Kann ja (fast) jeder immer durch die eigenen Lebensentscheidungen beeinflußt bzw ausgerichtet werden.
Ist bei mir ähnlich wie bei @Gerd1890 gelaufen, einfach dem eigenen Fluß gefolgt, dem was mir "Wesentlicher" ist, dann ergibt sich das je nach eigener Ausrichtung von selber. Wenn man dann noch sein Leben so eingerichtet, daß man rel wenig Lebensunterhaltskosten hat, kommt das auch gut hin, viel draussen unterwegs zu sein (z.B. bei mir 3-4 Monate / Jahr).
Wenn man dann nicht wenige Wochen im Jahr im zwischen den Jobzeiten eingequetschten Urlaub draussen unterwegs ist...
..wobei man ansonsten dann meist aus dem Alltagsstress heraus das Gefühl hat, jetzt will man aber auch im Urlaub "was erleben" (evtl wenn man viel auf der "YT-Uni" unterwegs ist, dieselben Pics / Videos zu machen, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu erleben, eine Urlaubsgegend nach der anderen "abzuhaken", hechelnd nach dem "Neuen",
....dann kommt man imho länger draussen dem Fluß folgend, unterwegs eher zur Ruhe, muß nicht km kloppen, irgendwelche Ziele erreichen, freut sich am "Kleinen", den Begegnungen mit Tieren, nach einer Woche ohne einem Menschen zu begegnen, an dem Gespräch mit einem anderen Menschen usw usw
Die logische Folge ist dann, daß sich das auch in den Alltag überträgt, es wird mit Wohnen in der Stadt zu stressig, zu viel, zu jeder Tages/Nachtzeit, irgendwo "draussen" lebt sich dann angenehmer, ruhiger, näher an der Natur, die Grenzen zwischen unterwegs / zuhause verschwimmen immer mehr, da man ja auch draussen zuhause ist und zuhause draussen.
Jetzt ist das alles ein ungeheurer Luxus, ich habe in meinem Leben schon viel in den unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet / gejobt und wenn jemand z.B. 40 std / Woche Stapler auf einem Kältelager fährt, oder in einer Eisenschmiede an Hydraulikhämmern Teile herstellt, um seine Familie zu ernähren, während seine Partnerin mit Kiddies, sich um alles Andere zu kümmern (was häufig ein stressigerer Job als Management ist) gut ausgelastet ist, kann ich gut nachvollziehen, daß die, wenn überhaupt ein Urlaub finanziell drin ist, völlig happy sind, wenn sie sich mal um nix kümmern müssen, sondern einfach auf einer Liege am Strand chillen, das Essen im Hotel für sie gekocht, die Dusche geputzt wird und ihnen auch noch Entertainement angeboten wird,. ohne daß sie sich dafür stressen müssen.
Oder gehen wir noch ein Stück weiter, ausserhalb von Europa z.B. in vielen Ländern Afrikas / Asiens wo teilweise Mensch fast rund um die Uhr damit beschäftigt ist, genügend Essen ranzuschaffen, um zu überleben....klar den Zusammenhalt zu spüren (da könnten wir uns im Westen eine Scheibe von abschneiden) oder bei manchen Gruppierungen die Urverbundenheit mit der Natur zu spüren, von Diesen zu lernen, wie man dies macht, das ist toll....aber das wäre bestimmt total lustig geworden, wenn ich denen mit "Prinzipien wie Einfachheit, Selbstgenügsamkeit, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Problem der Rückkehr. Pforten der Wahrnehmung usw usw" gekommen wäre, hätte es wahrscheinlich Tage gedauert, denen überhaupt verständlich zu machen, was ich meine und dann hätten sie sich wahrscheinlich mit viel Humor Sorgen darum gemacht, daß ich irgendwas Psychoaktives aus der Natur zu mir genommen hätte, was ich nicht vetrage....
Für mich ist es rel simpel, jeder geht seinen Weg, mir gefällt mein Weg mit viel relaxed draussen in der Natur zu sein, mit / in der Natur, das wird wohl die nächsten Jahre auch noch mehr in die Richtung gehen und wenn es jemand statt desen gefällt, in einem ihn erfüllenden Technojob viel Geld zu machen, ein entsprechendes Auto zu fahren, eine Penthouse-Wohnung über den Dächern der Stadt toll zu finden, oder im Expresstempo durch die Natur imho "zu rasen" um möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu sehen, oder die Herausforderungen der Megamärsche toll findet, absolut nicht meine Baustelle, aber prima, wenn es Spaß macht, soll er doch...wie in meiner Geburtsstadt gesagt wird "jeder Jeck ist anders"...
Schade ist halt, daß in unserem Land durch den Bürokratiewahnsinn (ich sage nur mal 2 Stichworte Bundesmeldegesetz und Aussenbereich) sehr schwer gemacht wird, genügsam und nachhaltig nah an der Natur zu leben, aber dafür haben wir andere Vorteile s.o. die ich auch gerne und dankbar wahr nehme...