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Ultraleicht Trekking

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Wer von euch trägt beim Packrafting eigentlich einen Helm und bei welchen Bedingungen?

Macht ein Helm zum Üben (z.B. bei der völligen Überforderung meines Billigteils ;-) ) Sinn? Später dann weglassen? Vor allem natürlich auf mehrtägigen und gemütlichen Touren?

Hintergrund meiner Frage ist die Tatsache, dass Packrafts für mich Neuland sind. Einst fielen Sprünge auf dem Mountainbike in dieselbe Kategorie. Bei meinen allerersten Versuchen ratschte ich mir sofort das Schienbein am Pedal auf - kaufte dann entsprechend Schienbeinschoner für Fußballer (Ellbogen- und Knieschoner für Skater noch dazu) und hatte keine weiteren Verletzungen. Das Zeugs nahm ich halt ein paar Wochen mit auf ruppigere Touren und warf es dann für immer in den Schrank - ich mache ja eh keine meterhohen Endurosprünge und passiert ist seither nie etwas. Aber in der entscheidenden Lernphase vor Jahren tat die Schutzausrüstung gute Dienste. 

 

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Für mich eigentlich ganz klar, da wo ich eine Schwimmweste anziehe, da trage ich auch einen Helm. Mit Schimmweste meine ich übrigens nicht diese Aufblasbaren fürs Plaschbecken :)

Also sprich, bei gemütlichen Wanderpaddeltouren fahre ich ohne alles (außer das Wasser ist kalt, dann ggf. mit Weste). Plane ich Wildwasser  (WWK 2-3) damit zu fahren, dann kommt Weste und Helm mit. Trifft man auf einer Wanderpaddeltour doch auf eine heikle Stelle, dann entscheide ich vor Ort, ob ich es riskiere oder das Stück umtrage.

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vor einer Stunde schrieb mawi:

Trifft man auf einer Wanderpaddeltour doch auf eine heikle Stelle, dann entscheide ich vor Ort, ob ich es riskiere oder das Stück umtrage.

Umsicht beherrsche ich inzwischen (entgegen meiner spontanen Natur) ganz gut. Beim Bikepacking auf MTB-Trails fahre ich immer deutlich innerhalb meines technischen Limits und steige öfter ab, als ich es auf Tagestouren täte. So bin ich auf Mehrtagestouren nur einmal folgenreich gestürzt... ins Wasser auf dem Hohen Venn, als ich auf einem rutschigen Steg die Kontrolle verlor. Das ergab eine etwas kalte Abfahrt auf der Straße nach Aachen. :-) 

Ein ziemlich genaues Gefühl für Limits (wie ich es beim Biken oder Skifahren habe) setzt allerdings lange Praxis voraus. Die habe ich im Packraft ja nicht. Deshalb dachte ich jetzt mal einfach: Auf Tagestouren einen Helm mitnehmen und die Grenzen ausloten.

 

vor einer Stunde schrieb mawi:

Mit Schimmweste meine ich übrigens nicht diese Aufblasbaren fürs Plaschbecken :)

So eine habe ich ja jetzt ;-) ... aber auch eine richtige aus Feststoff.

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Also ein Helm bietet sich immer an, wenn das Wasser verblockt ist. Also wo bei einem Sturz ins Wasser bzw. wenn man im Wasser treibt die Gefahr besteht, dass man mit dem Kopf an Felsblöcke im Wasser stößt und bewusstlos wird.

Also bei sowas z.B. hier: https://youtu.be/e-6VwMSNmq8?t=120

Schippert man hingegen auf Flüssen, wie der Neiße oder Oder, herum, dann würde ICH keinen anziehen: https://youtu.be/ZPT6dBGNavk?t=465

 

 

bearbeitet von mawi

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Ich fahr seit über 10 Jahren Kajak und schweres Wildwasser. Auf unbekannten Strecken mit Strömung würde ich besonders Anfängern immer zu einem Helm raten. Im Gegensatz zum Fahrradfahren ist das Problem nach einem Schlag bewusstlos mit Kopf nach unten im Wasser umherzutreiben. Dafür reicht es schon beim Einsteigen auszurutschen ...

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Du schreibst weiter oben, dass Du beim Bikepacking öfter absteigst, vermutlich weil Dir die Stelle mit Gepäck nicht geheuer oder nicht (gut) fahrbar ist. Beim radeln hat man deutlich leichter die Chance zu verharren und Übersicht zu gewinnen, bei Strömung wird man eher mal fremdbestimmt. Mir ist es bei meinen ersten Paddeleien öfters passiert das ich den Moment des Absteigens, in diesem Fall Aussteigens, verpasst habe ( mangels Können, Unwissenheit, Fehleinschätzung) und es mich in Problembereiche reingespült hat, in die ich gar nicht wollte. Und schon bist du zwischen den Steinen, wirst zwischen den engen Felsen durchgeschoben. Ein Helm ist da nie verkehrt. Wie mawi schreibt: ab WWII gehört der auf die Packliste.

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vor 9 Minuten schrieb cergol:

Du schreibst weiter oben, dass Du beim Bikepacking öfter absteigst, vermutlich weil Dir die Stelle mit Gepäck nicht geheuer oder nicht (gut) fahrbar ist. 

Ja... obwohl ich die auf einer Tagestour oft lustig fahren würde.

 

vor 9 Minuten schrieb cergol:

Beim radeln hat man deutlich leichter die Chance zu verharren und Übersicht zu gewinnen, bei Strömung wird man eher mal fremdbestimmt. Mir ist es bei meinen ersten Paddeleien öfters passiert das ich den Moment des Absteigens, in diesem Fall Aussteigens, verpasst habe ( mangels Können, Unwissenheit, Fehleinschätzung) und es mich in Problembereiche reingespült hat, in die ich gar nicht wollte. Und schon bist du zwischen den Steinen, wirst zwischen den engen Felsen durchgeschoben. Ein Helm ist da nie verkehrt. Wie mawi schreibt: ab WWII gehört der auf die Packliste.

Gepaddelt bin ich schon öfter mal und habe auch ein größeres Boot... aber nicht mit dem Packraft und erst recht nicht mit meinem unterdimensionierten Teil. Deshalb glaube ich, dass du Recht hast. 

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Am 12.7.2019 um 14:37 schrieb mawi:

Für mich eigentlich ganz klar, da wo ich eine Schwimmweste anziehe, da trage ich auch einen Helm. Mit Schimmweste meine ich übrigens nicht diese Aufblasbaren fürs Plaschbecken :)

Also sprich, bei gemütlichen Wanderpaddeltouren fahre ich ohne alles (außer das Wasser ist kalt, dann ggf. mit Weste). Plane ich Wildwasser  (WWK 2-3) damit zu fahren, dann kommt Weste und Helm mit. Trifft man auf einer Wanderpaddeltour doch auf eine heikle Stelle, dann entscheide ich vor Ort, ob ich es riskiere oder das Stück umtrage.

Das was Du schreibst, hat, was die Aufblasbaren betrifft, bestimmt bei hoeheren WW-Graden seine volle Berechtigung, da eine Feststoffweste mit "gepolstertem" Rueckenteil, wenn man von der Stroemung gegen Felsen gedrueckt wird o.A. zusaetzlichen Schutz bietet, ausserdem kann sie nicht von spitzen Gegenstaenden so beschaedigt werden, dass sie keine Funktion mehr hat und wer haeufig in Grupen in staerkeren WW unterwegs ist, wird ja wahrscheinlich eh was mit Bergegurt haben wollen.

Bei gemaessigteren Verhaeltnissen finde ich, dass eine Weste wie die Anfibio Buoy Boy durchaus ihre Berechtigung hat, nimmt kaum Platz im Trekking-Rucksack bei gemischten Touren weg, nicht so warm, durch Netz-Rueckenteil schiebt sie sich nicht so an den Packraft- Rueckenlehnen wie meine Feststoff-Weste hoch.

Was nun die "gemuetlichen" Wanderpaddeltouren betrifft, denke ich, dass wenn einer alleine in einer Gegend paddelt, wo auch keine Zuschauer sind, er prima fuer sich selber entscheiden kann, ob er eine Weste anzieht.
Wenn ich mit Anderen unterwegs bin denke ich mir, dass ich die Anderen mehr belaste, wenn ich mein Boot umschmeisse und keine Weste anhabe, denn dann werden sie sich eher darum kuemmern muessen, meinen Kram wieder, evtl von der Stroemung unter Baeume gespuelt usw einsammeln zu muessen, als wenn ich mich nicht noch zusaetzlich um Auftrieb kuemmern muss und mich darauf konzentrieren kann, meinen Kram einzusammeln.

Es kommt fuer mich auch noch ein anderer Faktor dazu, fuer den ich vielleicht auch eher sensibilisiert bin, da ich haeufiger mit Kids unterwegs bin bzw war.
Ich glaube wir sind uns alle einig, dass Kids immer eine Weste tragen sollten, wie soll man das Kids vernuenftig vermitteln bzw von ihnen diesbezueglich ernstgenommen werden, wenn Andere (oder gar man selber) in der Gruppe ohne Weste paddeln. Das hat z.B. bei mir dazu gefuehrt, dass, wenn ich Paddeltouren organisiert habe, sobald Kids dabei waren, klare Bedingung war, dass jeder eine Weste traegt.
Ich sehe das aber auch noch ein Stueck weiter, auch wenn ich alleine auf Fluessen unterwegs bin, die nicht besonders einsam sind z.B. Fulda, Werra, Lippe, Sieg, um mal ein paar Beispiele aus meiner Gegend zu nennen, sehen mich jeden Tag x Kids vom Ufer aus und ich finde es da gut, mit gutem bzw sicheren Beispiel voran zu gehen, auch wenn das frueher, als ich die Buoy Boy noch nicht hatte, mit der Feststoff-Weste im Sommer teilweise ganz schoen warm war...

Aber das muss jeder fuer sich selber entscheiden, gibt ja auch Leute, die nehmen, wenn sie alleine Unterwegs sind, keinen Wurfsack mit (offensichtlich sind da evtl Paddler, die nicht zu eigenen Gruppe gehoeren, nicht rettungswert) :-D

Was die heiklen Stellen betrifft, habe ich frueher bei Festrumpf-Canadier und Ally nach der Devise gehandelt, wenn ich ueberlegen muss, ob ich die Stelle paddele oder umtrage, trage ich sie um, ich merke aber, dass das jetzt min den Packrafts etwas aufgeweicht wird, die Dinger koennen haeufig deutlich mehr unter solchen Verhaeltnissen, da liegt (noch) meine Angstschwelle deutlich drunter :-D

 

Am 12.7.2019 um 16:41 schrieb cergol:

Beim radeln hat man deutlich leichter die Chance zu verharren und Übersicht zu gewinnen, bei Strömung wird man eher mal fremdbestimmt. Mir ist es bei meinen ersten Paddeleien öfters passiert das ich den Moment des Absteigens, in diesem Fall Aussteigens, verpasst habe ( mangels Können, Unwissenheit, Fehleinschätzung) und es mich in Problembereiche reingespült hat, in die ich gar nicht wollte. Und schon bist du zwischen den Steinen, wirst zwischen den engen Felsen durchgeschoben.

Klar grundsaetzlich sehe ich das genauso, gibt halt manche Sportarten, da ist Anhalten leicht, wie Wandern, Windsurfen, Mountainbiken und Andere, da ist es schwieriger wie Paddeln in staerkerer Stroemung oder GL-Fliegen :-D
Aber im Vergleich z.B. zu meinen frueheren Festrumpf oder Allys, habe ich das Gefuehl, ein Packraft passt auch noch in die kleinste Kehrwasserluecke und ich kann mir so deutlich mehr "Atempausen" fuer die "Uebersicht" verschaffen, als frueher mit den deutlich laengeren Booten.

Aber klar, bei hoeheren WW-Graden oder viel Fels ist ein Helm sehr sinnvoll bzw unverzichtbar und ja teilweise z.B. Regen, auch vorgeschrieben...

Ist halt wie immer beim Thema Sicherheit, da muss jeder seinen eigenen Weg finden...
 

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