superflow Geschrieben Samstag um 10:56 Geschrieben Samstag um 10:56 (bearbeitet) Ich habe mir im November den Gramjakt Quilt in Long/Wide (offiziell Komfort bis Minus 6 Grad Celsius) gekauft https://backpackinglight.dk/brands/gramjakt/gramjakt-ul-quilt-6-celcius-regularwide?srsltid=AfmBOoq4pHxKnZA9nrLumUIw7bVlL1418OX0bbzTdw4zdSEXAAiABMH0 und ich friere darin (im T-Shirt) unterhalb von 10 Grad Raum/Zelttemeratur. Da ich einen Quilt bis knapp unter Null grad, brauch ich einen um ca. 10 Grad wärmeren Quilt (das wäre offizielle Angabe ca. Minus 16 Grad C) , selbst wenn ich noch ein ganz bischen Retten kann, indem ich noch penibler auf Zugluft achte. Ich habe noch einen recht alten Feathered Friends Schlafsack mit hochwertiger Daune übrig, und überlege, ob ich aus zweit gleich eins machen kann? Kann mir wer ungefähr einschätzen, wie viel Overfill in dem Gramjakt realistisch sind (bis sich die Daunen zusammendrücken und es nichts mehr bringt)? Auf den Bildern sieht er ja eigentlich nicht zerfallen aus. Der Trekkingstock als Referenz liegt bei ca. 5,5 bis 6cm Höhe auf, und der Quilt ist in seiner Gesamtheit nicht tiefer. Allerdings immer wieder an mittigen Stellen oben schon. Wenn ich in der Nacht aufwache, habe ich oft größere Flächen, wo ich, wenn ich von oben und unten fasse, gefühlt geschätzt nur auf ca. 2-3 cm wirklich Daunendicke habe. Ich weiss, dass ich die von der Seite zurückschieben kann, aber "in 10 Sekunden im Halbschlaf" blind hochstreichen macht es noch nicht warm genug, und mich lange mehrmals Nachts damit beschäftigen will ich logischerweise auch nicht, ferner bin ich halt fröstelig geworden und selbst unter Optimalbediungungen hätte ich gerne einen wärmeren Quilt. Also die Frage: Wenn ihr die Bilder seht oder aus Erfahrung mit anderen neuwertigen Quilts: Wie viel Daune Overfill kann man reinmachen, und wieviel Grad bringt das realistisch? Meine Vermutungen: Der Quilt (in groß und breit) hat nach Angaben Gesamtgewicht 775 Gramm, davon 480 Gramm Daune (850 Cuin). Aus den Umfangreichen Füllgewichtsangaben von Elightenden Equipment (nicht mein Quilt,. Aber ja ähnlich) sehe ich, dass 4 OZ = 113 Gramm Daune mehr ungefähr 6 Grad bringen (dann "offiziell Minus 12 Komfort) , und weitere 4OZ 5 Grad (dann Minus 17 ´Komfort). Daraus ergibt sich die Frage, ob es zielführend klappen kann, ca 200 G Daune in den Gramjakt nachzufüllen, das wäre ja fast 50%? Oder ob nur z.B. 10% maximal sinnvoll sind, was vermutlich die Arbeit nicht wert wäre.. Technische Umsetzung: Ich kann ein bischen mit der Hand nähen aber hätte Angst, "Daunendicht" nähen zu müssen, und ich habe keine Erfahrung mit Nähmaschinen. Wenn ichs "machen lasse", bin ich vermutlich 100 Euro für Näharbeiten los (nur mal aus dem Bauch raus geschätzt). Daher die Frage, wie kompliziert die Quilts von innen aufgebaut sind, und ob es evt. gut klappt, in jede Kammer (evt. sogar nur in die beim Oberkörper, wo ich am meisten friere) ein kleines Loch zu schneiden, Daune mit einem Trichter reinzudrücken, und hinterher wieder zuzukleben (keine Ahnung, evt. Mit GEAR AID Tenacious Tapef für das 10D nylon with DWR) PS: Der Trkkingstock auf den Bildern liegt bei 5,5 -6 cm Höhe auf, man sieht, dass der Quilt nicht grundsätzlic Platt ist, aber trotzdem habe ich Nachts oft den Eindruck, dass im oberen Teil auf größeren Flächen nur 2-3 cm Dick wiklich Daune ist (sieht dazu letztes Bild) Bearbeitet Samstag um 11:05 von superflow
Konradsky Geschrieben Samstag um 13:40 Geschrieben Samstag um 13:40 (bearbeitet) Ich schlafe mittweile fast 10 Jahre ununterbrochen draußen mit Topquilt. Bei den Topquilts, welche die Kammern quer oder auch Zickzack hatten, waren die Daunen innerhalb kürzester Zeit nach rechts und links gerutscht. Trotz täglichem Aufschütteln ist mir das bei allen Querkammern passiert. Auch ein weiteres Auffüllen half nix. Als ich dann das endlich begriffen hatte, habe ich mir Topquilts mit Längskammern (z.B. Cumulus Taiga 450) gekauft und das Problem war beseitigt. Ach ja, wenn es keine hydrophobierten Daunen sind, macht das Outdoor Service Team das recht preiswert mit Auffüllen und waschen. Danach ist der wie neu, nur das die Dauenen weiterhin rutschen. Gruß Konrad Bearbeitet Samstag um 13:42 von Konradsky superflow reagierte darauf 1
superflow Geschrieben Samstag um 16:56 Autor Geschrieben Samstag um 16:56 JA, ich ärgere mich auch schon, dass ich das Teil gekauft habe (musste schnell gehen wegen eines Reisetermins). Aber jetzt muss ich halt das beste draus machen. Und da ein Neukauf teuer ist, ist halt die Frage, ob sich aus zwei kalten Tüten eine warme machen lässt
Konradsky Geschrieben Gestern um 13:56 Geschrieben Gestern um 13:56 vor 20 Stunden schrieb superflow: Und da ein Neukauf teuer ist, ist halt die Frage, ob sich aus zwei kalten Tüten eine warme machen lässt Wie ich schon schrieb, funktioniert das m.E. nicht wirklich. Die ersten paar Nächte sind vermutlich gut, aber dann? Gruß Konrad
icefreak Geschrieben vor 23 Stunden Geschrieben vor 23 Stunden (bearbeitet) Bin ja grundsätzlich großer Freund vom leichten Overfill, aus den genannten Problemen. Aber ich habe bisher 3x Schlafsäcke nur umgenäht, und vor dem Setzen der ersten Naht die Füllung entsprechend reingeschüttelt. Dennoch war das immer eine tüchtige Schweinerei und ich fand noch Monate nach Projektende Daunen irgendwo. Natürlich hatte ich einen Staubsauger daneben, so ein filterbeutelloses Teil, wo dann die Daunen die Löcher in den Wirbelkammern verstopft haben. Ohne solide Nähkenntnisse würde ich das lieber von Profis machen lassen, bevor Du Deinen Quilt mit Klebeband zuklebst, das eventuell nicht für den Dauergebrauch gedacht ist. Quilt waschen würde da schon schwierig werden (nichts, was ich empfehlen würde, aber die Option wäre dann weg). Bearbeitet vor 23 Stunden von icefreak
Konradsky Geschrieben vor 21 Stunden Geschrieben vor 21 Stunden Ich hatte mal einen Schlafsack, bei welchem ich die Daunen wieder verwendet habe. Aus Abflußrohren von 50mm habe ich mir einen Absaugstab gebaut. Über den Ansaugstutzen des Staubsaugers habe ich ein Moskitonetzgewebe gelegt und durch dieses gelangten die Daunen nicht in den Staubsauger und blieben In dem Abflußrohr hängen. Aus diesem konnte ich es leicht mit einem Kolben (Rundholz oder ähnliches) in einen Plastiksack umfüllen, oder auch direkt in den Quilt umfüllen. Einfach mal bei YT nach Daunen absaugen suchen. Das Ganze geschieht ohne Sauerei. Dann kann man die Kammern mit Büroklammern verschließen und zur nächsten Änderungsschneiderei laufen und zunähen lassen. Das kann jede Änderungsschneiderei. Gruß Konrad paddelpaul reagierte darauf 1
superflow Geschrieben vor 18 Stunden Autor Geschrieben vor 18 Stunden Danke für Eure Hilfe. Ich denke ich habe einen Überblick. Bevor ich entscheide, was ich tue, werde ich noch ein bischen verschiedene Optionen und Kombinationen hier zu Hause testen. Evt. schalte ich auch noch einen Tauschgesuch gegen einen wärmeren großen Quilt hier, vielleicht findet sich ja wer.
paddelpaul Geschrieben vor 6 Stunden Geschrieben vor 6 Stunden vor 14 Stunden schrieb Konradsky: Aus Abflußrohren von 50mm habe ich mir einen Absaugstab gebaut... etc. So mach ich das auch. Nur hab ich dazu eine 0.3 l Plastikflasche benutzt, den Boden entfernt und den Deckel"boden" ebenfalls, so das nur den Schraubring übrigbleibt, mit dem ich dann das Netz auf dem Flaschengewinde befestige. Der Hauptaufwand besteht dann darin, halbwegs exakt die errechnete Daunenmenge pro Kammer zu treffen, also muss ich die befüllte Flasche solange wiegen bis das gewünschte Gewicht erreicht ist; oder entsprechend die schon zuviel eingesaugte Daune wieder aus der Flasche entfernen. Dann den Flaschendeckel inkl. Netz entfernen, und die Daunen mit dem Mund am Flaschenhals direkt in die Kammer blasen, oder mit einem stumpfen Stab (s. Konradsky) rausstochern. Zum Nähen: durchgehende Kammern am besten einzeln an der Seitennaht nur soweit wie nötig öffnen, die Daunen dort einfüllen, und wieder zunähen; mit dünner Nadel und dünnem Faden auf der selben Linie nähen wie original, Undichtigkeit konnte ich danach noch nie feststellen. Ich mach das immer von Hand.
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