Matthias
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Matthias hat eine Reaktion von Onkelchris erhalten in Wann ist für mich ein ThruHike ein "echter" ThruHike?Viel Spass wenn du dir über jeden Hans Wurst der irgendwo einen Abschnitt skippt gedanken machen willst...mache es am besten so wie du es für dich machen willst und richtig hälst aber sei vorsichtig und glaube nicht das dies die einzige richtige Weise ist.
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Matthias reagierte auf Simon_ in Via Alpina Rot (meine Erfahrungen - Vergleiche mit PCT etc.)Hallo zusammen! Bisher war ich nur lesend im Forum unterwegs, nun möchte ich gerne einen bekannten aber nicht sehr oft in seiner Gesamtheit begangenen Weg vorstellen: die rote Via Alpina. Dabei vergleiche ich sie mit anderen bekannten Trails (PCT, AT, CDT, TA).
Letzten Sommer hatte ich die Gelegenheit, mir einige Monate frei zu nehmen und beschloss, nach 3,5 Jahren Pause, wieder einen langen Trail zu gehen. Da ich in weiter Ferne schon viel unterwegs gewesen war (PCTx2, ATx2, CDT, FT, AZT, LT, TA, INT ...), wollte ich endlich meine Heimat, die Alpen, einmal so richtig erleben. Die Entscheidung fiel dann auf die rote Via Alpina (alte Route, 2.632km).
Anmerkung: seit heuer verläuft die rote Via Alpina offiziell ident mit der bisherigen grünen Via Alpina in gerader Linie durch die Schweiz, weshalb sie nun wesentlich kürzer ist. Das finde ich persönlich schade, denn die frühere längere Route entlang der italienisch-schweizerischen Grenze hat mir ausgezeichnet gefallen. Und DEN langen Weitwanderweg in den Alpen abzukürzen leuchtet mir als begeisterter Langstreckenwanderer nicht ein.
Triest bis Monaco - 2.632 km - rund 150.000+ Hm
Edit Khyal : Karte ohne Rechte entfernt, Simon_ Link mit Anleitung fuer rechtekonforme Karte geschickt, sollte er daraus eine Karte erstellen, bastel ich die gerne rein...
Wegführung und -beschaffenheit
Die Via Alpina ist eine Kombination aus alpinen Wanderwegen, Forststraßen und gelegentlich auch etwas Asphalt. Die Wanderwege sind im Vergleich zum PCT um einiges steiler und rauher (ausgewaschene Wege, Geröllfelder etc.), die An- und Abstiege im Vergleich zum AT meist deutlich länger. 1.500 Höhenmeter und mehr, am Stück, sind keine Seltenheit. Weil die alpinen Wanderwege körperlich so herausfordernd sind, stellte die gelegentliche Forststraße für mich eine willkommene Abwechslung dar. Der Anteil an Asphaltstraßen ist meiner Meinung nach gering. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich, allerdings gibt es keine richtigen Kletterpassagen. Versicherungen (Stahlseile, Leitern usw.) sind selten. Keine Bachüberquerungen wie am PCT oder TA und eigentlich niemals cross country wie am CDT.
Mit der Routenführung war ich, für mich überraschend, sehr zufrieden! Nur selten hatte ich das Bedürfnis, eine höhere Alternative zu gehen. Gelegentlich war das in Frankreich der Fall, wo ich mir dann mittels Gaia-App jeweils eine höhere Variante gesucht habe.
Timing
Ich war vom 1. Juli bis 20. September unterwegs (81 Tage), konnte bei meinen Eltern einige Tage pausieren (die Via Alpina verläuft durch mein Heimatdorf in Vorarlberg) und hatte sonst keine Pausentage. Wer sich länger Zeit nehmen möchte, kann normalerweise bereits im Juni starten und bis in den Oktober hinein unterwegs sein, ohne mit größeren Schneemengen rechnen zu müssen. Gestartet bin ich in Triest, es spricht aber eigentlich nichts gegen einen Start in Monaco.
Logistik
Triest und Monaco (bzw. Nizza) sind mit Bahn und Fernbussen problemlos erreichbar. Die Verpflegung auf dem Weg ist überwiegend einfach. Ich musste nie Hitchhiken, konnte ca. zwei mal pro Woche in Supermärkten einkaufen und bei Bedarf auf Hütten essen. Manche der Lebensmittelgeschäfte waren allerdings sehr klein, hatten wenig Auswahl und waren teuer.
Einen für mich problematischen Abschnitt gab es zum Abschluss nahe Monaco (Ceillac bis Garessio), wo ich für über 270 km keine Verpflegungsmöglichkeit finden konnte. Im September hatten auch viele Hütten bereits geschlossen und es waren teils große Höhenunterschiede zu bewältigen. Deshalb war erhöhtes Tempo und Rationieren angesagt.
Weder Visum noch Flüge zu benötigen spielte bei meiner Entscheidung zur Via Alpina eine wesentliche Rolle.
Camping/Übernachtung
Um Kosten zu sparen habe ich Hütten, Pensionen und Hotels möglichst gemieden. Geeignete Plätze für mein Zelt bzw. fürs Cowboycamping zu finden hat mir, vor Allem anfangs, einigen Stress bereitet. Halbwegs ebene Plätze, die außer Sicht und geschützt vor Wind und Gewitter waren, gab es eher selten. Die rechtliche Lage bezüglich Campieren ist in den Alpen problematisch und von Land und Gebiet abhängig. Unwohl haben ich mich oft in Österreich und Deutschland gefühlt, ein besseres Gefühl hatte ich in Italien, Frankreich, der Schweiz und Slovenien.
7 x habe ich auf Hütten übernachtet, 2 x auf einem Campingplatz und 1 x in einer Pension. Highlights waren für mich die wenigen Nächte in Biwakschachteln (3), die ich immer für mich alleine hatte.
Wer mit seinem Budget großzügiger ist, kann seine Wanderung natürlich wesentlich komfortabler gestalten und beinahe jede Nacht irgendwo unterkommen. Ein solcher Komfort ist auf den amerikanischen Trails natürlich nicht möglich, aber diese sind in Bezug auf wildes Campieren im Vergleich wesentlich attraktiver.
Community
Eine solche habe ich auf der Via Alpina nicht erlebt. Auf dem gesamten Weg habe ich nur drei Via Alpina Hiker getroffen, wobei zwei davon eigentlich Trailrunner waren. Alle drei waren aus Frankreich. Trail Magic ist meiner Erfahrung nach in den Alpen nicht zu erwarten, weshalb kleine Geschenke (wie z.B. die Einladung zu einer Tasse Kaffee) bei mir ein umso größeres Gefühl der Dankbarkeit ausgelöst haben.
Man trifft auf der Via Alpina, je nach Gebiet und Saison, viele Tageswanderer. Die Hütten sind im Juli und August natürlich auch sehr populär. Ich bin jedoch selten mit anderen Wanderern ins Gespräch gekommen, da habe ich die Menschen in den USA viel offener und interessierter erlebt. Trotzdem waren die Menschen, insbesondere in Frankreich und Italien, sehr wohlwollend und freundlich.
Wetter
In den Alpen ist eigentlich auch im Sommer mit jedem Wetter zu rechnen. Schönwetterphasen hatte ich in der ersten Julihälfte und gute zwei Wochen im September. Ab der zweiten Julihälfte bis Ende August hatte ich häufig Regen, zwei mal Schnee und zeitweise täglich (vormittags, nachmittags und während der Nacht) Gewitter. Besonders die Gewittergefahr war stressbehaftet, weil auf der Via Alpina beinahe täglich hohe Pässe zu bewältigen sind. Wegen des Wetters habe ich nicht allzu oft hochalpin gezeltet, sondern meist geschützte Stellen unterhalb der Baumgrenze gesucht.
Wildlife
Von den tollen Begegnungen mit Wildtieren war ich überrascht. Gesehen habe ich einen Wolf, sehr viele Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere, Steinadler, einen Bartgeier und mehrere Kreuzottern. Somit ist die Via Alpina meiner Meinung nach in Bezug auf Wildlife mit dem PCT vergleichbar.
Erwähnenswert sind auch die unzähligen Kühe, Schafe und Herdenschutzhunde. Von diesen ging meiner Erfahrung nach keine Gefahr aus, allerdings hatte ich kurz vor Monaco einige nervenaufreibende Begegnungen mit freilaufenden Hunden in Ortschaften. Mücken waren kaum vorhanden, dafür in Slovenien und Teilen Österreichs sehr viele Zecken.
Landschaft
Zwar sind die landschaftliche Gegensätze auf der Via Alpina bei Weitem nicht so groß wie auf dem PCT oder CDT (Wüsten, Hochgebirge, ...), die Alpen sind aber trotzdem sehr vielfältig. Und trotz der gelegentlichen wenig attraktiven Abschnitte durch besiedelte Gebiete war für mich die Dichte an hochalpinen Highlights herausragend. Auf keinem meiner bisherigen Wege habe ich, aus meiner Sicht, so viele schöne Landschaftsfotos gemacht, und das obwohl die Via Alpina um einiges kürzer ist als beispielsweise die Triple Crown Trails es sind.
Gear
Meine Ausrüstung war sehr ähnlich jener vom PCT, AT, CDT oder TA und bereits gebraucht. Mein Baseweight lag bei 3,8 kg.
Zelt: SMD Gatewood Cape
Bivy: AS Tucas
Matte: Thermarest Zlite (gekürzt)
Schlafsack: WM Ultralight 20 degree (zu einem Quilt umgenäht)
Navigation: Gaia-App mit gpx-Track von der Via Alpina Homepage
Schuhe: Altra Lonepeak und Timp (3 Paar)
Microspikes und Wasserfilter hatte ich nur Anfangs dabei, wobei ein Filter auch später manchmal hilfreich gewesen wäre. Es ging aber auch ohne. 2 Liter Wasserkapazität haben mir gereicht.
Kosten
Unter 2.000 € (ohne Ausrüstung/Bekleidung/Schuhe), wobei das nur mit Sparsamkeit und Disziplin möglich war. Kaum Übernachtungen auf Hütten und nur gelegentlich ein Essen auf einer Hütte oder in einem Restaurant. Wer es komfortabler möchte kann sicherlich ohne Probleme auf Ausgaben jenseits der 5.000 € kommen.
Fazit
Wer sich körperlich fordern möchte, spektakuläre Landschaften liebt und eine große Portion Gelassenheit mit sich bringt, findet in der Via Alpina eine fantastische Alternative zu den bekannteren langen Trails in den USA und Neuseeland. Mir persönlich ist die Via Alpina sehr ans Herz gewachsen!
Hier noch einige Eindrücke:
Triglav Nationalpark
Triglav Nationalpark
Karnischer Höhenweg
Karnischer Höhenweg
Drei Zinnen
Parco Nationale Dolomiti d'Ampezzo
Allgäuer Hochalpen
Allgäuer Hochalpen
Rätikon
Silvretta
Ortlergruppe
Bivacco Strambini
Piz Bernina
Aufziehendes Gewitter in Graubünden
Kurz vor Riale, wo die blaue Via Alpina beginnt/endet
Aletschgletscher
Steinböcke und ein drohendes Gewitter
Neuschnee nahe Chamonix
SMD Gatewood Cape in den Italienischen Alpen
Verfallene Hütte in den Französischen Alpen
Parc National de Vanoise
Parc National de Vanoise
In den Französischen Alpen
Parco Naturale Alpi Marittime
Wenige Tage vor Monaco
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Matthias hat eine Reaktion von Kay erhalten in GTA - Grande Traversata delle Alpi 2023Ich hab die komplette HRP in ca. 22 Tagen gemacht und bin heuer mitte August einen Teil der GTA gelaufen und zwar von Alpe Cruina nach Saint-Jean im Aostatal, ca 220km und 15.000hm im Aufstieg in 6 Tagen. Die GTA hat um einiges mehr Höhenmeter, bzw lange An- und Abstiege am Stück. Du steigst in jeder Etappe komplett ins Tal ab und wieder auf!
@izaax Hatte nie ein Problem einen geeigneten Spot zu finden. Ich war erstaunt wie wenig allgemein los war auf diesem Abschnitt.
Guter Blog: https://doingmiles.com/2017-07-italy-gta/
Alles was da steht würde ich auch so sehen.
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Matthias hat eine Reaktion von ma11hias erhalten in Umstieg auf Trailrunner funktioniert nicht, aber warum?@Birdy Hol dir die Hoka Mafate Speed4, der ist breit vorne und hält ewig! Mach dir über den 0mm Sprengungsunsinn keine Gedanken. Braucht kein Mensch.
Du kannst auch den Topo Ultraventure probieren, ähnliche Zehenbox wie Altra, gut gedämpft und glaube 4 od. 6mm.
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Matthias reagierte auf dr-nic in Impressionen von TourenGerade sind wir in Idyllwild. Teuer aber bis jetzt der schönste Ort auf dem Trail. Vor zwei Wochen sind wir von hier nach Acton gefahren und dann bis kurz vor Walker Pass (da kam leider die Verletzung ins Spiel) gewandert. Das ist schon nen geiler Trail, aber das beste is echt die Hilfsbereitschaft der Leute hier. Unglaublich was die alles für uns hier tun.
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Matthias hat eine Reaktion von Birdy erhalten in Umstieg auf Trailrunner funktioniert nicht, aber warum?@Birdy Hol dir die Hoka Mafate Speed4, der ist breit vorne und hält ewig! Mach dir über den 0mm Sprengungsunsinn keine Gedanken. Braucht kein Mensch.
Du kannst auch den Topo Ultraventure probieren, ähnliche Zehenbox wie Altra, gut gedämpft und glaube 4 od. 6mm.
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Matthias reagierte auf El Barato in Umstieg auf Trailrunner funktioniert nicht, aber warum?Ich verstehe nicht, warum Adidas so wenig Liebe abbekommt. Die bauen auch etliche richtig geile Geländelauf/Wanderschuhe. Viele Modelle haben ebenfalls einen schön weiten Zehenbereich, auch wenn man das nicht sofort sieht. Dann noch Boost in der Sohle plus das extremst geile Continental Gummi und ab gehts.
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Matthias hat eine Reaktion von Birdy erhalten in Umstieg auf Trailrunner funktioniert nicht, aber warum?Die einzige Frage die sich mir stellt, wieso wanderst du dann nicht mit den Hokas? Vergiss Altra, die dinger fallen sowieso viel zu schnell auseinander.
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Matthias hat eine Reaktion von Aeros erhalten in Was lest Ihr gerade?https://www.strangeoutdoors.com
Bad things happen out there..
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Matthias reagierte auf dr-nic in Impressionen von TourenGrüße gehen raus.
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Matthias hat eine Reaktion von einar46 erhalten in Wann ist für mich ein ThruHike ein "echter" ThruHike?Viel Spass wenn du dir über jeden Hans Wurst der irgendwo einen Abschnitt skippt gedanken machen willst...mache es am besten so wie du es für dich machen willst und richtig hälst aber sei vorsichtig und glaube nicht das dies die einzige richtige Weise ist.
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Matthias hat eine Reaktion von khyal erhalten in Wann ist für mich ein ThruHike ein "echter" ThruHike?Viel Spass wenn du dir über jeden Hans Wurst der irgendwo einen Abschnitt skippt gedanken machen willst...mache es am besten so wie du es für dich machen willst und richtig hälst aber sei vorsichtig und glaube nicht das dies die einzige richtige Weise ist.
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Matthias hat eine Reaktion von cafeconleche erhalten in Wann ist für mich ein ThruHike ein "echter" ThruHike?Viel Spass wenn du dir über jeden Hans Wurst der irgendwo einen Abschnitt skippt gedanken machen willst...mache es am besten so wie du es für dich machen willst und richtig hälst aber sei vorsichtig und glaube nicht das dies die einzige richtige Weise ist.
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Matthias hat eine Reaktion von skullmonkey erhalten in Wann ist für mich ein ThruHike ein "echter" ThruHike?Viel Spass wenn du dir über jeden Hans Wurst der irgendwo einen Abschnitt skippt gedanken machen willst...mache es am besten so wie du es für dich machen willst und richtig hälst aber sei vorsichtig und glaube nicht das dies die einzige richtige Weise ist.
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Matthias reagierte auf doast in Wann ist für mich ein ThruHike ein "echter" ThruHike?Schon mal daran gedacht das sowas vielleicht gar nicht immer möglich ist? Ich habe z.B. Schuhgröße US14/15 und dazu breit. Sogar über das Inet komme ich tlw. schlecht an passende Schuhe. Selbst in den USA habe ich es schwer damit. In Italien, Spanien, etc. Muss ich gar nicht dran denken vor Ort im Geschäft aufzutauchen und nach passenden Schuhen zu fragen. Und der Ansatz soweit vom Trail runter bis man etwas passendes findet mag vielleicht im dicht besiedelten Europa noch halbwegs funktionieren. Was machst du in abgeschiedeneren Gegenden (Nordamerika, Skandinavien, oder in noch wilderen Gegenden)?
Vor einigen Jahren, noch jünger und mehr "Wandermacho" als heute, dachte ich auch ein Thruhike müsste ganz streng sein. Ich war fast angefressen wenn andere Wanderer dieses Konzept "missachtet" haben während ich "Depp" mich daran hielt. Heute bin ich klüger. U.a. auch deshalb weil ich angefangen habe meine eigenen Regeln zu brechen. Ich habe gemerkt es macht keinen Unterschied. HYOH! Devise No. 1. Man muss niemanden belügen und behaupten man hätte jeden einzelnen Footstep gegangen. Wenn es nicht so war, dann war es eben nicht so. Who cares?
Rosinenpicken? Why not? Ich hab begrenzt Lebens- und Freizeit. Wieso sollte ich dann wochenlang durch Gegenden rennen die mich nicht interessieren? Klar wer will, go for it. Wer kann, go for it.
Mir gefällt das Wort Thruhiking übrigens genau deshalb genau gar nicht. Ich bezeichne mich als Long Distance Hiker oder eben Weitwanderer. Das ist es was wir in meinen Augen alle sind. Ist jemand der 99% der Länge des AT komplett in einem Guß gewandert hat kein Thruhiker? Ist er ein Sectionhiker? Du wirst 100e Meinungen hören. In meinen Augen ist Long Distance Hiking die verbindende Komponente. Es unterscheidet nicht zwischen wir und die. Die Thruhiker und die Section Hiker. Jetzt wirst du die Frage stellen: "Wo fängt Long Distance Hiking an?". Das soll bitte jede/r für sich entscheiden. Tagestouren hätte ich mal rausgerechnet aber darüberhinaus beginnt das für den einen vl. bereits beim 2 tägigen Overnighter beim anderen irgendwo am Übergangs zwischen Nord- und Südinsel am TA.
Wichtig ist, genießt den Scheiß!
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Matthias reagierte auf einar46 in Wann ist für mich ein ThruHike ein "echter" ThruHike?Auf Langstreckenwanderungen, speziell auf den 3 großen amerikanischen Trails, wird auf Teufel komm raus "gedroped", "gefliped" und "gefloped". Mich stört diese Vorgehensweise gewaltig. Ich frage mich, wie die ersten amerikanischen Siedler die Wüsten durchquert und die Rocky Mountains überwunden haben. Wahrscheinlich haben sie diese Vorgehensweisen erfunden Oder ist es eine Erfindung der heutigen Generationen von Langstreckenwanderern, die nicht mehr bereit sind Entbehrungen auf sich zu nehmen und sich zB benötigte Ausrüstung punktgenau "vor die Füße tragen lassen". Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird kreuz und quer durchs Land gefahren um sich die Rosinen-Teilstrecken rauszupicken.
Jeder weiß, was ein ThruHike ist.
Für mich ist ein ThruHike nur ein "echter" ThruHike, wenn er
-ohne Flip-Flop und
-ohne MailDrop
gegangen wurde, egal wie lang und schwer die Wanderstrecke war.
Ich will hier niemand zu nahe treten. Ca. 4500 km auf dem PCT zu laufen ist eine grandiose Leistung vor der ich den Hut ziehe. Aber für mich ist das kein "echter" ThruHike, wenn er mit Flip-Flop und/oder MailDrop realisiert wurde.
Deshalb plädiere ich dafür unterschiedliche Listen zu führen. Ich weiß nicht, ob das so schon gemacht wird.
Eine ähnlich gelagerte Diskussion gibt es ja bei der Besteigung von Bergen über 8000 Meter. Viele machen das mit Hilfe von Sauerstoff. Ganz wenige Bergsteiger (zB Messner) verzichteten auf Sauerstoff. Für mich ist das ein gravierender Unterschied. Ob da im Bergsteiger-Bereich unterschiedliche Listen geführt werden, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich bisher zweimal MailDrop ausprobierte. Einmal auf einem Jakobsweg (Camino de Levante, 2019). Ich ließ mir neue Wanderschuhe (Altra's) nach Spanien (an eine Adresse bei 900 km) schicken. Das hat wunderbar funktioniert. Diese Vorgehensweise hat mich aber im Nachhinein zum Nachdenken gebracht. Heute sehe ich das vollkommen anders. Bei mir hat da ein Umdenkprozess stattgefunden.
Seit dieser Zeit versuche ich meine Wandertouren (unabhängig von der Streckenlänge und der Schwere der Strecke) so zu realisieren, dass ich
-defekte/verschlissene Ausrüstung unterwegs ersetze und
-notwendige Nahrung vor Ort kaufe,
egal, wie weit ich vom Trail runter muss. Für diese teilweise großen Umwege will ich, wenn möglich, nicht Trampen und auch keine öffentlichen Verkehrsmittel verwenden.
In einem Nachbar-Thread, ich finde ihn gerade nicht, habe ich deshalb schon einmal nachgefragt, welcher US-Trail ohne MailDrop zu schaffen sei. Da wurde mir der AT genannt. Wenn ich einmal in die Verlegenheit kommen sollte einen US-Trail zu gehen, wäre das deshalb der AT und nicht der PCT.
Das zuvor Gesagte bedeutet im Umkehrschluss, dass für extrem lange Wandertouren über mehrere Jahrezeiten und Klimazonen die dafür notwendige Ausrüstung von Anfang an im Rucksack vorhanden sein muss. Der Sommer-Quilt (Komforttemperatur ca. 10°C) muss dann zB auch im Frühjahr oder im Herbst für Temperaturen bis -5°C herhalten. Das erreicht man nur durch eine geschickte Kombination von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen. Im Beispiel des Sommer-Quilts wäre das zB Wander-Kleidung, die als Schlaf-Kleidung verwendet wird.
Das bedeutet auch, dass ich (um beim Quilt-Beispiel zu bleiben) nicht 2 oder 3 Quilts (für jede Jahreszeit einen) benötige. Einer muss reichen. Ähnlich ist es mit anderen Ausrüstungsgegenständen.
Diese Devise, "Einer für Alles" (ein Ausrüstungsgegenstand für alle Jahreszeiten und/oder Klimazonen), verfolge ich schon seit Jahren. Mein Traumziel, mein Basisgewicht weit unter 4 kg zu drücken, werde ich deshalb wohl nicht erreichen. Eher wird es sich zwischen 4-6 kg (über den Daumen gepeilt und abhängig von der Jahreszeit/Klimazone) einpendeln.
Als "Vorausplaner" plante ich bisher vor allem die Tracks und die Verpflegung für meine Wandertouren. Die Tracks werde ich immer noch planen. Aber die Verpflegung werde ich in Zukunft mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Beim Start für eine längere Wandertour statte ich mich mit Verpflegung für mehrere Tage aus. Dann muss ich aktuell entscheiden, wie und wo ich mir meine Verpflegung für die folgenden Tage besorge.
Meine mir selbst auferlegte Vorgehensweise wird bei längeren Wandertouren unweigerlich zu Problemen führen. So werde ich nach ca. 800-1000 km Probleme mit meinen Wanderschuhen (Altra) bekommen. Wie ich das zufriedenstellend lösen kann, weiß ich jetzt noch nicht.
Bei schweren Teilstücken, wie zB verschneiten Gebirgspassagen, würde ich warten bis eine Begehbarkeit ohne große Gefahren gegeben ist. Ich weiß, dass viele "ThruHiker" einen strengen Zeitplan befolgen, der oft von der zur Verfügung stehenden Zeit (berufliche Auszeit, Urlaub usw) bzw. der An- und Abreise diktiert wird.
Auf dem bereits erwähnten Jakobsweg (Camino de Levante) bin ich im November 2019 über den O Cebreiro (ca. 1300 m hoch) bei leichten Minusgraden, 20 cm Neuschnee und heftigem Schneetreiben in meinen Altras mehr "gestapft" als gegangen. Ich hatte mich einer 3er-Gruppe angeschlossen, die bei dem Wetter unbedingt über den Berg wollte. Heute weiß ich, wenn ich an diese Situation denke, dass ich einen Tag abgewartet hätte. Alleine wäre ich nicht über den Berg gegangen. Am nächsten Tag war es noch kalt, aber das Schneetreiben war vorbei. Als Gruppe bewältigt man schwierige Wegstrecken wesentlich besser.
Meine Wandertouren plane ich immer als "echte" ThruHikes.
Die Realität sieht dann aber oft anders aus. Neben "echten" ThruHikes gab es auch ThruHikes mit MailDrop (zB Jakobsweg Camino de Levante, 2019). Auch SectionHikes (zB Jakobsweg Via de la Plata, Frühjahr und Herbst 2018) gehörten in meine Wanderwelt. Den einen oder anderen Abbruch (zB Das Grüne Band, Deutschland, 2021) musste ich aus Verletzungsgründen ebenfalls hinnehmen.
Es läuft also nicht immer so, wie ich es mir in meinen Idealvorstellungen wünsche...
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Matthias reagierte auf grmbl in Planung Norge pa Langs 2023Genau das ist der entscheidende Punkt, solche dicken Stiefel sind was für Tagestouren oder Hüttentouren, wie insgesamt das Konzept "trockene Füße" eben.
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Matthias hat eine Reaktion von grmbl erhalten in Planung Norge pa Langs 2023Trockene Füße in Skandinavien, vorallem bei einer Weitwanderung von stattlicher länge werden auch 2023 ein Wunschtraum bleiben. Wasserdichte Socken kannst du dir gleich sparen. Man muss sich im klaren sein da wahrschienlich täglich nasse Füße zu haben, da hilft nix dagegen. Am Abend sogut es geht trocknen, einschmieren, trockene Socken zum Schlafen anziehen. Einlagen aus den Schuhen nehmen, diese + Wandersocken auswringen und über nacht zwischen groundsheet/Zeltboden und Unterlagsmatte legen. Wenn möglich an einem Feuerchen oder Öfchen trocknen.
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Vergleichsbilder sind ja immer ganz nett. Die Bilder der schneebedeckten Sierra sehen ja eigentlich immer ganz cool und abenteuerlich aus. Machen eigentlich sogar Bock auf mehr, da eben das Abenteuer vermeintlich größer ist. Was auf solchen Fotos aber meist nicht zur Geltung kommt ist die zusätzliche Kraft und Anstrengung die zwischen den beiden Szenarie low & high snow liegen. Das kennt man erst wenn man es erlebt hat. Die knietiefen sun cups der sommerlichen Sierra, der matschige Schnee der dich einsinken und rutschen lässt, etc. Gefühlt arbeitest du im high snow Szenario für jeden Meter min. doppelt so hart wie für das low snow Szenario. Dazu kommt das man aufgrund des langsameren Vorankommens mehr Gewicht an Lebensmitteln schleppt, nicht zu vergessen das extra snow gear. Es gibt Hiker die lieben diese extra Challenge und den Nervenkitzel andere nicht. Wichtig ist auf sich selbst zu hören und sich nicht von anderen zu Dingen überreden lassen für die man nicht bereit ist. Skippen und flippen ist auch keine Schande. Ich war 2017 (Ende Juni), 2018 (Anfang Juni) und 2022 (Anfang Juli) in der Sierra, habe also unterschiedliche Schneebedingungen kennengelernt und ohne mich zu schämen bevorzuge ich eine weitestgehend schneefreie, "zahme" Sierra. Für maximales Abenteuer, Nervenkitzel und once in a lifetime Erfahrungen ist ein high snow year gut geeignet.
Jetzt bereits viel Erfolg an die Klasse von 2023. Und denkt dran: Hike Your Own Hike
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Matthias reagierte auf RaulDuke in Thruhike Lykischer Weg, Türkei (März - April 2023)@Christian_Kiel
Brot backen? Wie jetzt?
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Matthias hat eine Reaktion von Mittagsfrost erhalten in Wie genau seid ihr bei euren Packlisten?Ich führe packlisten hauptsächlich um im nachhinein zu schauen was ich bei dieser und jener Tour in der vergangenheit dabei hatte und mache mir notizen was ich anders machen würde oder ob alles gepasst hat. Ob irgendwas 50g schwerer oder leichter ist, ist mir recht egal.
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Matthias hat eine Reaktion von El Barato erhalten in Wie genau seid ihr bei euren Packlisten?Ich führe packlisten hauptsächlich um im nachhinein zu schauen was ich bei dieser und jener Tour in der vergangenheit dabei hatte und mache mir notizen was ich anders machen würde oder ob alles gepasst hat. Ob irgendwas 50g schwerer oder leichter ist, ist mir recht egal.
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Matthias hat eine Reaktion von EnjoyHike erhalten in Wie genau seid ihr bei euren Packlisten?Ich führe packlisten hauptsächlich um im nachhinein zu schauen was ich bei dieser und jener Tour in der vergangenheit dabei hatte und mache mir notizen was ich anders machen würde oder ob alles gepasst hat. Ob irgendwas 50g schwerer oder leichter ist, ist mir recht egal.