Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Zusammen,

...und noch ein GR20-Faden. :-)

Wir haben uns gegen Frankreich und für Frankreich entschieden. Morgen wollen wir zu dritt oder evtl. zu viert in den Flieger nach Korsika steigen und sieben Etappen vom GR20 laufen (allerdings in sechs Tagen) und zwar von Vivario bis nach Calenzana. Netterweise hat hier schon jemand perfekt für uns vorgeplant: https://www.komoot.com/de-de/collection/2040490/-korsika-gr20-der-norden-in-7-tagen

Ich würde jetzt gerne noch für ein paar letzten Entscheidungen euer Schwarmwissen anzapfen. 

Hier schon mal meine Packliste: https://lighterpack.com/r/2k6u00 

1. Wie sicher ist die Wasserversorgung an den Hütten, vor allem jetzt mittem im Hochsommer? Wir würden für die Tagesverpflegung jeder eine Trinkblase mit 3l Kapazität mitnehmen, damit auch bei der langen Etappe das Wasser tagsüber nicht ausgeht. Aber ich gehe davon aus, dass wir abends und morgens am Camp easy Wasser auffüllen können? Wasser soll dort auch ungefiltert prima sein, aber ggfs. würden wir als Gruppe zumindest einen Wasserfilter einpacken?!

2. Trainrunner auf dem GR20 sollten als geübte Person ausreichen oder spricht da was total dagegen?

3. Es ist grade ja super warm und soll auch ziemlich trocken sein/bleiben nächste Woche. Ich bin aber unschlüssig, ob ich im Gebirge nicht trotzdem die Hardshell-Regenjacke einpacken sollte statt der dünnen Trailjacke (aktuell beide auf der Liste)

4. Ich habe gelesen, dass es an den Hütten Kochstellen gibt. Stehen die auch für Zelter zur Verfügung? Brauchen wir dann gar keinen Kocher? Und wie frequentiert sind die im Sommer bzgl. Wartezeit?

Gibt es sonst noch Tipps, Bedenken, etc.? Gerne auch noch Tourvariationen, wir haben die Camps noch nicht gebucht. Muss allerdings in max. 6 bzw. 7 Tagen machbar sein, Flug geht jeweils samstags (zurück aber erst 22 Uhr).

Noch eine letzte Anmerkung zu meiner Packliste: ich weiß, dass mein Rucksack schwer ist. Der steht als nächstes zum Austausch an, aber ich finde Rucksack wirklich ein schwieriges Thema und es nervt mich, dass man so viele nur online und von weit weg bestellen kann. Ich möchte gerne 10 Stück ausprobieren und mich für den bequemsten entscheiden. Das wird noch dauern...Und bis morgen eh nicht möglich.

Viele Grüße

Anna

 

Bearbeitet von traveloors

Aller guten Dinge sind mindestens drei: im November gehts zum dritten Mal nach Neuseeland und das Packraft kommt mit. 🥳

Geschrieben

1. Normalerweise gibt es an den Hütten gutes Wasser und teilweise auch Quellen unterwegs. Durch den trockene Hitzesommer kann es aber ganz anders aussehen, deshalb immer entgegenkommende Wanderer fragen, wie es aussieht. Ich hatte keine Filter genutzt, würde aufgrund der Trockenheit und Hitze dieses Jahr aber einen einpacken.

2. Das musst du selbst entscheiden. Da rennen viele mit Trailrunnern. Ich war froh um meine Wanderschuhe, gerade im Norden des GR 20.

3. Das Wetter kann immer mal umschlagen, das kann im Hochgebirge ungemütlich werden. Eine Regenjacke gehört zur Sicherheitsausrüstung, auch wenn ich sie oft umsonst mitschleppe.

4. Man braucht keinen Kocher. Ich musste nie anstehen, war aber immer früh an den Hütten und konnte zeitig kochen.

Die Plätze sollte/muss man rechtzeitig reservieren. Die aktuellen Regeln dazu findest du auf der Website des PNRC.

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Anna,

meine beiden GR20 sind schon einige Jahre her. 2010 rum mit schwerer Ausrüstung ca 2 Wochen Süd nach Nord. Und 2019 mit leichter Ausrüstung 3 Tage Nordteil (Kollege hat dann noch 2 Tage für den Südteil dran gehängt aber ich musste heim)

Wenn Trailrunner, dann ist mein Ratschlag nicht für Matsch ausgelegte Modelle mit groben Stollen zu nehmen, sondern solche für Grip am Fels. Also eher in Richtung Approach-Schuh.

Damals waren die Kochstellen für Camper. Allerdings mit langen Wartezeiten. Ich habe beim 2. mal gar keine Kochausrüstung mitgenommen und mich einfach kalt ernährt. Gerade bei den warmen Temperaturen und kurze Touren ist das für mich problemlos. Und falls dich doch mal der Hunger auf etwas Warmes überkommt, buchst du ein Essen im Refugio. Auch Verpflegung konnte man damals viel vor Ort kaufen (wenn auch sehr teuer), entsprechend wenig Proviant musste mitgetragen werden.

Edit 1: Ohne mir die Liste im Detail angesehen zu haben, scheint mir dein Baseweight 1-2 kg zu schwer. 4 kg sollten ohne Sicherheits- oder Komfort-Einbußen gut möglich sein. 

Edit 2: Ich habe mir gerade mal spaßeshalber eine Liste gemacht, mit was ich Stand heute losziehen würde und käme auf 3.7 kg. Wohlgemerkt mit selbstehendem Zelt, 700 g schwerer Luxus Isomatte und schwerem Telefon. Und Klamotten in Herren XL. Das nur als Denkanstoß, nicht als Aufforderung einen Gewichts-Wettkampf zu starten. Die pauschalen 100g für Hygiene/Medizin ist geschätzt. Mag auch 200 g sein, who cares.

image.thumb.png.4b940db4d6e508020b81e1bc4f870073.png

Edit 3: 700 g weniger, also 3 kg Baseweight wären einfach möglich, wenn man das selbststehende Zelt gegen ein leichtere, aber nicht selbststehende Lösung tauscht und bei der Isomatte das Gewicht, statt den Komfort priorisiert. 

Bearbeitet von BohnenBub
Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb BohnenBub:

Edit: Ohne mir die Liste im Detail angesehen zu haben, scheint mir dein Baseweight 1-2 kg zu schwer. 4 kg sollten ohne Sicherheits- oder Komfort-Einbußen gut möglich sein. 

Ja, ca. 1kg davon stecken auf jeden Fall im Rucksack. Das gehe ich nach der Tour auf jeden Fall an. Es ist ja nicht mal ein Zelt dabei, weil das definitiv jemand anders trägt. 🙃

Lange Wartezeiten klingen so, als wäre es für uns angenehmer einfach einen Kocher mitzunehmen, wenn wir kochen wollen. 

vor 23 Minuten schrieb reiber:

3. Das Wetter kann immer mal umschlagen, das kann im Hochgebirge ungemütlich werden. Eine Regenjacke gehört zur Sicherheitsausrüstung, auch wenn ich sie oft umsonst mitschleppe.

Das ist mir klar und ich würde auf keinen Fall ohne Regenjacke gehen. Díe Frage war, ob mir das leichtere Modell reicht. Aber das überlege ich mir dann noch. 

vor 23 Minuten schrieb reiber:

Die Plätze sollte/muss man rechtzeitig reservieren. Die aktuellen Regeln dazu findest du auf der Website des PNRC.

Das ist mir bewusst, danke. Es ist grade noch viel frei, daher hatte ich den Eindruck dass wir noch Spielraum bei der Routenwahl haben. Wir haben jetzt aber eh gebucht. 

 

Aller guten Dinge sind mindestens drei: im November gehts zum dritten Mal nach Neuseeland und das Packraft kommt mit. 🥳

Geschrieben

Essen kannst du auf ein Minimum weglassen. Am Castel De Vergio oder Haut Asco kann man einiges einkaufen. Auch an den Hütten und Bergerien bekommt einiges. Moskitospray wirst du auch nicht brauchen. Trinke den Kaffee an den Hütten, dann brauchst du auch keine Tasse.

Das Zelt trägt ein Mitwanderer ?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb BohnenBub:

Edit 2: Ich habe mir gerade mal spaßeshalber eine Liste gemacht, mit was ich Stand heute losziehen würde und käme auf 3.7 kg. Wohlgemerkt mit selbstehendem Zelt, 700 g schwerer Luxus Isomatte und schwerem Telefon. Und Klamotten in Herren XL. Das nur als Denkanstoß, nicht als Aufforderung einen Gewichts-Wettkampf zu starten. Die pauschalen 100g für Hygiene/Medizin ist geschätzt. Mag auch 200 g sein, who cares.

image.thumb.png.4b940db4d6e508020b81e1bc4f870073.png

Sind die Klamotten alles was du mitnimmst oder der Teil im Rucksack? Packst du gar keine Wechselklamotten ein? Nicht mal eine zweite Unterhose?

Beim Schlafsack kann ich definitiv auch noch Gewicht sparen, aber nächster Punkt wird erstmal der Rucksack. 

 

Aller guten Dinge sind mindestens drei: im November gehts zum dritten Mal nach Neuseeland und das Packraft kommt mit. 🥳

Geschrieben

 Statt der Trinkblase lieber eine 1.5er PET Wasserflasche mitnehmen. Zwecks Wasser wiederum die entgegenkommenden Wanderer abfragen, sonst schleppt man zuviel Wasser den Berg hoch, obwohl um's Eck eine Quelle ist. 😉

Klopapier - Als ULer kommt man jeden Tag an ein oder zwei Biwakplätzen und deren Toilleten vorbei. Man muss eigentlich nicht in die Wildnis machen. Riechen tut man es trotzdem überall. Für das Gewissen und um im Notfall das Richtige zu tun, eher drin lassen. Mit Deuce (Schaufel), 5g Bidet oder 10g Waschlappen ergänzen.

Filter - Deshalb würde ich heutzutage auch einen Wasserfilter mitnehmen. Die Menschen und Kühe sind überall anzutreffen und machen überall hin. Damals hatte jemand sogar in eine senkrechte Kletterstelle in den Fels gekackt.

Kochmöglichkeiten gibt es bei den Biwakplätzen und sind im Preis mit inbegriffen. Die Wartezeiten waren vor Corona erträglich (max. 15min im August). Da Ihr relativ kurze Etappen lauft, solltet Ihr keinerlei Probleme bekommen.

Zu viel Essen! - Du musst den Mist schleppen! 🤣 Ich kann die 3-Gänge-Menüs auf den Hütten bis auf eine Ausnahme (Hütte bei Ghisoni bewirtete sehr spärlich und war dazu im Vgl. noch sehr teuer) sehr empfehlen.

Ich wäre heutzutage ohne Kochset mit 2 Tages-Notrationen unterwegs und würde die entgegenkommenden Franzosen nach deren Erfahrungen und Bewertung bzgl. des Essen ausfragen.

Warum nimmst Du breakfast bowl und Kochtopf mit?

Trailrunner - Deutlich leichter. Knie, Füße und Beinmuskulatur werden es Dir am Abend mit weniger Müdigkeit danken. Ich bin den GR20 in Asics Turnschuhen ohne Probleme gelaufen. Guck halt, dass sie für Fels und nicht für Matsch besohlt sind.

Hardshell/Regenjacke - Overkill, da wenig multiuse und der Anwendungsfall ist mMn sehr, sehr eingeschränkt. August und September haben im Schnitt 3-5 Regentage mit kurzen Gewittern oder Niesel am Nachmittag. Da lohnt keine dezidierte Regenjacke. Zumal der Wetterbericht momentan positiv aussieht.

Stattdessen lieber Einwegponcho (~20g, mehrfach benutzbar, ausreichend für die kurzen Regenschauer, wird bei mir auf Mittelmeerinseln solo - in den Alpen als Backup seit Jahren verwendet, Kosten 1-2€), Windjacke mit DWR (trocken bei Nieseltagen, ~80g) oder Billo Regenjacke (zB ~90g Rockbros Cycling Rainjacket o.ä., hält bei mir seit Jahren).

Wechselklamotten - Ich habe immer eine trockene Unterhose, ein zweites Paar Socken und ein zweites Sunshirt mit. Weniger Gewicht ist aber immer Trumpf am Berg, gerade wenn es 30° hat.

Tipps:

1) Wenn Du ~200m keine Markierung siehst, zur letzten zurückkehren und neu suchen (zwei oder drei Abzweigungen sind etwas versteckt, sonst perfekte Ausschilderung)! / Zwischen l'Onda - Piana [und Bavella - Asinau jeweils] die Alternativ- bzw. Alpinrouten wählen. Sie sind kürzer, nicht schwer und deutlich schöner!

2) Sonst gilt wie immer:

Macht Dich mit den Grundlagen der Orientierung (Himmel, Karte, Kompass - auch bei Benutzung von GPS sehr wichtig!) und über das Verhalten bei Gewitter, Erste Hilfe und die allgemeinen Notzeichen bekannt! Infomieren über das Verhalten auf einer Weide bzw. ggü Kühen kann auch nicht schaden.

“That’s the cool thing about having a path. Even when you get lost, it’s still there waiting for you to find your way back.”

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb fettewalze:

Zu viel Essen! - Du musst den Mist schleppen! 🤣 Ich kann die 3-Gänge-Menüs auf den Hütten bis auf eine Ausnahme (Hütte bei Ghisoni bewirtete sehr spärlich und war dazu im Vgl. noch sehr teuer) sehr empfehlen.

Ich wäre heutzutage ohne Kochset mit 2 Tages-Notrationen unterwegs und würde die entgegenkommenden Franzosen nach deren Erfahrungen und Bewertung bzgl. des Essen ausfragen.

Warum nimmst Du breakfast bowl und Kochtopf mit?

Weil wir zu viert gehen und uns beim Frühstück nicht eine Schüssel teilen wollen 👍

Ich verstehe den Tipp mit dem Essen, der ja auch schon häufiger kam. Ich esse vegetarisch und Hüttenessen macht mich sehr selten glücklich. Bei dem was ich so gelesen habe, das auf den korsischen Hütten wohl erst recht nicht. Daher bleibt das Essen im Rucksack und ein Besuch auf der Hütte eher die Ausnahme. Wir werden aber sich mal auf die Weinvorräte zugreifen. 😎

vor 9 Minuten schrieb fettewalze:

Hardshell/Regenjacke - Overkill, da wenig multiuse und der Anwendungsfall ist mMn sehr, sehr eingeschränkt. August und September haben im Schnitt 3-5 Regentage mit kurzen Gewittern oder Niesel am Nachmittag. Da lohnt keine dezidierte Regenjacke. Zumal der Wetterbericht momentan positiv aussieht.

Poncho wurde in anderen Beiträgen wegen Wind abgeraten. Ich hab auch keinen. Aber ich überlege nochmal, doch nur die leichte Regenjacke mitzunehmen. Vor allem, weil der Wetterbericht eben so gut ist. 

Aller guten Dinge sind mindestens drei: im November gehts zum dritten Mal nach Neuseeland und das Packraft kommt mit. 🥳

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb traveloors:

Sind die Klamotten alles was du mitnimmst oder der Teil im Rucksack? Packst du gar keine Wechselklamotten ein? Nicht mal eine zweite Unterhose?

Beim Schlafsack kann ich definitiv auch noch Gewicht sparen, aber nächster Punkt wird erstmal der Rucksack. 

 

Das ist alles. Egal auf welcher Trekkingtour wasche ich die Unterwäsche jeden Abend. In warmen, sonnigen Klimaten trocknet das in Windeseile, da trage ich dann halt die Shorts derweilen. In Skandinavien, wo das Trocknen erheblich länger dauert, habe ich 2 Unterhosen dabei. 
wenn ich das T-Shirt alle zwei Tage in der Mittagspause wasche, ist es 15min später wieder trocken oder trocken genug. 
 

Wüsste nicht, wofür ich noch weitere Klamotten bräuchte. 

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...