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Ultraleicht Trekking

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Tobias P.

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    Tobias P. reagierte auf Biker2Hiker in Schnäppchen-Thread 2.0   
    2 Sekunden Google:
    https://www.sackundpack.de/product_info.php?manufacturers_id=279&products_id=9191
     
  2. Danke!
    Tobias P. reagierte auf Sören in Schnäppchen-Thread 2.0   
    Bei www.i-run.de gibt es gerade diverse Altra Lone Peaks 9+ auf 112€ reduziert. Mit dem Code IRUNDE15 gibt es nochmal 15% oben drauf, so dass man auf einen Endpreis von unter 100€ kommt.
  3. Danke!
    Tobias P. reagierte auf Stromfahrer in Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (Testbericht)   
    Ich poste hier mal meine Eindrücke vom
    Rucksack Berghaus Fast Hike 45 (529-922 g)
    OT: Disclaimer: Ich habe den Rucksack aus reiner Neugier/zum Testen selbst gekauft und von eigenem Geld bezahlt, stehe in keinerlei Verbindung zu dem Hersteller und habe über den Kauf des Rucksacks hinaus auch keinerlei Beziehung zu dem Outdoorladen, der den Rucksack geliefert hat. Ich werde den Rucksack nach dem Test wieder verkaufen (um Geld für den nächsten Rucksack zu haben) und hätte den Bericht auch in die Anzeige schreiben können. Aber ich fand die Infos unter Ausrüstung besser aufgehoben. Und in mein Blog passt er thematisch (mangels Modifikation) nicht.
    Die englische Firma Berghaus ist hier im Forum eher für Bekleidung bekannt. Berghaus entwickelt jedoch auch Rucksäcke und hat seit jeher eine hohe Affinität zum UL-Bereich (Stichwort Berghaus Hyper).
    Im letzten Jahr hat Berghaus die Rucksäcke Fast Hike 32 und Fast Hike 45 angekündigt, die inzwischen erhältlich sind. Bislang scheint es im Internet dazu kaum Informationen zu geben:
    Website von Berghaus Review auf TGO Da ich für die nächste Lappland-Tour schaue, wie ich 15 bis 16 kg Startgewicht für 3 Wochen autarkes Wandern anders oder besser transportiere, habe ich mir den 45er gekauft, genau angesehen und mit 14 kg beladen auf meiner 10 km Geländerunde getestet. (Mir ging es nicht primär um diesen Rucksack, sondern um das Tragesystem als solches. Dieser Testbericht ist also ein Abfallprodukt meines „Forschungsdrangs“ .)
     
    Zunächst: Passt der Rucksack in dieses Forum?
    Mit Blick auf Touren mit langer Resupply-Zeit finde ich eindeutig: Ja. Nicht, dass es nicht leichtere Auswahl mit Tragegestell gäbe. Aber nicht jeder kann oder will sich einen Zpacks ArcBlast für 480 Euro leisten. Das der Fast Hike 45 durchaus seine Berechtigung im UL-Bereich haben kann, ist gut im Vergleich mit dem Gossamer Gear Gorilla 40 zu sehen, einem hier im Forum häufiger genannten, ähnlich flexiblen Pack. (Ich vergleiche die am ehesten entsprechende Rückenlänge L des Gorilla, der in S, M, L und XL erhältlich ist.):
    Rucksack
    Berghaus Fast Hike 45 (2018, eigene Messung)
     
    Gossamer Gear Gorilla 40
    (2017, Größe L, Quelle: TLS)
     
    Volumen
    45 l
    40 l + ca. 7 l ext.
    Rückenlänge
    Ca. 46-56 cm (eigene Messung und Versuchspers., Min.-Wert ab Mitte Hüftgurt)
    48-56 cm
    Gewichte
     
     
    Packsack
    529 g (bereits mit Mesh-Rücken)
    568 g
    Dokumententasche
    30 g (entnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Kompressionsriemen
    12 g (4 x 3 g, abnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Brustgurt
    12 g (abnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Trekkingstockhalterungen
    10 g (2 x 5 g, abnehmbar)
    (Fest verbaut)
    Tragegestell (U-Bügel)
    134 g (entnehmbar)
    94 g (entnehmbar)
    Sitpad/Rückenpolster
    63 g (entnehmbar)
    70 g (entnehmbar)
    Hüftgurt
    130 g (abnehmbar)
    266 g (abnehmbar)
    Gesamtgewicht ab Werk
    910 g (Gesamtgewicht auf meiner Waage, Summe obiger Einzelgewichte ist 922 g)
    976 g (L, als M 922 g, die Angabe lt. TLS, Summe obiger Einzelgewichte ist 998 g)
     
    Konfigurierbarkeit
    Man bekommt mit dem Fast Hike 45 also einen ähnlich großen Rucksack wie den Gorilla, ebenso mit entnehmbaren Innengestell, mit ähnlichem Gewicht und Traglast, aber noch flexiblerem Aufbau. Praktisch alles am Fast Hike kann völlig schadlos entfernt oder durch etwas anderes ersetzt werden:
    Die Dokumententasche ist mit Kam-Snaps eingehängt. Man kann sie entfernen und statt dessen z. B. einen Schlüssel-Clip basteln und an-snappen. Oder irgendeinen anderen Gegenstand mit einem Kam-Snap versehen, den man ordentlich im Rucksack fixieren möchte.
      Die Kompressionsriemen finde ich sehr durchdacht. Sie liegen auf den Seiten und haben gegenläufige Schnallen. Man kann sie wahlweise zur Seitenkompression einsetzen oder aber die vorderen Enden verbinden und so um den ganzen Rucksack führen (Vollkompression) oder nur auf der Front verwenden (Schneeschuhbefestigung). Fand ich im Handling tatsächlich sehr einfach und friemelfrei. Die unteren Kompressionsriemen konfigurieren bei Bedarf auch die Seitentasche um (siehe unten).
      Das Rückenpolster ist trapezförmig geformt und hinter 3D-Mesh in einer eigenen Tasche eingesetzt. Zwischen Polster und Rucksack ist Platz für eine Trinkblase.

    Das Rückenpolster kann leicht entnommen werden, ist aber etwas schwierig in seinen ursprünglichen Platz wieder einzusetzen. Konstruktiv ist dies aber intelligent gelöst: Wenn man keine Trinkblase benutzt, schiebt man das Rückenpolster einfach in den Trinkblasenschacht. Das gelingt mit einem schlichten Handgriff und ist auch in einer 5-Minuten-Pause nicht lästig. Nur, wenn man eine Trinkblase benutzt, ist es empfehlenswert das Sitzpolster an seinen angestammten Platz vor die Zwischenwand zu schieben, der durch eine Abdeckleiste nicht ganz so einfach zu benutzen ist.

    Man kann das Polster aber auch ganz entnehmen und statt dessen zwei Z-Lite-Segmente in das Trinkblasenfach einsetzen, diese allerdings als gefaltetes Element (Breite nur 1 Segment). Vom Tragen her wird der Rucksack dadurch geringfügig beweglicher in seitlicher Richtung. Ich finde das aber kaum merklich. Man kann bei entsprechender Packweise auch ganz auf das Polster verzichten. Wenn dann etwas durch das 3D-Mesh hindurch stört, dann ist das durch anderes Packen zu beheben. Der Rucksack selbst hat dort keine störenden Elemente.

    Vermutlich aus Gewichtsgründen ist das Rückenpolster stark perforiert. Man kann zwar sehr bequem darauf sitzen, aber auf nassen Gras kommt man dennoch eine nasse Hose. Man kann sich allerdings leicht aus EVA eine Alternative schneiden.
      Das Gestell aus biegefestem Draht lässt sich sehr einfach entnehmen. Ein kleiner Klettverschluss ist zu öffnen, dann die Ecken herunterziehen, schon hält man den Drahtbügel in der Hand. Beim Wiedereinsetzen ist beim letzten Handgriff eine ausgediente Kundenkarte und maßvoll dosierte Kraft hilfreich, um die zweite Ecke des Gestells unter das Hepalon-Dreieck zu schieben.
     
    Wie die meisten Gestellrucksäcke macht auch der Fast Hike 45 bei voller Beladung das ein oder andere knarzende Geräusch, jedoch deutlich weniger und leiser, als z. B. der Osprey Exos.
      Der Hüftgurt wird wie üblich durch eine Klettlage hinter dem Steißpolster festgehalten und kann recht einfach entnommen werden. Er ist breit, aber nicht sehr dick. Ich fand den bei 14 kg über 6 km (den Rest der Strecke habe ich ohne Hüftgurt absolviert) aber bei weitem ausreichend. Tragesystem
    Durch das recht feste Rückenpolster hinter dem Meshrücken ist der Rucksack auch ohne Drahtbügel ein gut zu tragender Körperkontaktrucksack ohne allzustarkes Ausrunden. Im direkten Vergleich fand ich das Tragegefühl mit Bügel aber spürbar ausgeglichener, nicht zuletzt durch die bessere Lastübertragung auf die Hüfte.
      Die Schultergurte sitzen am besten mit Brustgurt. Dann sind sie überaus bequem. Ohne Brustgurt kommt die spezielle Form der Gurte nicht so gut zur Wirkung. Die Schultergurte sind im oberen Bereich deutlich fester, während die untere Hälfte auf Brusthöhe sehr dünn, weich und seitlich dehnbar ist. Der feste obere Teil sorgt dafür, dass der Rucksack sich recht direkt trägt und seitlich weniger schwingt, als ich das konstruktiv erwartet hätte. Der unterere weiche Teil liegt sehr angenehm an und ich habe den auf meiner Testrunde praktisch nicht gespürt. Ich kann mir darum gut vorstellen, dass die Gurte trotz der Breite der Konstruktion auch für Frauen angenehm zu tragen sind. Überdies kann der Brustgurt in Stufen über einen sehr weiten Bereich vom Bauch bis fast direkt unter dem Hals positioniert werden.
      Der Hüftgurt lässt sich in einem weiten Größenbereich benutzen. Ich bin sehr schlank, da war aber noch genug Spiel für dünnere Personen. Bei welchem größeren Hüftumfang Ende ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber verlängern lässt sich ein Hüftriemen ja recht leicht. Taschen und Fächer
    Das Hauptfach ist ein klassischer Rolltop mit Quer- und Längsband, sehr gut geschnitten und der Verschluss durch das beidseitige Querband sehr gut und dicht zu benutzen. Ein Hilfsverschluss im Querband (Kam-Snaps, Magnete, Schnalle) fehlt jedoch, ich habe den auch nicht vermisst.
      Das Frontfach aus dehnbarem Mesh ist einen Ticken zu schmal für meinen Geschmack und dadurch geringfügig kleiner als das des Gorilla. Dafür sind die Seiten des Frontfachs aus geschlossenem Material und somit robuster.
      In die beiden Brusttaschen auf den Schultergurten passen keine normalen PET Flaschen (0,5 oder 0,75 l). Die schlanken runden Smoothie-Flaschen (0,25 bis 35 l) passen hingegen perfekt, sitzen sicher und stören auch nicht beim Tragen. Diese Fächer habe vor allem auch die richtige Größe, um ein Smartphone, GPS etc. vernünftig zu platzieren. Wem die Fächer anderer Hersteller zu eng oder flach sind, wird den Unterschied positiv feststellen.
      Von den beiden Hüftgurttaschen ist die rechte als offene dehnbare Mesh-Lasche gestaltet, die linke ist eine klassische Reißverschlusstasche, ebenfalls aus dehnbarem Mesh-Gewebe. Während man die offene Tasche sehr leicht benutzen kann, leidet die Reißverschlusstasche etwas daran, dass der Reißverschluss nicht sich nicht mit dem Mesh-Gewebe dehnen kann. Dadurch bleibt die Öffnung bei geschlossenem Hüftgurt am schlanken Körper etwas zu eng für eine komfortable Benutzung. Die Tasche an sich ist nicht sehr groß, aber ausreichend und dehnbar.
      Sehr gut finde ich die vier (!) Seitentaschen aus dehnbarem Mesh. Die jeweils untere ist so, wie man es von einer gerade geschnittenen Seitentasche erwartet. Nicht ideal mit der Hand erreichbar, aber dank der großen Dehnbarkeit problemlos mit Flaschen beliebiger Größe zu beladen.
     
    Die jeweils obere ist tatsächlich eine zweite Lage, die hinter der unteren Tasche bis zu Rucksackboden hinunter reicht. Man kann dort also sehr einfach und sicher eine breit aufgerollte NeoAir oder dünne EVA reinschieben oder ein Zeltgestänge, Trekkingstöcke etc. Zieht man den unteren Kompressionsgurt jedoch leicht an, dann verhindert der das Durchrutschen der Gegenstände in den unteren Bereich. In dieser Konfiguration geht die Ausdehnung der oberen Seitentasche nicht zu Lasten der unteren (vgl. Flaschenbild). Die obere Tasche „endet“ quasi über der unteren. Finde ich eine pfiffige und flexible Umsetzung.
      Zwiespältig finde ich die Dokumententasche. Sie hat mit 17 × 21 cm eine hinreichende Größe, z.B. für einen eBock-Reader (vgl. Bild), hängt aber für meinen Geschmack zu tief unten im Rucksack. Sicher, wenn ich den Rucksack nicht voll mache und den Rolltop schließe, darf die auch nicht im Weg sein. Aber für einen schnellen Zugriff ist das keine wirkliche Alternative. Leichter wäre da, einen Ziploc-Beutel statt dessen in den Rucksack zu legen. Fazit
    Alles in allem: Insgesamt fand ich den Fast Hike (mit 14 kg über 10 km) sehr bequem zu tragen. Trotz des Gestells bleibt es aber ein Kontaktrücken mit eher durchschnittlicher Belüftung.
    Dennoch ist das einer der wenigen „Big-Brand“-Rucksäcke, die ich tatsächlich berichtenswert finde, weil …
    noch wenig bekannt flexibel zwischen 529 und 922 g konfigurierbar durch die Vielseitigkeit der Kompressionsriemen auf nahezu jede Nutzgröße anpassbar. Im runter konfiguriertem „nackten“ Zustand ohne alle Optionen ist der Fast Hike zwar, wie auch der Gorilla, nicht Hardcore-UL. Da müsste er klar unter 400 g wiegen und weniger Features haben. Im oberen Bereich ist er dafür aber auch mal als Backcountry-Rucksack mit 12 kg Lebensmitteln gut erträglich. Dann ist er zwar 100 g schwerer als ein ähnlich tragfähiger Osprey Levity 45, dafür aber weniger steif und sperrig und aus dickerem Material.
    Die gesamte Verarbeitung des Packs scheint mir makellos und sehr robust zu sein. Trotz der vielen Features ist der Pack überraschend leicht zu konfigurieren. Er funktioniert. Die Schlichtheit, mit der die Kompressionsriemen den Rucksack umkrempeln (oder entnehmbar) sind, gefällt mir.
    Für wen ist der Fast Hike also geeignet?
    Das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Ich würde ihn am ehesten Leuten empfehlen, die …
    UL nicht zum äußersten treiben wollen, lieber kaufen als nähen, trotz UL-Ansprüchen viele Fächer haben mögen, gelegentlich längere Backcountry-Touren mit hohem Startgewicht unternehmen, die nicht für jede Art von Unternehmung einen anderen Rucksack anschaffen wollen, sondern einen einzigen, der sich in einem weitem Gewichts- und Volumenbereich konfigurieren lässt. OT: Warum verkaufe ich den Rucksack nach dem Test wieder?
    Weil ich ihn nur zum Test angeschafft habe. Ich habe in den letzten 18 Monaten 11 Rucksäcke neu oder gebraucht gekauft, getestet, modifiziert, auf Tour(en) mitgenommen, eingelagert und/oder wieder verkauft. Rucksäcke machen mir Spaß. Aber behalten kann ich nicht alle. Und für den Zweck einer langen autarken Tour besitze ich bereits einen MYOG-Pack mit Gestell und fast halbem Gewicht, der mir lieber ist.

  4. Witzig!
    Tobias P. hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Schnäppchen-Thread 2.0   
    OT: War nur ein Abendvorrat, der vom Laden zum Zelt transportiert wurde. Unterwegs gilt selbstverständlich UL-konforme Whisky-Diät. 😉
  5. Gefällt mir!
    Tobias P. hat eine Reaktion von Gymbooo erhalten in Schnäppchen-Thread 2.0   
    Bei mir problemlose Bezahlung der 6,99 (via GooglePay).
  6. Danke!
    Tobias P. reagierte auf ulkeater in Schnäppchen-Thread 2.0   
    Edit: Vorbei! Preise wurden korrigiert.
     
    Bei Alpkit gerade Stöcke super günstig:
    Carbonlong Poles das Paar für 6,99 (nur die mit regulären Griffen), extra lang, je 215g.
    Marathon ultra single für 5,99. Wiegt 205g.
    Versand ist 8,00€. Sieht irgendwie nach einem Preisfehler aus, aber die Bestellung hat geklappt.
     
  7. Gefällt mir!
    Tobias P. reagierte auf Martin in Hexatrek, 3.000 km Trail durch Frankreich   
    @Effwee, dir fehlt eine 1l Wein Platipus (pro person?)! Auf dem HRP haben wir damit angefangen, einfach göttlich. Sonst ist die Packliste makellos, da gibt's nix zu diskutieren. Der Topf wäre mir Fresssack zu klein, aber das ist bei jedem anders.
  8. Gefällt mir!
    Tobias P. reagierte auf Schwarzwaldine in Saucenmischung statt komplettes Essen?!   
    Ich suche immer wieder nach Möglichkeiten, das Boardfutter (insbesondere für Bikepackingtouren, wo die Versorgungs/Nachschublage eindeutig einfacher ist) zu optimieren, Basis ist immer: mit heißem Wasser "hinkriegbar". Neueste Idee: Couscous und Nudeln mit kurzer Kochzeit gibt es mittlerweile ja so gut wie überall zu kaufen, damit müsste es ja genügen, anstatt dem Rundum-Sorglos-Paket aka selbstgemixtes Trekkingessen selbstgemixte Saucen mitzunehmen.
    Versuch heute: Arrabiata - Bio-Tomatensuppe, Paprikaflocken, Sahnepulver (das 72% von Backstars, um Fett in die Sauce zu bekommen), Knoblauchgranulat, Salz und scharfe Gewürzmischung ... hat mich schon mal voll überzeugt!
    Die "Käse"sauce mit Sahnepulver, Hefeflocken, Schmelzflocken zum Andicken, getrockneten Lauch, Salz und Gewürzen geht auch gut.
    Macht das hier schon jemand? Weitere Rezeptideen sind willkommen!
  9. Gefällt mir!
    Tobias P. hat eine Reaktion von Fliegengewicht erhalten in Island 2016 - Kjalvegur, Laugavegur, Fimmvörðuháls   
    Zu guter Letzt noch ein paar Takte zu den Bedingungen in Island generell.
    Ich habe das ganze jetzt von der Warte betrachtet, das wir übers Wandern auf den etablierten Wanderrouten reden. Auch auf den nicht nach der großen Reykjavíker Einkaufsstraße benannten Wegen ist die Zivilisation im Grunde nie fern. Sollte das Wetter tatsächlich übel werden ist die nächste Hütte oder der Bus zur nächsten Stadt fix zu erreichen. In einer anderen Ecke der Insel ist das Wetter gerade bestimmt besser ...
    Insbesondere unter UL-Bedingungen verlängern sich zudem ja die machbaren Distanzen. Während sich die meisten Leute für Landmanna-Skogar sechs Tage Zeit nehmen ist es von der Strecke und dem Schwierigkeitsgrad her auch durchaus in zwei zu schaffen sollte es wetterbedingt notwendig sein (nicht dass das erstrebenswert wäre, an der spektakulären Landschaft vorbeizurennen). Und auf eben dieser Strecke hat man nun noch dreimal die Möglichkeit einkaufen zu gehen. Einen weiteren hilfreichen Part spielt die Mitternachtssonne (die nota bene auch eine Taschenlampe zum Luxusgegenstand fürs Lesen im Zelt macht): man muss im Hochsommer nie fürchten, von der Dunkelheit überrascht zu werden. In Landmanna regnet es morgens? Abwarten bis es trocken wird, im Laufe des Nachmittags losziehen und ganz gemütlich nach 22 Uhr in Álftavatn eintrudeln.
    Wer einen konsequenten UL-Gedanken verfolgen will, sollte in meinen Augen auch erwägen, in Hütten zu übernachten (bzw. das Shelter vorauszuschicken für die wenigen Routen ohne diese Möglichkeit). Das spart ja nicht nur das Shelter, sondern auch einiges an warmen Klamotten, man kann beim Schlafsack eine Nummer dünner wählen ...
    Und nun noch zu den gefürchteten Wetterbedingungen: bis auf die Windstärken ist das isländische Wetter ja eigentlich recht mild. Klar, innert eines Tages kann man das ganze Spektrum dabeihaben, aber wie man so schön sagt: dir gefällt das Wetter nicht? Warte 15 Minuten.
    Als Mitteleuropäer jagt einem Schnee im Hochsommer natürlich Angst ein. Aber wenn bei uns mal Schnee fällt ist das ja zumeist mit einer wochenlangen Kaltfront und erheblichen Minusgraden verbunden. Im Sommer ist der Schnee auf der Insel jedoch so schnell weg wie er gekommen ist, und selbst im Winter fällt das Thermometer nahe der Südküste dank des Golfstroms nie groß unter Null. Als Referenz sei dazu noch die Wetterstatistik von Isafold.de verlinkt. Schnee hatte der Mann an 2 von 100 Tagen, wenn es an den beiden Tagen tatsächlich ungemütlich ist übernachtet man halt in einer Hütte oder steigt in den Bus und legt einen Museumstag ein.
    Die Gruselgeschichten und Ausrüstungsempfehlungen die man für Island allerseits bekommt sind sicher nicht verkehrt, aber auch in Relation zu setzen. Was die Einheimischen angeht ist meiner Meinung nach die skandinavische Outdoormentalität zu berücksichtigen: wenn der Rucksack unter 30 Kilo wiegt ist es kein ernstzunehmendes Trekking. Das schlägt in die selbe Kerbe, wie das jeder dritte Reykjavíker für die Stadt einen Hummer oder ein noch monströseres Auto benötigt. Dasselbe empfehlen sie natürlich den Touristen. Und das nicht ohne Grund, denn jedes Jahr müssen ja etliche Wanderer aus dem Hochland ausgeflogen werden, weil sie sich übernommen haben. Aber das sind dann halt auch Leute, die in den Klamotten, die sie sonst für den sommerlichen Stadtbummel tragen, ins Hochland losgezogen sind (mit Grauen denke ich an die junge kalifornische Familie zurück, die mit einem nur in einen dünnen Strampler gekleideten schreienden Säugling vom Hrafntinnusker kam, weil der Wind ihr Supermarktzelt geschrottet hatte). Die Toten des Laugavegur hatten weder warme Kleidung noch ein Zelt dabei.
    Umgekehrt lässt sich freilich auch die Psychologie der Leute nachvollziehen, die dann eben einen knappen Tausender in ihr Hilleberg versenkt haben; wenn man das Geld einmal ausgegeben hat, benötigt man das Teil natürlich auch ganz dringend (und hier spricht nicht der Neid, ich hab selbst ein Nammatj, das seines Einsatzes unter wirklichen Expeditionsbedingungen harrt). So ziemlich alle isländischen Zeltplätze, auf denen ich war, sind ja aber ganz gut vor den Unbilden des Wetters geschützt. Wo es die Zelte regelmäßig wegweht sind halt die Camps auf dem Hrafntinnusker und dem Fimmvörðuháls. UL unterwegs gibt es aber keinen vernünftigen Grund auf einem Berggipfel auszuharren - runter da und im geschützten Tal übernachten.
    Soweit also meine eigenen Erfahrungswerte - auf dass mich das isländische Wetter nicht eines Tages eines besseren belehrt.
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    Tobias P. hat eine Reaktion von Fliegengewicht erhalten in Island 2016 - Kjalvegur, Laugavegur, Fimmvörðuháls   
    Zu den Optimierungsmöglichkeiten, die ich bei dir sehe:
    diverse Packsäcke: nice to have, ich halt auch lieber Ordnung, aber klarer Luxus Wassersack Playtyplus 2L +  1l Flasche: hier evtl. verwogen? meine 2-L-Platypus, in die aber fast 2,5 passen (und die in erster Linie als Wärmflasche und Kissen dient), wiegt einen Bruchteil davon und genausoviel wie die 1,25er PETs, die wir ansonsten dabei haben Firestarter: halte ich generell für ein Große-Jungens-Spielzeug, ob man Mini-Bics kaputt kriegt scheint eine Glaubenssache zu sein, mir reicht eins Waschtasche: ist es die Tasche selbst, die bei dir soviel wiegt? Desinfektionsmittel hält in Island selbst meine reinlichkeitsversessene bessere Hälfte für Unsinn. Schweres Deo (hab ich auch dabei, in ein Nasenspray umgefüllt)? Generell ließe sich hier sicher noch die Schere ansetzen, und selbst wenn man all die Sachen dabei hat die du auflistest kriegt man das zu einem Viertel des Gewichts hin Toilettenpapier: hab ich in Island bisher exakt keinmal gebraucht, das Land hat die vorbildlichsten Toiletten der Welt, selbst auf Campingplätzen. Also meinetwegen ein Tempo falls man doch mal unterwegs muss. PS: Fürs Naseputzen hab ich in Island ein Stofftaschentuch dabei (für Damen fünf Gramm oder so), das ich abends im Fluss wasche und über Nacht trocknen lasse (bei dem Wind in Island läuft mir die Nase ohne Unterlass) Regenjacke: 450 Gramm haben Einsparpotential, vermutlich halt dabei weil vorhanden Rest der Kleidung: bin jetzt zu faul, das aufzudröseln, aber hier sehe ich eine Mischung aus Redundanz (Thermohose, Regenhose und dann nochmal schwere Softshellhose?), Luxusitems (Badesachen 162 g? Eine knappe Badehose wiegt sicher einen Bruchteil. Teva-Latschen zum Waten? Wenn man Watschuhe braucht gibt es Surfschuhe, die die Hälfte wiegen) und genereller Neigung zu schwerer als nötig (Island ist doch das ideale Land für die ganze fragile UL-Kleidung, da nirgendwo Vegetation im Weg ist, die einem den Kram kaputt macht) speziell zu den Schuhen: solang man auf den Wegen bleibt, seh ich keinen Grund für schweres Schuhwerk. Und das sollte man der Natur zuliebe eh tun Erstehilfeset: ist das eine Vorratspackung Tape um über 100 Gramm zu kommen? Immodium würd ich im reinlichsten Land der Welt daheim lassen 9 Akkus: hast du die annähernd gebraucht? Man schafft es doch schwerlich mehr als 3 Tage ohne Aufladegelegenheit unterwegs zu sein Wanderführer: 105 g sind mehr als die benötigten Seiten, oder? Ich persönlich scanne benötigte Seiten ein, kürze sie um irrelevante Passagen, drucke sie in kleinerem Format aus und schmeiße die Seiten weg, die ich hinter mir habe Wanderstöcke: Fizan Compact wiegen 200 weniger, ich fand Wanderstöcke auf den Pferdetrampelpfaden des Kjalvegur und bei der auf den Weg wachsenden Vegetation an der Jökulsà aber eher hinderlich Iphone ist zweimal gelistet, da blick ich nicht ganz durch. Hast du auf den von dir gegangenen Wegen tatsächlich das GPS angeschmissen? Smartphone tendiert für mich zum Luxusartikel Gas: hattest du nicht weiter oben was von Esbit geschrieben? Auf dem Laugavegur und in Reykjavik braucht man kein eigenes Gas sondern kann die liegen gelassenen Kartuschen aufbrauchen Wasser: auf den von dir begangenen Wegen fällt mir nur eine Stelle ein, an der es nicht an jeder Ecke Wasser gibt. Wenn man sich in der Hinsicht vorher informiert ist es meiner Erfahrung nach in Island 90 Prozent der Zeit nicht nötig, mehr als einen halben Liter Wasser mit sich zu tragen Proviant: zwar wollen sie am BSI mittlerweile ein stattliches Sümmchen dafür, Pakete zu versenden, und schicken wenn ich mich recht erinnere nur nach Landmanna und Mývatn, aber mit vorausschauender Planung und dank der stets netten Hochlandbusfahrer, die es gewohnt sind, Essenspakete vorauszufahren und bei einer der nächsten Stationen zu hinterlegen, ist es eigentlich nicht nötig für allzu viele Tage Nahrungsmittel zu schleppen Alles in allem gibt es meines Erachtens "deutliche Optimierungmöglichkeiten" also im Sinne von 'Kleinvieh macht auch Mist' und einer besseren Nutzung der Infrastruktur, die die von dir begangenen Wanderwege bieten. Das ist natürlich ein Erfahrungswert, den man erstmal machen muss. Wie gesagt, mein erstens Mal Island begann mit 20 Kilo auf dem Buckel, mit dem dabei gemachten Know-how (und deutlich gründlicherer Recherche) war es im Folgejahr aber nicht mal mehr die Hälfte.
  11. Gefällt mir!
    Tobias P. hat eine Reaktion von drug2 erhalten in Harzer Hexenstieg Anfänger   
    OT:
    Mit 6 Kilo ist der Hexenstieg schon recht entspannt, es geht kaum rauf und runter sondern eher konstant sanft bergauf. Wenn es also wirklich um eine mehr oder weniger einmalige Wanderung geht würde ich von größeren Investitionen abraten.
    Kostenlos Gewicht sparen ließe sich noch indem man Essen in den Dörfern am Weg kauft statt Rationen für die ganze Strecke zu tragen. Wobei das meiner Erinnerung nach zwischen Brocken und dem Bodetal schwieriger ist als auf der niedersächsischen Seite, die meisten Restaurants östlich des Brockens scheinen in den letzten Jahren dichtgemacht zu haben und Einkaufsgelegenheiten sind ziemlich ab vom Schuss.
    Wasserversorgung ist wie schon erwähnt kein Problem. Ansonsten kann ich die App Wanderfreund empfehlen, da ist der Hexenstieg kostenlos dabei, und man findet detaillierte Infos zu Quellen, Hütten, Gastro, Einkaufsmöglichkeiten und ÖV.
  12. Witzig!
    Zum Gewichtsausgleich nicht vergessen: Schlafsack zwei Nummern zu kalt. Ist ja dann eh egal.  
  13. Gefällt mir!
    Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass @German Tourist hier ist um ihre Bücher zu promoten.
    Ganz im Gegenteil. Kann mich an keine Äußerung dahingehend erinnern. Viel mehr ist es so, dass sie vor allem bei Fragen zu Trails immer sehr hilfsbereit und uneigennützig erschien.
  14. Gefällt mir!
    Tobias P. reagierte auf Erbswurst in UL Rucksack oder normaler Trekkingrucksack   
    Wenn Du Jahre lang auf eine Reise gehen willst und bis zu 20 Kilo laden möchtest, dann bist Du meiner Meinung nach mit einem komprimierbaren 60 bis 80 Liter Rucksack gut beraten, und zwar dem solidesten Teil, das sich finden läßt. Mit Innengestell, denn Außengestelle brechen bei Transport in Verkehrsmitteln.
    Ich würde dabei auf neue Ware setzen, die von einer Nato Armee exakt so eingekauft wird, da dann davon aus zu gehen ist, dass das Ding auf extreme Belastungen geprüft wurde. Berghaus bietet so etwas beispielsweise an, die beliefern das britische Militär.
    Würde ich auf so eine Reise gehen wollen, dann würde ich mir allerdings eine erstklassige sehr leichte Ausrüstung zu legen.
    Ich würde einen Snugpack Special Forces 2 Schlafsack mit dazu gehörigem Biwaksack SF bivi (britische Armee) auf einer Faltisomatte gebraucht von der Bundeswehr nutzen, außerdem mitnehmen einen Toaks Titan Topf mit Klappgriff und Henkel zum übers Feuer hängen, ein Victorinox Compact, eine Petzl e-Lite Kopflampe, ggf eine Surefire Minimus, einen drei Lagen Goretexanzug von Steinadler (Österreichisches Bundesheer) die dazu gehörige leichteste Kälteschutzjacke von Carinthia, den Essl 45 Liter Kaderrucksack (vom ÖBH), eine Woolpower 200 Unterhose (nutzen fast alle Natoarmeen) , eine Fjällräven Zipp Off Hose, Zwiegenähte Bergstiefel (von Meindl, Steinkogler, Trabert, Völkl, Hanwag oder Geiger) Socken von Nordpol (2x) und Falke TK2 (1x). Das heißt, ich würde bei Schlafsack, Kleidung und Rucksack auf möglichst leichtes, modernes, zivil aussehendes extrem haltbares Militärmaterial setzen.
    Alles andere würde ich in ultra leichter Ausführung anschaffen, wie sie in diesem Forum diskutiert wird.
    Sollte diese wider Erwarten unterwegs den Geist aufgeben, so würde Dir immer noch eine erstklassige Militär Survival Ausrüstung bleiben, die für den hoch alpinen Raum konzipiert ist.
    In dem Rahmen würde ich über die Mitnahme eines Fjellkniven F1 nach denken.
    Dass man mit einer Survivalausrüstung Notsituationen nur überlebt, wenn man gelernt hat, damit umzugehen, erklärt sich wohl von selbst. Anfängern sei dazu zB die Schule von Paul Kirtley namens Frontier Bushcraft empfohlen.
    Ich frage mich bei Fragestellern wie Dir im Internet immer, ob sie einem Olympiakader oder einer militärischen Spezialeinheit angehören, oder ob sie noch niemals einen 16 Kilo schweren Rucksack an einem Tag auch nur 50 Kilometer weit getragen haben. 
    Ich halte es für alles andere als spaßig, Rucksäcke mit einem Gewicht von über 16 Kilogramm in der Freizeit durch die Gegend zu tragen. Bei der heutigen modernen Ausrüstung ist das völlig unnötig und unsinnig geworden, selbst beim Zelten im Schnee.
    Natürlich macht man auf so einer langen Tour keine Experimente und möchte nicht das Risiko eingehen, Materialbruch zu erleiden.
    Aber 18 bis 20 Kilo schleppen? Na Hola!
    Ich denke, Du solltest Dich erst mal quer durch dieses Forum lesen, bevor Du Dein Geld in eine Ausrüstung investierst, die Du am Ende keine 10 Kilometer weit tragen kannst!
     
  15. Gefällt mir!
    Tobias P. reagierte auf Barbarix in Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1   
    So, jetzt gibt es endlich meinen Reisebericht zur Patagonien- / Feuerlandreise Anfang diesen Jahres. Die Ausrüstung für die Tour ist großteils selbst gebaut. Beschreibungen dazu findet ihr im MYOG Bereich. So nun geht´s los:
     
    Hamburg / Paris So, 19.2.17
    Mann, Mann, Mann, was für eine vorfreudige Aufregung! Habe ich an alles gedacht? Alles dabei? Alles vorbereitet?
    Um kurz vor 13:00 ruft Carlo an und wir verabreden uns um 15:00 am Flughafen. Vorher noch einen Kaffee trinken und letzte Dinge besprechen. Kurz nachdem ich am Flughafen ankomme treffe ich auch schon Carlo und Walter. Freut mich total, dass die beiden extra zum Flughafen sind, um mich zu verabschieden.
    Schöner Flug nach Paris. In Paris kann ich mich 2 ½h auf eine Bank legen, das tut vor dem langen Flug gut! Weil das Gate kurzfristig an das andere Ende des Flughafens verlegt wird, komme ich doch noch zu meiner sportlichen Bewegung. Der Flug ist echt OK und ich kann gut 6h schlafen. Ich habe einen bequemen Platz (30€ Aufpreis) wo ich mich komplett ausstrecken kann. Ich komme um ca. 10:00 vormittags recht fit an.
     
    Santiago de Chile, tagsüber zwischen 32-35°C Mo 20.2.17
    Die Chilenen sind sehr nett und hilfsbereit! Erst einmal Geld geholt und dann ein Taxi genommen. Nach dem Flug habe ich keine Lust auf irgendwelche Abenteuer mit dem Minibus. Die Taxifahrt hat 50min gedauert, weil der Taxifahrer die Adresse nicht finden konnte. Um 12:00 Uhr bin ich dann endlich im Zimmer, das allerdings leider noch belegt ist. Also erst einmal zu Mittag essen (Bohnen, Reis, Salat) und dann das Zimmer beziehen. Nach einer kurzen Siesta geht es in die Innenstadt. Wenn man Links und Rechts verwechselt ist der Weg zur Metro ganz schön weit! Wenn man es richtig macht sind es 10min. Nach einer ¾h und 4-mal Fragen habe ich endlich die Metrostation und ich fahre ins Zentrum. Santiago ist jetzt nicht so der Hit aber es gibt einige ganz nette Ecken. Dank Globalisierung sind mir wenigstens die Preise vertraut: Ein Café con Leche mit einem Stück Apfelkuchen: 6,50€. Besonders gut hat mir der Park am Cerro Santa Lucia gefallen. Sehr liebevoll angelegt, eine Oase in der Hauptstadt. Die Stadt und auch das Stadtzentrum sind sehr weitläufig und ich bin insgesamt 5h zu Fuß unterwegs. Leider haben sowohl der Mercato Central als auch das „Aqui esta Coco“ (Restaurant) geschlossen – Schade!
    Nach dem ausgedehnten Spaziergang und dem langen Flug bin ich restlos KO und ich esse an einem kleinen Platz in einer Bar. Ich lasse mich überraschen, was ich da bestellt habe. Der Kaffee in Santiago ist übrigens wirklich gut: Stark, haut aber nicht auf den Magen. Leider wird das der letzte gute Kaffee sein, den ich bekomme. In Feuerland ist der Kaffe nicht besonders und in Argentinien leider grauenhaft.

    Santiago de Chile, tagsüber zwischen 32-35°C Di 21.2.17
    Frühstück ist einfach: 2 Eier zum selber braten, dazu Toast. Heute nehme ich den richtigen Weg zur Metro. Vorher buche ich über Uber für morgen die Fahrt zum Flughafen.
    Ich komme gerade noch rechtzeitig zur Stadttour angejoggt. Die Tour dauert 3h ist super interessant und man gibt am Schluss ein (anständiges) Trinkgeld. Es ist eine alternative Stadttour über die Märkte, der nördliche Teil des Zentrums und den Zentralfriedhof (!). Man erfährt auch einiges zur Geschichte vor allem zur jüngsten Geschichte seit Präsident Allende und dem Putsch durch Pinochet. Super spannend und sehr empfehlenswert!
    Danach einen Meeresfrüchteeintopf im Tio Willy im Mercado Central und dann weiter zum Cerro Christobal. Für die Seilbahn müsste ich mindestens 1h Schlange stehen und so spaziere ich auf Berg. Bei der Hitze ist das echt anstrengend und ich freue mich schon auf das kalte Feuerland. Aber der Blick auf die Stadt belohnt den schweißtreibenden Aufstieg. Auf dem Rückweg stärke ich mich noch mit einem Mote con huesillo – sehr lecker!
    Leider kann ich keinen Platz im Peumayen reservieren – Reservierungen werden so kurzfristig nicht mehr angenommen, aber ich soll einfach um 19:00 dort sein und mein Glück versuchen. Schlendere danach noch ein wenig durch die Stadt un um 19:00 bin ich wieder im Peumayen.
    Yesss! Habe einen wunderbaren Platz im überdachten Innenhof bekommen, ich finde sogar einen der besten Plätze. Danach gibt es ein Abendessen der Extraklasse: traditionelle chilenische Gerichte der unterschiedlichen Ureinwohnerstämme neu interpretiert – Alles in Allem gehobene moderner Küche. Nach einem Pisco Sour als Aperitif gab es zum Einstieg 6 verschiedene Brotvariationen. Danach gemischte Vorspeisen. Als Hauptgang ein sehr zartes, köstliches Steak vom Pferd auf einem heißen Stein, danach 8 verschiedene Nachspeisen.

    Santiago de Chile, nachts 30°C Mi 22.2.17
    Habe bei dieser Hitze nicht besonders gut geschlafen. Uber ist super, alles funktioniert reibungslos. Am Flughafen dann leider ein Komplettchaos, weil Sky Airlines das IT-System umstellt. Aber nach 1h warten habe ich meine Boardkarte mit einem Fensterplatz.
    In Punta Arenas angekommen nehme ich ein Taxi ins Hostel, von dort aus gehe ich gleich ins Reisebüro. Ich habe Glück, um 16:00 fährt ein Boot zur Pinguinkolonie auf der Magdalena Insel. Die andere Kolonie, die man per Straße erreichen kann ist um diese Zeit im Jahr schon verlassen.
    Die 60€ lohnen sich auf jeden Fall: Eine schöne Bootsfahrt von 2h zur Insel, 1h auf der Insel und 2h wieder bei Sonnenuntergang zurück. Die Pinguine sind echt putzig und sehr fotogen!
    Punta Arenas finde ich recht hässlich, gut dass ich nur eine Nacht bleibe und es morgen wieder weiter geht.

    Puerto Williams, Tolles Wetter, leichter Regen am späten Nachmittag Do 23.2.17
    Der Flug war perfekt, ich Sitze auf Platz 1A und die Sicht auf Ushuaia und die Berge ist atemberaubend. Ich kann auch den ganzen Beagelkanal überblicken und sehe jede Menge Gletscher. Am Flughafen werde ich von Cecilia freudig begrüßt und dann geht´s auch schon zum Campingplatz. Naja Campingplatz, eigentlich ist es Cecilias Garten. Aber mit der Hütte, in der sich 2 Bäder, eine Küche und ein großes Wohnzimmer befinden ist es zwar einfach aber sehr gemütlich und familiär. Puerto Williams hat für einen so kleinen Ort doch einiges zu bieten: Das Café am Hafen ist sehr schön, leider haut mir der Kaffee auf den Magen. Ein tolles Museum mit Internet und ein paar kleine Restaurants. Bei der Polizei melde ich mich schon mal für die Dientes del Navarino Tour ab, dann muss ich das morgen nicht mehr erledigen.
    Die Leute auf dem Campingplatz sind sehr nett: Julien ist ein netter Franzose, der komplett von meinem MYOG Packraft begeistert ist. Er überlegt ob und wie er auf seiner noch mehrmonatigen Reise ein Packraft bauen kann. Ich schicke ihm noch meinen Bauplan. Von Anne und Max bekomme ich einen Geburtstagskuchen und Cecilia bringt noch 2 große Lachse und einen anderen Fisch, aus dem die Franzosen ein tolles Abendessen zaubern. So feiern wir meinen Geburtstag noch bis Mitternacht – unvergesslich!

    Dientes del Navarino, super Wetter – Sonne pur, morgens 6°C Fr 24.2.17
    Um 9:00 geht es los und Cecilia bringt uns zum Trailhead. Vorher wiege ich meinen Rucksack noch an einer Kofferwaage: 11,3kg inkl. Packraftausrüstung und Verpflegung für 7 Tage. Das ist echt gut und passt ganz gut zu meiner Packliste, die 10,9kg errechnet hat. Der Trail ist sehr schön, mache viel Fotos und genieße das tolle Wetter. Ein gelungener Start für die erste Tour. Meine geplante Etappe schaffe ich gut und um 18:00 baue ich das Zelt auf. Jetzt noch ein wenig schreiben und dann kochen. Das Wetter auf Feuerland ist recht wechselhaft. Nachts nimmt der Wind zu und die Böen haben schon fast Sturmstärke. Ich hatte schon ein wenig Angst um mein Zelt, aber es hat mich nicht im Stich gelassen! Später setzt Regen ein. Ich versuche das Zelt bei den starken Böen ein wenig abzustützen. Jetzt muss das Zelt wirklich halten!


    Dientes del Navarino, super Wetter – auf dem Weg zum Gipfel etwas Regen Sa 25.2.17
    Ich breche nach dieser aufregenden Nacht erst um 10:00 auf – ohne Früstück. Das Frühstück hole ich in einer windgeschützten Senke kurz unterhalb des Gipfels nach. Der Regen hat auch aufgehört und ich kann eine schöne Pause einlegen. Kurz vor dem Abstieg durch einen Wald kann man bis zur Inselgruppe von Kap Hoorn sehen – Wow! Beim Abstieg, der eines der schwierigsten Wegstücke sein soll, verliere ich leider den Weg und muss mich durchs Unterholz schlagen und 1000 umgefallene Bäume überklettern. Sehr unangenehm und dann rutsche ich in einem besonders steilen Teilstück aus verdrehe ich mir auch noch das Knie. Gut dass ich einen leichten Rucksack habe. Kurz vor dem Fluss finde ich den Weg wieder und es geht gemütlich flach das Tal entlang, bis ich unter einem Baum durchkrabbel und plötzlich vor einer Hängematte stehe. Ich bin bei der Hütte angekommen und es ist erst 14:00. Toll ein halber Tag um die Gegend zu erkunden. Anne und Max sind auch schon da und haben bereits ihr Zelt aufgebaut. Ihr Platz letzte Nacht war wohl weniger geschützt und sie haben einen Riss im Außenzelt und einen im Innenzelt bzw. im Boden. Aber so ein Hilleberg lässt sich gut reparieren. Die Hütte hat einen Ofen und die beiden heizen schon mal schön ein. Vorher versuchen wir zu fischen, geben aber schon nach einer halben Stunde wieder auf. Den Versuch zu Paddeln muss ich auch recht schnell wieder aufgeben. Der Wind hat inzwischen kräftig zugelegt und inzwischen schon fast Sturmstärke. Das wird mir mit dem Packraft schnell zu viel. Am Abend kochen wir noch gemeinsam und gehen früh schlafen.


    Isla del Navarino, super Wetter aber windig So 26.2.17
    Wache schon um 7:30 auf und bin froh in der Hütte übernachtet zu haben. Die Nacht war sehr windig. Aber jetzt am Morgen wird der Wind schwächer. Ich mache erst einmal einen Kaffee und probiere dann fast bei Windstille mein Packraft aus. Ich paddle bei herrlichem Wetter eine gute Stunde – ein Traum geht in Erfüllung!
    Ich überlege, ob ich noch weiter bis zur Küste wandern soll, entscheide mich aber dann doch dagegen. Ich breche kurz nach 12:00 auf und mache mich auf den Rückweg. Mein Knie schmerz noch ein wenig von dem gestrigen Ausrutscher. Da mir dieses angeschlagene Knie schon mal eine Wanderung in Grönland verdorben hat habe ich mich für die sichere Variante entschieden und bin nicht weiter zur Küste gewandert. Ich bereue die Entscheidung nicht! Der Rückweg ist herrlich und ich genieße das tolle Wetter und lasse mir Zeit.
    Kurz nach 17:00 komme ich an meinem alten Zeltplatz an, beschließe aber noch ein wenig weiter zu gehen. Kurz darauf entdecke ich eine winzige aber ebene Fläche im Wald. An dieser windgeschützten Stelle bleibe ich! Vorher muss ich aber noch zurück und Wasser holen. Der Wind frischt wieder auf und um 19:00 wird es so kalt und windig, dass ich mich zum Schreiben ins Zelt setze. Ich bin froh, dass ich im Wald zelte!



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    Tobias P. reagierte auf wilbo in Kufa vs Hydrophobe Daune   
    hurra,
    wenn die daunen komplett nass werden oder kollabieren, erholt sich der loft von imprägnierter daune deutlich schneller.




    es wurde ca. alle zwei stunden gewogen.
    nach dem auswringen ist das gewicht:
    nassgewicht normale daune: 29,45 g
    nassgewicht imprägnierte daune: 21,78 g

    feuchtgewicht normale daune: 27,82 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 19,95 g
    feuchtgewicht normale daune: 24,62 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 17,51 g
    feuchtgewicht normale daune: 23,69 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 16,93 g
    feuchtgewicht normale daune: 20,19 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 15,72 g
    feuchtgewicht normale daune: 18,22 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 15,14 g
    feuchtgewicht normale daune: 17,43 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 14,87 g
    feuchtgewicht normale daune: 15,86 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 14,50 g
    feuchtgewicht normale daune: 15,37 g
    feuchtgewicht imprägnierte daune: 14,40 g
     
     
     
     
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    Tobias P. hat eine Reaktion von AndiFrischeLuft erhalten in Flasche für Spiritus   
    Ein positiver Aspekt an Caprisonne-/Fruchtpamps-Faltflaschen ist, dass sie ein guter 'Schmuggelbehälter' sind für Länder, in die man per Flieger anreißt, in denen Spirituskauf aber unpraktisch ist.
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    Tobias P. hat eine Reaktion von zeank erhalten in Vorstellungsthread   
    Tag beisammen.
    Ich les schon ne ganze Weile hier mit, und war ob des manchmal rauen Umgangston unschlüssig ob ich mich anmelden soll, letztlich überwog jetzt doch das Bedürfnis, meinen Senf dazuzugeben.
    Ich bin Anfang 30, mache beruflich was mit Medien und fröne als Hobby dem Langzeitstudententum im Bereich Linguistik und Altertumswissenschaften.
    Mein erster Wandergehversuch fand vor einigen Jahren statt. Völlig unbedarft hatte ich zu einem mir passend erscheinenden 40-Liter-Rucksack gegriffen und bin damit wohl vergleichsweise leicht, jedenfalls problemlos, knapp 150 Kilometer entlang des Vätternsees in Schweden gelaufen. Vor Ort wurde einem dann allenthalben, sowohl von den Schweden als auch den zu 100 Prozent Deutschen auf dem Weg, mitgeteilt, dass es total unverantwortungslos sei, mit so wenig Gepäck zu reisen (dass Anfang September die meisten wegnah gelegenen Läden bereits die Saison beendet hatten sollte sich als dringlicher herausstellen als das Mitführen einer Ersatzaxt und was die Leute noch so dabeihaben).
    Seinerzeit beugte ich mich allerdings gedanklich dieser Autorität, die Leute würden schon wissen wovon sie sprachen. Folgende Wanderambitionen wurden jedoch jäh im Keim erstickt, bei einem Kellereinbruch wurde die komplette Trekkingausrüstung gestohlen, und finanziell stand eine Neuanschaffung nicht zur Debatte (hätte ich damals nur etwas von MYOG gewusst ...).
    Fast forward ins Jahr 2015, endlich war das Geld beisammen für die lang erträumte Islandtour. Die mahnenden Stimmen von damals im Hinterkopf und dank der 'kompetenten' Beratung im Globetrotter (Island? Da brauchst du auf jeden Fall richtig teures schweres Schuhwerk!) zog ich mit über 20 Kilo los und kam mit einem seitdem chronischen Bandscheibenschaden zurück. Infolgedessen las ich doch mal bei den allseits belächelten ULern nach, quälte mich durch Jardines Esoterik-Gefasel, probierte so einiges in der rauen Wildnis des Berliner Umlands aus (in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben), kehrte schließlich als Leichtwanderer zurück und sah, dass es gut war.
    Wenn da nicht die Luxusbedürfnisse meiner mitwandernden Holden wären, wär es mittlerweile sogar UL. Andererseits ist sie es auch, die mich davon abhält, mich durch die Anschaffung immer neuer Ausrüstung zu verschulden.
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    Tobias P. reagierte auf Falke in Deo-Spray   
    OT: Der Wechselkopf von einem Mehrwegrasierer lässt sich jedenfalls wunderbar ohne zugehörigen Stiel nutzen!
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    Tobias P. hat eine Reaktion von mawi erhalten in Erste "UL"-Erfahrung im Sarek 2016/09   
    Entgegen der Schwerkraft fließendes Wasser hätte mich allerdings auch sehr irritiert! 
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    Tobias P. hat eine Reaktion von notenblog erhalten in Deo-Spray   
    Das gelbe ist der Kopf eines Rasierers den du einfach ohne Stiel benutzt? Ich werde von meiner Freundin auf Tour zum Rasieren gezwungen, war bisher noch nicht auf die Idee gekommen, den Einwegrasierer von möglicherweise unnötigem Ballast zu befreien.
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    Tobias P. reagierte auf JanF in Wie steht ihr zum Alpenverein/Hütten? Diskussion   
    Ich mag die Hütten in Deutschland und Österreich. Im September ist man da auch regelmäßig einziger Gast. Gerade dann, wenn es nicht mehr ganz so lange hell ist, finde ich es angenehm, die Abendstunden auf einer Hütte zu verbringen anstatt im Zelt.
    Die Natur habe ich von früh morgens bis abends erlebt, 8 bis 12 Stunden lang. Wo ich dann meine Schlafphase verbringe, ist mir nicht ganz so wichtig.
    Für 18 Euro bekomme ich ein Bett und ein warmes, sättigendes Essen - find ich vollkommen in Ordnung. Die Hüttenbetreiber sind durchaus bergbegeistert, Profitdenken spielt bei der Übernahme einer Hütte wahrscheinlich nicht die Hauptrolle. Sein Recht, sich als Mitglied auf den Hütten selbst zu versorgen, muss man halt einfach in Anspruch nehmen, wenn man denn will. Auch wenn das einen genervten Blick des Hüttenbetreibers zur Folge hat.
    Warum mich Duschen abschrecken sollten, weiß ich nicht. So häufig sehe ich die aber auch nicht.
    Wenn man mal das Finanzielle außer Acht lässt, ist für mich der einzige Grund, eine Hütte nicht zu benutzen, dass ich meine Etappenplanung nicht von der Infrastruktur abhängig machen will. Oft will ich einfach noch weiterlaufen, wenn ich eine Hütte erreiche. Hin und wieder kommt man aber eben auch zur richtigen Zeit an.
    Ich wäre sehr dafür, einige Hütten zu schließen, um den Zugang zu manchen Gebieten "höherschwellig" zu gestalten. Wenn die Hütten aber nun einmal da sind, muss ich auch nicht so tun, als wäre ich in unberührter Wildnis.
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    Das Problem ist, dass das Jahreseinkommen Deiner Mitmenschen dort vor Ort so gering ist, weil sie sich für Nüscht die Finger kaputt nähen, um die Regale in Billigtempeln wie Decathlon zu füllen. Gegen das mulmige Gefühl lieber mehr Geld ausgeben und Fair Wear aus SOA oder Produktion in Europa.
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    Tobias P. hat eine Reaktion von mexl916 erhalten in Vorstellungsthread   
    Tag beisammen.
    Ich les schon ne ganze Weile hier mit, und war ob des manchmal rauen Umgangston unschlüssig ob ich mich anmelden soll, letztlich überwog jetzt doch das Bedürfnis, meinen Senf dazuzugeben.
    Ich bin Anfang 30, mache beruflich was mit Medien und fröne als Hobby dem Langzeitstudententum im Bereich Linguistik und Altertumswissenschaften.
    Mein erster Wandergehversuch fand vor einigen Jahren statt. Völlig unbedarft hatte ich zu einem mir passend erscheinenden 40-Liter-Rucksack gegriffen und bin damit wohl vergleichsweise leicht, jedenfalls problemlos, knapp 150 Kilometer entlang des Vätternsees in Schweden gelaufen. Vor Ort wurde einem dann allenthalben, sowohl von den Schweden als auch den zu 100 Prozent Deutschen auf dem Weg, mitgeteilt, dass es total unverantwortungslos sei, mit so wenig Gepäck zu reisen (dass Anfang September die meisten wegnah gelegenen Läden bereits die Saison beendet hatten sollte sich als dringlicher herausstellen als das Mitführen einer Ersatzaxt und was die Leute noch so dabeihaben).
    Seinerzeit beugte ich mich allerdings gedanklich dieser Autorität, die Leute würden schon wissen wovon sie sprachen. Folgende Wanderambitionen wurden jedoch jäh im Keim erstickt, bei einem Kellereinbruch wurde die komplette Trekkingausrüstung gestohlen, und finanziell stand eine Neuanschaffung nicht zur Debatte (hätte ich damals nur etwas von MYOG gewusst ...).
    Fast forward ins Jahr 2015, endlich war das Geld beisammen für die lang erträumte Islandtour. Die mahnenden Stimmen von damals im Hinterkopf und dank der 'kompetenten' Beratung im Globetrotter (Island? Da brauchst du auf jeden Fall richtig teures schweres Schuhwerk!) zog ich mit über 20 Kilo los und kam mit einem seitdem chronischen Bandscheibenschaden zurück. Infolgedessen las ich doch mal bei den allseits belächelten ULern nach, quälte mich durch Jardines Esoterik-Gefasel, probierte so einiges in der rauen Wildnis des Berliner Umlands aus (in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben), kehrte schließlich als Leichtwanderer zurück und sah, dass es gut war.
    Wenn da nicht die Luxusbedürfnisse meiner mitwandernden Holden wären, wär es mittlerweile sogar UL. Andererseits ist sie es auch, die mich davon abhält, mich durch die Anschaffung immer neuer Ausrüstung zu verschulden.
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    Tobias P. hat eine Reaktion von basti78 erhalten in Vorstellungsthread   
    Tag beisammen.
    Ich les schon ne ganze Weile hier mit, und war ob des manchmal rauen Umgangston unschlüssig ob ich mich anmelden soll, letztlich überwog jetzt doch das Bedürfnis, meinen Senf dazuzugeben.
    Ich bin Anfang 30, mache beruflich was mit Medien und fröne als Hobby dem Langzeitstudententum im Bereich Linguistik und Altertumswissenschaften.
    Mein erster Wandergehversuch fand vor einigen Jahren statt. Völlig unbedarft hatte ich zu einem mir passend erscheinenden 40-Liter-Rucksack gegriffen und bin damit wohl vergleichsweise leicht, jedenfalls problemlos, knapp 150 Kilometer entlang des Vätternsees in Schweden gelaufen. Vor Ort wurde einem dann allenthalben, sowohl von den Schweden als auch den zu 100 Prozent Deutschen auf dem Weg, mitgeteilt, dass es total unverantwortungslos sei, mit so wenig Gepäck zu reisen (dass Anfang September die meisten wegnah gelegenen Läden bereits die Saison beendet hatten sollte sich als dringlicher herausstellen als das Mitführen einer Ersatzaxt und was die Leute noch so dabeihaben).
    Seinerzeit beugte ich mich allerdings gedanklich dieser Autorität, die Leute würden schon wissen wovon sie sprachen. Folgende Wanderambitionen wurden jedoch jäh im Keim erstickt, bei einem Kellereinbruch wurde die komplette Trekkingausrüstung gestohlen, und finanziell stand eine Neuanschaffung nicht zur Debatte (hätte ich damals nur etwas von MYOG gewusst ...).
    Fast forward ins Jahr 2015, endlich war das Geld beisammen für die lang erträumte Islandtour. Die mahnenden Stimmen von damals im Hinterkopf und dank der 'kompetenten' Beratung im Globetrotter (Island? Da brauchst du auf jeden Fall richtig teures schweres Schuhwerk!) zog ich mit über 20 Kilo los und kam mit einem seitdem chronischen Bandscheibenschaden zurück. Infolgedessen las ich doch mal bei den allseits belächelten ULern nach, quälte mich durch Jardines Esoterik-Gefasel, probierte so einiges in der rauen Wildnis des Berliner Umlands aus (in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben), kehrte schließlich als Leichtwanderer zurück und sah, dass es gut war.
    Wenn da nicht die Luxusbedürfnisse meiner mitwandernden Holden wären, wär es mittlerweile sogar UL. Andererseits ist sie es auch, die mich davon abhält, mich durch die Anschaffung immer neuer Ausrüstung zu verschulden.

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