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... und Heimlichkeit kann eine sehr gute Sache sein! Wenn ich mir (persönlich) ausnahmsweise und begründet zutraue, eine allgemein anerkannte Sicherheitsrichtlinie zu biegen, dann hänge ich das doch nicht an die große Glocke und stachele andere an, ohne irgendwas über sie zu wissen.
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Aber auch ein paar überzogene, finde ich... was vielleicht auch die Absicht war, um einen prägnanten Gegenpol zu anderen Posts zu bieten. Wenn ich @zopiclonrichtig verstehe, dann setzt er Sicherheit in der Planung und Ausrüstung gewissermaßen gegen Sicherheit via Fähigkeiten (körperliche und mentale, vor allem auch erworbene). Man muss entweder das eine oder das andere haben, sagt er. Das jeweilige Ausmaß bestimmt dann die Mischung. Das ist klar und nicht neu: Was ich barfuß partout nicht kann und mir auch per Training nicht aneignen kann, erfordert Schuhwerk. So weit so gut - und ja, das ist individuell. Manche Leute können ja barfuß sensationelle Dinge tun und brauchen Schuhwerk dann eben seltener. Aber es gibt schon sowas wie durchschnittliches und auch durchschnittlich trainierbares Vermögen. Und ungefähr danach richten sich die meisten guten Sicherheitsratschläge. Wer deutlich mehr kann, weiß das selber sowieso. Und wer sehr viel weniger kann, ahnt es meist auch. Gefährlich wird's aber, wenn so ein Houdini daher kommt und erklärt, dass absolut jeder Mensch spontan lernen könne, sich gefesselt aus einer Kiste auf dem Meeresboden zu befreien. Letzteres hast du nicht gemacht, @zopiclon, sondern von "cleveren" und "zivilisationsnahen" Versuchen gesprochen. Aber die Tendenz zur Überbetonung der Skill- bzw. Anpassungskomponente sehe ich bei dir schon... und damit stehst du gerade in der UL-Szene nicht alleine.
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Ah... okay. Zumindest bei mir ist die Lage aber anders. Mein Lunar Solo ist aus Silnylon, und seine Grenzen wurden ja im oben verlinkten Bericht gründlich beschrieben. Mein Haven (2er) ist aus DCF und wiegt zusammen mit dem Netz-2er-Inner nur minimal(st) mehr als das Lunar. Es braucht aber zwei Stangen, und da ich meist bikepacke oder paddle, habe ich keine Trekkingstöcke. Somit wiegt es 50+ g mehr als das Lunar (was allerdings schon angesichts des angebotenen Raums mehr als verschmerzbar ist). Hinzu kommen, wenn man alle Abspannmöglichkeiten nutzt, acht Heringe (dies wiederum wie beim Lunar Solo). Mal gerundet und vereinfacht: - DCF-Haven mit Inner 780 g - 2 SMD-übliche Carbonstangen 100 g - Heringe 120 g Gesamt: 1000 g Nun noch der Versuch, das Zelt für ungeschützte Lagen aufzurüsten (z.B. oberhalb der Baumgrenze): + 200 g (für zusätzliche, steifere Carbonstangen... die vorhandenen kommen aber auch noch mit, weil ich in exponierter Lage nicht damit rechnen kann, passendes Totholz für die beiden Zusatzabspannungen zu finden). = 1200 g ... und noch immer hat das Zelt zwei hohe Apsiden, gewissermaßen also eine Tragfläche. Dieser Umstand ist gewollt (weil luftig, was fernab der Gipfel nett ist) und geht einfach nicht weg. Das so gepimpte Haven wiegt also nur noch < 300 g weniger als mein wirklich bombenfestes Slingfin Portal 2 - ist aber von dessen Windstabilität weiterhin sehr weit entfernt. (Es erreicht übrigens trotz aller Mühen auch nicht die 'Kompromissstabilität' eines Duplex. Dabei wöge ein Duplex in der stärkeren Version und mit starken Stangen immer noch sehr deutlich weniger.*) Also vielleicht noch zwei Windschutztarps vor den Apsiden aufbauen? (Nicht ernstgemeint. ) Und dann kommt @khyal... Genau! Das Portal kann (was ich selbst schon ansatzweise erlebt habe) einfach viel, viel mehr aushalten. Das ist also das Zelt, das ich mitnehme, wenn ich mit starkem Wind geradezu rechne. Das Haven hat (viele) andere Vorzüge, und mein Lunar Solo auch... und weder das eine noch das andere gebe ich her. Beide sind für bestimmte Zwecke meine jeweils erste Wahl. Aber diese Vorzüge (neben dem UV-resistenteren Stoff des Haven natürlich auch das Gewicht) werden ja bei Aufrüstversuchen teils schon zunichte gemacht, ohne dass ich das eigentliche Ziel zuverlässig erreichen könnte. Dann doch lieber die geschütztere Lage, einen Campingplatz im Tal oder ausnahmsweise gar ein festes Gebäude aufsuchen, wenn wirkliches Unwetter droht... oder eben das Portal mitnehmen, wenn ich von vornherein keine Kompromisse machen kann oder will. ------ *Das DCF-Haven kann weniger als ein Duplex wiegen, wenn man das Inner weglässt, eine Schlaufe anklebt und ggf. die leichte Bug-Pyramide von STS nutzt. Das wäre aber ein ganz anderer Einsatzbereich als hier besprochen.
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Das sind ja grad 5 cm weniger als die Standardhöhe (Länge der optionalen Carbonstange). War also die Apside nicht trotz der Senkung zu hoch? Andererseits: DCF verleiht schon vom Stoff her eine gewisse Stabilität, wie ich auch und erneut an meinem Haven erkenne.
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Kommen wir auf die Ursprungsfrage zurück... hier ein Bericht: https://hikingisgood.com/lunar-solo-review-after-some-crazy-weather/ Betrifft das Lunar Solo, gilt aber tendenziell wohl auch für andere SMD-Zelte mit einer Stange. Anmerkung: Der Autor benutzte von vornherein einen stabilen Trekkingstock und installierte auch die beiden Zusatzabspannungen. Gleichwohl erreichte und überschritt er die Grenzen des Zelts. Sein Fazit für Schottland: tiefer und geschützter pennen.
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Ja, absolut nichts mehr zu können ist ein Schlüsselerlebnis fürs ganze Leben. Mir selber ist das nicht auf einer Outdoor-Tour, sondern wegen (echter) Influenza in Aix en Provence passiert. Ich kam bepackt vom Bahnhof und schaffte es wirklich gerade bis zum allernächsten Hotel -> satte 4 Sterne, dazu nur eine Suite frei und keine Zimmer. Der Preis lag jenseits von Gut und Böse, aber ich schaffte es keine 50 m weiter, geschweige denn 300 m bis zur nächsten Alternative. Die bei Projektionen im heimischen Wohnzimmer gehegte Vorstellung, dass man immer und immer wieder eine gerade ausreichende Energiereserve abrufen kann, ist irrig - und im Outdoor-Bereich extrem gefährlich.
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Wobei... vorhin hatte ich das Haven aus DCF mit Inner aufgebaut, um was zu prüfen. Aus irgendeinem Grunde fand ich, es wirke (einmal ordentlich gespannt) windstabiler als das Lunar Solo (mein Lunar ist noch aus Silnylon). Aber das war erstmal nur ein Gefühl. Lag's einfach am wenig dehnbaren Stoff? Oder sind die relativ dünnen Carbonstangen von SMD tatsächlich stabiler, wenn sie paarweise daher kommen (obwohl die vielgerühmte Stabilität der Mid-Form beim Lunar zumindest ein bisschen zum Tragen kommen sollte)?
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Yep... das gehört, sagen wir mal, zum Belüftungskonzept - jedenfalls beim Lunar Solo und beim DCF Haven (die habe ich beide). Manche Abbildungen lassen das nicht so gut erkennen. Die Zelte sind einerseits richtig angenehm in warmen Gegenden, weshalb ich sie eigentlich sehr mag. Man merkt allerdings auch am asymmetrischen Design des Haven, dass sie für Umgebungen mit vorhersehbar konstanter Windrichtung gemacht sind.
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Mit dem Touch 35 müsstest du aber auch Bluetooth haben (ich mit dem 25er nicht). So sollte das Ganze über die Garmin Connect App funktionieren - also kabel- und kostenlos. Anleitungen gibt es im Internet. Probiere es doch aus, bevor du Geld ausgibst.
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Nee, du hast es genau richtig verstanden.
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Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Zecken mögen mich auch nicht - alle drei Jahre aber eben doch mal. Bei der Durchseuchungsrate dieser Viecher ist selbst dies mancherorts kein Witz. Gegen FSME bin ich zwar geimpft, doch gegen Borreliose gibt es m.W. keine Vakzination. Ich achte also schon auf Insektenschutz per Innenzelt o.ä.. Okay... ich habe die Aufstellung gelesen und gebe für den Outdoor-Bereich einigermaßen Entwarnung, weil sich die meisten dieser tödlichen Viecher offenbar bei mir zuhause oder bei Aldi aufhalten. -
Kurzes Update: Ich fand das teure Apple-Teil zu einem fairen Gebrauchtpreis auf Ebay. Es wiegt 23 g und tut was es soll. Das verläuft über die Dateien-App, über die man Tracks herunterladen kann und wo auch der Garmin im Massenspeichermodus erscheint (aber erst, wenn auch eine Powerbank an dem Adapter angeschlossen ist). Am Besten öffnet und speichert man die gewünschten Tracks zusätzlich fix in einer guten Navi-App auf dem Telefon. Dann hat man sie als Backup (und schöner dargestellt) auch dort.
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Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Das war mir klar... aber ich meine, auch schon mal ehrliche Berichte darüber gelesen zu haben, wie es ihnen damit so geht. -
Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Schau dich vielleicht nach echten Erfahrungsberichten von Bikepacking-Racern im Netz um... also nicht nach reinen Gearlisten oder Reviews, die größtenteils aus Projektionen bestehen (weil die Autoren die Ausrüstung noch nicht gründlich erprobt haben). OT: Ich selber betreibe Bikepacking wenig leistungsorientiert und mit dem MTB. Mein Hauptkriterium für ein Bikepacking-Zelt ist, dass es komplett mit Stange unterm Lenker nicht viel mehr als 1 kg wiegen sollte (wohlgemerkt: inkl. der Lenkerrolle selbst!). Die entsprechende Beeinträchtigung des Lenkverhaltens ertrage ich grad noch. Insofern kommt für mich oftmals mein Lunar Solo in Frage (ich habe noch die alte Version aus Silnylon). Deutlich geräumiger, aber etwas schwerer ist mein DCF-Haven-Bundle. Leichter und sehr gut wäre ein Lunar Solo aus DCF (gibt es aber nicht) oder ein Plex Solo von ZPacks (gibt es doch, könnte mein nächstes Bikepacking-Zelt werden). Geradezu ein Traum wäre ein Slingfin Portal 1 aus DCF (gibt es wieder nicht). Ein solches Zelt hätte die Stabilität und UV-Resistenz, auch z.B. in den Alpen einen ganzen Tag unbeaufsichtigt auf einem Campingplatz zu stehen... währenddessen ich mit dem nackten Bike herumballere. Bei einem plötzlichen Nachmittagsgewitter hätte ich nur wenig Angst, dass sich mein verlassenes Zelt unten im Tal zerlegen könnte. Derzeit griffe ich für eine solche Tour mit Unterbrechungen auf mein Slingfin Portal 2 zurück, würde das Gestänge aber im Rucksack transportieren. -
Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Okay... aber eine letzte Warnung: Ich habe schon rund ein Dutzend Biwacksäcke verschiedener Ausrichtung besessen und immer wieder sehr hartnäckig versucht, sie zu mögen (teuer genug waren sie ja meist). Letztlich gelang es mir aber allenfalls kurzfristig. Ich denke, so wie mir geht es ziemlich vielen Leuten... obwohl die meisten wohl lernfähiger waren als ich und schneller kapitulierten. (Nur den ME-Notbivy habe ich manchmal noch dabei, aber eben wirklich für Notfälle... noch nicht eingetreten. Ansonsten sehe ich nur in ganz bestimmten Nischen einen Sinn in Biwaksäcken.) -
Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Der hier macht dann vielleicht Sinn: https://www.outdoorresearch.com/us/helium-bivy-287809 Er wiegt zwar rund 450 g, ließe aber eine deutliche Verkleinerung des Tarps zu - letzteres bräuchte eigentlich nur für den Ein- und Ausstieg bei Regen auszureichen. Ich hatte ihn kurz und fand ihn relativ (zu seinem Bivy-Sein ) komfortabel. Doch kam es nicht zum Regentest. Also kann ich über die Dichtigkeit nichts sagen, über die Atmungsaktivität eigentlich auch nicht. Wärst ja damit schon beim Gewicht eines UL-Zelts. Aber er würde den Fall des unzureichenden Unterschlupfs bedienen. Das sehe ich auch so. -
Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Manche Shaped Tarps oder Mid-Außenzelte gingen auch, dann u.U. sogar in Verbindung mit dem rein atmungsaktiven Bivy. Einen sehr geräumigen Bugbivy mit Windschutz und Badewanne stellte mal Enlightened Equipment her (den Recon). Den habe ich als Innenzelt unterm DCF-Solomid verwendet... funktionierte ganz gut, obwohl die Idee etwas 'auf Kante genäht' (bzw. gedacht) war. Das habe ich aber nur getan, weil ich die Standardinnenzelte für kleine Mids erbärmlich eng finde. Der Recon war breiter. Löst aber dein eventuelles Problem mit zu kleinen Unterschlüpfen nicht. -
Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Du nennst dein Tarp 'relativ großdimensioniert', so dass ich mich frage, wozu der Biwaksack überhaupt gut sein soll. Nur Windschutz? Insekten sind dir ja egal. Spray ist bei großzügiger Tarpgröße meist unproblematisch und erfordert keinen Bivy - bei starkem (Wechsel-)Wind und Regen aber selbst mit einem atmungsaktiven Federleichtbivy ziemlich problematisch, weil dann auch der rundum 'wasserresistente'* Bivystoff sofort durchtränkt wird... also bunkerst du dich bei ausreichender Tarpfläche richtig und richtig unbequem ein und brauchst den undichten Bivy sowieso wieder nicht (hast ja die ME-Notlösung in der Tasche, auch um Lücken zu schließen). Das liest sich, als bisse sich alles endlos in den Schwanz. Der Grund? Alles, was mit dieser Art Bivy zu tun hat, existiert eigentlich nur, um sich in den Schwanz zu beißen. Tau? Etwaiger Tau sammelt sich halt als Kondensation an der Tarpunterseite wie zuweilen im einwandigen Zelt, womit die meisten Leute klar zu kommen lernen. Für den Bivy fällt mir bei deinen Szenarien mit häufigen Unterschlüpfen nur ein einziger Sinn ein: Ein Unterschlupf ist tendenziell für die Witterung ein bisschen zu klein, wenngleich größer als das Tarp. Wie oft kommt das vor? Wenn dir dieses Szenario so wichtig ist, brauchst du meines Erachtens einen atmungsaktiven Bivy mit wasserdichten Seitenpanelen, Kopf- und Fußteilen. Oder einfach einen schweren Bivy mit guter Wasserdichtigkeit und bestmöglicher (sprich: bescheidener) Atmungsaktivität (auch nicht bequem, nicht leicht... dafür teuer). Aber ich schließe mich ja eigentlich @mochileroan und nähme ein UL-Zelt mit. * 'Wasserresistent' ist ein Synonym für nicht-wasserdicht. -
Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Wer's aushält... meinetwegen. Aber schon beim Bikepacking mit dem Gravelbike? Im Hochsommer auch? (Von Kälteeinbrüchen mal abgesehen.) Yep. Ich glaube, diese Äußerung ist unter allen Leuten, die sich mit Biwaksäcken befasst haben, sehr mehrheitsfähig. Ich habe den Thread mal in 'UL in anderen Outdoor-Sportarten' verschoben. Es geht ja doch sehr um eine Bikepacking-spezifische Lösung. -
Diese Teilstrecke war ja eigentlich recht kurz (ca. 1,5 km) und in der Gegend war ich selber schon oft genug gewesen. Aber ihre Einordnung als mögliche MTB-Strecke war völlig verfehlt: bergauf nicht machbar und bergab nur von äußerst guten Fahrern... aber selbst von denen in der Praxis nicht, weil sie von zahlreichen Wanderern begangen wurde. Allerdings gebe ich dir Recht und erwähnte Komoot auch deshalb: Als Know-how getarnte Schwarmverblödung gibt es nicht nur in Foren oder bei Twitter, sondern überall, wo Interaktivität gepflegt wird.
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Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Das ist aber fast schon Not. -
Biwaksack/Tarp Überlegungen fürs schnelle Bikepacken
martinfarrent antwortete auf llurk's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Den aus Folie? Hast du den echt mal ohne Not benutzt? -
Eigentlich hatte ich in diesem Thread schon längst alles gesagt, was ich zu sagen habe, aber... Leute, die unter 'hochwertigen Kaffee' die italienische, espressobasierte Stilrichtung verstehen, werden m.E. keine vollwertige Unterwegsapparatur mit vertretbarem Gewicht finden. Anders sieht es für Liebhaber fruchtiger, z.B. äthiopischer Kaffees aus. Da reicht eigentlich schon ein UL-Filter mit 14 g. Ich selber mag beide Richtungen, aber äthiopischer Kaffee kann für Espressofreaks ein bisschen gewöhnungsbedürftig sein. Sie brauchen meist eine Weile, um ihn zu begreifen. So ging es zumindest dereinst mir. Die Lernkurve daheim könnte sich indes für spätere Touren lohnen.
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Ditto in der Ardeche, als ich mein Bike bei Gluthitze einen schweren Wandersteig hochtragen musste. Ich brauchte anderthalb Stunden und hielt alle paar Meter zum Trinken an. Das Wasser war dann auch nach 45 Minuten alle, und erst oben konnte ich an einem einsamen Haus Nachschub schnorren. Dass da ein Haus sein würde, wusste ich aber nicht. Was uns das außerdem (mal wieder) lehrt? Vertraut Komoot nicht allzu blind. Ich ging von einem fahrbaren Weg aus.
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Ich fand den Spruch von @Jever auch lustig. Allerdings: Wo wäre ich ohne XUL? Ich betreibe es zwar nicht, bediene mich aber unter den Ideen der extremeren Szene wie in einem Supermarkt. Wenn ich aus irgendeinem Grunde Gewicht hinzufüge, schaue ich schon, ob ein Ausgleich möglich ist. OT: Früher betrieben fast alle MTBler eine Art XUL mit Komponenten, so sie es sich leisten konnten. Das hat sich gelegt. Spätestens als selbst die XC-Racer merkten, dass eine schwere Variostütze tatsächlich schneller machen kann, wurde die Sicht auf Gewicht differenzierter. ABER: Auf mtb-news.de gibt es weiterhin ein Unterforum für Leichtbau. Dort heißt es im FAQ: "Eins vorweg: Leichtbau ist eine Philosophie, über deren Sinn und Unsinn nicht diskutiert wird!" Und das dient m.E. nicht nur dem Frieden, sondern auch der weitgehend am Extremen desinteressierten Allgemeinheit. Dort können noch immer Ideen entstehen, die später mal allen zugute kommen. Ich muss aber auch hinzufügen: Je fortgeschrittener die XUL-Chose wird, desto weniger Gramm werden bei neuen Ideen noch gespart, desto weniger interessant wird die Sache für Leute wie mich... wenn selbst die gleichzeitige Umsetzung von zehn Innovationen keinen wirklich spürbaren Effekt mehr hat, weil mein Gesamtgewicht ja irgendwo in deutlich schwereren UL-Sphären schwebt. Vieles ist dann für mich einfach nur teuer oder zeitaufwändig. Was obiges noch mit Sicherheit zu tun hat? Forumsneulinge müssen zwischen den Alteingesessenen unterscheiden lernen. Die ganz harten XUL-Freaks denken in eigenen Kategorien. Gerade die Sicherheit ist bei ihnen häufig ein untergeordnetes Kriterium, weil sie vielfach lieber risikoarme Zielgebiete wählen als Kompromisse bei der Ausrüstung zu machen.