Wanderungen immer mein Handy benutzt. Was gut funktionierte. Deutscher Trail ! Jetzt plane ich eine 10 Tageswanderung mit Navigation, (ja mein Handy macht auch solchen Touren ) doch meine Sorge ist, dass der Akku sich schnell entlädt wenn ich noch parallel Hörbücher höre und die Navi laufen lasse. Wie macht Ihr das, was nutzt Ihr.?? Einige nehmen eine Garmin UHR zur Navigation, andere ein Garmin etrex 32 und einige Handy . Meine Gedanken effektiver das Handy zu nutzen mit einer zusätzlichen Powerbank oder Externes Navi mit. Batterie Nutzung ?? Erfahrungen würde ich mir gerne anhören.
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Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Trekking. Die letzte richtige Trekkingreise liegt schon mehr als ein Jahr zurück und wir hatten auch nicht so wirklich viel Spaß bei den letzten Trail Wettkämpfen. Also ging es ab in den Balkan. Ausrüstung Bevor man den Peaks of the Balkan wandert, muss eine grundlegende Entscheidung getroffen werden. Zelt oder Guesthouses? Die wichtigste Entscheidung vor dem Start war: Zelt oder Guesthouses? Wir entschieden uns, die 2–3 kg zu sparen und setzten auf Guesthouses. Im Nachhinein können wir sagen, dass dies die absolut richtige Wahl war, da die Unterkünfte sehr regelmäßig am Weg lagen. Einige davon sind sogar noch nicht auf Google Maps oder Mapy.com verzeichnet – man kann aber davon ausgehen, dass fast in jedem Dorf ein Guesthouse zu finden ist. Einen Teil davon kann man auch über Booking.com „buchen”. In Anführungsstrichen, weil, soweit ich das mitbekommen habe, scheinen viele dort nicht regelmäßig reinzuschauen und das jeweilige Zimmer zu reservieren. Im Folgenden noch ein paar interessante Ausrüstungsgegenstände: Beim Rucksack habe ich mich diesmal für das Modell Aonijie 30L Fastpack (FH2530) entschieden und es etwas modifiziert. Die zwei größten Veränderungen sind, dass ich den schmalen Gurt am Bauch durch einen Gossamer Gear Fastbelt ersetzt und vorne an der Brust eine Brusttasche angeschnallt habe. Die Brusttasche ist eine günstige Tasche aus China, die ich um zwei kleine Karabiner erweitert habe, damit sie sich vernünftig am Rucksack befestigen lässt und nicht mehr herumhüpft, wenn man läuft. Warum? Vor allem für mein Handy, da ich alle anderen Taschen und Möglichkeiten, dieses zu verstauen, bisher eher unpraktisch fand, weil das Handy entweder schwer erreichbar war oder Schweiß abbekam. Wir beide haben Hydrapak Flux 750ml mit einem anderen Mundstück von den Trailrunning Soft Flasks benutzt. Ja, sie sind schwerer als normale Plastikflaschen, aber wir finden Sie deutlich praktischer, weil man diese beim Gehen nicht rausnehmen muss. Diesmal habe ich die Fertig-Mahlzeiten von Huel ausprobiert. Etwas nervig ist, dass es diese nicht mehr in einem großen Sack gibt, sondern nur noch einzeln abgefüllt. Ich persönlich finde 400 kcal pro Tüte etwas wenig und musste daher mehrere Tüten vorher zusammenmixen. Ausprobiert habe ich: Spaghetti Bolognese (sehr gut), Mexican Chili (gut, etwas scharf), Cajun Pasta (gut, etwas scharf) und Chick'n & Mushroom Pasta (essbar, schmeckt mir aber zu mehlig). Alle sind auch vegan. Es gibt eigentlich nur einen Ausrüstungsgegenstand, den wir gerne dabei gehabt hätten. Einen Sun Hoodie. Der steht jetzt auch schon auf unseren Wunschlisten für Weihnachten. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und deswegen gut gebraten. Wenn man sich nicht perfekt eincremt, holt man sich definitiv einen Sonnenbrand dort. An- & Abreise Hingeflogen sind wir über Tirana und zurück über Podgorica. Ich kann hier nur empfehlen beides über Tirana zu machen. Der Bus von Gusinje/Plav nach Podgorica dauert 3.5h und zieht sich wie die Hölle und ist auch bis auf das letzte Stück super kurvig, wodurch einem irgendwann einfach nur schlecht wird. Da war Tirana nach Shkoder und dann die Komani Lake Ferry doch etwas angenehmer. (Normalerweise würde man direkt von Shkoder nach Theth fahren.) Unsere faltbaren Carbon Wanderstöcke hat niemanden interessiert. Meine Freundin hatte diese sogar außen sichtbar am Rucksack. (Von Wien wussten wir von der Webseite, dass das eigentlich kein Problem sein müsste, aber beim Rückflug waren wir uns unsicher.) Vorab, wir sind den Trail entgegen der Standard Laufrichtung gegangen. Wenn man seine Ruhe haben will, ist das die richtige Wahl, wenn man mit Leute quatschen will, dann sollte man lieber die gängige Richtung wählen. Tagesberichte Tag 1: Ein besonderer Start (40 km • 2850 hm ↑ • 2300 hm ↓• 10:00 h) Früh morgens nahmen wir in Shkodër den Shuttle zum Komani-Stausee. Von dort ging es mit dem kleinen Boot "Dragobia", das fast wie ein Bus funktioniert, bis zur vorletzten Anlegestelle (Markaj). Uns beiden war klar, dass wir Theth nicht mehr im Hellen erreichen würden, aber Tom war definitiv zu optimistisch, was die Dauer der Strecke anging! Nach insgesamt 90 Minuten Busfahrt und zwei Stunden auf dem Boot starteten wir erst relativ spät um 11:30 Uhr. Die ersten, fast flachen Kilometer auf breiten Schotterwegen flogen nur so dahin, doch danach wurde unser Tempo stetig langsamer. In Curraj i Eperm, wo es auch Guesthouses gibt, hatten wir unsere einzige negative Erfahrung mit den Hunden dort: Ein Schäferhund war gar nicht begeistert davon, dass wir an seinem Schaffeld vorbeiliefen. Beim Verlassen des Dorfes hatten wir zum ersten Mal Probleme mit der Navigation. Eingezeichnet sind zwei Wege, einer davon ist angeblich markiert. Irgendwie wurden die Wege jedoch zusammengeführt und der markierte Weg existiert in dieser Form nicht mehr, zumindest ist der Einstieg nicht ausgewiesen. Bis auf die Tatsache, dass der neue Weg eventuell etwas länger ist, war es zum Glück aber nichts Dramatisches. Auf der anderen Seite des Berges bei Qerec-Mulaj ist auch ein Campingplatz ausgeschildert, wo es wahrscheinlich auch Wasser gibt. Ursprünglich war dieser Punkt für das Mittagessen eingeplant, aber ich wollte uns die zusätzlichen Meter und Zeit sparen und hoffte, dass es weiter oben noch eine Wasserstelle gibt. Das nächste Stück führte über eine Stunde durch einen Laubwald stetig bergauf. Wasser war Fehlanzeige. Zum Glück war der Weg zusätzlich zu den Standard-Markierungen mit neon-orangefarbener Farbe gekennzeichnet, was den Aufstieg erträglicher machte, da der Pfad nur stellenweise sichtbar war. Ein genauer GPS-Track ist hier wirklich ein Muss! Als wir endlich aus dem Wald kamen, wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt – allerdings stand die Sonne schon tief. Der Weg war besser sichtbar als im Wald, jedoch stimmte die Route im GPS-Track nicht immer hundertprozentig mit dem markierten Weg überein. Das führte dazu, dass wir mehrfach den Weg verloren, wenn dieser mal nicht deutlich zu erkennen war. Die Dunkelheit, die circa ab drei Viertel der Strecke zum Pass, Joch oder Qafa einsetzte, machte die Sache nicht einfacher. Ich kann jedem, der nicht regelmäßig in den Bergen unterwegs ist und keine vernünftige Lampe dabei hat, nur abraten, den Weg im Dunkeln zu gehen, bzw. die Strecke in jedem Fall auf zwei Tage aufzuteilen. Als wir dann endlich über den Pass waren, wurde der Weg deutlich einfacher zu folgen, was man auch schon bei der Planung sehen konnte (Strava Heatmap empfiehlt sich, wenn man sich bei einem Weg nicht sicher ist, ob und wie viel er begangen wird). Wir beide waren aber mittlerweile so fertig, dass sich der Weg wie Kaugummi zog. Gefühlt war der Weg auch um einiges länger als es die Uhr angab. Ich vermute, dass die vielen nicht eingezeichneten Serpentinen hier eine bedeutende Rolle gespielt haben. Um 21:45 Uhr, nach 40 km statt der geplanten 38 km, erreichten wir endlich das Hotel. Tom hatte vorausschauend schon per WhatsApp mit der Unterkunft kommuniziert, was die späte Ankunft unkompliziert machte. Sogar heißes Wasser für unser lang ersehntes "Mittag-/Abendessen" bekamen wir noch. Tag2: Ein Erholungstag (27 km • 1250 hm ↑ • 1100 hm ↓• 7:00 h) Eigentlich war Plav das Ziel, aber der Marathon-Tag davor steckte uns noch in den Knochen. Daher entschieden wir uns für die entspannte Variante: Bis nach Gusinje wandern und von dort mit dem Bus nach Plav. Keiner von uns wollte schon wieder zehn Stunden unterwegs sein. Ausgeschlafen und nach einem "okay-en" Frühstück brachen wir auf. Der Start war einfach. Ein leicht ansteigender Forstweg, der bald in einen stetig steiler werdenden Singletrail überging. Oben angekommen, waren die meisten Höhenmeter des Tages geschafft, und wir genossen eine fantastische Aussicht zurück ins Theth Tal. Danach ging es nach einem kurzen Ab- und Aufstieg entspannt bergab bis Vusanje. Der schöne Trail wich zwar irgendwann wieder einer Forststraße, aber nach 5 km erreichten wir endlich Vusanje für unsere Mittagspause, wo wir unser Fertigessen zubereiteten. Eigentlich wollten wir den schöneren Wanderweg nach Gusinje nehmen, statt stumpf an der Straße entlangzugehen. Nachdem wir aber die erste Abbiegung verpasst hatten und die Alternativen den Weg nur unnötig verlängert hätten, entschieden wir uns für die Straße. In Gusinje deckten wir uns noch im IDEA Supermarkt (Kartenzahlung möglich!) ein, bevor wir den Bus nach Plav nahmen. Tag 3: Tag 3: Wunderschöne Höhenzüge (37 km • 2300 hm ↑ • 1800 hm ↓• 9:00 h) In Plav starteten wir nach einem schnellen Einkauf von Getränken im IDEA Supermarkt. Wieder führten die ersten Kilometer über einfache Forststraßen, bis der erste große Anstieg begann. Im Gegensatz zum Vortag war dieser zum Glück weniger steil und verlief größtenteils durch den Wald, also wurden wir nicht wie am Vortag in der Sonne gebraten. Oben angekommen folgten wir dem Kamm, was uns atemberaubende Ausblicke in alle Richtungen bescherte. Ein weiteres Highlight erwartete uns dort oben: der kleine Bergsee Hridsko Jezero. Nachdem wir den See umrundet hatten, stiegen wir durch einen Wald ab bis zu einem kleinen Bergdorf, wo wir kurz danach an einer Wasserquelle mit Unterstand unsere Mittagspause einlegten. Wir kamen durch ein weiteres Dorf mit Guesthouses, aber unser Ziel lag noch einige Kilometer vor uns. Vom Tal aus ging es wieder steil bergauf, diesmal kaum beschattet. Doch auch diese Anstrengung wurde gut belohnt: Wir wanderten auf einem weiteren Kamm entlang mit grandiosen Rundumblicken. Der Anstieg zum letzten Pass (Jelenka) war kurz und moderat. Der folgende Abstieg war dann aber knackig. Wir waren echt froh, diesen nicht im Aufstieg bewältigen zu müssen! Dazwischen gab es noch einen kurzen, steilen Aufschwung, der mit einem unnötig dünnen und wackligen Stahlseil gesichert war. Wir passierten auch einen beliebten Campingsee, bei dem wir leider feststellen mussten, dass das "Leave No Trace"-Prinzip nicht überall gelebt wurde. Bald darauf erreichten wir unser Ziel: das Dorf Leqinat und die Unterkunft Guri i Kuq. Unsere Gastgeber schienen überrascht über unsere Ankunft und quartierten uns kurzerhand statt im gebuchten Doppelzimmer in einem Ferienhaus mit acht Betten ein. Tag 4: Ein Tag zum Vergessen (30 km • 1200 hm ↑ • 1700 hm ↓ • 7:30 Stunden) Diesen Abschnitt können wir niemandem empfehlen! Er besteht zur Hälfte aus Asphaltstraße (15 km) und weiteren 10 km Forststraße. Es bleiben nur magere 5 km wirklich schöner Wanderwege, und die Aussicht ist die Mühe nicht wert. Wir raten dazu, vor Leqinat quer in Richtung Milishevc abzubiegen oder notfalls die Straße entlang zu trampen (was allerdings den 1200-Höhenmeter-Abstieg und Wiederaufstieg erfordert). Wenigsten war man relativ schnell unterwegs. Auch hier sind wir wiedermal in einer Unterkunft(Hotel Ruguva Camp) gelandet, die die booking.com Bestätigung sehen wollte, obwohl sie diese ja auch selbst haben müssten. Auch eine Unterkunft die ich absolut nicht empfehlen würde, Müll war nicht entlernt, Klopapier hat gefehlt, die Handtücher waren nicht frisch, der Boden war nur mäßig sauber und das Badezimmer war winzig. Immerhin roch das Bettzeug frisch und sie haben ein großzügiges Lunchpaket gemacht, weil wir früher los wollten um es vor der geforderten Deadline zur nächsten Hütte zu schaffen. Tag 5: Zurück zum Schönen – Die Belohnung wartet (29 km • 2500 hm ↑ • 1600 hm ↓ • 8:30 h) Nach dem wenig inspirierenden "Tag zum Vergessen" waren wir froh, direkt an unserer Unterkunft in den ersten Anstieg starten zu können. Ganze 5 km und 1200 Höhenmeter lagen vor uns, aber das war uns tausendmal lieber als weitere Kilometer auf Asphaltstraßen. Etwa auf halber Höhe, bei den kleinen Häusern, gerieten wir unabsichtlich auf den alten, mittlerweile etwas zugewachsenen Weg. Zum Glück trafen alter und neuer Verlauf nach nur 500 Metern wieder aufeinander. Oben angekommen, wurden wir für die Mühe belohnt: Es eröffnete sich uns ein herrlicher Weitblick über eine riesige Grasfläche. Hier trafen wir auch auf eine Kuhherde, die uns auf ihrem Weg zur Wasserstelle entgegenkam. Von dort ging es hinunter ins Dorf Milishevc und dann zügig über eine Forststraße nach Roshkodol. Die Wegführung hat sich wohl leicht geändert und führt jetzt durch auf der anderen Talseite entlang, aber die alte Route war auch problemlos begehbar. Ab Roshkodol wanderten wir stetig bergauf, das Tal entlang, bis wir im Talschluss einen Linksbogen zum Qafa Roshkoldol nahmen. Dieser obere Teil des Tals ist wirklich atemberaubend schön. Oben am Pass gönnten wir uns unsere wohlverdiente Mittagspause, bevor wir unseren Weg in Richtung Doberdol fortsetzten. Wir folgten größtenteils dem Kamm und entschieden uns spontan für einen kleinen Schlenker über den Berg Tromeđa. Dieser liegt nur etwa 120 Höhenmeter oberhalb des normalen Weges und war die minimale zusätzliche Anstrengung absolut wert. Von dort aus konnten wir endlich unser Tagesziel erblicken: das kleine, abgelegene Bergdorf Doberdol. Wir können einen Stopp in Doberdol nur wärmstens empfehlen! Mit dem Wasser sollte man aber eventuell hier etwas aufpassen, wenn man den Google Bewertungen trauen kann. Grundsätzlich haben wir unser Wasser immer mit unserem Grayl, wahrscheinlich etwas übertrieben, gefiltert. Übernachtung mit Frühstück, Lunchpaket und Abendessen kostet dort nur auch 35€ pro Person. Tag 6: Ein neuer Freund (31 km • 1500 hm ↑ • 2400 hm ↓ • 8:30h) Wir waren die Ersten, die an diesem Morgen Doberdol verließen. Wahrscheinlich war das der Grund, warum uns ein Hund folgte. Anfangs dachten wir, er würde uns nach spätestens 5 Kilometern verlassen. Schnell tauften wir ihn "Doggy 695", nach seinem Schildchen im Ohr. Doch der Hund dachte gar nicht daran, uns zu verlassen! Er folgte uns munter bergauf und bergab, vorbei an anderen Wandergruppen, die er nur kurz beschnüffelte. Der ist uns so brav gefolgt, dass die meisten dachten, dass wäre unser Hund. Die ersten 10 km schlängelte sich der Trail am Berg durch den Wald, mal leicht hoch, mal leicht runter, bis zum Qafë e Vranicës. Immer noch mit Doggy 695 an unserer Seite, wurde der Weg zu einer breiten, sehr staubigen Forststraße, die wegen Bauarbeiten recht befahren war. Zum Glück mussten wir diese nicht den ganzen Weg hinunter nach Cerem nehmen, sondern konnten einem kleinen Singletrail ins Dorf folgen. In Cerem, nach bereits 16 km, füllten wir unsere Getränke auf und gönnten uns zur Feier des Tages jeder eine Softdrink. Und Doggy 695? Er wollte sich immer noch nicht von uns trennen. Von dort ging es ähnlich wie am Vortag langsam bergauf durch das Tal bis zum Qafa Borit. Als hätte Doggy 695 gewusst, dass der vor ihm liegende Weg für ihn unpassierbar werden würde, schloss er sich kurz nach dem Pass einer anderen Wandergruppe an. Der Weg hinauf zum Qafa Presljopit war gespickt mit größeren Stufen, die kurzes zbd leichtes Kraxeln erforderten. Oben angekommen, legten wir eine späte Mittagspause ein. Zur Motivation der Freundin schloss sich beim Abstieg ein neues Gruppenmitglied uns an. Ein Wanderer auf Tagestour. Saskia ist vorne weggelaufen, um den Wanderer abzuschütteln, aber mit wenig Erfolg bis nach Valbone sind wir zusammen gelaufen. In Valbone hatten wir uns den Aufenthalt im "Luxushotel” gegönnt. Jedoch mit mäßigem Glück. Das WLAN funktionierte nicht, der Spa war nur nach Voranmeldung nutzbar, unsere Kühlpacks wurden nur in Eiswürfel gelegt anstatt in den Gefrierschrank, und selbst das Frühstück war bei Öffnung noch nicht komplett fertig. Unser Tipp: Lieber eine einfache Unterkunft nehmen und nur die Hälfte bezahlen. Tag 7: Ein krönender Abschluss (22 km • 1700 hm ↑ • 1700 hm ↓ • 7:00h) Nach dem etwas enttäuschenden "Luxus"-Aufenthalt in Valbone starteten wir in unseren letzten richtigen Wandertag. Als krönenden Abschluss hatten wir uns vorgenommen, noch einen Gipfel zu besteigen. Die Wahl fiel auf den Maja e Rosit mit 2523 Metern – zwar nicht der höchste Berg der Gegend, aber mit einer tollen Prominenz und einem exzellenten Rundumblick. Wir waren beide schon ziemlich müde und begannen den 8 km langen und etwa 1500 Höhenmeter umfassenden Anstieg. Obwohl unsere Rucksäcke mittlerweile deutlich leichter waren, machten sich die fast 30 Kilometer pro Tag der Vorwoche bemerkbar, und wir waren nicht besonders schnell. Ursprünglich hatten wir geplant, beim Abstieg noch einen Bogen über die Bergseen unterhalb des Maja e Jezercës zu machen, aber das stellten wir erstmal hintenan und konzentrierten uns auf den Gipfel. Etwa 500 Höhenmeter unterhalb des Gipfels entdeckten wir eine Gruppe Wanderer vor uns. Das motivierte uns ungemein, das Tempo anzuziehen und vielleicht den einen oder anderen noch zu überholen. Im sehr steilen Schlussstück konnten wir tatsächlich noch ein paar "einfangen"! Oben auf dem Gipfel gab es dann die wohlverdiente Belohnung: Cola, Chips und ein einfach unglaublicher Ausblick. Da wir beide ziemlich fertig waren, entschieden wir uns für die kürzeste ausgewiesene Abstiegs-Variante. Es gab theoretisch zwar noch einen kürzeren Weg, aber der war laut Strava Heatmap komplett unbegangen. Der markierte Weg war, obwohl er durch sehr steiles Gelände (30 % und mehr Gefälle) führte, sehr gut begehbar und markiert. Man sollte hier aber definitiv trittsicher und schwindelfrei sein! Unten, bei einer verfallenden Berghütte, gab es endlich Mittagessen. Gestärkt und mit dem schwierigsten Teil hinter uns, blieb nur noch ein langweiliger Forstweg, den wir schon von Tag 2 kannten, bis zur Unterkunft. Tag 8: Wandern zum Ort + Bus Am letzten Tag sind wir nur noch entspannte 6km von der Unterkunft in Vusanje nach Gusinje gegangen. Fazit Wir wollen wieder in den Balkan, die Mischung zwischen coolen Berge, Abenteuer und kostengünstig, hat uns voll überzeugt. Außerdem fehlen uns noch zwei kleine Abschnitte vom Peaks of Balkan Trail. Noch ein paar Tipps & Infos: Gas Kocher Es gab nur sehr große Gaskartuschen (500gr) oder Stechkartuschen (Es gibt theoretisch einen Adapter auf Schraubkartuschen bei Amazon, aber leicht ist dieser nicht.) als wir da waren, also eventuell auf Alkohol Kocher oder anderes umsteigen. M:tel Esim für 15€ Eine elektronische SIM-Karte die man einfach vorher Online buchen und aktivieren kann Lek Wechselbüro, außerhalb des Sicherheitsbereiches, solange man nicht mehr als ca. 7€/700 LEK Gebühr zahlt. Großteil nimmt Euro, aber mit LEK kriegt man meistens einen besseren Preis. Reisepass Schnellere Aus- & Einreise, wegen automatischer Passkontrolle Personalausweis reicht theoretisch für die Einreise Border Permits über zbulo machenbar (https://zbulo.org/de/border-crossing-permits-peaks-of-the-balkans-via-dinarica/) Hüttenschlafsack Definitiv Hygienischer, aber nicht unbedingt nötig Die Guesthouses in den Bergen haben viel vegetarische Speisen, wegen der fehlenden Kühlinfrastruktur.
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Hallo zusammen, Ich habe mir schon die Finger wund gegoogelt, finde aber noch keine allumfassende Erklärung oder Vorgehen für mich, wie ich unterwegs auf einer mehrtägigen Tour stromsparend navigiere und nicht nur den Track, sondern auch POIs (Campings, Supermärkte) dabei habe. Ich habe ein Smartphone und möchte mir eine Smartwatch (Garmin Instinct 2 solar) zulegen, welche mir den vorab geplanten Track anzeigen kann. Ich brauche kein Routing, viele Wanderwege sind so gut ausgeschildert, daß die Uhr nur dazu dienen soll, die Richtung und Abzweige zu zeigen. Wie ich den Track plane und als gpx auf die Uhr bekomme, weiß ich. Ich kann mit komoot und Basecamp umgehen und plane dort in der Regel meine Wanderungen. Szenario für meine Fragen: Ich laufe los und folge dem Track auf der Uhr. Die Uhr benutze ich um dem Track zu folgen, ohne alle 10 Minuten das Handy rausholen zu müssen und Handy-Akku zu verbrauchen. Das Handy ist zum stromsparen im Flugmodus. Vorab habe ich auf Google maps den richtigen Kartenausschnitt offline gespeichert und schaue dort unterwegs, nach für mich wichtigen POIs, wie Supermärkte, Campings usw. Dorthin lasse ich mich dann (auch offline) vom Smartphone navigieren. Nach dem Supermarkt-Besuch navigiere ich mit Handy zurück zum Track und setzen den Weg fort. Soweit der Plan Bisher war ich mit GPS Gerät unterwegs und hatte so alles dabei, geplante Tracks + POIs, Annäherungsalarme usw. Das wird mir zu schwer, daher Umstieg auf Handy + Uhr. Wie plant ihr eure Mehrtagestouren? Speichert ihr euch auch alle wichtigen POIs ab und bekommt sie auch auf die Uhr? Wenn ja, wie? Wie geht ihr stromsparend mit dem Handy auf Mehrtagestouren um? Vielen dank für die Hilfe :) Liebe Grüße
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Gebrauchte Garmin Fenix 5 als Einsteigernavi?
Weltengänger antwortete auf Maalinluk's Thema in Ausrüstung
Ich hab sogar noch eine Fenix 3. Ich nutze die Navigationsfunktion für Strecken, von denen ich einen GPX-Track habe, wie z.B. bei den Märschen von MegaMarsch, Marsch zum Meer usw. Das Arbeiten mit BaseCamp finde ich eher wenig nutzerfreundlich. Wenn eine grobe Navigation reicht, ist das vollkommen ausreichend. Auf 100 km Strecken samt Navigation muss ich die Fenix3 ein Mal mittels Powerbank nachladen. Das Kartendisplay ist recht klein (daher schrieb ich "grobe Navigation"), aber man kann das so einstellen, dass die Uhr beim Abweichen von der Strecke vibriert, schon das ist hilfreich. -
Gebrauchte Garmin Fenix 5 als Einsteigernavi?
Ocram0815 antwortete auf Maalinluk's Thema in Ausrüstung
Wie teuer ist die denn? Ich habe mir diese Jahr eine Amazfit Balance 2 zugelegt die auch eine Navigation bietet und war in der Hardangervidda sehr gluecklich darüber gerade bei Regen mein Handy nicht staendig herausholen zu müssen. Man kann maximal eine 647x400km grosse Karte raufladen und dann Tracks per Komoot einspielen was bei mir sehr gut funktioniert hat. Diese Uhr gibt es neu für um die 150 Euro ich habe Sie gebraucht auf Ebay fuer 100 bekommen. -
Liebe Community! Vorstellung Dies ist mein erster Post hier im Forum - vielen Dank erstmal an die vielen spannenden Beiträge hier im Forum! An vielen Stellen war ich bereits als stiller Mitleser dabei und habe mich jetzt kurz vor meiner ersten größeren Tour doch mal angemeldet. Ich begeistere mich seit ca. 6 Jahren für das Wandern. Ich liebe die Bewegung, die frische Luft, die Natur und dieses Gefühl von Freiheit, dass man spürt, wenn man am Tagesanfang noch nicht weiß, wo man diese Nacht schlafen wird! Seit 2 Jahren ist dann das Thema Thruhiking und Ultralight für mich immer größer geworden. Hier liebe ich es mich mit Gear, Tabellen und Optimierung meiner Ausrüstung zu beschäftigen. Meine bisherige Wandererfahrung erstreckt sich auf den Hermannsweg (156 km, allein), den Hochröhner (175km, zu zweit), den Forststeig (ca. 100 km, allein), den Försterweg (56km, allein) und eine Vielzahl (15-20) Wochenendwanderungen mit Freunden (Teile vom Eggeweg, Rothaarsteig, Harzwanderungen...). Im Grunde genommen also nur in Deutschland. Dann hatte ich irgendwann Lust mal was längeres zu wagen! Plan Es ist kurz vor Knapp. Mitte März fliege ich in die Türkei und möchte den Lykischen Weg wandern. Ich möchte etwa 30 Tage auf dem Trail sein, sollte bei durchschnittlich 15-20 km pro Tag und mal nem Tag Pause passen. Ich laufe die Richtung Fethiye - Antalya, werde aber die ersten paar Tage in Antalya sein zum einkaufen etc. Im Kopf hatte ich die Idee schon seit über einem Jahr. Ich war schon oft in der Türkei, habe mal ein Semester in Ankara studiert und spreche auch ganz gut türkisch. Nun konnte ich mit längerer Planung 5 Wochen Urlaub nehmen und freue mich dieses für mich riesige Abenteuer anzugehen! Es fühlt sich gestanden nicht ganz richtig an zu Zeiten der Erdbebenkatastrophe als Urlauber in die Türkei zu reisen, aber das ist ein anderes trauriges Thema. Ausrüstung Meine Ausrüstung wiegt um die 5kg. Vieles der Ausrüstung ist von mir aufs Detail durchdacht, auch wenn Materialien aus DFC / Dyneema noch nicht dazu gehören. Ich liebe Ausrüstung und das Optimieren und konnte nach und nach die magische 5kg Grenze nun (fast) erreichen - genau genommen sollte es reichen die Trekking-Stöcke in die Hand zu nehmen, Hurra ! Leider konnte ich meine Ausrüstung nicht bei Lighterpack importieren, eine Übersicht kann man hier sehen: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1UZPEEXyu_v6DdtxXqfYbClkx8RyyjN5x-IdOU2SOx5c/edit?usp=sharing Einige Überlegungen und Fragen habe ich dort ebenfalls kommentiert - freue mich über jede Anregung! Übernachtungen Größtenteils im Zelt, alle 3 Nächte, wie es passt in Pensionen/Unterkünften. Infos / Vorbereitung Ich denke ich werde mich hauptsächlich an der Reisebeschreibung von Peter Lill orientieren http://www.peterlill.de: Kurzbeschreibung / Etappen. Navigation: Schilder / Smartphone mit Komoot (Sim Karte mit Internet). Temperaturen sind laut Google in Fethiye/Antalya durchschnittlich bei 7 Grad min / 21 Grad max. Die letzte Woche gab es aber schon Tage mit über 20 Grad und 10 Stunden Sonne am Tag. Offene Fragen und (vielleicht naive) Gedanken Die Threads, die ich hier im Forum zum Lykischen Weg gefunden hatte sind recht in die Jahre gekommen. Um noch ein paar Infos aus der Community zu bekommen und vielleicht einfach ins Gespräch zu kommen, möchte ich einfach mal ein paar Gedanken/Fragen loswerden. Ich würde mich total freuen, wenn jemand mit Erfahrung Lust hat dazu was etwas zu sagen . Fragen in absteigender Priorität 1) Brauche ich einen Gaskocher oder finde ich in Antalya / Fethiye sicher Brennspiritus (islamisches Land)? 2) Ich habe von starken Temperaturunterschieden (Gebirge/Küste) gelesen. Kann es sein, dass man irgendwo im Schnee übernachten muss? (Dann würde meine Ausrüstung zu kalt sein.) Bisher denke ich: Passt schon, man wird schon rechtzeitig gegen Abend von den Bergen wieder runter sein, oder eine Pension finden. 3) Ist der Boden sehr (sehr) hart? sollte ich lieber nochmal stabilere Heringe holen? Ich habe so ultralight Heringe, die beim Zelt (Lanshan 1 Pro) dabei waren. 4) Ich habe mich entschieden den Weg in Trailrunnern (Altra Line Peak 6) zu laufen. Ich laufe seit Jahren in Trailrunnern und habe mich spätestens dazu entschieden, nachdem ich ein YouTube-Video von 2 Türken gesehen haben, die den Weg auch in Trailrunnern laufen. Ich weiß aber, dass doch sehr viel Geröll auf dem Weg liegt. Ist jemand den Weg mit Trailrunnern gelaufen und rät völlig davon ab oder kann mir meine Restsorgen nehmen? 5) Lernt man Leute auf dem Trail kennen? Würde ich mir total wünschen Oder ist jemand aus der Community zufällig vor Ort? xD Freue mich über jede Antwort und Anregung! Beste Grüße Kleee Ausruestung_2023 UL! - Lykischer Weg_2023-02-25.xlsx
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Bin gerade über einen sehr interessanten Blog gestolpert in dem jmd. beschreibt wie er ein “nook simple touch” (e-reader) modifiziert um es zum navigieren zu verwenden Ich träume seit langem von einem Gerät mit e-ink Display welches auf Reisen mein stromfressendes Smartphone ersetzt Das im Blog beschriebene gerät kommt am Ende auf 266g Äusserst spannend das ganze! Werde mich wohl demnächst mal daran versuchen so ein altes “nook” in die Finger zu bekommen und berichten scheint ja nicht sonderlich Kosten intensiv und ein schönes nach-Feierabend Projekt ist es allemal Hat jmd. schon Erfahrungen mit Navigation auf e-readern oder evtl. sogar neuere/aktuellere Lösungen? hier der besagte Blog: https://ludovic.cool/e-ink-gps-topographics-map/
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Hallo, ich möchte auf der kommenden Tour eine Garmin Instinct 2 S zum navigieren nutzen. Ich habe den Track auf die Uhr geladen und wollte nun versuchen zu Hause das ganze mal durchzuspielen bevor es auf Tour geht. Dafür hab ich einen kurzen Track erstellt der nicht direkt vor der Haustür startet sondern ca. 500m entfernt davon. Ich Wähle auf der Uhr nun im Menu Navigieren ---> Strecken ---> meinen erstellen Track und dann Strecke starten. Soweit richtig? Wenn ja wäre meine Frage, wie kann ich mich vom aktuellen Standort zum Startpunkt der Tour navigieren lassen? Vielen Dank
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Ein Sammelthread rund um Kommot-Fragen vermisse ich noch ... und natürlich habe ich auch gleich eine: weiß jemand, ob und wenn ja, wie ich Komoot dazu bringen kann, die von mir geplante Route ohne Navigation, aber mit Aufzeichnung, anzuzeigen? Wenn ich die Route sehe, dann brauche ich kein Navi, dass mir sagt, dass ich abbiegen soll oder die Route neu berechnet, das kann ich selbst. Außerdem braucht das Navi viel zu viel Akku. Bin schon auf Anzeigen der Route ohne Aufzeichnen ausgewichen, aber ich hätte natürlich auch gerne meine Werte. Bei kürzeren Touren brauche ich auch nicht die geplante Route, da reicht die Übersicht auf dem Display aus, und ich lasse einfach nur aufzeichnen, aber bei längeren Fahrradtouren wird es ohne Orientierung doch etwas schwierig ... also, geht das?
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Vergleich Energieverbrauch Navigation Etrex div / Smartphone & Thema Datenschutz
khyal antwortete auf khyal's Thema in Ausrüstung
Klar wenn Du Lineage OS o.A. aufspielst, ist natürlich eine gründliche Grundsetting, prima...werden aber wohl die wenigsten User machen...wenn man dann noch bei den APPS, Berechtigungen und was man so benutzt, aufpasst... Warum ein Android 300 € wert sein soll, kann ich jetzt nicht nachvollziehen, aber klar darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein. Und ausgerechnet ein Iphone für Datenschutz zu kaufen, ist aus meiner Sicht doch etwas, sagen wir mal suboptimal, die haben z.B. vor ein paar Jahren den "Dammbruch" gemacht, daß sie schon Daten des Users auf dessen Smartphone checken wollten, aber auch hier wieder, ist ja gut, wenn es unterschiedliche Ansichten gibt. tja das kommt immer darauf an, welche Apps man installiert und welche Berechtigungen man gibt. Ich seh das jetzt nicht nur isoliert auf eine App und ne Wandertour, als Netzwerktechniker wird mir echt manchmal schlecht, wenn ich sehe, was alles an Daten bei entsprechenden Apps bzw Benutzung von so etwas wie WU mitgeschnitten zu big Data zusammengefügt und weiter verschachert wird. Wenn ich sehe, was inzwischen mit Paladin u.A. abläuft, wie Social Media Scan inzwischen von vielen Machthabern eingesetzt wird, ich mir Dobrindts Vollüberwachungs-Phantasien die jetzt in Gsetze gegossen werden sollen, anschaue... Klar mit genügend Aufwand kommt man an alle Daten ran, haben CCC, CT usw schon häufig genug bewiesen, aber man kann ja etwas Sand ins Getriebe streuen, daß es deutlich aufwendiger, teurer wird, die Daten zusammen zubekommen, da kann man schon mit einfachen Mitteln viel machen z.B. wenn Windows mit lokalem Konto, kein WU benutzen, bei jeder App kritisch die Berechtigungen hinterfragen und wenn weitergehende Berechtigungen für den Betrieb nicht nötig sind, halt auch mal auf Apps verzichten und dazu gehört für mich auch, daß ich eben überwiegend zur Navigation Garmin GPS nutze, die nicht nach Hause plaudern und beim Auto Garmin auch Tracking ausgeschaltet habe usw usw Klar ich zieh das auch nicht 100% konserquent durch mit z.B. alternativen OS auf dem Smartphone, Sim-Card-Tauschtreffen und was es da noch an nette Sachen gibt, aber man muß ja nicht alle "Datentüren" speerangelweit aufstehen lassen just my 2 cents zu dem Thema... -
Prima, danke für's Teilen deiner Erfahrungen! Ich bin auch zu dem Schluss gekommen, dass ich ein altes Handy zur Navigation nehme und evtl. Kartenausschnitte dazu packe. Freue mich schon, den Weg wieder zu gehen und bin gespannt, was sich verändert hat.
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Hallo, ich bin den südlichen Kungsleden 2021 komplett gewandert und habe zur Navigation ausschließlich das Smartphone benutzt. Als Back-Up hatte ich ein Garmin dabei, es aber nicht gebraucht. Die Navigation per Smartphone hat für mich völlig ausgereicht, Karten hatte ich keine dabei. Die Markierungen empfand ich meistens als ganz gut, sodass man den Weg meistens ganz findet. Nur einmal lief ich falsch, da eine neue Straße gebaut wurde, die in der OSM-Karte noch nicht verzeichnet war. Da hat das Garmin mir auch nicht geholfen. Wenn du die Karten ohnehin hast, könntest du die natürlich als Back-Up nutzen. Um Gewicht zu sparen, könntest du nur die Teile mitnehmen, die du brauchst.
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Nur zur Info falls jemand an einer Uhr zum Navigieren interessiert ist die nicht die Welt kostet. Die Amazfit Balance unterstuetzt offline Karten Navigation und kostet um die 150 Euro. Man kann immer nur einen Kartenausschnitt (maximal 400x600km) auf die Uhr laden und die Touren muss man einzeln exportieren also es gibt keine Live Navigation wo man spontan das Ziel waehlen kann. Ich werde Sie diese Jahr in der Hardangervidda mal testen habe eine guenstig auf Ebay geschosen ich hoffe auf eine gute Alternative um nicht staendig das Smartphone zuecken zu muessen der Akku macht wirklich einen enorm ausdauernden Eindruck. Mir ist noch eingefallen dass die Amazfit Active 2 das nach einem Update wohl auch beherrscht die hat allerdings sehr viel weniger Speicher ich glaube da bleiben nur rund 100 MB fuer Karten ueber das duerfte nur fuer sehr viel kleinere Ausschnitte reichen. Es ist aber dann wohl die guenstigste Uhr mit diesem Feature die zumindest mir bekannt ist.
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Ab dem 15.8. (Anreise) bzw. 16.8. laufe ich den GR54. Ich tüftele an meiner Packliste und sehe eventuelles Anpassungspotential bei einigen Gegenständen, ohne dabei Geld investieren zu müssen. Denn das möchte ich eigentlich nicht, ich bin zufrieden mit meinem Equipment. Es gibt nämlich immer leichtere Ausrüstung - und ja, Puffy und Fleece sind schwer. Aber eben auch erprobt und bewährt. Tricky beim GR54 ist mM der große Temperaturunterschied - ausgehend von durchaus 20/25 Grad und Sonnenschein am Tag bis 0 Grad nachts in den höheren Lagen. Ich möchte ausschließlich zelten (max. 1 Zero-Day in Pension, la dolce Vita), sicherlich auch mal weiter oben wegen der Aussicht, Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Hier sehe ich Anpassungspotential: Einmal die Airpods, die ich durch kabelgebundene Earpods ersetzen könnte. Da kann man ca. die Hälfte sparen, sie wiegen 30 g. Allerdings ginge dies zu Lasten des Handy-Akkus. Die Punkte für/wider halten sich mM nach in der Waage. Mein ursprünglicher Plan ist es (wie eigentlich immer) Musik, Navigation, im Notfall telefonieren oder auch Nachrichten per Watch zu erledigen. Die hat eine E-Sim und läuft eigenständig. Das Handy hat im Flugmodus und Stromsparmodus quasi 0 Stromverbrauch, außer für Fotos/Videos. Mit Musik über kabelgebundene Earpods würde das anders aussehen. Was ist sinnvoller: 30 Gramm Gewichtsersparnis oder gesparter Akku. Andererseits höre ich während des Laufens so gut wie nie etwas und genieße die Stille. Außerdem hätte die Powerbank 1 Gerät weniger zu laden. Schwierig, immerhin sind es 30 Gramm. Dann wäre da der Fleece-Pullover. Braucht man Fleece und Puffy? Es ist alpines Gelände - man macht das so in alpinem Gelände. Ich habe gerne eine Reserve, außerdem schlafe ich liebend gerne in diesem Pullover. In der Puffy zu schlafen, mag ich nicht sonderlich, es sei denn, es ist bitterkalt. Die Frage ist: Packe ich nur meine Angst und Komfort/Luxus mit diesem Pullover ein oder ist es tatsächlich sinnvoll - unabhängig vom individuellen Kälteempfinden - ein Fleece in den Alpen dabeizuhaben. Dann wäre da noch das Buff, das ich durch einen Mikrofaser-Waschlappen/Geschirrtuch ersetzen könnte. Allerdings habe ich da keine Vergleichswerte und weiß nicht, ob ich da massiv Gewicht einsparen könnte. Vielleicht hat da jemand Erfahrungen. Alle in der Packliste genannten Funktionen kann ich auch mit einem kleinen Tuch erledigen, einen Schal werde ich nicht brauchen. Deckel des Titan-Topfs: Wirklich so viel Brennstoffersparnis mit Deckel? Wie sind da eure Erfahrungswerte? Ich hatte bisher immer Deckel dabei. Die 2 Packsäcke durch Müllbeutel und Gefrierbeutel ersetzen. Allerdings handelt es sich um relevante Ausrüstung, die dadurch geschützt wird. Der DM-Zerstäuber ist in eine Plastikhülle eingebettet, da er aus Glas ist. Er hat auch einen Deckel aus Plastik. Hier könnte noch gespart werden. Allerdings will ich auch kein Insektenspray in meinem "Kulturbeutel", falls die Flasche bricht. Was sind eure Gedanken/Anregungen oder sogar auch Verbesserungsvorschläge zur Liste? Grob überschlagen komme ich ohne Fleece schon auf 70 Gramm oder so, die ich einsparen könnte. Packliste: https://lighterpack.com/r/vgjbc3 Essen habe nicht gelistet - ich werde Trekkingnahrung für 4 oder 5 Tage (Riegel, Abendessen und Dessert) mitnehmen, 10 Kaffee (3 in 1) sowie Iso-Drink-Pulver und ansonsten auch immer irgendwo was essen und trinken, in Dörfern, Gîtes oder Refuges.
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Gude zusammen, da ich mich aktuell mit einer Neuanschaffung beschäftige, überlege ich gerade viel darauf rum auf welche Faktoren und Features man am meisten achten muss. Dieser Thread ist eher als Grundsatzdiskussion gedacht. Am Ende gehe ich nochmal kurz auf meine aktuelle Auswahl - oder besser gesagt auf mein aktuelles Dilemma - ein, falls jemand von euch zufällig seinen Senf dazu abgeben kann. Vorneweg will ich kurz schildern wie ich mein Handy an einem typischen Wandertag nutze, wenn ich alleine unterwegs bin: Bisher habe ich mit dem Handy navigiert. Da ich aber die Tage dank der neuen Instinct 3 die Instinct 2 zu einem sagenhaften Preis ergattern konnte soll das in Zukunft hauptsächlich die Uhr übernehmen. Das Handy soll dann nur zum Einsatz kommen wenn die doch eher rudimentäre Navigation der Instinct an ihre Grenzen kommt. Ansonsten höre ich gerne mal Musik oder Podcasts während des Wanderns (aktuell mit Bluetooth Kopfhörern, vlt in Zukunft wieder kabelgebunden), mache unterwegs den ein oder anderen Schnappschuss und schaue mir Abends im Lager gerne noch ein, zwei Youtube Videos an. Also nun zum eigentlichen Thema des Threads: Auf welche Faktoren und Features sollte man denn nun achten? Akku Für mich ganz offensichtlich sollte die Akkuleistung eine hohe Priorität spielen. Dabei sollte man meiner Meinung nach aber zwischen Akkukapazität und Effizienz unterscheiden. Zum Beispiel hat ein Handy mit größerem Display mehr Platz für einen größeren Akku, verbraucht durch das größere Display aber auch mehr Strom. Welcher Effekt da nun überwiegt ist vermutlich von Modell zu Modell unterschiedlich - wie sind da euere Erfahrungen? Außerdem wäre - in der Theorie zumindest - bei zwei Modellen mit exakt gleicher Akkulaufzeit doch das Handy zu bevorzugen, welches einen kleineren Akku aber dafür eine höhere Effizienz hat. Denn wir laufen meistens mit 20-30W Netzteilen rum, welche die kleinere Kapazität schneller vollladen als den 6000mAh Akku in manchen modernen Flagships kann. Das ist gerade relevant wenn man das Handy bei einer kurzen Mittagspause im Café auflädt (mache ich gerne wenn die Tour es hergibt). Welche Systemeinstellungen nutzt ihr um die Akkulaufzeit zu optimieren? Mein Ziel ist es, zusammen mit einer NB 10000 auf 3-4 Trailtage ohne Nachladen zu kommen. Lohnt es sich um noch mehr Akku zu sparen auf kabelgebundene Kopfhörer zu setzen? Das wäre ein Gerät weniger zu laden und man könnte das Bluetooth am Handy ausgeschaltet lassen. Schutz gegen die Elemente Theoretisch kann man sein Handy ständig wasserdicht verpacken, ich bin da aber kein Freund von. Mir ist es wichtig jederzeit auf das Handy zurückgreifen zu können und es bedenkenlos in der Hosen- oder Schultergurttasche transportieren zu können. Deshalb wäre ein IP 65 Rating das Minimum, IP 68 oder höher wäre noch besser - ich kenne meine Tollpatschigkeit. Eine Hülle mit der man den USB C Port abdecken kann klingt auch sinnvoll. Kamera Denke viele für uns haben nur ihr Handy dabei um Fotos und kurze Videos aufzunehmen (eine extra Kamera ist ja mehr Gewicht und wir sind ja hier immernoch im Ultraleicht-Forum 🙃). Deshalb würde ich für eine bessere Kameraqualität auf andere Features verzichten. Weitere nützliche Features Ganz ehrlich, auf den ganzen AI Kram kann ich verzichten. Interessanter finde ich jedoch die Satelliten-SOS Funktion. Die Momente in denen mir nicht einmal die "Nur Notrufe" Option zur Verfügung stand sind aber wirklich sehr selten gewesen. Im absoluten Notfall wäre mir eine gewisse Redundanz lieber. Ein Garmin inReach o.Ä. halte ich in unseren Breitengraden für absolut sinnlos: Mehr Kosten (einmalig und laufend), mehr Gewicht und der Weg zum nächsten Dorf ist meistens nicht weit. Aktuell ist die Funktion in Deutschland nur auf iOS Geräten verfügbar. Mit dem Pixel 9 geht das zurzeit in den USA, hoffentlich bald auch bei uns. Welche Faktoren und Features sind euch sonst noch wichtig? Ich bin mir sicher dass ich ein paar Sachen im Moment übersehe. Zum Abschluss mein aktuelles Dilemma: Ich schwanke aktuell zwischen dem Google Pixel 9 (nicht Pro) und dem Oneplus 13R. Die befinden sich aber preislich an der absolut oberen Grenze meines Budgets. Für das Pixel sprechen die bessere Kamera, Googles Software-Updates, die kleineren Maße und das IP 68 Rating. Das Oneplus hat dafür den vermutlich besseren Akku und besseren Prozessor (ist mir aber relativ egal, da ich aktuell mit der Leistung meines Oneplus Nord CE mehr als zurecht komme). Es hat dafür aber eine etwas schwächere Kamera und "nur" ein IP 65 Rating. Was würdet ihr wählen und übersehe ich eine andere Option? P.S: @Mod-Team Ich war mir unsicher welches Unterforum das richtige ist, hoffe in OT ist der Thread gut aufgehoben.
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Ich hab bei Mehrtages Trails immer mein Handy und Osmand genutzt. Karte vorher offline runtergeladen und fertig. Eine Route hab ich eigentlich selten vorher eingegeben, man sieht ja wenn man auf die Karte schaut wo man hin will. Nur ganz selten hab ich eine GPX Datei vorher geladen oder Punkte selbst markiert. Dann schau ich auch nur auf das Handy wenn ich mir mit der Route unsicher bin. Rund um die Uhr Navigation hab ich noch nie beim Gehen benutzt, das braucht man meiner Meinung nach nur beim Autofahren. Meist sind Wanderrouten auch immer mit Schildern und Zeichen markiert. Für Touren von 3 bis 5 Tagen, bei denen voraussichtlich überwiegend die Sonne scheint hab ich dieses Panel dabei: https://www.amazon.de/dp/B071D9MB7J?ref_=ppx_hzsearch_conn_dt_b_fed_asin_title_4 Da braucht man auch keine Powerbank extra, jedesmal wenn man Pause macht zur Sonne hin ausgerichtet und man hat immer genug Strom.Sofern du bei deinem 10 Tages Trail viel Sonne erwartest würde ich da direkt auf die Powerbank verzichten. Aber gut, letztendlich hat da jeder seinen eigenen Bedarf, ich hab in der Regel immer Flugmodus ein und schaue nur bei Unklarheiten auf das Handy, da reicht der Akku auch so 3-4 Tage (Wenn ich weniger Fotografieren würde, vermutlich sogar noch länger)
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Es gibt hier eine Suchfunktion, die listet allerlei auf: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/search/?&q=Navigation&search_and_or=or