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Lugovoi

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Alle erstellten Inhalte von Lugovoi

  1. Hallo zusammen, wollte euch nur eine kleine MYOG-Sache vorstellen. Jetzt wo die kalte Jahreszeit anfängt tauchte ja auch das Thema Isomatten-R-Wert-Erhöhung durch eine Unterlage auf. Die Auto-Alufolien kann auch ich dafür empfehlen. In diesem Sinne hatte ich darüber nachgedacht was man mit einer solchen Matte jenseits von drauf liegen noch machen kann. Und da dachte ich an eine Kombilösung als Matte und Regenrock. Die Idee an sich ist nichts Neues oder Besonderes, denn ich habe von einigen Leuten gehört, die ihre dünnen CCF-Matten auch als Rock verwenden. Hier aber also ein anderes Material, super leicht (meine Variante 75 Gramm, <5 Euro) und super billig. Zunächst hatte ich es mit einem klassischen Regenrockformat versucht, also mit einer Form wie z.B. ein 3F-UL oder Zpacks Regenrock. Da die Primärfunktion aber am Ende doch eher dem Matteneinsatz dient, habe ich mich dann doch für ein klassisches Rechteck entschieden. Auch deshalb, da eine verwinkelte Form nicht in meinem Sinne (clean) aufrollbar oder faltbar ist. Was es an Material braucht ist die Matte, selbstklebendes Klettband, und ein gut haltendes Klebeband. Da auf den Klettteilen beim Gebrauch Zugkräfte wirken und die Matten recht schnell reißen können, sollte man die Klettelemente großzügig mit Klebeband unterlegen. Welches Klebeband hier die beste Langzeit-Klebekraft auch bei Nässe hat kann ich nicht sagen, schätze aber es gibt gute Varianten. Ich habe transparentes genommen was gerade da war. Um die Matte als Rock anziehen zu können hat es sich als vorteilhaft/nötig herausgestellt die beiden Endseiten per Klett anzuwinkeln (siehe Fotos). Das Format ist 175cm mal 68 cm. In meiner Erinnerung wird es bei größerer Länge schwierig beim Laufen, da zu viel Material übereinander liegt. Ich bin aber auch schlank, von daher geht da auch noch was mehr an Länge. Der Rock trägt sich ganz gut, er ist natürlich viel steifer als klassische Regenröcke, ich kann damit aber gut ausschreiten und denke man kommt damit auch die Berge hoch. Es ist natürlich klar dass solch ein Rock aufgrund des Materials eine gewisse Isolationsleistung mitbringt, von daher wäre das für warme Temperaturen nichts. Auf der anderen Seite kann man ihn bei kalten Temperaturen dann auch gut im Camp tragen. Entschuldigt die mäßige Fotoqualität, ging auf die schnelle nicht besser. Grüße
  2. Lugovoi antwortete auf Lugovoi's Thema in Ausrüstung
    Stimmt natürlich eigentlich. Ich bin da ein bischen eigen. Meine zwei Abkleberfahrungen aus der Not heraus hatten mich nicht überzeugt. Normale Pflaster haben sich deutlich abgezeichnet und ich hatte das Gefühl als sähe es so aus als hätte ich zwei Nippelpiercings (wogegen nichts zu sagen wäre, es ist nur nicht mein Stil), und Leukotape, was ja auf normaler Haut Bombe hält, hielt auf Brusthaar nicht besonders, bzw es hielt schon, aber dann eben an den Haaren und das abreissen war mir dann auch nicht angenehm. Nun, und vorher rasieren möchte ich jetzt auch nicht. Aber wie gesagt, wenn die anderen Optionen keine Abhilfe schaffen werde ich am Ende auch tapen!
  3. Hi Capere, ich möchte demnächst wahrscheinlich auch nochmal ein Deluxebivi bauen und habe die selben Materialen (DCF + DCFeVent) im Blick. Dazu ein paar kurze Fragen: Hattest du auch überlegt den Bivaksack komplett aus DCF-eVent zu machen? Von den Daten her bezüglich Wasserdichtigkeit sollte das eVent ja sehr gut funktionieren. Ich habe einen Musterschnipsel davon und meine dass auch die Robustheit (Reissfestigkeit, Durchstichfestigkeit) ausreichend oder nicht schlechter als reines DCF sein dürfte. Würdest du dem zustimmen? Oder anders gefragt: Was hat dich davon überzeugt als Boden DCF zu nehmen, und welche Gramm-Stärke hast du gewählt? Zweite Frage: Hast du die Verbindung von Boden und Oberstoff wasserdicht versiegelt bzw getaped? Wie hast du das gemacht bzw. worauf gilt es zu achten? Hast du DCF-Tape benutzt? Grüße!
  4. Lugovoi antwortete auf Lugovoi's Thema in Ausrüstung
    Toll, danke, da sind ja schon einige Hinweise und Tipps zusammengekommen. Das Problem "erfreut" sich also einem gewissen Bekanntheitsgrad. Ich werde jetzt mit Stufe 1 gegenarbeiten: mehr Hygienemassnahmen (tägliches Waschen der belasteten Partie), und regelmäßiges eincremen morgens und über Nacht mit einer hier genannten Salbe oder Hirschtalg. Dann mal sehen ob das schon ausreicht. Wenn nicht muss Stufe zwei herhalten mit textilem Reibschutz. Die Einfachste Methode Abkleben wäre bei mir dann erst Stufe drei. Behaarung und Optik lassen mich da zögern, obwohl es als seriöser UL-Hiker ja eigentlich kein Schamgefühl bezüglich Optik gibt. Was hilft hilft. Danke euch.
  5. Hallo zusammen, kennt ihr das unangenehme Phänomen von brennenden oder wundgescheuerten Brustwarzen auf euren Touren? Bei meiner letzten Tour vor zwei Wochen hatte ich mal wieder dieses Problem. Nach einigen Tagen wandern fangen mir machmal inder zweiten Tageshälfte die Brustwarzen an zu brennen, besonders wenn es warm ist und schweißklamme Haut über längere Zeit an meinem Longsleeve oder T-shirt reibt. Das kann echt unangenehm bis hin zu schmerzhaft werden. Nach meiner Erinnerung ist mir dies bei drei verschiedenen Textilien gleichermaßen passiert: 100% Merino, Merino-Synthetik-Gemisch, 100% Synthetik. Wiederum auch nicht immer. Oft habe ich das Problem auch nicht. Hat jemand von euch ein erprobtes Mittel oder Rezept dagegen. Brustwarzen abkleben habe ich nicht wirklich Bock drauf, schöne schwarze Fetischkreuze ... naja. Habt Ihr Erfahrungswerte mit bestimmten Textilien, gibt es funtionierende Cremes oder Salben wie Hirschtalg oder so? Liebe Grüße
  6. @grmbl Der Fuchs riss mich aus dem Schlaf als er kräftig gegen eine Seite des Zeltes sprang. Ich war natürlich direkt hellwach und machte mich akustisch aggressiv bemerkbar (Fluchen/Schreien). Aber der Fuchs wiederholte seine Attacken, sprang gegen das Zelt, riss daran mit den Zähnen. Das alles wirkte sehr robust und kraftvoll, deswegen ging ich von etwas größerem aus. Die Möglichkeit eines Bären jagte mir schon gut Angst ein, wahrscheinlicher wäre wohl ein streunender Hund gewesen. Ich versuchte dann von innen gegen das Tier zu schlagen, was nichts brachte außer dass der Fuchs eher noch tollkühner wurde. Dann sah ich wie am Eingang des Zeltes der erste Trekkingstock nach draußen gezogen wurde. Schnell packte ich meinen anderen Stock und versuchte unbeholfen unter der Apsis hindurch dem unbekannten Tier eine zu verpassen (bin extremer Tierfreund, aber hier war es eine Kampfsituation ). Das machte den das Tier eher noch ungehaltener und ich merkte wie es auch in den Stock biss. Dann steckte das Tier kurz seine Schnautze unter der Apsis durch und da fiel der erleichternde Groschen dass es nur ein Fuchs war. Ich habe ihm dann wenige Sekunden später einen Stockhieb verpassen können, verletzt habe ich ihn bestimmt nicht, aber dass hat ihm gereicht und er zog direkt ab. Für die erste Nacht war das mal ein spannender Einstand! Seitdem, und nachdem einmal bei einer Übernachtung mit meinem Vater in der Wüste Negev ein Wüstenfuchs seinen Kulturbeutel dreist klaute, nehme ich immer meine Schuhe mit ins Zelt oder binde sie an den Zelt/Tarp-Trekkingstock. Ich möchte niemals on Tour ohne Schuhe aufwachen Auffällig waren bei meiner Tour noch die vielen Wildschweine (die warscheinlich die größte Wildtiergefahr darstellen), einmal zog eine ganze Rotte von 25 Tieren an mir vorbei. Die ließen sich von mir nicht stören und wühlten munter im Waldboden. Ein schönes Erlebnis.
  7. Hi NötenKlick, ich bin vor ein paar Jahren ungefähr die Route aus dem Buch "Wilde Wege, stille Dörfer" gelaufen. Gestartet bin ich im kurz zuvor vom Erdbeben verwüsteten Dörfchen Amatrice. Beeindruckend traurig damals. Geendet hatte die Tour irgendwo hinter dem Gran Sasso Massiv, bis Pescara bin ich nicht gekommen. Also schnell hier meine paar Infos: Tolle Gegend, ich war im Mai unterwegs und es war wohl mit die wandertechnisch einsamste Tour die ich gemacht habe. Wenig Tourismus, kaum wanderndes Volk, trotzdem natürlich gut erschlossen durch die ansässige Bevölkerung. Der Mai war Jahreszeit-technisch für mich optimal, gegen April spricht natürlich auch nichts, es dürfte halt in den höheren lagen nur etwas kälter und vielleicht unbeständiger sein. Größte Herausforderung damals war der Übergang über den Gran Sasso, hin zum Campo Imperatore (wunderbarer Landstrich). Ich hatte den Schnee etwas unterschätzt, das Weiterkommen hing aber elementar von dieser Passage ab, da sonst ein großer Umweg nötig gewesen wäre, der nicht in meinen Zeitplan gepasst hätte. Kurzum: es war mein erster ungeplanter Gang über Schnee, keine Sonnenbrille, Schner essen aufgrund von Wassermangel, keine sichtbaren Markierungen. Oben auf dem Grat gab es zwei Optionen wieder abzusteigen. Die erste probierte ich aus, es war aber eigentlich ein schlecht kalkulierbares Risiko. Nach wenigen Metern an einem steilen Abhang über Schnee drehte ich um. Dort oben die Italiener waren alle mit Steigeisen oder Spikes unterwegs an heiklen Passagen. Ich fragte jemanden ob ich es riskieren solle: er sagte es wäre möglich aber nicht zu empfehlen, wies mir aber eine nur etwas anders gelegene Route zum Campo Imperatore, die war dann auch möglich. Also: je nach Lage dürfte es im April ähnlich oder schlechter sein mit dem Schnee. Daher würde ich dir Microspikes empfehlen, Eisaxt wäre eher übertrieben, tatsächlich aber wohl nur wegen dem Gran Sasso, der Rest sollte keine Probleme machen. Im Bereich Campo Imperatore halten sich die Wölfe gerne auf. Ich habe sie abends Sirenenartig heulen gehört, und bin davon überzeugt dass ein Rudel direkt an meinem Zelt vorbei gestreunt ist. Alles kein Problem denke ich, es ist natürlich eher Zufall wenn das passiert. Mein Opinel hatte ich aber herzklopfend in der Hand Was mir Ärger bereitet hat war in der ersten Nacht der Angriff eines überaus aggressiven Fuchses. Ich dachte zuerst Worst Case: Bärenangriff! als er sich gegen mein Zelt warf und daran riss. Am nächsten Tag musste ich eine Zeltseite flicken. Vertreiben konnte ich ihn erst aus dem Zelt heraus mit einem Schlag eines Trekkingstocks, den anderen Stock fand ich am nächsten Morgen im Gebüsch... Ich habe immer, bis auf eine Nacht in einem Landgastzimmer (Fachbegriff vergessen), frei gezeltet. Die Landgastgeschichte kann ich empfehlen. Die Abruzzische Küche ist super. Wildzelten halte ich aufgrund der Einsamkeit für kein Problem. Grüße Lugovoi
  8. @paddelpaul Hm, schade. Ich war in einer Kölner Filiale. Da gab es direkt vor der Kasse diesen Aktionsstand. Es ist also so oder so nur ein temporäres Angebot schätze ich.
  9. Nur ne Kleinigkeit: Gestern im DM gesehen, kleine Tyvektaschen mit sogar noch Riegel und Studentenfutter drin. Ich benutze eine ähnliche Tasche von HAY als Hygienebeutel. Preis glaube ich waren 4,95€ oder 5,95€. Wenn mans nicht selber nähen kann oder will kommt man glaube ich kaum günstiger dran
  10. Abgesehen von der Baumarktvariante (Tesa-Moll-Fensterisolation) gibt es seit kurzem bei www.adventurexpert.com Polycro als Meterware.
  11. Ich die Inner-Mesh-tipps nur kurz überflogen und noch keinen Verweis auf die Optionen von Liteway aus der Ukraine gesehen. Das Simplex-Mesh erschien mir schon immer als sehr interessantes Teil für einen klassischen A-Frame Aufbau. besonders die hochgezogene Wanne gefällt mir. Liteway bietet glaube ich auch ein Halbpyramiden-Mesh an. https://liteway.equipment/shelters/simplex-mesh
  12. Freut mich dass sich noch jemand an die Material-Kombi gewagt hat. Tolles Ergebnis. Ich glaube ich hatte nach Vorstellung meines Polytyvek-Bivies keinen Anwendungsbericht mehr gegeben: Ich habe bisher nur zwei Nächte darin geschlafen. Die Kondensation im Bivy war Tyvek-üblich. In der ersten Nacht mit ziemlich trockener Luft und dauerhaftem leichten Wind, bei Temperaturen um 5 Grad, keine nennenswerte Kondensation. In der zweiten Nacht bei etwas höherer Luftfeuchte, keinem Wind und leichtem Rauhreif am morgen deutliche Kondensationsbildung, aber nicht mehr als ich es von Tyvek unter bestimmten Bedingungen kenne. Auffällig: mit meiner Exped-Matte rutscht man bei nur leichter Neigung ziemlich stark auf dem Polycro. Hat mich etwas gestört. Was meint ihr: mit welchem Mittel lassen sich am besten Anti-Rutsch-Streifen oder Punkte auf dem Polycro aufbringen. Mit dem bekannten Seamgrip? Klar, kann ich auch selber testen aber vielleicht weiss es schon jemand aus Erfahrung?
  13. @AlphaRay Klar, bei Apex ist Kondens-Toleranz natürlich größer. In meinem Fall war es in Nutzung mit einem Daunenquilt, da ist jedes Weniger an Kondensat natürlich wichtiger. Was meinst du mit zugeknotet? Mein Rettungsdeckenbivy hat eine richtige geklebte Footbox. Zu den Löchern bleibe ich bei meiner These. Je kleiner die Löcher desto reissanfälliger. Wiederum größer als mit einem Locher macht auch wenig Sinn, dann ist der Gasaustausch zu stark. P.s. Wir sind hier noch im Reiseberichtsbereich, wir sollten uns nicht in Technik verzetteln. Vielleicht machen wir da mal besser extra was für auf. Liebe Grüße
  14. @AlphaRay Die von dir gewählte Lochfrequenz ist mit meiner ziemlich identisch. Nach meinen überschaubaren Tests eine gute Taktung. Es bleibt genug Wärme zurück bei gleichzeitig guter Belüftung. Noch ein Tipp: ich würde darüber nachdenken im Fußbereich ein wenig mehr zu Lochen. Wenn sich bei mir etwas Feuchtigkeit gesammelt hat, dann in der unteren Fußbox. Der Locher sollte scharf genug sein um absolut glatte Ränder zu stechen. Reflexmylar ist bei einem perfekten Loch sehr reißfest. Dabei wohl umso mehr je größer der Radius ist. Kleine Nadellöcher wären nach meiner Einschätzung und Erfahrung das Falscheste was man machen könnte.
  15. Freut mich dass es mit dem gelochten Rettungsdeckenbivy mal noch jemand probiert hat. Ich hatte mein Exemplar ursprünglich auch als Außenhülle über einem Quilt geplant. @AlphaRay: deine Erfahrungen geben dem Konzept ja auch recht. Ich habe es selber am Ende doch anders angewendet, nämlich als gelochten Liner innerhalb des Quilts. Vorteil: es wirkt dann nach meiner Erfahrung wie ein Hybrid aus VBL-Liner und normalem Liner. Das Material wirkt wie ein leichter Kondensfang und lässt trotzdem noch genug Dampf durch dass es in der Folie trocken bis fast trocken bleibt. Effekt: die Daune/das Apex bleibt nach meiner Erfahrung selbst bei feuchten Bedingungen deutlich trockener bzw. was Körperdampf angeht komplett trocken. Ich will es mal unwissenschaftlich schätzen: Ein reines Rettungsdeckenfolien-Bivy ohne Lochung/Perforierung leistet (für sich alleinstehend) 100% Wärmesteigerung und 0% Atmungsaktivität. Ein gelochtes Rettungsfolien-Bivy leistet hingegen bis zu 80% Wärmesteigerung und dabei trotzdem +-20% Atmungsaktivität. Und letztere reicht sowohl für ein trockenes Schlafen als auch eine trockene Isloation über der Folie. Innen oder Außen. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Weitere Erfahrungsberichte würden da helfen. Ob das Folien-Bivy im Quilt besser als außenrum vor Beschädigungen geschützt ist kann ich nicht sagen. Nach 6 Nächten auf Madeira Anfang Februar, wo das Innen-Konzept für mich sehr gut funktioniert hat (plus ca. 5 Grad Wärmezuwachs, Trockene Isolation) , hatte ich auch ein paar eingerissene Löcher. Nichts wildes. Zu Hause mit Tesa geflickt und jetzt wieder genauso einsatzbereit. Aktuell für mich ein fester Ausrüstungsbestandteil. Ich kann nur Interessierten empfehlen: probiert es mal aus. für 1Euro und 50-60 Gramm ein Temperaturgewinn von ca. 5Grad und Option auf trockenere Isolation von Quilt/Schlafsack. Dazu modular einsetzbar.
  16. Lugovoi antwortete auf wilbo's Thema in Ausrüstung
    @Jeha Ja, die angebrachten Vorschläge habe ich gesehen und natürlich gleich mal selber überlegt ob und wie das Umnähen ginge. Der Vorschlag das Netz wie im Schaubild neu anzunähen erscheint mir sehr richtig, aber ich stelle es mir ziemlich aufwändig vor. Daher meine Frage ob jemand reale Erfahrungswerte hat und die Frage ob beim Lunar Solo die Konstruktion identisch zum "alten" Lanshan Pro ist und ob das Reinlaufrisiko überhaupt groß genug ist um den Aufwand einer Umrüstung zu wagen. Hier tummeln sich doch bestimmt Lunar-Soloisten, oder? Kann da jemand mal ne Einschätzung geben? Euch noch einen schönen Abend und eine gute weitere Woche.
  17. @Ben Ich habe das 12 mm breite doppelseitige Tesa-Tape verwendet das bei der Fensterisolierfolie Tesa-Moll-Thermo-Cover beiliegt. Ob dieses besonders gut geeignet ist kann ich nicht sagen, aber ein Testversuch der Verbindung von Polycro und Tyvek hat ergeben dass bei sehr starkem Zug das Tyvek reißt bevor die Verbindung nachgibt. Ich kann aber nichts über die Alterungsbeständigkeit und mögliche Auswirkungen von Frost sagen. Ich werde den Frostfaktor jetzt mal im Gefrierfach simulieren. Da du sagst dass die Verbindung scheiterte: welches Tape bzw. Klebtoff hattest du ausprobiert?
  18. Lugovoi antwortete auf wilbo's Thema in Ausrüstung
    @Capere Danke für das Video. Dabei ist mir aufgefallen, dass 3F die Verbindung von Netz und Bodenwanne in der Konstruktion zu meinem Pro , und ich vermute zu allen frühen Pros, verändert hat. -- Verbessert hat! Die von dir genannte Regenrinne besteht so bei den frühen Lanshan Pros, meinem zumindest, leider nicht. Da ist das Mesh recht uninspiriert bis hin zu fahrlässig mit der Wanne verbunden. Die neue Konstruktion stellt eine klare Verbesserung gegen das drohende reinlaufen von Wasser über das Mesh dar. Verdammt! Hätte ich besser mal gewartet als quasi blind zu kaufen. Daher gleich die Frage, da das Thema ja schon mal auftauchte: hat ein früher Besitzer vom Lanshan Pro schon eine eigenständige Verbesserung oder Korrektur der Verbindung von Wanne und Mesh vorgenommen? Wie habt ihr das gelöst und wie aufwändig und friemelig war das? p.s. Kann jemand mit alter Konstruktion von Erfahrungswerten berichten bezüglich Überlaufen von Kondenswasser bei schlechten Bedingungen? p.p.s. Kann jemand mit SMD Lunar Solo mal darlegen (vielleicht mit Detailfoto) wie das dort gelöst ist? Das Lunar Solo ist ja sehr verbreitet, berichte über reinlaufendes Kondenswasser sind aber eher rar.
  19. @roli Nein, die Öffnung ist natürlich frei. Aber stimmt schon, optische Täuschung. Ich überlege noch ein einklippbares Mückennetz mit einer Cam-snap-Konstruktion zu bauen. Das wäre wahrscheinlich nicht total ameisendicht, aber für Fluginsekten würde es funktionieren. @die zwiebel Da hast du recht. Der Grund war einfach: den hatte ich noch zu Hause rumliegen. Ein leichterer hätte es auch getan und wenn ich den griffbereit gehabt hätte, hätte ich vielleicht auch einen längeren genommen, wobei die 90 cm für den rein-raus-Komfort reichen. Aber ich mag wiederum auch die ästhetischen Qualitäten von Aquaguard-zippern.
  20. Hallo liebe UL-ler, Gerade die letzte Naht gemacht an meinem neuesten Myog-Projekt. Fertig ist der Bivaksack aus Tyvek-Oberseite und Polycro-Unterseite. Mein 3f-ul Tyveksack ist als solcher ein super Teil was Funktion und Preis-Leistung angeht, aber leider reicht der platzmäßig bei mir nicht für ein Schlafen mit Luftmatte im Sack (was ich gerne gekonnt hätte) Gleichzeitig bin ich Fan von Polycro Unterlagen bzw Bodenwannen. Ich habe damit beste Erfahrungen gemacht. Leicht, billig, ziemlich robust. Soll ja Leute geben die einen pct mit EINEM Polycro Groundsheet durchziehen. Also schlichtweg Tyvek und Polycro kombiniert. Die beiden Materialien sind per doppelseitigem Klebeband verbunden. Damit von oben stark wasserresistent und ausreichend atmungsaktiv, von unten 100% wasserdicht. Keine Nähte die lecken könnten. Schöner Nebeneffekt: man sieht den Untergrund. Beide Materialien sind nach meinen Erfahrungen überraschend robust und wenn auch nicht bombproof, so doch in den meisten Fällen sehr simpel im Feld zu reparieren durch simples Tape. Im ultralight-Sinne ging es natürlich auch um Gewichtsersparniss. Polycro wiegt ca 18-20 gr/m2, Tyvek 1443 44 gr/m2. Man spart also schon einiges. Ohne Reißverschluss und kleinen Zuzieh-Kanal mit Kordel wog das Bivy 132 Gramm. Endprodukt muss ich nochmal wiegen. Ich habe zu meinem Bedauern festgestellt dass ich um ca. 15-20% überdimensioniert habe. Gewicht ließe sich also nochmal um diesen Wert deutlich reduzieren. Andererseits passt so noch das komplette Rest-Gear mit rein. Liebe Grüße.
  21. Hallo zusammen, ich wollte euch mal eben meine Variante der Erweiterung eines Zpacks Pockettarps oder vergleichbarer Shelter vorstellen, Stichwort: Türen/Rundumschutz. Als ich mein Pockettarp gekauft habe gab es die zuletzt eingeführte Variante "with doors" noch nicht. Die hätte ich wahrscheinlich bei Möglichkeit gewählt, oder ich hätte aufgrund des Mehrpreises von 100 Dollar abgelehnt. Das Tarp ohne Türen ist super, aber es wird Situationen geben bei denen die Raumkonstruktion an ihre Grenzen kommt was "trocken bleiben" angeht. Wechselnde Winde mit Starkregen wären ein solcher Fall. Also natürlich über die Möglichkeiten einer Nachrüstung nachgedacht: Zunächst dachte ich an ein direktes Annähen von Türen an die Tarpkannte, alternativ an Klebevarianten. Am Ende habe ich diese Varianten alle verworfen (dcf-Türen annähen wäre darunter wohl am besten gewesen, aber zu teuer) und mich für eine einhängbare Fläche aus Polycro entschieden. Dafür wurden nach einem 1zu1 Pappmodell zwei identische Dreiecke mittig zusammengeklebt, die Kanten alle zur Verstärkung umgeklebt und an allen vier Eckpunkten Schlaufen, ebenfalls aus simplem Klebeband, angebracht. Eingehängt wird das Wing links und rechts mit Handschuhhaken und Gummiband an die kleinen Schlaufen die das Tarp von Haus aus mitbringt. Oben wird der Abspannpunkt am Trekkingstock fixiert und vorne am Haupthering. Dort endet das Wing in einer Schlaufe mit Lineloc-Verstellung. So lässt sich das Polycro sehr einfach spannen. Rein und raus kommt mal durch simples Ein- und Aushängen auf einer Seite. Die gewonnene trockene Fläche ist wunderbar geräumig. Die fast durchsichtige Optik von innen ist auch ein Gewinn. Trotzdem hätte man auf einem Campingplatz einen deutlichen Zuwachs von Privatsphäre. Ich halte das Polycro-Wing für ziemlich stabil, die Abspannpunkte sind sehr reissfest. Höchstens starker Hagel könnte brenzlig werden. Gewicht 45 Gramm. Noch ein schönes Wochenende!
  22. Anbei noch ein kleiner Nachtrag: Ich hatte letzte Woche auf Madeira neben meinem Windhard-Quilt und leichter Tyvekhülle auch noch den perforierten Rettungsfolien-Liner dabei. Das hat sehr gut funktioniert. Das Ding hat nach meinem Gefühl um die 5 Grad + rausgeholt und war in ein paar Nächten nötig. Die Perforierung hat dafür gesorgt dass die Folie von innen komplett trocken blieb und die Folie hat gleichzeitig scheinbar einiges an Luftfeuchte vom Quilt ferngehalten. Der war trotz neblig feuchter Nächte morgens immer komplett trocken. 3Euro, 50Gramm, plus 5Grad. Für mich eine sehr gute Rechnung.
  23. @einar46 Absolut nicht abwegig! In die Richtung habe ich auch schon mal kurz gedacht. Es tun sich ungeahnte Möglichkeiten bei dem Thema Reflexmaterial auf. Bei Lust auf MYOG kann man hier für kleines Geld und kleines Gewicht scheinbar sehr interessante Isolationsergebnisse erzielen. Als liebevoll-verbissener UL-Grammjäger kommt man aber je nach Designidee auch schnell wieder an Grenzen des Gewicht-Nutzen-Verhätnisses. ZB: Dein Prinzip zwei leichte Lagen Stoff mit Reflexfolie in der Mitte bedeutet nach meiner Rechnung: leichteste Stoffe wiegen +- 20Gramm/m2. Für ein Linerformat braucht es ca. 2,5m2 Stoff, mal 2. Ergo 100 Gramm für Stoff, plus ca. 50 Gramm Folie, plus ein paar Gramm für Knöpfe, Klett etc. = 160Gramm für das Ding. Stecke diese 160 Gramm alternativ in Daune oder Apex deines Quilts/Schlafsacks und das Gesamtergebnis könnte sorum am Ende sinnvoller sein. Gartenflies wäre die Option meiner Wahl denn 7d oder 10d ist doch arg teuer. Klar, zwei Elemente (Quilt und Folienliner) wären modular, würden Vorteile wie VBL bieten etc.... Lirumlarum: es tun sich viele intersannte Fragen und Konzeptideen auf. Machs wie ich und probier es mal aus:) @truxx Gern geschehen. Wenn ich helfen kann netten Leuten das Portmonaie zu erleichtern... Wirst du das Reflex-Tyvek als Innenschicht mit Silber zum Körper verwenden? Ich würde dazu raten. Das Tyvek als Aussenschicht habe ich mal als Bivvy konstruiert. Es funktioniert ganz gut, ABER: die Dampfdurchlässigkeit von TYvek-Reflex erscheint mir aufgrund der Beschichtung geringer als bei Softtyvek. Als Außenschicht könnte es zur Kondensationsfalle werden bei schnlechten Bedingungen. Ohne dich jetzt besorgen zu wollen: mein Tyvek Reflex hat nach mehrfachem Gebrauch einen etwas seltsamen snthetisch-technischen Geruch angenommen (jetzt kein Körperodeuvre). Nach Waschen wieder etwas geringer, ich finds aber etwas störend. Vielleicht kriegst du aber ne andere Marge oder es stört dich nicht.
  24. Hallo zusammen! Nachdem ich es vorgestern endlich geschafft habe meinen VBL-Spacequilt einem ersten Testschlaf auszusetzen, wollte ich euch kurz über die Ergebnisse berichten: Setting: Lager im offenen Schuppen, also überdacht, mit leichtem Luftzug, trockener kalter Boden, recht hohe Luftfeuchtigkeit. Exped HL als Matte Schlafklamotte: leichtes Decathlon Merino-Longsleeve, leichte lange Fleeceunterhose, Daunensocken, ein dünnes Halstuch und ab späterer Uhrzeit eine leichte Mütze. Temperaturen: 23 Uhr ca 9 Grad, dann kontinuierlich runter auf 3-4 Grad Erfahrungen und Fazit: Das Erstergebnis hat mich sehr zufrieden gestellt. Ich hatte ja angepeilt mit der 100er Apex-Isolation als eher Schnellfrierer/Coldsleeper eine Komforttemperatur von 7 Grad und ein Limit von vielleicht 3 Grad zu erreichen. Bei Einstieg in den Quilt eine zu erwartende direkte Wärmeentwicklung, obenrum locker offen gelassen. Im Laufe der Nacht dann zum Hals hin klassisch geschlossen, da sonst die Wärme natürlich flöten gegangen wäre. Mir war dauerhaft mollig warm. Auch im Bereich 3 Grad absolut problemlos. Ich hatte keine Erfahrungen mit einem Vapor-Barrier-Setup, von daher war die leichte Kondensation im Quilt für mich neu, wenn auch erwartet. An ein paar Stellen der Innenseite des Quilts, also direkt auf der Silberfolie, wurde es leicht klamm, bzw. ein leichter Feuchtigkeitsfilm war zu spüren. Teilweise Ansammlung kleinster Tröpfchen. Alles aber kein Problem. Hemd und Fleecehose sind im Grunde trocken geblieben. Die Daunensocken waren eine Notauswahl (kann draußen nicht ohne Schlafsocken schlafen) und wären für die Zukunft durch Apex-Socken, oder noch besser durch Fleecesocken zu ersetzen. Am Ende der Nacht war der Daunenloft etwas reduziert und Kondens auf dem Nylon. Gewöhnungsbedürftig bleibt das Hautgefühl der Rettungsfolie und das ziemlich laute Knistern derselben. Das muss man in Kauf nehmen und wird individuell sicher sehr verschieden bewertet, für viele sogar wahrscheinlich ein No-Go. Solozelt ist damit fast Pflicht und auf nem engen Campingplatz macht man sich vielleicht auch nicht beliebt Von hohem Interesse, aber nicht zu beziehen, wäre hier das Gryphon-Gear Alu-DCF. Ich bewerte die Temperaturleistung zu meiner Freude bis auf weiteres jetzt so: Komfort mit leichter Schlafkleidung bis 3Grad, Limit 0 bis -2 Grad. Mit Fleecejacke, Windhose, Handschuhen etc. bis -5 denkbar (müsste man aber nochmal konkret drauf testen). Diese Leistung hat mich tatsächlich überrascht. Nochmal zur Erinnerung: Quilt-Gewicht 460 Gramm. Materialkosten unter 40 Euro. Gewichtsreduktion problemlos noch möglich. 7d oder 10d Oberstoff, weniger Klebeband/mehr Naht, weniger Klettverschluss an der Fußbox, oder leichterer Reißverschluss, machen knapp unter 400 Gramm möglich. Denkbare Veränderungen auf meiner Agenda: Nicht Rettungsfolie sondern Polycro als VBL-Schicht. Wenn Rettungsfolie dann vielleicht eine möglichst leichte weitere Stoffschicht vor der Folie für ein anderes Hautgefühl, weniger Knistern und besseres Kondensmanagement. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden. Liebe Grüße Lugovoi

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