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Ultraleicht Trekking

doman

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  1. @hmpfNein, nichts wurde extra verstärkt. Aber durch die Abdichtung ist der Part an der Sattelstütze durchgängig doppeltes 180er DCF, das ist sehr steif und stabil. @skullmonkeyAuf der Bikeraftingtour habe ich einmal eine Gabeltasche verloren. Das lag daran, dass ich die Tasche beim Anlehnen ans Wirtshaus aus Versehen halb ausgehakt hatte, was unbemerkt blieb. Dummerweise habe ich auch den Verlust nicht gleich bemerkt und musste noch mal 2 km zurück. Dort lag sie auf dem Weg. Seitdem befestige ich die Taschen mit einem zusätzlichen Gurt. Das hält, auch auf richtig huckeligen Trails.
  2. Inzwischen gibt es hier einiges nachzutragen, denn meine Taschenausstattung hat Zuwachs bekommen. Da ist zunächst eine Oberrohrtasche die ich - genau wie die bisherigen Taschen auch - lediglich geklebt habe. Die genauen Fertigungsschritte habe ich leider nicht dokumentiert, kann aber sagen, dass es sehr fummelig war, um die Ecken herum zu kleben. Als die Tasche fertig war, musste ich feststellen, dass ich die hinteren Klettbänder falsch angebracht hatte, sodass der Reißverschlussschieber beim Schließen den Taschenboden mit hochzieht und dadurch hakt. Deshalb habe ich per Hand noch eine kleine Platte eingesetzt und die Klettbänder ganz ans Taschenende versetzt. Jetzt hakt nichts mehr. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen habe ich mich entschlossen, die Satteltasche nicht lediglich zu kleben, sondern ganz klassisch zu nähen und danach abzudichten. Warum? Eine genähte Tasche ist wesentlich stabiler und sieht auch besser aus. Grob orientiert habe ich mich an einem 17-Liter-Expedition-Pack, allerdings unter Weglassung aller Verstärkungen, die meiner Ansicht nach bei Verwendung von DCF überflüssig sind. Zunächst galt es, die Tasche zu konstruieren, wobei ich wie bei der Rahmentasche einen Schnitt angestrebt habe, der aus lediglich drei Teilen besteht. Als der entworfen war, habe ich die Tasche aus Packpapier probehalber zusammengeklammert. Dann wurden die Teile ausgeschnitten, geklammert und genäht. Die genähte Tasche wurde dann noch einmal mit DCF-Streifen nahtversiegelt. Fertig! Alle Gurtbandschnallen sind bei mir übrigens 25 mm, weil ich relativ große Hände habe und das Hantieren mit kleineren Schnallen als Qual empfinde. Die Tasche wiegt trotzdem nur die Hälfte der gleich großen Tasche von Apidura. Alle fünf Taschen zusammen wiegen unter 600g! Hier noch mal eine Gesamtansicht aller bepackten Taschen am Rad. Ganz zum Schluss fiel mir auf, dass ich für noch besseren Sitz die Metallösen am Brooks Sattel hätte einbinden können. Aber das wäre dann eine Fädellösung, die etwas umständlich wäre. Die Tasche sitzt wirklich gut und schlenkert auch voll beladen nicht hin und her. BIKEPACKING ROCKS!
  3. @Tao Da kennt sich aber jemand aus!
  4. @cozyDie Taschen habe ich selber gefertigt und hier beschrieben: Mittlerweile sind noch zwei Taschen dazugekommen, die ich noch genauer beschreiben werde.
  5. @DeanDer Carbonrahmen hatte an einer Stelle auch schon eine Delle, auf die das Rad mal raufgefallen ist. Außerdem hatte ich mit Ofen, Zelt, Kocher, Ersatzschlauch und (völlig überflüssigem) Multitool (400g) auch etliche Gewichtsposten mehr auf der Waage. Aber: mein Rad ist wirklich nicht leicht: es wiegt nackig mit Brooks-Sattel, den ich unbedingt haben wollte, knapp 11 kg. Das Backroad meines Freundes hat neben dem Carbonrahmen und Carbon-Sattelstütze auch eine GRX-800er-Gruppe, meins hat "nur" 600, Bremsen 400 - und auch mein Laufradsatz ist deutlich schwerer als der DT-Swiss-Satz des Backroads. Aber zum Schluss möchte ich euch das Beste nicht vorenthalten: Mein Rad ist (für meine Verhältnisse) einfach ein Traum! Ich komme mir im Vergleich zum Stadtrad jede Sekunde vor wie auf einem E-Bike. Auch die Taschen sind super: die Gabeltaschen drücken auf engen Wegen die Brennesseln soweit zur Seite, dass sie mir nicht an die Waden klatschen und Rahmentasche und Rakete machen das ganze Gefährt extrem schlank! Nur das Ausklicken muss ich noch intensiver trainieren - bin zweimal im Stehen in Zeitlupe umgefallen.
  6. Da ich seit kurzem mein Set an Bikepackingtaschen um eine A-Rakete erweitert habe (Vorstellung kommt noch), war genügend Packtaschenvolumen vorhanden, um eine Tour mit Zelt und Zeltofen anzugehen. Passend dazu hat sich das Wetter hier am letzten Wochenende weiter abgekühlt, sodass eine abendliche Wärmequelle wünschenswert schien. Das ist das Rad mit voller Montour. Hinten drin stecken Merinosachen für die Nacht (bei den Temperaturen noch überflüssig), das Tarp, Handschuhe (nicht gebraucht) und der Schlafsack. Im Rahmen befinden sich der Ofen, 1,5 Liter Wasser, Elektronik- und Hygienekleinteile, Werkzeug, Pumpe und paar Lebensmittel. Am Oberrohr Snacks, die Powerbank, Kabel, ein Schloss und die Gopro. Und vorn stecken in einer Röhre das Zelt und der Kocher nebst 750 ml-Tasse und in der anderen Isomatte und Hängematte. Der Freund, mit dem ich unterwegs war, fuhr ein Rose-Backroad aus Carbon, das gefühlt noch mal deutlich leichter war als mein Titan-Drahtesel. Er hatte allerdings noch einen Rucksack auf dem Rücken, auf den ich gerne verzichtet habe, obwohl nur damit der abendliche Biertransport zu bewältigen war. Die Strecke haben wir uns mit der Voreinstellung "Gravel" von Komoot erstellen lassen - mit manuellen Nachjustierungen. Herausgekommen ist ein extrem naturnaher Trail, bei dem man sich so manches Mal fragte, ob es wohl in hundert Metern noch ein Spur von Weg zu erkennen geben wird. Aber wir sind mit nur sehr gelegentlichen Schiebeeinlagen gut durchgekommen. Beim letzten Zivilisationsstopp haben wir uns noch jeder ein Menü einpacken lassen, das mit den Straps der Satteltaschen gut zu fixieren war und später mit den Reifenhebern gut geschmeckt hat - denn für Löffel war kein Platz mehr. Am Abend haben wir einen Traumspot auf einer Hügelkuppe gefunden und uns mit den Hängematten und dem Ofenzelt wohnlich eingerichtet. Nur bei der Bierflasche hätte ich mir gewünscht, dass sie so groß gewesen wäre, wie sie die Kerze hier aufs Zelt projiziert. Das Zelt hat uns einen mollig warmen Abend beschert. - Der Feuerstrahl des Schornsteins war übrigens so gerichtet, dass er dem Baum keinen Schaden zugefügt hat (auch wenn das hier vielleicht so aussieht). So sah das Zelt von innen aus. Und so stellte sich die Szenerie am nächsten Morgen dar. Bevor irgendein Spaziergänger vorbeigekommen war, hatten wir alles wieder weggepackt. Und alles passte tatsächlich ohne quetschen zu müssen wieder in die Packtaschen rein. Hier habe ich heute Morgen noch ein Bad genommen, dann ging's wieder zurück. SCHÖN WAR'S!
  7. Danke für den detaillierten Bericht, ich habe immer mal wieder mitgelesen und euch für eure Ausdauer bewundert. Der Rucksack kommt mir irgendwie bekannt vor!
  8. Was gefällt dir daran nicht? Die erste Installation war schon etwas frickelig, aber wenn man den Bogen raus hat, geht das Ruckzuck. Und die Tasche hält danach bombenfest, ohne die Griffmöglichkeiten am Lenker einzuschränken. Das finde ich super! Und die Form der Tasche will ich ja noch optimieren. Die überteuerten Roadrunner Bags sind dagegen doch Schlabberbeutel, kompliziert zu befestigen und formlos (bzw. nur vom Inhalt geformt) wie die meisten Handlebar bags.
  9. Genau! Der Halter ist, wie ich schon schrieb, eine geniale Erfindung, weil sie die blöden Halteplatten am Lenker überflüssig macht. Ich wollte zuerst den Halter solo erwerben und habe mich diesbezüglich demütig an Ortlieb gewandt. Die Resonanz war ein Gelächter am Telefon: "Glauben Sie, dass wir unseren in zwei Jahren entwickelten Halter für Bastler zur Verfügung stellen werden?" So musste ich also das ganze Ding erwerben, obwohl mir schon klar war, dass meine Lenkertasche anders aussehen sollte, etwa so. Ich werde mir nach dem Urlaub eine neue Lenkertasche um den Halter herum bauen und sie dann hier vorstellen.
  10. Das Gnu hat ja einen TIZIP, da würde neben dem gesamten Gepäck sogar der Sattel mit der Sattelstütze reinpassen.
  11. @martinfarrentJa, du hast wohl Recht, es gibt viele Faktoren zu berücksichtigen. Worum es mir geht, und worin ich mich auch bestätigt sehe (obwohl nicht alles glatt lief): Bikerafting funktioniert - und das Gnu sollte für meine Zwecke eigentlich passen. Aber ich muss noch einiges am Boot umbauen. Der Sitz muss verbessert werden und ich brauche auch noch ein Spritzverdeck.
  12. @khyalDanke für deine ausführliche Reaktion! Ich glaube auch, dass ich hier einen Bikeraftingversuch am oberen Machbarkeitslimit unternommen habe. Ich beiße mich schon etwas in den Hintern, dass ich den leichten DIY-Sitz mitgenommen habe, anstelle des Gnu-Sattels. Damit wäre ich deutlich weiter gekommen, weil man das Boot viel besser unter Kontrolle hat, auch im Vergleich mit jeglichem Sitz mit Schenkelgurten. Die Positionsverlagerung, die Kraftausübung bei Korrekturschlägen und überhaupt das Balancegefühl im Boot sind damit um Klassen besser. Ich weiß aber auch, warum Alpacka und alle Nachahmer des Packraft-Konzept inzwischen darauf verzichtet haben: Man kniet wesentlich unbequemer als man sitzt. Ich kann maximal eine im Gnu Stunde knien, dann muss ich raus. Und dann gibt es noch die von dir beschriebene Gefahr der Schienbein-Knieverletzung. Ich habe allerdings Schaumstoffpads, die 2015 gratis mitgeliefert wurden (genauso wie die Tizip-Innensäcke, die sich Alpacka heute teuer extra bezahlen lässt), die diese Gefahr abmildern. Ob das Gnu für WW 2-3 ungeeigneter ist als kürzere "echte" WW-Packrafts könnte man nochmal diskutieren. Über viele Schwälle, die dich mit deiner hochgezogenen Schnauze richtig zum Hüpfen bringen, bügelt das Gnu mit seiner Länge glatt hinweg, ein Vorteil, den sich auch die richtig großen Rafting-Boote zu Nutze machen. Und wie man auf den Bildern sieht, ragt das Rad nur mit dem Sattel über den Bootskörper hinaus. Den hätte ich noch eingeschoben, habe mir das aber für einen späteren Zeitpunkt vorbehalten, was durch den Abbruch der Tour unnötig wurde. Ein Missverständnis muss ich noch ausräumen: Ich bin nicht bei Niedrigwasser unterwegs gewesen, obwohl die RiverApp, die ich hier eingeblendet habe, das suggeriert! Auf der offiziellen Tiroler Seite sieht man, dass der Wasserstand, als ich am 16. 7. unterwegs war, bei 3 m lag, heute früh waren es übrigens knapp 4 m. Das Missverständnis kommt daher, dass die RiverApp für alle Streckenabschnitte in Grießau misst, während die übliche Messstelle, auf die du dich beziehst, in Steeg liegt. Und auch auf deinen Einwand gegen das wilde Hängemattencamping möchte ich noch kurz eingehen, obwohl das eine Grundsatzfrage berührt, über die man in diesem Faden eher nicht zu ausführlich argumentieren sollte. Meiner Ansicht nach stellt die Form der Reise, und das schließt die Wahl des Fortbewegungsmittels selbstverständlich mit ein, eines der Hauptkriterien dar, ob eine Reise dem Naturschutzgedanken entspricht oder nicht. Genau aus diesem Grund bin ich die 70 km bis zum Einsatzort geradelt - wo es immer ging auf Schotterpisten. Die Anreise mit dem Auto - schlimmer noch mit dem Wohnmobil - stellt im Vergleich dazu eine Kriegserklärung an jede Form des Naturschutzes dar. Insofern muss ich zugeben, dass ich mir von einem Autotouristen nur ungern die Leviten lesen lasse. Die fleißigen Tiroler tun selbstverständlich alles, um den mit ihren Autos in die Nationalparks anreisenden Touristen die Zufahrtswege so bequem wie möglich zu machen. Und so werden Jahr für Jahr die Asphaltpisten verlängert und es lassen sich kaum noch nicht asphaltierte Radwege im Lechtal finden. Das - finde ich - ist die eigentliche Kastastrophe - und nicht die Übernachtung am Wegesrand in der Hängematte. Im Vergleich zum Zeltcamping stellt übrigens das Hängemattencamping einen minimal invasiven Eingriff dar, denn ich brauche nur ein Baumpaar und muss mir keinen ebenen Platz schaffen. Da gibt es kein niedergetrampeltes Gras und keine steinbereinigte Zeltfläche. Beim Camping Rudi in Häselgehr bin ich selbstverständlich vorbeigekommen. Hast du dort ein geeignetes Baumpaar gesehen, an dem man mich hätte hängen lassen? Ich nicht. Und auch die Tourismusbranche kommt übrigens bei meiner Art des Reisens nicht zu kurz. Während die Rudi-Touristen wahrscheinlich ihre Dosennahrung auf dem Campingplatz verzehrt haben, bin ich als einziger Gast im Stockacher Hof eingekehrt und habe dort bei einer guten Mahlzeit eine Regenpause überbrückt - bis mir die App ein Fensterchen angezeigt hat, in dem ich mein Lager aufschlagen konnte. Abschließend will ich hier noch mal ein Plädoyer dafür einlegen, eine Tour ganzheitlich zu planen, mit Berücksichtigung aller ihrer Details. Es ging hier nicht nur ums Raften, das Fahrrad gehörte bei mir integral zum Bestandteil dazu. Mit dem Rad lassen sich auch wunderbar die Schlüsselstellen der Tour auf dem Hinweg begutachten, wie hier die Stelle nach der Stanzacher Brücke, an der der Lech auf Grundgestein trifft; eine Passage die mühelos links hätte umtragen werden können, wenn ich mit dem richtigen Sitz unterwegs gewesen wäre. In diesem Sinne möchte ich alle hier ermutigen, ähnliche Touren zu planen. Orientiert euch am Naturschutzgedanken, befolgt die LNT-Regeln und lasst vor allem eure Autos stehen - und zwar zu Hause und nicht auf dem Parkplatz im Naturpark!
  13. Das ist die RiverApp, sie zeigt aktuelle Pegelstände von über 10000 Flüssen in Europa und Nordamerika.
  14. Ich hoffe, ihr haltet mich nicht für einen Zyniker oder Ignoranten, wenn ich hier von einer Wassersportaktivität berichte, während Teile Deutschlands unter Wasser stehen und viele Leute anderes zu tun haben, als Freizeitbeschäftigungen nachzugehen. Immerhin kann ich zur meiner Entlastung anführen, dass ich diese Tour lange geplant habe und mir den Zeitpunkt leider nicht aussuchen konnte. Und den Umständen geschuldet ist dann auch, dass ich die Tour nicht wie geplant zu Ende durchführen konnte. Wie in einem anderen Faden berichtet, habe ich kürzlich Bikepackingtaschen für mein neues Gravelbike hergestellt. Der erste Praxis-Einsatz sollte auf eben dieser Tour auf dem Lech stattfinden. Von unserem Urlaubsort im Allgäu bei Füssen wollte ich - so der Plan - mit einer kompletten Wildwasserausrüstung (Packraft, Wildwasserpaddel, Helm, Schwimmweste, Trocki) nebst Übernachtungsequipment (Tarp, Hängematte, Schlafsack, Kocher) zum Oberlauf des Lech radeln um dann mit dem Boot von Steeg bis Weißenbach zu raften. Am ersten Tag wollte ich bis Steeg radeln, um dann am zweiten Tag morgens mit dem Boot einzusetzen und nachmittags in Weißenbach anzukommen. Anschließend sollte es mit dem Rad zurück Richtung Füssen gehen. Hier zeige ich zunächst, wie ich die Sachen am Rad untergebracht habe. Als Bedingung stand für mich von vornherein fest, dass nahezu das gesamte Equipment am Rad festgemacht werden soll. Einen kleinen Rucksack wollte ich nur für den Fall mitführen, dass irgendetwas unterwegs kaputt geht, bzw. die Befestigung nicht so klappt wie geplant. Das Hauptproblem dabei ist, wie man die Paddel unterbringt, ohne sie quer am Lenker oder im Rucksack zu verstauen, weil das - meiner Meinung nach - dem ganzen Rad seine Beweglichkeit und Agilität nimmt. Bei mir passen die Paddelblätter komplett in die Rahmentasche und die Paddelschäfte stecken daneben und werden am Unterrohr entlanggeführt. Sie ragen neben dem Gabelschaft aus der Tasche, aber beeinträchtigen das Lenkverhalten in keiner Weise - eine wie ich finde perfekte Lösung. Die Rahmentasche hat außerdem noch Platz für jede Menge Ausrüstungsteile, vom Tarp, über das Werkzeug, die Wechselklamotten bis zum Erste-Hilfe-Set. Das Packraft kommt hinter den Sattel, und auch diese Befestigung hat einwandfrei gehalten. Eine Oberrohrtasche habe ich in letzter Minute noch vor dem Urlaub geklebt. Sie enthält Lebensmittel. Mein gesamtes Übernachtungsequipment und auch der Trocki steckt in den Gabeltaschen, links eine TAR-Isomatte (600 g) und eine Cross Hammock aus Cloud 71 (150 g, incl. Aufhängung), rechts mein MYOG-Quilt (400 g) und der MYOG-Trocki (340 g). Alles Übrige, das heißt 2 Liter Wasser, Kocher, Schwimmweste zum Aufblasen, Luftpumpe, weiteres Werkzeug und die Verpflegung wurde in der Lenkertasche verpackt. Die neue Halterung von Ortlieb ist spitze, weil sie ohne nervige Gegenstücke am Lenker auskommt. Aber die Tasche selbst halte ich für eine Fehlkonstruktion, weil sie viel zu schmal für meinen 42-cm-Lenker ausfällt, unten rund ist, sich nicht während der Fahrt öffnen lässt und mit einem nicht dicht schließenden Rollverschluss ausgerüstet wurde. Da werde ich mir in Kürze was Besseres um den Halter herum bauen. Als ich kurz hinter Weißenbach auf den Lech traf, war mir schon klar, dass ich wohl kaum so weit herunter fahren würde, weil "Der blaue Lech" sich durch die Regenfälle der letzten Zeit in einen schlammigen, zum Teil mehrere hundert Meter breiten Strom verwandelt hatte, auf dem man sich im Packraft wahrscheinlich ziemlich verloren vorkäme. Ich füge hinzu, dass es auch während des ersten Tages der Tour nahezu ununterbrochen geregnet hat. Der Pegel selbst war innerhalb von drei Tagen um knapp 40 cm gestiegen. Und diese 40 cm haben dem Charakter des Wildwassers (2+ bis 3) einiges an Wucht dazugegeben. Als ich am Abend des ersten Tages kurz unterhalb von Steeg angekommen war, habe ich - glücklicherweise in einer Regenpause - meine Hängematte direkt am Ufer aufgehängt und bin nach 70 km Gravelstrecke schnell eingeschlafen. Der nächste Tag begann ohne Niederschlag, was ich als gutes Zeichen nahm, obwohl er Pegel noch mal weiter gestiegen war. Nach einem Frühstück habe ich das Gepäck im Boot (Alpacka Gnu) und das Rad auf dem Boot verstaut und hatte zunächst einen ganz guten Eindruck. An Stelle des Sattel vom Gnu, auf dem man eine sehr gute Kontrolle über das Boot hat, habe ich den Sitz meines MYOG-UL-Packrafts mitgenommen. Und der schlackert im Boot und hat mir keine gute Kontrolle über das Boot verschafft. Ein typischer Fall von Stupid Light - wie ich jetzt weiß. Nach dem Einsetzen ging es sofort extrem heftig zur Sache. Das Fahrrad allerdings saß bombenfest und hat das Boot eindeutig stabilisiert. In kürzester Zeit wurde mir klar, dass ich die Befahrung unter diesen Bedingungen nicht sehr lange durchhalten würde, weil die Kentergefahr extrem hoch war und ich keinen guten, stabilen Sitz hatte. Nach etwa 3 Kilometern habe ich - der Vernunft folgend - mich in ein Kehrwasser am Ufer gerettet und habe das Bikerafting abgebrochen. Ich hatte dann noch eine sehr entspannte Graveltour zurück zum Ausgangsort. Weil der Wildwasserhelm keinen guten Sitz zum Radfahren hatte, habe ich ihn noch hinten draufgeschnallt und bin nach anderthalb Tagen wieder bei Füssen gelandet. Mein Fazit: Bikeraften hat bei mir mit Sicherheit noch eine Zukunft, aber ich werde mir etwas zahmere Flüsse aussuchen und keine UL-Experimente mit dem Sitz mehr veranstalten.
  15. @hmpfDieses Material ist sicher auch top. Ich habe mich jetzt allerdings mit dem besagten DCF eingedeckt und werde das auch für die restlichen Taschen verwenden. Aber erstmal bin ich jetzt fertig, weil ich übermorgen in den Urlaub fahre.
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