Michas Pfadfinderei
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Michas Pfadfinderei hat eine Reaktion von Epiphanie erhalten in Flat Tarp KonfigurationServus,
ich würde das mit 2,7 x 2,7 Meter nehmen.
Da kannst locker zu zweit drunter nächtigen.
Und mit einem quadratischen Tarp hast du noch viel mehr Aufbauvarianten.
Mit Innenschlaufen wird schwierig. Da gibts es die !Möglichkeit mit 2 Neodym Magneten schnell und flexibel eine innere „Schlaufe“ zu erzielen.
Oder nen runden Kieselstein von Außen einlegen. Von innen mit ner dünnen Schur umwickeln. Und schon hast du ne Schlaufe innen.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf mtb_squirrel in Zwei Kocher oder Flammen?Da kommen wir zu den viel beschworenen, aber vermutlich zu selten thematisierten oder gar erklärten, „Skills“ 😉
Ja, stimmt alles was du sagst. Trotzdem mache ich auf meinem ~60 g Teller aus Titan + 14 g Griff gerne Rührei mit Speck, gebratenen Lachs oder das fantastische Bananen-Omelette von @Michas Pfadfinderei.
Wie das geht?
Entweder (wo erlaubt!) ein Feuer machen, warten bis es etwas runtergebrannt ist und die Glut nutzen (direkt drauf oder zwei Holzstücke seitlich und dann da drauf). Wenn du den ganzen Boden erhitzt ist die schlechte Verteilung egal.
Oder, und das klappt auch mit dem Gaskocher, die „Pfanne“ konstant bewegen. Mir helfen da die Radhandschuhe, die gleichzeitig auch meine Arbeitshandschuhe sind, ansonsten würde es wohl zu heiß.
Zur eigentlichen Frage des Threads: Ja, du kannst auch einfach den Koch-Kram jeweils 2x mitnehmen. Ob das Gewicht und Volumen es wert sind musst du entscheiden.
Ich würde aber zunächst versuchen, umzudenken. Beispiel: Meine „Pfanne“ ist viel zu klein, um 100 g Speck und 3 Eier gleichzeitig anzubraten. Deswegen brate ich erst den Speck an, lege ihn dann kurz auf seiner Packung beiseite, brate dann die Eier und zum Schluss kommt der Speck zum erwärmen wieder dazu. Dann kann ich alles zusammen essen.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Carsten K. in Innenzelt als Wärmefaktor?Ich hatte bei Windstille (nicht spürbar) im Hilleberg Unna innen gemessen 4,9, aussen minus 1 Grad. Also 5 Grad Unterschied.
Das Außenzelt geht beim Unna bis zum Boden und bildet somit eine abgeschlossene Luftschicht.
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So meine Lieben, das neue Jahr 2023 will ich doch direkt mit einem Knaller starten und insofern präsentiere ich euch feierlich mein Winter-Projekt:
Das X-Mid Pro 1 im MYOG Stil!
Gesamtgewicht: Flotte 329g.
(vs. 470g, die das Original von DD haben wird)
Es handelt sich dabei wieder um ein voll geschlossenes und mückendichtes Zelt, das sich mit 4 (6) Heringen und zwei 120cm Trekkingstöcken / Stäben aufstellen lässt.
Der Innenraum ist mit einer 200x65cm Grundfläche geradezu riesig und für eine Person m.M.n. ein echter Palast (verglichen mit Zelten wie meinem "227g Plex Solo", welches durchaus eher spartanisch daherkommt).
Materialien:
Fly: .51oz - 18g/m² DCF Boden: .67oz - 23g/m² DCF Verstärkungen: 1.43 oz - 48.5g/m² DCF Mesh: .5oz - 17g/m² NS50 NoSeeUm YKK Aquaguard 3C und YKK 2.5C Zipper PSA 3M 9482PC 25mm Tape Die 4 Ecken besitzen Schnellverstellungen und sind mit 1.7mm Dyneema Cord versehen. Zwei weitere, optionale Abspannpunkte finden sich an den langen Seiten mit 2mm Bungee - der wichtigste ist dabei am Eingang, sodass ein abgespanntes Vorzelt entsteht.
Der Aquaquard 3C Zip am Eingangsbereich hat im Gegensatz zum Original von DD eine Zugentlastung mittels 10mm Buckle. Obendrein finden sich wie bei Durston semi-elastische Verbindungen zwischen Fly & Bathtub-Floor, um diesen ordentlich aufzuspannen (Corner Struts).
Auf beiden Seiten gibt es Peak-Vents, welche sich mit Velcro schließen lassen.
Als Door Toggles kommen 12mm flache Neodym Magnete zum Einsatz.
Die zweite Apside ist dank eines reduzierten Zippers auch erreich- und nutzbar. Zudem habe ich im Mesh eine kleine, dezente Tasche integriert.
Das Packmaß ist übrigens trotz DCF sehr überschaubar und handlich.
In diesem Sinne Frohes Neues Jahr miteinander und auf eine gelungene UL Outdoor Touren-Saison!
OT: PS: Ich habe tatsächlich einen dummen Fehler in der Berechnung der Nahtzugabe gemacht und musste die Nähte deshalb "doppelt" tapen. Ich denke bei korrekter Ausführung dürfte das Ganze sogar nochmals deutlich leichter werden und vielleicht sogar U300g liegen?!
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Michas Pfadfinderei hat eine Reaktion von Mia im Zelt erhalten in WM Apache Mf vs WM UltraliteWenn du Bauschläfer bist, dann nimm auf jeden Fall die L Version mit 200 Zentimeter.
Die Komforttemperatur ist die einzige, welche für mich Aussagekräftig ist.
und bei all meinen WM Schlafsäcken, hat diese Temperatuangabe immer gut gepasst.
Konnte zudem immer 2-3 Grad kälter, wunderbar Schlafen.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf khyal in Warum ich keine "impraegnierte" Daune mehr in Schlafsaecken haben will und der Cheffe von WM derselben Meinung ist :-)Da ja das Thema immer wieder auf kommt zuletzt im Thread zum STS Flame 3, ich aber nicht will, dass dieser grundsaetzliche Beitrag dazu laengerfristig unauffindbar verloren geht, diesmal als extra TO...
Zu meiner Daunenerfahrung, ich bin vor ca 25 Jahre von KF auf Daune umgestiegen und habe seitdem etliche Daunen-Schlafsaecke verschiedener Firmen (u.A. die div Globi-Eigenmarken, spaeter ME, Yeti, WM, Pajak) besessen (davon auch Mehrere mit wasserabweisender Daune) und intensiv benutzt (zur Einschaetzung, ich bin jedes Jahr 3-4 Monate draussen, macht also mit Sicherheit > 2500 Naechte mit Daunen-Schlafsaecken (davor halt 20 Jahre mehr Monate / Jahr (manchmal auch > 3/4 des Jahres auf Tour) mit KF-Schlafsaecken)...ich kenne also den Kram nicht nur aus dem Katalog oder ein paar Overnitern...
Ich bin, wie wohl fast jeder, auf Daune wegen des kleineren Packmasses / Gewicht umgestiegen, habe dann aber im Gebrauch festgestellt, dass fuer mich Daune noch einen wesentlicheren Vorteil hat, das bessere Schlafklima, Daune leitet hevorragend die Koerperfeuchtigkeit / Schweiss vom Koerper weg auf die Oberseite des Schlafsacks.
Bei z.B. mit Silikon behandelter Daune, womit der Hersteller ja der Daune etwas wasserabweisende Eigenschaften geben will, damit ein nasser Daunenschlafsack eine etwas hoehere Isolier-Faehigkeit behaelt, wird aber nach meinen Erfahrungen eben genau diese positive Eigenschaft der Daune fuer ein trockenes Schlafklima "zu sorgen" deutlich eingeschraenkt im Vergleich zu guter unbehandelter Daune, ich habe ueber die Jahre 3 Schlafsaecke verschiedener Firmen (u.A. Yeti) mit behandelter Daune gehabt, die alle diesen Nachteil hatten, dass ich sie rel schnell wieder abgegeben habe und fuer mich nur noch gute, unbehandelte Daune in Frage kommt (z.Z. 2 WM-Schlafsaecke & das universelle Pajak Quest Switch Teil ) .
Was das Thema betrifft, dass die behandelte Daune beim Waschen stark einfaellt, habe ich da haeufig Erfahrungsberichte gelesen, kann aber keine eigenen Erfahrungen beisteuern, dOT: a bei mir dadurch, dass ich immer ein Inlett verwende (etwas Dickere div STS Reactor & Bergstop Microstretch Liner - inzwischen mein absolutes Lueblingsteil) und darauf achte, den Schlafsack nachts nicht zu frueh zu weit zu schliessen, faellt bei mir Schlafsack Waschen trotz intensiver Nutzung extrem selten an z.B. geht naechstes Jahr mein Megalite nach 7 Jahren rweichlicher Nutzung zu OST fuer´s Waschen und ein bisschen Overfill.
Hier dann noch einne laengere Email von Gary
(Peterson, dem Cheffe / Managing Director von Western Mounteneering) zu dem Thema :
(ja habe seine Erlaubnis, sie im Forum zu veroeffentlichen)
"We do not use a "treated" or "hydrophobic" down.
Although we have been testing it since 2013 (and we continue to conduct long term field testing to help us determine performance traits over many years and multiple washings with over 100 days per year of use) honestly the results have not convinced us that it is necessary or better than the down we have been using.
One important factor is that the fill power rating is always enhanced (increased) by the process of treating it with hydrophobic chemical solutions. This means that if you see a product labeled as 750 fill power hydrophobic down it was most likely a 675fp that tested higher after the treatment process. If you see an 800fp hydrophobic down then it probably started out as a 725fp before it was treated.
When you look at any of the treated down and put a handful of it on the table (from any company, it doesn't matter which brand "dry down", "repel down", etc.) next to a handful of our down you will see a night and day difference in quality. Imagine picking up a handful of the brown slushy snow in the parking lot of a ski resort vs scooping up a handful of fresh powder when you ski off the main groomer trails in between some trees. O.k. maybe that is a bit of a stretch but lets just say that our down looks and feels much nicer and lofts much higher.
Even though there is some loft depreciation as it becomes saturated or when it starts to get wet (for example if you have the foot of a bag pressed against a wet tent wall), the impact is slow and gradual on bags with our down inside. The bags filled with treated down may seem to hold out a bit longer but eventually the loft tapers off more dramatically than untreated down, possibly because there is not as much density of fill as a result of the misleading spike in fill power.
The increase in fill power happens, according to my sources at IDFL, because the down clusters are not nested as closely together after it has been treated. That boosts the fill power result which allows manufacturers to put less down into the chambers. Unfortunately the treatments eventually diminish with use and washings so in the end you are just left with lower grade of down (and less of it) to relay on for insulation.
We can discuss further or just ask me if you have other questions but this is basically why we have never used it in our products and why we won't be using it any time soon. Also, if you take a handful of our down and put it in a water bottle half full of water the down will just float for three or four months even if you shake it now and then. My point is that natural high quality down is already very water resistant, especially compared to any synthetic insulation which will absorb water and sink if you take a piece of it and place it on a pool of standing water (i.e. it won't float for three months). Geese are waterfowl and I have never seen one wearing an Arcteryx jacket, because their plumage has a natural surface oil that naturally repels water as it insulates. "
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Mittagsfrost in UL-Hobo IdeensucheWie wäre es mit https://www.picogrill.ch/?language=de?
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Namie in 8 Tage auf dem nördlichen Kungsleden, von Abisko nach Vakkotavare Mitte Juli 2022Tag 6
Pause vom Kungsleden
Heute gönnen wir uns einen fast faulen Tag.
Da wir in unserer Planung sehr großzügig waren können wir einen weiteren Tag in der Kaitumjaure Stuga bleiben. Wir wollen heute den Hausberge besteigen.
Wir starten recht früh bei schönem Wetter und freuen uns auf den Berg.
Nach ca. 2 km sind wir endlich auch wieder die Moskitos los.
Weiter geht es Bergauf. Der Weg auf den Gipfel soll 7 km lang sein. Nach 4 km erreichen wir ein Schneefeld und finden keine Markierung mehr.
Unsere Vermutung: der Weg geht durchs Schneefeld.
Da wir diesen Berg nicht kenne, wir uns beim Schneefeld und über den weiteren Verlauf des Weges sehr unsicher sind und die Bergspitze auch in Wolken gehüllt, gehen wir nicht weiter. Wir hören auf unser Bauchgefühl und beschließen nach einer Pause wieder abzusteigen. Ein Gipfel muss nicht um jeden Preis erreicht werden. Gerade im Berg dreh ich lieber um wenn ich mir unsicher bin und mein Bauch ein ungutes Gefühl hat.
Auf dem Weg nach unten verlieren wir für eine kleine Weile den Weg. Man muss dazu sagen das die Zeichen etwas spärlich und der Weg selten begangen ist.
Dies führt zu einem schönen Umweg durch Wiesen in denen die Hummeln brummen, die Blumen blühen und wir ein Rentiergeweih finden.
Natürlich lassen wir das Geweih an der Stelle zurück an der wir es finden. Nur ein paar Fotos von und mit diesem nehmen wir mit.
Wieder zurück auf dem richtigen Weg geht es zurück zu den Moskitos und zur Hütte.
Nach dem Mittagessen gönnen wir uns ein Mittagsschläfchen .
Danach sind wir aber wieder mit vollem Einsatz dabei und hacken Holz.
Die Hütten im Fjäll funktionieren in dem jeder mithilft. Sauberes Wasser muss am Fluss geholt und Abwasser in einen extra Tank entsorgt werden. Die Räume werden nach dem verlassen wieder ausgefegt und wer Holz zum heizen oder für die Sauna möchte, geht auch welches hacken. So hinterlässt man beim Gehen alles so wie man es selbst vorfindet…. und es funktioniert!!!!
Am Nachmittag trifft eine Familie (Vater, Onkel und zwei Kinder) ein mit denen wir noch viel erzählen und UNO spielen. Sie werden uns die nächsten Tage bis Samstag im Bus immer wieder begegnen.
Kurzweilig geht der Tag zu Ende. Noch einmal haben wir in der Sauna geduscht und geschwitzt und sind am Ende des Tages angenehm müde!
Nur noch zwei Tage auf dem Kungsleden liegen vor uns. Wir können es kaum fassen das die Zeit so schnell vorbei geht!
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Namie in 8 Tage auf dem nördlichen Kungsleden, von Abisko nach Vakkotavare Mitte Juli 2022Kungsleden Tag 5
Die längste Strecke!
Heute werden wir am Ende des Tages so zwischen 22-24 km in den Beinen haben. Wir wollen bis zur Kaitumjaure Stuga (Hütte) und dort zwei Nächte bleiben.
Wir Starten bei leichtem Regen der nach 30 Minuten aufhört und für heute nicht wiederkommt!
Der sehr steinige Weg führt uns heute erst zur Singi Hütte. Das laufen fordert unsere ganz Konzentration und wird auch auf dem nächsten Abschnitt so bleiben. Was am Anfang noch schwierig ist, wird mit jedem Schritt leichter und wir immer geübter, so kommen wir ganz gut vorwärts. Einmal rutsche ich auf einer Planke davon. Aber auch das gehört mal dazu.
An der Singi Hütte machen wir eine kleine Pause, bewundern die beeindruckende Bergwelt und treffen auf zwei Schweden die mit uns im Nachtzug bis nach Kiruna gefahren sind.
Nach einem kurzen Plausch geht es weiter.
Wir kommen dem Fluss wieder näher und passieren mit den ersten Birken die Baumgrenze.
Eigentlich der perfekte Ort um Elche zu sichten. Diese halten sich jedoch gut versteckt und zeigen sich uns nicht.
Eine Hängebrücken bringt uns über den Tjäktjajåkka (Fluss) . Dann sind es nur noch 3-4 km bis wir endlich die Hütte erreichen. Wir sind müde aber glücklich, freuen wir uns doch schon auf die Sauna!
Unsere Begeisterung über den Heißwasserkessel in der Sauna, mit dessen Hilfe sich warmes Wasser zum duschen mischen lässt, kann man nicht beschreiben. Nach 6 Tagen gibt es für uns die erste Dusche und wir können uns die Haare waschen.
Sauber und müde fallen wir ins Bett.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Namie in 8 Tage auf dem nördlichen Kungsleden, von Abisko nach Vakkotavare Mitte Juli 2022Kungsleden Tag 4
Als die Sonne kam
Wieder werde ich früh wach und genieße noch vor dem Frühstück einen Moment vor der Hütte, den Blick in die Weite und auf den Wasserfall.
Es ist schön hier zu sein!
Wir Frühstücken gemütlich und nutzen das passable Wetter (es regnet nicht) für eine kleine Yogaeinheit mit Blick auf den wunderschönen Wasserfall.
Danach sammeln wir all unsere Sachen inklusive Zelt wieder aus dem Trockenraum ein und genießen es die Füße in trockene Strümpfe und Schuhe stecken zu können.
Die Wetterprognose hat uns schon aufs schlimmste vorbereitet. Es könnte schneien, kalt und nass werden… Naja wer braucht schon trockene Füße
Wir wissen mittlerweile das wir auch mit solchem Wetter klar kommen.
Der Kungsleden lehrt uns, zu nehmen was kommt und das Beste daraus zu machen. Dabei zeigt er uns was alles in uns steckt.
Das gibt Selbstvertrauen und stärkt uns auch im Miteinander und unserer Freundschaft!
Doch noch etwas lehrt uns der Kungsleden: hinter jedem Berg sieht das Wetter anders aus!
Und genau so ist es.
Während wir auf dem Weg den Tjäktja Pass hoch noch leichten Nieselregen haben wird uns das Tjäktjatal im laufe des späten Vormittags mit Sonne überraschen!
Der Tjäkta Pass ist der höchste Punkt des Nördlichen Kungsleden und von unserer Seite war der Aufstieg nicht halb so schlimm wie gedacht.
Von oben gibt es schon die erste schöne Aussicht aufs vor uns liegende Tjäktja Tal, dass wir heute zum Teil durchwandern werden.
Der Abstieg ist deutlich steiler als der Weg nach oben. Zum Glück werden wir immer Trittsicherer, hüpfen von Stein zu Stein und um Matsch und Schlamm herum.
Kaum sind wir im Tal angekommen zeigt sich die Sonne und es wird warm und schön.
Wir können es kaum glauben!!!
An einem schönen Platz am See genießen wir das Wetter bei einer langen Mittagspause mit Kaffee und Tee.
Auf der Seeoberfläche spiegeln sich die Berge, Wolken und der blaue Himmel. Eine Möwe badet ausgiebig biss ein Schatten über den See fällt.
Wir sehen einen Adler am Himmel kreisen und werden Zuschauer wie drei Möwen diesen lauthals und mit kleinen Attacken wieder vertreiben.
Am gegenüberliegenden Ufer ziehen Rentiere vorbei!
…was kann man an so einem Platz, bei solchem Wetter und in dieser beeindruckenden Natur, anderes als überlaufen vor Glück???
Wir laufen heute nicht ganz so weit kurz nach der Sälka Hütte finden wir am Fluss einen schönen Platz für unser Zelt.
Trocken und zufrieden gehen wir heute ins Bett, ach nein in den Schlafsack.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Namie in 8 Tage auf dem nördlichen Kungsleden, von Abisko nach Vakkotavare Mitte Juli 2022Und weiter geht es…..
ach so wer es noch nicht gemerkt hat, ich habe mich auf Anhieb total in Schweden und die Landschaft verliebt!
Kungsleden Tag 3
Regen, Furten, nasse Füße…
Gegen 06:30 wachen wir auf und hören…. den Regen auf unser Zelt klopfen…. noch immer. Es hat ohne Unterlass durch geregnet.
Natürlich trocknet bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit nichts. So heißt es nach dem Frühstück im Zelt, rein in nasse Hosen, nasse Strümpfe und Schuhe…. brrrrrr.
Schnell packen wir das Zelt ein und sind zum Abmarsch bereit.
Um unsere Laune etwas anzuheben beschließen wir in der ca 2-3 km vor uns liegenden Alesjaurestuga Pause zu mach.
Keine 15 Min nach dem loslaufen stehen wir vor dem ersten Bach der gefurtet werden muss. Nein dieser Bach ist kein seichtes ruhig dahin fließendes Wässerchen das angenehm temperiert vor sich her plätschert…
Das Wasser hat Strömung und ist eiskalt. Spätestens jetzt sind wir dann auch wach!!!!
Also Schuhe aus und Fivefingers zum Furten an.
Beim ersten Mal durchs Wasser quietsche ich noch wie verrückt … am Ende des Tages werde wir schon fast Profis im Furten sein.
An der Hütte angekommen gönne ich mir ein Snickers und wir beschließen, da ja jetzt so wie so schon alles nass ist und die Wetterprognose an der Hütte weiterhin Regen vorhersagt, einfach weiterzugehen. Dafür aber dann die Nacht in der nächsten Hütte zu verbringen und unsere Sachen dort zu trocknen.
Genau so eine Entscheidung hat es gebraucht um unsere etwas trübe Stimmung aufzuhellen.
Ab da geht das Laufen wieder leichter. Es ist nicht mehr schlimm das es Regnet und die Füße nass… es ist alles nicht mehr schlimm und hey wir sind hier, auf dem Kungsleden, in unserem kleinen Abenteuer!!
Unser heutiges Ziel heißt gut voran zu kommen um möglichst schon am frühen Nachmittag an der Hütte zu landen.
Unsere Motivation wird keinen Kilometer weiter schon belohnt, wir sehen unsere ersten Rentiere und etwas später hört der Regen auf!
Wir meistern noch einige Furten, nur noch einmal ziehen wir dafür die Schuhe um.
Danach furtet meine Freundin barfuß und ich platsche mit den Trailrunnern durchs Wasser.
Wir genießen die Natur sind Glücklich und kommen gut vorwärts.
Erst als wir die Hütte sehen, merke ich die Müdigkeit. Wir freuen uns auf trockene und Warme Füße, auf essen und ein Bett.
Vorher heißt es noch eine Hängebrücke bewältigt die meine Höhenangst etwas fordert. Aber dann ist es geschafft.
In der Tjäktja Fjällstuga verbringen wir eine angenehm warme und trockene Nacht mit komischen Träumen. Ob es daran liegt dass ich das erste mal seit Tagen wieder richtig tief Schlafe…????
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Namie in 8 Tage auf dem nördlichen Kungsleden, von Abisko nach Vakkotavare Mitte Juli 2022Kungsleden Tag 2 …als der Regen kam
Noch ist es ungewohnt im Zelt zu schlafen. Aber am seltsamsten für den Körper ist es, dass es kein bisschen dunkel wird. Zwei mal muss ich Nachts raus und jedes Mal denkt der Körper „oh hell, guten Morgen komm wir sind wach“.
Ich schlafe so lala, aber auch dass gehört dazu!
Morgens gegen 06:30 sind wir beide wach und da es nicht regnet beschließen wir unser Zelt schnell abzubauen um es trocken zu verpacken.
Gesagt getan!
Wir brauchen 2 Stunden um das Zelt abzubauen, in Ruhe zu packen, zu frühstücken und 10 Sonnengrüße (Yoga) zu absolvieren. Danach sind wir gut gelaunt, warm und fit für den Tag!
Weiter geht es über Hängebrücken, Bergauf und später auch wieder Bergab. Ziel wird der Alesjaure See sein.
Da wir ständig an Wasser vorbei kommen. Reduzieren wir unser mitgeführtes Wasser auf max. einen halben Liter und trinken einfach direkt aus Bächen und Flüssen denen wir begegnen.
Circa 2 Stunden nach Aufbruch setzt dann der Regen ein. Es wird ohne Pause an die 22 Stunden regnen. Die Art des Regens verändert sich….aber es bleibt regen, regen, regen.
Es geht auf matschigen Wegen durch Sumpf und über Bohlen die teilweise versinken. Vorbei an Sträuchern die sich mit Wasser vollgesaugt haben. Alles in allem dauert es nicht lang bis wir von Fuß bis Hüfte nass sind!!!
Wir sind etwas genervt und frustriert finden aber immer wieder gegenseitige Motivation, halten durch und zusammen.
Unter einen schönen Überhang machen wir Pause und stellen fest, wir sind nass und trotzdem glücklich!
Kurz nach dem wir wieder aufbrechen läuft uns ein Auerhuhn fast über die Füße. Vor lauter regen scheint auch das Huhn nicht so viel vom Rest der Welt mitzubekommen.
Später Zelten wir nahe am See, ganz ohne Angst vor Moskitos, bei so viel Regen bleiben die wenigstens weg.
Am Abend hängt das Zelt voll mit unseren Klamotten in der naiven Hoffnung es könnte ja Nachts aufhören zu regnen und die Sachen würden etwas trocknen.
Nach dem Essen bauen wir mir aus einer meiner Flachen eine Wärmflasche für die Füße und rollen uns in die Schlafsäcke.
(Eine super Idee, für die ich in Zukunft eine Flasche aus leichtem Edelstahl mitnehmen werde, denn Plastik schmilzt viel zu schnell!)
Das Geräusch der Regentropfen auf unserem Zelt begleitet uns in den Schlaf.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Namie in 8 Tage auf dem nördlichen Kungsleden, von Abisko nach Vakkotavare Mitte Juli 2022Tag 1
Nach der Nacht im Zug, sind wir Morgens ganz aufgeregt… ich kann es noch immer kaum fassen dass ich in Schweden und mittlerweile nur noch wenige Stunden von Abisko entfernt bin.
Nach einem gemütlichen und noch mal üppigen Frühstück kommt der Zug um11:35 in Abisko an. Es ist zwar Grau aber noch ist es trocken.
Schnell kaufen wir noch Gas und ein zweites Mückengel und schon sind wir startklar.
Voller Vorfreude stahlen wir dem Grau des Himmels entgegen.
Nach ca. 1 Stunde, vielleicht auch schon früher, kommt der Regen. Er wird ein stetiger Begleiter auf unserer Wanderung sein. Aber zum Glück weiß man so etwas nicht im Vorhinein.
Der Regen stellt uns direkt vor unsere erste Aufgabe. Es zeigt sich dass der Poncho meiner Freundin dem Wasseraufkommen des Kungsledens nicht gewachsen ist. Zum Glück sind wir Kreativ und so wird mein Regenrock in Ergänzung zum Poncho getragen, ein perfekter Wasserschutz für all den kommenden Regen der nächsten Tage.
Nach dem wir das Problem gelöst, uns für die Statistik einmal für 300 Meter verlaufen und noch schnell unser Mittagessen verdrückt haben, gehen wir in der Begeisterung für die Natur und all die Eindrücke die wir Sammeln auf.
Auf dem Weg über eine der vielen Planken die in Schweden die Wanderwege an schwierigen und sumpfigen Stellen besser begehbar machen, rufe ich meiner Freundin zu:“ ohhh da war eine Maus die aussieht wie ein Hamster oder Meerschweinchen“ … es war die Sichtung meines ersten Lemming.
Anscheinend sitzen diese kleinen Tierchen ganz gerne unter den Planken und wir sehen im laufe unserer Wanderung immer mal wieder einen Lemming unter einer Planke schnell verschwinden.
Nach ca. 10 km spüren wir dann langsam das noch ungewohnte Gewicht des Rucksackes. Wir sind jedoch wohlgemutes noch die 5 km die uns aus den Nationalpark Abisko herausführen zu bewältigen. Erst außerhalb des Nationalparks darf frei gezeltet werden. Vorher nur an zwei ausgewiesenen Plätzen.
Als wir die ersten Zelte sehen sind wir dann aber auch froh und machen es wie einige Andere und Zelten kurz nach der Grenze zum Nationalpark.
Ganz ohne Regen können wir unser Zelt aufbauen und unser Essen kochen…
Bei mir gibt es wie an den meisten folgenden Tagen Reisnudeln mit Huel (eine Glutenfrei Fertignahrung mit verschiedenen Geschmacksrichtungen) Alles mit Kochenden Wasser übergießen 5 Min. stehen lassen und essen
Als wir ins Zelt kriechen und uns in unsere Schlafsäcke wickeln sind wir super zufrieden und Glücklich!
Wir sind hier auf dem Kungsleden!
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Michas Pfadfinderei reagierte auf FlowerHiker in Briloner Kammweg - 2 Tage Sauerland-AbenteuerBriloner Kammweg - ein kleines Abenteuer im Sauerland
Hinweis: Gelaufen bin ich die Tour Ende August 2021. Daher kann der Zustand des Weges mittlerweile anders aussehen.
Tag 1
2 Tage Überstunden abbauen. Was macht man da? Sucht sich selbst einen Weg in der Gegend raus und startet das Abenteuer. Knapp 50 km und ca. 1500 hm sollten es werden. Die Wahl fiel spontan auf den Briloner Kammweg, versprach er doch als Qualitätsweg eine schöne aussichtsreiche Runde im Sauerland um Brilon. Doch seht selbst was mich erwartete...
Angereist bin ich mit dem eigenen PKW und konnte ihn gut auf dem Parkplatz am Kreishaus parken. So hatte ich zwar den offiziellen Trail-Head in der Briloner City und die ersten paar hundert Meter verpasst, aber das war mit lieber als noch mit dem Auto hin und her zu hampeln oder die Strecke zweimal zu gehen.
Ab dem Parkplatz am Kreishaus sind es jedenfalls nur ca. 100 Meter um auf den Trail zu kommen. Es geht direkt bergauf und ab ins Grüne, denn man startet direkt im Naturschutzgebiet Drübel. Am Ende des Gebiets startet die eigentliche Runde. So heißt es aufpassen in die "richtige" Richtung zu laufen. Ich laufe den Weg im Uhrzeigersinn, so wie er auf den offiziellen Seiten auch vorgeschlagen wird.
Nach dem Naturschutzgebiet wechselt der Untergrund, erst zu Asphalt, dann mal kleine Pfade und dann breite Forstwege. Man entfernt sich aber sehr schnell von der Zivilisation und taucht in die sauerländische Berglandschaft ein. Der Weg ist gut markiert, man muss allerdings aufpassen und darf ihn nicht mit den weiteren unzähligen Wegen in der Gegend verwechseln. Hier hat der sauerländische Gebirgsverein ganze Arbeit bei der Ausschilderung geleistet! Nach ein paar Kilometern tauchen erste Schutzhütten, Lagerplätze und Rastplätze auf. Alle in ansprechendem Design.
Die Temperaturen liegen im sehr wanderfreundlichen Bereich, Sonnenschutz benötige ich auch nicht. Allerdings hat das Sauerland in der letzten Zeit wohl sehr sehr viel Regen gesehen. Erst erfreute ich mich am mystischen Nebel und den nicht vorhandenen Aussichten, doch dann beginnt das Große Schlammtreten - ich wollte Abenteuer und so beginnt es.
Das Schlammtreten beginnt mit ein paar Pfützen. Gut, da denkt man sich ja noch nichts bei. Es wurde und wurde aber immer schlimmer. So schlimm, dass es mir dreimal bald die Schuhe ausgezogen hat, da ich im Schlamm stecken blieb! Nur mit viel Geschick gelingt es mir nicht auszurutschen. Stellenweise muss ich mich durch den Wald schlagen. Die Folge: Total verschlammte und nasse Trailrunner. Immerhin beginnt man an einer Stelle schon, den Schlamm wieder grade zu ziehen.
Nach dem Schlamm geht es nochmals steil bergauf zur Hochebene Hoher Eimberg auf knapp über 800 m üNN. Eine traumhaft schöne Gegend, wo auch brauchbare Schutzhütten und Rastplätze angelegt sind. Einen dieser Plätze hatte ich mir eigentlich als Tagesziel nach ca. 18 km ausgesucht. Aber ein Blick auf die Uhr brachte mich ins Grübeln: 14:20 Uhr? Sonnenuntergang ca. 20:30 Uhr? Soll ich 6 Stunden hier oben sitzen und dem Nebel zusehen oder in Pfützen starren, um mich dann hier aufzubauen? Dadurch, dass alle bisherigen Bänke klatschnass waren, hatte ich so gut wie keine Pausen gemacht und war verdammt gut unterwegs. Die nächste brauchbare Hütte soll erst bei km 29 oder der Campingplatz in Bruchhausen bei km 31 sein... puh... schwere Entscheidung. Also erstmal weiter...
Nach dem Abstieg vom Hohen Eimberg und beim Blick auf Willingen entscheide ich mich dazu den Campingplatz in Bruchhausen anzurufen und zu fragen, ob deren Zeltwiese nicht unter Wasser steht. Die 31 km so aus dem Stand scheinen mir machbar und realistisch. Ich habe allerdings nicht mit einer nirgends vermerkten Wegsperrung wegen Holzfällarbeiten auf dem Briloner Kammweg und Uplandsteig gerechnet. Eigentlich sollte man nicht weitergehen, aber die Karte zeigt mir nur große Umwege an. Vor Ort ist nichts ausgewiesen!
Also weiter, wird schon nicht so schlimm. Oh doch, die Bäume machen den Weg nicht passierbar, rechts eine Schlucht, links der Steilhang. Also mit vollem Gepäck den Steilhang gewählt. Das sind Momente, wo man wirklich Flucht und die Macher dieser Wege gerne mal dort herschicken möchte!
Trotzdem erreichte ich gegen 19 Uhr den Campingplatz Bruchhauser Steine und kann mein Lanshan auf der feuchten Zeltwiese untern den neugierigen Blicken einiger Wohnwagen-Camper aufstellen.
Erster Tag: 31,4 km - 1096 hm
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Michas Pfadfinderei reagierte auf TopperHarley in Himmel und Hölle auf dem Mittelweg - Ein Wanderweg-ReviewDer Mittelweg ist der vergessene Nachbar des deutlich mehr begangenen Westwegs, zu welchem es hier, wie überall zahlreiche Berichte gibt. Zum Mittelweg findet man wenig Information (bei Youtube zB beim Fernwanderer), darum wollte ich hier mal ein paar Zeilen zum Weg schreiben. Startend in Pforzheim an der Goldenen Pforte, führt der Mittelweg einmal von Nord nach Süd durch den Schwarzwald bis nach Waldshut am Rhein an der Schweizer Grenze.
Disclaimer:
Ich bin nicht den ganzen Mittelweg gegangen, sondern habe mir das Stück zwischen Besenfeld und Freudenstadt gespart, welches besonders verschrien ist für seine Langweiligkeit. Stattdessen bin ich über den Huzenbacher See und den Ölleitungsweg einmal quer durch den Nationalpark Schwarzwald bis ca. zum Wildsee gelaufen, dort dem Westweg bis zur Alexanderschanze gefolgt und bin dann den Grenzweg bis Zwieselhof gelaufen und dort wieder auf den Mittelweg getroffen. Diese Alternativroute bringt meine Gesamtstrecke auf etwa 250 km.
Der Weg:
Der offizielle Weg ist 233 km lang (lt. Schildern des Schwarzwaldvereins, im Internet findet man verschiedene Angaben) und fast ausschließlich ein Höhenweg, man bewegt sich meist zwischen 700 und 1000 Metern und steigt selten tiefer ab. Knackige Anstiege erwarten einen von Schiltach aus und von Neustadt hinauf zum Hochfirst, mit 1196 Metern dem höchsten Punkt der Tour. Ich würde den Weg als absolut anfängergeeigneit bezeichnen.
Die Wegebeschaffenheit ist höchst unterschiedlich. So besteht der Weg aus vielen langweiligen Forststraßen und auch einigen Abschnitten direkt an Straße (vor allem am Anfang und am Ende), bietet jedoch auch mehrere kilometerlange Pfadabschnitte durch Wald, ohne das ein anderer Weg kreuzt, geht über Hochebenen mit erhebenden Fernsichten, zB zum Feldbergmassiv oder zur Schwäbischen Alb. Viele Pfadabschnitte gehören zu den schönsten, die ich in Mittelgebirgen je gelaufen bin.
Highlights: der Pfad zwischen Prinzenhütte und der Hütte Toter Mann, der gesamte Grenzweg von der Alexanderschanze bis zum Schmidtsberger Platz (mehr als 18 km lang), der Felsenweg nach Höchenschwand oder die Hochebene nach Indlekofen kurz vor dem Ziel.
Lowlights: die Alte Weinstraße vor Besenfeld (die sollte man möglichst umgehen, was aber kein Problem ist), Umleitungen über Straßen im Feierabendverkehr und unendliche, knüppelharte Forststraßen.
Infrastruktur:
Zum ersten: der Weg ist immer noch hervorragend ausgeschildert und bis auf sehr wenige Abschnitte auch gepflegt. Die Hütten am Weg sind zahlreich und zum Teil mit Brunnen ausgestattet. Ich habe von 8 Nächten, einmal im Gasthaus, einmal mitten im Wald und sonst immer an Hütten campiert, wo man immer noch ein Zelt daneben aufstellen konnte. Wer zwischendurch irgendwo zum Essen oder Übernachten einkehren möchte, hat die freie Auswahl. "Hütten"-Highlight: der Teisenkopfturm! Dreistöckiger Holzturm mit fantastischen Ausblicken ins Tal. Abends kommt hier niemand mehr vorbei.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es ebenfalls zahlreiche und man muss nie mehr als für zwei Tage Essen mitschleppen. Wasser gibt es an unzahligen Bachläufen, Brunnen, Quellen oder man fragt nett im nächsten Gasthaus. Selten habe ich mehr wie 1-1,5 l Wasser tragen müssen, insbesondere in einem relativ regenreichen Jahr wie diesem.
Sollte man den Mittelweg laufen?
Ja, wenn du die Ruhe und Einsamkeit suchst, denn viele Abschnitte sind sehr ruhig und ich war selbst auf schmalsten Pfaden stundenlang alleine im Wald, sogar am Wochenende.
Ja, wenn dich die Forststraßen nicht schrecken und du bereit bist, dir die Höhepunkte des Weges gewissermaßen zu "erarbeiten".
Ja, wenn du bereit bist, dir für unschöne Abschnitte wie von der Schützhütte Toter Mann bis Freudenstadt eine Alternative zu überlegen. Neben dem Huzenbacher See, kann man zB noch den Schurmsee mitnehmen.
Ja, wenn du gerne eine sich verändernde Landschaft durchquerst, denn das tut sie von Tag zu Tag, von Mischwäldern zu Fichtenwäldern bis hin zu Weiden und Feldern und Hochebenen.
Ja, wenn du den Mittelweg mit anderen Wegen, wie dem Westweg, dem Schluchtensteig oder dem Albsteig kombinieren willst. Das geht nämlich wunderbar.
Nein, wenn du Forst- und Teerstraßen nicht leiden magst und lieber Zertifikatswege läufst, die sich um naturnähere Wegführung bemühen als der Mittelweg.
Nein, wenn du einen aus Funk und Fernsehen bekannten Fernwanderweg gehen willst, wo andere Menschen sagen: Boah! DEN wollte ich auch immer mal mal gehen!
Nein, wenn du gerne andere Wanderer treffen willst, um dich über gemeinsame Erfahrungen der Reise auszutauschen. Mittelwegswanderer sind eine seltene Spezies.
Fazit:
Seien wir ehrlich: Die Höhepunkte des Mittelweges müssen hart erarbeitet werden und einige Abschnitte, zb der Start von Pforzheim nach Bad Wildbad müssten dringend radikal überarbeitet werden. Der Anteil der Forststraßen ist sehr hoch und auch Teerstraßen scheut der Mittelweg nicht. Dennoch bietet der Mittelweg täglich tolle Passagen und Highlights und zudem ständig Möglichkeiten doofe Teile des Weges umzuplanen, zB durch den NP Schwarzwald. Ich hatte jede Hütte für mich und insbesondere die langen Pfadabschnitte waren unglaublich schön und zumeist völlig menschenleer.
Ein ein paar Bilder zum Mittelweg:
Die Brunnenhütte oberhalb von Bad Wildbach. Guter Anlaufpunkt für die erste Nacht.
Der traumhafte Pfad zwischen der Prinzenhütte und der Hütte Toter Mann.
Auch das ist der Mittelweg: Die Alte Weinstraße. Die sollte man sich sparen, sprich: umgehen.
Der Ölleitungsweg durch den NP Schwarzwald. Die ersten Kilometer sind Forststraße, aber durch den ringsherum langsam verfallenden Wald in der Kernzone des NP Schwarzwald nicht minder interessant. Dieser Abschnitt endet in der Nähe vom Wildsee.
Der Grenzweg.
Der Teisenkopfturm. Übernachtungshighlight. Mit den dort wohnenden Siebenschläfern muss man sich arrangieren. Der Turm hat drei Etagen. Unten gibt es jede Menge Kerzen und die Bänke lassen sich zusammenschieben.
Anstieg nach Schiltach. Nicht schön, aber ganz schön anstrengend.
Hochebene vor Neustadt mit Feldbergblick.
Der Titisee vom Hochfirst aus.
Idyllisches Blasiwald.
Der Felsenpfad nach Höchenschwand. Tolle Blicke ins tiefeingeschnittene Schwarzatal. Teilweise Seilversichert, aber nicht wirklich gefährlich.
Kurz vor dem Ziel. Irgendwo in der Ferne glitzert bereits der Rhein. Diese Passage verläuft über Landstraße. Aber die 360-Grad-Fernblicke machen das mehr als wett.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf kai in Eure Empfehlung: Ultraleicht Rucksack 50 bis 60 Ltr.Ich hab den Zpacks Arc Blast 55 und finde ihn super. Allerdings ist das Mesh an den Schultergurten und das Netz im Rücken durch das verwendete Material eher rau und nicht so weich, wie z.B. beim Osprey Stratos 24, den ich als Daypack nutze. Ansonsten ist der wirklich sehr bequem und man vergisst irgendwann, dass man den auf dem Rücken trägt. Steuern und Zoll hauen bei der Bestellung aber natürlich nochmal richtig rein. Da muss man den Rucksack schon sehr mögen.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Ogipe in VorstellungsthreadMoin,
nach langem Lesen habe ich es geschafft mich anzumelden. Ich bin Ogipe, komme aus dem Norden und habe schon mehrere hundert Nächte in Zelt und Schlafsack verbracht.
Meine erste Rucksackreise hab ich vor knapp 10 Jahren gemacht und das gleich für mehrere Monate. Damals habe ein Basisgewicht von etwa 20kg gehabt. Kann ein Gear Junkie eigentlich offiziell diagnostiziert werden? Damals habe ich mit dieser schweren Last noch mehrere Gipfel an einem Tag geschafft. Heute würde ich damit noch nicht mal mehr einen Overnighter schaffen, die ich jetzt häufiger mache. Den körperlichen Folgen des ultraheavy Trekkings sei dank.
Ich achte nach den belastenden Erstanschaffungen vor allem auf Gewicht und Multiuse. Meine ideale Packliste würde ein weltweites Reisen erlauben. Deshalb versuche ich keinen Ausrüstungsgegenstand doppelt zu besitzen. Okay, bei Socken mache ich eine Ausnahme. Ihr wisst hoffentlich, was ich meine.
Der Lifestyle um digitales Nomadentum und Minimalismus hat mich offensichtlich influenct. Aber das Forum hat es noch viel mehr. In letzter Zeit konnte ich mein Basisgewicht auf 13kg reduzieren, bis ich Anfang des Jahres nach einer Tour immer noch unzufrieden war und nun bei 8kg Basisgewicht für ein Vier-Jahreszeiten-Pack angekommen bin. Danke schon mal dafür
Liebe Grüße!
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Michas Pfadfinderei reagierte auf wolffahrer in Suche Gaskocher- Topfkombination 2022Danke! An alle die mir hier mit einer Empfehlung weiterhalfen.
Damit Ihr seht das ich mir die Ratschläge auch zu Herzen nahm, anbei die Fotos der Ausbeute aus euren Empfehlungen.
Jetzt wird getestet, zerlegt und der "Gewinner" bekommt einen Zwilling zum Teile klauben
Danke nochmal, speziell für die Soto Empfehlung zum Tripod, war mir nicht bekannt.
EDIT sagt:
Nach einem kurzen Test erwärmten die Gasbrenner MSR Windburner, der Soto Windmaster und der kleine BRS3000T beinahe identische Kochzeiten.
MSR System 2:28
BRS3000T 2:37
Soto Windmaster 2:37
Versuchsaufbau:
Windstill
0,5 Liter
Topf vom Wind Burner ohne Deckel
Aussentemp 24Grad
Wassertemp 14Grad
Stoppzeit bis das erste Wasser aus dem Topf überkochte...
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Michas Pfadfinderei hat eine Reaktion von Ultralight82 erhalten in Entscheidungshilfe Schlafsack für L1Der WM Summerlite geht nach meinem persönlichen Test bis +3 Grad. Unter idealen Konditionen.
Ich würde euch als „Reserve“ den WM Alpinlite empfehlen. Der geht nach persönlicher Erfahrung bis -8 Grad.
Der Gewichtsunterschied ist bei meiner Größe L ca. 360 Gramm.
VBL empfehle ich bei mehrtägigen Touren und wenig Trocknungsmöglichkeiten auf jeden Fall.
Gut Pfad, Micha
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Michas Pfadfinderei hat eine Reaktion von bandit_bln erhalten in GroundsheetGegen Dornen würde nur eine wirklich dicke Evazotematte helfen.
Zeltplatz gewissenhaft absuchen, und mit Ast oder ähnlichem „kehren“. Beim verlassen alles wieder schön naturbelassen durcheinander wedeln.
Mit dieser Methode hatte ich noch nie ein Loch in meiner TAR Luftmatte.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Dingo in Gibt es noch einen besseren Schlafsack?Gleiche Daunenqualität? Never ever! Fängt schon damit an das WM Daune erst komprimiert wird, wenn Du die das erste Mal in den Rucksack packst. Zudem wird sie ethisch gewonnen - frag @khyal. Cumulus faselt etwas von ethische vertretbar gewonnen und spricht dann eigentlich nur von freilaufenden Gänsen. Da wird aber nichts weiter konkret erklärt.
Zu EN Ratings. Die sagen nicht viel aus. Das merkt man daran, dass EN Ratings nicht für Winterschlafsäcke verwendet werden. Sprich je kälter, desto unzuverlässiger. Das ist also nur ein Anhaltspunkt.
Zu den Maßen. Western Mountaineering gibt die Innenmaße an, Cumulus hält sich da bedeckt. Könnten auch Außenmaße sein. Zudem gibt WM auch die Maße des Schlafsackes auf Hüfthöhe an. D.h. der Cumulus wird evtl. schneller schmal. Daher. Abweichung durchaus möglich.
Continious baffles haben den Vorteil, dass Du die Daune je nach Bedarf umschütteln kannst. Daher breiteres Spektrum beim Einsatz.
YKK bietet unterschiedliche Qualiäten an. Das muss also (bei beiden) nichts heißen.
Klar wiegt ein schmaler X-Lite aus Toray wenig, aber Toray dürfte auch wenig langlebig sein. Das ist bei einem Produkt wie Daune, das von Tieren kommt, nicht unbedingt ethisch vertretbar.
Versteh mich nicht falsch. Ich war anfangs auch beeindruckt von Cumulus. Man sieht irgendwie nur den Bausch. Das ist aber Budenzauber. Fasst man mal einen WM im Laden an, merkt man, wie da alles aufeinander abgestimmt ist. Von meinem Cumulus Quilt erwarte ich keine lange Lebensdauer. Vor 3 Jahren schien es mir der richtige Kauf. Würde ich nicht wieder tun.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Biker2Hiker in Gibt es noch einen besseren Schlafsack?Ganz klar ein WM in groß.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Enzian in Winterschlafsack - Überdimensionierung?Hallo zusammen,
ich habe einen Daunenschlafsack (450 Füllung 90/10), der top in Ordnung ist.
Für die kalte Jahreszeit suche ich nun einen weiteren Daunenschlafsack bis maximal 1,8 kg. Nachdem ich einmal bitterlich gefroren habe, neige ich nun dazu, mir lieber einen etwas "zu warmen" Schlafsack zu kaufen und auch etwas mehr Geld auszugeben. Falls die Nacht warm werden sollte, möchte ich ihn dann als Quilt nutzen (kann/darf man das, oder ist das unter Ultraleicht-Trekkern ein Vergehen? ).
- Meine Daten: 55 Jahre, 172 cm, 72 kg, männlich
- Einsatzbereich: Herbst + Winter - Deutschland, incl. Gebirge - unterm Tarp, oder auch mal ganz ohne (wegen der Sterne) - Komforttemperatur mindestens -15°/-20° Grad Celsius, oder
mehr - für 2 bis 6 Nächte - am liebsten in einer gedeckten Außenfarbe (nur, wenn möglich)
- Meine Überlegungen: Nach meiner laienhaften Recherche sind der ME Redline, bzw. der WM Puma eindeutig überdimensioniert - aber alles darunter könnte ich mir vorstellen.
Sind meine Vorstellungen realistisch (0° bis -15°/- 20° mit nur einem Daunenschlafsack abdecken, der auch mal Feuchtigkeit verträgt)?
Ist unterm Tarp eher eine MF-, oder ein GWS-Hülle empfehlenswert?
Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen und sage schon mal: DANKE
PS: Vor einem VBL gruselt es mich etwas, auch wenn ich ihn noch nicht ausprobiert habe.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf doman in Bikepacking-Overnighter mit Hot Tent im SchneeEs kommt nicht sehr oft vor, dass Anfang Dezember in Berlin schon Schnee fällt und dann auch liegen bleibt. Kurz entschlossen habe ich gestern Nachmittag das Rad gepackt und bin in Richtung westlicher Stadtrand aufgebrochen. Dabei habe ich erstmals realisiert, was für einen opulenten Lichtteppich die Lupine SL Nano vor dem Bike auslegt.
Das ist das Bike, nachdem ich am Platz angekommen war.
Zu spät habe ich realisiert, dass die eingeplante Lenkertasche die Lupine verdecken würde. Also blieben diese - und mit ihr die Wasservorräte - zu Hause. Wasser würde es nur durch Schneeschmelzen geben.
Dafür ist das Hot Tent die Voraussetzung. Ich habe diesmal auf Aufstellstangen verzichtet und das Zelt an Zweigen der umliegenden Bäume durch Abspannung nach oben errichtet. Das verschafft einem noch mehr Platz im Inneren.
Und das ist der "neue" Ofen, den ich kürzlich mit einer Glasscheibe nachgerüstet habe. Damit wurde ich UL-technisch zwar 100 g zurückgeworfen, aber der Komfortgewinn ist einfach immens. Man sieht, wann man nachlegen muss, kann in ein Feuerchen ohne Rauch glotzen und die Strahlungswärme macht die Hütte noch schneller warm.
Als das Essen fertig war, stimmte auch die Temperatur im Inneren.
Man beachte beim Vergleich der beiden Bilder auch die unterschiedlichen Schneeverhältnisse im Zelt. Die Außentemperatur kann man oben rechts ablesen.
Ab und an muss man mal raus und frische Luft atmen.
Übernachtet habe ich natürlich in der Hängematte mit Tarp drüber.
Am nächsten Morgen kommt dann der weniger spaßige Teil, denn es macht natürlich mehr Arbeit, wenn man Hängematte, Tarp, Zelt und Ofen einpacken muss.
So sah das Bike aus, nachdem alles wieder verstaut war - hat ungefähr eine Stunde gedauert. Ergänzung: das ist das gesamte Gepäck; ich habe keinen Rucksack auf dem Rücken.
Fazit: war eine tolle Erfahrung; ich bin froh, dass ich die Wetterbedingungen genutzt habe, die so schnell nicht wieder kommen werden.
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Michas Pfadfinderei reagierte auf Mia im Zelt in Södra Kungsleden August 2021Der Alltag mit Arbeit und Co. lässt mir abends wenig Kräfte, sodass es leider ein wenig dauert bis mein Bericht fertig ist. Ich bemühe mich regelmäßig was zu schreiben.
Tag 6
Nach einer warmen Nacht packte ich meine Sachen und lief eine Weile, bis ich am Wegesrand einen idyllischen See für das Frühstück fand. Ein paar Fische waren darin zu sehen. Anschließend ging es über Blockgestein, durch mit Planken ausgelegte Feuchtgebiete und über steinige Waldpfade bis zu einem Vindskydd an einem großen See, an dem ich meine Mittagspause verbrachte. Bisher traf ich nur ein paar wenige Trailrunner und viele Rentiere. Es war angenehm warm und am See wehte eine leichte Brise.
Gegen 15 Uhr kam ich bei der Rogenstugan, welche am Rogensee liegt, an und freute mich schon im dortigen Kiosk ein paar Tafeln Schokolade zu kaufen. Jedoch stellte ich fest, dass der Kiosk erst um 16 Uhr wieder öffnen sollte. Da ich noch gut in meinem Zeitplan war, entschied ich mich zu warten und setzte mich auf eine kleine Bank unweit des Sees. Hier war schon etwas mehr los als auf dem Trail, denn bei dem sonnigen Wetter waren ein paar Badegäste da. Nachdem ich drei Tafeln Schoki gekauft hatte ging es erst am Seeufer und dann durch Nadelwald weiter und dann sanft bergauf, wo ich eine tolle Aussicht auf den See genoss. Hier oben wehte es aber ziemlich, sodass ich mir bei kleinen Pausen einen Pullover und die langen Hosenbeine anziehen musste. Der Abend rückte näher und ich machte mir Gedanken über einen potenziellen Schlafplatz. Ich sah ein paar passende flache und vegetationslose Stellen am Wegesrand, doch es trieb mich wieder. Dann war es eine Stunde lang so felsig, dass sich beim besten Willen nichts zum zelten anbot. Auf der Karte war ein Vindskydd eingezeichnet, doch immer wenn ich meinte, ich müsste gleich da sein zog es sich noch hin. Als ich dann um 20:30 Uhr ankam merkte ich aber schnell, dass sich die Müde gelohnt hatte. Der Vindskydd lag direkt an einem einsamen See, wo ich die untergehende Sonne beobachten konnte. Trotz des langen Lauftages taten meine Füße kaum weh. Die vielen felsigen Abschnitte taten ihnen offensichtlich gut.