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Ultraleicht Trekking

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Ben

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von Onza erhalten in Myog Bivy - Hilfe erbeten   
    Endlich konnte ich mich aufraffen mein bivy fertigzustellen:
    Ich bin am Ende ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
    Das Endgewicht von 227g liegt leicht über dem Zielbereich, was dem stabileren Boden geschuldet ist (70g/m2 PU Nylon)
    Die Materialien:
    Das Obermaterial 27g/m2 Nylon war schwer zu verarbeiten - da es sich hierbei um extrem dünnes Material handelt - Kappnähte damit herzustellen war sehr schwierig. Es franst  an den Schnittkanten sehr leicht aus- daher war ein sorgfältiges versäubern aller Schnittkanten unumgänglich.
    Es ist reissfest genug - wobei Pertex Quantum eindeutig stabiler ist.
    Die DWR ist aber gut - alles in allem eine gute Wahl für das Obermaterial.
    Der Boden mit 70g macht im vergleich zum 90g Zeltboden von Extex natürlich einen etwas weniger robusten Eindruck. Die PU Schicht ist nicht so haltbar auflaminiert wie bei der 90g Variante - da die Innenseite aber kaum auf Abrieb belastet wird - es liegt ja die Matte drauf - wird das wahrscheinlich keine Rolle spielen.  Der Boden ist robust genug, dass keine weitere Bodenunterlage nötig ist. Dies ist eine Ersparnis im Vergleich zu einem Tyvek Bivy.
    Das Bivy ist so gross geschnitten, dass eine Neoair L mit Winterschlafsack und eine 190cm grosse Person sowie noch ein bischen Kleinkram am Kopfende reinpasst.
    Es ist in Mumienform geschnitten, hat ein 3D geschnittenes Kopfende und Fussbox. Der Reissverschluss liegt oben Mittig und reicht recht weit hinunter, was das hineinlegen der Matte-/Schlafsack sowie das Einsteigen sehr leicht macht. 
    Bin ganz zufrieden damit obwohl es mehr Arbeit war als gedacht- wegen der vielen Gekappten Nähte und dem dünnen Obermaterial.
    Die Materialkosten betrugen etwa 70 Euro.
    Lg, Ben
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
  2. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in Hochwertiger Kaffee auch unterwegs   
    So mach ichs auch
    Lg
  3. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von hrXXLight erhalten in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Hab von aussen noch einen ringförmigen Streifen und eine Regenabdeckung aus Panox mit Elastosil aufgeklebt.
    Der Ring ist nochmals nach innen umgenäht.
    Somit sind Am Rand des Ofenrohrdurchlass jetzt 3 Schichten 
    Dieses feuerfesten Materials verarbeitet.
    LG, und Danke für eure Tips
     
     


  4. Danke!
    Ben hat eine Reaktion von Carsten010 erhalten in Bitte um Feedback: Sommer '21: 110Km Alpen Trekking Hochtour / 11.000Hm   
    Es wäre interessant, wenn der@Hamburger
    nach einer vierseitigen Gear Diskussion, hier einen ebenso ausführlichen Praxisbericht abgeben würde... oder hab ich den in den Tourenberichten übersehen?
    Lg,
    Ben
  5. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von lampenschirm erhalten in Bitte um Feedback: Sommer '21: 110Km Alpen Trekking Hochtour / 11.000Hm   
    Es wäre interessant, wenn der@Hamburger
    nach einer vierseitigen Gear Diskussion, hier einen ebenso ausführlichen Praxisbericht abgeben würde... oder hab ich den in den Tourenberichten übersehen?
    Lg,
    Ben
  6. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von Genuss erhalten in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Hab von aussen noch einen ringförmigen Streifen und eine Regenabdeckung aus Panox mit Elastosil aufgeklebt.
    Der Ring ist nochmals nach innen umgenäht.
    Somit sind Am Rand des Ofenrohrdurchlass jetzt 3 Schichten 
    Dieses feuerfesten Materials verarbeitet.
    LG, und Danke für eure Tips
     
     


  7. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Hab von aussen noch einen ringförmigen Streifen und eine Regenabdeckung aus Panox mit Elastosil aufgeklebt.
    Der Ring ist nochmals nach innen umgenäht.
    Somit sind Am Rand des Ofenrohrdurchlass jetzt 3 Schichten 
    Dieses feuerfesten Materials verarbeitet.
    LG, und Danke für eure Tips
     
     


  8. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von bieber1 erhalten in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Innen habe ich das panox noch ca 20 cm unter die Silnylon Quernaht hängen lassen um das Silnylon vor Hitze zu schützen
    Das Foto ist nach Verwendung des Ofens, das Ofenrohr war zeitweise glühend rot. Dem silnylonrand aussen hat das nichts ausgemacht.
     


  9. Gefällt mir!
    So wie im Ausrüstungs-Vorfreude-Thread bereits bekannt gegeben, habe ich einen custom Hybrid 20 von Atelier Longue Distance (ALD) bestellt.
    Laut dem Besitzer Jason, war ich wohl sein erster deutsche Kunde. Wobei im laufe unserer Abstimmung wohl bereits ein zweiter mit ihm in Kontakt getreten ist.
     
    Zum Bestellvorgang:
    Die Kommunikation mit Jason war sehr unkompliziert und man hat am selben Tag oder spätestens einen Tag später eine Antwort bekommen.
    Zusätzlich zu den verfügbaren Optionen hatte ich ein paar Sonderwünsche, die ich ohne Probleme auf englisch abstimmen konnte.
    Bestellt habe ich am 30.03.2021 folgenden Rucksack:
    Custom Hybrid 20
    Main Fabric: Grünes Gridstop von ripstop.pl (Jason hat mich während dem Bestellprozess darauf hingewiesen, dass er den Stoff eigentlich nicht im Sortiment hat und zur Wasserdichtigkeit keine Auskunft geben kann.  War für mich bzw. den geplanten Einsatzzweck aber nicht kritisch.) Backpanel: Gleicher Stoff wie das Main Fabric. (Normalerweise wird von ALD hier VX21 in schwarz benutzt) 3 external pockets Front pocket: Mesh und mit Bungee (ist wohl auch standardmäßig dabei, wenn man es nicht explizit abbestellt) Recall strip: Kannte ich von meinem Atom+ und dabei ging es mir einfach darum, dass das Mesh nicht bis unten hin geht. Zusätzlich mit dabei ist bei ALD dann eine Befestigung für Isomatten oder Sitpads an der Stelle Side Pockets: Schwarzes Gridstop 20 cm hoch am Rücken und 30 cm hoch an der front pocket. (Standardmäßig ist beim Hybrid 20: 15 cm am Rücken und 30 cm am front pocket) Bottom pocket: Dyneema bottom mit cord und lineloc Top strap: single Ice Axe loop: nein Vest strap size: XXL (hier war beim messen unter den Brustmuskeln genau zwischen XL und XXL. Nach Rücksprache mit Jason habe ich mich aufgrund meiner Größe von 193 cm für XXL entschieden) Vest strap: XUL variante mit 4 Taschen + Tragegriff (Bei den normalen Schultergurten dabei, bei der XUL Variante auf Anfrage kostenlos) Side Compression: Einen dritten Ankerpunkt für die Kompression an der Seite Innentasche: Eine von außen erreichbare möglichst wasserdichte Tasche   
    Der erste Eindruck:
    Ein sehr schöner Rucksack, qualitativ kommt er an meinen Atom+ und auch an meinen Custom Rucksack von GramXpert ran. 
    Gewicht: 375 g, wobei aber auch noch das eine oder andere eingespart werden kann!
    Viel mehr kann ich dazu noch nicht sagen, da er nach Versand am 12.04.2021 (Schnell im Vergleich zu anderen Cottages, aber wahrscheinlich weil noch nicht so bekannt) erst am 15. 04.2021 bei mir angekommen ist.
    Eine kleine Tour habe ich bereits unternommen, da war er sehr angenehm zu tragen auch mit ca. 10 kg (habe mal ein bisschen mehr geladen um ihn zu testen)
    Wie er sich auf lange Zeit schlägt... kann ich noch nicht bewerten.
    Darum lasse ich jetzt erstmal nur noch ein paar Bilder sprechen.
    Falls ihr Fragen habt, gerne raus damit! Ich versuche sie zu beantworten.
    Gerne liefere ich auch nochmal Detailbilder nach.
     
    Ich würde dann bei Zeiten meine gemachten Erfahrungen mit dem Rucksack hier mit euch teilen ;).







  10. Danke!
    Ben reagierte auf wilbo in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Die Abspannpunkte vom Saum lösen und höher setzen. Das Führt zu einem niedrigeren Aufbau und "eingebauten" snowflaps. Die neuen Ansatzpunkte am Zelt müssten natürlich auch entsprechend verstärkt werden.
    Oder mit einem langen Dreieck direkt auf die Naht gesetzt werden. ->


    Zum Lüften kann man sich innen eine Halterung improvisieren.


    VG. -wilbo-
  11. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von Krokodilalli erhalten in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Der Nachteil des hohen Ofenrohrdurchlass ist, dass der Ofen relativ mittig im Zelt zu stehen kommt sofern das Ofenrohr senkrecht sein soll.
    Das führt zu schlechterer platzausnützung und dazu, dass man beim ein- und aussteigen aus dem Zelt sehr darauf achten muss sich nicht am heißen Ofen zu verbrennen.
     


  12. Danke!
    Ben reagierte auf wilbo in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Mit der Zeit leiert aufgrund der Hitze das Loch etwas aus. Ich würde den Ausschnitt daher eher knapp halten.
    Einmal habe ich den Rand mit dem Gleichen Material eingefasst. Das war allerdings recht aufwändig und das Kevlar-Garn auch kein Schnäppchen. Würde ich so nicht nochmal machen.
    Beim Abmessen des Rohrdurchlasses wäre mir eine asymmetrische Platzierung des Loches wichtig. Bei den Dachschrägen ist der untere Bereich deutlich näher am heißen Ofenrohr als der Obere.

    Das ist ganz schön knapp.
    Ich habe vor einigen Jahren einen Rohrdurchlass in ein Kuppelzelt eingebaut. Sobald das Ofenrohr anfing zu glühen, wurde mir etwas mulmig. Seitdem stehe ich solchen geringen Ofenrohrlängen eher skeptisch gegenüber ...
    Warum willst Du das Loch nicht höher setzen?
    VG. -wilbo-
  13. Danke!
    Ben reagierte auf Omorotschka in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    Ich habe das Panox mit der grünen Seite verklebt und erst dann das Loch in das Zeltmaterial geschnitten. 
    Bei mir ist es verstärkt, weil sich beim Hängemattenzelt bei Wind das Rollrohr ins Material geschnitten hat. Allerdings hat sich das Zelt auch ziemlich doll bewegt. Bei der Verstärkung klebt grün und grau zusammen. 

    ... nicht ganz so schick, aber es funktioniert
     
  14. Danke!
    Ben reagierte auf Omorotschka in Eingenähter Ofenrohrdurchlass   
    @Ben der Panox Ofendurchlass, den @Andreas K. vorgestellt hat, funktioniert auch bei mir seit einigen Jahren. Erst im Hängematten hottent und später einfach mit Elastosil in ein Silnylonmid geklebt. Allerdings weiter oben an der Zeltspitze, damit der Ofen nicht so windanfällig ist. 
    @doman nutzt das Material auch immer wieder. 
     
  15. Danke!
    Ben reagierte auf retox1 in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Hatte E-Mail-Kontakt mit Seek Outside. Ich weiß, dass die Firma nicht unbedingt Ultraleicht ist, aber der Flight One (knapp über 1kg für 57L + Außentaschen) bekommt ein Update mit dem sehr passenden Namen "Flight Two". Dieser soll eine Mesh-Fronttasche bekommen. Außerdem soll die 2lbs (also 1000g Marke) unterschritten werden.
     
    Dieses Update kommt "in the near future"
     
    UPDATE: Release für heute geplant.
  16. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von Morgood erhalten in Build Along: Climashield Apex quilt mit differentieller Füllung und Fussbox   
    Zielsetzung war Näherfahrung mit Climashield Apex isolation zu sammeln und einen 
    Kufa Quilt
    für 189cm/90kg
    für Schmuddelwetter um den Gefrierpunkt mit Temperaturreserve 
    bis Komfort -5 Grad
    ohne Kältebrücken
    mit geschlossener Fussbox und differentieller Füllung (im Beinbereich mehr Füllung, zur Verwendung zusammen mit einer Daunenjacke, welche im Torsobereich die Mehrfüllung des Quilts im Beinbereich ausgleichen kann - eine Daunenjacke ist um den Gefrierpunkt eh immer dabei.)
    zu bauen, einfach um zu sehen wo man gewichtsmässig mit Kufa Isolation liegt, die Bemassung zu testen, und eine Idee für die Fussboxkonstruktion auszuprobieren.
     
    Herausgekommen ist folgendes:
    1140g


     
    Materialien(alles von EXTREMTEXTIL:
    Taftfutter 5m  sehr gutes Preisleistungsverhältnis: gutes Hautgefühl stabil genug, leicht genug, franst ein bisschen, Der Stoff ist wirklich empfehlenswert für Quilts bei denen man nicht das letzte Gramm raus holen will - Preis Leistung Top!!!!
    Dyneema Kordel
    Tanka mit Feder
    Ripsband 1,5mm 2m 
    Climashield Apex 200g/m2  2,5m  Isolation im Gesamten Quilt von oben bis Fussbox
    Climashield Apex 100g/m2 2m zusätzliche Isolation im Unteren Quilt inklusive Fussbox
    Nähgarn Alterfil 80nm
    Nähnadeln 70er Microtex
    CAM SNAPS : https://www.amazon.de/gp/product/B01AW68UIA/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1
                           https://www.amazon.de/Druckknoepfe-Druckknopf-Druckknöpfe-Scrapbook-Basteln/dp/B00PXTWDM6/ref=pd_sim_201_1?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=6J5ERSDDKMHX5H2SX5MX
     
    alles wurde mit einer  Pfaff mit ODT (obertransport ) genäht, wobei sich der Obertransport schon bei vielen Projekten insbes. bei dünnen Stoffen sehr bewährt hat. 
    Planung, Zuschneiden und Nähen haben 2 Tage, ca 16 Stunden reine Arbeitszeit in Anspruch genommen.
     
    Maße (jeweils ohne Nahtzugabe):
    Ich würde mindestens 1cm -1,5cm Nahtzugabe empfehlen
    Länge: 200cm            
    passt für mich mit 189cm genau, geschlossene Fussbox erlaubt etwa 10-15cm kürzer zu bauen als wenn man       eine Fussbox mit Drawcord channel näht. 
    Breite Halsende:146cm    
    Ausnutzung der gesamten Stoffbreite nach Abschneiden des nicht verwendbaren perforierten Randes auf     beiden Seiten,  Ich wollte den Quilt für den ausgelegten Temperaturbereich oben so breit als möglich                             gestalten. 
    Breite Fussende:100cm    
    Die Fussbox ist gerade gross genug, wird aber durch die Dicke Füllung von 300g/m2 Apex im Fussbereich                   schon sehr in der Grösse reduziert -  ich würde nächstes mal auf 115cm Breite erhöhen. 
    Tapering ab 90cm            
    gemessen vom Oberen Rand des Quilts (den Kordelzugkanal nicht mitgerechnet), ich würde den Quilt bei meiner Grösse wieder ab 90- 100 cm vom Oberen Rand aus gemessen von der Vollen Breite  auf die Breite des Fussendes in einer geraden Linie Tapern (schmaler zulaufen lassen). 
    Absteppnähte:                 
    An die Innenhülle ist die fusseitige Aufdoppelung (mit 100g/m2 Apex) mit einer Horizontalen Absteppnaht                 fixiert.
    Das 200g/m2 Apex reicht über die gesamte Länge des Quilts inkl. gesamte Fussbox. Diese 200er Apex Lage ist mit 2 horizontalen Absteppnähten mit der Aussenhülle verbunden. Diese Nähte (65cm und 130cm Abstand zum Kordelzugkanal am Halsende) liegen ober und unterhalb der Absteppnaht welche die 100g/m Apexschicht                  mit der Innenhülle verbindet.
    Einen potentiellen Cold spot gäbe es daher nur im Bereich der oberen Absteppnaht mit der Aussenhülle:
     In der Praxis bauscht aber das 200g/m2 Apex um die Naht so sehr auf dass eigentlich keine Ausdünnung der               Isolation im Bereich der Naht mehr existiert. Also Absteppnähte im Apex halte ich für keinen            wärmetechnischen Nachteil. Sie Stabilisieren die Konstruktion, sichern das Apex bei rauer Handhabung                 oder Waschen vor dem Auseinanderziehen und erleichtern die Verarbeitung des Quilts. 

     
     
    Anzeichnen und Ausschneiden der Aussen- sowie Innenhülle:

     
    Abheften des Apex 100 auf die Innenhülle, Abheften der Absteppung:
    Nach dem Vernähen habe ich das 100er Climashield ca 1,5cm oberhalb
    der Absteppung Abgeschnitten. 
    Auf die selbe Art habe ich dann das 200er Climashielt auf die Aussenhülle 
    aufgesteckt, die Absteppungen abgesteckt, vernäht und dann die Überstände 
    des Climashield über den Stoff abgeschnitten.
    CAVE: die Linie für die Absteppung muss vor dem Aufheften des 
    Climashield auf das Hüllmaterial aufgezeichnet werden
    Die Absteppungen müssen Abgesteckt werden.

     
     
    Nähen des Climashield:
    funktioniert am besten wenn das Climashield unten und der Stoff
    gegen das Nähfüsschen gerichtet ist: es verhäddert sich so eigentlich 
    Nichts. Man sollte Probenähen um die Fadenspannung gut hinzukriegen.
    Sollte es nötig sein mit dem Apex nach oben zu nähen, ist es wichtig
    den Obertransportfuss hochzuklappen, also ohne ODT zu nähen.!!
    Abschneiden kann man den Climashield Überstand nach dem Abnähen
    des Randes problemlos.
     

     
    Hier sieht man das Aufbauschen des 100g Apex um die Absteppnaht
    beim 200er ist das noch deutlicher, so dass es keine zu keinen 
    Kältebrücken kommt.

     
     
    Man erkennt die Innenhülle mit der 100er Apexschicht welche nur
    etwas über die Hälfte der Quiltlänge hochläuft.

     
    Jetzt wird am Fussteil die Innenhülle Rechts auf Rechts zusammen
    genäht. Ich nähe einfach nochmal durch die Randnähte durch.
    Das ist die Vorbereitung um die Fussbox im nächsten Schritt mir dem 
    Kreisrunden Abschluss verschliessen zu können.
    CAVE:nur etwa 10cm Hochnähen: es handelt sich hierbei um den
    Bereich durch den der fast fertig vernähte Quilt zum Schluss von 
    Innen nach Aussen gewendet wird.
    Dieser Teil der Fussbox ist Innenseitig gelegen und daher habe ich 
    ihn zu allerletzt verschlossen.

     
    Jezt wirds fummellig: 
    Ausmessen des Umfanges der im letzten Schritt gebildeten Fussbox,
    dann Berechnen des Radius und Aufzeichnen des Kreises auf den
    Stoff (Nahtzugabe hier grosszügig bemessen ---- ca 3-4cm),
    Aufstecken des 100er Apex auf den Stoffkreis (Überstand über den Stoff 
    ca 2cm) - in einem etwas kleineren Radius als dem der Fussbox (sonst
    kommt man sich beim Nähen mit den Stecknadeln ins Gehege)

    Wenn jetzt Innenhüllstoff und Apexkreise zusammmengesteckt sind, 
    diesen Fussabschluss Rechts auf Rechts mit der in dem vorherigen
    Schritt gebildeten "Röhre" zusammenheften.
    Wie schon geschrieben ist dieser Schritt etwas fummelig und umso
    schwieriger je dicker das verwendete Apex ist.
    Je mehr man sich hierbei Zeit nimmt und je enger man die Nadeln setzt,
    und je genauer man dem Radius Folgt um so schöner wird dann der 
    Fussabschluss:
    Hier sieht man die beiden links auf links zusammengesteckten Teile:

     
    Das zusammennähen ist fummelig, man kann aber über die Steck-
    nadeln drübernähen und sie nachher rausziehen - so verrutscht
    die Sache weniger.

    Man kann auch hier wieder sehen wie die Nähte zubauschen.
    wenn man den Fussteil wendet Schiebt sich das gebauschte Apex noch
    mehr zusammen und es entstehen an der so gebildeten Fussbox absolut 
    keine Kältebrücken.
     
    Wenn alles vernäht und hoffentlich alle Stecknadeln draussen sind
    (die kann man im Apex durchaus vergessen) sieht die Fussbox 
    gewendet so aus:

     
     
    Aufzeichnen der Absteppung und Aufstecken des Climashield Apex 200
    auf die Aussenhülle, dann Abschneiden des Cliemashield Apex Überstandes,
    sowie abstecken der Absteppungen (in der Hülle 2 in meinem Fall).

     
    Vernähen des Apex mit der Aussenhülle, Stoff oben , mit ODT aktiviert

     
     
    Hier die Absteppnähte am Hüllmaterial, und der Rand fertig vernäht.

     
     
    Auch hier wird wieder zuerst die Decke im Fussbereich zu einer
    "Röhre" vernäht, wobei man hier exakt so weit heraufnähen sollte
    wie weit die Fussbox später fix verschlossen sein wird.
    In meinem fall z.b. 50cm,  und nicht wie bei der Innenhülle nur ca 10-20cm.
    Der Grund dafür ist dass der Quilt am Schluss problemlos durch das ver-
    bleibende Loch auf der Innenseite gewendet werden kann und sich durch 
    das Hochnähen bereits in diesem Schritt, am Ende ein schöneres kosmetisches
    Ergebnis bringt. 
     
    Hier sieht man wie die Fussbox Rechts auf Rechts unten Verbunden wird
    --->es entsteht die "Röhre"

    Nun wieder die "Röhre" und den kreisrunden Fussabschluss vernähen
    200er Apex geht schwieriger als das 100er, bauscht schön, verhäddert
    sich aber, CAVE: wieder Ohne Obertransport nähen

     
    Fix verschlossen sieht das bei der Fussbox der Innenhülle mit 
    dem100er Apex dann so aus:

     
    Die Fussbox mit dem 200er Apex gewendet:

    Wenn nun die Fussbox die aus der Innenhülle mit dem 100er Apex gebildet wird darauf
    anliegt sind jegliche Kältebrücken ausgeschlossen und es ergibt sich eine optimale
    Fussbox ganz ohne Kältebrücken.
     
    Den Apex Überstand an den Hüllteilen nach dem Vernähen trimmen
    sonst bauscht der Rand des Quilt nach dem Vernähen und Wenden
    zu viel auf.

     
     
     
    Vorbereiten des Kordelzugkanals:
    Ein Streifen des Hüllstoffes, am Ende umgefaltet und abgenäht, 
    damit nichts ausfranst. Ich würde nächstes mal 2 Streifen jeweils in 
    der Hälfte der Länge des Quiltoberrandes bilden, an den Enden abnähen,
    da es im nachhinein schwieriger ist in die Mitte oben Ösen einzunähen.
    (Vom Handling ist mir die Ausführung der Kordel Oben genau in der Mitte
    und Cam snaps jeweils an den oberen Ecken (siehe Skizze)am liebsten.)

    Die Teile werden so wie man oben sieht auf links zusammengesteckt:
    von links nach rechts sieht man die 
    Innenhülle ohne Apex 
    Aussenhülle mit 200 Apex
    Kordelkanal, abgenäht und in der Hälfte gefaltet um 
    ihn zwischen die Innen und Aussenhülle Links auf Links
    Abzustecken.
     
    Der Kordelkanal zeigt nach Innen 

    und wird so aufgesteckt


    dann die Innenhülle drüber festzstecken

     
    auf der ganzen Quiltbreite

     
     
    Hier sieht mans noch mal aufgeklappt:

     
    Dann vernähen 
     
    und so sieht das ganze dann schön sauber aus wenn man es 
    wieder von Rechts auf Rechts klappt.

     

     
     
    Jetzt sind die Innere und Äussere Hülle am Kopfende des Quilts fix verbunden.
    (hier Links auf Links gedreht, der Kordelzugkanal/Kopfende ist am linken Bildrand)
     

     
     
    Vor dem verbinden der Innen- und Aussenhülle Teile muss man die CAM SNAPS 
    vorbereiten, anzeichnen und anheften
    In meinem Fall 5 Paare:
    10 Stück Ripsband lang genug abschneiden

     
    etwa 2,5cm hinter der Umfaltstelle CAM SNAPS hineindrücken
    jeweils 5 Paare (Männlein und Weiblein)

     
    voila
     


     
    Anheften der Ripsbänder mit Snaps an die vorher angezeichneten
    Stellen an der Hülle: Hier ist Vorsicht geboten bezüglich der Orientierung
    der Snaps:
    Die Orientierung ist wieder ähnlich wie beim Kordelzugkanal nach 
    Innen, vom Rand weg in die Fläche hinein.
    Auf einer Seite (von Kopf bis Fussende gleich) so wie hier

     
    Auf der gegenüberliegenden Seite (wieder von Kopf- bis Fussende
    identisch) so wie hier:

     
    An gegenüberliegenden Seiten der Aussenhülle mit Apex 200 
    sieht das dann so aus: 
     
     
     
    Auf beiden Seiten vollständig abstecken.

     
     
    Zusammennähen der Hülle RECHTS auf RECHTS:
    Nachdem alle Snaps aufgesteckt sind kann man die zwei Hüllen 
    wieder mit den beim fertigen Quilt nach aussen zeigenden Flächen
    zu eindander falten (so dass der bereits eingenähte Kordelkanal 
    wieder innen zu liegen kommt.)
     
     
    Zusammennähen der Hüllen:  
    hier: obenliegend die Innenhülle, untenliegend die Aussenhülle mit
    Apex 200, dazwischen jeweils die Cam Snaps in die Fläche hinienzeigend.
    Das Ripsband der Snaps sollte noch 2x vor und zurück 
    übernäht werden, damit es gut hält und gegen Ausreissen gesichert ist.
     

     
    Beim Zusammennähen ist sehr darauf zu achten wie weit und wo
    man die äussere und innere Hülle miteinander vernäht, das ist nicht
    nur wichtig dass man den Quilt am Ende gut wenden kann, sondern
    auch für das kosmetische Endergebnis.
    Am Kopfende ist der Quilt in dieser Phase ja schon verbunden.
    Man kann jetzt an beiden Seiten hinunternähen.

     
    wie weiter oben
    bereits beschrieben ist es wichtig dass man von oben kommend
    an der Stelle bis zu der die Fussbox fix verschlossen sein soll 
    mit der Naht STOPPT  also in meinem Fall 50cm entfernt vom
    unteren Ende des Quilts

     
    Jetzt schliesst man die Aussenhülle
    (in meinem Fall hier mit dem 200er Apex verbunden)
    von unten Nach oben zu dem o.g. Punkt bis zu dem die 
    Fussbox nachher fix geschlossen sein soll (hier 50cm entfernt vom
    Fussende). Was jetzt noch offen bleibt ist ca 30cm der Innenhülle der 
    Fussbox vom o.g Punkt  (hier 50cm entfernt vom Fussende) bis zum
    Beginn der "Röhre" auf welche man weiter oben den runden Fussabschluss
    aufgenäht hat.   Die Aussenhülle ist zu diesem Zeitpunkt bis auf
    kleinstmögliche Mass (5-10mm) geschlossen.
    OT:
    Es ist nicht einfach diesen Schritt zu beschreiben  - ich hoffe es ist
    mir gelungen  - sonst bitte nachfragen wenn interesse besteht

     
    Am Ende kann man noch mal die Apex Überstände
    an den Verbindungsstellen trimmen:

     
     
     
    Moment der Wahrheit: Wenden:
    Im nächsten Bild sieht man vielleicht, dass ich die Aussenhülle
    nicht hoch genug geschlossen habe, das hat mir das
    Weiterarbeiten schwerer als nötig gemacht, schöner wirds auch
    wenn man das im vorherigen Schritt so wie beschrieben macht. 
     
    Der Kordelkanal und die Snaps kommen nach dem Wenden aussen
    zu liegen, wenn man sie nochmal verstärken möchte, kann man auch
    jetzt von aussen nochmal im Bereich der Ripsbänder von aussen durch
    alle Schichten drüber nähen

     
    Aussehen sollte es dann so:

    Die obige Öffnung der Innenhülle habe ich unter ständigem
    nach Innen Drücken von Stoff und Apex Isolation
    einfach von Hand mit Nadel und Faden zusammen-
    gezogen. Ich habe einfach die gegenüberliegenden 
    Nähte zusammengezogen  um eine Verbindung zu schaffen
    ohne dass Apex herausquillt- so wie unten zu sehen.


     
    dann nochmal alles Abgeheftet und drübergenäht.

    Diese letzte Naht sieht man eigentlich nicht, weil sie sich in der
    Innenhülle der Fussbox befindet.

     
    Es bleibt am Ende nur noch eine wenige Millimeter messende Lücke
    welche ich schliesslich mit etwas Ripsband 
    der Verbindungsstelle überdeckt und gleichzeitig verstärkt habe.

     
    Kordelzugkanal mit Ösen verseheh:
    diese sind ebenfalls innen gegen Ausfransen mit Ripsband verstärkt
    und von Hand übernäht.

     
    Einziehen der Kordel mit Tanka
    und vernähen an den beiden Ecken am Kopfende dort wo sie aus
    dem Kordelzugkanal austreten, so wäre die Kordel wechselbar oder
    reparabel im unwahrscheinlichen Fall eines Problems.

     
    Am Ende sieht das ganze dann so aus wie am Anfang des Posts 
    bereits gezeigt, ich füge nochmals die Bilder ein, da es mittlerweile
    schon ein paar Kilometer nach oben zu scrollen sind:


     
    Fazit:
    Ich bin ganz zufrieden!
    Nach dieser Methode ist das Endergebnis sehr
    sauber anzusehen.
    Mehr Arbeit als gedacht: Ist aber klar bei
    meinem ersten Kufa Quilt - und es ist ja auch
    nicht die simpelste aller möglichen Konstruktionen.
    Das Gewicht und Packmass ist natürlich schon einen Ansage
    im Vergleich zu Daune und
    ich dachte zuerst: Puh, so schwer..... hatte Ihn auf
    dem Papier leichter berechnet.
     
    Ich wollte auch einmal wieder beitragen und Schritte
    die mir selbst nicht so klar waren möglichst klar 
    dokumentieren - Ich hoffe es ist mir gelungen. 
     
    Wie gefällt euch das Projekt und was denkt ihr darüber?
    Was würdet Ihr anders machen, was ist in euren Augen
    gut gelöst. 
    Wie könnte ich einen Kufa Quilt: Einsatz Alpin und Ziel
    Komfort -2 Grad noch gewichtsoptimieren??
     
    lg
    Ben
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
  17. Gefällt mir!
    Ben reagierte auf wilbo in Trapezo-mid Tarp   
    Überraschend gut!

    Aufbauhöhe 130 -135 cm, Gewicht: 320 g.
    Es hat auf 20 cm Höhe eine effektive Liegelänge von 2,2 m. Auf 30 cm Höhe sind es noch 2 m und wenn man den Lifter abspannt, erweitert sich die Liegelänge wieder auf 2,2 m.

    Das Tarp ist für eine Person vom Platzangebot sehr großzügig. Selbst mit dem 3F inner, kann ich mich unter dem Tarp komplett umziehen.

    Das Schöne am Tarp ist allerdings die große offene Front. Sogar wenn ich ein solid inner verwende, lasse ich Abends gerne beim Einschlafen eine Seitentür offen, nur um so lange wie möglich nach Draußen schauen zu können.

    Der geschlossene Modus wird wichtig, um möglichst viel Wärme im shelter zu halten. Zum Verkleinern des Eingangsbereichs nutzt man zusätzliche Schlaufen, die mit Toggeln zu neuen Abspannpunkten für die Heringe werden.


    Sobald man die Front verkleinert, sind die Lifter wichtig um die Liegelänge zu erhalten. Der überhängende Stoff wird damit zum "snow flap" der vor Durchzug schützt.

    Um das Tarp komplett zu verschließen,  kann ich zusätzlich ein kleines beak , (40 g) einhängen und damit die Nutzfläche vom shelter erheblich vergrößern. Mit schräg gestellter Stange könnten nun sogar zwei Personen nebeneinander liegen.

    Das wäre dann ein 2p Tarp, bei vollem Wetterschutz für 360 g.

    Das DCF Tarp wurde genauso stark gebaut wie meine Variante aus Baumwolle. Alle Doppel-Nähte sind auf maximalen Zug ausgelegt. Die Stangentasche besteht aus 102 g/qm woven DCF und ist so robust, dass auch ein abgebrochener Ast als Zeltstange herhalten kann.

     

    Leider reflektiert das DCF camo, je nach Einfallswinkel den Himmel manchmal recht deutlich. Bei den meisten Blickwinkeln ist die Stoffoberfläche aber angenehm zurückhaltend.

    Trotz meiner anfänglichen Skepsis gegenüber dem 22g camo DCF, bin ich bis jetzt angenehm überrascht. Der Schnitt muss zwar exakt sein, aber dafür bekommt man eine straffe Zeltbahn geliefert.
    Der Aufbau ist verblüffend einfach. Da ich es nicht wirklich glauben wollte, mussten fast alle in Familie den Aufbautest machen. Selbst unser 10-jähriger Sohn bekommt das Tarp in 5 Minuten sauber angespannt...
    VG. -wilbo-
     
  18. Danke!
    Ben reagierte auf J_P in Virga 2 Vs Attila 2019 vs Agilist   
    OT: TrekkingliteStore; SackundPack; Walkonthewildside sind die Anbieter des Virga II im deutschen Internetz soweit mir bekannt. Rückenlänge Regular ist oft vergriffen...
  19. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von Painhunter erhalten in Was motiviert euch ultraleicht unterwegs zu sein?   
    Weniger tragen= mehr erleben, mehr sehen..
    Lg
  20. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von roli erhalten in Wind- und Bugbivi   
    Ich glaube eher daran, dass man mit dem Gewicht besser in mehr isolation investiert...wenn es wärmer sein soll.
    Mit 50- 100 gramm mehr Isolation im Fussbereich (egal ob Daune oder Kunstfaser) denke ich lässt sich ein deutlicher Unterschied erzielen.
    Ich habe einen Apex-Quilt mit 300g/m2 Apex im Bein und Fussbereich und 200g/m2 Apex im Brustbereich, der zusammen mit einer Daunenjacke und einer guten Matte -5 grad Komfort bringt.
    Lg
  21. Danke!
    etwas zu kurz gesprungen -
    du behandelst die Ursache für eine mögliche (wahrscheinlich kommende) Entzündung mit einer moderaten Überhitzung, des Hautbereiches und Zone darunter. 
    Zum Anderen, nicht jedes Eiweiß denaturiert bei derselben Temperatur (und Bindegewege ist in der Hinsicht ziemlich robust) und nicht jede "Verbrennung" resultiert aus einer thermischen Überhitzung (Bsp. Sonnenbrand). Es kommt auch immer darauf an, inwieweit das Eiweiß in einer wässrigen Suspension vorliegt (Insektengift) oder mit weniger Feuchtigkeit durchsetzt ist.
    So zersetzt sich Hautleim ab ca. 60° und auch feuchtes Sehnenmaterial verändert sich (denaturiert) massiv ab ca. 62°, kann diese Temperatur durchgetrocknet aber gut verkraften.
    Das Verfahren klappt btw. sehr gut und der Tip mit der Tip  ist excellent. Die Erhitzungsfläche stimmt gut und die erreichte Temperatur passt . Das spart mir wieder einige Gramm!
  22. Danke!
    Ben hat eine Reaktion von Painhunter erhalten in Double use nitecore TIP (schmerzlinderung nach mückenstichen)   
    Temperaturen, die geeignet sind um Eiweißverbindungen im Mückenspeichel unter der Haut zu denaturieren, sind auch geeignet um Eiweiß in der Haut zu denaturieren, was dann definitionsgemäß eine Verbrennung ist.
    Jedenfalls ein interessantes Konzept.
  23. Witzig!
    Ben hat eine Reaktion von Painhunter erhalten in Double use nitecore TIP (schmerzlinderung nach mückenstichen)   
    du behandelst also eine Entzündung mit einer Verbrennung?
     
  24. Danke!
    Hallo zusammen,
     
    hier mal wieder eine Bauanleitung, vielleicht hat ja der/die ein oder andere schon mal mit einem Zeltbau geliebäugelt …….
    Nach dem X-Pac 37+9L Rucksack und dem Daunen-Quilt mit geschlossener Fußbox ging es im letzten Winter an die dritte MYOG-Großbaustelle: dem Zelt. Da sich die beiden ersten Projekte durchaus sehen lassen konnten, war ich guter Dinge, dies auch bei einem Zeltbau entsprechend umsetzen zu können. Allen Unkenrufen zum Trotz, dass das erste selbstgenähte Zelt in der Regel für die Tonne ist, machte ich mich an die Planung und schrieb dazu im Vorfeld eine detaillierte Bauanleitung (s. unten). Zudem machte ich zu den Zeichnungen der einzelnen Baugruppen noch Zeichnungen der wichtigsten Nähte (alle letztendlich als Kappnähte ausgeführt), um später während des Zuschnitts und des Nähens den Überblick zu behalten, auch wegen der vielen unterschiedlichen Nahtzugaben. Der Entwurf ist als ‚single piece - single wall - A-frame‘ ausgelegt und orientiert sich an bewährten Zelttypen. Die Bauanleitung habe ich dann Schritt für Schritt abgearbeitet, was ausgesprochen gut funktioniert hat.
    Als Stoff kam das sehr dehnungsarme Chikara zum Einsatz. Das Chikara ließ sich sehr gut nähen (80er Microtex Nadel, Rasant 75 Garn) und erinnert in Haptik und Geräuschentwicklung am ehesten an Backpapier, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig war.
     

     
    Die wichtigsten Daten:
             2-Personen Zelt mit Platz für 2 TAR NeoAir Xlite (Regular) Isomatten          2 Eingänge, 2 Apsiden           alle Dachnähte abgedichtet          Trapez-Bodenwanne: 110/90cm Breite , 220cm Länge, Höhe 12 cm          First: Höhe mittig 120cm, Breite mittig 120cm, Höhe im Kopf-/Fußbereich >38cm          Material: Chikara 41g/m², Mosquitonetz 25g/m², 200den Diamond Ripstop 120g/m², Reißverschluß YKK 3C          Catenary cut: 2cm/m          Packmaß: Ø 14cm x 40cm (6L)          Materialkosten: ca. 190€       Gesamtgewicht: 716 g (incl. sämtlicher Abspannleinen)  

     
    Vorbereiten der Baugruppen
    Für alle Stoffstücke habe ich im Vorfeld Pappschablonen (1:1) angefertigt, da die meisten Kanten einen Catenary cut haben. Das hat sich für das Anzeichnen auf den Stoffen später als sehr hilfreich erwiesen. Eine sehr gute Catenary cut-Anleitung findet man hier. Bei den kürzeren Mesh-Dachkanten (155cm) ist darauf zu achten, dass der Cat cut vom Dach (175cm) genommen wird, da sie später eine gemeinsame Naht bilden und somit die längere Naht den Cat cut vorgibt (die tiefste Stelle des Mesh-Cat cut ist daher leicht asymmetrisch versetzt). Für die Ecken der Bodenwanne sollte man sich vorher mal aus einem DIN A4 Blatt ein Papiermodell machen, um die einzelnen Bauschritte zu verstehen. Hintergrund für die etwas aufwendigere Eckkonstruktion ist die Tatsache, dass ich die Bodenwanne bis zu einer Höhe von mindestens 3 cm nahtfrei bauen wollte. Somit müssen die Ecknähte nicht versiegelt werden und man hat zudem saubere und stabile Stofffahnen, an denen die D-Ringe für die elastische Kordel angebracht werden können. Es geht natürlich auch anders ……

     
    Mesh-Giebelseiten (2x)
             ausschneiden mit 3cm (unten) bzw. 2,5cm (Giebel/Traufe) Nahtzugabe          Spitzenverstärkung einschließlich Saumzugabe von außen auf die Giebelspitze aufnähen. Radius ca. 15cm. Alle Spitzen-/Eckverstärkungen sind aus 200den Diamond Ripstop Reststücken, es geht aber auch Zeltbodenstoff o.ä.          Vorderkante der Ecktasche einfassen, dann Ecktasche einschließlich Saumzugabe von innen aufnähen          Reißverschluss auf Länge kürzen, Schieber einsetzen, und an den Enden mit kurzen Stofffahnen versehen. Auf die Laufrichtung des Schiebers achten (unten zu, oben auf)!          RV von innen aufnähen (2mm vom Rand), dann mittig das Mesh auftrennen, einfach nach innen umschlagen und vernähen. Beim RV habe mich für die L-Form entschieden, da ich den Sinn und Zweck der Rainbow-Form nicht verstehe solang das Zelt mit Trekkingstöcken aufgebaut wird und das Mesh beim kompletten Öffnen zudem immer auf den (dreckigen) Boden fällt          untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen          Dachschrägen nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.          elastische Kordel (für die T-Stopper) mit Hilfsfahne (die verschwindet nachher in der Nahtzugabe) versehen und auf der RV-Seite von innen an der Giebelseite in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen, (s. re.Bild)          Traufseite nach innen doppelt versäumen  

     
    Mesh-Traufseiten (2x)
              ausschneiden mit 2,5cm (oben, Seiten) bzw. 3cm (untern) Nahtzugabe           Traufoberkante nach außen einmal knapp, dann nochmal normal (1cm) umsäumen.           untere Kante einfach säumen, dazu1x nach innen umschlagen           Seitenkanten nach außen doppelt versäumen  

     
     
    Dach
              ausschneiden mit 1,5cm (schmale Dachhälfte) bzw. 2,5cm (breite Dachhälfte) Nahtzugabe am First, 2,5cm an den Seiten und 2cm unten           Dachhälften am First links auf links (knapp) zusammen nähen, dann rechts auf rechts (auch rel. knapp) zur französischen Naht           Schlaufen auf der franz. Naht mittig bei 5(7,5)cm, 60(62,5)cm, und115(117,5)cm annähen (an den Schlaufen kann man später eine Schnur befestigen zum Aufhängen von Sachen im Zelt).           Franz. Naht zur Kappnaht umnähen, Naht von außen mit 25mm breitem DCF Tape + Chikara versiegeln (s. Bild)           rechts auf rechts Traufsäume (1cm) abnähen           Mesh-Traufseiten mit deren Oberkanten auf die Innenseite der Traufsäume nähen           Saum zur Mitte hin umklappen und als Kappnaht vernähen (s. li. oben Bild), Naht von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           2 Abspannpunkte (Radius 5cm) erstellen und jeweils in Dachflächenmitte mit DCF Tape von außen aufkleben  

     

     
    Doppel-Türen (Apsiden) (2x)
              ausschneiden (4x) mit 1cm (Giebelseiten), 2cm (Mittenkanten; unten) Nahtzugabe           Türen an den unteren Mittenecken mit Verstärkungen versehen           Verstärkung in 2 der 4 Giebelspitzen auf den Innenseiten einnähen (s. li. Bild). Radius 12-15cm.           Mittenkanten doppelt umsäumen           die jeweils anderen Flügel im Giebelspitzenbereich auf die Außenseiten auf der Nahtzugabe annähen, auch über die Verstärkung (s. mi. Bild)           LineLoc mit 15mm Gurtband von außen mittig auf die verstärkte Giebelspitze aufnähen           Mittenkanten in ca. 1/3 Höhe mit Druckknöpfe versehen (Stoff vorher verstärken, s. re. Bild)           Elastische Kordel (für die T-Stopper) von außen an den Giebelseiten mit Hilfsfahne in der Nahtzugabe annähen (Schlaufe zeigt nach innen)  

     
    Boden
              Boden ausschneiden mit 2cm Nahtzugabe           nach außen einmal (1cm) umsäumen           Seiten hoch klappen und in den Ecken in das nach außen stehende Dreieck von oben 9cm nach unten eine Naht setzen. Diese doppelt verriegeln, von 1-2cm, von 2-3cm und von 8-9cm.           in einem Abstand von 2cm parallel dazu von oben einen 2cm-Schnitt machen           parallel zur Oberkante die obersten 2cm der Ecke abschneiden           die 2x2cm Stofffahne zur Seite umschlagen und an den Saum annähen           in 5cm Abstand parallel zur ‚9cm Naht‘ die Dreiecksspitze abschneiden           den Stoff nach innen einstülpen und entlang der Innen- und Außenkante je eine Naht setzen (innen nicht länger als die ‚9cm-Naht‘)           Stoff auch oben einstülpen, dazu Spitze nach innen umklappen und vernähen          15mm Gurtband mit D-Ring mittig leicht schräg nach unten zeigend an die Eckfahnen annähen (s. Bild)  
    Zusammennähen von Dach mit Türen und Mesh-Giebelseiten
              Giebelnähte (von Dach u. Türen) erst links auf links knapp zusammen nähen, dann rechts auf rechts (franz. Naht)           T-Stopper von innen an den Saum annähen           Saum der Mesh-Giebelseiten von innen mittig an den Dach-/Türsaum nähen, dann Saum nach innen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen           alle 4 Eckverstärkungen annähen           alle Bodenkanten von Dach und Türen (vorher ev. angleichen) doppelt umsäumen           Dachnähte von außen versiegeln (25mm DCF Tape + Chikara)           LineLocs (Ecken) bzw. D-Ring (Mittenecken) mit 15mm Gurtband an die Verstärkungen annähen (s. re. Bild)           alle Mesh-Trauf-Seitensäume miteinander vernähen (s. li. Bild)  

     
     
    Zusammennähen mit der Bodenwanne
             Mesh-Saum von außen auf den Saum der Bodenwanne (mittig) aufnähen. Vorher die beiden Reißverschlüsse aufmachen, denn je mehr Naht vernäht ist, desto mehr steht die Nähmaschine im Zelt (ein riesiger Stoffwust von insgesamt 14m², aber es geht)           nach außen umschlagen und zu einer Kappnaht vernähen (wieder Stoffwust)           abschließend für’s Abspannen alle Schnüre und elastische Kordeln anbringen  
    FERTIG! (50 Arbeitsstunden später)
     

     
    Fazit
    Da das Endergebnis einen brauchbaren Eindruck macht, sollte man mit dieser detaillierten Bauanleitung in der Lage sein, schon beim ersten Zeltbauversuch relativ erfolgreich zu sein. Ich hoffe, es ist alles halbwegs verständlich beschrieben und gezeichnet.
    Im März ging es mit dem Zelt dann gleich auf den GR221. Dank ‚single-piece‘ geht der Aufbau mit Trekkingstöcken innerhalb von 1-2 Minuten. Unterschätzt habe ich zunächst die extreme Dehnungsarmut vom Chikara, aber nach 3-4 Aufbauversuchen hatte ich den Dreh raus, das Zelt annähernd faltenfrei aufgestellt zu bekommen (leider kommen in dem Moment, wo ein Apsidenflügel geöffnet wird, an irgend einer Stelle doch wieder leichte Falten rein). Steht es stramm und faltenfrei entwickelt es auch bei kräftigem Wind kaum Geräusche. Durch die zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten war Kondenzbildung trotz kalter Nächte in den Bergen mit wenigen Grad über Null kein Thema. Bewährt bei dem steinig-felsigem Untergrund haben sich auch die MSR Groundhook Mini (6 Stück, 57g).
    Natürlich ist das Zelt mit seinen 716 g nicht wirklich ultraleicht, man bekommt dafür aber ein richtiges Zelt. Soll es leichter sein, muss man schon auf Cuben Fibre zurück greifen, erkauft sich dann aber jedes Gramm Gewichtsersparnis mit mehr als einem Euro (Materialkosten dann ca. 430 €). Für das erste Zeltprojekt war das Chikara daher ein guter Kompromiss aus Dehnungsarmut, Handling, Gewicht und Preis. Natürlich geht es auch mit Silpoly oder Silnylon, mit den bekannten Vor- und Nachteilen.
     
    Viel Spaß beim Nachbauen!!
     
     

  25. Gefällt mir!
    Ben hat eine Reaktion von sambucus erhalten in Entzündungswerte steigen bei Langstreckenwanderungen   
    Herunterfahren des immunsystems durch belastung wäre durch erhöhte endogene Cortisolausschüttung erklärbar....passiert durch körperlichen alsauch psychischen stress....

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