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Ultraleicht Trekking

MarcG

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  1. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von Schwefelfell erhalten in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Also ich habe einen Paprcuts Geldbeutel und bin sehr zufrieden damit. Hab ich tagtäglich in der Hosentasche seit 1.5 Jahren und hält immer noch gut. 
  2. Danke!
    MarcG hat eine Reaktion von Red.Green.Blue erhalten in Ein Rucksack für Alltag & Wandern   
    https://www.decathlon.de/p/wanderrucksack-naturwandern-nh500-20-liter/_/R-p-156340?mc=8383597&c=GRAU_BLAU
  3. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von Ultralight82 erhalten in Ein Rucksack für Alltag & Wandern   
    Den gleichen nutz ich auch als meinen Alltags-Rucksack und für Onebag-Reisen. Hätt ich nix anderes, hätt ich auch keine Hemmungen damit Wadern zu gehen. 
  4. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von effwee erhalten in East Coast Trail (ECT) Neufundland - Juni 2017   
    Tag 8 Roaring Cove - Long Will Campsite ~ 25km.
    Die Nacht war deutlich wärmer! Vielleicht sogar zweistellig? Morgens werde ich daher auch erstmalig von einer Horde Fliegen belästigt. Bisher hatte ich noch gar keinen Ärger mit Viecher, aber die hier sind schon nervig. So laufe ich über den Campingplatz während ich mir die Zähne putze. Es gibt auch wieder eine Toilette, leider nicht mit so schönem Ausblick wie die letzte. 
    Von Anfang an ist es sehr warm heute. Die Sonne brennt, natürlich bin ich wieder im Wald, so betrifft es mich nicht zu stark. Man merkt aber deutlich dass das Wetter in den Sommer umgeschaltet hat. Nach ungefähr einer Stunde erreiche ich die erste Siedlung, wo man nur kurz ums Hafenbecken läuft bis es weiter geht. Hier ist auch eine lustige Bank angebracht. Auf den Wegen ist mal wieder kein Mensch zu sehen. Die Mischung aus Hitze und dem Trail macht mir schon zu schaffen. Ein Termometer hab ich nicht, aber gerade in der Sonne ohne Wind sind sicher 25°C. Als ich am Ende des Pfades an die Straße komme, setze ich mich erst einmal hin und brauche eine Pause. Nach dem langen Tag gestern fällt alles besonders schwer. Ich fühle mich schmutzig und schwitzig und merke wie der Bart wächst. 


    Der anschließende Road Walk ist entsprechend auch nicht so wahnsinnig toll. Von der Szenerie geht er sogar, man hat einen guten Blick auf die Bucht und ist geht sogar durch etwas Wald. In Cape Broyle angekommen sieht man wie gerade ein Trupp Touristen von einer Paddel Tour kommt. Eher ungeplant laufe ich an einem Restaurant vorbei. Ich fühle mich zwar schlapp, aber Hunger war an sich kein Problem. Doch dann sehe ich das Schild "Free Wifi" und das bringt mich dazu doch hinein zu gehen. Ich hatte jetzt ein paar Tage kein Signal mehr und fühle mich etwas abgeschnitten vom Rest der Welt. Vielleicht wäre ein Wetterbericht ganz nett? Und auch dem Rest der Welt zeigen dass es mich noch gibt. Und ganz ehrlich: Je mehr Pause umso besser heute! Ich esse eine sehr leckere Portion Pommes, dazu gleich mehrere Colas. Die Bedienung weißt mich sogar extra drauf hin dass das keine free refills sind! Egal, kalter Zucker ist genau das was ich brauche! Ich kann sogar meine Powerbank etwas laden. Länger als nötig verweile ich hier. Nach dem Restaurant ist es nicht weit bis zur Tankstelle, wo auch eine Art Supermarkt ist. Das Angebot ist überschaubar, aber ich brauche auch nur etwas für eine Nacht. 
    Der nächste Trail hat irgenwie keinen richtigen Trailhead. Die Markierungsstangen beginnen einfach untem am Strand. Dann geht es viel durch den Wald. Wie erwähnt gab es im Frühjahr einen starken Sturm und hier hat es ganz besonders viele Bäume erwischt. Ständig muss ich über/unter/neben umgefallenen Bäumen laufen. Teilweise liegen gleich ganze Abschnitte begraben. Und mehrere Male führt auch kein Weg dran vorbei und es bleibt einem nix übrig als aufwendig zu klettern. Das erfodert schon Geschick. Dazu geht die Wegführung mal wieder auf und nieder, runter und rauf. Vielleicht klingt es hier so, als würde ich mich dauernd beschweren wenn es Steigungen gibt, aber man muss es vielleicht gesehen haben. Ich erinnere mich daran dass es z.B. einmal runter geht, dann nach rechts, dann wieder rauf. Bis man fast wieder da rauskommt wo man war. Und nein, an der Stelle war auch nichts was man umsteuern musste. Ich bin ja ohnehin nicht mehr der fitteste, so wirkt das doppelt demotivierend. Irgendwie schaffe ich es auch das GPS abzuschalten. So kann ich gar nicht sagen wie weit es noch ist. Ich erreicht dann doch erschöpft die Campsite. Wieder gibt es Plattformen. Pünktlich zu meinem Eintreffen beginnt auch ein starker Wind zu wehen. Ich suche mir die Plattform die meiner Meinung nach am besten davor geschützt ist. Heute ist der Zeltaufbau schwieriger. Ich tu mein bestes alles fest zu bekommen. Diverse Steine müssen helfen dass die Heringe auch halten und ich habe zum Glück noch etwas extra-Leine um das Heck zu fixieren. 


    Die Nacht wird stürmisch, dann kommt auch Regen dazu. Aber der Wind ist das größere Problem. Zu meinem Erstaunen hält alles, sogar die Heringe auf der Plattform. Gemütlich war die Nacht ehrlich gesagt nicht. Die Böhen waren schon spürbar, und das obwohl ich schon etwas Schutz durch Bäume und einen Hügel hatte.
     
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    MarcG hat eine Reaktion von effwee erhalten in East Coast Trail (ECT) Neufundland - Juni 2017   
    Tag 7 Big Cove - Roaring Cove Campsite ~39km
    Morgens bin ich um 7 wieder unterwegs. Zuerst ist es noch bewölkt, aber im Laufe des Morgens wird das Wetter immer freundlicher, und es dauert nicht lange bis ich in strahlendem Sonnenschein wandere. Als ich mal wieder das Ende der Landzunge umrunde gibt sich der Blick nach Süden frei. Hier gibt es eine Inselkette die ein Vogel-Naturschutzgebiet ist. Außerdem sehe ich die Küste die ich den Rest des Tages abwandern werde. 

    Es folgt der erste längere Roadwalk des Tages. Man passiert ein paar Aussichtspunkte mit Hinweisen zu dem Naturpark. Besonders die Puffins scheinen hier zu brüten. Gesehen hab ich glaub ich aber keinen. Auch wenn ich nicht wirklich Kontakt zu den Einheimischen habe, so scheinen sie aber doch freundlich zu sein:

    Ab der Hauptstraße gibt es einen kleinen Laden wo ich etwas kaltes zu trinken und ein zweites Frühstück erwerbe, das ich dann im Sonnenschein mit Blick auf die Bucht verzehre. Der Verkäufer erkennt mich als Wanderer und meint er würde den Trail auch machen - allerdings als Dayhikes. Ich breche zum nächsten Pfad auf, leider scheitert der Versuch unterwegs irgendwo gratis Internet zu ergattern. Tausend Netzwerke, aber alle gesichert. 
    Der nächste Pfad trägt den Namen "Beaches Path" und das trifft es ganz gut! Man läuft meist viel näher am Ufer entlang, zwar immernoch im Wald, aber meist mit Sicht aufs Meer. Es ist relativ flach hier und man kommt gut voran. Das Wetter ist angenehm, sonnig und warm, aber nicht zu heiß. Man sieht einige andere Leute hier, bei den Bedingungen ja auch kein Wunder!

    Der Roadwalk zum nächsten Pfad ist relativ kurz, leider wieder kein Wlan abzustauben. Der Pfad hier ist ähnlich flach und küstennah. Wenn auch nicht mehr ganz so flach. Nach wie vor kommt man sehr schnell vorwärts. Auf einmal bleibe ich irgendwo hängen und schwups fliege ich auf die Fresse! Naja nicht wirklich aufs Gesicht, wird doch mein Oberschenkel von einem Ast/Baumstumpf vorher in Empfang genommen. Ich muss über den Einstieg eines dieser Boardwalks gestolpert sein. Die Haut ist leicht aufgeschabt, aber halb so wild. Ich verstehe das Zeichen und mache kurz danach eine Pause. Dank der Sonne kann ich auch endlich meine Schuhe zu Ende trocknen. Ein Blick aufs Telefon zeigt: Ich hab schon 20 Kilometer hinter mir, und es ist grade mal 13:30 Uhr! 
    Nach einer halben Stunde geht es weiter, mit etwas Ibuprofen für den Oberschenkel, der im weiteren kein Problem mehr war. Vor dem nächsten Trailhead gibt es mal wieder gute Aussichten auf die direkt vorgelagerten kleinen Inseln. Ich denke mir noch so: Das ist doch bestimmt super zur Viehhaltung! Einfach die Viecher auf die Insel und alleine lassen. Und was sag ich? Ich komme am kleinen Hafen vorbei und da sind sie tatsächlich gerade dabei Schafe auf kleine Boote zu verladen. Den Schafen scheint das gar nicht zu gefallen, aber sie haben keine andere Wahl!

    Es folgt einer der längeren und ungewöhnlicheren Roadwalks. Man läuft zunächt eine kaum passierbare Schotterstraße in die nächste Siedlung, und dann lange an der Straße entlang. Das ist hier auch die einzige Straße. Ich passiere ein Cafe, lasse es aber links liegen. Es geht an einem See vorbei, der wohl auch als Ausflugsziel benutzt wird. Ganz am Ende kommt auf einmal eine Steigung und eine weitere Schotterstraße. Und der Berg hat es ganz schön in sich! Und das nach mehreren Kilometern Straße! Das hatte schon was von Skipiste hochlaufen.
    Das nächste Stück Pfad ist sehr kurz und relativ gut ausgebaut. Teilweise als Schotterpiste. Find ich gar nicht so toll, gefällt meinen Füßen nicht. Jetzt habe ich ja auch schon 30 Kilometer hinter mir. Am Schluß kommt man zum LaManche Village, einer aufgegebenen Siedlung. Hier gibt es nicht nur eine große Hängebrücke, man sieht auch die Überreste diverser Häuser, wo die Fundamente noch stehen. Ich muss mich entscheiden wie ich weitermachen möchte. Ich kann hier zelten, Platz wäre auch jeden Fall. Es gibt auch einen State Park ungefähr 2 Kilometer von hier. Ein offizieller Zeltplatz mit Dusche? Oder ich kann weiter wandern... Es ist ja auch grade mal 17 Uhr... Ich pausiere und überschlage meine Optionen.

    Ich entscheide mich fürs weiterlaufen. Es gibt wieder so einen ECTA (East Coast Trail Association) Zeltplatz, 8 Kilometer weiter. Das ist ambitioniert, aber sollte doch zu machen sein. Ich war den ganzen Tag gut unterwegs, warum jetzt aufhören? Der nächste Weg beginnt nahtlos hier. Es bleibt nicht so flach wie zuvor, ganz im Gegenteil, es geht auf und ab im Wald. Runter zur Küste, wieder in den Wald und immer so weiter. Man quert einige Flüsse, es gibt offenes Gelände und dann wieder Wald. Die Strecke ist fordernd, aber sehr schön. Ich bin einerseits schon recht fertig, aber gleichzeitig auch richtig gut im Flow, weiter, immer weiter. Auf den ganzen Pfaden seit mittags habe ich Leute gesehen, hier nun niemanden mehr. Sie Sonne sinkt immer weiter, ich laufe fast nur noch im Schatten. Auf der Karte kann ich ungefähr erahnen wo ich hin muss. Hier noch um die Bucht, dann quer über die Landzunge und dann nach dem nächsten Fluß... Ich erreiche den Campingplatz gegen 20 Uhr. Ein 13 Stunden Tag!

    Hier gibt es Zelt-Plattformen. Hmm, mal sehen wie ich das Tensegrity da hinstellen kann. Es gibt ja die Idee vom Stromfahrer, die Stöcke einfach senkrecht direkt außem am Zelt einzusetzen. Das passt gut zwischen die Bretter. Hält!


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    MarcG hat eine Reaktion von effwee erhalten in East Coast Trail (ECT) Neufundland - Juni 2017   
    Tag 6 - Miners Point - Big Cove ~ 30km
    Nachdem es abends relativ spät wurde nehme ich mir etwas mehr Zeit am nächsten Morgen und verlasse die Campsite erst nach 8. Immernoch vor den beiden Kanadierinnen. Ich nutze noch eine Besonderheit des Platzes: Die Freiluft Toilette. Man sitzt dort wie auf einem Thron! Mit etwas Blick sogar!

    Den ganzen Tag über kann sich das Wetter nicht so richtig entscheiden. Ich gehe genau an der Grenze zwischen Sonne und Nebel. Das wechselt immer und immer wieder. In der Sonne ist es spürbar warm. Unter der Nebelschicht spürbar kühl. Der Trail bleibt anstrengend. Viele kurze Steigungen auf und nieder. Es gibt viele tiefe Einschnitte die den Weg vorgeben. Es gibt auch viel Wasser. Zwischendurch steigt man auch wieder zum Ufer ab. Ich treffe zwei andere Thru-Hiker die mir aus der anderen Richtung entgegen kommen. Sie sind recht langsam unterwegs, mit riesigen Rucksäcken. Eine Dame aus Finnland und ein Kerl aus Vancouver? Sie berichten es gäbe mehr Tiere und weniger Menschen je weiter man nach Süden kommt. Soll mir recht sein! 

    Nach einigen Kilometern kommt die Attraktion des Tages: The Spout. Eine Art Geysir, allerdings von den Wellen angetrieben.
    Es sind noch ~ 10 Kilometer bis zum Trailhead und es ist anstrengend. Es geht zwischendurch hoch an der Steilküste entlang. Wie gesagt: Der Nebel begleitet mich und stört meine Bilder mal wieder.

    Am Ende der Landzunge steht wieder ein Leuchtturm. Hier ist die Kennzeichnung des Trails mal wieder ganz "hervorragend" ich muss wirklich auf den GPS Track schauen um zu sehen wo es lang geht. Der Weg macht eine scharfe Kurve, über Steine (also auch nix zu sehen) und es gibt 0 Kennzeichnung. Manchmal frustriert das einen wirklich. 

    Ich komme nach Bay Bulls. Es geht erst nördlich der Bucht an der Straße lang bis in den "Ortskern", dann weiter zur Hauptstraße zum Supermarkt. Vorräte auffrischen. Bester Deal: 6 Croissants für 4$ (2,70€). Die ersten beiden werden noch im Laden gegessen, der Rest wurde Abendessen, Frühstück und nochmal Frühstück iirc. 
    Dann geht es südlich der Bucht entlang auf den nächsten Pfad. Der ist recht unspektakulär im Wald, geht dann mehr an die Küste. Ich finde eine Wiese nur ein paar Meter vom Trail entfernt und schlage da mein Camp auf. Die Nacht wird ruhig. 
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    MarcG hat eine Reaktion von effwee erhalten in East Coast Trail (ECT) Neufundland - Juni 2017   
    Tag 5 Fortsetzung
    Petty Harbor sieht ganz nett aus. Hat fast etwas romantisches mit dem Hafenbecken und der Lage in dieser Bucht. Ich kaufe eine Cola und Chips im Convenience Store und mache Pause. Dessen Auswahl ist zwar klein, aber dafür ist die Toilette 1A! Ich habe mir aber vorgenommen etwas am Kilometern zu schaffen heute, war doch der Vortag so mau. Also weiter. Durch den Ort, am nächsten Mural vorbei und dann bergauf auf der anderen Seite. Oben angekommen eröffnet sich ein weiter Ausblick über die vor mir liegende Ebene. Ich habe die Bucht ja umrundet und so sehe ich nun die Eisberge vom Vormittag von der anderen Seite. Das Wetter spielt auch mit: Es klart auf und wird sonnig. Allerdings bleibt es frisch. Der Wind macht die Wirkung der Sonne hinfällig. Ich trage sogar die Berghaus Jacke, weil es im Windshirt zu frisch ist. (allerdings die kältere Seite der Wendejacke) Tatsächlich sind hier einige andere Wanderer unterwegs. Allerdings eher auf dem Rückweg nach Petty Harbor. Ich hingegen mache mich auf den Weg nach Süden. 
    Was folgt ist eines der schönsten Stücke Trail. Weite Ebene, Sonne, Wind, Grässer, Flüße, Steine, Farben. Eine tolle Wanderung! Und so spät am Nachmittag bin ich auch wieder ganz allein. Man hat gute Sicht auf die vor mir liegende Küstenlinie - das hat schon was! Ich lasse mal die Bilder für sich sprechen:




    Ich habe mir eine der fest installierten Campsites ausgeguckt. Die East Coast Trail Association hat ein paar extra eingerichtete Campingstellen. Und die erste liegt circa 12 Kilometer hinter Petty Harbor. Das ist schon was an Distanz. Zumal der Trail nach der Ebene wieder mehr Steigungen und Gefälle bekommt. Oft in Form von steileren Einschnitten und Furchen die von Wasserläufen geschnitten wurden. Es geht schon merklich auf und ab! Aber in der Summe deutlich nach oben. Das Terrain wird deutlich schwieriger. Und die Tatsache dass ich jetzt schon 11/12 Stunden unterwegs bin hilft nicht dabei. Leider sind die Kilometerangaben nie so ganz verläßlich. Und sie weichen auch oft von meinem GPS ab. Das kann natürlich mehrere Gründe haben, bzw. nichts ist so richtig präzise. Leider heißt das auch, dass ich nicht so genau weiß wie lange es noch dauern wird. Ich will aber ankommen bevor es zu dunkel wird! Also durchhalten. 
    Nach dem Berg geht es wieder runter bis auf Seehöhe und dann nochmal kurz hoch und da ist das Schild: Campsite da lang! Yay! Ich folge dem Pfad und bin erstaunt! Da sind andere Menschen! Und so erschrecke ich zwei junge Damen aus Quebec, die nicht damit gerechnet hatten hier noch jemanden zu sehen! Sie sind in St. John's gestartet und hiken auch hier entlang. Sie haben eine der Campsites belegt, ich gehe erst einmal hoch zur anderen. Schon merkwürdig: Die Stelle die als Campplatz ausgewiesen ist taugt gar nix. Ist weder flach noch eben noch sonstwas. Ich baue trotzdem das Zelt auf. Auch wenn ich am Ende eine große Wurzel unter einem Drittel des Zeltes habe, das meinen Platz doch einschränkt. Ich ziehe mich um, plaudere noch etwas mit den beiden und dann gehts ins Bett. 
    Die Nacht ist kalt. Ich nutze die beiden improvisierten Beinling-Schnüre um den Comforter zu schließen (Multi-use!!!) aber muss doch irgendwann die Jacke anziehen. Wind und Regen lassen mich aber in Ruhe. 
     
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    MarcG hat eine Reaktion von effwee erhalten in East Coast Trail (ECT) Neufundland - Juni 2017   
    Tag 5 Freshwater Bay - Miners Point Campsite ~ 35km
    Ich wache gegen 6 auf, es dauert aber dann aber bis 7:15Uhr um mich auf den Weg zu machen. Irgendwie brauche ich morgens zu lange! Vielleicht ist es auch einfach der Versuch möglichst lange damit zu warten die nassen Socken anzuziehen und dann in die nassen Schuhe zu steigen. Obwohl der Regen am frühen Abend gestoppt hat, ist über nacht nichts getrocknet. Immerhin: Es ist zwar bewölkt, aber dafür der erste Morgen ohne Nebel! Der Eisberg in der Bucht ist deutlich kleiner geworden, die Eisschollen am Strand komplett verschwunden. Als erstes steht die Querung des Dammes an, da wurde mit dicken Steinen ein gut gehbarer Weg gelegt. Man muss allerdings den Fluß queren. Da war ich dann doch froh fürs Goretex, das war hilfreich.

    Es folgt ein Abschnitt wo man zwar im Wald, aber meist an der Steilküste entlang läuft. Endlich sieht man auch mal wieder was davon. Einmal bin ich relativ weit oben, aber der Wind drückt die Gischt bis hier hoch. Fast als würde es hier regnen! Ich sehe einen Containerfrachter auslaufen, der tags zuvor im Hafen lag. Zurück sieht man immer das Fort über St. John's. Gestern hätte man bestimmt eine tolle Aussicht gehabt!

    Am Ende des Pfades quert man kurz eine kleine Siedlung wo mich ein Hund energisch anbellt. Dann beginnt direkt der nächste Pfad. Es geht bergauf und man merkt dass hier die Vegetation abnimmt. Sträucher statt Bäumen. Gräßer statt Sträuchern. Oben merkt man den Wind. Am Ende dieser Landzunge weht es schon ganz fürchterlich. Es gibt sogar runde Steinburgen die dort errichtet wurden. Mit Feuerstellen drin. Scheint hier häufiger mal windig zu sein? Jedenfalls gibt das dann auch die Sicht frei auf Cape Spear! Cape Spear ist der östlichste Teil Kanadas und ganz Nordamerikas. Es gibt einen Leuchtturm und das ganze ist Nationalpark. Kurz vor dem Trailhead ist noch ein Denkmal für auf See verschollene. Leider kann man nicht zur östlichesten Stelle gehen, da wird die Besucherplattform gerade neu gemacht. Ich habe keine Lust zu bezahlen und so gehe ich auch nicht in den Leuchtturm. Dafür nutze ich die Gelegenheit die örtlichen Toiletten zu benutzen. Und dann den dortigen Fön für meine Handschuhe. 


    Es ist nicht kalt, aber der Wind ist spürbar. Der Trail geht nun lange über offenes Gelände. Relativ flach und mit wenig Höhenmetern. Dafür gibt es weite Ausblicke. Über Land, Küste, Meer. Gefällt mir sehr gut. Man kommt auch schön voran. Voraus sieht man die Küstenlinie und irgendwann wird die Aussicht auf die nächste Bucht frei. Eisberge! Ein toller Moment!


    Am südlichen Ende der Ebene wird es deutlich feuchter, das ganze Wasser läuft hier ab. An der Küste sehe ich einen Adler. Der wird von einer wilden Möve immer wieder belästigt und sucht dann das Weite. Die letzen Kilometer des Trails sind dann wieder umständlicher. Es geht wieder auf und nieder und ist waldig. Man gelangt so nach Petty Harbor, einem kleinen Fischereihafen. 
  9. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von notenblog erhalten in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Neue MLD Packs:
     
     
  10. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von roli erhalten in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Neue MLD Packs:
     
     
  11. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von JanF erhalten in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Neue MLD Packs:
     
     
  12. Danke!
    MarcG hat eine Reaktion von Mia im Zelt erhalten in Längere Touren/Reisen vs. Beruf   
    Ich habe zwar keine konkreten Pläne derzeit, aber kann mir schon vorstellen irgendwann mal eine lange Auszeit zu nehmen (Vermutlich zum Wandern, aber würde ich nicht darauf einschränken wollen). Glücklicherweise bin ich wohl in einer Lage bei der das möglich wäre. Der Chef geht selbst so ein bisschen Pilgerweg-Wandern, (auch wenn er gemerkt hat, dass er bei seinem Tempo nie in Spanien ankommen wird) und wäre der Idee sicher nicht völlig abgeneigt. Und ich bin für den Betrieb sicher wertvoll genug, dass ich nach der Rückkehr weiter arbeiten könnte (ob man nun zwischendurch kündigt oder nicht, keine Ahnung, wie gesagt, keine konkreten Pläne). Familiär auch nicht weiter gebunden. 
     
    Naja, mal sehen ob das irgendwann mal passiert oder eben auch nicht. 
  13. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von roli erhalten in HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEES   
    Ich war Mitte Januar mit meinem neuen PhoenixLite drei Tage in der Eifel unterwegs und ja, der einzige Kritikpunkt ist tatsächlich: Der hat mehr Volumen als ich brauche!  Das relativiert sich bestimmt bei längeren Touren und wenn wir tatsächlich Winter hätten. Aber wie Mateusz schon schrieb: Zusammenrollen und nur wenig in die Außentaschen stopfen - und dann ging es schon ganz gut. 
  14. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von HUCKEPACKS erhalten in HUCKEPACKS IST ONLINE .......YEEEES   
    Ich war Mitte Januar mit meinem neuen PhoenixLite drei Tage in der Eifel unterwegs und ja, der einzige Kritikpunkt ist tatsächlich: Der hat mehr Volumen als ich brauche!  Das relativiert sich bestimmt bei längeren Touren und wenn wir tatsächlich Winter hätten. Aber wie Mateusz schon schrieb: Zusammenrollen und nur wenig in die Außentaschen stopfen - und dann ging es schon ganz gut. 
  15. Witzig!
    MarcG hat eine Reaktion von Schwefelfell erhalten in Was motiviert euch ultraleicht unterwegs zu sein?   
    https://www.backpacker.com/videos-photos/survival-school-how-to-eat-your-hiking-partner
  16. Danke!
    MarcG hat eine Reaktion von masui_ erhalten in MapsMe & GPX Track   
    Bei Locus kann ich auf den GPX Track klicken und er sagt mir wie weit der Punkt vom Start/Ende entfernt ist. So kann ich dann sehen wo ich bin (bzw jeder Punkt ist).  ein wenig Kopfrechnen geht das dann sehr gut mit der Einschätzung. 
  17. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von J_P erhalten in Sommerquilt, ja welchen den nun?   
    Hab einen Cumulus 150 als Sommerquilt und bin hochzufrieden damit. Mit der Leine und dem Reißverschluss kann man die Fußbox perfekt schließen. (oder auch unten schließen und hinten offen lassen usw..) würde ich jedenfalls immer wieder kaufen. 
  18. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von bieber1 erhalten in Sommerquilt, ja welchen den nun?   
    Hab einen Cumulus 150 als Sommerquilt und bin hochzufrieden damit. Mit der Leine und dem Reißverschluss kann man die Fußbox perfekt schließen. (oder auch unten schließen und hinten offen lassen usw..) würde ich jedenfalls immer wieder kaufen. 
  19. Gefällt mir!
    MarcG reagierte auf bri in Scottish National Trail   
    Scottish National Trail Part I
    6.5.2018, 17 km
    Gegen 13:00 Uhr starten S. und ich in Kirk Yetholm bei wunderschönem sonnigem Wetter. Wir genießen die Sonne, den Weg und die Vorstellung, dass wir jetzt fast zwei Wochen lang einfach immer weiter gehen können.
    Nach ca. 2 km habe ich das Gefühl, dass mein Hintern etwas kühl wird. Mit einem Griff stelle ich fest, dass er nicht nur kühl, sondern auch nass ist. Ebenso wie der untere Teil des Rucksacks. Und das bei schönstem Sonnenschein? Sehr seltsam. Wir suchen uns einen Platz, ich nehme den Rucksack runter, mache ihn auf und suche. Meine grüne Faltflasche hat ein ganz kleines Loch an der Schweißnaht im Boden. Das Wasser tropft langsam, aber stetig heraus, läuft durch den Rucksack und tropft mir auf den Hintern. OK. Ist wohl nicht so klug, Wasser mit Kohlensäure in Faltflaschen zu füllen. So schnell nach dem Start schon die erste Lektion gelernt.  Aus meiner zweiten Faltflasche trinke ich erstmal etwas ab und bei jeder Pause schüttele ich Kohlensäure raus. Warum ich die kaputte Faltflasche noch mindestens fünf Tage mit mir rumschleppe, bis ich sie wegschmeiße, entzieht sich meiner Kenntnis und wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.
    Kurz danach erreichen wir die ersten sanften Hügel. Bei schönstem Wetter haben wir eine wunderschöne Aussicht.


    Die ersten sanften Hügel
    S. hat nach ca. 9 km bei Old Quarry, wo wir das Kale Water furten müssen, keine Lust, die Sandalen von ganz unten aus dem Rucksack zu holen. Barfuß geht auch nicht. Der Beton, über den das Wasser läuft, ist zu glitschig. Also zieht sie Strümpfe und Bandage aus, steigt barfuß in die Wanderschuhe und läuft durchs Wasser. Das ist keine gute Idee, denn ihre Wanderschuhe sind aus Gore-Tex. Wasserdicht. Sowohl rein als auch raus. Sie muss dann doch ihre Sandalen rausholen und in ihnen weiterlaufen, bis ihre Stiefel innen wieder trocken sind.

    Das erste Mal nasse Füße
    Irgendwann geht es dann etwas steiler bergauf (Hust). Ich muss ganz schön keuchen, weil ich die Bergauf-Strecken völlig falsch angehe. Woher soll ich als Eingeborene der norddeutschen Tiefebene das auch wissen? Es braucht ein paar anstrengende Tage, bis ich kapiere, was S. mir empfiehlt. Nicht losstürmen, um schnellstens so viel Berg wie möglich zu schaffen, sondern mit kleinen kurzen Schritten langsam, aber stetig bergauf gehen. Das wird mein Mantra für bergaufgehen: Kleiii-ne kurrr-ze laaang-saaaa-me Schrit-te.
    Nach ca. 11 km trinken wir in Morebattle einen Kaffee und schlagen ein paar Kilometer hinter dem Ort auf einer wunderschönen Anhöhe um circa 20 Uhr unser erstes Zeltlager auf.
  20. Gefällt mir!
    MarcG reagierte auf bri in Scottish National Trail   
    7.5.2018, 28 km
    Nach Frühstück und Einpacken starten wir gegen 8 Uhr. Es geht quer über grüne Wiesen, auf schmalen Pfaden durch duftende Wälder bis nach Harestances. Im Visitor Center gönnen wir uns ein ausgiebiges Mittagessen und danach auch noch einen Kaffee. Unsere Handys dürfen wir gegen eine Spende aufladen. Wir verlieren etwas die Zeit aus den Augen und kommen später los als geplant.

    Quer über grüne Wiesen

    Durch Wälder, die nach Bärlauch duften


    Die Hängebrücke über den River Teviot
    Wir wandern weiter bis Sankt Boswell. Dort kaufen wir uns noch ein Bier, das wir auf einer gemütlichen Bank vor der Kirche austrinken, bevor wir weiterwandern. Das von mir für die Übernachtung geplante Gebiet erweist sich als völlig ungeeignet. Es ist nur ein schmaler Weg an einem ziemlich dicht bewachsenen Hang. Also müssen wir weiter. Und dann auch noch einmal mächtig bergauf. S. findet schließlich neben einem Feld hinter einer Hecke einen schmalen Grasstreifen, auf dem unsere Zelte gerade so Platz haben. Ich bin so kaputt, dass ich keine Lust mehr habe, meine Matte aufzupusten. Außerdem ist das Wetter immer noch ziemlich schön, so dass ich beschließe, direkt auf dem Zeltboden zu schlafen. Das ist nicht die beste Idee. In der Nacht wird es ziemlich kalt. Ich friere und schwitze. Keine gute Kombination. Irgendwann ziehe ich meinen Kapuzenpulli über, der eigentlich zu den Tagesklamotten gehört, und um drei Uhr blase ich dann doch noch meine Matte auf.

    Schmaler Zeltplatz
  21. Gefällt mir!
    MarcG reagierte auf bri in Scottish National Trail   
    8.5.2018, 19 km
    Morgens koche ich mir meinen ersten Kaffee auf dieser Tour. Schönes Gefühl, was Warmes in den Magen zu bekommen. Wir starten wieder um ca. 8 Uhr. Der Weg führt über den Sattel zwischen den Eildon Hills nach Melrose.



    Blick von den Eildon Hills
    Dort finden wir ein nettes Café mit heißem Kaffee und leckerem Kuchen. Und Handys aufladen dürfen wir auch. Nach der Pause führt uns der Weg weiter an Tweedbanks und Galashields vorbei. Bei Galashields ist Schluss mit dem guten Wetter. Also alles regendicht einpacken. Dann geht‘s wieder in die Hügel.


    Das ist ziemlich anstrengend, weil es inzwischen kalt, windig und regnerisch ist. Eigentlich wollen wir noch an Yair vorbei, sind aber beide ziemlich erschöpft und finden 4 km vor unserem eigentlichen Ziel eine schöne Wiese, bauen die Zelte auf und S. kocht erstmal eine Suppe. In einer Regenpause scharwenzelt ein Fasan in aller Seelenruhe um mein Zelt herum.

    Besuch vom Fasan
  22. Danke!
    MarcG hat eine Reaktion von immermüde erhalten in Ausrüstungs-Vorfreude-Thread   
    Habe einen Laufbursche /Huckepacks Phoenix Lite geordert. Weihnachten und so. 
  23. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von Trekkerling erhalten in Neues zum Thema UL aus dem weltweiten Internetz   
    Jetzt auch mit richtiger Webseite 
     
    Ultralight Jerk
  24. Danke!
    MarcG hat eine Reaktion von hiker erhalten in Tour im Februar - nur wo? :-)   
    Ich war dieses Jahr auf La Gomera und hab den GR132 gemacht. Gab nur 10 Minuten Regen am Anreisetag. Hab teilweise das Tarp gar nicht aufgebaut. Man könnte die Route noch durch diverse Trails ins Landesinnere verlängern. 
    Trip Report auf Reddit
     
  25. Gefällt mir!
    MarcG hat eine Reaktion von Schwefelfell erhalten in Suchfunktion   
    kann sein, dass suchbegriffe mit 3 zeichen nicht beachtet werden? 
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