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Ultraleicht Trekking

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  1. Es war ein gewöhnlicher Wanderrucksack von 2012, den ich mal in einem Outdoor Laden gekauft hatte und der alles ins Rollen brachte. Ein robustes, 1,2 kg schweres Modell, das ich seit 12 Jahren besitze und das ich für Tagestouren über die Jahre verwendet habe. Dieses Modell wurde auch zu meinem ersten Begleiter auf der ersten Fernwanderung. Zunächst erfüllte er alle meine Anforderungen, doch bald schon packte mich das Ultraleicht-Virus. Fasziniert von der Idee, jedes Gramm zu optimieren, stürzte ich mich in die Welt des Leichtgewichts-Trekkings. Mein Equipment wurde immer besser auch dank der informativen Youtube Videos von Robert Klink und Stefan Berger... danke Jungs! Das größte Hindernis war jedoch der Rucksack. Die meisten ultraleichten Alternativen waren schlichtweg zu teuer. Ich wusste, es musste eine andere Lösung geben. Meine Recherche führte mich schließlich auf Stefan Bergers YouTube-Kanal, der den 56L - 3FUL Qidian Pro für nur 89 Euro vorstellte. Begeistert von der Idee, ein solch preisgünstiges Modell zu testen, bestellte ich es sofort von Aliexpress. Die Tage verstrichen, und der ersehnte Rucksack traf nicht ein. Mitte März näherte sich schnell der Tag meiner geplanten Tour, und die Wettervorhersage versprach ideale Bedingungen für ein Wochenende auf dem Rheinsteig vor meiner Haustür. Eine Verschiebung kam nicht in Frage; mein Wanderkumpel zählte auf mich. Immer noch kein Quidian Pro da und in diesem Moment entschied ich mich für eine Notlösung: meinen ultraleichten Tagesrucksack von Decathlon. Mit seinen nur 330g und 25L Volumen schien er auf den ersten Blick kaum geeignet, doch seine drei großen Meshfächer boten überraschend viel Stauraum. Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, warme Kleidung für die kühlen Nächte von 0-2 Grad, Essen und Wasser für zwei Tage – alles fand Platz, das Zelt band ich einfach oben drauf. Mit dieser improvisierten Lösung startete ich in das Abenteuer und erlebte ein unvergessliches Wochenende. Als ich zurückkehrte, war der Qidian Pro endlich angekommen. Zu meiner Überraschung wirkte er nun viel zu groß. Die Suche nach einer besseren Lösung führte mich zum Kumo 36 Superlight Backpack von Gossamer Gear – ein beeindruckendes Backpack, doch teuer und müsste man importieren. Dies brachte mich zu einer entscheidenden Erkenntnis: Warum nicht den Decathlon Rucksack modifizieren und ihn an meine Bedürfnisse anpassen? Der Rucksack hatte bereits einen Brust- und Hüftgurt, nur die Schultergurte bedurften einer Verbesserung. Ich bestellte komfortable Schulterpolster und zusätzliche Taschen für die Gurte, um den Komfort und die Funktionalität zu erhöhen. Mein kleines "Optimierungsprojekt" nahm Gestalt an, denn es fehlt eigentlich nicht viel. Mit zusätzlichen Schulterpolstern, praktischen Schultergurttaschen und einer kompakten Bauchtasche wurde aus einem einfachen Tagesrucksack ein voll funktionaler minimalistischer Trekking-Rucksack für nur 65,23€ und einem Gewicht von 495g. Diese Erfahrung lehrte mich viel über die Bedeutung von Flexibilität und Kreativität im Trekking. Es geht nicht nur darum, die leichteste Ausrüstung zu finden, sondern auch darum, Lösungen zu schaffen, die funktionieren. Mein kleiner "Mod" hat nicht nur mein Gepäck, sondern auch meine Einstellung zum Wandern verändert – leichter, einfacher, freier. Ich bin total begeistert von meinem neuen Freund. Er ist kompakt, leicht, funktional, bequem und sogar Wasserdicht. Ein Liner ist somit auch nicht notwendig. Ich denke dieser kleine "Mod" könnte super spannend sein, wenn du entweder günstig und minimalistisch in das Thema Ultraleicht Trekking einsteigen möchtest oder wenn du bereits einen großen Trekking Rucksack hast und etwas kleines, kompaktes für Tagestouren, Hüttentouren und Weekender suchst oder wie ich minimalistisch unterwegs sein möchtest. Eigentlich ist es ja noch nichtmal ein "Mod", sondern eher eine Inspiration zum Umdenken und Improvisieren. Falls du mein kleines Projekt nachmachen möchtest sind hier die Details und Links zu den einzelnen Komponenten deines Ultraleicht-Rucksacks: Rucksack: Modell: Travel Faltbar Wasserdicht 25 Liter Marke: Decathlon Preis: 24,99 € Volumen: 25 Liter Leergewicht: 300 g (ich habe eher 320 g gewogen) Link: Decathlon Rucksack So wie der Rucksack von Decathlon kommt kann man ihn eigentlich direkt einsetzen, die hier gekauften Add-Ons sollen ihn einfach etwas funktionaler machen. Schulterpolster für Rucksack: Preis: 18,98 € (9,49 € pro Stück) Gewicht: 70 g (35 g pro Stück) Spezifikation: Sehr bequem, lässt sich gut an den Rucksack anbringen, genug Platz für zusätzliche Schultergurttaschen Link: Schulterpolster Amazon Einfach mit dem Klettband um den Schultergurt legen und fertig. Schultergurttaschen: Marke: Tatanka Preis: 21,26 € (10,63 € pro Stück) Gewicht: 100 g (50 g pro Stück) Spezifikation: Leicht und geräumig, passend für z.B. iPhone 14 Pro, dünnes Portemonnaie und Schlüssel, oder stark komprimierbaren Poncho. Sogar eine 0,5 bis 0,7 Liter Flasche passt rein, wenn man den Reißverschluss offen lässt, denn das Neopren Material ist dehnbar. Link: Schultergurttaschen Amazon Einfach in die vorhandene Schlaufe des Schultergurts einfädeln und mit den beiden Klettbändern fixieren. Hält super gut. Optional: Bauchtasche: Marke: Decathlon Preis: 7,99 € Fassungsvermögen: 2 Liter Leergewicht: 45 g Spezifikation: Kompakt und praktisch für zusätzlichen schnell erreichbaren Stauraum Link: Decathlon Bauchtasche Mit diesen Komponenten bekommst du einen funktionalen und ultraleichten Rucksack, ohne dabei die Kosten einer teuren Markenalternative zu erreichen. Das Gesamtgewicht des optimierten Rucksacks beträgt nun etwa 495 Gramm, was zusammen mit dem günstigen Gesamtpreis von etwa 65,23 € eine effektive und budgetfreundliche Lösung für Ultraleicht-Trekking darstellt. Freue mich über Verbesserungsvorschläge und Rückmeldungen. Daniel Instagram: @dgraffe
  2. 10 Tage Packrafting in Nordschweden

    Axlaska und 3 andere reagierte auf traveloors für Beitrag im Thema

    4 Punkte
    Hallo liebe Mitlesende, als einer meiner ersten Beiträge steige ich mal mit einem Tourbericht ein. Auch wenn es sich nicht um eine UL- Tour handelt, so hat sie uns doch inspiriert, mal unsere Packliste unter die Lupe zu nehmen und zumindest ein bisschen gewichtsoptimierter zu verbessern, daher hier eine Zusammenfassung unserer Packrafting- Tour durch Nordschweden. Gestartet sind wir mit unserem Bulli im Schwabenland mit dem Ziel, möglichst zügig das 2800km entferne Gällivare zu erreichen. Nach einem kurzen Stopp an der Bergstraße, um bei meinen Eltern ein e-Bike einzusammeln (dazu später mehr), sind wir dann gen Norden „gerauscht“. So richtig empfehlen kann ich das nicht, denn wenn man nach langer Fahrt mit der Fähre nach Schweden übersetzt und das Navi zeigt immer noch 1500km, dann kann das die Stimmung schon drücken. In der Vorbereitung hatte ich mich mal über die typischen Temperaturen im Juli in Abisko schlau gemacht und bei durchschnittlich 17 Grad entsprechend auch Mütze, Handschuhe und Daunenjacke eingepackt. Kurzfristig waren dann aber für den Tourstart 27 Grad in Abisko prognostiziert, die sich über die geplanten 10 Tage auf 16 Grad und Regen reduzieren sollten. Letztendlich haben wir also Mütze und Handschuhe ausgepackt und dafür ein kurzes Tshirt ein. Daunenjacke und Regenkleidung haben wir aber mitgenommen. Von Gällivare ging es mit dem Auto noch für einen "kurzen" Abstecher nach Kaitum, um das e-Bike abzustellen. Normalerweise fährt von Kaitum nach Gällivare ein Zug, aber im Sommer 2025 ausgerechnet nicht. Nach Deponie des Fahrrads sind wir dann für eine Nacht auf dem Campingplatz in Gällivare eingecheckt, haben unsere letzten frischen Lebensmittel verbraucht und unsere Rucksäcke fertig gepackt. Tag 1: Über den Kungsleden durch den Abisko Nationalpark Am nächsten Morgen ging es dann endlich los, und zwar zu Fuß zum Bahnhof. Das Auto kann man gegen kleines Geld auf dem Campingplatz stehen lassen. Mit dem Zug ging es dann in ca. 2,5h nach Abisko, wo man direkt am Eingang zum Nationalpark ausgespuckt wird. Hier war die Laune noch sehr gut, auch wenn sich der schwere Rucksack bemerkbar gemacht hat. Startgewicht mit Packraft und Verpflegung für 12 Tage waren knapp 28kg pro Person. So schwer waren unsere Rucksäcke ziemlich sicher noch nie, aber auch wenn hier noch Luft nach unten ist, wiegen WW-Packraft-Equipment und Verpflegung einfach viel. Im Abisko NP darf man nicht campen, deshalb muss dieser am ersten Tag komplett durchwandert werden. Mit knapp 16km ist das aber auch völlig okay. Nach der NP Grenze haben wir dann zusammen mit vielen anderen unser erstes Camp aufgeschlagen. Das Tarp, ursprünglich für potenzielle Regentage im Gepäck, hat sich hier als wertvoller Schattenspender erwiesen. Tag 2: zur Fjällstation Alesjaure Am zweiten Tag ging es weiter entlang des Kungsleden bis zur Fjällstation Alesjaure. Der Trail verläuft ziemlich flach, zum Teil entlang eines Sees. Schatten gibt es nicht viel, aber regelmäßig Bäche, um das Kopftuch abzukühlen. Unser Zelt haben wir dann knapp unterhalb der Fjällstation Alesjaure aufgebaut. Hier gibt es auch Toiletten. Völlig unterschätzt hatten wir die Kombi aus Hitze und Mücken. Ich hatte als lange Hosen nur eine Wanderleggings und eine Fleeceleggings dabei. Abgesehen davon, dass ich die bei 25 Grad und mehr nur ungern anziehen wollte, haben die Mücken auch einfach durchgestochen. Tag 3: Tschüss Kungsleden Tag 3 führte uns weg vom Kungsleden. Nach dem Fluss führt der Kungsleden weiter nach Süden. Wir sind stattdessen links abgebogen und sind dem Trail Richtung Vista-Tal gefolgt. Oben auf dem Sattel gibt es einen schönen Bergsee, ideal für eine Badepause. Vom See ging es dann abwärts ins Vistas-Tal, wo auch bald der Vistasälven in Sicht kommt. Aufgrund der warmen Temperaturen war wohl die Schneeschmelze ganz besonders stark und wir konnten schon ein ganzes Stück oberhalb der avisierten Stelle unsere Boote einsetzen. Los ging es auf einem wild bewachsenen Stück durch erste kleine Stromschnellen den Vistasälven runter. Eigentlich waren wir noch früh dran und hätten noch ein ordentliches Stück auf dem Fluss zurücklegen können, aber zwei Dänen, die uns früher am Tag auf dem Sattel begegnet sind, haben wir uns von der Sauna an der Vistasstugan erzählt. Also haben wir ausnahmsweise an einer kostenpflichtigen Hütte das Zelt aufgebaut. Der nette Besitzer hat uns dann erlaubt, zum Kochen eine der Hütten zu nutzen und anschließend die Sauna für uns aufgeheizt. Abkühlung gibt’s direkt daneben im Vistasälven. Und die Sauna fungiert auch gleichzeitig als Dusche, in dem man einfach einen Eimer Wasser zum Aufwärmen mit reinstellt. Obwohl wir erst drei Tage unterwegs waren, wollten wir uns das nicht entgehen lassen. Tag 4: Weiter entlang des Vistasälven Wer auf Flüssen unterwegs ist, weiß dass hier Gefahren lauern, insbesondere wenn Wildwasser im Spiel ist. Wir waren entsprechend gut ausgerüstet und vorbereitet. Nicht auf dem Schirm hatte ich aber die offensichtlich durchaus reale Gefahr eines Zusammenstoßes mit einem großen vierbeinigen Tier! Zum Glück wollte der Elch das genauso wenig und hat sein Bad verfrüht abgebrochen. Nicht die letzte, aber sicherlich die Beste Elch-begegnung auf dieser Tour! Weiter unten wird der Vistasälven schwieriger und wir mussten für eine erste Umtragung einer WW-V-Stelle aussteigen. Danach geht es mit WW II/III spaßig weiter, gefühlt aber nie gefährlich, sondern gut einsehbar und ohne Unterströmungen o.ä. Für die Mittagspause haben wir an der Lisasstugan Halt gemacht, einer kleinen Hütte für Jäger und andere. Mein Partner hat sich erfolgreich am Angeln versucht und so stand Äsche auf der Speisekarte. Leider hat sich zu diesem Zeitpunkt unser Benzinkocher verabschiedet und wollte partout keinen Mucks mehr tun. Bei gemütlichen 27 Grad haben wir also in der Lisasstugan ein Feuer im Ofen gemacht, um unseren Fisch auf dem Ofen zu garen. Im Anschluss haben wir gleich noch Wasser für unser Abendessen gekocht. Die Nacht haben wir dann etwas weiter flussabwärts in Gesellschaft von drei netten Schweden verbracht, die wir tagsüber am Fluss getroffen hatten. Unsere Hoffnung, am Morgen hier ein bisschen Kochergas für einen warmen Kaffee zu schnorren, hat sich vollauf erfüllt. Tag 5 und 6: Nikkaluokta Der letzte Abschnitt des Vistasälven schlängelt sich gemütlich bis nach Nikkaluokta. Hier gibt es kaum mehr Stromschnellen und besonders auf dem letzten Stück muss man tatsächlich auch mal paddeln, um vorwärtszukommen. In Nikkaluokta gibt es eine große Fjällstation, die außerdem mit dem Auto erreichbar ist. Ein Ersatzkocher war dort aber leider nicht zu bekommen. Also haben wir einen Pausentag eingelegt, mein Partner ist nach Kiruna getrampt und hat den einzigen verfügbaren Gaskocher (zum Aufschrauben 🫠 und dann auch noch der gleiche, der schon zuhause liegt) gekauft. So konnten wir unsere Tour aber zumindest fortsetzen. Tag 7: Von Nikkaluokta Richtung Kaitumälven Vom Campingplatz in Nikkaluokta sind wir Richtung Kaitumälven aufgebrochen, unser zweiter Rafting-Fluss. Auf halber Strecke etwa liegt ein Shelter, das wir uns für die Übernachtung ausgesucht hatten. Weil wir ganz allein waren, haben wir uns spontan entschieden das Zelt nicht auszupacken und im Shelter zu übernachten. Groooooßer Fehler! So ein Zelt hat den immensen Vorteil, dass man den kleinen Raum ganz ausgezeichnet von Mücken befreien kann, bevor man schlafen geht. Das ging im Shelter überhaupt nicht und ich war am nächsten Morgen komplett zerstochen. Tag 8: Ankunft am Kaitumälven Früher als erwartet, waren wir schon kurz nach Mittag am Kaitumälven und haben uns deshalb entschieden, direkt noch die ersten Kilometer zurückzulegen. Der Kaitumälven fließt wesentlich gemächlicher als der Vistasälven und lässt sich zumindest auf diesem Abschnitt eher als große Seen charakterisieren, die über kurze Stromschnellen miteinander verbunden sind. Als Zeltplatz haben wir eine gemütliche kleine Insel gefunden. Tag 9: Lange Umtragung Am nächsten Tag ging es weiter den Kaitumälven entlang. Schon kurz nach dem Start mussten wir uns entscheiden, ob wir die für uns schwierigste Stromschnelle fahren wollen oder nicht. Mein Partner war ein bisschen unsicher, wollte dann aber doch nicht alleine umtragen, also haben wir uns getraut. Die Stromschnelle entspricht der Schwierigkeit III und ist ordentlich wuchtig, für uns zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall noch eine mentale wie technische Herausforderung. Auf diesem Abschnitt kommt später außerdem eine WW-V und kurz darauf eine WW-IV-Stelle, die wir auf jeden Fall umtragen wollten. Anlässlich eines Tourberichts, den wir gelesen hatten, haben wir mit knapp 4km Umtragung gerechnet. Erstmal war es aber richtig schwer, überhaupt vom Fluss zum parallel verlaufenden Trail zu kommen. Die große schwarze Linie auf der Karte hat sich nämlich als Rentierzaun herausgestellt. Also haben wir es gemacht wie die Rentiere: so lange den Zaun entlang, bis ein ausreichend großes Loch kommt. Weil wir mit einer vergleichsweise kurzen Umtragung gerechnet haben, haben wir uns entschieden die Trockenanzüge anzubehalten. Aus Perspektive der Mückensituation sicherlich eine gute Entscheidung. Aufgrund der immer noch hohen Temperaturen aber auch eine ziemliche Tortur. Von den angesagten 16 Grad war überhaupt nichts zu merken. Wir hatten weiterhin den ganzen Tag Temperaturen in den hohen Zwanzigern und das aufgrund der langen Tag von sehr früh bis sehr spät. Die Umtragung war dann eher 6km lang und wir mussten uns ziemlich durch die Büsche schlagen. Ich sags mal so, nach Ankunft an unserem Wunsch-Camp war definitiv Klamottenwaschen und Trockis auslüften angesagt. Auf diesem Abschnitt war es tatsächlich gar nicht mehr so einfach einen passenden Campingspot zu finden, aber irgendwann waren wir dann doch erfolgreich. Tag 10: Ankunft in Kaitum Ursprünglich hatten wir mal angedacht, kurz vor Kaitum nochmal das Zelt aufzuschlagen. Aber die Hitze und die Mücken haben uns so langsam wirklich geschlaucht und entsprechend sind wir die letzten 17km bis Kaitum durchgepaddelt. Mein Partner hat das metaphorische Schnick-Schnack-Schnuck verloren und wurde von mir zusammen mit seiner Angel den Mücken zum Fraß vorgeworfen. Ich hab mich aufs e-Bike gesetzt und bin die 94km nach Gällivare geradelt. Dort bin ich dann umgehend ins Auto gestiegen und zurück nach Kaitum gefahren, um meinen Partner und das restliche Gepäck aufzusammeln. Zurück am Campingplatz haben wir es tatsächlich bis zum folgenden Mittag geschafft, sämltiches Equipment zu säubern und zu trocknen, bevor dann tatsächlich der angesagte Regen eingesetzt hat. - TOUR ENDE – Anbei noch unsere Packliste. Bitte zerreißt mich nicht, wir haben seitdem schon ordentlich nachgebessert und ich weiß auch nicht, warum wir Stirnlampen dabei hatten: Packliste Schweden
  3. Erste Erfahrung mit dem Zelt

    Blickpunkt und 2 andere reagierte auf Epiphanie für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Weiss nicht wie fitt Du in Physik bist, aber die Fähig von Luft Wasser dampfförmig aufzunehmen ist abhängig von der Temperatur. Je Wärmer es ist, desto mehr Feuchtigkeit kann Luft aufnehmen. Wenn es jetzt Nachts kälter wird verliert die Luft also diese Fähigkeit, und die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Im Zelt selbst ist die Luft meist noch wärmer als drauße, da sie von der Körperwärme erwärmt wird. Das Delta kann erstaunlich groß werden. Und dein Schweiß verdampft. Wenn das auf die kalte Zeltbahn trifft, kondensiert das halt. Passiert das oft? Je nach Wetter. Wenn du zB im Frühjahr schon mal bei Sonne 22°C hast, fällt es Nachts auf 5°C, da kannst nach Sonnenuntergag zusehen wie der Nebel aus dem Boden aufsteigt und Dein Zelt wird pitschnass sein, egal was du tust. Im Sommer ist es weit besser. Bei Regen ist Dein Zelt eh nass. Was tun? Du kannst das Inner getrennt vom Outer transportieren und so immer in einem trockenen Innenzelt schlafen, egal wie nass Dein Fly ist. Das mach ich zB. Das ist einer der Gründe warum ein Doublewall Zelt überhaupt Sinn macht. Es gibt Leute die sagen, sie transportieren alles zusammen und trocknen es nach dem Aufstellen durch ihre Körperwärme. Habs nie probiert. Wischen hilft ggf, bin zu faul für. Das zweite ist die Wahl des Campspots. In a nutshell: Nicht bei Gewässern, nicht unten im Tal, Wind hilft bei der Entlüftung, und am besten unter Bäumen, aber da haben erfahrenere schon dazu geschrieben, zB hier: https://andrewskurka.com/tag/five-star-campsite-selection/ Wenn Du's lieber auf deutsch hast - @Robert Klink hat auf seinem Youtube Kanal auch einiges dazu - wenn Du die Werbung erträgst 😉
  4. Erste Erfahrung mit dem Zelt

    MaryLou reagierte auf Shabeel für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich kenne dein Zelt zwar nicht, kenne solche Kondenswasserprobleme aber eigentlich fast nur von einwandigen Zelten. Seitdem ich das Portal habe, hatte ich nie wieder Probleme mit extremer Nässe. Das hängt natürlich auch immer davon ab, wo man es aufbaut, wie das Wetter ist und wie die Zeltlüftung konstruiert ist. Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Belüftung einen riesigen Unterschied macht. Ich habe mal mit einem Kumpel draußen geschlafen: Ich in meinem einwandigen Rainbow, er in einem sauschweren, doppelwandigen Billigzelt von Amazon. Ich musste die ganze Nacht aufpassen, nicht an die Zeltwand zu kommen, und am Morgen war alles komplett durchfeuchtet. Bei ihm war hingegen fast gar nichts. Ich würde an deiner Stelle also mal schauen, ob du dein Zelt irgendwie besser belüftet bekommst. Aber wie geschrieben wurde, etwas Kondenswasser gibt es fast immer.
  5. Erste Erfahrung mit dem Zelt

    MaryLou reagierte auf reiber für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Kondens gibt es fast immer, außer hoch oben im Gebirge oder an der Küste mit ausreichend Wind. Daran wirst du dich gewöhnen. Wenn man das Zelt am nächsten Camp rechtzeitig wieder aufstellt, ist es ganz schnell wieder trocken.
  6. Erste Erfahrung mit dem Zelt

    MaryLou reagierte auf waldhummel für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Meine Erfahrung: Wiese und freier Himmel = nasses Zelt, egal welche Temperatur. Trocken bleibt es nur im Wald (unter Bäumen) oder bei kräftigem Wind.
  7. Schnäppchen-Thread 2.0

    MBo reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Für die, die immer noch keine Digi-Waage haben, ab Do gibt es bei Lidl die übliche 5 kg Waage, aber diesmal für nur 4 €. Für die Packrafter gibt es ab Mo die Crivet-Gebläsepumpe mit 12 oder 220 V, klar nehme ich unterwegs zum Aufblasen meiner Packrafts Akkupumpen, also Coolado, Flextail Zero, teste gerade die Zero 2, aber um zuhause zum Reinigen die Packrafts aufzupusten, oder beim Treffen viele Packrafts fix mit Auto oder Powerstation aufzupusten, sind die Crivetteile ok und diesmal für nur 6 €
  8. Nachdem das quick&dirty Tarp von Micha wohl eine veritable Behausung für eine Person aus 3 m Stoff darstellt, kam ich ins grübeln ob man Gutes nicht noch besser machen könnte. Herausgekommen ist das Torwald: Unter dem Zelt liegt eine full size Thermarest. Die Abmessungen entsprechen ziemlich genau einem Gatewood Cape nur mit verkürzter Apsis. Mehr Bilder und eine Anleitung gibt es hier.
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