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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 24.01.2026 in allen Bereichen

  1. OT: Vielleicht hast du früher gerne kühles Bier getrunken.
    3 Punkte
  2. Ich betreibe einen absorber kühlschrank, bei mir am weserstrand, von anfang mai, bis ende september. er steht in im halbschatten, in einem stahlschuppen, mit ca 1,5x1,5 m grundfläche und ungefähr 2 m höhe. komme über die gesamte saison mit ca 1,5 11kg flaschen gas aus. wie viel genau übrig bleibt, habe ich bisher nie abgewogen, außerdem kommt es bestimmt auch auf die jeweiligen außentemperaturen an. da ich mein bier gerne eiskalt trinke, ist das ding immer auf maximal eingestellt! wie viel liter das ding fast, weiß ich leider auch nicht. aber es passen 10 faxe dosen hinein, hahahahaha!
    2 Punkte
  3. Das passte nicht mehr so gut in den Grundlagenthread zu den Solarpanels, aber ist halt bei Vielen der "dickste" Stromverbraucher und hat deswegen einen großen Einfluß auf das Setup der Solaranlage... Es gibt kleinere Billig-Kühlschränke mit TK-Fach, die sind von der Konstruktion her Mist, da gibt es für beide Bereiche nur einen Kühlkreis der das TK-Fach kalt hält und die höhere Temp im Kühlschrank-Bereich über Beheizung mit der Innenbeleuchtung für den Kühlschrank-Bereich gemacht wird, kann man natürlich easy überprüfen...die verbrauchen dann sozusaghen gleich doppelt mehr. Also Finger weg, findet man aber auch nicht bei den Marken-Fabrikaten. Grundsätzlich gibt es 3 Sorten, bei den (Camping)Kühlschränken, die auch für eine andere Energieversorgung als 220 V eignen. Absorber-Kühlschränke Die lassen sich meist mit 220 V / 12 V (meist weniger effektiv) und Gas betreiben...Die Teile schaffen, wenn noch ok, locker 25° Abkühlung evtl auch etwas mehr, wenn sie an der Rückseite offenen "Luftzugang" haben (also nicht irgendwo komplett eingebaut) mal als Beispiel, der 50 l (die übliche Camping-Kühlschrank-Größe) den wir auf einen freien Tisch im Wald stellen, wenn wir in Italien sind, braucht bei italiänischen Sommer-Temps ca 1 kg Gas / Woche. Mit Strom würde er ne Ecke mehr brauchen, als meine Kompressor-Kühlbox. Für Segelboote oder Gelände-KFZ sind die Absorber nicht geeignet, da er waagerecht stehen muß. Einfache "elektrische" Kühltaschen bzw Kühlboxen mit Peltier-Element Das sind die Billigteile deutlich < 100 €, typischerweise Kühlung im Deckel mit Gebläse nach oben. Völlig ok, wenn man im Sommer mit dem Auto gekühlten Kram einkaufen will, ansonsten eher eine Katastrophe, wenn es um wenig Energieverbrauch und vernünftige Kühlung geht. Die Teile schaffen an 12 V mal gerade 15-20° (eher 15) Temp-Unterschied, dazu schlucken sie viel Energie, im 12 V Betrieb habe ich bei den ca 25 l Boxen, die ich benutze, ca 65-80 W Dauerverbrauch gemessen, wenn man das mal mit 70 W umrechnet, sind das 1,7 kWh / 24 std Kompressor-Kühlschrank bzw Box Vom Energieverbrauch her sehr sparsam, wenn ich z.B. im Sommer das Teil auf 4° einstelle, und die Box z.B. im Auto überwiegend in der Sonne steht, habe ich einen Verbrauch von max 33-35 Wh / std -> 0,8 kWh / 24 std, also eine gute Ecke kälter gestellt, als normaler Kühlschrank und Umgebungs-Temp höher als in Wohnung o.A. Die Dinger können ruhig schräg stehen, schaffen einen großen Temp Unterschied und sind fix in der Kühlung z.B. bei normaler Wohnraum-Temp von 20° kühlt meine 30 l Box in 1/2 std runter auf -18° (TK-Temp). Gibt da große Qualitätsunterschiede, manche Billigteile sterben wie Fliegen, im preiswerten Bereich kann ich sehr die Kühlboxen von Plugin Festivals / Maentum empfehlen.
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  4. Verkabelung bzw Kabel Solaranlage Kabel da kommen wir nicht mehr ohne ohmsches Gesetz aus, erstmal platt gesagt, je niedriger die Panelspannung und je länger das Kabel, umso dicker muß es sein, damit man dieselben prozentualen Verluste hat. nehmen wir für die Berechnung an, wir haben Kupferkabel (Achtung es gibt auch billige Alukabel) Nehmen wir mal ein Beispiel aus meiner Praxis... 70 m von einer Sonnenwiese bis zum Regler... 2* 200 Wp Panel mit 30 V max Spannung und 140 W max Leistung in der Praxis Nrechnen wir mal wieviel % Leistung bei 4 bzw 6 mm Kabel bei Panel-Parallel-Schaltung im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleiben würden, und dann nochmal mit dem 4 mm Kabel in Reihenschaltung der Panels spezifischer Widerstand Kupfer 0,0175 Ohm bei 1 mm² pro m bei 4 mm also 0,0044 Ohm pro m entsprechend bei 2* 70 m 0,62 Ohm bei 6 mm 0,0029 Ohm pro m entsprechend bei 2* 70 m 0,41 Ohm Parallelschaltung der Panels 140 W / 30 V = 4,67 A * 2 = 9,34 A bei 6mm² 0,41 Ohm * 9,34 A = 3,8 V * 9,34 A = 35,5 W -> 12,7% bei 4mm² 0,62 Ohm * 9,34 A = 5,8 V * 9,34 A = 54,2 W -> 19,4% nun noch mit 4mm² aber statt die 2 Panels parallel in Serie 0,62 Ohm * 4,67 A = 2,9 V * 4,67 A = 13,5 W -> 4,8% Fazit : Dickeres Kabel ist deutlich teurer als Dünneres. Wenn es der Reglereingang von der Max Spannung hergibt und die Panels gleich beschienen werden, bringt eine Reihenschaltung deutlich weniger Verluste als ein dickeres Kabel.
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  5. Hallo zusammen, es ist immer wieder hilfreich, wenn man eine Liste hat mit POI entlang einer Route. Kennt Jemand ein gutes Tool mit dem man sich entlang seiner Route POI setzen kann oder auswählen und sich dann eine Liste erstellen kann. Etwa in dem Still: 0km Ort POI 5km Ort POI Ich würde die Liste mir gern als Ausdruck noch mitnehmen. Excel geht natürlich immer 😉 onroutmap.de ist übrigens ein schönes tool um POI entlang der Route zu finden
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  6. Ja, cooles Tool. Ich habe es mal mit Claude AI probiert und es hat auf Anhieb funktioniert: Mit deinem goposteten Tool die KML Datei herunter geladen und diese bei Claude im Chat angehängt. Mit folgendem Prompt: "Anbei eine kml Datei zu einer Wanderroute. Diese enthält POI. Erstelle mir bitte eine Excell-Tabelle. Kategorien: KM - POI - Kategorie - ORT - Entfernung von der Route" Als Ergebnis gibt es dann eine csv-Datei. Screenshot des Ergebnisses: Ich habe es jetzt nicht mit anderen ausprobiert, aber ich schätze, dass chatty, google AI studio usw ein ähnliches Ergebnis liefern.
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  7. Hallo vor wenigen Tagen habe ich meinen Thruhike auf dem Sentiero Italia (kurz: SI) beendet und möchte hier von meinen Erfahrungen auf diesem doch noch sehr unbekannten Trail berichten. Nach und nach werde ich zu den einzelnen Abschnitten meiner Wanderung schreiben. Meine Infos zur Planung der Wanderung habe ich von dieser sehr informativen Website bezogen. Dort findet man GPX-Tracks, Tipps zu Unterkünften und Beschreibungen der Tagesetappen. Der komplette Sentiero Italia ist 7850km lang und kann grob in vier Bereiche unterschieden werden: die Alpen, die Apenninhalbinsel sowie die Inseln Sardinien und Sizilien. Ich bin im Örtchen Garessio im Piemont gestartet und auf dem Festland bis Reggio Calabria. Somit habe ich die Apenninhalbinsel von Nord nach Süd durchquert. Von Reggio Calabria aus bin ich mit der Fähre nach Sizilien gefahren und habe dort meine Wanderung in Trapani beendet. Hier ein paar Daten: Zeitraum: 19.07.-21.11.2022 Von/Bis: Garessio - Trapani Kilometer: 3111 km Höhenmeter: 119.700 hm bergauf Nächte: 126 (80 im Zelt, 32 in B&Bs, 8 in Biwakhütten, 3 in Rifugios und 3 auf Campingplätzen) Ruhetag: 9 Durchwanderte Regionen: Ligurien, Toskana, Emilia-Romagna, Umbrien, Marken, Latium, Abruzzen, Molise, Kampanien, Basilikata, Kalabrien und die Insel Sizilien Kurze Zusammenfassung: Der Sentiero Italia führt durch grandiose und oftmals gleichzeitig einsame Berglandschaften über Wege, die meistens mehr oder weniger gut markiert sind. Nicht nur aufgrund der Höhenmeter ist der Weg anspruchsvoll, auch der Weg selber hält einige Herausforderungen bereit. Obwohl Italien ein dicht besiedeltes Land ist, führt der SI überwiegend zivilisationsfern und bietet somit tolle Naturerlebnisse. Alle paar Tage führt der Weg durch pittoreske Dörfer und seltener durch Städte, in denen man Lebensmittel einkaufen kann. Dort hat man, wenn man eine Unterkunft findet, auch die Möglichkeit einen Ruhetag einzulegen.
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  8. Mit Verlaub, aber das sind überall in Italien die üblichen Essenszeiten. Pizza wird traditionell nur abends gegessen, wegen einer Pizza für einen Touri feuere ich auch nicht den Ofen an. Aber jedenfalls ein toller Bericht, danke!
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  9. Dieses Tool ist ja abgrundtief geil! schreibt sich aber mit einem "e" https://onroutemap.de/
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  10. Aus eigener Erfahrung und der von zahlreichen anderen Seglern sind flexible Panele nix. Von meinen drei sind zwei innerhalb von eineinhalb Jahren eingegangen. In der Karibik sind die Mülltonnen der Boatyards voll von flexiblen Panelen. Das sind IMHO Wegwerfprodukte. Ich würde nur noch Glaspanele kaufen. Wir haben am Boot jetzt insgesamt gut 6 Jahre "Off Grid" gelebt. Meine Erfahrungen beschränken sich allerdings auf Mittelmeer, Tropen. Entscheidend für die Auslegung des Stromspeichers war immer der Verbrauch des Kühlschranks. Dieser läuft die Nacht über durch (das bisschen Laptop und LED- Beleuchtung am Abend fällt kaum ins Gewicht). Am Morgen waren am Batteriemonitor ein Minus von ca 40-50 Ah (~ -500- -600Wh) zu verzeichnen (das kann bei eurem Kühlschrank mehr oder weniger sein- also Verbrauchsmessung machen und ausprobieren). Das muß der Speicher also minimal schaffen, und das ist für den Fall wenn man am Tag immer wieder genug Solarstrom hat zu nachladen. Es hat sich als komfortabel erwiesen wenn diese 40 Ah bis 11 Uhr wieder in den Akku nachgeladen worden waren. Dann hat man den Rest des Tages Stromüberschuß und kann z. B. auch mit Strom komfortabel Kochen, einen Wassermacher (so man ihn hat) betreiben etc. Auch hat man dann Reserven falls an einigen Tagen der Solarertrag nicht ganz so klappt. Mehrere Monate im November bis Februar kann man aber IMHO nicht überbrücken, da muss der Verbrauch nochmal krass runter- allerdings müsste man ja in diesen Zeiten den Kühlschrank nicht betreiben wenn man am Balkon einen Vorratsschrank hat den man nachts öffnet zum abkühlen und tagsüber verschließt- könnte also klappen. Vielleicht kann @Ein.Plattfüssler da noch was schreiben wie es mit der Autarkie in unseren Breiten aussieht. Ob man unbedingt zu Hause ein 12V Stromnetz braucht sei jetzt mal dahingestellt, der Installationsaufwand ist enorm, allerdings verbraucht unser Wechselrichter (Victron) gut 1 A beim nichts tun. Dies entspricht also ca 300 Wh die die Solaranlage zusätzlich schaffen muß. Bei beschränkter Solarfläche also eine Überlegung wert. Komplette Autarkie ist IMHO schwer, aber wenn man nur ein Paar Tage im Winter den Akku Mal über das Stromnetz volllädt, dann bricht einem nicht unbedingt ein Zacken aus der Krone und der Umwelt kommt das ja trotzdem noch zu gute. Der Investitionsaufwand sinkt ebenfalls gewaltig. My 2 cents, Christian
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  11. Es wiegt ohne Hülle 88 Gramm und ist 16cm hoch
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  12. Ligurien --> Garessio - Passo Cento Croci --> 258 Kilometer & 10900 Höhenmeter --> 10 Tage Die Anfahrt erfolgte mit dem Zug. Natürlich ging es nicht ohne die übliche Verspätung, die so eine Bahnfahrt mit sich bringt. Gerade noch so erwischte ich in Turin den letzten Zug nach Ceva, wo ich mir eine Nacht in einer Unterkunft reserviert hatte. Denn bevor es mit der Wanderung auf dem Sentiero Italia losgehen konnte, musste ich am nächsten Tag den lokalen Bus nehmen, um ins kleine Dorf Garessio zu gelangen. Hier beginnt nämlich der Teil vom SI, der Ligurien durchquert. Dieser folgt der "Alta via dei Monti Liguri" oder zu deutsch "Ligurischer Höhenweg". Dieser sehr gut beschilderte und markierte Fernwanderweg führt wie der Name schon sagt durchgängig oben am Berg entlang und bietet dadurch jeden Tag viele grandiose Aussichten. Erstaunlicherweise habe ich keinen einzigen anderen Fernwanderer gesehen, der diesen Weg gegangen ist. Selbst Tageswanderer waren nur in der Nähe von Parkplätzen anzutreffen. Schon am Vorabend um 22 Uhr als ich mit dem Zug in Ceva ankam, war es draußen noch sehr warm. Ich wusste, mir würden eine Menge Höhenmeter bevorstehen, doch bei dieser Hitze hatte dies eine ganz andere Qualität als daheim vor dem Computer. "Vielleicht ist es doch eine beknackte Idee im Hochsommer durch Italien zu laufen?" fragte ich mich. Nun war ich aber schon da und es ging tatsächlich los. Die ersten Kilometer waren ein Segen, denn es ging durch dichten Wald. "Wälder sind schon was tolles, denn sie spenden Schatten." dachte ich mir und so fühlte sich die Wärme gar nicht mehr so schlimm an. Sobald sich der Wald allerdings lichtete, was immer mal wieder vorkam, brannte die Sonne erbarmungslos vom Horizont. Die Mittagspause fiel bereits am ersten Tag zwei Stunden lang aus. Um 17 Uhr lief ich weiter und entschied, dass es immer noch zu warm ist. So ging es dann erst um 18 Uhr weiter. Dafür lief ich dann auch bis 22 Uhr, obwohl ich eigentlich schon etwas eher einen Zeltplatz suchen wollte. Doch Wassermangel trieb mich weiter. Die nächsten Tage ging war es weiterhin heiß und trocken. Noch nie habe ich so viel geschwitzt wie in den Tagen auf dem SI in Ligurien. Mittags machte ich zwischen zwei und drei Stunden Pause - um der Hitze zumindest ein wenig zu entfliehen. Jedes Wölkchen am Himmel flehte ich an, sich zu vermehren und Regen zu bringen. Doch erst am 5. Tag war es zumindest bewölkt - regnen tat es aber nicht. Der kam stattdessen am Morgen des 6. Tages, doch nach wenigen Minuten war der Schauer schon wieder vorbei. Erfrischend war es trotzdem. Wenn es mal ein wenig geregnet hatte, rochen die Wälder intensiv würzig. Gegen Ende der Etappe sah ich nachts auffällig häufig Wetterleuchten. Der Himmel zuckte nur so vor fernen Blitzen - doch abgesehen von einer Nacht blieben die Gewitter fern. Das sollte sich in den südlicheren Regionen ändern. Am dritten Tag passierte mir ein Malheur. Es war mal wieder ein furchtbar heißer Tag und der Weg führte ausgerechnet zur Mittagszeit nicht durch schattigen Wald, sondern über eine breite Wirtschaftsstraße, an deren Rand gerade neue Windkrafträder aufgestellt wurden. Einen Platz für die Pause fand ich auch nicht und so schleppte ich mich schwitzend voran, bis ich endlich den rettenden Wald erreichte. Doch die Mittagspause endete in einem Frust, denn ich stellte fest, dass die Flüssigkeit meiner Wasserdesinfektion ausgelaufen war. Das Ergebnis war ein kaputtes Feuerzeug - die warme Mahlzeit fiel aus. Um mir ein neues Feuerzeug zu kaufen, stieg ich am nächsten Tag nach Masone ab, wo ich mir ein B&B reserviert hatte. Doch als ich einchecken wollte folgte der 2. Schock: Booking hatte meine Buchung automatisch storniert, da die App automatisch meine alte Kreditkarte belasten wollte, statt meine neue. Da das Zimmer noch frei war, konnte ich trotzdem einchecken. Das war der erste und einzige Moment, wo ich am liebsten nach Hause gefahren wäre. An den wenigen Tagen, wo der Himmel bewölkt war oder es sogar ein klein wenig geregnet hatte, fiel mir das Wandern bedeutend einfacher. Abends konnte ich oft noch lange draußen sitzen und die Aussicht genießen, wenn ich einen Zeltplatz mit entsprechender Aussicht gefunden hatte. Die Nächte waren durchgängig warm - so warm, dass ich mich nur notdürftig mit meinem Schlafsack-Hybriden zudeckte. Da der Weg sehr einsam war, war es für mich einfach einen Platz zum wildzelten zu finden. Nur wenn der Weg in der Nähe von Siedlungen oder Bauernhöfen entlang führte, musste ich genauer schauen. Die Siedlungen am Wegesrand sind oft dermaßen winzig, dass es dort nichts zum Einkaufen gibt. Dazu musste ich fast jedes Mal kleinere Umwege in Kauf nehmen, wollte ich doch nicht unnötig viel Gewicht in Form von Lebensmitteln mit mir rumtragen. Aufgrund der warmen Witterung trug ich regelmäßig 3,5 Liter Wasser. Die Landschaften in Ligurien sind von den südlichen Ausläufern der Alpen und dem nördlichen Apennin geprägt. Am 2. Tag überquerte ich den "Colle di Cadibona". Dieser Pass ist zwar optisch unscheinbar, hat aber eine besondere Bedeutung, denn hier enden die südlichen Alpen und gehen in den nördlichen Apennin über. Mir war es bei der Planung der Tour wichtig, diesen Pass mitzunehmen, damit ich den kompletten Verlauf vom Apenningebirge bis in den Süden begehen konnte. An den Hängen der Berge wächst dichter Laubwald und da die Berge hier nicht sonderlich hoch sind, reicht dieser manchmal bis zum Gipfel hoch. Es gibt jedoch genügend Lichtungen im Wald, sodass weite Fernblicke garantiert sind. Die Wege sind überwiegend gut gepflegt und meistens leicht zu begehen. Manchmal führen sie aber auch über schmale Grate oder sind sehr steil angelegt. Es gibt Abschnitte, die mit Pflanzen überwachsen sind, doch in Ligurien sind dies bloß Farne oder hohes Gras. So kam ich trotzdem gut voran, musste mich aber jeden Abend intensiv nach Zecken absuchen. Denn von den kleinen Biestern gibt es in Ligurien viele. Säugetiere wie z.B. Rehe, Hasen, Wildschweine und Füchse sah ich einige, insbesondere in den Morgen- und Abendstunden. Am Abschluss dieser Region, fuhr ich vom Passo Cento Croci mit dem Bus nach Varese Ligure herunter. Doch die Busfahrt war schwieriger als geplant, denn statt vom Passi Cento Croci fuhr dieser nur noch ab dem Ristorante Alpini ab. Dort konnte ich mich nicht mal mit einer warmen Mahlzeit belohnen, denn das Ristorante hatte geschlossen. Die Besitzerinnen waren zwei alte Damen, die mich netterweise mit Wasser und Obst versorgten, als ich auf den Bus wartete. Der Kauf einer Fahrkarte war auch ein Mysterium für sich, denn die Tickets muss man vor der Fahrt kaufen. Bloß sind nicht alle Haltestellen mit Ticket-Shops ausgestattet. Die beiden Damen vom Ristorante Alpini hatten zu meinem Glück eine Fahrkarte und gaben sie mir. Die Fahrt nach Varese Ligure war nicht nur aufgrund meines dortigen Ruhetages strategisch wichtig, sondern auch, weil es die letzte Resupply-Möglichkeit für die nächsten 6 Tage in der neuen Region war.
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