Patirou
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Da ich mit dem rumrechnen angefangen habe noch mal in den rechten Kontext rücken: Ich wollte nur mit der Rechnerei nur die Grundlage für verschiedene Szenarien bilden. Jeder kann es übernehmen und mit seinen Szenarien durchrechnen. Es wird auch nicht immer passieren, darum ging es nicht. Ob mit Katalysator oder ohne, eine Verbrennung bleibt eine Verbrennung. Wieso bei einer Verbrennung mit Katalysator bei ungenügender Sauerstoffzufuhr kein CO entstehen soll, bleibt mir Schleierhaft und ich konnte ausser Wikipedia dazu nichts finden. Und dort wird die Aussage mit einer externen Quelle auch nicht untermauert (oder täusche ich mich ?) Taschenofen – Wikipedia Gleichzeitig aber der Nebensatz, bei richtiger Anwendung ist es ungefährlich. Ich mein das Ding muss ja nur einen Schaden haben und man merkt es nicht - und für mich liegt dort die Krux, vor allem da CO Geruchsfrei ist und man die schleichende Vergiftung auch nicht merkt. Das Risiko eines Defektes ist für mich nicht unerheblich, und die Konsequenzen können dann sehr unangenehm bis fatal sein, besonders wenn die Rückzugsmöglichkeiten schwierig sind. CO2 oder CO ? Wie sieht der Test aus ? Hast Du einen Sauerstoffmessgerät dabei ? Oder Flamme nahe Boden halten ? Asche auf mein Haupt.
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Nein, da Du nicht den ganzen Sauerstoff in der Luft austauschst, sondern nur einen Anteil (von ca. 21 auf 18% wenn ich mich nicht täusche). Du hast also ein mehr Zeit (irgendwann ist natürlich auch mal Schluss. Auch hier hinkt die Berechnung, es ist nicht homogen. Du teilst eine Fracht (4'500 kg/8h) durch eine Menge (15g), und vergleichst es dann mit einer Konzentration (g/g). Wenn Du 15g Kohlenmonoxid aufnimmst, bist Du sofort Tot. Richtig wäre: In einem 3 m3 Zelt ohne Luftaustausch wird nach 8h knapp 0.4% Konzentration erreicht (komplette unvollständige Verbrennung), die absolut tödlich ist. Auch bei nur 20% nicht vollständiger Verbrennung ist mit Bewusstlosigkeit zu rechnen (0.08% Konzentration). Bei 1% noch mit Kopfschmerzen (0.003% Konzentration).
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In einem fest verschlossenen Biwaksack schon (oder wenn man nur in den Biwaksack einschnauft). Auch hier, CO2 ist nicht direkt giftig. Hier ist auch wieder das Problem der Anoxie (Mangel an Sauerstoff). Der Normalgehalt der Luft liegt bei 21%, ab 17% kann es brenzlich werden und unter 15% ist Bewusstlosigkeit und Tod nicht mehr auszuschliessen (aus dem Feuerwehrlehrbuch). Je nachdem wie dicht dass alles ist, kann es ratz fatz gehen. Bei den Notbiwaksäcken steht es glaube ich sogar in der Gebrauchsanleitung.
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das sind ganz andere Mengen. Und im Gegensatz zu CO ist Methan nicht per se giftig (man stirbt einfach an Anoxie = ersticken wenn der Gehalt gegenüber Sauerstoff zu hoch ist). Genau, und nur bei 10% dieser Menge wären wir im Zelt, dass heisst nicht im Schlafsack, noch immer über dem 8h Grenzwert der WHO.
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Bitte Bitte. Ich persönlich würde das Risiko nicht eingehen wollen. Als Mitglied der freiwilligen Feuerwehr (u. Chemieingenieur, wo solche Unfälle behandelt werden), weiss ich was CO-Vergiftung bedeutet. Ist übrigens die häufigste Art an Vergiftung in Deutschland (veraltete Heizung, v.a. auch mobile Heizöfen-wo ich jetzt so einen mobilen Taschenofen einordnen würde). Das Problem mit CO ist auch : einmal drin, kommt nicht wieder raus, da es sich an den roten Blutkörperchen statt Sauerstoff fixiert. Nur über eine Dekompressionskabine bekommt man es wieder los. Sehr hinterhältig: man spürt die Vergiftung zu spät. Das Gas selbst ist Geruch- und Geschmacklos. Dann würde er aber nicht wärmen, da dies ja der Sinn des Schlafsackes ist (solange er nicht aktiv komprimiert wird). Des weiteren ist die Öffnung oben am Kopf die grösste, wo wahrscheinlich der grösste Austausch stattfindet, dass heisst die potentiell verseuchte Luft zieht direkt vor Deiner Nase lang, v.a. wenn Du auf dem Rücken liegst. Ein Quilt/Schlafsack ohne Kapuze würde den Effekt noch verstärken. An der Oberseite der Öffnung entweicht erwärmte Luft nach oben, an der Unterseite wird kalte Luft hineingezogen. Funktionsweise Schlafsack : verhindern, dass Wärme direkt per Konvektion vom Körper abgetragen wird und nur eine Diffusion stattfindet. Dadurch muss die vom Körper aufgewärmte Luft im Schlafsack gehalten werden. Die Daune verhindert durch Ihre kleinmaschigkeit die Entstehung von Konvektionszellen. Die Wärme kann über die Schicht des Schlafsacks nur per Diffusion entkommen (ausser über die Öffnungen), an der Oberfläche wird dann die Wärme, die immer noch durchkommt, per Konvektion abgetragen. Diffusion passiert ohne Materialtransport, sondern ist ein reiner Wärmetransport (auf makrosopischer Ebene). Übrigens ist das Wort "Isolation" technisch falsch, eigentlich müsste man von "Dämmung" sprechen (wird in der Baubranche übrigens immer mehr so gehandhabt). Hier habe ich noch die phyischen Grundsätze von Wärmetransfer beschrieben:
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OT: Verbrennung bzw. Oxydation, nicht Katalyse. Sonst braucht es 14.7 kg/kg Benzin. Bei einer Dichte von ca. 750 kg/m3 für Benzin komme ich auf 110 g Luft. Zum Vergleich, 1 L Luft wiegt ca. 1.2 g auf Meereshöhe und 20°C. Nein. Lies mal weiter oben im Thread. Auf was beziehst Du dich genau, konnte es nicht finden ? Wissenschaftlich gesehen : es werden 10 mL Benzin verbrannt, was bei 87% Kohlenstoff (auf Gewicht bezogen), also 7.5 g Benzin x 87% = 6.5 g Kohlenstoff. CO entsteht dann, wenn nicht genug Sauerstoff an die Verbrennung kommt (unzureichende Lüftung der Brennkammer). Gehen wir jetzt davon aus, dass die Verbrennung überhaupt nicht vollständig wird (C wird vollständig zu CO umgewandelt statt CO2 - sehr unwahrscheinlich), können also max. 15 g CO hergestellt werden. So ein Zelt hat ein Volumen von 3 m3 (ganz grob geschätzt), das entspricht einer Konzentration von 5g/m3 Luft. Der 8h Mittelwert sollte 10 mg/m3 (WHO) nicht überschreiten. -> Einordnung : ich habe jetzt ganz abstruse Annahmen gemacht. (komplette nicht-Vollständige Verbrennung, kein Luftaustausch mit aussen). Auch bei nur 10% inkompletter Verbrennung bin ich immer noch drüber. Die Berechnung zeigt, dass es lokal im Schlafsack zu einer potentiell schädlichen CO-Konzentration kommen kann, bedeutet aufpassen, und eventuell mal durchlüften.
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Mit Ausrüstung von DE nach USA reisen und zurück. Zoll/Import genau wie bei Bestellungen?
Patirou antwortete auf emby's Thema in Einsteiger
Theoretisch ist dem so, das ist richtig, wenn man insgesamt Ware über den Freibetrag mitnimmt.. Als einreisender hat man die Pflicht, sich beim Zoll zu melden, es werden nicht alle kontrolliert. (Auf der anderen Seite kannst Du bei einer Ausfuhr die "Sales Tax" in den USA zurückbekommen). Dass heisst, wenn Du nur ein Zelt mitbringst (für 300 EUR), dann ist es kein Problem. Wenn dazu aber noch ein paar Jeans oder anderes kommen, dann sieht es anders aus. Hier übrigens ein Rechner, der noch ganz praktisch sein kann: Zoll online - Abgabenrechner für Reiseverkehr PS: falls du das Zelt kaufst, dann den PCT läufst und dann mitnimmst, kann man wahrscheinlich eine Wertminderung geltend machen. -
Sicherlich ein sehr gutes Zelt - aber brauchst Du das ? Das fehlen der klassischen Apside (und immer durch den Ausschnitt greifen würden mich ziemlich anschei**en)
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Welche Stöcke sind das genau, die Du Dir da ansiehst ? Ich dachte die wären eher Skistöcken vorbehalten (die dann meist um einiges schwerer sind und nicht in der Höhe verstellbar). Ob sich dass dann Gewichtsmässig lohnt (schwere Trekkingstöcke für die ganze Strecke gegenüber leichte Trekkingstöcke und für Passagen noch eine etwas schwerere Eisaxt). Mein Manko wäre : wie fummelig ist das anschrauben der whippets. Würdest Du das auch machen oder Dir sagen "Och, das mach ich grad noch", gegenüber schnell die Eisaxt rausholen ? Anscheinend wurden Whippets für Skiläufer "erfunden", die während der Fahrt einen Rutscher nach unten ausbremsen müssen/wollen, und die Eisaxt bei der Fahrt nicht griffbereit haben kann. Wahrscheinlich eher ein Kompromissprodukt für einen spezifischen Gebrauch im Sinne von besser etwas als gar nichts. Disclaimer : nie whippets benutzt - Eisaxt öfters mal ausgeliehen und auch mal geübt, noch nie im Ernstfall.
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Welche Taschen am Bike?
Patirou antwortete auf trekkingBär's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
Ich habe jetzt (also ca. 3 Monaten) noch die Schmierpaste bekommen mit der Tasche, daher nehme ich an dass ich es machen soll 😅 Wegen der Haltbarkeit kann ich nichts sagen. Hoffe es klappt mit anständiger Reinigung. -
Für den Alltag benutze ich diese: Wanderjacke Bergwandern MH150 wasserdicht leicht Herren | QUECHUA | Decathlon.ch knapp unter 500g, 3L, Kaputze passt unter den Fahrradhelm. Fahre damit im WInter jeden Tag zur Arbeit mit einem Fleece unten drunter wenn nötig. Pit Zips hat es auch und Taschen in übergrösse. Das einzige was es nicht hat ist der 2-Wege Reissverschluss (Wozu willst du den ? Meines Wissens ist es nur in Kombi beim klettern interessant).
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Bikepacking - eure Räder
Patirou antwortete auf martinfarrent's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
OT: Erst dachte ich Lagos, Nigeria. Aber viel wichtiger, wo bleibt der Reisebericht ?! -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Man kann es mal ins Aussennetz reinschieben zum trocknen und statt ganz unten immer den Schlafsack auch schwereres Zeug reinlegen, was direkt auf dem Hüftgurt sitzt. Anyway, nicht das Hauptargument. Für mich ist es kostengünstiger, kann mal feucht werden, einfacher zu waschen und wäre somit eine echte alternative zum Sommerschlafsack bis knapp unter 10°C wenn es ein bisschen breiter wäre. -
Welche Taschen am Bike?
Patirou antwortete auf trekkingBär's Thema in Bikes und sonstige Ausrüstung, Fahrtechnik usw.
Ich habe das Zeug im Einsatz und kann ich nur bestätigen. Habe die Lenkerrolle inkl. Harnisch und "Handtasche" und die Halbrahmentasche. Alles Wasserdicht, dickes Material (so LKW-Planen mässig). Da geht nichts kaputt. Nur bei der Kombination Harnisch mit Halbrahmentasche gibt es ein bisschen Reibung durch die Klettverschlüsse. Habe mich daher entschlossen, die Halbrahmen vorne nur am Unterrohr und Oberrohr festzumachen und den Klettverschluss Lenkrohr wegzulassen. Einziger Nachteil, es ist minimal Mühsamer die Halbrahmentasche zu öffnen da es sich dann leicht verzieht. -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Ich meinte auch nur im Rucksack als Zusatz zum äusseren Rückenpolster (zum zusätzlichen versteifen, dünneres Aussenpolster etc.), nicht aussen. Für mich vor allem spannend ist, dass man diese nicht immer ganz unten reinstopfen muss, sondern auch Flach irgendwo dazwischen schieben kann und somit mehr Flexibilität beim packen hat. -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
OT: Gewicht 321 g. Hat Sie auch im Internet Shop. Ich würde aber gerne mehr testen bevor ich das wirklich empfehle. Eventuell kann ich auch nach Ausschuss-Ware fragen. Wie gesagt für mich definitiv leicht zu klein in der Breite. Hier ausgebreitet neben Yoga-Matte als Referenz. Gerade nachgemessen : 205 x 95 cm (ca.) Multi Use Funktion Zusammengefaltet neben dem GG Kumo-Rückenpolster. Ich könnte mir vorstellen Evazote Rückenmatte auf der Rückenseite und Innen den Schal als Extra Polsterung (noch nicht ausprobiert da Evazote-Matte fehlt und dieses Jahr noch keine Overnighter im Wandern wegen miesen Wetter in den Alpen und anderen Projekten) @Mod-Team : ist wahrscheinlich borderline wegen Eigenvermarktung hier. Ist es Ok wenn ich den Shop hier poste oder PN nur an die, die Interesse bekunden ? -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Hier noch die Trackings von den jeweiligen Touren falls jemand was in die gleiche Richtung plant: Etappe 1 Brugg AG-Peterzell Etappe 2 Peterzell-Walldorf Camping Etappe 3 Walldorf Camping-Höchst im Odenwald Etappe 4 Höchst im Odenwald-Grebenhain (Wald) Etappe 5 Grebenhain (Wald)- Velmeden Etappe 6 Velmeden-Lonau Etappe 7 Lonau-Braunschweig Etappe 8 Braunschweig-Drestedt Etappe 9 Drestedt-Sankt Peter Ording (Camping SPO) Etappe 10 Sankt Peter Ording (Camping SPO)-Neukirchen Etappe 11 Neukirchen-Flensburg Kleine Navigationsfehler sind noch drinnen, sind bei der Übernahme jedoch einfach zu sehen und auszumerzen. Die Gesamtplanung ist leider nicht aktuell, da spontanere Umplanungen on the Fly nicht immer übernommen worden sind. Es soll ja auch eher zur Inspiration dienen als eine in Stein gemeisselte Strecke. -
Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread
Patirou antwortete auf fettewalze's Thema in Leicht und Seicht
Aceton löst Plastik z.T. sehr gut auf. Gebe aber keine Garantie. -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Yo, meine Frau hat ja so einen Kaschmir-Import aus Indien, wo Sie dann Kaschmir-Schals an Weihnachtsmärkten und anderem verkauft - so als Nebengeschäft. Und im Sortiment hat Sie einen aus Yakwolle, der ca. 2m lang und 90 cm breit ist, und für das Gewicht irre warm (knapp unter 400 g wenn ich mich nicht täusche). Das wollte ich mal ausprobieren, da ich sonst nur ein Winterquilt habe, der bis in die Minusgrade geht. Vorteile : wärmt auch nass, lässt sich zu einem schönen kompakten Rechteck falten (extra Rückenpolster ?). Viel einfacher zu reinigen und zu trocknen als Daune. Als shawl kann man auch stylisch umschlungen durch das Camp ziehen. Problem, im Moment für meine Grösse (185, 95 kg) als Seitenschläfer knapp zu klein. Meine Frau geht nächsten Monat nach Indien, eventuell bringt Sie mir was grösseres für weitere Testreihen mit. Des weiteren sammelt das Zeug recht viel Dreck aus dem Grund. Bei Temperaturen um die 10°C kein Problem, bei kälteren wird es unangenehmer durch Zug. Ich gehe davon aus, dass er bis so um die 5°C warm hält, mit Daunenjacke eventuell sogar bis 0°C gehen könnte. Bin noch am durchtesten. -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Etappe 11: Neukirchen - Flensburg Neukirchen - Süderlügum - Ladelund - Bramstedtlund - Jardelund - Dänische Grenze - Padborg - Harrislee - Flensburg 59 km - 210 hm+ - 200 hm- Jetzt wollte ich noch kurz die Ostsee erblicken. Nach einem reichhaltigen Frühstück mit noch mehr Matjes (erwähnte ich schon, dass ich das Zeug liebe ?), ging es quer durch Weiden und Felder nach Flensburg. Zwischen Weesby und Jardelund musste ich eine gesperrte Zone umfahren, die so in Komoot nicht eingezeichnet war und wo er mich durchleiten wollte. Dann noch mal einen kurzen Abstecher nach Dänemark um dann über Norden Flensburg zu erreichen. Es ging auch stetig bergauf, bis es kurz vor dem Zentrum Flensburg noch mal eine kurze Abfahrt gab. Am Hafen Flensburg entlang, aber sehr viel schönes gab es nicht wirklich zu sehen. Im Bahnhof Flensburg dann das Radel unter schmunzelnden Blicken der Polizei auseinandergenommen, in die Blache gepackt und dann mit dem Regionalexpress nach Hamburg. Dort bei Familie übernachtet und mit dem seit langer Zeit gebuchten ICE bis nach Basel und dann weiter mit der SBB bis nach Brugg. Ankunft Flensburg Rad im Einpackprozess Und im Zug -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Etappe 10: Ording - Neukirchen Ording (Camping SPO) - Tümlauer Bucht - Husum - Wobbenbüll - Dagebüll - Klanxbüll - Grenze Dänemark Rickelsbüll - Rodenäs - Neukirchen 123 km - 250hm+ - 250 hm- Kurz vor Sonnenaufgang regnete es leicht, und die Faulheit überkam mich ein bisschen. Die Etappe schien sehr eintönig zu werden mit Deich/Nordsee/flaches Land Blick. So kam ich erst gegen ca.9 Uhr los, rollte das Zelt noch feucht ein und schwang mich auf den Sattel. Der Fahrradweg war weit weniger gut ausgebaut, daher ging es auch nicht so schnell voran und es war auch z.T. sehr mühselig, da jede Bodenwelle direkt weitergegeben wurde. Ich fuhr einfach nur der Küste entlang und erlebte das Wattenmeer bei Ebbe und Flut. Bei Husum wurde ich durch ein Gewitter mit Graupel/Hagel überrascht. Schnell die Regenjacke an und weitergefahren. Nach dem Gewitter dann die Socken ausgewrungen, damit das Teichgefühl aus den Socken verschwindet. Sehr schön war der Abschnitt zwischen der Hamburger Hallig und Dagebüll mit den Blick auf die Wattenmeer Inseln. Kurz vor Klanxbüll wollte ich abkürzen, merkte aber dann, dass alle Gleisübergänge zwischen Klanxbüll und Sylt abgebaut wurden und ich die Gleise nicht passieren konnte (was man in Komoot aber nur auf der grössten Zoomstufe wirklich sah). Seis drum, wieder zurück, in Klanxbüll und dann über eine moorigen Feldweg der viel abverlangte bis zur dänischen Grenze. Es ist geschafft ! Irgendwie konnte ich mich jedoch im ersten Moment nicht richtig freuen, da ich ziemlich fix und fertig war. Erst auf dem Weg in einen schönen Landgasthof in Neukirchen realisierte ich es wirklich, und bestellte mir ein Festmahl mit Sherry, schönem Bier, Matjes und Seelabskaus ! Am Ende noch Rote Grütze und mit vollem Magen ging es ins Bett um ausgeruht in die Epilog-Etappe bis nach Flensburg zu starten. Variante Deich rechts, Nordsee links - natürlich mit Schaf Leuchtturm und Schaf Westerhede Kirche Rodenäs - Turm vergessen und im nachhinein gebaut ? Festmahl mit Seemannslabkaus -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Etappe 9: Drestedt-Ording Drestedt- Hollenstedt - Moisburg - Buxtehude - Horneburg - Stade - Krautsand - Dornbusch - Fähre Wischhafen/Glücksstadt - Brunsbüttel - Sankt Michaelisdonn - Meldorf - Busüm - Sankt Peter - Ording (Camping SPO) 194 km - 510 hm+ - 560 hm- Nach 3 Tagen Erholung geht es nun weiter Richtung Elbe über Buxtehude und Stade. Vor allem die schnieke Altstadt von Stade bleibt mir in Erinnerung. Ich merkte auf einmal wie einfach es sich rollte. Es war immer tipp-topp asphaltiert, kaum Gegenwind und es war auch deutlich weniger warm. So konnte ich locker die Kilometer schlucken und ungeplant eine Mega-Etappe einlegen. Einen kleinen Umweg über Dornbusch statt an der Elbe lange musste ich hinnehmen, da eine Hebebrücke im Sommer nur am Wochenende offen hatte. Bei der Fähre in Wischhafen angekommen musste ich auch nicht lange warten bis Radfahrer vorrangig drauf durften und die Elbe überquert werden konnte. Am Horizont konnte man noch 2 japanische Schiffe erblicken, die auf Besuch in Hamburg waren und nun für eine Übung ausliefen. In Glücksstadt weiter bis bis Brunsbüttel, wo es mit der zweiten Fähre über den Nord-Ostseekanal ging. Statt der Elbe/Küste lang eine Abkürzung über Sankt Michalisdonn zur Meldorfer Bucht, kam ich nun an der Nordsee an. Ab da über einen super ausgebauten Radweg dem Deich entlang über Büsüm und immer der Küste nach bis Sankt-Peter Ording. Es war von dort an sehr eintönig. Entweder links Nordsee rechts Deich oder links Deich rechts Hinterland und eventuell zweiter Deich, je nachdem wo der Radweg gerade langfuhr. Dort konnte ich dann einen super Sonnenuntergang direkt am Strand geniessen, wobei manches schon recht befremdlich war, vor allem der grosse Parklplatz direkt am Strand. Altstadt Stade Am Elbdeich Überfahrt Elbe Nordsee! Sonnenuntergang über den Dünen von Sankt Peter Ording -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Etappe 8: Braunschweig-Drestedt Braunschweig - Gifhorn - Grebshorn -Bargfeld - Marwede - Neu-Lutterloh - Oerell - Münster Bispingen - Volkwardingen - Turmberg - Bolterberg - Wilsederberg - Undeloh - Wesel - Holm - Wörme - Sprötze - Trelde -Drestedt 170 km - 950 hm+ - 980 hm- Mit Enthuasismus und Elan stieg ich gegen 6 Uhr morgens in der Dämmerung in die Pedale, mit dem Ziel das erste grosse Etappenziel zu erreichen. Ich wollte nicht kurz vor Münster 50 km vor Schluss noch mal übernachten. Das Profil sah sehr flach aus, die Wege sollten gut sein - nichts steht mir im Wege ! So dachte ich es auf jeden Fall. Es begann wie geplant. Am Anfang konnte ich viele km zurücklegen und die Feldwege nach dem Mittelkanal waren sehr gut. Ich radelte durch den kühlen Morgennebel während die Sonne langsam aufging. Doch dann fing das Pech an, kurz vor 10 Uhr verlor mein Hinterrad andauernd Luft. Nach zweimal aufpumpen merkte ich dann, dass die Flanke mehrere Risse hatte, wodurch die Luft entweichen konnte, ohne dass die Dichtmilch es verschloss. Mühselig schaffte ich es, den Ersatzschlauch einzufädeln, was eine ziemliche mühselige Sache war, da ich es Anfangs nicht schaffte, den Reifen auszuhebeln. Eine gute Stunde stand ich da in der prallen Sonne, bis ich es endlich geschafft hatte. Zum Glück hielt der Schlauch dann auch, was bis zum Schluss meine grösste Sorge war. Mit Öl und Sand verdreckt ging es weiter. Die Wege wurden auch immer schwieriger. Zum Teil mit Gras überwachsen, zum Teil tiefer Sand, dann wieder fester aber mit vielen unangenehmen Schlaglöchern kam ich nur langsam voran. Bei Grebshorn erreichte ich dann gegen Mittag die Südheide. Das sehr flache Profil entpuppte sich als gar nicht so flach. Es war vor allem durch die bis jetzt gekreuzten Hügelketten stark komprimiert und es ging auch immer auf und ab. Es war anstrengend, die Sonne knallte, doch aufgeben wollte ich nicht. Weiter ging es durch die Kieferwälder (ich hatte mir die Heide viel offener vorgestellt, bis ich nach einer kurzen Stärkung in einer Waldbeiz in der Dübelsheide die erste offene Landschaft erblickte, und das noch in voller violetter Blüte, die die Strapazen kurz vergessen liessen. In der Stadt Münster gab es dann mit einem grossen Banana Split eine gute Stärkung bevor es in die Lüneburger Heide ging. Nur noch 60 km, das schaffe ich. Die Wege waren kurz besser, dann musste ich auch noch kurzer Hand umplanen, da die geplante Route nicht befahrbar war (km 120). Statt die direktere Route musste ich nun einen grösseren Umweg in Kauf nehmen. Egal, weiter geht es. In Volkwardingen erreichte ich die Lüneburger Heide, die ich als viel schöner empfand als die Südheide. Doch die Wege wurden von sandigen Trails mit grossen Wurzeln abgelöst. Langsam sagten meine Handgelenke und mein Hintern dass es schwierig wird. Über die "Berge" der Lüneburger Heider (Turm-, Bolter- und Wilseder Berg) ging es weiter. Hier hat man schöne weite Landschaften mit viel Ausblick, und die Blüte hilft auch darüber hinweg, dass man eigentlich eher aufhöhren will. Bei Undeloh (km 150) verliess ich dann die Heide, und nun, da es nur noch durch monotene Kieferwäldern geht, meldete sich mein Körper nun zu Wort. Es waren aber nur noch 20 km, die ich mit viel ach und krach dann doch noch schaffte. gegen 20 Uhr 30, nach fast 14 h auf dem Rad kam ich erschöpft an. Die ersten knapp 950 km habe ich somit in 8 Tagen, einen Tag weniger als geplant geschafft. Nun hatte ich bis Montag erstmal Pause. Am Freitag ging ich zu einem lokalen Radhändler für einen neuen Hinterradreifen und profitierte von den Einkaufsmöglichkeiten. Dem Nachmittag widmete ich der Reinigung des Rades und dem hochlegen der Beine. Am Abend dann Fisch- und Krabbenessen, bevor am Samstag die grosse Party stieg. Am Sonntag ausgeschlafen und einen Tagesausflug nach Hamburg genossen, bevor es am Montag weiter bis nach Dänemark gehen sollte. Sonnenaufgang nahe Braunschweig Teich in der Südheide Heideblüte Südheide Kirche Hanstedt Sonnenuntergang Lüneburger Heide -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Etappe 7: Lonau-Braunschweig Lonau - Herzberg am Harz - Siebertal - Rehberger Grabenweg - Torfhaus - Eckertalsperre - Eckertal - Abbenrode - Schladen - Wolfenbüttel - Braunschweig 102 km - 780hm+ - 1'100 hm- Nach einer kühlen Nacht ging es in der Dämmerung die 5 km zurück nach Herzberg um in das Siebertal einzubiegen. Weitestgehend allein ging es erst an einer Landstrasse entlang, bis kurz nach dem Ort Sieber die Landstrasse weiter Richtung Sankt-Andreasburg führte, und ich aussen herum der Sieber folgte. Am Eisenberg vorbei ging es dann von der Sieber weg auf das steilste Teilstück der Tour (16%). Durch den Asphalt konnte ich es zwar hochradeln. Da das Totholz jedoch kein Schatten bot, kämpfte ich mich mühselig und hchweissgebadet hinauf, bis ich die den Rehberger Grabenweg erreichte. Es ging zwar immer noch leicht bergauf, aber mit Panorama-Aussicht auf die umliegenden ergrauten Berge/Hügelzüge. Zwischendurch bekam ich jedoch das Konzept mit, und tatsächlich, man sah zwischen den Pionierpflanzen viel mehr Diversität, als wie ich es aus dem Schwarzwald kenne. Am Oderteich kreuzte ich die Harzhochstrasse, wo ein technisch für mich nicht einfacher Trail anfing, mit vielen Felsigen Stufen, Wurzeln und alles mit Auf und Ab, sowie den Spaziergängern, die bis jetzt gar nicht vorhanden waren. Machte Spass, aber viel km macht man so natürlich nicht. Letztendlich errreichte ich über die L504 die B4 am Torfhaus. Dort schnell weg auf die Abfahrt Richtung Eckertal an der gleichnamigen Talsperre vorbei. Diese machte bis auf einen kleinen sehr steilen Abschitt kurz vor der Talsperre viel Spass. Danach ging es ohne Umschweife direkt nach Braunschweig wo ich die Nacht in einem kleinen Hotel verbrachte. Gegessen habe ich in einer kleinen süssen Spelunke "Mutter Habernicht) aus 1870 (wenn man dem Schild glauben darf). Ich probierte mich durch die Biersorten und bestellte meinen ersten Matjes der Tour mit Bratkartoffeln hatte (ich liebe das Zeug). Braunschweig hat mich sehr überrascht. Man radelt von Süden durch einen schönen Park hinein und auch die Altstadt gibt einiges her. Letztendlich hatte es ein bisschen von einer Fahrradstadt, wie ich es aus den Niederlanden kenne. Da das Hotel ganze 17 Euronen für das Frühstück haben wollte, kaufte ich mir auch Ersatz ein, damit ich morgens sehr früh starten konnte. Es waren "nur noch" 170-180 km bis zum grossen Etappenziel der Familienparty, und das wollte ich morgen in einem Tag durchziehen. Schwarze Kirche Siebertal Höhenzüge des Harzes Eckertal Spelunke Braunschweig Impression Braunschweig Mein Velo wollte auch mal Hotelluxus -
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Patirou antwortete auf Patirou's Thema in Reiseberichte
Etappe 6: Velmeden-Lonau Velmeden - Laudenbach - Uengsterode - Trubenhausen - Hundelshausen - Unterrieden - Niedergandern - Reiffenhausen - Ischenrode - Bremke - Wöllmarshausen - Seulingen - Rüdershausen - Herzberg am Harz - Lonau 86 km - 1'050 hm+ - 1'040 hm- Nach der gestrigen anstrengenden Etappe war der Harz das Ziel. Die Flüsse hier fliessen alle Richtung Westen auf die Weser zu. Dadurch war eine Hügelkette nach der anderen auf dem Programm. Erst noch aus dem Geo-Naturpark Frau Holle Land, und dann von einem Tal in das nächste. Auf dem Weg dorthin passierte ich ein Fachwerk-Dorf nach dem anderen, was mich an ein Freiluft-Museum erinnerte. Bei einer Schlachterin/Metzgerin noch schnell ein Frikadellenbrötchen verputzt und lokale Trockenwürste besorgt, ging es auf und ab über Feldwege von Dorf zu Dorf. Irgendwann erschienen auch die ersten verklinkerten Gebäude, aber nach einer unbedeutenden Erhebung nahm der Klinker auf einmal die Überhand. Kurz nach Seulingen kreuzte ich letztendlich die letzte Hügelkette vor dem Harz, wo vor allem die angegrauten Hügelzüge überraschten. Ich kannte dies Teilweise aus dem Schwarzwald, aber dies hatte eine andere Qualität. Ab Rüdershausen ging es dann auch stetig bergauf bis erst Herzberg am Harz und dann den Camping-Platz/Freibad in Lonau. Dies war mit Abstand der schönste Camping-Platz auf der Tour, in einem tiefen Tal umgeben von dort grünen Wäldern. Dort bin ich dann sofort in den Pool zur Abkühlung gesprungen. Ein älteres Ehepaar aus Thüringen im Wohnmobil war so angetan von meiner Tour ("Was! Ohne Batterie auch noch!"), dass Sie mich kurzerhand zum Abendessen einluden, was ich auch dankend annahm. Pooooooooooool