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Ultraleicht Trekking

R-Wert-Booster-Regenrock


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Hallo zusammen,

 

wollte euch nur eine kleine MYOG-Sache vorstellen.

Jetzt wo die kalte Jahreszeit anfängt tauchte ja auch das Thema Isomatten-R-Wert-Erhöhung durch eine Unterlage auf.

Die Auto-Alufolien kann auch ich dafür empfehlen. In diesem Sinne hatte ich darüber nachgedacht was man mit einer solchen Matte jenseits von drauf liegen noch machen kann.

Und da dachte ich an eine Kombilösung als Matte und Regenrock.

Die Idee an sich ist nichts Neues oder Besonderes, denn ich habe von einigen Leuten gehört, die ihre dünnen CCF-Matten auch als Rock verwenden. Hier aber also ein anderes Material, super leicht (meine Variante 75 Gramm, <5 Euro) und super billig.

Zunächst hatte ich es mit einem klassischen Regenrockformat versucht, also mit einer Form wie z.B. ein 3F-UL oder Zpacks Regenrock. Da die Primärfunktion aber am Ende doch eher dem Matteneinsatz dient, habe ich mich dann doch für ein klassisches Rechteck entschieden. Auch deshalb, da eine verwinkelte Form nicht in meinem Sinne (clean) aufrollbar oder faltbar ist.

Was es an Material braucht ist die Matte, selbstklebendes Klettband, und ein gut haltendes Klebeband. Da auf den Klettteilen beim Gebrauch Zugkräfte wirken und die Matten recht schnell reißen können, sollte man die Klettelemente großzügig mit Klebeband unterlegen. Welches Klebeband hier die beste Langzeit-Klebekraft auch bei Nässe hat kann ich nicht sagen, schätze aber es gibt gute Varianten. Ich habe transparentes genommen was gerade da war.

Um die Matte als Rock anziehen zu können hat es sich als vorteilhaft/nötig herausgestellt die beiden Endseiten per Klett anzuwinkeln (siehe Fotos).

Das Format ist 175cm mal 68 cm. In meiner Erinnerung wird es bei größerer Länge schwierig beim Laufen, da zu viel Material übereinander liegt. Ich bin aber auch schlank, von daher geht da auch noch was mehr an Länge.

Der Rock trägt sich ganz gut, er ist natürlich viel steifer als klassische Regenröcke, ich kann damit aber gut ausschreiten und denke man kommt damit auch die Berge hoch.

Es ist natürlich klar dass solch ein Rock aufgrund des Materials eine gewisse Isolationsleistung mitbringt, von daher wäre das für warme Temperaturen nichts. Auf der anderen Seite kann man ihn bei kalten Temperaturen dann auch gut im Camp tragen.

Entschuldigt die mäßige Fotoqualität, ging auf die schnelle nicht besser.

 

Grüße

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Bearbeitet von Lugovoi
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Packmaß?

Ich find die Bastelei ja durchaus gelungen, aber ich habe meinen 3F-Kilt genau ein einziges Mal benutzt und das war ein reiner Test. Ich brauche keinen Regenkilt in meinem System. Im Sommer und in niederen Regionen reicht der Poncho. In alpinem Gelände würde der Rock eher behindern. Auch in Sachen R-Wert würde ich eher gleich auf eine entsprechend isolierte Matte setzen anstatt mir aus zwei Dingen, wovon eines unter Umständen gar nicht wirklich tauglich ist, was zu pfuschen.

Etwas mitzunehmen nur weil es leicht ist, ist nicht UL.

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@ULgäuer

Deinem letzten Satz würde ich voll zustimmen. Deine anderen Anmerkungen sind völlig respektabel, jedoch auch auf deine individuellen Vorlieben und Anwendungen zu beziehen.

Man kann es nämlich auch anders sehen: zunächst mal ist die Alumatte/Alurock nicht Teil meiner Standardausrüstung sondern für mich als Option für gewisse Umstände gedacht.

1: das Packmaß ist relativ üppig. Entweder eine ca. 32cm lange 10 cm dicke Rolle, oder gefaltet, und dann sieht es schon wieder sinniger aus.  Denn für einen rahmenlosen Rucksack kann man die Matte sehr gut ganz klassisch als leichtes Polster und Struktur verwenden. 

2: die Idee ging ja vom Multiuse aus: ich kann die Matte verwenden als: Rucksackverstärkung, isolierendes Sitzkissen, isolierende Pausenmatte, wärmender Rock im Camp, R-Wert-Booster (das funktioniert auch), Notfall-Isolation bei Mattendefekt, und zu guter letzt eben auch als Regenrock.

3: Da ich komischerweise meistens Wetterglück habe und kein Bushwacking oder exzessives Felsklettern betreibe, ist mir eine Regenhose bisher zu viel bzw. zu unpraktisch. Meine Kombi ist halt Jacke plus Rock und für alle wärmeren Jahreszeiten greife ich zur Zeit auf meinen gut funktionierenden Polycryo-Rock (35gr) zurück.

Bearbeitet von Lugovoi
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@Lugovoi

3 und 4: Wenn Poncho, dann nichts dazu. Wenn doch was dazu, dann hab ich eine sehr leichte Regenhose aus dem Trailrunning-Bereich, die tatsächlich auch bis zum Knöchel runter schützt. Wenn es kühl windet bietet die Mehrwert.

1 und 2: All die Funktionen decke ich anders ab (z.B. Schaumstoff-Isomatte).

Regenkilt macht für mich nur noch Sinn, will man in nicht zu schwierigem Gelände Regenjacke im Sommer (weil keine lange Hose) verwenden. Das ist durchaus legitim, aber für mich halt nicht relevant.

Ich schreibe das hier auch nicht um Dein Projekt madig zu machen, sondern um anzuregen, das System  vielleicht zu überdenken.

 

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@ULgäuer

Alles gut :). Deine Einwände stimmen ja auch, sowohl für dich als auch für manch anderen. Und da du auch eine (höherwertige) Schaummatte verwendest, weißt du ja auch um deren Nutzen. Ich hab halt nur noch versucht einen Multiuse mehr drauf zu setzen. Und ich kam drauf weil hier die Tage über diese Matten als R-Wert-Booster geredet würde. Ach ja, man kann so eine Matte wenn es nicht von unten kalt ist, sondern der Quilt/Sack mal unterdimensioniert ist, auch gut mal in den Quilt/Sack nehmen, quasi als leichte Decke. Isoliert sehr gut.

 

@Wander Schaf

Ich hatte die Matte vor einem Jahr bei Woolworth bekommen. Die hatten da ein Angebot (2€pro Matte). Das wird es aber identisch eher nicht mehr geben. Die Matten gibt es ja in vielen Varianten immer mal hier und da (Baumarkt, Discounter, Internet etc.). Es ist nicht immer leicht das Gewicht einzusehen oder belastbare Zahlen zu bekommen.  Ich hatte tatsächlich im Laden mit meiner Waage gewogen:wink:

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