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Ultraleicht Trekking

RaGe

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  1. Also ich würde es mal so sagen, dass es bei der STS Ultralight etwas bringen kann. Da sind eben noch einige Parameter drin die ich so nicht sicher einschätzen kann. Vom Prinzip her hast Du aber recht. In den Luftkammern kann Strahlung und Konvektion dominieren. Konvektion durch rumgewühle. Bei der Strahlung muss man jedoch auf jeden Fall beachten welche Temperatur die Matte unten hat. Der Wärmefluss hängt in etwa von einem Term der Form (T_matte^4 -T_boden^4) in Kelvin ab. Auch bei der Hängematte hast Du recht. Die emittierende Oberfläche wäre nämlich die Hängematte und nicht die Alumatte. Und darunter hast Du Konvektion. Ich bin jetzt übrigend jeweils davon ausgegangen, dass sowohl die STS Ultralight als auch die Hängematte im IR-Bereich undurchlässig sind.
  2. Hmm jein. Ich versuche da mal etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Ist jedoch stark abgekürzt. Prinzipiell gibt es drei Arten von Wärmetransport. Wärmeleitung hat man überall wo es Materie gibt. Also sowohl in Festkörpern als auch in Fluiden. In Fluiden (u.A. Luft) kommt dann noch Konvektion (Wärmetransport durch Luftbewegung) dazu. Warum sicht das Fluid bewegt ist erstmal egal. Fluid erwärmt sich und wird abtransportiert. Und dann gibt es noch Wärmestrahlung. Die kann sowohl in Festkörpern als auch in Fluiden auftreten wenn die entsprechende Materie in der jeweiligen Wellenlänge durchlässig ist. Das ganze ist stark Wellenlängenabhängig. Schönes Beispiel: Ceran Feld. Im sichtbaren Licht fast undurchsichtig, im Infrarotbereich (Wärmestrahlung) nahezu klar. Wichtig ist jetzt immer welche Art von Wärmestransport dominiert. Wenn man Festkörper (sage unten noch etwas zu den Luftbläschen) wie eine EVA Matte auf einander quetscht. Ich gehe jetzt davon aus, dass die EVA Matte im Infrarotbereich auch "undurchlässig" ist. Oder eben auf dem Boden liegt. Also Matte auf Beton so kann man davon ausgehen, dass der dominierende Wärmetransport wie Wärmeleitung ist. Daran ändert auch eine glänzende Alumatte nix. Glänzende Alumatten haben im Infrarotbereich einen hohen Reflexionsgrad und daraus folgt ein 1 - Reflexionsgrad = Absorptionsgrad = Emissionsgrad, dass diese kaum Wärmestrahlung aufnehmen und auch kaum welche Abgeben. Also glänzende Alubeschichtungen werden genutzt um den Emissionsgrad zu reduzieren. Das bringt aber nur etwas wenn auf der Gegenseite eine kältere Oberfläche ist. Der Wärmestrom hängt mit T^4 von den Temperaturen der Gegenseite aber. Also eine Alumatte auf den Boden gequetscht bringt aus physikalischer Sicht fast nix. Außer man hat da so große Unebenheiten, dass man richtige "Löcher" hat durch die man Wärme per Strahlung übertragen könnte. Das ist aber eher nicht der Fall. In den kleine Kammern der TAR Matten bringt das aber schon etwas. Denn da könnte man durch die Luft die Wärme per Strahlung übertragen. Was man machen könnte wäre sich mit Silberfarbe anmalen damit man nicht mehr so strahlt. Dann müsste man aber auch gleichzeitig schweben . So und dann hat man eben noch den Wärmetransport durch Konvektion. Den Versucht man zu minimieren indem man die Luftbewegung minimiert. Also sehr kleine Bläschen/Kammern wie bei TAR oder EVA da man darin kaum Konvektion hat oder irgendeinen Flausch rein. Exped Synmat, Downmate oder eben ein Schlafsack.
  3. Die hier: https://www.sackundpack.de/index.php?manufacturers_id=43 Sind aber bei 123 cm etwa 170 g. Hatte ich falsch im Kopf bzw. falsch bei Lighterpack eingepeichert. Kann sein, dass das Stück das ich da gewogen habe etwas kürzer ist. Habe zwei abgeschnittene. Eins für mich und eins für meine Frau. Sorry!
  4. Ich würde einfach eine 9 mm EVA dazu nehmen. Wiegt auf etwa 1,2 m abgeschnitten etwa 120 g. Darauf achten: Nicht alles was schwarz und schaumig ist ist auch wirlich EVA. Ich habe die von Trangworld genommen. Das ist definitiv EVA.
  5. Ne die Fabrik ist da nicht mehr. Unterwegs hat Yeti. Vielleicht ist da einer in deiner Nähe.
  6. Allgemein ist es sehr schwer eine Temperaturangabe objektiv und für jeden gültig zu erstellen. Denn jeder schläft mit anderen Klamotten im Schlafsack (Ich zum Beispiel schlafe wenn immer es geht mit langer Unterwäsche um den Dreck aus dem Schlafsack zu halten. Im Sommer geht das nicht. Im Winter wenn es richtig kalt wird kommt noch ein Fleece dazu.) Dazu kommt, dass Temperaturempfinden subjektiv ist und es auch jeder gerne unterschiedlich warm hat. Dazu kommt, dass nur die wenigsten die ganze Geschichte erzählen. Als Beispiel: Ein Freund von mir sagte, dass die Temperaturangaben von Cumulus schon stimmen. Sein Schlafsack ist mit T-Komfort (nicht Norm) angegeben. Und in Kroatien bei 7 °C wurde ihm dann auch langsam frisch. An der Geschichte fehlt mindestens, dass er 1. zur mit kurzer Hose im Schlafsack lag und, dass er im Zelt lag und die 7 °C die Außentemperatur der Wetter-App war. Und nur weil es eine Norm gibt heißt das auch nicht, dass die Angaben für jeden passen (s.o.). Den Anspruch leitet aber manch einer daraus ab. Und dann kommt schnell die Aussage: Die Temperaturangaben sind falsch oder richtig. Das ist jedoch schlichtweg zu kurz gedacht. Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, dass im Endeffekt eigene Erfahrungen braucht um sagen zu können wie warm ein Schlafsack sein muss. Die Norm-Angaben helfen dabei da man weiß, dass die Angaben unter halbwegs gleichen Bedingungen ermittelt wurden. Wie eben beschrieben ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wenn man einen Sack mit T-Komfort = 5 °C hat und da bei 9 °C kuschelig warm schläft auch in einem Sack mit T-Komfort = - 10 °C bei - 6 °C kuschelig warm schläft. Das gilt so in etwa für mich. Manch ein anderer wäre da aber schon gar gebacken oder würde sagen: "Ich brauche kein kuschelig warm ich möchte weniger schleppen". Bei anderen Werten ist es dann sehr schwierig Werte zu vergleichen da man nicht die ganze Geschichte dazu weiß und wie man eben sieht sind die WM-Werte nicht das was wir hier nach EN unter T-Komfort verstehen. (Ich finde den Namen Komfort übrigens ungünstig da für mich Komfort kuschelig warm und nicht "gerade noch nicht frieren" ist. Ist aber eine andere Sache). Wenn man sie eben als Limit-Werte versteht sind sie aber in der Tat eher konservativ. Das stimmt. Aber das muss man eben wissen und/oder auf den Hersteller vertrauen bzw. wissen was gemeint ist. Prinzipiell ist hier aber im Gegensatz nur Norm natürlich die Möglichkeit gegeben die Temperaturwerte zu tunen "ohne Regeln zu verletzen" da es ja keine Regeln gibt. Das gab es auch in der Vergangenheit massiv. Mitlerweile gibt es einen gewissen Gruppenzwang so, dass nicht mehr jeder völlige Fantasiewerte angeben kann ohne, dass es auffällig. Heißt nicht, dass es nicht noch völlige Fantasieangaben gibt. Schwierig wird es wenn jetzt jemand Angaben macht die Aussehen wie Norm angaben aber keine sind. Egal ob sie stimmen oder nicht. Noch ekeliger wird es nur wenn jemand drüber schreiben. Angaben nach EN 23537 und in Wirklichkeit wurden die Tests nie durchgeführt. Und damit Du dich nicht komplett verrückt machst und irgendwann einen Sack hast. Fahr in einen Laden und schau die verschiedene Säcke an. Hast Du jetzt eine Vergleichsangabe zur Temperatur wonach Du dich richten kannst? Dein Quilt taugt nur bedingt als Vergleich. Ansonsten als grobe Richtung würde ich den Sack so kaufen, dass die Temperatur die Du minimal erwartest in etwa bei der Norm-Komforttemperatur liegt. Bevor Du nicht weißt, dass Du deutlich darunter gehen kannst würde ich damit nicht planen. Erst nicht da Du ja wohl wenig im Schlafsack anhaben möchtest. Wenn es dann doch zu kalt ist kannst Du noch etwas (mehr) anziehen. Ansonsten hast Du einen Wintersack. Ohne diese Erfahrung geht es wahrscheinlich nicht.
  7. Korrekt! Bei WM findet man in den FAQ eine Tabelle wenn man recht weit unten "How accurate are Western Mountaineering temperature ratings? Do you use EN rating?" ausklappt. Wenn man Maße und Daunenmenge Abschätzt kann man sehen, dass das bei FF ähnliche Werte sein müssen. Auch Exped schreibt bei seinen Säcken die Limittemperatur in den Namen.
  8. Das kann man hindrehen wie man will und ist im Endeffekt auch nur eine Definitionssache. Der Messwert bei der Norm-Prüfung ist der R-Wert. Daraus werden dann Temperaturangaben errechnet da die meisten Leute eben nicht in R-Werten denken können. Und dann ist die Kleidung eben nur ein zusätzlicher Wärmedurchgangswiderstand. Ist so wie eine Reihenschaltung von Widerständen beim elektrischen Strom. Ich schlafe übrigens im Winter immer mit langer Unterwäsche und ggf. Fleedejacke. Ich würde die Temperaturangabe nicht unbedingt also direkte Temperaturangabe sehen sondern als Vergleichsgröße. Wenn man weiß, dass man bei T-Komfort + 5 K in einem ME Sack kuschelig schläft wird das auch bei einem WM oder Yeti sack passen. Ohne Norm wird dieser Vergleich schwer.
  9. Jein. Für Cumulus trifft das zu. Die lassen die Werte aber dazu auch noch so aussehen als wären es Norm-Werte. WM gibt auf ihrer Homepage eigene Werte an ohne so zu tuen als wären es Norm-Werte. Das erkennt man auch ganz gut daran, dass es nur ein Wert ist. Es gibt aber auch einige Säcke die nach Norm geprüft wurden. Die findet man bei WM in den FAQ. Wenn man die Säcke bei einem deutschen Händler kauft steht auch dabei ob es der WM-Wert ist oder Norm-Werte. Die WM Werte liegen meisten ein paar Kelvin über T-Limit. Sowohl die Luftbewegung als auch die Luftfeuchtigkeit sind bei der Norm festgelegt. Ich müsste jetzt nachgucken wieviel Luftbewegung aber ich habe im Kopf, dass das durchaus etwas zugig ist. Man muss jedoch ein paar Dinge beachten. Zum Einen wird bei der Norm davon ausgegangen, dass man einen "Traininsganzug" trägt. Die Isolationswirkung ist definiert. Ich habe aber keine Vorstellung wie so eine Klamotte in der Realistät aussieht. Dazu kommt, im Endeffekt nur ein Wert bestimmt wird. Der Wärmedurchgansgwiderstand des Schlafsacks ("R-Wert"). Und daraus wird dann berechnet wann das Standard-Weibchen in entspannter Körperhaltung und das Standard-Männchen in eingrollter Körperhaltung "gerade noch nicht friert". Gerade noch nicht frieren bedeutet hier themodynamisches Gleichgewicht also es wird genauso viel Energie abgegeben wird im Körper "erzeugt" wird. Ich für meinen Fall weiß, dass ich wenn ich kuschelig warm schlafen will nicht bis an die Komforttemperatur ran komme. Das ist aber auch okay. Es geht in erster Linie um die Vergleichbarkeit und damit nicht jeder Hersteller so wie früher irgendwas drauf schreibt was man nach fünf Feuerzangenbowle eine halbe Stunde aushält um die Konkurenz auszustechen.
  10. Garantieren ist immer so eine Sache. Immerhin existieren aber von den anderen Herstellern keine Mails (2010) wo gesagt wird jeder der sagt "eine 800er Daune stammt nicht aus Lebensrupf" lügt. Ein paar Jahre später erscheint dann ein Hinweis auf der Homepage, dass man seit 1997 keinen Lebendrupf mehr macht. Schon etwas komisch. Vor allem da auch nicht bestritten wird, dass die Mail von denen stammt. Ansonsten ist die Kaputze bei Cumulus in meinen Augen eher ein kläglicher Lappen (zumindest bei Tenequa und Panyam). Wenn man die nicht braucht okay. Ich mag die Kaputze. Und Minusgrade ohne Wärmekragen wäre auch nix für mich.
  11. RaGe

    Angst alleine zu campen

    Ich habe mir letztes Jahr Gehörschutz beim Hörgeräteakkustiker anfertigen lassen. Sind mit 80 € günstiger als man vielleicht denkt. Immernoch 'ne Menge Geld aber der Tragekomfort ist wirklich gut und sie schließen deutlich besser ab als Ohropax Classic (Wachs) oder diese anderen Schaumstoffpröppel. Vor allem steht nix nach außen ab und so bleiben sie drin. Nehme ich aber nur bei nervigen Geräuschen. Schnarchende Leute sind zum Beispiel fürchterlich... Nutze die Teile auch zum Rasenmähen, Bohren usw...
  12. RaGe

    Angst alleine zu campen

    Und wenn es klingt wie ein Motor der nicht anspringt dann schimpft wohl ein Siebenschläfer.
  13. RaGe

    Angst alleine zu campen

    Das kann man sogar noch dahin erweitern, dass man nicht versucht die Geräuscht auszublenden sondern aktiv lauscht was man da so hört. Ich finde Waldgeräusche sehr spannend und freue mich immer wenn ich den Waldkauz rufen höre. Dann kann man auch überlegen wer da grade erdolcht wird. Reh oder Fuchs. So klingen die nämlich :D . Oder welche Eule durch gerade quietscht.
  14. Wenn Cumulus schon nicht drin ist vom Preis wird es verdammt schwer etwas zu finden. Zumal Du ja auch beim MTB ziemlich begrenzt bist was die Transportmöglichkeiten angeht. Eine Variante wäre natürlich der Gebrauchtmarkt. Man sollte aber bedenken, dass es in den Alpen schon kühl werden kann. Leider etwas spät. Ich habe vor kurzem Sachen verkauft und hätte mich gefreut wenn sich jemand im Studium drüber freuen kann der nicht viel Geld hat anstatt jemand der nur ein Schnäppchen machen möchte. Naja zu spät. Da ich die Sache mit dem Studium ja noch kenne. Hast Du die Chance auf Hütten auszuweichen? Dann kannst Du dir einen halbwegs vernünftigen Schlafsack kaufen und den Rest erstmal bleiben lassen.
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