Ein.Plattfüssler Geschrieben Donnerstag um 15:38 Geschrieben Donnerstag um 15:38 Guten Tag allesamt, … tzzz… da habe ich ja was angezettelt… 🙂 Auf mehrfachen Wunsch einige Erläuterungen zu meiem Leben in Einfachheit und mit weitgehender Eigenversorgung, auch beim Strom. Ausgangspunkt ist für mich unabhängig und mit dem, was ich tatsächlich brauche, zu leben… Brauchen tue ich für meinem Körper Nahrung, Kleidung, Unterkunft. Das ist nicht anders als beim UL-Trekking. Dabei will ich weder von meiner eigenen Gier, als auch nicht von der Gier von anderen (wie z.B. Stromanbietern) abhängig sein… Also war der erste Schritt, alles wegzulassen, was ich nicht oder kaum brauche. Sowie zu überlegen, wie ich das Wenige mit geringstem Aufwand realisieren kann… In der Stromversorgung war und ist für das Wenige für mich eine 12V-Solaranlage. Ich begann im Jahre 1998 mit einer 50 Wp-Anlage, erweiterte bald auf 100 Wp, dann auf jetzt ca. 200 Wp. Der Strom wird in zwei 100 Wh-Solarbatterien gespeichert. Als Überbrückung der dunklen Abschnitte im Winter (etwa Mitte Dezember bis Mitte Januar, abhängig von der Anzahl der dennoch auftretenden Sonnentagen) gibt es noch eine 30 Wp-Anlage mit zwei 100 Ah-Autobatterien. Die 30 Wp ermöglichen insbesondere eine Erhaltungsladung der Autobatterien und den Betrieb eines Netbooks (wie gerade jetzt)… Als Strom-Verbraucher habe ich Akkulampen (mittels USB aufladbar), Stirnlampen, Mini-Staubsauger, Handy, Diskman, Taschenradios, MP3-Player, mobilen DVD-Player… Also keine Großverbraucher… Im Bereich des Handwerkerns gibt es bei mir Handarbeit (HANDwerk hat ja goldenen Boden, oder... 😉 ) ... Heizung mittels Holz aus dem eigenem Wald (Benzinkettensäge, Spaltung per Axt und Keil)… Trinkwasser aus einer Quelle (in Kanister tragen)… Regenwasser als Brauchwasser (im Winter auch mal aus dem Bach wegen Einfrierens der Regentonnen, Transport in 60 l-Behälter mittels Schubkarre)... Lebensmittel-Kühlung (oder auch für Powerbanks) im Keller (im Sommer max. 10 Grad)… Kochen mittels Küchenhexe (Oma’s Holzofen, mal fragen... 🙃 )… Eine 12 V- Sufflopumpe (Bootszubehör) gibt es auch (kaum im Einsatz, derzeit sowieso defekt)… Einige Powerbanks mit 10.000 mAh, 20.000 mAh, 26.400 mAh (im Sommer mittels der Solaranlage geladen) garantieren eine Winter-Reserve für Kleinverbraucher wie Handy u.a. (s.o.)… Sollte es (alle paar Jahre im Winter mal vorkommend) zu wenig Nachlade-Strom aus der Solaranlage geben, kommt ein kleines Notsromaggregat/ Stromerzeuger (800 W, benzinbetrieben) zum Nachladen der Solarbatterien (Kfz-Ladegerät 10 A) zum Einsatz… Die ätesten Solarpanele sind jetzt 27 Jahre im Einsatz, noch funktionsfähig. Im Sommer, will ich mal nachmessen, was jedes einzelne an Spannung und Strom noch so bringt… Solarbatterien halten 10 Jahre etwa, oder etwas länger, je nach Nutzung (Lade-Entladetzyklen)… Mehr fällt mir derzeit nicht ein… Zu meiner Motivation sei noch gesagt: Antrieb für mich ist SEIN… nicht nur DASEIN….... LEBEN eben... 😇 Alles nix Besonderes sagt sich Ein.Plattfüssler khyal, Schlurfer, RaulDuke und 3 Weitere reagierten darauf 5 1
rajatas Geschrieben Donnerstag um 15:57 Geschrieben Donnerstag um 15:57 Weil ich das sowieso tracke: Meine Wohnung braucht 8kWh am Tag (zwei Personen, Induktionsherd, Home Office) und 2kWh wenn ich nicht da bin (Homeserver, Router, dies & das). Die müsste ich off-grid im Winter erstmal wieder rein bekommen. Wenn man dann noch eine Wärmepumpe obendrauf nimmt, braucht man nochmal ne Ecke mehr Fläche für die Panels. Habe auch schon auf Off-Grid-Häuser aufgepasst, ich kann den Charme verstehen, aber im Alltag verzichte ich lieber darauf, mich um Holz, Gas, Benzin, Generator etc. kümmern zu müssen, selbst als technik-affiner Mensch. Obendrauf kann ich mir die Kopfschmerzen rund ums Auto sparen.
Old School Geschrieben Donnerstag um 16:36 Geschrieben Donnerstag um 16:36 (bearbeitet) Danke für die Wunscherfüllung 😃 So in etwa stelle ich mir das auch vor im Idealfall. Ist in einer günstigen Souterrainwohnung leider nicht so einfach. Der einzige verfügbare Platz für Solarpanels ist das Autodach, da böten sich die flachen aufklebbaren an, es würden 200 Wp drauf passen. Die könnte ich dann leider nicht zur Sonne aufstellen, flach auf dem Dach senkt die Ausbeute deutlich. Zusätzlich kommt natürlich der Strom von der Lichtmaschine während den wenigen kurzen Fahrten, da freut es mich aber immer wie schnell eine Minipowerstation am Zigarettenanzünder voll ist. Du sprichst von Solarbatterien, das klingt nach Bleibatterie? Dann hast du von jeder 100er Batterie effektiv nur ca. die Hälfte der Kapazität verfügbar. In Kürze sollten wohl diverse Feststoffakkus auf den Markt kommen. Falls bezahlbar wäre das so mein Startsignal ... Übers Heizen brauche ich mir keine Gedanken machen, Heizen schon seit fast 10 Jahren nicht mehr, die Wohnung hat auch bei heftigeren Minusgraden 12 bis 15 Grad, meine Wohlfühltemperatur 😁 Bearbeitet Donnerstag um 16:38 von Old School
Lolaine Geschrieben Donnerstag um 18:28 Geschrieben Donnerstag um 18:28 vor 1 Stunde schrieb Old School: Übers Heizen brauche ich mir keine Gedanken machen, Heizen schon seit fast 10 Jahren nicht mehr, die Wohnung hat auch bei heftigeren Minusgraden 12 bis 15 Grad, meine Wohlfühltemperatur 😁 Da bleibt man dann auch garantiert alleine und ungebetener Besuch wird automatisch abgewehrt.... Old School reagierte darauf 1
Old School Geschrieben Donnerstag um 19:55 Geschrieben Donnerstag um 19:55 vor einer Stunde schrieb Lolaine: Besuch wird automatisch abgewehrt.... Im Gegenzug werde ich ja auch automatisch von diesen Wohnungen abgewehrt die auf 20, 22 Grad + hochgeheiztt werden, wo mir im Türrahmen stehend schon der Schweiß ausbricht 😜
hhochzwei Geschrieben Donnerstag um 20:38 Geschrieben Donnerstag um 20:38 (bearbeitet) OT: Eine Nachfrage zur geringen Raumtemperatur: Begünstigt das nicht Schimmelbildung? Unser Haus ist schlecht isoliert - Lüften alleine scheint nicht zu helfen - daher heize ich die Räume gefühlt manchmal nur, um der Schimmel/Spakbildung entgegen zu wirken..? Bearbeitet Donnerstag um 20:42 von hhochzwei Schriftfarbe
Old School Geschrieben Donnerstag um 20:50 Geschrieben Donnerstag um 20:50 vor 5 Minuten schrieb hhochzwei: OT: Eine Nachfrage zur geringen Raumtemperatur: Begünstigt das nicht Schimmelbildung? Unser Haus ist schlecht isoliert - Lüften alleine scheint nicht zu helfen - daher heize ich die Räume gefühlt manchmal nur, um der Schimmel/Spakbildung entgegen zu wirken..? OT: Ich kann keinen Schimmel feststellen, habe aber auch fast ganzjährig zwei Fenster mindestens auf Kipp und somit immer eine gewisse Luftbewegung durch die Räume. Denke auch das die Schimmelbildung potentiell um so höher ist je mehr Dämmung vorhanden ist. "Mein" Haus ist nicht gedämmt und ich hoffe das bleibt auch so ... dazu aber jetzt bitte keine Grundsatzdiskussion!! hhochzwei reagierte darauf 1
Gibbon Geschrieben Donnerstag um 20:58 Geschrieben Donnerstag um 20:58 @Ein.Plattfüssler Respekt vor diesem Lebensstil! Vor viiiieeelen Jahren hab ich mir mal im Alt-68er linken Buchladen um die Ecke Anleitungen zum Bau von kleinen Windrädern aus zum Beispiel Waschmaschinen für 9V Stromnetze gekauft. Jedoch nie wirklich versucht. Wäre das nicht eine Ergänzung zum "Strommix" mit Solar? (Bin jedoch eine Null in Elektrotechnik, also nicht schimpfen, wenn das mit deinen Speicherakkus per se nicht funktioniert).
Old School Geschrieben Donnerstag um 21:15 Geschrieben Donnerstag um 21:15 vor 6 Minuten schrieb Gibbon: @Ein.Plattfüssler Respekt vor diesem Lebensstil! Vor viiiieeelen Jahren hab ich mir mal im Alt-68er linken Buchladen um die Ecke Anleitungen zum Bau von kleinen Windrädern aus zum Beispiel Waschmaschinen für 9V Stromnetze gekauft. Jedoch nie wirklich versucht. Wäre das nicht eine Ergänzung zum "Strommix" mit Solar? (Bin jedoch eine Null in Elektrotechnik, also nicht schimpfen, wenn das mit deinen Speicherakkus per se nicht funktioniert). Jepp, es muss so Ende der 80er gewesen sein, da gab's ne Heftreihe "Einfälle statt Abfälle", u.a. mit dem Bau verschiedener Windräder. So eins hatte ich damals mit umgewickelter Auto Lichtmaschine gebastelt. Das funktionierte im Garten, ca. 3m Rotordurchmesser, hatte bei gut Wind um 1Kw Strom geliefert an ne Autobatterie, ganz ohne große Elektronik zur Laderegelung. War damals schon eigentlich illegal, im einsamen Gartengrundstück hat's niemand geschert, kannste halt nirgendwo im Wohngebiet aufs Dach oder in den Garten montieren, da gibt's für was selbst gebasteltes keine Genehmigung, mal ganz vereinfacht pauschal gesagt, allenfalls für nen unauffälligen Savoniusrotor, da gibt's ja diverse Bauformen.
Ein.Plattfüssler Geschrieben Freitag um 09:34 Autor Geschrieben Freitag um 09:34 Hallöchen allen, … danke für die vielen interessanten Beiträge… Erst mal noch genannt, was ich bisher unterschlagen / vergessen habe. Früher mußte ich öfters ‚Behördenbriefe‘ schreiben. Daher nenne ich auch einen Drucker/ Scanner/ Kopierer mein eigen. Der ließ sich für mich, nicht auf 12 V umrüsten. Beim Vorgänger ging das… Also nutze ich kurzzeitig auch einen Konverter/ Spannungswandler auf 220 V mit einer Leistung von 600 W… Als ich noch eigenes Brot gebacken (Lehmofen) habe, nutze ich den auch einmal wöchentlich für die Kornmühle zum Mahlen von ca. 2,5 kg Roggen… Sollte ich mal Lust (nur) auf eine Tasse Tee oder Kaffee haben, geht das Kochen auch mal mit dem 0,5 l Kelly-Kettle (holzbefeuert). Auch der Trangia, normalerweise genutzt für Radreisen, kommt gelegentlich zum Einsatz (Bequemlichkeit meinerseits)… Mein Leben scheint aber dennoch unbequem. Doch für Bequemlichkeit müsste ich zahlen. Und für das Zahlungsmittel arbeiten (auch unbequem und bedingende Abhängigkeit) oder Lotto spielen und gewinnen. Mache lieber aus dem, was ich hab, das mir Nützende… Über einen Windgenerator habe ich auch schon nachgedacht. Kenne auch die Selbstbauanleitungen aus diesen benannten Heftchen. Doch mein Wohnort ist zu wenig windexponiert, weil halbe Tallage. Der Hang gegenüber wäre nach meinen Beobachtungen geeignet… Auch scheinen derzeit solche Kleinstanlagen nicht käuflich zu erwerben sein... Sonst würde ich meinem Motto 'Probieren geht über Studieren' mal frönen... Habe mir aber mal einen Wassergenerator für den Bach im Tale gebastelt. Grundlage war ein Nabendynamo vom Fahrrad. Dazu Spannungswandler und Spannungsstabilisator. Sicher nur max. 0,5 A, aber Kleinvieh macht in 24 h auch Mist. Im Winter vereist das Ding dann… Stabilitätsprobleme... Hab ich aufgegeben… In der c’t war mal ein Wassergenerator vorgestellt. Aber offensichtlich nie in Serie gefertigt… Als Solarbatterien nutze ich GEL-Batterien, also wartungsfrei und auslaufsicher gekapselt. Inzwischen gibt es auch Li-Ion-Solarbatterien. Dazu müßte der Solar-Laderegler aber passend sein. Gibt es die ?... Generell gehen alle 12 V – Batterein, auch die aus dem KFZ-Bereich. Nur ist die Nutzung eine verschiedene und somit die innere Bauart. KFZ-Batterien garantieren hohe Ströme für kurze Zeit (Anlasser), Solar-Batterien gleichbleibend lange vergleichsmäßig geringe Ströme… Ja, die gesamte angegebe Kapazität auch einer Solar-GEL-Batterie ist nie voll nutzbar. Das ist auch bei Powerbanks u.ä. so… Muß man bei der Dimensionierung von Wp und Laderegler eben berücksichtigen… durch Probieren… und Erweitern der Anlage… Viel Sonne auf die Solarplatte wünscht sich Ein.Plattfüssler Old School und khyal reagierten darauf 2
Old School Geschrieben Freitag um 12:12 Geschrieben Freitag um 12:12 vor 2 Stunden schrieb Ein.Plattfüssler: Mein Leben scheint aber dennoch unbequem. So sehen das sicher viele ... oder aber du empfindest es befreiend, ohne all die "must have Ablenkungen"
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