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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben

Hallo Liebe Community,

 

ich plane meinen ersten einwöchigen Trip und würde mich gerne an die etwas unbekannteren Regionen Spaniens wagen.

Der Plan ist im April nach Valencia zu fliegen, mit Bus oder Regiobahn rauszufahren und von dort aus 6-7 Etappen einer der beiden Wege zu gehen. Der GR 7, der ja Teil des europäischen Fernwanderwegs E4 ist, sieht in der Provinz Castellón bis Morella am vielversprechendsten aus, den GR 8 im Aragón würde ich mit dem GR 8.1 als Loop kombinieren.

Beim Gr-7 finden sich einige wenige Infos, zumindest auf Spanisch auf Youtube sowie ein paar Seiten und entsprechende Tracks. Der GR 8 scheint mir von Terrain und den Dörfern etwas attraktiver zu sein, hier finde ich aber kaum Infos, außer ein paar Blogs aus den 10er Jahren. Hier scheint es auch keine vollständigen Tracks zu geben.

Für welche Route würdet ihr euch entscheiden? Gibt es hier jemanden, der einen der beiden Fernwanderwege bereits gelaufen ist und aktuellere Infos zum Zustand bzw. auch stimmige Tracks zur Hand hat?

Vielen Dank & Saludos!

Geschrieben (bearbeitet)

Hello

Sorry, I'm replying in English (I don't speak German). I hiked GR7 in 2023. The section between Siete Aguas (near Valencia) and Benifallet (after Morella, along the Ebro River) is nice, and some parts are truly magnificent and spectacular. There are not many hikers but the path is mostly well marked. For more information (water, resupply, accommodation, daily stages), see the link:  GR7 Espagne

Bearbeitet von Sjeanmarc
Geschrieben

Bonjour Jean-Marc,

thank you for your very, very useful link. I will do my homework and read it thoroughly. :-)
 

I figure from my previous research (which included Frank Revelos great page) for 6-7 days the path from Mas de Noguera to Morella seems to be the most interesting part. Would you consider another stretch for my limited amount of time? Would add a little detour to La Estrella though.

Found another interesting report here and on YouTube: https://www.casiaventurilla.com/el-gr-7/

But I also saw some interesting bits about the medieval hilltop towns and the canyons of the GR8 in Maestrazgo in Aragón and, being someone who can’t decide, now I’m not sure we’re to go.

Merci beaucoup et passé un bon week-end

  • 2 Monate später...
Geschrieben (bearbeitet)

Hola,

so, nachdem ich den oben beschriebenen Teilabschnitt des GR-7 gegangen bin, möchte ich für Interessierte gerne ein kurzes Fazit hierlassen.

Etappe 1.1 11.04.2026 Caudiel Mas de Noguera 8,4
Etappe 1.2   Mas de Noguera Montanejos 20,2

Ich bin von Valencia mit dem Cercanias-Zug (ähnlich S-Bahn) bis Caudiel und von dort die 8 km bis zum Einstieg in den GR-7. In Mas de Noguera zwar Autos und liebe Hunde, allerdings leider niemand da um einzukehren. Mit längerem Verlauf der Etappe immer hügeliger. Bei Fuente Amarilla gab es einen größeren Waldbrand im Flußtal und die von mir runtergeladenen Tracks von Jean-Marc und Komoot verlieren sich oberhalb des Barranco de la Boscaja. Highlight dann am Schluss der Barranco de la Maimona und das Bad im Canyon von Montanejos. Montanejos mit vielen Restaurants.

Etappe 2.1 12.04.2026 Montanejos San Vicente de Piedrahita 14,5
Etappe 2.2   San Vicente de Piedrahita Villahermosa del Rio 12,1

Der zweite Tag war der einzige Regentag. Leider hab ich aus Faulheit erst zu spät reagiert und das Regencape über meinen Rucksack gezogen und tatsächlich wurden alle elektronischen Geräte (Handy mit Tracks und Powerbank) nass und funktionierten nach und nach nicht mehr. Viele Spuren von Wildschweinen(?) im Wald oberhalb von Montanejos (bin dann etwas schneller gelaufen). In einem trockenen Flußbett nach Abstieg auch schwierige Orientierung. Irgendwann nach San Vicente (alle Einkehrmöglichkeiten geschlossen, alle verkatert wegen Dorffest am Vorabend) an einer Kreuzung mit Bushaltestelle hab ich dann leider die Markierung verloren (Im Nachhinein: Rot-Weiße Linien zeigen lt. Streetview nach rechts und dann nach 100m wieder links in den Wald - nicht gesehen) und bin aufgrund des nicht mehr funktionalen Handys im Regen Richtung Sucaina gelaufen. Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit half nur noch Daumen raus und ab nach Villahermosa.

Etappe 3 13.04.2026 Villahermosa del Rio Vistabella del Maestrat 19,3

Vom schönen Villahermosa (1 Bar und ein halb geöffnetes Restaurant, Bäcker, Minimarkt) gings hinab ins Flusstal des Rio Carbo und weiter zum Wasserfall Cascada de Rio Carbo mit kurzer Einkehr in der Masia Roncales. Für mich war das die schönste Etappe der Tour, wenn sich's dann am Ende auch ein bisschen zog. Die Einsiedelei Sant Joan De Penyagolosa wird z.Z. leider renoviert und bietet daher keine Einkehrmöglichkeit. In Vistabella leider an einem Montag keine Gastronomie geöffnet, daher Mikrowellencannelloni aus dem Minimarkt in der Herberge Cal Puento verzehrt (ÜN 40€).

Etappe 4 14.04.2026 Vistabella del Maestrat Culla 18,8
    Culla Benassal 7,6

Der Abschnitt von Vistabella (Name ist Programm) bis nach Culla und dann mangels günstiger Unterkünfte (ab 120€) weiter nach Benassal (49€) war auch sehr schön. Die Landschaft erinnert mit den Felsen und kleinen Tafelbergen zusehend etwas an den amerikanischen Südwesten. Im Abschnitt nach der Ermita de Sant Bertomeu del Boi war der Weg dann mit Stacheldraht und Eisengittern abgeriegelt und mit einem Schild "Weg gesperrt" versehen. Mangels anderer Wege und ohne viel Lust einen 2-stündigen Umweg in Kauf zu nehmen, bin ich dann linkerhand am Hügel durch den Zaun geschlüpft und konnte den Weg fortführen. Grund der Sperrung war nicht ersichtlich. Café mit Aussicht in Culla war leider geschlossen. Culla und Benassal mit ein paar Restaurants und Minimärkten.

Etappe 5 15.04.2026 Benassal Ares del Maestrat 10,6

Endlich mal eine etwas entspanntere Etappe Richtung Ares del Maestrat. Das Adlernest Ares hat man schon am Beginn der Etappe im Blick und läuft dann immer an den Hängen der Tafelberge zum Ziel. Ares del Maestrat thront majestätisch auf dem Rücken zweier Tafelberge. 1 Hotel mit Restaurant (schön, 60€) und ein Mini-Minimarkt geöffnet.

Etappe 6 16.04.2026 Ares del Maestrat Morella 25,6

Die Schlussetappe nochmal knackig mit dem erhabenen Zieleinlauf nach Morella. Unterwegs wieder keine Einkehrmöglichkeit und einige Passagen über Rinderweiden, zudem wurde es jetzt wärmer. Das Bergstädtchen Morella ist ein schöner Ort mit Burg, einigen Hotels und vielen Restaurants. Von Morella dann am nächsten Tag mit dem einzigen Bus um 8 nach Castellón und mit der Cercanias-Bahn nach Valencia (hat alles easy geklappt).

Fazit: Eine tolle und sehr abwechslungsreiche Tour. Habe mich allerdings etwas überschätzt (war meine erste mehrtägige Tour) und würde mit Rucksack eher 20 bis maximal 25 km als Tagesetappe anpeilen. Vielen Dank nochmal an Jean-Marc für den Verweis auf seine hilfreiche Seite.

Bearbeitet von Maestrazgo
Geschrieben

PS: Außer in den Dörfern und am Wasserfall Rio Carbo habe ich auf allen 6 Etappen keine einzige Menschenseele (!) angetroffen. Der Weg wird aber regelmäßig gepflegt (Markierungen schienen neu) und einige Dorfbewohner sind einzelne Etappen schon mal gegangen.

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