kwolf
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kwolf reagierte auf Altes Mädel in Test der komplett neuen UL-Ausrüstung bei einem OvernighterNun will ich doch auch mal die Gelegenheit nutzen und einen kurzen Beitrag verfassen.
Als kompletter Neuling im UL-Bereich habe ich meine normale Wanderausrüstung aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen komplett auf UL umgerüstet.
Das neue Equipement wurde am vergagenen Wochenende getestet:
Slingfin Splitwing - ist mir der Eingang leider zu niedrig, war aber für die eine Nacht o.k.
Schlafsystem bestand aus dem Cumulus Comforter M350 und Exped SynMat HL LW. Es ging von der Temperatur ganz gut soweit. Allerdings habe ich noch keine für mich befriedigende Befestigungsmöglichkeit des Comforters an der Matte gefunden. Den Comforter komplett über die Matte spannen geht nicht, da bekomme ich Platzangst ich habe ihn also ca. zur Hälfte über die Matte gespannt und ab ca. Hüfthöhe nur noch außen mit den Schlaufen an einem Überzug von TAR befestigt. Das ist bei ca. +3° suboptimal, da es immer irgendwo reinzieht.
Insgesamt war ich aber sehr zufrieden und vor allem ziemlich stolz, dass ich die Tour mit 12 km am Freitag und ca. 8 km am Samstag zusammen mit meiner Hündin und meinem Wanderpartner, den ich hier im Forum kennen gelernt habe, ohne Probleme geschafft habe. Danke an dieser Stelle für die tolle Tourplanung, @Dieter_Z.
Ich weiß, für UL-Geher ist das ein Witz, für mich nach 12 OP´s ist das auf jeden Fall eine Herausforderung gewesen. Und das ist ja erst der Anfang
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kwolf reagierte auf Andreas K. in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...Wenn Du das Hochprozentige in eine Caprisonnentüte füllst!
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kwolf hat eine Reaktion von cluster erhalten in Ein neuer Versuch: Vollformat Fotografie beim TrekkingDas UL-Form ist einfach immer wirklich freundlich, obwohl ich ja meist nur lese dafür ein:
In einem Fotoforum wärst du wahrscheinlich schon vor den Gerichtshof gezerrt worden. Muss nicht sein, aber zur Beantwortung deiner Frage, wäre es wichtig zu wissen, was an Vollformat dir wichtig ist? Brauchts du sehr hohe Lichtempfindlichkeit, ist für dich Freistellen in allen Situationen wichtig? Sind für dich Ausdrucke über A3/A2 häufig nötig (also pi mal Daumen mehr als 24 MP)? Bzw. musst du bestimmte Vorgaben für Auftraggeber erfüllen?
Das alles wären für mich jetzt Gründe für Vollformat, wobei man bei Licht und Freistellen auch schon mit kleineren Formaten mit etwas Kompromissbereitschaft was zaubern kann. Vollformat vs. ASP-C kannst du ja selbst vergleichen, insofern du vergleichbare Objektive hast.
Deshalb ist es glaub ich schwer, dir hier jetzt mit eigenen Erfahrungen zu helfen, wenn man nicht weiß, in Bezug auf was. Also ich wüsste schon, was ich dir jetzt raten würde, aber das ist halt hoch subjektiv. Aber hier sind ja deine Wünsche wichtig.
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kwolf hat eine Reaktion von AnnK erhalten in So halb off-topic: Zelt für Camping TourenNach deinen Anforderungen wird es schon sehr eng, glaub ich.
Aufbau
Mit den dann doch recht großen Gestängen, halt ich es bei den meisten fast nicht für möglich, die alleine zum stehen zu bekommen. Da bleibt fast nur aufblasbar und da ist preislich das schon genannte Decathlon schon super, ich hab da sonst immer nur recht teure gesehen. Aber wer weiß, wie gut ich damals gesucht habe.
Zeltgröße
Bei den Zelten würde ich ruhig eine Person größer rechnen (mea culpa, die Themenstarterin hat nicht danach gefragt). Wir sind zu zweit in einem drei bis vier Personen Zelt unterwegs, wenn wir Campen. Drei Leute würde da kuschelig werden, vier wäre ein kaum machbare Zumutung. Bei den Zelten werden oft nur die Grundflächen angegeben, eingehängte Schlafkabinen oder Schrägen werden da (meist) nicht berücksichtigt. Camper sind da scheinbar nicht so versessen auf genaue Daten, wie wir bei den UL-Zelten.
Neben den genannten Herstellern kann man auch bei Coleman (hat ein Freund) und Fritz Berger (haben wir) schauen. Wenn man den Alleinaufbau mal außen vorlässt, vielleicht auch das hier: https://www.fritz-berger.de/artikel/berger-familienzelt-merano-3-602
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kwolf reagierte auf naturbezogen in WasserflascheAber wenn das Gewinde das gleiche ist, dann kann man sich die zwei Produkte "Kappe" und "Flasche" nach seinen individuellen Vorlieben kaufen und dann eben z.B. das Adelholzener-Cap auf eine Gerolsteiner-Flasche draufschrauben. Somit ist das Gewinde eben nicht egal...
Viele Grüße,
Magnus
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kwolf hat eine Reaktion von Dr.Matchbox erhalten in Welches Zelt?@Chris2901 Also, gewogen sind es jetzt 688g + 16g Packsack. Macht also 704g für das .74er, lt. Angaben auf der Zpacksseite sollten es 709g sein. Früher war der unterschied anders, ich könnte drauf wetten, dass mein Zelt irgendwas zwischen 30g und 50g leichter war, als auf der HP angegeben. Das würde mit dem zusammenpassen was @khyal schreibt.
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kwolf hat eine Reaktion von Boris erhalten in Welches Zelt?Ich hab seit 8 Jahren das Double Rainbow und seit diesem April auch das Triplex. Das Stratospire 2 hab ich nie in echt gesehen.
Das Double Rainbow ist ein gutes Zelt und hat den Vorteil, dass es auch mal als freistehendes Zelt verwendet werden kann, wenn man Trekkingstöcke oder ähnliches zur Hand hat. Die beiden Seiten mit den Ausstiegen laufen zum Giebel schräg zu, das bedeutet bei Regen tröpfelt es auch schon mal rein, wenn man die Apside wegklappt. Zudem hat sehr kleine Apside und ist auch noch einmal etwas schmäler als das Stratospire 2 (127 cm vs. 132 cm).
Die Schlechtwetterfrage (Apside, schräge Meshseiten, breite des Zelts) hat mich dann dazu bewegt, ein neues Zelt zu suchen.
Beim Zpacks Triplex bin ich mir nicht sicher, ob man das hier im Forum überhaupt besprechen darf. Es ist ein Tanzplast mit seinen 153 cm Breite, so ein Luxus muss hier doch verboten sein - außer vielleicht man liegt zu viert drin . Für mich ist es ein völlig anderes Schlafen seitdem. Zu zweit auf den 127 cm im Double Rainbow war es immer irgendwie eng, wie eng und wie sehr mich das beim Schlafen gestört hat, weiß ich erst seit diesem Jahr.
Zu den Anmerkungen von @Chris2901: Bei mir ist es mit dem Gewicht genau anders herum, ich habe ein .74 bestellt und (angeblich?) auch erhalten. Die Farbe stimmt, aber das Gewicht ist im Abgleich mit den Angaben von Zpacks zu leicht. Ich müsst jetzt erst noch einmal wiegen, der Wert in meiner Liste kommt mir gerade doch arg niedrig vor. Aber ich denke, das Gewicht wird wohl etwas schwanken bei den Jungs von Zpacks. Und ja, es wird beim entsprechenden Wetter eine Tropfsteinhöhle, aber das kenn ich auch vom Double Rainbow nicht anders. Entsprechend hab ich mir auch für das Triplex einen Liner schneidern lassen.
Und noch eine andere Meinung zum Einstieg, den @khyal schon angesprochen hat: Ja, es ist etwas fummelig aus den Tarptentöffnungen aus- und einzusteigen. Das kann aber auch an meinen 192cm Körpergröße liegen. Auch der Bogenreißverschluss von Zpacks ist nicht nur toll: In der Mitte hakt es oft, da der Lauf des Reißverschlusses hier stärker davon abhängt, wie das Zelt aufgebaut wird. Zudem fällt das Mesh beim Zpack nach unten auf den Zeltboden, wenn man den Reißverschluss auf macht, das öffnet Insekten Tür und Tor. Aber das ist jetzt nichts, was mich richtig stört, anders gelöst wäre es nur schöner.
Ein Nachteil des Triplex gegenüber des Stratospire 2 könnte die größere Standfläche sein, falls das für dich ausschlaggeben ist.
@Boris: Kannst die beiden Zelte gerne hier in München ansehen. Kurzer Aufbau im Park ist kein Problem.
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kwolf hat eine Reaktion von roli erhalten in Welches Zelt?Ich hab seit 8 Jahren das Double Rainbow und seit diesem April auch das Triplex. Das Stratospire 2 hab ich nie in echt gesehen.
Das Double Rainbow ist ein gutes Zelt und hat den Vorteil, dass es auch mal als freistehendes Zelt verwendet werden kann, wenn man Trekkingstöcke oder ähnliches zur Hand hat. Die beiden Seiten mit den Ausstiegen laufen zum Giebel schräg zu, das bedeutet bei Regen tröpfelt es auch schon mal rein, wenn man die Apside wegklappt. Zudem hat sehr kleine Apside und ist auch noch einmal etwas schmäler als das Stratospire 2 (127 cm vs. 132 cm).
Die Schlechtwetterfrage (Apside, schräge Meshseiten, breite des Zelts) hat mich dann dazu bewegt, ein neues Zelt zu suchen.
Beim Zpacks Triplex bin ich mir nicht sicher, ob man das hier im Forum überhaupt besprechen darf. Es ist ein Tanzplast mit seinen 153 cm Breite, so ein Luxus muss hier doch verboten sein - außer vielleicht man liegt zu viert drin . Für mich ist es ein völlig anderes Schlafen seitdem. Zu zweit auf den 127 cm im Double Rainbow war es immer irgendwie eng, wie eng und wie sehr mich das beim Schlafen gestört hat, weiß ich erst seit diesem Jahr.
Zu den Anmerkungen von @Chris2901: Bei mir ist es mit dem Gewicht genau anders herum, ich habe ein .74 bestellt und (angeblich?) auch erhalten. Die Farbe stimmt, aber das Gewicht ist im Abgleich mit den Angaben von Zpacks zu leicht. Ich müsst jetzt erst noch einmal wiegen, der Wert in meiner Liste kommt mir gerade doch arg niedrig vor. Aber ich denke, das Gewicht wird wohl etwas schwanken bei den Jungs von Zpacks. Und ja, es wird beim entsprechenden Wetter eine Tropfsteinhöhle, aber das kenn ich auch vom Double Rainbow nicht anders. Entsprechend hab ich mir auch für das Triplex einen Liner schneidern lassen.
Und noch eine andere Meinung zum Einstieg, den @khyal schon angesprochen hat: Ja, es ist etwas fummelig aus den Tarptentöffnungen aus- und einzusteigen. Das kann aber auch an meinen 192cm Körpergröße liegen. Auch der Bogenreißverschluss von Zpacks ist nicht nur toll: In der Mitte hakt es oft, da der Lauf des Reißverschlusses hier stärker davon abhängt, wie das Zelt aufgebaut wird. Zudem fällt das Mesh beim Zpack nach unten auf den Zeltboden, wenn man den Reißverschluss auf macht, das öffnet Insekten Tür und Tor. Aber das ist jetzt nichts, was mich richtig stört, anders gelöst wäre es nur schöner.
Ein Nachteil des Triplex gegenüber des Stratospire 2 könnte die größere Standfläche sein, falls das für dich ausschlaggeben ist.
@Boris: Kannst die beiden Zelte gerne hier in München ansehen. Kurzer Aufbau im Park ist kein Problem.
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kwolf hat eine Reaktion von tschipsfrisch erhalten in Zpacks jetzt in Deutschland erhältlichGut zu wissen, dass ich mich dann ab morgen, wenn ich mein
- neues
- teures
- extra aus den USA importiertes
Triplex vom Zoll abgeholt habe, bei jeder Übernachtung (verdammt, ich geh auch noch auf Campingplätze) besser beschämt wegdreh, wenn wer vorbeiläuft.
Puh, danke für die Aufklärung
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kwolf hat eine Reaktion von Dr.Matchbox erhalten in Die Geschichte der 1001 RegenjackenJa, die Regenjacke, das Thema verfolgt einen. Ich hatte hier ja auch vor kurzem nach Pertex und der Montane Minimus gefragt.
Der Themenstarter wollte zwar kein Goretex, aber mit dem Hinweis, dass dieses schwer (600g) und steif ist. Bei den relativ neuen (seit drei der vier Jahren?) und sauteuren dünnen Varianten, die es bei Arc'teryx und sicher anderen gibt, stimmt das nur noch halb. Heißt: Es stimmt für alle außer UL-er nicht mehr .
Aufgrund schlechter Erfahrungen mit Event in der ersten Hälfte des Jahrzehnts (Marmot, Montane) bin ich vor drei Jahren eben wieder zurück zu Goretex, auch mit der Alpha FL, die dann aber in L für Männer schon 345g wiegt (die Norvan hatte ich damals nicht auf dem Schirm). Und bisher hält das alles wunderbar, auch wenn der Rucksack mal voll ist (11 bis 12 kg). Das Material ist angehem auf der Haut, aber sicher noch sperriger als leichtere Jacken, vor allem das Packmaß könnte besser sein.
Klar hätte ich gerne was leichters, die Minimus beispielsweise. Und trotz der Freude am geringen Gewicht, frag ich mich immer, zu welchen Kosten für die Umwelt? Kram, der in der Herstellung und Entsorgung sicher nicht umproblematisch ist, sollte doch wenigstens nicht ständig erneuert werden. Und bei der Minimus liest man schon mal, dass das Material nach zwei Jahren durch ist (Rezension bei Globe, Amazon oder Bergfreunde).
Für manche ist das sicher lächerlich, aber ich hab drei hochgiftige Regenjacken in einem Jahrzehnt gekauft. Das macht mir schon Kopfweh. Geht das niemanden sonst so?
Die Minimus steht als Laufjacke trotzdem auf der Liste, die dann ggf. auch mal mit leichtem Rucksack rausdarf. Aber bei meinen Einkaufsabläufen kann das dann doch noch Monate dauern oder ganz verschoben werden. Das UL-Wunsch kämpft hier gegen den Verstand. Das ist auch einer der vielen Gründe, warum ich wohl nie ganz UL werde.
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kwolf reagierte auf P4uL0 in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-ThreadNegativ.
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kwolf reagierte auf khyal in Die Geschichte der 1001 RegenjackenWieso, Du hast doch sicher ne Dusche.
Stell Dir nen Tablett mit nem netten Film auf´s Klo und dann ab zum Dauer-Testduschen
Btw bei kaltem Wasser merkt man besser ob die Jacke dicht ist, helles T-Shirt drunter, dann kannst Du das hinterher vor´m Spiegel nochmal kontrollieren...
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kwolf reagierte auf roli in Regenjacke für nordischen Sommer gesucht@kwolf Ich war mit der Montane Minimus tatsächlich schon sehr oft im Regen mit Rucksack unterwegs und mir hat alles gepasst. Inklusive solche Geschichten wie 4 Tage durchgehend Regen In Schottland bzw. Skandinavien auch mit einem Rucksackgewicht >10 kg. Somit würde ich diese Regenjacke als sehr gut bezeichnen. Mittlerweile verwende ich die Montane 777 einfach weil sie leichter ist. Da war ich aber noch nicht mit mehr als 8 kg (im Regen) unterwegs und kann somit nicht aus Erfahrung sprechen. Vom Eindruck her macht das aber auch die 777 mit.
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kwolf reagierte auf khyal in Regenjacke für nordischen Sommer gesuchtIch habe die Minimus seit ca 8 Jahren und ist auch bei langem Dauerregen mit schwerem Rucksack dicht.
Nach meinen Erfahrungen ist Pertex + deutlich dampfdurchlaessiger als die meisten anderen Membranen wie z.B. Goretex (Pro), Dermizax usw
Was das Thema Schwitzen bzw die Geruechte, dass Membranen durch Schweiss nicht mehr arbeiten wuerden, betrifft, hat das imho evtl eine andere Ursache, viele sind bei Regen zu warm angezogen, schwitzen dann und wenn dann 100% Luftfeuchtigkeit ist, hilft die beste Membran nix, da die Luft keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen kann.
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kwolf reagierte auf noodles in Regenjacke für nordischen Sommer gesuchtWenn wir nochmal "back to the topic" sind, möchte ich doch noch einmal ein paar Erfahrungen für @kwolf schildern.
Dieses Bild ist auf dem Kungsleden nach zwei Tagen Regen von der Seite, 1 Grad Celsius und Windstärken zwischen 5 und 7 bft. Zu dem Zeitpunkt wollte ich eigentlich nur noch sterben. Ich hatte die sauteure Jacke Falketind von Norröna, die als besonderes heavy duty-Modell angepriesen worden war.
Mit meinem relativ leichten Rucksack von ca. 10 Kilo hat sich die Jacke auch gut vertragen, nach zwei Tagen Regen von der Seite war an den Schultern nichts eingedrungen, dafür aber war es im Nackenbereich nass geworden. Die Jacke war zu dem Zeitpunkt nicht mehr ganz neu, ich hatte sie aber vor der Tour neu imprägniert.
Kaputt war nichts, die Undichtigkeit war zunächst ein Rätsel. Später habe ich festgestellt, dass sich durch die Benutzung Schweiss vor allem im Nackenbereich abgesetzt hatte und dadurch ein öliger Film auf der innenliegenden Membran gebildet hatte.
Dasselbe beschreibt übrigens auch Andrew Skurka in seinem hiker's guide.
Meines Wissens als einziger Hersteller hat darauf Columbia reagiert mit der neuen OUTDRY-Technologie, die die Membran außenliegend verarbeitet. Dadurch setzt der Schweiß die Membran bzw die Poren nicht zu und gewährleistet weiter völlig Wasserdichtigkeit bei Atmungsaktivität trotz Schweiß und Schmutz. Ich habe die Columbis Titanium OuterDry schon länger, jedoch nie mehr als 2 Stunden im Dauerregen wirklich unter harten Bedingungen testen können.
Zurück zum Kungsleden: die eindringende Feuchtigkeit war eigentlich gar nicht das schlimmste, solange man sich bewegt kann man damit gut leben. Das schlimmste war, dass ich keine vernünftigen, wasserdichten Handschuhe mit hatte. Dies wäre für mich bei einer Nordlandtour in Zukunft in jedem Fall das Gear of the Year. Dafür würde ich auch einiges an Gramm in Kauf nehmen. Die steifen und durchgefroren Hände sind viel unangenehmer, als etwas Feuchte am Oberkörper oder feuchten Füße. Solange man in Bewegung ist, ist das kein Thema.
Meine Kinder hatten bei dieser Tour beide Frogg Togg Anzüge an und hatten überhaupt keine Probleme mit der Nässe. Die sind total trocken geblieben und haben (bei den Temperaturen) auch nicht geschwitzt. Die Rucksäcke der Kinder wogen so um die 5-6 Kilo und haben den Jacken nichts anhaben können. Selbst wenn so eine Jacke, (Preis für Jacke und Hose: 14 $) nach einer solchen Tour verschlissen sein sollte, müsste man alles insgesamt schon 30 mal ersetzt haben, eh man auf den Preis einer normalen Gore-Tex-Jacke kommst.
Über die Jahre hat sich deshalb meine Regenkleidung der Wahl so entwickelt:
Sommer:
DIY RainSkirt und Regenschirm,
als Backup (wenn der Wind zu stark für den Schirm wird) OR Helium II
Nordland:
bei schwerem Rucksack: Columbia Titanium, Hosen Frogg Togg
bei leichten Gepäck: Frogg Togg-Anzug, zusätzlich wasserdichte Handschuhe
Herbst und Winter an der Küste und im Norden:
Fjellduk Pro von Helsport (Regenponcho, Tarp, wasserdichter Underquilt und Wetterschutz, Windsack, Biwaksack)
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kwolf reagierte auf noodles in Regenjacke für nordischen Sommer gesuchtPERTEX® Shield+ ist doch eine gute Wahl. Ich hatte/habe davon
Montane minimus smok OR Helium II OR Helium Bivy Der Bivy war eine Katastrophe, weil zu schwitzig und zu wenig atmungsaktiv. Luftlöcher konnte man bei Regen auch nicht wirklich offen lassen - habe ich wieder verkauft.
Die Jacken sind völlig ok, weil Packmaß und Gewicht gut als immer-dabei passen. An den Schultern drückt die Nässe aber auf Dauer durch und man hat aber auch hier wieder das Schweissproblem, dass die Frogg Togg deshalb nicht hat, weil die viel zu groß ist und damit luftig ist. Sieht dafür aber auch beim coolsten model noch Scheiße aus.
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kwolf reagierte auf mawi in Regenjacke für nordischen Sommer gesuchtIch habe mich jetzt neben der Poncho-Option mit Windjacke noch für die Monatne Minimus entschieden. Kann jetzt noch nichts weiter zu der Jacke sagen, außer dass sie passt Und dass sie sich sehr klein komprimieren lässt, fällt also in der Radtasche nicht weiter ins Volumen.
@kwolf Hier gibt es auch eine Faden zur Minimus (777): https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/3699-montane-minimus-777-erfahrungen/?tab=comments#comment-52130
@vonLieven Die Frogg Togg ist ausgeschieden, da sie für etwas schwerere Rucksäcke nicht geeignet ist.
@sedot Die Velez Adventure Light fiel raus, weil sie viel zu schwer ist. Die ist nur ca. 20-30g leichter als die normale Velez, wie ich sie schon besitze.
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kwolf hat eine Reaktion von Erbswurst erhalten in Wieviele Kilometer halten welche Schuhe?Was heißt abgelaufen? Das ist meiner Meinung nach keine einfach Frage, mein Orthopäde hat da eine andere Meinung als mein jüngerer alter ego, so vor 10 Jahren. Heute, mit 40, neige ich eher ein bisschen mehr in die Richtung meines Orthopäden.
D.h., für meine Inov-8 Roclite: Richtig durch ist der bei 800 bis 900 Kilometer, unter ortophädischen Gesichtspunkten (schief abglaufen) ist wohl irgendwo zwischen 500 und 600 Kilometer Ende Gelände.
Zum Roclite: Sohle ist sehr weich, der Gummi hat wirklich sehr viel Grip, Vibramsohlen empfinde ich dagegen als rutschig.
Zum Gelände: Bisher waren das 70 Prozent Arbeitsweg in der Stadt / 30 Prozent Wandern. Seit diesem Jahr hab ich zwei Paar am Start, für jeden Anlass eines. Mal sehen, wie das läuft.
(Edit): Gewicht: Auch so 85 kg
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kwolf hat eine Reaktion von SouthWest erhalten in Zpacks jetzt in Deutschland erhältlichGut zu wissen, dass ich mich dann ab morgen, wenn ich mein
- neues
- teures
- extra aus den USA importiertes
Triplex vom Zoll abgeholt habe, bei jeder Übernachtung (verdammt, ich geh auch noch auf Campingplätze) besser beschämt wegdreh, wenn wer vorbeiläuft.
Puh, danke für die Aufklärung
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kwolf reagierte auf Stromfahrer in Erfahrungen zu Einlegesohlen für Trailrunningschuhe auf längeren TourenIch verwende seit reichlich zwei Jahren eher minimale Merrells. Bei diesen Schuhen (Mixed Master, Bare Access, Bare Access Trail) reicht die Dämpfung bis runter auf die dünne Decksohle.
Aspekt Schwitzen/Wasseraufnahme:
Vor der Sarek-Tour (schlechtes Wetter, nass von allen Seiten) habe ich meine diversen Einlegesohlen auf Wasseraufnahme gestestet (30 Minuten gewässert):
Festschaum-Mehrschichtsohle vom Orthopäden nach Abdruck gefertigt: 6 ml Merrell Orignaleinlage Mixed Master Move (Einfachsohle): 9 ml Adidas Ortholite: 15 ml Bama Fresh Komfort m. Aktivkohle u. Fußbett: 29 ml Unter diesem Aspekt habe ich die orthopädische Einlegesohle verwendet. Die nimmt zwar neben Wasser auch keinen Schweiß auf, aber das ist im Sarek wahrhaftig kein Problem. Eine so hohe EInlage ist aber z.B. mit den Bare Access oder auch dem Trail Glove wegen der niedrigen Ferse nicht tragbar. Mit den Mixed Master Move ging das aber sehr gut. Die Schuhe sahen nach der Tour noch immer aus wie neu.
Meine Tochter verwendete auf derselben Tour dasselbe Modell mit der flachen Originaleinlegesohle und die Schuhe sind ebenfalls unbeschadet zurück gekommen.
Aspekt mechanische Belastung/Haltbarkeit:
Auf dem GR221 habe ich vor diesem Hintergrund dieselben Schuhe benutzt (Mixed Master Move), aber meine bevorzugte Alltagssohle reingelegt, die Bama Fresh Komfort: Bei dieser Sohle ist das Fußbett durch eine feste Kunststoffplatte unterhalb der 3D-Mesch-Aktivkohle-Sohle realisiert. Unter der Ferse befindet sich in einem kreisförmigen Ausschnitt eine massive Fersendämpfung.
Ergebnis: Die Kombination aus harter Einlage und hartem Untergrund hat die Merrels „zerlegt“:
Die punktuelle Fersendämpfung ist auf den 150 km überwiegend felsigem Weg schlicht tief in die EVA-Schicht eingesunken, so dass kein Mehr an Dämpfung mehr vorhanden war. Die EVA-Deckschicht zwischen den Belagteilen ging an dieser Stelle durch. Die harte Fußbettplatte hat eine exakte Knickstelle der Sohle (statt Abrollen des Materials) bewirkt, so dass sich die Decksohle genau dort gelöst hat. Was habe ich daraus gelernt?
Einlagen mit harter Struktur im Mittelfuß und Fersenbereich sind technisch nicht kompatibel mit Minimalschuhen (über den Sinn der Kombination lässt sich natürlich auch streiten). In meinen anderen Minimalschuhen trage ich nur noch die Bama Fresh (die Version ohne Pronationsunterstützung und Fersendämpfung), gelegentlich, d.h. bei Wet-shoe-hiking, die orthopädischen Einlagen mit kontinuierlich abhnehmender Stärke (keine harten Knickstellen). Nachtrag: Ich trage die Mixed Master im Alltag weiter. Die Sohle habe ich mit Patex geklebt und die hält seither. Die gepresste Dämpfung wird ja durch den Dämpfer der Bama Sohle, die in diesen Schuhen bis zum Ende bleiben darf, gefüllt/ersetzt.
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kwolf reagierte auf mawi in Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/092. Etappe von Hábres bis zur Rentierzüchterhütte am Ruonas mit Abstecher zum Biernnagásje
Die erste Nacht war grandios - schlecht. Es windete sehr und es goss und graupelte aus allen Kübeln. An dieser Stelle sollte ich vielleicht gestehen, dass ich draußen nicht gut schlafen kann. Früher bin ich bei jedem kleinsten Rascheln wach geworden und konnte nur schlecht einschlafen. Mittlerweile geht es ganz gut, aber wenn Regen auf das Zelt prasselt oder der Wind sich am Zelt auslässt, dann kann ich immer noch nicht gut bis gar nicht schlafen.
Am Abend davor musste ich übrigens auch schon den ersten Ausrüstungsausfall beklagen. Als ich die Stirnlampe einschaltete tat sich nichts Na toll, der erste Tag von 19 und schon totes Gewicht im Rucksack. Da war glaub der Akku hin. Beim bzw. nach dem Laden ging sie, aber kurze Zeit später nicht mehr. Beim Fotografieren und beim Tagebuchschreiben abends wäre sie schon nützlich gewesen, aber es gab zum Glück keinen Moment, wo sie wirklich nötig gewesen wäre. Außerdem musste ich feststellen, als der Wind sich nachts um 180° drehte, dass der Bivi überhaupt nicht winddicht ist. Jede Brise, die vorn hinein blies, hatte sofort die Wärme aus dem Quilt mit sich genommen. Na toll. Was für eine kack Nacht.
Am Morgen hat es immer noch geregnet, weshalb ich mir Zeit gelassen hatte und ohne das Zelt zu verlassen gefrühstückt und gepackt hatte. Plötzlich vernahm ich beim Packen Aufregung bei den Nachbarn und im nächsten Moment brach die Sonne durch und lies die umliegenden Berge zum Vorschein kommen. Tjaaa, was nun. Eigentlich war ich schon voll auf weitergehen eingestellt, aber die Neugier mal einen Blick westwärts zu werfen war zu groß und es gab keinen rationalen Grund schon am zweiten Tag Stress zu machen.
Also Rucksack bis auf das nötigste geleert und einen Blick auf die Karte geworfen. Hmmmm, irgendwas stimmte nicht. Die Szenerie passte nicht ganz zu der Karte und zu dem was in dem Wanderführer stand. Na ja, egal. Es ging ja nur darum mal einen schönen Rundumblick zu erhaschen. Nach einem raschen Aufstieg erwarteten mich "oben" drei Überraschungen: 1.) Es lag zw. 5-10cm Schnee, 2.) Von Westen her drückte es die schlecht Wetterwolken in den Berg (also nix mit Aussicht) und 3.) ich war noch gar nicht oben, sondern erst auf der Hälfte. Da ich nur ungern einen Berg anfange und dann ohne den Gipfel zu erklimmen aufgebe (außer das persönliche Risiko erscheint mir in dem Moment zu groß), hatte ich mich entschieden 20min weiterzulaufen. Und nach ziemlich genau 20min hatte ich dann auch den Gipfel erreicht.
Ich hatte mir vorgenommen noch einmal weitere 20min einen Kamm entlang zulaufen und dann noch einmal 10 weitere. Damit war ich fast auf der anderen Seite beim Nachbarberg, aber da die Sicht so schlecht war, ich ja nicht so genau wusste auf welchem Berg ich bin und wie gut da der Abstieg sein wird (bei der schlechten Sicht und ob man da überhaupt heil runter kommt), hatte ich mich entschieden wieder umzukehren. In der Zwischenzeit musste ich feststellen, dass die Handschuhe gar nicht, wie beworben, wasserdicht, sondern nur wasserabweisend sind. Was für ein scheiß! Der Abstieg zog und zog sich derweilen, das Zelt wollte einfach nicht näher kommen. Da machte ich plötzlich eine unglaubliche Entdeckung:
Nein, nicht die beiden Rentiere mit dem riesigen Geweih (am Horizont). Meine Schuhe begannen sich aufzulösen und das schon nach 1,5 Tagen! Da war ich schon ein wenig bedient. Unten angekommen fing es wieder an zu regnen und mir war es arschkalt, da ich oben zu faul war den Rucksack abzusetzen um die Kufa anzuziehen .... Ich snackte kurz was, baute das Zelt ab und zog weiter. Am Ende des Vállevágge wurde ich dann mit einer wundervollen Aussicht auf das Tjuolavágge belohnt. Jaaa, genau deswegen war ich hier. Das lies gleich den Ärger über meine Schuhe schwinden.
Hier erkannte ich auch, dass ich gar nicht am Hábres nächtigte, sondern noch im Vállevágge. Deshalb stimmte die Umgebung nicht mit der Karte überein. Daheim konnte ich dem GPS-Track entnehmen, dass ich wie geplant doch auf dem Biernnagásje (1828m) oben war und dass der Berg am anderen Ende des Kamms der Tjiláktjahkka war.
Dummerweise hatte ich mir die anschließende Querung des Rounasgarssa zu hoch eingezeichnet und auch noch eingebildet, dass man in einen kleinen Canyon hinabsteigen solle. Eine Schlucht gab es und den Spuren nach sind da andere vor mir auch schon runter, also hinunter ging es. Es ging sehr steil und glatt runter, so dass ich die letzten 3m ungebremst runter gesaust bin. Blöderweise lagen meine Stöcke noch oben, aber ohne Rucksack konnte ich wieder etwas hoch kraxeln und sie greifen. Ich wäre da nie runter, denn auf der Seite, wo ich runter bin, wäre ich mit Rucksack nicht mehr so einfach hoch gekommen. Aber die andere Seite sah von oben, wenn auch steil, aber dafür erklimmbar aus. Zum Glück war dem auch so.
(Ja das ist Schlucht. Sieht auf dem Bild voll unspektakulär aus.)
Ich wollte eigentlich an diesem Tag noch unterhalb der Rentierhütte am Rounas furten und auf der anderen Seite nächtigen. Da dort aber gerade ein Rentierzüchter anwesend war und ich ihm nicht zu sehr auf die Pelle rücken wollte, blieb ich in geschützter Distanz unterhalb des Rounas und schlug da mein Lager auf.
Resümee vom 2. Tag: Lampe defekt, Schuhe beginnen sich aufzulösen, bemerkt, dass Bivi nicht winddicht ist und festgestellt, dass Handschuhe gar nicht wasserdicht sind und sich so richtig schön mit Wasser vollsaugen und damit sehr schlecht trocknen. Na das geht ja mal gut los ...
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kwolf reagierte auf mawi in Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09Die Tour
1. Etappe von Kvikkjokk bis (kurz vor) Hábres
Bevor ich los bin, hatte ich noch kurz den Rucksack an der Hängewaage bei der Fjällstation gewogen. Inkl. ca. 1-1,5l Wasser wog der Rucksack ca. 19kg. Da waren aber noch die Regenhose (die hatte ich ab dem Nachmittag jeden Tag immer an) und die Kufa-Jacke (die hatte ich sehr oft an) im Rucksack. Trotz des hohen Gewichts, war der Rucksack sehr gut zu tagen und ich fand, dass es sich nicht wie 19kg anfühlte. Das lag vermutlich auch an dem Training vor der Tour (die Vorgebreitungstouren und viel Sport im allgemeinen).
Von der Fjällstation zum Boot sind es nur ca. 10min. Als ich ankam warteten schon 4 weitere Passagiere, die aber zum Padjelantaleden bzw. Kungsleden wollten. Schon zum dritten Mal wurde ich mit den ungläubigen Worten "Und das ist dein Rucksack?" begrüßt. Meist folgte nach einem "Ja" meinerseits eine kurze Pause und dann wurde zögernd gefragt "Hast du ein Zelt dabei?" - "Ja" - "und Verpflegung?" usw. Fand ich ganz lustig.
Mit ein paar Minuten Verspätung kam dann Björn angefahren. Die Überfahrt zum Ausgangspunkt für den Prinzkullen (und meiner Tour) dauert keine 2 min (ca. 30-50m) und kostet 70SEK (also rund 7Euro). Das war das einzige Mal, wo ich Bargeld benötigte, ansonsten konnte/musste ich alles immer mit der Kreditkarte bezahlen. Die aktuellen Fahrzeiten kann man Björns Webseite entnehmen: http://www.battrafikikvikkjokk.com/regular-tours.html
Am anderen Ufer warteten 2 Wanderer, die hier ihre Tour beendeten und mit dem Boot nach Kvikkjokk wollten. Sie wurden erst einmal mit einer fetten Standpauke von Björn empfangen. Er hatte sich überhaupt nicht mehr beruhigt und sie total rund gemacht. Ich bin mir nicht sicher, aber soweit ich das mitbekommen hatte, hatten sie wohl auf Privatgrund, trotz Hinweisschilder, übernachtet.
Während Björn immer noch die beiden Wanderer ausgeschimpft hatte, habe ich mich auf den Weg gemacht. Ehrlich gesagt, hatte ich etwas Bammel vor dem Aufstieg, da er im Wanderführer als knackig bezeichnet wird und mein Rucksack ja nun nicht so leicht war. Hinzu kam noch die allgemeine Aufregung, wie denn nun das Terrain im Sarek aussieht und welche Herausforderungen auf mich warten werden. Allerdings war der Aufstieg ein reinster Spaziergang. Es gab einen gut ausgelaufenen Wanderweg mit teilweise Stufen und die Steigung war moderat, so dass ich schnell an Höhe gewann und nach kurzer Zeit oben war.
Noch einmal ein kurzer Blick zurück (Links, vom Hügel verdeckt, liegt Kvikkjokk):
Oben angekommen gab es auch schon die erste Rentierbegegnung. Generell muss ich ja sagen, dass die Rentiere ziemlich dumm sind. Okay, es sind Fluchttiere. D.h., dass sie bei fast jeder Begegnung in meiner Laufrichtung geflüchtet sind. Einmal habe ich eine Herde ca. 2-3 Stunden lang durch das Álggavágge getrieben. Meine erste Begegnung war jedenfalls nicht so cool. Zuerst hatte ich zwei Rentiere gesehen, die dann in meiner Laufrichtung in eine kleine Senke geflüchtet sind. Als ich die Senke erreicht hatte haben sie mich erschrocken angeschaut (unter dem Motto „Huch, wo kommt der denn „plötzlich“ her?“) und sind wieder in meiner Richtung bis zur nächsten Senke bzw. aus dem Sichtfeld geflüchtet. Das ging ein Weilchen so weiter und es wurden immer mehr. Irgendwann sammelte sich eine große Herde auf einem Hügel vor mir. Aus dieser Herde kamen plötzlich ca. 15 Rentiere auf mich zugerannt und machten kurz vor mir einen Bogen und kamen auf meiner rechten Seiten zum stehen. Sie schauten zu mir rüber und einige wetzten ihr Geweih im Gras. Rentieren und Elche bin ich zwar auf vergangenen Skandinavienreisen schon begegnet, aber solch eine Erfahrung hatte ich noch nie gemacht (eigentlich waren sie bisher immer ganz scheu). Da das Ganze etwas bedrohlich auf mich wirkte, hatte ich mich entschlossen ihnen links am Hang auszuweichen. Das war ein müßiger Umweg und kostete mich bestimmt 20min. Im Nachhinein denke ich, dass der Umweg nicht nötig gewesen wäre. Aber da die teils riesigen Geweihe enorm Respekt einflößend waren (insbesondere das Wetzen im Gras) und ja schon einige Wanderer von Almkühen niedergetrampelt wurden, war es in der Situation glaub eine gute Entscheidung. Später hatte ich festgestellt, dass die Laufgeschwindigkeit ein entscheidender Faktor war. War man langsam unterwegs, waren auch die Rentiere entspannt. War man aber flott unterwegs, dann waren sie immer sehr unentspannt.
Endlich wieder auf dem richtigen „Weg“, gab es eine kurze Pause um den Ausblick zu genießen:
Und hier ein kurzer Blick zurück über das Vállevárre, bevor es durch das Vállevágge ging:
Der Weg bis dahin war sehr einfach zu begehen. Ab hier waren immer wieder Blockfelder zu queren, die an sich nicht schwierig waren, aber durch den anhaltenden Regen extrem rutschig waren. Wenn mir etwas schwer fällt, dann langsam zu gehen. Insbesondere am Anfang, wenn man noch voller Energie und Tatendrang ist. Dementsprechend bin ich auch schnell über die Steine geschritten und konsequenterweise 2 mal übel gestürzt … Unbeschadet bin ich dann am Hábres angekommen, wo ich an einem der wenigen Zeltmöglichkeiten zwischen dem Geröll zwei Deutsche getroffen hatte. Die beiden hatte ich bereits im Bus kennengelernt und sie hatten noch am Vorabend eine Überfahrmöglichkeit in Kvikkjokk gefunden.
Obwohl es erst gg. 5 war, hatte ich mich ebenfalls entschieden hier mein Zelt aufzubauen. Es war nämlich unklar wie es hinter dem Pass voraus aussieht (zwecks Zelten), es in Strömen geregnet hatte und es somit schon relativ dunkel war. Der Aufbau und das einrichten des Zeltes im Regen ging erstaunlich gut. Nichts wurde im Inneren nass.
Hier mein Zelt neben dem Tarp der anderen beiden Deutschen:
Und noch einmal die andere Richtung (aus der ich kam):
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kwolf hat eine Reaktion von JonasH90 erhalten in Boreas Tamarack 40Als nicht ganz Uler,
würde ich dir raten, erst einmal zu sehen, ob du mit einem echten oder halbechten UL-Rucksack überhaupt zurechtkommen würdest. Die Tragesysteme (Rückenpartie, (fehlener) Hüftgurt etc.) sind gewöhnungsbedürftig und zumindest für mich hat es auch das bei UL eher leichte Gewicht der Ausrüstung nicht wettgemacht.
Bei meinem Montane Ultrahike 20 ist bei mir bei 7 Kilo am Rücken schon Schicht im Schacht. Ich würde zwar gerade so alles für eine 2 Tages-Tour mit Zelt im und am Rucksack unterbringen, dann aber mit 8 Kilo (inkl. Trinken und Essen) einfach damit nicht zurechtkommen. Der Rucksack is zwar wunderbar und wird in Stadt und bei Tagestouren für alles hergenommen, aber eben nur für Lasten bis zu 6 Kilo.
Entscheidend ist, dass du die Kombination aus Tragesystem und Gewicht, die für dich funktioniert findest. Derweil ist der Weg, vor allem wenn du gerade gar keinen Rucksack hast, mit dem Marmot keine schlechte Lösung. Ich bin mit einem Osprey Exos 38 ganz ähnlich aufgestellt. Der reicht mir für Touren bis zu vier, fünf Tagen mit Zelt.
Disclaimer zu meiner Meinung:
Ich bin wohl kein vollständiger UL-er (Basisgewicht je nach Witterung und Luxus zwischen 5 kg und 7 kg) was vor allem daran liegt, dass ich nicht auf Tarp und UL-Rucksack umsteige. -
kwolf hat eine Reaktion von nats erhalten in Die ewige Schuh"glaubens"frageRutschen im Schuh:
Das war für mich auch ein Lerneffekt. In meinen Roclite 318 GTX war immer etwas seitliches Spiel im Schuh. Meine Fehlinterpretation war, dass es an der mangelnden seitlichen Stütze fehlt, weshalb ich den Schuh, nach dem er durch war (und ich hab ihn trotz des leichten Rutschens geliebt), mit einen "etwas" festeren Schuh ersetzte habe (Merrell Capra). Und obwohl der Capra unter den Festeren der mit der weichsten Sohle war, hab ich mich schnell wie in zwei Fußsärgen gefühlt. Einige Monate später habe ich dann den Roclite 282 GTX probiert und siehe da: Kein Rutschen von links nach rechts.
Lerneffekt: Es ist nicht das Stützsystem, es ist der Schnitt! Inov8 hatte hier nachgelegt (und obwohl der Schuh leichter geworden ist - was ja gar kein obwohl ist) und ich kann ihn mit der Schnürung dank des neuen Schnitts (Materials?) nun besser am Fuß anpassen.
Im Nachhinein hochsimpel und klügere Zeitgenossen hätten das gleich gecheckt. Ich musste erst noch einmal eine falsche Richtung einschlagen.