superflow Geschrieben Samstag um 22:41 Geschrieben Samstag um 22:41 Hallo, mein derzeitiges Double Rainbow ist über 10 Jahr alt, wiegt vermutlich ca. 1,5 kg und ich wollte mich mal umschauen, was es neues gibt. Ich bin noch nicht "kurz vor dem Kauf", kann mir auch noch ein Jahr Zeit lassen, aber vielleicht entscheide ich auch schnell - dieser Thread dient erstmal einer groben Übersicht. Ich suche einen Nachfolger für das Double Rainbow, also ein 1,5 Personen Zelt, das auch im Hochgebirge über der Baumgrenze funktioniert.. Ich vermute, dass ich entweder -ein aktuelles DR in etwas leichter und überarbeiteter Version bekommen kann -was viel leichteres kaufen kann, mit Trekkingstock-Aufbau -oder im gleichen Gewicht etwas deutlich sturmstabileres und komplett selbststehendes bekomme. Wohin ich tendiere, kann ich erst nach Eurer Hiulfe einschätzen - wenn ich weiss, was ich jeweils erwarten kann. Als Hinweis: Ich habe auch Erfahrungen mit Hilleberg Zelten (beim Kanufahren und vor 25 Jahren im Sarek etc), vermute aber, dass ich im Zweifel zu etwas leichteren tendiere, daher frage ich auch hier im Forum. MEINN NUTZUNGSPROFIL Ich bin ca. 1,85 groß und mit dem gesuchten Zelt alleine unterwegs. Ich bin oft "alpin", fast immer über der Baumgrenze -denn Mittelgebirge und Wälder interessieren mich nicht. Meist mache ich Touren bis 3-8 Tage, habe aufgrund der Abgelegenheit eh Food und etwas mehr Zeug zur Sicherheit dabei. Ich suche daher zwar was sehr leichtes, aber es kommt mir beim Zelt nicht auf 100 Gramm an - auf 400 Gramm unterschied aber sehrwohl. -Ich bin oft in Neuseeland unterwegs, da gibt es ein gutes Hüttensystem, so dass ich das Zelt sehr viel schleppe ohne es zu nutzen. -ich werde vermutlich auch wieder mehr in Nordskandinavien unterwegs sein, da hatte ich seit meiner Norwegentour letztes Jahr den gleichen Eindruck, dass ich auch bei Schietwetter oft in Hütten ausweichen kann. -aber das geht nicht immer in Hütten auszuweichen, daher sollte das Zelt sehrwohl Sturm und Regen im Hochgebirge abkönnen, und auch auf härteren Boden, der nicht absolut gerade ist, aufgebaut werden können. -Wenn ich Zelte, möchte ich das Zelt nach der Aussicht aufbauen, und nicht nach dem Wind. Der Wind kommt eh meist von überall, und dreht oft bei meinen Touren. -ich bin eher derjenige, der ab der zweiten Tour auf ein Groundsheet verzichtet und sich sagt "wenns ein kleines Löchlein gibt, flicke ist es halt" oder hab eh oft ganz dünne Evazote unterm Zelt und Neoair im Zelt gehabt. -Ich habe erstmal keine direkte Budgetgrenze. Falls DCF bei seltener Nutzung sehr langlebig wäre, könnte ich evt. Sogar über 2 Zelte nachdenken. -bei den Touren, für die ich das Zelt brauche, bin ich immer mit Trekkingstöcken unterwegs. WAS ICH AM DOUBLE RAINBOW MAG -Ich mag, dass es ein "Querlieger" ist, ich also zur Seite rausschaue, wenn ich liege. Das möchte ich auf jeden Fall wieder -ich mag die großen Türen/Ausblicke, wenn man alles aufmacht -ich mag das große Raumvolumen und benötige ein Zelt, dass ähnlich groß ist. -ich möchte 2 Eingänge als Sicherheit. Falls ein Tür-Reissverschluss auf Tour (wo auch sonst) kaputt geht, kann ich diesen zur Not zunähen und durch die andere Tür gehen. Mir sind schon mehrfach Hilleberg-Reissvershclüsse auf Touren kaputtgegangen. Ich benötige daher 2 Eingänge, es sei denn, es gibt einen sinnvollen Workflow, wie man sich sonst bei kaputten Reissverschluss retten kann (keine Ahnung was zum zubinden bastelen oder was theoretisch konstruierbar wäre, ich habe da noch nie drüber nachdenken müssen weil ich ja das DR habe) -Dass das DR kein Doppelwandzelt ist, stört mich nicht. Ich habe nur wenig runterfallende Regentropfen. Ich bin oft mir Poncho unterwegs, und ziehe diesen am Ende über den Quilt, so dass es auch egal ist, ob ich mit den Füßen gegen die Zeltwand komme. WAS ICH AM DR NICHT MAG: Das DR ist (mindestens) in der alten Version, die ich habe, mir nicht luft.- und regendicht genug. Ich kann die Apside konstuktionsbedingt nicht bis auf den Boden runtergezogen aufbauen, es wehr massiv unten durch. An den Stangenenden kann ich das Zelt höchstens auf jeweils einer Seite runterziehen. Falls der Wind dreht und es wirklich hart regnen würde, hätte ich bedenken, dass es massiv im Zelt nass wird (zum Glück noch nicht erlebt). WAS AM NEUEN ZELT WÜNSCHENSWERT WÄRE: -Nicht zwingend aber schön wäre es, wenn ich mit offener Tür schlafen könnte, und zumindest leichter Regen nicht direkt im Innenzelt landen würde. Ich liebe es, mit Panoramablick einzuschlafen. FRAGEN DIREKT ZU DEN TREKKINGSTOCK-AUFBAU ZELTEN -Mir fehlt das Gefühl, wie gut diese Zelte bei schwierigen Boden aufbaubar sind. Das DR bekomme ich (auch ohne den Trekkingstock-Aufbau) auch irgendwie aufgebaut, falls ich mehrere Heringe 10-20 cm neben dem "Optimalpunkt" setzen muss, weil Steine im Boden sind. Oder , wenn der Boden für einen Hering in der Apsis 20 cm erhöht ist. Geht das mit den Trekkingstock-Zelten auch. Ich lese zwar "man muss sich mit dem Aufbau beschäftigen" und das kann ich ja tun, aber Stehplätze sind halt oft nicht ideal. -Gibt es einen Not-Workflow, wenn ein Trekkingstock bricht (z.B. im Geröll zu tief reingesunken und dann abgeknickt, ist mir schon passiert) oder verloren geht (ha ha beim Klettern nur 4 Meter bergab geworfen und tschüss, auch schon passiert), reichen zur Not meist 2 der 3 Segmente)? DCF ETC? -Wie ist es mit diesen neuen Matterialien wie DCF und so. Es heisst, die halten nur 100 Übernachtungen o.ä.. Mein Profil ist, dass ich das Ziel oft schleppe, ohne es zu nutzen. Ist die schlechte Haltbarkeit auf die Nutzung, oder auf die Alterung nach Jahren gemeint. Sprich: Könnte ich das Zelt 10 Jahr lang nur 5 Nächte im Jahr nutzen und es würde gut halten? Oder lässt sich das aufgrund der Neue des Materials noch gar nicht einschätzen. AN WELCHE ZELTE ICH DENKE: -Durston X-Mid lacht mich an, aber ich kenne es nur von Bildern, und habe mich nicht wirklich damit beschäftigt, schon gar nicht mit dem Aufbau bei nicht ganz gerade Fläche -ich denke auch über einen leichten Dome nach: Wenn ich zwar ein paar hundert Gramm mehr schleppe, aber dafür deutlich wetter- und aufbausicherer im Hochgebirge bin, ist es eine Überlegung Wert. (-Durston steht hier nur als ÜBerbegriff, ich kenne den Markt nicht) -oder halt ein aktualisiertes vermutlich verbessertes Double Rainbow aus diesem Hokuspokus-Material KURZFASSUNG: Ich suche ein Zelt, dass viel mitgeschleppt und oft nicht benutzt wird, aber sich trotzdem auch im Hochgebirge verwenden lässt. Ich suche ein Zelt mit relativ viel Raumvolumen und tollem Ausblick, vermutlich kommen nur Querlieger in Frage. Ich bin Genuss-Trekker, und baue wenn irgendwie möglich nach Aussicht auf, und das ist nicht im Wald, sondern oft im Wind. Trotzdem hat sich (auch weil ich oft etwas wählen kann, bei welchem Wetter ich losgehe, und häufig in Hütten ausweiche) ergeben, dass ich mit dem Double Rainbow als Kompromiss in den letzten gut 10 Jahren irgendwie ganz zufrieden war.
RaulDuke Geschrieben Sonntag um 08:44 Geschrieben Sonntag um 08:44 Zu deiner Frage zum DCF. Mein Tarptent Protrail Li (ist nix für dich) ist aus DCF, ich habe es seit 41/2 Jahren, baue es um die 20 mal im Jahr auf und es hat noch nicht die geringsten Verschleißerscheinungen. Und das, obwohl es aus dem von einigen verteufeltem 51er DCF ist, was ja dünner ist, als das 75er. Ich habe auch schon, hier im Forum, von Menschen gelesen, die ihre Zelte wesentlich länger nutzen. Ich liebe das Material, da man es einfach kleben kann, wenn es mal ein Loch haben sollte. Meins hat aber bis heute keins. Einziger Nachteil des Materials ist das größere Packmaß, denn Nylon oder Polyester Zelte lassen sich einfach wesentlich kleiner kompensieren.
superflow Geschrieben Sonntag um 10:00 Autor Geschrieben Sonntag um 10:00 Ist das PAckmaß wirklich deutlich unterschiedlich? Ich hab schon versucht, dass rauszulesen, aber ich steig bei Durston nicht ganz durch (wegen der Modelle mit Innenzelt beim Nicht-DCF), aber bei Tarptent z.B. wird beim Standard-Rainbow https://www.tarptent.com/product/rainbow/#tab-id-2 ein Packmaß von 43x10 cm angegeben, und beim DCF https://www.tarptent.com/product/rainbow-li/#tab-id-2 41 x 11,5 , ich weiss spontan nichtmal ob das größer ist, aber vielleicht sind die Beutel auch unterschiedlich eng gefüllt? An DCF stört mich etwas, dass jeder von aussen sehen kann, wo ich mich gerade kratze oder was ich mit meinem Titantopf mache wenn ich vermute das keiner guckt, aber vielleicht gewöhnt man sich auch daran.
Blickpunkt Geschrieben vor 23 Stunden Geschrieben vor 23 Stunden (bearbeitet) vor 20 Stunden schrieb superflow: An DCF stört mich etwas, dass jeder von aussen sehen kann, wo ich mich gerade kratze oder was ich mit meinem Titantopf mache wenn ich vermute das keiner guckt, aber vielleicht gewöhnt man sich auch daran. Ich frage mich bei ähnlichen Gedanken meist: Was wäre das schlimmste, was passieren kann? Was wäre das schlimmste Szenario, wenn mich jemand dabei sieht, wenn ich mich „gerade kratze“? 😉 So what… Die relative Durchsichtigkeit von DCF muss nicht nur als Nachteil wahrgenommen werden. Zu den natürlich nicht zu leugnenden Einblicken bieten sich auch sehr schöne Ausblicke, die man mit anderen Zeltmaterialen nicht hat. Hinzukommt, dass die Durchsichtigkeit tagsüber schon eine entsprechende Sonnenintensität und Nachts ein Licht im inneren bedürfen, um als relevant wahrgenommen zu werden. Ich für meinen Teil liebe meine beiden DCF Zelte. Zur Frage nach dem Packmaß antworte ich separat. Da muss ich erst kurz packen. Bearbeitet vor 23 Stunden von Blickpunkt
Blickpunkt Geschrieben vor 23 Stunden Geschrieben vor 23 Stunden vor 20 Stunden schrieb superflow: aber bei Tarptent z.B. wird beim Standard-Rainbow https://www.tarptent.com/product/rainbow/#tab-id-2 ein Packmaß von 43x10 cm angegeben, und beim DCF https://www.tarptent.com/product/rainbow-li/#tab-id-2 41 x 11,5 , ich weiss spontan nichtmal ob das größer ist, aber vielleicht sind die Beutel auch unterschiedlich eng gefüllt? Die Hinweise auf ein größeres Packmaß sind sicherlich berechtigt aber man sollte sich davon nicht verrückt machen lassen. (Etwas größer als klein ist immer noch klein 😉) Zu deinem Beispiel Tarptent Rainbow Li (nicht Double) habe ich ein paar Fotos gemacht. Daheim lagert mein Rainbow ganz locker gefaltet (mit großen Faltradien) in einem großen Rechteck mit 50 cm auf der größten Seite. Für den Rucksack rolle ich es auf ein Maß von 27 (Länge) x 16 (Breite) x 8 (Höhe) cm und lege es dann in einen DCF Packsack mit einem ovalen Querschnitt (dieser hier ist der Hyberg DCF Stuff Bag Gr. M 4,5 l und passt perfekt). So passt es locker horizontal in jeden UL-Rucksack. Auf dem Foto, wo ich es in der Hand halte, sieht man ganz gut, wie klein das Packmaß ist. Die Packmaßangaben von Tarptent weichen davon ab, weil die Zeltstangen mit 40 cm Länge mit den Packsack gelegt werden. Das muss man aber nicht so machen und viele, die das Rainbow nutzen, transportieren die Zeltstangen in einer der Außentaschen vom Rucksack. Ich habe zwar nur das Single Rainbow, bilde mir aber ein, wenn ich das Double Rainbow auf die gleiche Art zusammenlegen/-rollen würde wie mein Single Rainbow, wären Länge und Breite des Packmaßes vermutlich genauso (weil ich diese Maße durch die Rolltechnik ja selbst bestimmen kann), nur die Höhe wird wohl etwas mehr werden. Vielleicht hilft das ja ein bisschen für die Entscheidungsfindung pro DCF.
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