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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 14.09.2026 in allen Bereichen

  1. Es gibt in Tschechien wunderschöne Wanderwege durch Landstriche, die wilder erscheinen als bei uns. Etwa zeitgleich um 2020 wurden 2 in weiten Teilen ähnliche Wanderwege kreiert, die das Land umrunden: die Stezka Čezkem und die Via Czechia. Es heißt, Stezka Čezkem sei noch mehr abseits der Zivilisation, und viele wanderlustige Tschechen sind eher auf diesem Trail unterwegs. Ich jedoch wählte die Via Czechia severní, also die Nordroute, und zwar von Ost nach West. Vorab, 40 Tage Primetimewandern (und An- und Abreisetag) in einem Land, das man unbedingt gerade noch als einen Geheimtipp für den natur- und landschaftsliebenden Wanderer bezeichnen darf. Für den Interessierten werde ich gerne in Etappen über die durchwanderten Regionen berichten. Und auch über bestimmte Teilaspekte wie Ausrüstung, Planung, Übernachtung, "Resupply"....
  2. Vorstellungsthread

    Hans-Jürgen und 4 andere reagierte auf Ragna für Beitrag im Thema

    5 Punkte
    Nach einiger Zeit des stillen Mies na habe ich mich jetzt endlich angemeldet. Bin 37 Jahre alt, wohne am Rande des Schwarzwalds und bin da auch hauptsächlich unterwegs. Bevor ich Mutter wurde habe ich gerne längere Trekkingtouren gemacht (7-10 Tage, Alpen, Balkan). Mit zwei Kindern (2, 6) muss ich mich jetzt erst wieder rantasten, da ja doch einiges anders wird, wenn man nicht nur an sich denken muss. Bislang daher Tagestouren oder auch mit Übernachtung nur mit dem Großen, diesem Sommer endlich wieder eine Tour in den Alpen (Hüttentour). Es bleibt spannend und ich freue mich auf Input von hier aber auch auf den Austausch.
  3. Handel ich hier erstmal die Anreise und Abreise ab: Hinfahrt am 3. August mit 2 Flixbusse, erst bis Prag, dann bis Ostrava. Mit der Tram zum Bahnhof (hatte dann in der Hitze einen technischen Defekt), also noch 1,5 km zum Bahnhof laufen. Dann mit dem Zug (Verspätung, aber Info über die App "mju Vlak") nach Navsi (bei Jablunkov), dann 3,5 km zum gebuchten Hotel in Jablunkov. Am nächsten Morgen weiter mit dem Bus die letzten 9 km, dann 3,5 km hin wandern zum eigentlichen Start im äußersten Osten. Start am 4.8. Heimfahrt: easy für mich, vom äußersten Westen 6 km zu Fuß nach Rehau und mit dem Bayern-Ticket nach Hause.
  4. Mährisch-Schlesische Beskiden, 4.-8. August, ca. 115 km Beginn natürlich in der Gluthitze der Mittagszeit. Der Anfang oder auch Endpunkt der Strecke liegt idyllisch in einem kleinen Waldstück. Weiter unten daneben plätschert ein Bach. Das geht es wirklich los über steile Wiesen und Landsträßchen. Bergauf heißt schweißgebadet und vergleichsweise langsam. Eine Útulná mit Schlafdachboden kommt viel zu früh. 4-5 l Wasser werden heute verkonsumiert. Da kommen funktionierende Quellen gerade recht. Auf dem Höhenweg suche ich mir ein ruhiges Plätzchen im Wald für die erste Nacht, nicht ganz einfach zu finden, aber es gelingt. Auch am 2. Tag eine schwierige Strecke mit viel hm in einer Gluthitze, auch in den Höhenlagen. Die Beskiden sind mit ihren tiefen Tälern und vergleichsweise hohen hm-Differenzen bekannt. Wunderschöne Abschnitte, die an den Bayerischen Wald erinnern. Ein Teil der Strecke verläuft an der Grenze Tschechien/Slowakei. Ich komme an einem Brunnen vorbei, an dem viele Tschechen Wildcampen. Die Krönung ist ein brutaler Anstieg am Nachmittag auf den Lysá hora, den Kahlberg. Da lerne ich Micha mit ihrer Hündin Myja kennen. Wir stützen uns mental gegenseitig bei der Bewältigung der ganzen Höhenmeter. Das soll der Grundstein für einen super Abend an der dortigen Hütte werden. Wir verständigen uns in Englisch. Auf der Hüttenterasse wird man mit einer herrlichen Aussicht belohnt und kann ausgiebig Durst und Hunger stillen. Ich zeige Micha Fichtenkreuzschnäbel und sie übt das Wort in Deutsch auszusprechen, bis sie es perfekt kann. Die dahinter liegende Biwakwiese ist am Abend brechend voll. In Tschechien ist es ein Hype, an schönen Ferientagen Cowboy Camping zu betreiben, um die Sonnenuntergänge und -aufgänge zu bewundern. Micha biwakiert und ich stelle meine Amiplaste auf. Ohrenstöpsel rein und dann eine gute Nacht! Dobrou noc! Zig Tschechen kommen flashmobartig auf den Lysá Hora zum Cowboy Camping um den 2 minütigen Sonnenaufgang zu bestaunen. Der ist aber auch sowas von schön. Ich nutze den frühen Morgen und mache mich auf den Abstieg zum Trinkwasserspeicher, um dann wieder zum Smrk, den zweithöchsten Gipfel der Beskiden, aufzusteigen. In der Bullenhitze wieder eine Herausforderung. Ein Ranger begegnet mir und bedeutet mir auf tschechisch, dass ich hier nicht zelten darf. Habe ich eh nicht vor. Ich stibitze mir ein paar Heidelbeeren von den unzähligen Sträuchern und schlendere nach einer Mittagspause weiter. Mein Wasserverbrauch liegt wieder über 4 l, nur gut, dass gelegentlich eine Quelle noch sprudelt. Noch ein Nachmittagsaufstieg und dann finde ich außerhalb vom Nationalpark einen verschwiegenen Platz, unter dem mind. eine Stunde wahrscheinlich eine Wildsau trabselt und raschelt. Es zieht ein Gewitter auf. In der Nacht gab es Gewitter und regnete bis zum Morgen. In einer Regenpause wird das Zelt verstaut. Auf wunderschönen Trails geht es nach Pustelvni, einem Skiort, an dem ich an einem Kiosk einen Cappuccino erstehe. Mittlerweile gießt es aus allen Eimern von oben. Das schöne Hotel Radegast liegt leider vollkommen im Nebel. Die Kapelle Cyril a Metoděj ist zum einen sehenswert und zum anderen eine super Ladestelle für mein Smartphone. Ich werfe dafür ein paar Kronen in den Opferstock. Der Abstieg nach Rožnov zieht sich, dafür kommt die Sonne raus. Am Ortseingang leiste ich mir beim erstbesten Kiosk Fastfood, die hranolky werden sofort verspeist, der Doppelhamburger soll als Abendessen herhalten. Der Durchmarsch durch die Stadt zieht sich ziemlich, dafür ist der Stadtpark sehenswert. Und dann geht's wieder bergauf in die für mich letzte Bergkette der Beskiden. Ähnliche Gegend wie der Bayerische Wald, vielleicht noch fernere Aussichten. An einer fast versiegten Quelle finde ich meinen Nachtplatz auf 700 m Höhe.
  5. Gäuhex ist korrekt 🤗 Ja, kommt alles noch. Ich werde euch aber nicht jeden Tag Tagebucheintrag präsentieren, da lest ihr euch einen Wolf, sondern versuchen, die Tour in Regionen zusammen zu fassen. Also kleines bissi Arbeit😂
  6. Zur Planung: Man braucht sich nicht das Hirn zermartern. Erster Schritt ist die Festlegung auf das Projekt mit Auswahl der Jahreszeit und des Zeitrahmens. Natürlich gibt's wunderbare (auf tschechisch) Bildbände von Jan Hocek, die einem die Vorfreude potenzieren. Es gibt auch Papierkarten über den gesamten Trail. Das Entscheidende aber ist die richtige gute App Mapy.com, in der man sich die Regionen vorab runterlädt und die Einzeletappen darauf legt. Dort ist alles zu finden, von Quelle bis Útulná (Unterstandshütte), Unterkünfte sind teils mit booking.com vernüpft, jedes Potraviny (Lebensmittelgeschäft) mit Öffnungszeiten, so auch die Restaurants oder Imbisse. Eigentlich muss man nicht viel planen. Vielleicht gelegentlich vorher checken, wann die Abschnitte kommen, wo es mal für eine knappe Woche keine potravinys gibt. Selbst Unterkünfte buchen ist spontan ein Kinderspiel und ist für einzelne Regionen, in denen Wildcampen ein No-Go ist, wie z.B. im Riesengebirge, wichtig. Ich entschied mich für August bis Mitte September, wohl wissend, das in Tschechien und Polen Ferienzeit ist und stellte mich für August auf die Höhe Besucherfrequenz in den Mittelgebirgen ein. D.h. aber auch, auf die schönen Útulnás kann man nicht zählen, die sind immer belegt. Wildcampen ist genauso wie bei uns formal nicht erlaubt, was aber toleriert wird ist Cowboy Camping. An warmen Sommerabenden erscheinen zig bis Hunderte Tschechen flashmobartig auf den namhaften Gipfeln und Biwakieren, um die paar Minuten Sonnenunter- und -aufgang zu zelebrieren. So auch ich. Ein paar Campingplätze liegen günstig, und auch die nutzte ich gelegentlich, um warm zu duschen und Powerbank aufzuladen, auch wenn im Sommer viele Jugendgruppen anzutreffen sind. Einen Zeroday gönnte ich mir nach 4 Wochen in Děcin in einer Campingplatzhütte, um paar Sachen zu erledigen, aber auch da kam ich vor lauter Sightseeing auf 10 km. Ansonsten taten es zur Erholung 3-4 "Uzwa's", unter 20 km, zum Schürfwunden pflegen oder wegen eines leichten grippalen Infekts. Nach einem einzigen Gewaltritt mit 45 km und 2200 hm über die Schneekoppe merkte ich schnell, das mein Genusstagespensum so bei 27-32 km im Schnitt liegt. Da fehlt sich nix. Die Tour insgesamt ist kein Spaziergang. Ich kam auf 1100 km (kleine Abwandlungen der Strecke waren auch mal drin) und 32000 hm. Dessen soll man sich bewusst sein. Und die dicken hm hatte ich speziell in den ersten 2/3. Die Temperaturen lagen zwischen 38° bis weit in den einstelligen Bereich hinein. Ich hatte eine Mischung aus ultraleicht und mini-Luxus, z.b. die Kombi Sommerschlafsack mit Sommerquilt (sehr gute Kombi), leichte Daunenjacke, 3 Powerbanks (eine zuviel, obwohl die große 20000er mal versagte), den Agilität von Weitläufer (eigentlich ein toller Rucksack, der mir aber bis zum Schluss "Rücken" bescherte und das Plex Solo Lite von Zpacks, eine schöne Behausung. Meine Trailerinnungsschuhe von La Sportiva haben die 1100 km ausgehalten, ein Regenschirm war Gold wert, die Regenhose habe ich nicht gebraucht (weiß man's vorher?) und die lange Montura-Hose war im Riesengebirge angenehm. Kocher mit dem Rocket von Msr bissi schwer, dafür sparsam im Gasverbrauch. Kartuschen Nachkauf erst nach 4 Wochen. Nun, die TR NXT mit Pumpsack, eine 0,3 mm Evazote, das Ultralightbivi von Cumulus. Das sind so die wichtigsten Eckdaten. Anfangs war der Rucksack knallschwer, weil ich bei der Hitze bis zu 3 l mit schleppte. Im September war das Wassergewicht kein Problem. Essen muß man je nach Gelegenheit. Ramensuppen in Hülle und Fülle. Ich nahm immer Käse und Wurst (Hermelin und Klobása) und diese tschechischen Brötchen mit, hatte unzählige Waffelsnacks und Nescafé 3 in 1 dabei. Und natürlich futtern und trinken, was sich unterwegs so bietet, smažený sýr mit hranolky, Klobása, Hamburger, Birell, Kefir, Milch oder ein Pivo vom Fass. Alles viel günstiger als bei uns daheim.
  7. Liebe @Gaeubodenhex , oder lieber „Gäuhexe“ (?), bitte ein paar Beschreibungen der schönsten Etappen… Ich würde mich freuen!
  8. Zeltkauf: Erfahrungen von euch?

    lu. reagierte auf Anne für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich habe nix umgebaut, stecke sie einfach am Ende der Struts zusätzlich ein, da sind genug Möglichkeiten. Ist ja auch nur notwedig, wenn mieses Wetter. Spanne es aber auch seitlich an den Abspannpunkten ab. Es gibt für mich nichts negatives, es funktioniert wenn du nicht zu groß bist. Es ist halt kein Palast wie z.B. das X-mid, dafür ist die Stellfläche wesentlich kleiner, was mir wichtig ist. In Skandinavien ist da aber nicht wesentlich.
  9. Zeltkauf: Erfahrungen von euch?

    lu. reagierte auf wilbo für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Schau mal hier: https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/tarptent-moment-dw-mesh-aluminium/3486284535-230-5073
  10. Trekking mit Kleinkind: Windeln

    plumpudding_pi reagierte auf Ragna für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Da ich im Forum wenig dazu gefunden habe: wir waren bis letzte Woche im Maira-Tal wandern mit zwei Kindern (2, 6), der Kleine noch nicht sicher trocken. Um nicht Unmengen Wegwerfwindeln transportieren zu müssen, ganz es eine "Pipi-Flasche" (PET mit weiter Öffnung) um das risiko verpinkelter Kleidung zu reduzieren (bei jeder Pause würde gefragt, ob Bedarf nach der Pipi-Flasche besteht), außerdem hatten wir 2 PUL-Überhosen und 4 Mullwindeln dabei (2 als Reserve, die eigentlich als Handtücher gedacht waren und auch nur als solche genutzt wurden). Wir haben Windelpapier eingelegt für das große Geschäft (wird leider oder nicht verbal angemeldet) und hatten Hundekottüten für benutztes Windelpapier. Die benutzten Windeln wurden abends (oder auch unterwegs mit der Wasserflasche in ausreichend Abstand zur Wasserquelle) ausgewaschen und waren spätestens am nächsten Morgen trocken. Wir kamen gut zurecht, hatten keine Engpässe und mussten am Anfang nicht kalkulieren, wieviele Wegwerfwindeln pro Tag minimal gebraucht werden. (Übernachtung in Herbergen)
  11. UL-Rucksack ca. 50l für Frauen

    traveloors reagierte auf Ragna für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    War gerade im Maira-Tal wandern und hatte neben meinem Gepäck auch noch die Kleider von zwei Kindern und meinem Mann dabei (er hat dafür dem 2-jährigen in der Kraxe getragen), daher hatte insgesamt etwas 15kg Gepäck dabei und war sehr zufrieden mit dem Tianshan Ultra von 3fulgear. Ich bin 163cm/53kg. Rückenlänge ist einstellbar, loadlifter sind vorhanden, Hüftgurt ist sehr angenehm. Eigentlich wollte ich meinen Weitläufer Agilist nehmen, habe mich nach einer Probetour mit allem Gepäck aber doch dagegen entschieden. Was hilfreich sein könnte bei Flug: der Tianshan lässt sich auseinanderbauen, so nimmt der Rahmen weniger Raum ein und es geht ev. Doch als Handgepäck (je nach Füllung).
  12. Vorstellungsthread

    traveloors reagierte auf RaulDuke für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    @Gruselwusel Zu erst einmal, 30Km sind weit. Ich laufe solche Distanzen nur in Ausnahmefällen. Vor allem, wenn es auch noch ordentlich rauf und runter geht. Zweitens empfehle ich dir, als Anfänger, fast dein komplettes Equipment gebraucht zu kaufen. (Vorsicht beim Kleinanzeiger! Fast 90% aller Angebote, wo du nur den halben Preis, vom Neupreis bezahlen sollst, sind Fakes! UL Equipment verliert nur sehr langsam an Wert, d.h. 2/3 des Neupreises, solltest du anvisieren) Drittens empfehle ich dir, bevor du hier zum Xten Mal die Fragen stellst, die schon Zig Mal beantwortet wurden, erstmal die Suche Funktion zu nutzen. Ich habe damals Monate lang, teils auch uralte Post gelesen… bevor ich Fragen gestellt habe. Ich will dich natürlich nicht komplett davon Abhalten, zu fragen, aber wenn, dann konkrete Fragen, die sich auf hier gelesenes beziehen. Ich finde es selbst heute noch spannend, in den Tiefen des Forums herumzustöbern, obwohl ich als alter Hase natürlich ALLES WEIẞ! 😜 Hahahahaha, viel Spaß hier und mit deinem neuen Hobby!
  13. Vorstellungsthread

    traveloors reagierte auf Epiphanie für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hm, wenn du keine Berührungsängste mit chinesischen Produkten hast, muss das gar nicht soo schwer oder teuer werden. Der Gebrauchtmarkt gibt auch viel her, frag nur @RaulDuke. Kommt halt drauf an was du damit vor hast. Du kannst ja mal Deine Liste zum Shakedown posten 🙂
  14. Vorstellungsthread

    RoBiEs reagierte auf Gruselwusel für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Servus zusammen, ich bin 46 Jahre alt, männlich, aus dem Raum Stuttgart und beginne mich gerade erst für Trekking zu interessieren. Ich wandere gerne "weitere" (30km+, falls das in einem Trekking-Forum schon als "weit" durchgeht) Strecken, habe dabei aber noch niemals irgendwo ein Lager aufgeschlagen. Eine Erfahrung, die mir irgendwie fehlt. Nicht schmerzlich, aber ... ja. Grundsätzlich habe ich auf solchen Runden quasi keine Ausrüstung dabei. Ein Rucksack, der bestenfalls "meh" ist und etwas zu trinken, wenn ich es nicht vergessen habe. Nahrung brauche ich für eine einzelne Tour nicht und Pausen sind auch eher im Weg. Ich würde gerne halt mal "trekken", so mit Zelt und dem ganzen Pipapo. Bis auf die üblichen Youtube Channel, auf denen deutsche Youtuber Equipment testen und bewerben, bin ich ziemlich unbeleckt. Spaßeshalber habe ich mir mal eine Liste mit Equipment zusammengestellt, die alleine für die "Big 4" (Rucksack, Zelt, Isomatte, Schlafsack) auf 4780g kommt. Ich würde also mit viel Glück irgendwo um die 8kg landen. Und da habe ich noch keine Nahrung und nichts zu trinken im Schlepptau. Das ist alles, nur nicht ultraleicht. Nun kenne ich bereits ein paar Einsteiger-Beiträge und weiß, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt. Da der Preis das größte Hindernis darstellt, muss ich also Abstriche machen. Und das ist dann meist das Gewicht. Mal sehen. Mich reizt das Thema. Ich werde also in nächster Zeit immer mal wieder Zeit hier verbringen und sehen, ob das als Hobby taugen könnte.
  15. Empfehlung für Navigationsapp

    Wanderlachs reagierte auf brudkywm für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    OSMAnd
  16. Sarek Tour August 2024

    Epiphanie reagierte auf Im a Treehouse für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Nach mehreren Jahren als stiller Mitleser möchte ich nun einen Bericht meiner ersten richtigen Wanderung teilen, auch wenn sie wohl kaum als Ultraleicht Tour durchgeht. Im Dezember des letzten Jahres bekam ich einen süßen Brief von @Krokodilalli, in dem er mich und ein paar weitere Freunde zu einer Wanderung im Sarek anlässlich seiner abgeschlossenen Wildnis-Guide Ausbildung im August einlud. Ich hatte direkt total Lust auf die ganze Aktion, da ich mir als kleiner Gearhead in den letzten Jahren eine passable Sammlung an Ausrüstung zugelegt hatte, diese aber noch nie so richtig bei einer Wanderung, sondern eher auf Fahrradtouren oder in Kletterurlauben mit dem Auto genutzt hatte. Nach längerem hin und her wer jetzt nun alles mitkommt und einem Vorbereitungstreffen in Freiburg im April, wo besonders das Furten und die Orientierung nur mit Karten im Vordergrund stand, starteten wir also am 01.08. zu 4 im Auto meiner Eltern Richtung Schweden. Am 03.08. kamen wir abends nach etwa 2600 km und 30 Stunden im Auto in Kvikkjokk an. Doch erstmal noch etwas zur Vorbereitung der ganzen Tour. Im Prinzip hat @Krokodilalli von vorne bis hinten alles geplant und organisiert. Da wir das gesamte Essen für die geplanten 10 Tage mitnehmen mussten, hat er für uns alle selbst gemachte vorportionierte Rationen vorbereitet. Zum Abendessen gab es Kartoffelbrei mit Tofu, Thai Nudeln oder Nudeln in Tomatensauce mit Sojagranulat. Zum Frühstück gab es drei Sorten von Porridge und zwischendurch jeden Tag entweder eine Tafel Schokolade oder einen Haferriegel, einen Proteinriegel und eine Portion selbst gemischten Trailmix, wobei es auch dabei zwei Sorten zur Auswahl gab. Zur Ergänzung hatten wir noch Erdnuss- bzw Mandelmus und Olivenöl dabei. Das Essen war wirklich extrem lecker, die Auswahl war super und ich kann schonmal vorwegnehmen, dass es auch absolut ausreichend war und wir eher zu viel Essen dabei hatten. Die Streckenplanung hatte natürlich auch @Krokodilalli übernommen, da er als einziger schonmal im Sarek gewesen war und natürlich am meisten wusste. Um die Ausrüstung mussten wir uns alle selber kümmern, nachdem wir von @Krokodilalli eine Packliste bekommen hatten, und nachdem einzelne Ausrüstungsgegenstände aus dem Umfeld ausgeliehen werden konnten waren alle gut ausgerüstet. Eigentlich war der Plan gewesen mit einem Hilleberg Keron 4 und einem X-Mid 2 unterwegs zu sein, sodass wir bei gutem Wetter komfortabel viel Platz haben und im Notfall alle zusammen in einem sehr stabilen Zelt schlafen können. Das Keron, das wir uns bei einem Ausrüstungsverleih geliehen hatten, hatte allerdings Schäden am Gestänge, sodass wir spontan doch den Plan ändern mussten und mein 3F UL Taiji 2 mitnehmen mussten. Somit hatten wir schlussendlich zwei 2 Personen Zelte und zwei Kochsets dabei. Am Morgen des 04.08. lassen wir uns bei Kvikkjokk von Helena mit dem Boot übersetzen und starten durch den Wald hoch zum Vállevárre. Zum Beginn der Tour wiegen unsere Rucksäcke (inkl. 2,5 l Wasser und Essen) etwa 21,5 kg. Das Wetter ist super und wir kommen gut voran, trotzdem erreichen wir nicht ganz unseren geplanten Zeltplatz am Hábres sondern beenden den Tag an einem schönen Platz im Vállevágge noch vor dem Pass. Am 2. Tag ist das Wetter weiterhin super, doch wir brauchen lange um zum Hábres zu kommen und dann nördlich einen Bach in einer steilen tiefen Schlucht zu furten. Die im Wanderführer beschriebene einfache Stelle um die Schlucht zu queren finden wir nicht und so müssen wir Kletterpassagen auf uns nehmen, die nicht ohne sind. Oben angekommen werden wir immerhin mit einer Pause in Blaubeerfeldern mit Cloudberries und mit Hammer Ausblick belohnt und wenig später bei einer größeren Furt mit einer tollen Badestelle. Hier treffen wir auch 2 Slowenen, mit denen wir uns dann auch den nächsten Zeltplatz teilen. Der 3. Tag war etwas kürzer, zwischendurch allerdings von brusthohem Gestrüpp und einer hüfthohen Furt gezeichnet. Bei der Mittagspause auf einer Sandbank bekamen wir dann unerwarteten Besuch von einem Polizeihubschrauber, der auf der Suche nach 2 vermissten Personen war. Leider konnten wir ihnen nicht helfen und der Besuch hinterließ ein seltsames Gefühl. Die Nacht verbrachten wir bei einer neuen Rentierzüchterhütte, die allerdings so sehr nach Lack stank, dass wir unsere Zelte doch mit einigem Abstand aufbauten. Am Abend entdeckte @Fightfor1.5 auf der anderen Talseite zwei braune Flecken, die er für Elche hielt, was zu langen Diskussionen führte, ob sich diese bewegen würden oder ob es sich doch nur um Erdhaufen handle. Am nächsten Morgen gab es dann aber Gewissheit: Eine Elchkuh und ihr Kalb liefen den Hang hinauf und wir hatten unsere ersten Sarek-Elche gesehen! Am 4. Tag verschlug es uns auf die Hochebenen mit sehr starkem Wind, aber auch extrem beeindruckenden Aussichten und vielen Rentieren. An unserem geplanten Zeltplatz war der Wind dann so stark, dass wir die Zelte einmal umstellen mussten und kleine Wälle vor den Zelten errichteten, um noch etwas zusätzlichen Windschutz zu haben. Auf dem steinigen Boden war es kaum möglich Heringe zu nutzen und zwischenzeitlich hatte ich echt Angst um mein Taiji, da sich das Gestänge gefährlich bog. Dennoch versuchten wir uns hinzulegen und etwas zu schlafen, doch da wir nicht wussten ob das Wetter noch schlechter wird und wir keine kaputten Zelte riskieren wollten, entschieden wir uns gegen halb 4 die Zelte abzubrechen und ins Sarvesjahka abzusteigen. Bei Wind, leichtem Regen und ziemlich übermüdet keine allzu spaßige Angelegenheit, aber auch sowas gehört bei solchen Wildnisabenteuern wohl dazu. Gegen halb 9 im Tal angekommen wurde dann der Schlaf der Nacht nachgeholt und somit hatten wir auch vor der nächsten Etappe gute 24 Stunden Pause. Gemeinsam entschieden wir uns dafür durch das Rapadalen weiterzugehen, nachdem wir zuvor überlegt hatten eine einfachere direktere Variante zu gehen. Die Pause und die Hoffnung auf Elchsichtungen gewann schließlich also doch. Tag 6 ging nun also durch das Rapadalen, was vom Wanderführer und dementsprechend auch von uns nur noch mit „Inferno“ betitelt wurde. Teilweise war es schon wirklich anstrengend, sich durch die verblockten zwei Meter hohen Sträucher zu schlagen, doch ich hatte es mir persönlich nach den Beschreibungen schlimmer vorgestellt. Außerdem sichteten wir tatsächlich am Nachmittag die erhofften Rapadalen-Elche unter uns am Hang! Drei riesige Bullen lagen in den niedrigen Sträuchern und ließen sich länger von uns beobachten, bevor sie sich auf die andere Flussseite begaben. Dabei konnten wir sie dann nochmal bei der Flussdurchquerung beobachten. Somit hatten wir das Rapdalen äußerst erfolgreich hinter uns gebracht und mussten nur noch unser Abendessen genießen. Der 7. Tag war dann leider sehr wolkenverhangen und regnerisch, sodass wir einfach nur durch Regen über eine Hochebene mit gelegentlichem Moor stapften, ohne wirklich viel der Gegend zu sehen. Mittlerweile waren wir alle ordentlich durchnässt, natürlich auch die Schuhe/Stiefel mit Membran, von den Trailrunnern von @Krokodilalli und @Fightfor1.5 ganz zu schweigen. Da wir wenig der Landschaft sahen und uns bei den Flüssen und trockenen Bachläufen nicht sichern waren welche davon jetzt auf der Karte eingezeichnet sind, liefen wir leider an der einen Brücke vorbei die wir finden mussten und mussten irgendwann wieder umdrehen. Zum Glück fanden wir die Brücke irgendwann und wurden mit einer verlassenen Rentierzüchterhütte belohnt, in der es zwar trocken und windgeschützt war, aber auch extrem ekelhaft roch und nicht zu verachtend schimmelte. Dennoch nutzten wir die Hütte, um unsere nasse Kleidung aufzuhängen und uns aufzuwärmen und entspannt zu kochen. Gegen Abend bekamen wir dann noch Gesellschaft von fünf Franzosen, die zu unserer Belustigung mit 100 L Rucksäcken unterwegs waren, teilweise Jogginghosen und Sneaker dabeihatten und uns erzählten sie müssten über 30 kg tragen. In der Hütte schliefen schlussendlich nur Niki und ich, der Rest wagte sich wieder raus in den Regen in ihre Zelte. Nachdem wir den Morgen in der Hütte in die Länge gezogen hatten, da niemand in seine kalten nassen Socken und Schuhe wollte, ging es mal wieder über eine steinige Hochebene Richtung Parek. Auf dem Weg trafen wir noch eine Gruppe Berliner und in Parek angekommen stellten wir fest, dass es erst Mittag war und wir wenig Lust hatten den Rest des Tages bei Regen im Zelt zu hocken. Also schlossen wir gleich die geplante Etappe für den 9. Tag an und machten uns auf den Weg zum Stuor Dáhtá. Diese Etappe zog sich dann noch sehr lang und die Suche nach einem Zeltplatz gestaltete sich schwierig, da wir langsam wieder unterhalb der Baumgrenze waren und auch die Dichte an anderen Wanderern deutlich zunahm, doch mittlerweile war die Vorstellung von trockener Kleidung und einer warmen Dusche so reizvoll, dass zumindest mir die Strapazen es wert erschienen, wenn ich dafür eine Nacht weniger im Regen im Zelt schlafen muss. Der letzte Tag ging dann nur noch bis auf den Kungsleden und auf diesem zurück nach Kvikkjokk, wobei einmal der Weg komplett überschwemmt war und ich knapp 20 Meter lang in meinen Goretex Halbschuhen durch kniehohes Wasser waten musste, was sich wirklich sehr sehr falsch angefühlt hat. In Kvikkjokk angekommen gab es dann auch die heiß erwartete Dusche, nur auf das erhoffte Bier mussten wir verzichten. Am Nachmittag machten wir uns dann direkt auf den Weg nach Jokkmokk um den Supermarkt zu plündern. Somit waren wir also wieder zurück in der Zivilisation und um viele besondere Erfahrungen reicher. Insgesamt bin ich sehr dankbar dafür diese Erfahrungen gemacht zu haben und @Krokodilalli als „Testobjekt“ für Gruppenwanderungen gedient haben zu dürfen. Generell war die Gruppendynamik super und wir haben als Team sehr gut funktioniert. Was die Ausrüstung angeht bin ich sehr zufrieden mit den Sachen die ich dabei hatte, ich habe weder zu wenig noch zu viel dabei. Nur das 3F UL Taiji 2 würde ich in solch eine Umgebung nicht noch einmal mitnehmen, da ist mir das Sicherheitsrisiko einfach zu hoch. Außerdem würde ich vermutlich nächstes Mal auch Trailrunner anziehen. Es ist einfach fast unmöglich die Füße trocken zu halten und Trailrunner trocknen wenigstens schnell. Ich hoffe der Bericht war für ein paar Menschen interessant und wird akzeptiert, auch wenn es sich nicht wirklich um eine klassische Ultraleicht Tour handelt. Ich habe mich bereits relativ kurzgefasst und könnte noch viel viel mehr zu der ganzen Tour schreiben, aber das würde wohl hier den Rahmen sprengen. Alle Fragen beantworte ich natürlich gerne so gut ich kann :)
  17. Pacific Northwest Trail

    Steynberg reagierte auf cozy für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Hey Leute, ich habs leider nicht geschafft den Blog unterwegs zu schreiben. Der PNT war zu fordernd mit langen Versorgungsabschnitten und schlechtem Netz. Aber, ich habe aber das Ziel erreicht. Insgesamt waren es dann über 1300 Meilen, da wir wegen Waldbränden lange Umwege gehen mussten. Ich habe 64 Tage gebraucht mit insgesamt 4 Ruhetagen. Im Anschluss war ich noch 150 Meilen auf dem JMT und bin auf Mount Whitney gestiegen. Ich werde die Blogeinträge nun nachschreiben, aber das wird eine Weile dauern. Cape Alava Mount Whitney
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