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Ultraleicht Trekking

Wind-Balaklava oder Fleece-Kapuze füttern?


Kay

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Ich habe einen Hoody aus Stretch-Fleece, dessen Kapuze ich gerne winddicht machen würde. 

Mein erster Gedanke war innen ein Futter einzunähen. Da ich jedoch viel am Kopf schwitze, kam mir die Idee bei der Kapuze den winddichten Stoff außen anzubringen. Nachteil: der Nylonstoff ist nur geringfügig elastisch und braucht also bei gleicher maximal gedehnter Strecke mehr Stoff als der Stretch-Fleece. Innen würde das mehr an Material weniger auffallen als außen. Oder ich müsste die komplette Kapuze neu konstruieren, damit der Stretch nicht mehr benötigt wird. Hmmm ...

Während ich das tippe, kommt mir gerade die Idee eine windabweisenden, eigenständigen Kapuze, quasi eine Wind-Balaklava (analog zur Windhose und Jacke). Das gibt es doch schon in der Daune / Apex Variante zum Wärmen des Kopfes. 

Macht irgendwas davon Sinn? Erfinde ich gerade das Rad neu? Was denkt ihr?

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Ich würde entweder zu winddichtem Fleece (ohne Membrane) greifen oder einen hochelastischen Aussenstoff (so Richtung Fahrradhose) nehmen. Beides habe ich schon probiert, beides funzt. Winddichter Fleece ist aber in den meisten Fällen leichter, du bist schneller fertig und einfacher geht's auch. 

Für deinen Anwendungsfall (nicht winddichter Hoody) wäre noch eine Windjacke mit Kapuze denkbar. 

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Eine Windjacke ist mir leider zu schwitzig. Der einzige Teil, der friert im Wind ist der Kopf und Halsbereich. Mütze und Buff-Varianten habe ich auch schon einige durch. Nichts was mich am Berg bisher begeistert hat.

@Antonia2020 Mit dem Alpha Direct habe ich schon geliebäugelt. Es schien mir nach etwas Recherche eher winddurchlässig. Hatte mir überlegt daraus etwas für die Übergangszeit zu nähen, also bis plus 10 Grad. Der aktuelle Hoody ist jetzt für den Winter gedacht. Der Hoody soll baggy geschnitten sein, da bin ich mir auch unsicher, ob der Stoff das Wahre ist dafür. Das Prinzip ist doch eher für körpernahen Schnitt zur Wärmerückhaltung gedacht, oder? Würde mich über deine Erfahrung freuen. 

@Christian Wagner hmmm, welcher Fleece wäre denn leicht und winddicht? Hast du da an etwas konkretes gedacht?

Ich habe auch noch https://www.extremtextil.de/thermo-jersey-mit-merinowolle-waffel-pique-210g-qm.html vorrätig. Das scheint mit nicht winddichter zu sein (durch durchpusten "getestet"). Leggings-Material habe ich auch da, leider auch sehr gut durchpustbar (und in einer schrecklichen Farbe :mrgreen: )

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Ja Alpha Direct ist sehr winddurchlässig - daher auch die hohe Atmungsaktivität. Mein erster Gedanke wäre auch einfach aussen herum aus einem leichten Nylon eine winddichte Schicht zu machen,  die kann ja ruhig etwas weiter als die untere sein und nur an den Rändern eben mit der unteren Schicht vernäht

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@Kay

Mein Hoody ist so, dass ich noch ein langarmiges Shirt drunterziehen kann. Also jetzt nicht besonders eng, aber auch nicht sehr weit. Definitiv  weiter als zb hier aus dem gleichen Material. Ziel war bei mir, dass ich sowohl was drunter als auch die Windjacke drüber ziehen kann. Ich finde diese Kombination wie gesagt perfekt. Und das Material ist megaflauschig, sehr angenehm auch direkt auf der Haut. 

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vor 3 Stunden schrieb Kay:

Eine Windjacke ist mir leider zu schwitzig.

Kommt halt auf die Aussentemperatur an....:mrgreen:. Wenn es zu warm ist, dann brauchst du den Fleece unter der Windjacke halt nicht...;-)

vor 3 Stunden schrieb Kay:

@Christian Wagner hmmm, welcher Fleece wäre denn leicht und winddicht? Hast du da an etwas konkretes gedacht?

Ich habe von anno Tobak noch windichten Fleece von Malden Mills hier rumliegen, komme aber nicht drauf wie das Produkt hieß. Es kann gut sein das das Nachfolgeprodukt das Windpro ist. Stoffgewicht ist hier IMHO zweitrangig, du musst ja nur eine Mütze daraus bauen. Ich baue seit Jahren meine Handschuhe und Mützen aus dem Material. Funktioniert prima!

Einen Versuch mit deinem vorhandenen Fleece und dem Legginsstoff kannst du ja Mal starten. Das könnte in Kombination vllt ja klappen. Farbe ist ja anscheinend egal (siehe dirty girl gaiters...:shock:)

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@Christian WagnerAch, da saß ich auf dem Schlauch! Danke für den Hinweis mit der Mütze/Kapuze. Ich war gleich auf dem Trichter ALLES in dem festeren Stoff zu nähen. Du hast natürlich recht! Auch mit den Farben, ich laufe eh bunt wie ein Papagei durch die Gegend. Beste Schietwetter Kombi: rote Schuhe, grüner Regenrock, orangene Hardshell, silberner Schirm. Die Mütze ist dann auch schon egal. Obwohl, gibt es Wind Pro in lila? :lol:

Außentemperatur: 0°C (+-5) und Wind. z.B. in Kammlagen im Aufstieg. Also anstrengend, schon verschwitzt vom Aufstieg und dann kommt der Wind. Sitze gerade zum dritten Mal diesen Herbst mit Halsschmerzen und Ohrenschmerzen da, nachdem es mich am WE fast vom Berg geweht hat.

Wenn es am Samstag tatsächlich regnet, dann habe ich Zeit zum nähen. 

@Antonia2020 vielleicht schlage ich doch mal zu und experimentiere damit. Ich trage aktuell im Aufstieg Sport-BH, Merino-Unterhemd, Merino T-Shirt plus Fleece Hoody. Ich mag die Bewegungsfreiheit. Ich hatte früher verschiedene Jacken getragen (sehr schwitzig, nie zufrieden mit den Membran-Versprechungen), dann Wanderhemden aus Kunstfaser (zu einengend weil nicht für Menschen mit großen Brüsten und breiten Kreuz geschnitten) und bin dann nach den positiven Sun-Hoody Test in den letzten beiden Sommern auf en Fleece-Hoody gekommen. Ich liebe den losen Schnitt. Endlich wird keine Haut mehr blank gelegt, wenn ich z.B. im Fels oder in den Latschen nach oben greife.

 

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Also ich bin wie Antonia2020 sehr angetan von dem Alpha - hab mir da Hoodie und Hose draus genäht.

Probleme mit Schwitzen wirst du darin bestimmt nicht kriegen, leichter als normaler Fleece, genug Stretch für Bewegungsfreiheit. Ich habe an den Schultern Aufsätze aus 10D Nylon gemacht - das gleiche würde ich dir in dem Fall an der Kapuze empfehlen. 

Hier mehr dazu:

 

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@Nero_161 das klingt interessant. Und sieht topschick aus! Wie funktioniert denn das unelastische Nylon mit dem elastischen Unterstoff? Ich habe bedenken, ob die Naht zwischen Nylon und Kapuze zu sehr mit Zug belastet wird, z.B. beim Rucksack aufsetzen. Wenn sich das Nylon nicht dehnt, muss die Dehnung ja woanders herkommen. Wie hast du das denn vernäht? 

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vor 3 Stunden schrieb Kay:

Wie funktioniert denn das unelastische Nylon mit dem elastischen Unterstoff?

Also ich habe tatsächlich einfach eine normale gerade Naht durch beides durch gemacht - den elastischen Stoff etwas unter Spannung gehalten und dann versucht das Nylon möglichst glatt aufzunähen - vorher mit Stecknadeln fixiert. Im Endeffekt ist es nicht überall sauber geworden und das Nylon ist im entspannten zustand halt etwas gekräuselt teilweise und unter Zug halt glatt. Aber auf den wichtigen Nähten ist die Elastizität auch einfach eingeschränkt, also soo viel Zug ist da nicht, da müsste das Schnittmuster halt darauf angepasst sein :)

Bearbeitet von Nero_161
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OT: fast ohne myog und ohne nähmaschine: und wenn du von einem vorhandenen hoodie/teil die kapuze abtrennst und unten bißchen klett oder so annähst zum schliessen?

(umgekehrt fand ich das sehr gelungen & trag den hoodie ohne hood deutlich lieber, die kapuze liegt allerdings nur rum...)

Bearbeitet von hans im glueck
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vor 2 Stunden schrieb Kay:

Das ist gut zu wissen. Ich bin da leider oft zu verkopft und sicher alles doppelt und dreifach ab. 

Die wichtige Naht wäre vermutlich die am Hals / Übergang zur Kapuze, da da der Kopf durch kommt - d.h die Öffnung sollte ungedehnt groß genug sein, dass da keine Spannung drauf kommt beim Anziehen.

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vor 15 Stunden schrieb Nero_161:

...den elastischen Stoff etwas unter Spannung gehalten und dann versucht das Nylon möglichst glatt aufzunähen

und

vor 15 Stunden schrieb Nero_161:

...und das Nylon ist im entspannten zustand halt etwas gekräuselt

Wenn man den elastischen Stoff eben nicht vor dem Nähen dehnt, ich rede jetzt nur von vernähen mit unelastischem Stoff, dann kräuselt sich da auch (fast) nix. Viele Stecknadeln  helfen da ungemein.

Wie immer Stecknadeln quer zur Naht einstecken und einfach drübernähen (keine Sorge, die Nähnadel bricht nicht!!!! ab). Ist viel einfacher als längs zur Naht feststecken und dann vor dem Nähfuß die Nadeln jeweils wieder rauspfriemeln.

Bearbeitet von Christian Wagner
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  • 1 Monat später...

Beim Aufräumen der Stoffvorräte habe ich einen Rest "Sandwich-Fleece, winddicht, 310g/qm [MM] blauschwarz" gefunden. (Den extremtextil aktuell nicht führt, daher kein Direktlink zum Stoff.)

Daraus habe ich eine sehr warme, winddichte Kapuze geschneidert, die aktuell auf einem Fleece-Shirt Prototypen angenäht ist. Bin bisher sehr angetan von dieser Kapuze im Winter. Für die angedachte Verwendung in der Zwischensaison wird mir das vermutlich viel zu warm sein. Bei Neuschnee mit starken Wind oder in Kältesenken war das der perfekte Schutz. Bei Windstille und Temperaturen wärmer als ca. -5C ist es mir eigentlich schon zu warm, solange ich in Bewegung bin.

Darunter trage ich eine sehr lose gestrickte, dünne Mütze aus Merinowolle. 

DSC_1221.thumb.JPG.7bc93163be15f9ba02a854105300a060.JPG

Schade, dass es den Stoff gerade (gar nicht ?) nicht mehr gibt. Ich würde gerne einen Überzieher (Weste) daraus nähen für Pausen. Könnte mir vorstellen, dass es mir den Puffy ersetzt / ergänzt, der leider nicht lang genug geschnitten ist fürs Sitzen in der Kälte. 

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