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PCT Packliste 2025
Gibbon und 3 andere reagierte auf irishbastardracing für Thema
So, etwas spät, aber besser als nie: nochmals vielen Dank für eure Antworten! Ich dachte falls jemand den Thread mal findet ist es vllt hilfeich, wenn ich eine kurze Zusammenfassung gebe was funktioniert hat und was nicht. Ich bin von April 2025 den Großteil des PCT gelaufen (paar Skips, insgesamt ~4000km und 120k hm) und nach gut 5 Monaten im September an der Kanadischen Grenze angekommen Das war die Packliste - ist nicht ganz aktuell (Veränderungen siehe unten): https://lighterpack.com/r/pqud7s Temperaturen: Ich hatte einen Temperatur Tracker dabei, weil ich gerne paar Daten zurück geben wollte an die Community - ich fand die Diskussionen über zu warm / zu kalt immer schwierig, weil ja jeder anders empfindet. Leider hab ich den gegen Ende verloren und damit leider auch keine Daten zu Temperaturen. Was allerdings korrekt ist: man muss auf -5°C bis 40°C vorbereitet sein. Die Nächte in der Wüste (April) waren oft unter Null, wie auch in den Sierras und gegen Ende noch 1-2 mal. Sonne: Ich hab extrem helle Haut, war aber mit Langarm Shirt und kurzer Hose + Sonnencreme glücklich. Beste Investition war der Sunday Afternoons - Ultra Adventure Hat. Essen: macht euch keine Sorgen. Wir wollten immer mal wieder Pakete schicken, was aufgrund von vor abendlichen Bieren und der Deutschen Post Konkurrenz machenden Öffnungszeiten fast nie geklappt hat, aber letztendlich kommt man auch ohne ein einziges Paket durch. Die Versandgebühren sind dermaßen hoch, dass es sich oft noch rechnet in dem teuersten Mini Markt einzukaufen statt günstig zu shoppen und zu verschicken. Ich war vegetarisch unterwegs - kein Problem und auch vegan geht - man ist dann halt etwas eingeschränkter & muss sich vllt mehr online besorgen. Rucksack: habe meinen HMG Windrider von 40l auf ~50l mittels angenähtem DCF verlängert und das hat wunderbar funktioniert. 50l war für mich auch das Optimum an Platz - ich war zwar leicht, aber nicht UL unterwegs - siehe Zelt, das schon etwas mehr Platz weggenommen hat. Zelt: war extrem zufrieden mit dem Durston X-Mid 2 pro (DCF Boden). 2 Wochen mit zwei Personen hat gepasst und ansonsten hab ich mich über den vielen Platz sehr gefreut. Haltbarkeit: entgegen einiger Kommentare die ich im Netz gefunden habe glaube ich nicht, dass es möglich ist ohne groundsheet Löcherfrei durch den PCT zu kommen. Ich hatte einige, aber Dyneema tape hat alles geflickt. Ein Reißverschluss hat an der Grenze Washington-Oregon aufgegeben - wie etwa bei jedem mit nem Durston Zelt - konnte mit ner Zange aber gefixt werden und Durston hat mir dann ein Repair-Kit kostenlos auf den Trail geschickt. Isomatte: bin mir der Uberlite gestartet - das war aber ne absolute Katastrophe (ja, alle Kommentierenden hatten recht hier!) - 1. gleich undicht, 2. viel zu kalt für mich und 3. sehr unangenehm auf nackter Haut. In Kombination aus 2&3 habe ich dann gleichzeitig geschwitzt und gefroren, richtig unangenehm. Bin nach 1 Woche quasi ohne Schlaf auf die NeoAir Xlite NEXT umgestiegen - die hat fast jeder auf dem Trail und zurecht! Bequem, stabil und trotzdem ok leicht. Ich musste meine einmal flicken, war dann aber dicht bis heute und viele haben ihre bei Trail Days ersetzen lassen. Tip: mit GearAid Nahtdichter, die Klebestelle überlebt jede Isomatte - insbesondere am Ventil viel besser als diese Patches. Quilt: Katabatic Flex 22 - gab vllt ne Hand voll Nächte in der ich es gerne wärmer gehabt hätte, aber ansonsten perfekt. In wärmeren Nächten, gerade ab Norcal war ich extrem glücklich das komplett aufzippen zu können und als Decke zu benutzen. Andere haben dann auf ein leichteres Quilt/Schlafsack gewechselt. Cowboycamping: hab ab und zu mal cowboy gecampt, vllt max. 15-20 mal von 125 Zeltnächten. Am Ende hab ich einfach mein Zelt als Groundsheet genommen, weil man darauf dann auch Platz hat sein ganzes Zeug auszupacken ohne dass alles komplett eingesaut ist. Sitzpad: hatte 4/7 Segmente des Gossamer Gear Thinlight Foam Pad - 1/8". Musste ich einmal ersetzen, aber hat sich extrem gelohnt für diverse Nickerchen und Abends fast immer als Ablageplatz beim Einräumen vom Zelt. Klamotten (getragen): Voormi River Sun war ideal, musste aber nach der Hälfte ersetz werden - dann ist es nicht nur außeinander gefallen, sondern hat auch gestunken. Davor war ich damit sehr glücklich. Selbst ich als stinkender Hiker habe die Leute mit Kunstfaser-hoodies am Geruch erkannt - ich würde nur was mit Merino-Anteil nehmen, aber letztendlich stinkt eh alles - die einen dann bisschen mehr, die anderen weniger. Hatte ne Merino Laufhose, die zerfällt aber in kürzester Zeit und man läuft mit mehr Löchern als Hose rum. Würde ich nächstes mal auf Kunstfaser gehen. War sehr glücklich mit einer kurzen Hose und hab mir eigentlich nie ne lange gewünscht. Nur im Schnee hab ich ab und zu mal die Regenhose drüber gezogen. Es wird einem beim Laufen einfach so schnell warm. Regenjacke Tip: https://rockfront.eu/product/rain-hoody/ ok günstig, leicht und dicht. Achtung fällt riesig aus! Klamotten (Rucksack): hatte dabei: Puffy (Rab Mythic G - teuer, aber perfekt!), Alpha Fleece (90er, nach Norcal weg geschickt), 1 Merino T-Shirt. War bis Norcal sehr happy Fleece & Puffy zu haben, aber mir ist auch gerne kalt. Hatte ne selbst genähte Alpha Hose dabei (90er), die war aber dermaßen warm, dass ich sie nur 1-2 mal getragen ab und nach den Sierras dann heim geschickt hab. Regenhose falls es zu kalt war hat schon genug gebracht, wenn es mal kälter war. Bestes Item: gestrickte Wollsocken zum Schlafen, die haben mich den gesamten Trail begleitet. Danke an meine Ex-Schwiegermutter :-) Klobedarf: Bidet + Trowel & bisschen Klopapier war meine Wahl und würde ich wieder machen. Eispickel & Microspikes: kommt natürlich immer aufs die Schneemenge und die eigene Erfahrung an. Wir hatten nicht mehr viel Schnee, aber war trotzdem happy in KMS ne Camp Corsa mitgenommen zu haben - die wollten mir dann ne bessere, teurerer andrehen, aber ganz ehrlich ich hab die nur für den Notfall dabei und zwei, dreimal Schnee runter rutschen dabei - Self Arrest funktioniert einwandfrei mit der, da ist ne tolle Ergonomie und eine bessere Hacke nicht notwendig (solange es schon genug Fußstapfen gibt). Super gut: Black Diamond Distance Spikes. Funktionieren und sind leichter als alle anderen Micro-Spikes. Luxuszeugs: Kamera: hab ne kleine Sony RX100 iii mitgenommen und war glücklich damit (auch wenn ich traurig bin nicht die Qualität meiner größeren Olympus Kork Ball: tut echt gut, aber hab ich letztendlich verschenkt, weil so selten genutzt. Mini Handtuch: war sehr (!) glücklich eines dabei zu haben, allerdings nicht als Handtuch (braucht man echt nie), sondern um mich Abends damit abzuwaschen. Da bin ich am Ende auf einen auf den Trail gefundenen Mikrofaser Lappen (20x20 cm) umgestiegen, das hat gereicht. Alternativ dazu haben viel nen Liner für den Schlafsack benutzt, aber ich fands angenehmer sauber in meinem großzügigen Quilt zu schlafen. Must haves: Nähset: ich kann nicht mal mehr zählen wie oft ich Klamotten und meine Schuhe geflickt habe. Selbst für Zelt, und meinen Rucksack hab ich es mal gebraucht. Ohrstöpsel nicht vergessen. Wenn die ganze Nacht Rehe ums Zelt "schleichen" wird man ohne verrückt - hilft natürlich auch gegen schnarchende Wanderer Schmerztabletten: hab ich zum Glück wenig gebraucht, aber für die paar Tage wenn die Füße sonst gar nicht mehr funktioniert haben ein Segen. Tipp von Blaze Physio: Ibus + Tylenol (Paracetamol) in Kombination - wirkt wunder! Leukotape: ja selbst ich der nie blasen bekommt hab es letzendlich ein paar mal gebraucht. Hat aber auch hervorragend zum Schuhe flicken getaugt (ja die Brooks Cascadia fallen schnell außeinander). Pack Liner: ein Müllsack reicht wirklich Olivenöl!!! Garmin Inreach: klar super für den Notfall, aber auch wenn man es dafür nicht braucht: fast jeder hat so ein Ding auf dem Trail und die Kommunikation läuft in weiten Teilen darüber. Zum Mittagessen, Abends Campen, für Hitches, Hotelbuchungen usw. verabreden - das macht das soziale Miteinander einfach tausendmal einfacher wenn es mal wieder keinen Handyempfang gibt (oft!) DEET & Kopfnetz in den Mückengebieten. Gegen manche von den Mosquitos hilft wirklich nichts anderes - und ja wir haben alles ausprobiert und ja, es war die Hölle!!! Extra Tipp: Falls ihr den PCT wandert: direkt mal "Blaze Physio" speichern. Morgan hat nicht nur mir sondern auch so vielen Leuten geholfen den Trails beenden zu können, das sind gut angelegte Dollars. Sie gibt einem hilfreiche Tipps und Übungen, die auch auf dem Trail umsetzbar sind. Mehrere meiner Wanderfreunde haben die Online-Termine in Anspruch genommen und auch die waren hilfreich. So das war's. Sollte es Fragen geben - auch zu allem hier nicht erwähnten nur her damit. Aber wie Sabi schon erwähnt hat: nicht zu viele Gedanken machen, wie lange man auch vorher überlegt welche Zeltheringe ideal sind, die verliert man eh und man bekommt das meiste irgendwie auf dem Trail. Und zur Not findet mal quasi alles in Hikerboxes - hab Leute getroffen die fast ausschließlich daraus gelebt haben. The Trail provides stimmt Cheers4 Punkte -
Sweden Kungsleden - Hemavan - Abisko NOBO 2025
Gibbon und ein anderer reagierte auf Oska für Thema
Tag 1 – Stockholm - Hemavan Vorab: Wenn ihr nicht vorhabt komplett die ganze Zeit wild zu zelten, kauft euch den 1 Jahres STF-Membership. Ich hab’s viel zu spät gemacht, erst in Saltoluokta. Die Mitgliedschaft hat dieses Jahr 375 Kronen gekostet, ca. 35 Euro, aber wenn Du zum Beispiel bei schlechtem Wetter die Einrichtungen der Hütten benutzen möchtest (kein Gasverbrauch, geschützt, teilweise Trockenraum und Saunanutzung), dann zahlst Du als STF Mitglied für das Aufstellen des Zeltes statt 300 Kronen nur noch 200 Kronen. Als ich im Flughafen von Stockholm ankomme muss ich erstmal die 400 gr. Dose Milchpulver in einen Ziplockbeutel umfüllen. Ja, es gab nur 400 gr. als Minimum. Aber bei gefühlten zusätzlichen 500gr. Würfelzucker und ner Menge English Breakfast Teebeuteln macht das dann auch fast keinen Unterschied mehr. Beim umpacken fällt mir in dem Bereich ein großer Löke auf, der auch einen Rucksack dabeihat, da es hier nur der Bereich war wo es nach Hemavan ging war klar, dass es ein anderer Hiker sein muss. Kurz mit ihm ins Gespräch gekommen, es stellte sich heraus, dass es ein Schwede war, der auch in die Richtung wollte wie ich. Schön dachte ich, bin ich zu mindestens nicht der einzige NOBO. Enthusiastisch wie ich war sagte ich ihm noch, dass ich nach Ankunft um ca. 16.00 noch wandern wollte, ca. 12 km. Das Flugzeug kam pünktlich und wir mussten vor Hemavan noch einen Zwischenstopp in Lycksele machen und kamen dann auch um 16.00 in Hemavan an. Kleiner Flughafen, man geht dann zu Fuß durch ein Gebäude und wartet davor auf dem Parkplatz, dass das Gepäck dann rausgefahren wird und man sein eigenes dann einsammeln kann. Dort habe ich dann noch 2 andere Hiker getroffen, Hans oder auch Hasse genannt und Schwede und Mattesch aus Polen. Hasse wollte nur nach Amarnäs und Mattesch hatte wohl nur 2 Wochen und hatte daher vor, jeden Tag 30km zu wandern. Vielleicht war ich etwas naiv oder verwöhnt von anderen Wanderungen, dachte ich doch tatsächlich, dass hier Schilder wären, wo es zur STF Fjällstation geht, oder woher ich mein Gas herbekomme. Aber man kann ja auch einfach mit Menschen reden. Gesagt, getan, ca. 500-750m vom Flughafen gab es dann eine Tankstelle, die aber in 30 Minuten dicht macht, also dort hingestratzt, nach Gas zum Kochen gefragt, was zur allgemeinen Erheiterung des Verkäufers und der umstehenden Personen geführt hat. Und noch ein Feuerzeug gekauft. Gegenüber der Tankstelle gab es noch einen Supermarkt, also dorthin, 2 andere etwas abgerockte Hiker getroffen, die ihre Tour von Abisko aus gerade beendet hatten und an der Steckdose außen am Pfosten fürs Unterdach in ca. 3m Höhe ihre elektrischen Geräte wieder aufgeladen haben und auf ihren Bus gewartet hatten. Kurz miteinander geschnackt, dann in den Supermarkt und erstmal reichlich kalte, zuckerinfusionierte Getränke gekauft, sprich Cola und eine Packung Pringles Sour Cream fürs Frühstück. Achja, ich vergas vielleicht einen nicht ganz unwichtigen Aspekt zu erwähnen, es war ausgesprochen warm in Schweden und ganz ungewöhnlich gerade im Nordteil von Schweden. Für mich, viel zu warm zum Wandern. Da es in Deutschland vorher eine längere Regenperiode gab, bin ich also von kühlerem Wetter zur wärmeren gewechselt. Ich weiß nicht wie spät es mittlerweile war, irgendwas zwischen 17.00 und 18.00 und mir wurde klar, dass das mit dem heute noch Wandern nichts mehr bei mir wird. Wenn ich wirklich früh aufstehe (automatisch), gehe ich teilweise schon um 18.00 ins Zelt, höre noch Hörbuch und penne dann irgendwann. Also Plan B, die STF Hütte finden, war am Ende nicht besonders schwer, die ist direkt am Weg zum Start/Ende des Kungsleden. Dann zur Rezeption, eine Nacht für ein Zelt gebucht, bin da nochmal duschen gegangen, versucht strategisch einen günstigen Schattenplatz zu finden, was nur bedingt geglückt ist, Sonnenuntergang, bzw. tiefer stehende Sonne irgendwas um 23.00 und Aufgang dann wieder 3.00 noch was. Egal, rein ins Zelt, versucht zu schlafen. Tag 2 – Hemavan – Viterskalet Wildzelten Ich bin dann wie immer recht früh wach, ca. 5.00, hab Sachen gepackt, meine zweite Cola getrunken, Wasserflaschen gefüllt, an der analogen Waage außen meinen Rucksack gewogen, ca. 16kg, ich weiß, gibt Schnappatmung bei manchen und bin dann langsam los. Geht zum Start etwas bergauf, aber slow and steady erstmal losgelegt, mich gleich kurz verlaufen, aber den Irrtum schnell bemerkt und dann den richtigen Einstieg/Start gefunden. Da ich wegen vorheriger Faulheit noch nicht fit und es viel zu warm war, wurde es ein recht kurzer Tag. Ich bin in Viterskalet bei der Hütte angekommen, habe gefragt ob Sie Getränke verkaufen, was glücklicherweise der Fall war, in der Regel ist es dann immer Bier und Cola, gefragt ob diese auch gekühlt seien, was bejaht wurde und mir ein inneres Lächeln auf meine Lippen zauberte, um dann festzustellen, dass gekühlt nicht unbedingt Kühlschrank meint, sondern auch ein Eimer mit Wasser aus dem Fluss, wo dann die Dosen drin stimmen. Aber mir war das wumpe, die Cola war auf jeden Fall kühler als außen und daher wunderbar. Dann nachgefragt ob ich hier in der Umgebung zelten dürfe ohne was zu bezahlen, was verneint wurde, weil man die Zeltplätze in der Nähe für die vorhalten wollte die dann auch die Einrichtungen nutzen und dafür zahlen, dann mitgeteilt, dass ich drüber nachdenke was ich mache und weiter Pause gemacht bis dahin. Der Tag war noch recht jung, bin ja um 6.00 ca. los, waren erst 11km und ich habe mich dann entschieden noch ein Stück weiter zu gehen, als Dankeschön für mich habe ich dann noch eine dritte Cola getrunken, sind 330ml Dosen die jeweils 40 Kronen kosten, also irgendwas um 3,80€ schätze ich pro Dose. Günstig war es nicht. 😊 Die Hüttenwirtin hat mir nach meiner Entscheidung mitgeteilt, dass es ca. 1 km weiter schöne Wildzeltplätze in der Nähe einer Hängebrücke geben würde, das war ganz nach meinem Sinne, ich also los zu diesem Ort für meine nächste Übernachtung. Irgendwann dann auch den Platz gefunden, schon einige Zelte dort gesehen in einem Bereich von ca. 750 m verteilt. Ich habe dann erfahren, dass viele auf den dort naheliegenden Berg Storfjället wollen und am Fuße des Berges übernachten um dann früh morgens dort hochzugehen. Übrigens, gehört hat man ja schon davon, ich war etwas naiv, aber zum falschen Zeitpunkt sind die Mücken und Brooms oder Bruums eine äußerst nervige Angelegenheit, und ja, der Zeitpunkt war definitiv falsch. Mücken kennt man, aber die Brooms sind Pferdefliegen auf Steroiden und beißen, auch durch Stoff. Das war eine weitere Erkenntnis, am besten nichts eng Anliegendes anhaben, was natürlich mit meinem Longsleeve Hoodie der Fall war. Unten rum hatte ich nur eine kurze Hose, dementsprechend sahen meine Beine am Abend auch aus wie ein Streuselkuchen. Aber auch da war ich selbst schuld, hatte mir in Stockholm noch eine Antimückensalbe gekauft, aber nicht drauf gemacht. Ich muss aber rückblickend sagen, dass die Lernkurve steil war und ich mein Verhalten in unterschiedlichster Weise später angepasst habe. Achja, bevor ich es vergesse, die Markierungen. Anfangs war ich etwas verwundert und dachte das wäre vielleicht eine schwedische Besonderheit. Häufig stecken 2-3m hohe Holzpfosten in der Erde die am oberen Ende dann häufig ein rotes X, ebenfalls aus Holz haben. Nach meiner Sozialisierung heißt das eigentlich, Stop, hier nicht lang, aber da es keine Alternativen gab, bin ich einfach hinterhergelaufen, habe allerdings anfangs noch aufs Handy geschaut um zu überprüfen ob ich richtig bin. Im Laufe meiner Wanderung hat sich dann das Rätsel gelöst. Es gibt 2 Kungsledenwege, einmal für den Sommer und einmal für den Winter. Manchmal können die auch überlappend sein, wieder was gelernt. Da es warm war, kein Schatten vorhanden, bin ich dann runter zum Fluß um meine Füße einfach bis zu den Knien in das kühle köstliche Nass zu tauchen, mich auf den Rücken zu legen und einfach für kurze Zeit die Erfrischung zu genießen und die Körpertemperatur dadurch abzusenken. Irgendwann dann wieder hoch, ab ins Zelt und ne Runde poofen. tbc...2 Punkte -
Wie lange leben eure Regenjacken?
Blickpunkt und ein anderer reagierte auf Mia im Zelt für Thema
Die Montbell Stormcruiser hat mind. 8000km gehalten, bevor an einer Seite im Schulterbereich eine Beschädigung eintrat. Inzw. gibt es auch an den Nahtbändern abriebspuren. Die Decathlon Raincut war nie dicht, dank wasserdurchlässigem RV und so mancher Naht ohne Tape. Habe sie daher v.a. im Alltag genutzt und kaum auf Tour. Inzw. nach mehreren Jahren Nutzung im Alltag löst sich die Beschichtung großflächig. Die Marmot Superalloy Bio Rain Jacket hat 6 Wochen on Trail (v.a. Alpen) hinter sich und hat noch keine Schäden. Schäden im Schulterbereich lassen sich hinauszögern, indem man das Gewicht vom Rucksack reduziert und konsequent einen Hüftgurt nutzt um das Gewicht von der Schulter auf die Hüfte zu verlagern.2 Punkte -
Sweden Kungsleden - Hemavan - Abisko NOBO 2025
TheRebel und ein anderer reagierte auf Oska für Thema
o, nachdem ich nun seit dem Black Friday die kommerzielle Version von Davinci Resolve habe, kann ich nun auch den DJI Codec voll nutzen und die Videos auch verarbeiten. Wie ihr schon sicher mitbekommen habt, sind Bilder, vielleicht jetzt auch Videos (sind ja im Grunde auch Bilder) eher mein Ding als das Laber Rhabarber, daher habe ich den Blog meiner Reise nicht mehr fertig gestellt. Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als 1000 Worte. Vielleicht gefallen euch ja die Impressionen und es wekcht das Interesse mal selbst den Kungsleden zu wandern. Hier also der Link für das Video für die komplette Tour von Hemavan nach Abisko, kein Gequatsche, nur Bilder und Musik.2 Punkte -
Zelt für Laugavegur/Island - Hilleberg Enan?
Silberdistel reagierte auf Ledertramp für Thema
Ich bin 2016 ab dem Skógafoss über den Laugavegur und die Sprengisandur bis zum Godafoss gewandert. Dabei hatte ich ein Big Agnes Fly Creek UL. Das hat es in der ersten Nacht zerlegt, Stange gebrochen, Riss im Außenzelt. Konnte das fixen mit Reparaturhülse und Nadel und Faden. Ein Freund von mir hatte das Nordisk Lofoten 1 ULW und hatte überhaupt keine Probleme. Der Wind in der Nacht war wirklich heftig, danach ging es dann einigermaßen. Da das Enan vom Prinzip her dem Lofoten ähnelt, würde ich vermuten, dass du damit gut klar kommst. Die Zeltplätze sind eigentlich ok. Falls du mal keine Heringe reinbekommst, gibts dicke Steine.1 Punkt -
@khyal Da liegst du mit 15 Sekunden zum Glück vieeeel zu hoch! Das ist die gute Nachricht. Bei den Standard-Einstellungen von Meshtastic ("Long Fast") dauert das Senden eines Positionspings oder einer Textnachricht nur ca. 0,5 bis 1,5 Sekunden. Das Gerät funkt aber nicht nur wenn du aktiv etwas schickst. Im Hintergrund sendet das Meshtastic-Protokoll regelmäßig von ganz alleine kleine Datenpakete (sogenannte "NodeInfos" mit Akkustand, Gerätenamen und Routing-Daten), um das Netzwerk am Leben zu halten. Unterm Strich gibt es über den Tag verteilt also deutlich mehr Sende-Impulse (Traffic), als man als User aktiv mitbekommt. Da diese Pakete aber extrem winzig und schnell gesendet sind, reißt der hohe Sendestrom (500-750 mA) am Ende des Tages trotzdem kein riesiges Loch in den Akku. Hier kommt die kleine schlechte Nachricht: Das Datenblatt sagt 75 mA für den ESP32. Das stimmt für den nackten Chip. Auf dem Heltec V4 hängen aber noch der Spannungsregler, die Ladeschaltung, der USB-Chip und das Display (selbst wenn es aus ist). In der Realität zieht das gesamte Board beim reinen Lauschen permanent eher 100 bis 120 mA. (Zum Vergleich: Ein nRF52-Board zieht im Dauer-Lausch-Modus (Bluetooth im Hintergrund an, LoRa-Chip permanent auf Empfang) nur ca. 5 bis 10 mA) Wenn ihr das wirklich auf 8 Stunden am Tag limitiert, ziehst du knapp 1 Ah pro Tag aus dem Akku. Das heißt, deine Rechnung mit der NB10000 Powerbank (umgerechnet ca. 30g Gewichtsanteil pro Tag für 2 Geräte) kommt in der Praxis trotzdem verdammt gut hin! Und was das Ganze für UL noch genialer macht: Wenn man ohnehin die dicke Powerbank zum Nachladen nutzt, braucht man am Heltec selbst gar keinen schweren 3000mAh Akku mehr mitzuschleppen. Ein kleiner 800mAh oder 1000mAh Lipo reicht als Tages-Puffer völlig aus, was das Basisgewicht des einzelnen Geräts nochmal spürbar drückt. Der neue Heltec V4 hat tatsächlich als eines der wenigen Boards einen eigenen Anschluss, nur für ein "nacktes" Solarpanel (4,7 - 6V). Für einen festen DIY-Einbau auf dem Hausdach oder einer Hütte ist das genial. Für uns Trekker macht dieser extra Ladeanschluss in der Praxis aber eigentlich wenig Sinn. Warum? Weil wir auf Tour ohnehin meistens ein handelsübliches Solarpanel mit normalem USB-Ausgang (für die Powerbank oder das Handy) dabei haben. Ein nacktes Spezial-Panel extra für das Heltec-Board mitzuschleppen, wäre totaler Quatsch. Man steckt das Board einfach über seinen normalen USB-C Port direkt an das vorhandene USB-Panel! Die Ladeelektronik auf dem Board kümmert sich dann genauso autark darum, den kleinen LiPo-Akku wieder vollzupumpen.1 Punkt
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Wildwasserflüsse für min Tages oder Mehrtagestouren Angeregt durch den tollen Packraft-Reisebericht von @ultraleichtflo aus Laos, dachte ich mir, ich nehme auch mal den Hinter hoch ein bisschen über verschiedene Flüsse „zu erzählen“... Ich möchte den Fokus eher darauf legen, (nur) einen Eindruck von dem, jeweiligen Fluß zu geben, eine Einschätzung welche WW-Stufen, für was für Packrafts geeignet, wie es mit Übernachtungen aussieht, welche Besonderheiten, Gefahren und natürlich jeweils ein paar Pics zum Antörnen dazu Mit den „Ausnahmen“ Ombrone & Schwarzer Regen alles Flüsse in den Alpen Drau Enns Gail Kössener Ache bzw Entenlochklamm Lech Mur Salza Salzach Schwarzer Regen Soca Steyr Ziller Schon mal 3 Kartentips Was sehr nützlich für die Planung in A bzw für die Planung der Fahrtrouten von einem Fluß zum Andern ist → Jüberman Österreich, bei jedem Fluß steht so grob der WW-Grad und zu welcher Zeit befahrbar, unbedingte Kaufempfehlung Für den (Schwarzen) Regen → Jübermann D-Südost mit u.A. Regen Für die Soca, falls Ihr sie noch irgendwo bekommt → Soca Bild und Erlebniskarte 2 Buchtips Luc Mehl Packraft-Handbook, english, ein absolutes Muß für jeden WW-Packrafter, bekommt Ihr u.A. beim Packrafting-Store, Sack & Pack und Packrafting Europe Kajakparadies Nordalpen Klasse Buch, wenn man auch mal neue ½ bis Tagestouren dort paddeln will, sehr zutreffende Beschreibungen, viele Pics, zutreffende WW-Einschätzung Noch eine Sache, die mir sehr am Herzen liegt, einige Flüsse liegen mit ihren interessanten Parts in Naturschutzgebiete und es wird recht deutlich darauf hingewiesen, daß dort Zelten, Campierewn usw verboten bzw nicht erwünscht ist. Bitte benutzt dort die Campings (sind meist recht preisgünstig und viele Paddelverrückte ) macht von da aus Tagestouren und neben Naturschutz liefert ihr dann denen, die gerne ein komplettes Paddelverbot durchsetzen wollen, keine „Munition“, dasselbe gilt sinnmgemäß für Uferbetretungsverbote oder die Westen & Helmpflicht auf Teilen des Schwarzen Regen. Natürlich ist es toll, wenn Andere, die dann den jeweiligen Fluß auch gepaddelt sind, ergänzen bzw schildern was sie völlig anders als ich sehen / einschätzen. So das war der Einleitungstext, da sich das über etwas Zeit ziehen wird, könnt Ihr gerne drunter oder mir via PN schreiben, wenn jemand gerne hätte, daß ich möglichst bald über einen bestimmten Fluß schreibe. Mal schauen, je nach dem, wie sich das entwickelt, wird es auch Sinn machen, evtl bei manchem Fluß einen eigenen Thread draus zu machen.1 Punkt
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Sülz (15 km östlich / südlich Köln – meist benutzter Einstieg 1,5 km von mir ) Die habe ich jetzt mal fix zwischengeschoben wegen der Packrafttour Morgen. Zuerst mal eine Grundeinschätzung mit anschliessender Warnung Eigentlich ist die Sülz ein typischer Kleinfluß mit sehr abwechselungsreichen Verlauf und sehr gemäßigtem Gefälle, der ausser nach sehr ausgiebigen Regenfällen, nur in einem großen Teil des Zeitraums Ende Oktober bis Anfang April paddelbar ist. Bei niedrigen Wasserständen ist sie auch für Newbies (die schon ein paar Mal auf irgendeinem Fließgewässer gepaddelt sind) paddelbar, solange 1-2 erfahrene Paddler dabei sind, die die rote Linie in den etwas kritischeren Bereichen vorgeben, falls nötig und Newbies sollten das hoffnungstaler Wehr umtragen (Ausstieg nicht ganz easy, da kein Kehrwasser und steile Grasböschung), wenn sie nicht riskieren wollen, evtl dort trotz richtiger Wehrseite ein kleines erfrischendes Bad zu nehmen Bei höheren Wasserständen sollten alle schon WW-Erfahrung haben. Dazu später Details. Da die Sülz häufig von Newbies unterschätzt wird und sie dann z.B. im hoffnungstaler Wehr kentern (oder deutlich gefährlicher an einem querliegenden Baum) gehe ich bei dieser Beschreibung deutlich mehr auf Details ein... Die Sülz hatte / hat einige Wehre (mit PE-Schüsseln sind sie alle paddel eher rutschbar, ausser das Hoffnungstaler tue ich das aber nicht dem Boden meiner Packrafts an). Aufgrund des 21er Hochwassers, was auch entlang der Sülz für mehrere Todesopfer, hohe Sachschäden und in weiterem Umkreis für Strom / Kommunikationsausfall gesorgt hat, wurden schon mehrere Wehre geschliffen (beseitigt), Weitere sollen folgen. Also diesbezüglich nicht im Detail auf die rel alten Flußbeschreibungen im Internet vertrauen, Generell sollte man sich eh auf der Sülz auf evtl auch gefährliche Überraschungen einstellen, auch dazu später mehr. Der entscheidende Pegel ist Hoffnungstal, dieser bestimmt über den max möglichen Einstiegsort flussaufwärts, ob überhaupt paddelbar bzw ob aufgrund des höheren Wasserstands nur was für Wildwassererfahrene... < 60 nix geht < 70 ab Einstieg hinter dem hoffnungstaler Wehr < 80 ab Einstieg U-Eschbach < 100 ab Einstieg nahe Haus Thal < 120 hier sind allmählich Newbies raus, ausser sie haben ein gutes Bootsgefühl, sind entspannt und werden von 2 Erfahrenen in den kritischen Bereichen betreut, wobei auch dann meine Empfehlung ist, daß sie erst nach dem hoffnungstaler Wehr dazu kommen, da bei solchen Pegeln der Austieg davor nur noch mit einem vorher angebrachten Hilfsseil sicher badfrei möglich ist < 180 nur noch was für min WW3- Erfahrene > 180 geht statt dessen Grillen oder weicht auf die Agger aus Die Haupt-Gefahr neben dem hoffnungstaler Wehr ist, daß auf manchen Abschnitten schon mal ein Baum quer im Fluß liegt, daß man entweder sehr kurzfristig, da der Baum quer über dem Fluß liegt, eine Stelle zum Ausstieg / Umtragen finden muß – uns schon kurz nach dem Einstieg Haus Thal passiert... Oder daß man halt in der Strömung um den Fluß teilweise versperrende Bäume rumkurven muß, evtl auch nur mit schmalen Durchfahrten, daß man schon wissen sollte, wie man mit Vorlage paddelt, das passiert häufiger in dem Waldstück etwas hinter dem rösrather Wehr, was auch generell sehr kurvig ist, aber rel viele Kehrwasser bietet. Gehen wir den Verlauf durch : - Haus Thal ersten 500 m, evtl Gefahr durch mal einen querliegenden Baum, ansonsten easy - Weiterer Verlauf bis U-Eschbach, früher 2 Wehre, jetzt nur noch 1, was auch geschliffen werden soll, Aus/Einstieg rel easy rechts, evtl Weg schlammig/rutschig - U-Eschbach bis hoffnungstaler Wehr, leicht kurviger Verlauf, üblicherweise keine Gefahren, Schwierigkeiten - hoffnungstaler Wehr, nix für Newbies, bei höheren Wasserständen für alle evtl Lebensgefahr, wenn man in falschen Bereichen runterpaddelt, nicht nur durch kräftigen Rücksog, sondern auch da da auch häufiger größere Baumstämme usw schwimmen, mit denen man nicht zusammenstoßen will Schon vor der Brücke ganz nach rechts rüberziehen, Geschwindigkeit für Längsstabilität aufbauen, dort geht es dann in mehreren Stufen treppenmäßig ca 1 m runter, bei höheren Pegeln zieht es einen dann nach rechts gegen die Mauer, das ist aber beherschbar, notfalls mit dem Paddel abstossen. Bei niedrigen Wasserständen gibt es ein paar m hinter den überhängenden Baumästen eine Flachstelle (bei höheren Wasserständen kann man drüber paddeln) man sollte also ab den Ästen in Richtung Flußmitte paddeln Umtragen ist problematisch, da es in dem Sinne keine Ausstiegstelle gibt, sondern nur eine steile ca 1,5 m hohe steile Grasböschung (links ca 50 m vor der Brücke, direkt vor oder hinter einem Zulauf mit überbautem Geländer) es gibt dort kein Kehrwasser, aber die Strömung ist an der Stelle bis Pegel gut 100 sehr niedrig. Dann geht es entlang der Hauptstrasse über die Brücke, ca 250 m die Hauptstrasse weiter „flussabwärts“, nächste Seitenstrasse links rein und nach ca 100 m unter der Brücke über die Sülz einsetzen. - auf dem Stück bis zum rösrather Wehr keine Probleme - vor Wehr auf der rechten Seiten auf meist schlammigen Pfad aussteigen, über kleine Brücke von Nebenkanal gehen und direkt unterhalb des Wehrs wieder einsetzen - Direkt nach dem Wehr auf der rechten Flußseite auf evtl in den Paddelbereich hängende Seilschlingen (für Campingplatz-Kiddies für Tarzan-Badespielchen) aufpassen - auf dem folgenden Stück bevor es in den Wald geht, kann schon mal ein Baum einen Teil des Flusses versperren, aber ich habe nie erlebt, daß der Fluß komplett dicht war - kurviges Waldstück, das schönste Stück, aber sehr kurvig, man muß häufig um Bäume rumkurven, manchmal schmale Durchfahrten, ab mittleren Pegeln durch schnellere Strömungsgeschwindigkeiten nicht ohne, man sollte schon Vorlage paddeln können, ein Erfahrener vorweg, querliegende Bäume sind saugefährlich, wenn man davor kentert und durch die Strömung drunter gezogen wird - nach dem Waldstück bis zur Mündung in die Agger keine Probs, aber meist keine Möglichkeit für eine Pause anzulanden Die Sülz ist ja mit Agger / Sieg (und im weiteren Umfeld Eifel-Rur & Talsperren) einer meiner Hausflüsse, imho der Schönste, Abwechselungsreichste, aber etwas mit Vorsicht zu geniessen, wenn jemand dort paddeln will, kann er gerne hier im Thread oder bei mir via PN nachfragen, wann ich das letzte Mal runtergepaddelt bin und wie ich die momentane Lage / Pegel einschätze... Bilder schiebe ich später nach, wollte es heute Vormittag „Drin haben“ wegen der Paddeltour Morgen...1 Punkt
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Wie lange leben eure Regenjacken?
Mia im Zelt reagierte auf RaulDuke für Thema
Ich hatte damals den Exped Rucksack Poncho, der hat an der unteren Kannte, also zwischen den Beinen, wenn geschlossen, einen Druckknopf, d.h. da weht nix hoch, falls du darauf anspielst. Nee, die Geräuschkulisse ist an den „Ärmel“ Öffnungen entstanden. Eine Jacke liegt ja relativ eng an, da flattert halt nix, egal wie viel Wind da ist. Habe mir letztens bei Ali einen UL Poncho bestellt, der Ärmel hat. Werde ihn bei Gelegenheit ausprobieren, und einen Bericht schreiben!1 Punkt -
Mur ca 75 km Strecke, sehr entspannt in 2 Tagen machbar. Einstieg in Zeltweg, ca 500 m vom Bahnhof Ausstieg in Loeben fast vor dem Bahnhof, an beiden Stellen auch rel easy mit Auto-Parkplätzen. Sicheres Beherschen von WW2+ & WW-taugliches Packraft reicht imho für die Mur, ich habe dort auch schon Ally und SUP—Paddler getroffen. Übernachtungsplätze finden sich so Einige, es wird in Flußbeschreibungen auch schon mal die Murinsel nahe St Michael empfohlen, die ist allerdings mit Vorsicht zu benutzen. Zum Einen wurde die schon häufig als Partyinsel mit Anlage mißbraucht und die Anwohner am gegenüberliegenden Flußufer haben die Faxe dicke, vor allem auch, da sie, da selbe Gemeinde für die Reinigung mitzahlen dürfen, da kann es schon mal sein, daß sie die Rennleitung rufen, wenn sie ein Zelt sehen. Aber auch, wenn man das Zelt ausser Sichtweite aufstellt, die Insel wird sehr stark als Naherholungsgebiet genutzt, Picknick, Grillen, Jogger, Hundebesitzer bis zum Dunkelwerden und ab Morgens früh wieder und als wir dort mal übernachtet haben, kam morgens um 8.00 die Grünpflege mit dem Balkenmäher angerattert, war zwar tiefenentspannt „nee ihr müßt jetzt nicht das Zelt weg nehmen, frühstückt erstmal, ich mäh dann zuerst weiter unten“ aber wenn man seine Ruhe haben will, ist es definitiv der falsche Platz In vielen Flußbeschreibungen werden die Stellen kurz hinter der Murinsel, wo 3* Brückenpfeiler der AB im Fluß stehen, als ultragefährlich beschrieben „wer nicht viel WW Erfahrung hat, sollte hier besser nicht Paddeln, sonst Lebensgefahr“ entsprechend hatte ich da wer weiß was erwartet, aber ich bin inzwischen die Mur bei div Pegeln bis leichtem Hochwasser gepaddelt und ich habe die Stellen nie als herausfordernd oder gar gefährlich erlebt, daß man bei so dicken Pfeilern und der mittleren Strömungsgeschwindigkeit ordentlich Seitenabstand hält, da hinter den Pfeilern gut Kehrwasser und schräg dahinter Verschneidungen sind, ist ja klar und dann ist das auch nicht schwieriger als der Rest der Mur. Nun noch ein paar Pic-Impressionen und wenn Fragen sind gerne... Es gibt so einige Einstiegs / Übernachtungsstellen ohne Kehrwasser, da sollte man zum Anlegen schon die Seilfähre (rückwärts) beherschen Auf der Murinsel trifft man auch häufiger andere Paddler für einen Gear/Reviertalk und yes es gibt Paddler die noch deutlich mehr als ich bei haben1 Punkt
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Steyr Man sollte sicher das Paddeln bis WW3- beherschen, die höchsten Schwierigkeitsgerade im Fluß sind WW2+, rel einfach zu bewältigen, da es nur darum geht, mit genüghend Eigengeschwindigkeit durch die Schwälle bzw eine 3/4 m Stufe durchzupaddeln. An Ausrüstung braucht jedes Boot min eine min 3 m lange Landleine und man sollte entweder ein >= 4 mm 15 m Reepschnur oder einen entsprechenden Wurfsack bei haben (aber den haben wir ja sicher alle beim Paddeln bei, oder ?😎) Da die Steyr zum großen Teil in einem Naturschutzgebiet läuft und ausserhalb manche zum Zelten mögliche Stelle Privatbesitz ist (die zwar nicht unbedingt überall was dagegen haben, daß man da auch übernachtet, aber da häufiger lautstark mit Anlage Party machen) ist meine Empfehlung den Camping am südlichen Ende des Stausees zu benutzen (btw leckere Pizza & alkfreies Weizen, meine hies Obermayr) und dann entweder mit ÖNV oder Auto zum Einsatzplatz unterhalb der Staumauer zu fahren oder eben ab dem Camping über den Stausee paddeln (auch schön) und die Staumauer zu umtragen. Evtl kann man dann an einem anderen Tag, wenn genug Pegel und man im 3er Bereich sicher ist, noch den Stausee-Zulauf Techl "mitnehmen". Dann ist die Steyr auch locker als Tagestour mit ÖNV machbar, die Paddelstrecke ist zwar nur ca 20 km, aber man sollte das zeitlich nicht unterschätzen, da 2 Umtragen und die Staumauer-Boot-Abseilaktion dazu kommt und die Steyr auch derartig klar ist, daß es auch einfach Spaß macht, rumzuchillen. Für die Angelfreunde, die Steyr ist voll mit Fischen, aber keine Ahnung, wo man nenm Angelschein bekommt, bin kein Angler. Mir macht die Steyr trotz des rel hohen logistischen Aufwands (für die kurze Strecke zu dem Fluß anreisen) immer wieder Spaß, alleine die Abseilaktion ist schon nett Der übliche Einstieg ist 100 m unterhalb der Staumauer rechts die Betonrampe, dort unten kein Auto parken, etwas oberhalb in der Zufahrt bei der Feuerwehr und dem Anwohnergebiet gibt es genügend Parkplätze. Bis zur ersten Wehrumtrage geht es rel ruhig zu, max 2-, nach ca 5 km kommt dann der Ausstieg via Holzplattform links ca 1,30 m über Wasser mit Treppe, manchmal teilweise von Anglern belegt, dann relaxed bleiben, die machen schon etwas Platz und nehmen auch gerne Sachen an, wenn nötig... Jetzt kommt das netteste Stück, man läuft bis zur Staumauer, dort ist ein Seil befestigt, was aber manchmal unten fest hängt, deswegen lieber eben für den Fall die Reepschnur bzw den Wurfsack nutzen. Man hebt das Boot mitsamt Paddel, Gepäck über das Geländer und läßt es mit dem Seil eine Holzrutsche runter, wenn man mit Mehreren ist, macht es Sinn, daß einer schon runter klettert, um die Boote anzunehmen, Seil abzuknotten. Runter geht es über 2 Leitern mit Schutzkäfig drumherum, deswegen ist es nicht möglich, auf der Leiter z.B. einen größeren Rucksack zu tragen. Je nach Pegel ist unten der Wasserstand bis ca 1,5 m unterhalb des Betonpodest, dann steigt man über ein Leiter ins Boot, deswegn der min 3 m Festmacher, alles gut machbar, man muß kein Kletterer sein, aber sollte das konzentriert machen und einen sicheren Tritt auf längeren Leitern haben. Ein paar hundert m nach dem wiedew lospaddeln kommt die "Schlüsselstelle", die Strömung zieht in einer leichten Rechtskurve zuerst nach links auf die Felswand zu, leicht mit ein bisschen Vorlage zu kontrollieren, auf dem anschliessenden Geradeausstück kommt die 3/4 m Stufe, da machen höchstens Paddler einen Schwimmer, wenn sie zögerlich rumhampeln, mit genügend Eigengeschwindigkeit und Boot gerade ausgerichtet kein Prob, ansonsten gibt es abre auch unterhalb genügend Kiesbänke, um nach einem Schwimmmer wieder den Kram zu sortieren. Es gibt deswegen auch viele Newbies oder Paddler die erst ein Stück unterhalb dieser Schlüsselstelle einsteigen, ich bin auch schon mal mit Anwohnern zusammen gepaddelt, die mit Grabner oder nem Scubi (ok das war bei einem newbiefreundlichen Pegel und der hat überall an den Schwällen den Chickenway genommen) unterwegs waren. Ich empfehler aber ein richtiges WW-Packraft, macht einfach mehr Spaß. Auch der Austieg des 2.Wehrs wird lange vorher durch große Schilder angekündigt, nicht zu übersehen, links ein Rampe, auch ein guter Platz Pause zu machen, ein paar Hundert m Laufen, beim Wiedereinsetzen nicht den Fehler machen, den ich gemacht habe, noch im Kraftwerksbereich die Treppe benutzen, dort unten gibt es absolut fiese Strömungen, Sog usw, echt gefährlich, nochmal etwas weiter runter laufen und wo dann links der Strasse das erste Wohnhaus ist, geht rechts eine Betontreppe ans Wasser. Im weiteren Verlauf nach der Schlüsselstelle zwischen den Wehren und unterhalb des 2. sind einige Schwälle, immer schön daher, wo das meiste Wasser fließt, paddeln, statt dessen die kleineren schmalen Bogenumfahrungen nur wählen, wenn man sich in WW3 sicher fühlt. An der großen Brücke vor Obergrünburg ist dann Schluß, Austieg rechts direkt vor der Brücke, über die Brücke laufen, dann zur Hauptstr oberhalb, dort ist 100 m weiter "Flußaufwärts" die Bushalte. Nun noch ein paar Pics...1 Punkt
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Enns Fangen wir mal mit der Enns an. Gibt eigentlich nur 2 Stellen, an denen man aufpassen muß, Einstieg und Ausstieg. Der Einstieg am Ortsausgang von Schladming wird in den div Flußbeschreibungen im Internet hinreichend genau beschrieben, für Autofahrer ganz nett, liegt der Einstieg neben einem Anwohnergebiet mit mehr als genug Parkplätzen, mit Övis kommt man auch auf < 1 km ran. Wenn man die Böschung runtergekraxelt ist, ist genügend Raum, etliche Boote nebeneinander fertig zu machen, gerade am WE ist es auch häufiger so, daß man dort andere Paddler trifft, bei mir waren es im Schnitt ca 2/3 Kajak, 1/3 Packraft WW-Boote. Bei niedrigerem Wasserstand ist es easy, bei höherem Wasserstand sind ein paar fiese Schwälle direkt nach dem Lospaddeln, die durchaus gut Kraft haben können, wenn hohe Pegel sind, sollte man also dann gut vorbereitet sein, konzentriert lospaddeln. Die Gesamtstrecke, die man paddeln kann, sind knapp 70 km. Man sollte sehr gut aufpassen, daß man den letzten möglichen Ausstieg die Lauferbrücke, eine alte Holzbrücke nicht verpasst, denn kurz danach geht es in den WW5er Bereich des Gesäuse, das ist was, was ich mir deutlich lieber vom Ufer anschaue Als ich die Strecke das erste Mal gepaddelt bin, bin ich zuerst zu der Brücke gefahreen, um einen Waypoint zu setzen und war dann beim Paaddeln übervorsichtig, lieber 2-300 m vorher schon auszusteigen, was aber völlig unnötig war, da es keine 10 m vor der Brücke auf der rechten Seite einen guten Ausstiegspunkt mit flacher Anblandestelle zwischen Büschen gibt und wenn man es doch verschnarcht, man noch hinter der Brücke mit Mühe über eine Steinböschung aussteigen könnte. Direkt oberhalb vom Ausstiegspunkt ist eine Zufahrt von der Strasse zur Weide und direkt hinter der Sperre ist am Rand vom Gebüsch ein Platz wo man gut 1-2 Zelte aufbauen kann, falls man abends ankommt. Wenn man ein paar hundert m leicht bergauf läuft, kommt man an die Bushalte, von der man mehrfach / Tag mit Umsteigen nach Schladming zurück kommt. Gerade im 2. Teil ist die Aussicht teilweise gigantisch. Was evtl Übernachtungsplätze betrifft, ist das nicht ganz easy, da dort sehr viele Kuhherden auf Weide stehen und man zum Einen auf einer Weide durch die neugierigen Kühe keine Ruhe bekäme und das auch die Bauern nicht so toll fänden, bei anderen Plätzen sollte man ein Auge auf dem Boden haben, bevor man aufbaut, wir haben schon mal in einem Wäldchen übernachtet und am nächsten Morgen liefen die Kühe auf dem Weg zur Weide zwischen unseren Zelten / Booten durch. Durch die rel hohe Strömungsgeschwindigkeit ist es nicht so ganz easy mit den Plätzen, häufiger ist man halt auf der falschen Flusseite und denkt „das wäre ein guter Platz gewesen“... Hilfreich sind Zelte, die nicht eine extrem hohe Stellfläche brauchen, für Hängematte & Tarp finden sich auch so einige Plätze. Wenn es denn sein muß, kann man die Strecke auch an einem Tag paddeln, ist aber wie ich aus eigener Erfahrung weiß, rel stressig und eigentlich schade, so da "durchzuheizen". Die Einstiegsstelle kann bei sehr hohen Pegeln auch in den Schwällen eine 3- erreichen, normalerweise je nach Pegel 2- bis 2+, ansonsten auf der Strecke max 2+, aufgrund der höheren Fließgeschwindigkeit sollte man sich bis in den 3er Bereich sicher fühlen. Falls mit mit dem Auto unterwegs ist, sollte man auf jeden Fall vorher oder hinterher mal zu den Aussichspunkten im 5er Bereich flußabwärts im Gesäuse fahren, dann wird man sich ja eh wahrscheinlich vorher die Ausstiegsstelle anschauen. Leider habe ich auf die Schnelle gar nicht so viele Pic zur Enns gefunden, irghendwo in den Untiefen meiner NAS müßten noch mehr sein, aber ich denke mir das Wichtigste ist das Pic der Ausstiegsbrücke und bevor jetzt jemand verwirrt ist z.B. aufgrund der unterschiedlichen Paddelrucksäcke, ich bin ja häufiger in den Alpen zum WW-Packraften, bin entsprechend die Flüsse etliche Male mit unterschiedlichen Booten / Ausrüstung gepaddelt. Normalerweise poste ich ja nie Waypoints o.A öffentlich aber hier aus Sicherheitsgründen die Lauferbrücke N47° 35' 16.5" E14° 32' 13.3" bitte selber nochmal nachprüfen, denn dahinter kommt halt das Gesäuse Wenn Fragen sind, her damit Ergänzungen, andere Meinungen zum Fluß, gerne...1 Punkt
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Tag 3 – Viterskalet Wildzelten – Syterskalet Wieder früh raus, denke gegen 6 gestartet, wollte der erwarteten Tageshitze entgehen. Landschaftlich ist das eine sehr schöne Ecke, keine Bäume, freie Sicht. Rechts und links Berge und im Tal geht man längs Richtung Syterskalet. Wobei das nicht ganz stimmt, da es nach ca. 5km dann nach links geht. Am Horizont konnte ich zuerst eine Struktur erkennen, die mein Ziel 1 für den Tag war, da wollte ich dann Pause machen. Auf dem Weg dorthin sah ich links einen jungen Mann zelten, der außen vor dem Zelt saß und auf einmal mit seiner Hand irgendwohin auf meiner rechten Seite hinwies. Als ich mich dann umdrehte sah ich einen einsamen Elch dort langlaufen, das war meine erste Begegnung dort. Da ich davon ausgegangen bin, dass das keine Seltenheit in Schweden ist, bin ich einfach stehen geblieben und habe nur geschaut und kein Photo gemacht. Nach kurzer Zeit bin ich dann weiter gegangen. Als ich bei der Struktur angekommen bin, stellte sich heraus, dass es sich um eine Notfallhütte samt externem Plumpsklo handelte. Diese war ca. in der Mitte der beiden Hütten, also 6km von denen entfernt. Ich fand das am Anfang etwas seltsam, da mir 6km nicht so lang vorgekommen sind, aber nach einem Gespräch mit einem Hüttenwart sagte man mir, dass das Wetter hier schnell umschlagen und daher auch gefährlich werden kann. Nach meiner Pause bin ich dann weiter und habe, nein, eigentlich hat Mattesch mich gesehen, mich kurz mit ihm unterhalten. Er war wildzelten, das Zelt war ca. 5m links vom Weg entfernt und ich habe ihn überhaupt nicht bemerkt. Er meinte, dass er zu viel Essen dabeihätte, also das Gepäck zu schwer sei. Er war gerade dabei eine Vitamin C Tablette in sein Wasser zu geben, ich war kurz neidisch, da ich auch Bock auf etwas Kühles mit Geschmack hatte. Normalerweise schmeckt mir, gerade kühles gefiltertes Wasser nach einer Zeit lang beim Wandern ausgesprochen gut und brauche dann eigentlich auch nichts anderes. Außer meine Belohnung mit Zucker dann am Ende des Tages. Egal, ich bin dann kurze Zeit später weiter gegangen und hatte mir als Tagesziel Syterskalet vorgenommen. Auch wenn es wieder mal ein kurzer Tag werden sollte, ich war körperlich noch nicht drin, es eindeutig viel zu warm, ich hatte genug Urlaub für den Trip im Gepäck, insgesamt 5 Wochen, also wozu rushen? Um auf das Areal mit der Hütte zu kommen musste man eine Hängebrücke überqueren, davor war ein etwas breiterer Fluss mit stark fließender Strömung, hieß also, kühles Nass, was erstmal eine schöne Vorstellung war. Nach dem obligatorischen Gang zum Hüttenwirt und der Frage nach Getränken musste ich dann feststellen, dass nur jede 2. Hütte Essen und Trinken zum Verkauf anbieten, also keine Getränke. Was relativ schnell aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass hier sehr, sehr sehr viele von diesen Bruums rumflogen. Und diese Viecher sind echt die Pest. Das sind Riesenteile, die, wenn Sie eine Stelle auf Dir finden, reinbeißen, was weh tut und anschließend auch blutet. Ich erwähnte die steile Lernkurve. Ich fand beim Wandern bei diesen Viechern heraus, wenn ich mit meinen Trekkingstöckern vorne und hinter Sie jeweils nach oben und unten kreuze, diese anscheinend davon beeindruckt sind und irgendwann von einem ablassen. Allerdings war das bei der Anzahl von Insekten dann teilweise doch nur bedingt wirksam. Ich habe dann den Hüttenwirt gefragt ob ich hier in der Nähe auch für lau wildzelten kann, und ohne, dass ich es wirklich erwartet hätte, war das möglich in ca. 50m Entfernung in einem Bereich wo kleine Birkenbäume standen. Ich konnte dort auch schon Menschen sehen, die dort zelten, das war natürlich wunderbar. Bäume=Schatten=angenehmer im Zelt mitten am Tag. Denn das war Plan A, Zelt schnell aufstellen, rein und mich vor den Insekten schützen und vor der direkten Sonneneinstrahlung schützen. Auf dem Weg zu meinem potentiellen Zeltplatz habe ich noch ein Pärchen getroffen, die gerade ihre Rucksäcke wieder gepackt hatten und dort vorher zelten waren. Ich weiß nicht mehr genau warum, aber ich habe die beiden gefragt, wohin Sie noch weiterwollten und war etwas erstaunt als der Mann dann sagte, dass Sie mit dem Hubschrauber rausfliegen. OK, dachte ich mir, da muss wohl Kohle vorhanden sein, da meines Wissens Hubschrauberflüge nicht ganz günstig sind und habe kurz überlegt ob das wohl irgendwelche Celebrities sein könnten. Aber da ich auf dem Gebiet eh absolut unwissend bin, bin ich dann einfach weiter gegangen. Nachdem ich dann mein Zelt erfolgreich zwischen kleineren Bäumen aufgestellt hatte und davon ausgegangen bin, dass zwischen den Bäumen tagsüber immer etwas Schatten dabei sein müsste wollte ich mir noch etwas Ambrosia gönnen, also ca. 800ml English Breakfast Tea mit Milchpulver und ner Menge Zucker. Ich war durstig. Das Wasser zu kochen ging auch irgendwie, obwohl bei jeder an derselben Stelle verbleibenden Tätigkeit immer eine Horde nervender Bruums und Mücken ankamen. Die Mücken konnte ich mit der Myggsalbe in Schach halten, die Riesenviecher aber nicht. Nachdem dann der Tee im Titantopf fertig war und eh abkühlen musste bin ich dann zum Fluss. Denn der Hüttenwirt hatte davon geschwärmt, dass es dort eine Art natürlichen Pool gibt, der ca. 1m tief ist und das Wasser dort ruhig und ideal zum Baden wäre. Auf dem Weg dahin habe ich dann auch gesehen, dass er den gerade selbst in Anspruch genommen hat. Nachdem er dann fertig war, habe ich mich bis auf den Schlüpper ausgezogen, meine Sandalen an und bin auch reingegangen. Es war kühl, eigentlich herrlich kühl, aber für komplett rein, wars mir dann doch zu kühl. Einer meiner liebsten Buddys, des Waschlappen mitgenommen und damit Oberkörper und Kopf mit Wasser benetzt und dabei immer wieder aufgepasst, dass die Pferdefliegen auf Steroiden mich nicht erwischen. Nachdem ich dann den Kosten-Nutzen-Faktor abgewogen habe zwischen Kühlung und gebissen werden, habe ich mich dann wieder in Richtung meines Zeltes aufgemacht, den Topf mit Tee außen an das Moskitonetz gestellt um später von Innen drauf zugreifen zu können und dann schnell rein mit möglichst wenig ungebeten Gästen von außen. Das hat im Großen und Ganzen auch ganz gut geklappt. Was ich schon häufiger bemerkt habe ist, dass Viecher die einen eigentlich stechen oder beißen wollen im Zelt, zu mindestens in einem so hellen mit DCF-Haut, häufig an die Innenseite fliegen in Richtung Helligkeit und einen dann zufriedenlassen. Nicht das ich mich deswegen beschweren wollte, aber so ganz verstanden habe ich das Verhalten nicht, denn es war tagsüber und draußen ja eigentlich genauso, wahrscheinlich sogar etwas heller. Wieder alles bis auf die Unterbuxxe ausgezogen, die Apsiden seitlich waren hochgekrempelt, ich hatte mir etwas Luftzug davon versprochen und dann mit dem Rücken auf die Thermarest drauf. Es war warm und mein Rücken nach einiger Zeit klitschnass, Luftzug war eher marginal vorhanden. Aber, Viecher draußen. Ich werde hier mal ein Video hochladen was ich von Innen aufgenommen habe um zu zeigen wie diese Viecher aussehen. Was ich mich an der Stelle gefragt habe ist, ob die, weil diese Hitze in dem Bereich von Schweden eher ungewöhnlich ist, einfach absolut überdrehen. Denn wenn die niemanden zum Beißen haben, wo bekamen die ihre Energie her, ständig in vollem Karacho durch die Gegend zu fliegen, und das über einen wirklich langen Zeitraum. OK, es könnte sein, dass ich da einem Irrtum aufliege und nicht dasselbe Vieh zurückkommt, sondern wie im Staffellauf die sich mit ihren Kumpels oder Kumpelinen abwechseln, who knows? Nun lag ich also im Zelt, zwar geschützt von den Attacken, aber mir dämmerte langsam, dass ich das nicht die ganze Zeit durchziehen kann, denn ich war durstig und hätte zum Fluss gemusst um Wasser für meinen Cnocbeutel zum Filtern zu bekommen. Diese Tatsache arbeitete eine zeit lang in meinem Hirn und irgendwann war ich dann soweit um es einfach in den Angriff zu nehmen und dann bin ich wieder raus in Richtung des Flusses. Und siehe da, ganz in der Nähe sah ich Mattesch, der auch gerade Wasser gefiltert hat. Ich zu ihm hin und gefragt ob er eventuell etwas von seinen Vitamin C Tabletten abgeben würde und dankenswerterweise hat er mir 5 gegeben. Das war dann meine Feuertaufe, wo ich den Cnocbeutel mit ca. 1.5 l Wasser aus dem Fluss vollgemacht habe, eine Tablette rein, kurz gewartet und dann das köstlich kühle Nass mit Zitronenaroma in mich einverleibt habe. Beim Filtern war am Anfang noch das Problem, dass mein Sawyer, vermutlich wegen Kontakt zu unter 0 Grad sehr lange gebraucht hat das Wasser zu filtern und dann das Wasser halt nicht mehr so herrlich kühl war. Und ich wollte kühles Wasser. Nachdem ich mich bei Mattesch bedankt und ihm alles Gute für seine Wanderung gewünscht hatte, er wollte noch weiter den Tag, bin ich dann zurück ins Zelt und hatte nun zu mindestens für eine zeit lang etwas zu trinken. Ich beobachtete meinen Magen, wegen dem ungefilterten Wasser und hatte am Anfang den Eindruck, dass sich da etwas bemerkbar machen würde, aber es lag wohl nur am zu schnell kalten Wasser trinken. Nach einigem Dösem kam mir ein Gespräch von den vorherigen Zeltern hier auf dem Platz wieder ins Gedächtnis, dass es weiter in die entgegengesetzte Richtung der Hütte, ca. 10-20m von meinem Standort entfernt einen Bereich gab, der noch etwas höher und exponierter war und damit mit Wind versehen. Wind bedeutet in der Regel weniger Viecher und natürlich auch mehr Abkühlung. Warum auch immer, es gab gefühlt Zeitfenster, da waren die Viecher vor meinem Zelt weniger. Ob Sie eingesehen haben, dass Sie gegen mein Moskitonetz nichts ausrichten können und ich damit unerreichbar, keine Ahnung, aber ich nutzte so einen Augenblick um mich aus dem Zelt zu schleichen und mich in Richtung dieses sagenumworbenen Platzes zu machen der Kühlung und weniger Viecher versprach. Als ich dann dort ankam konnte ich erstmal Beides bestätigen, wobei hier angemerkt sei, dass die Viecher anscheinend Späher unterwegs haben, die dich dann trotzdem aufspüren und ihren Kumpels Bescheid sagen, damit die auch einen Happen von Dir bekommen. Übrigens am Rande, was ich mich bei diesen ganzen Moskitos gefragt habe bezüglich der Evolution, ich hatte ja am Anfang noch im Hüftbereich noch Wohlstandspolster, ich war nach Neuseeland natürlich nicht mehr so aktiv. Es wäre doch ein Win Win für Beide, wenn die Mücken statt Blut einfach an das Fettpolster rangehen würde. Ich meine Energietechnisch kann es doch nichts Besseres geben. Aber gut, ist halt nicht so, muss man das also durch körperliche Ertüchtigungen regeln. Kurzerhand dann umgezogen von meinem Birkenplätzchen in das offene und ungeschützte Areal. Nachdem dann mein Cnocbeutel leer war, wieder Wasser geholt, aber diesmal gefiltert in die Wasserflaschen, den Tee noch getrunken und dann irgendwann ab in die Heia Popeia.1 Punkt