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Ultraleicht Trekking

Christian Wagner

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  1. So außergewöhnlich ist das ja nun nicht, kann also IMHO gerne im Grundlagenartikel bleiben...: Solar maximal um die 600 Wp. 200 Wp der flexiblen Solarpanels sind im Laufe der letzten zwei Jahre eingegangen, dafür kam ein 175 Wp Glaspanel dazu. Anders als in einer Wohnung ist auf einem Schiff vor Anker frei schwoiend je nach Windrichtung und Tageszeit immer Mal ein Mast oder sonstwas im Weg was das Panel abschattet und das Panel dann recht fix auf fast null Wp runterzieht. Da muß man gut überlegen wo man die Panele hinhängt. Bei einer Wohnung/ Haus hat man da deutlich konstantere Bedingungen. Die Batterie sind 300 Ah Blei- Carbon (wohl ähnlich AGM, zumindest die Ladeschlussspannungen sind ähnlich). Das war das was wegen Zoll usw. in Grenada schnell und günstig zur Verfügung stand, nachdem unsere AGMs mit relativ wenig Vorwarnung die Grätsche gemachte hatten. In D ist wohl LiFePo das am besten geeignete Batteriesystem und mittlerweile auch erschwinglich. Ich würde wegen des mittlerweile günstigen Preises 300 Ah LiFePo verbauen. Dann hat man in der Praxis doppelte Kapazität und kann einige Durststrecken besser überbrücken. Laderegler waren MPPT von Victron Energy. Keine Beanstandungen, deutlich besser als PWM, allerdings würde ich mittlerweile, wegen der Verschattungssituation an Bord, jedes Panel an einen eigenen Regler hängen. An Land ist das üblicherweise nicht sooo relevant. Richtig, das war ein Victron Multiplus mit 3 kW. An Bord würde der Wechselrichter soviel Strom verbrauchen (beim Nichtstun wohlgemerkt) wie ein zweiter Kühlschrank. Das ist bei unserer Bootsgröße nicht zu stemmen, weshalb wir den Wechselrichter dann auch nur noch bei Bedarf angeschaltet hatten. Die 99,irgendwas Effizienz aus der Werbung hat der Wechselrichter nur unter Vollast. Nur um ein Handy auf zu laden ist man mit einem 12 Ladegerät deutlich effizienter unterwegs. Unser Kühlschrank war ein Dometik 12v Gerät. Normale Haushaltsgeräte haben deutlich größere Stückzahlen, so daß da ordentlich R&D reingesteckt werden kann. IMHO kein Wunder daß die einen besseren Wirkungsgrad haben. Mit ordentlich Schaumstoff außen drauf könnte man diesen noch steigern, aber warum das der Hersteller nicht macht, weiß ich auch nicht. Es gibt Selbstbau Kühlboxen mit fetter 15 cm Hartschaumisolierung, da springt der Kompressor nur 2x 20 Minuten in 24 h an (im Vergleich zu 50% der Zeit bei einem "normalen" Kühlschrank). Das wäre deutlich sparsamer. Wir hatten übrigens ein Eisfach. Das ist, wenn es sich komplett innerhalb des Kühlschranks befindet, nicht unbedingt mit Mehrverbrauch verbunden. Man hat einfach im inneren des Kühlschranks ein Kompartimet das deutlich kühler ist. Der Rest vom Kühlschrank hat seine üblichen 4-8 Grad- der Kühlschrank braucht deshalb nicht mehr Strom. @Ein.Plattfüssler: Kühlung ist in den Tropen natürlich ein ganz anderes Thema als in D. Da geht es IMHO ohne Kühlschrank nicht (st natürlich gelogen, es gibt genügend Segler die auch in den Tropen ohne Kühlschrank unterwegs sind, der Zugewinn an Lebensqualität mit Kühlschrank ist allerdings immens) Das geht wenn das wenige so machen. Blöd ist es, wenn in der Dunkelflaute plötzlich alle Ihren Hondagenerator rennen lassen. Das sind schon ordentliche Stinker- nachladen über das Grid mit einigen wenigen voll regulierten, geprüften Kraftwerken ist da IMHO schon besser. (Hervorhebung von mir) Ja, das kann ich unterschreiben. Alleine schon wegen der viel geringeren Komplexität der Anlage. Aber es hat halt auch seine Grenzen. EIne Induktionsplatte gibt es eben nur mit 230V. Wenn man mit Gas nicht kochen will dann führt an einem Wechselrichter IMHO kein Weg vorbei. Hut ab vor deinem Lebensstil, das macht eine Menge Arbeit!
  2. Aus eigener Erfahrung und der von zahlreichen anderen Seglern sind flexible Panele nix. Von meinen drei sind zwei innerhalb von eineinhalb Jahren eingegangen. In der Karibik sind die Mülltonnen der Boatyards voll von flexiblen Panelen. Das sind IMHO Wegwerfprodukte. Ich würde nur noch Glaspanele kaufen. Wir haben am Boot jetzt insgesamt gut 6 Jahre "Off Grid" gelebt. Meine Erfahrungen beschränken sich allerdings auf Mittelmeer, Tropen. Entscheidend für die Auslegung des Stromspeichers war immer der Verbrauch des Kühlschranks. Dieser läuft die Nacht über durch (das bisschen Laptop und LED- Beleuchtung am Abend fällt kaum ins Gewicht). Am Morgen waren am Batteriemonitor ein Minus von ca 40-50 Ah (~ -500- -600Wh) zu verzeichnen (das kann bei eurem Kühlschrank mehr oder weniger sein- also Verbrauchsmessung machen und ausprobieren). Das muß der Speicher also minimal schaffen, und das ist für den Fall wenn man am Tag immer wieder genug Solarstrom hat zu nachladen. Es hat sich als komfortabel erwiesen wenn diese 40 Ah bis 11 Uhr wieder in den Akku nachgeladen worden waren. Dann hat man den Rest des Tages Stromüberschuß und kann z. B. auch mit Strom komfortabel Kochen, einen Wassermacher (so man ihn hat) betreiben etc. Auch hat man dann Reserven falls an einigen Tagen der Solarertrag nicht ganz so klappt. Mehrere Monate im November bis Februar kann man aber IMHO nicht überbrücken, da muss der Verbrauch nochmal krass runter- allerdings müsste man ja in diesen Zeiten den Kühlschrank nicht betreiben wenn man am Balkon einen Vorratsschrank hat den man nachts öffnet zum abkühlen und tagsüber verschließt- könnte also klappen. Vielleicht kann @Ein.Plattfüssler da noch was schreiben wie es mit der Autarkie in unseren Breiten aussieht. Ob man unbedingt zu Hause ein 12V Stromnetz braucht sei jetzt mal dahingestellt, der Installationsaufwand ist enorm, allerdings verbraucht unser Wechselrichter (Victron) gut 1 A beim nichts tun. Dies entspricht also ca 300 Wh die die Solaranlage zusätzlich schaffen muß. Bei beschränkter Solarfläche also eine Überlegung wert. Komplette Autarkie ist IMHO schwer, aber wenn man nur ein Paar Tage im Winter den Akku Mal über das Stromnetz volllädt, dann bricht einem nicht unbedingt ein Zacken aus der Krone und der Umwelt kommt das ja trotzdem noch zu gute. Der Investitionsaufwand sinkt ebenfalls gewaltig. My 2 cents, Christian
  3. Ich bin im Team feste Fußbox ohne kalte Nähte. Es ist einfach die leichteste Option. Man kann in warmen Nächten jederzeit ein Bein aus der Fußbox rausstrecken, ich sehe da nicht das Problem.
  4. Ha, vielleicht kann ich doch noch etwas sinnvolles zum Thema beisteuern. Auf Youtube University hatte ein Bursche Mal seine Zelte aufs Autodach gepackt und ist mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rumgefahren. Die Zelte waren irgendwann plattgedrückt, aber die Load Cells auf den Abspannleinen haben wohl nicht mehr als gut "30 pounds" angezeigt. So als "ballpark figure" ist das denke ich schon mal ein recht brauchbarer Ausgangspunkt. HTH, Christian
  5. @smombZur Verarbeitung mit Dyneema kann ich leider nichts sinnvolles beisteuern. Aber vielleicht allgemeines zur Konstruktion: Also wenn du ein Duplex mit Kopffreiheit brauchst, dann würden doch 40 cm, besser noch 35 cm oberhalb deines Kopfes auch locker ausreichen. Ich würde den 80 cm Stab weglassen. Dann spannen deine Eckstäbe die Seitenwand auf und gut is. Ich habe mir Mal ein Duplex aus Silnylon nachgebaut, an Kopffreiheit und Raumgefühl im Sitzen hat es nie gemangelt, auch zu zweit nicht und schlafend im Liegen war es mir ehrlich gesagt egal ob nun 10 oder 50 cm Luft über meinem Gesicht waren. Im Prinzip ist halt die Frage ob du die Eckstäbe wirklich brauchst, oder ob ein etwas weiter rausgezogenes Aussenzelt nicht auch ausreichen würde. Beides ist mit Gewicht verbunden, die Frage wo genau das Optimum ist wäre zu klären. Je mehr du an Gestänge und Gebimsel weglassen kannst, desto weniger kann dann letztendlich kaputt gehen- Meine Wahl wäre also klar. Das verstehe ich nicht. Ich kann bei jeder Ecke seiner Türpanele eine Ebene durch beide Kanten legen. Das Panel bekommst du schon abgespannt, es wird sich halt ebenfalls wieder in zwei Dreiecke aufteilen (die Teilungslinie verläuft von der Spitze der Eckstäbe zu den unteren Türenden).
  6. Der Klassiker für abgelöste Zehennägeln wären zu lange Nägel die beim bergablaufen vorne im Schuh anstossen.
  7. Die Frage ist doch eher was du damit machen willst. Möchtest du in Zukunft mehr richtig zelten, oder weiterhin in Schutzhütten schlafen. Falls Letzteres der Fall ist dann würde ich ein flat Tarp aus DCF nehmen, damit kriegst du weiterhin den Eingang Winddicht, kannst zur Not auch mit deinen 1,94 m darin schlafen wenn es als A- frame aufgebaut wird und leichter als dein Silnylon Tarp ist es auch. Bei gutem Wetter kannst du es als Halbpyramide oder mit @Wilbo- Beak aufbauen und hast Platz zum gucken und kochen.
  8. Als Midlayer wird üblicherweise die Isolationsschicht zwischen Unterwäsche/ T- Shirt und Aussenschicht bezeichnet. Das ist normalerweise Faserpelz, Fleece, Alpha oder eine Puffy.
  9. Ich hatte mir mal einen UL- Rucksack aus Zeltstoff genäht. Selbst der Boden war nur aus diesem Material- einlagig. Damit war ich ettliche Wochenenden in den Dolomiten unterwegs. Dolomit ist jetzt nicht für seine runden und glatten Felsformationen bekannt. Der Rucksack hat das alles tadellos überstanden. Will sagen: Das dünne Kunstfaserzeugs kann mehr ab als man so denkt.
  10. Wie andere schon geschrieben haben: Du suchst eine Windjacke. Leichter und flexibler als eine Softshell. Das uralte Zwiebelprinzip eben. Softshells sind IMHO gut für die Stadt und ggf. noch kleine Tagestouren wobei sie bei letzterem eigentlich auch nerven. Windjacke und Fleece ist besser.
  11. OT: ... und hält wahrscheinlich auch besser. Gefühlt kann ich mich an die Abspannpunkte meiner Silnylonkreationen selber hinhängen (+100kg). Da ist man mit den 5 kg Gewicht hier weit von entfernt. @Ameisenigel vllt. doch Nähen lernen? SCNR...😁 on topic: Vllt. ist Wasser zum entfernen von Tapetenkleister besser? Warum überhaupt Tapetenkleister? So eine einfache geometrische Figur bekommt man doch auch so angezeichnet, einfach mit drüberlegen, festhalten und durchpausen. Das muss man doch nicht festkleben für das... LG, Christian
  12. Hm, mal so eine prinzipielle Frage. Das mit den Tests finde ich ja super, aber wenn ich mich recht erinnere verklebt die MYOG community DCF gefühlt seit fast 10 Jahren. Da müssten sich doch eigentlich einige besp practices herauskristalisiert haben. Chat- GPT in allen Ehren aber der Bursche scheint keinen blassen Dunst zu haben. Ich würde da nochmal die einschlägigen Foren (reddot, hier, bpl, ods...) durchstöbern. Gurtband auf DCF, wie machen das denn die Profis (Zpacks, HMG, MLD)? Machen die das überhaupt noch?
  13. Stimmt schon, alternativ nimmst du die Bruchlast deiner Abspannschnur. Das ist aber wahrscheinlich overkill. Herausgezogene Heringe hatte ich schon mal, zerrissene Abspannschnüre noch nie.
  14. Guck dir doch mal an welche Belastungen ein gut gesetzter Hering in der Erde so ab kann. Der Hering ist IMHO das schwächste Glied in der Kette. Der Abspannpunkt sollte dies gerne aushalten mit einer fetten Sicherheitsmarge. Google, oder Versuche mit einer Kofferwaage sollten doch etwas liefern.
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