Reputationsaktivitäten
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Schlafsetup mit mehr Wärme und Komfort@Robert Klink hat das kürzlich in einem YouTube Video getestet und sein Fazit war, dass man mit einer dicken Matte einen dünnen Quilt teilweise kompensieren kann.
Ich stimme @wilbo zu, dass das seine Grenzen hat. Wird man nur durch Testen herausfinden.
@DerLandstreicher falls du noch irgendeine andere Matte hast und sei es nur eine Yoga-, Fitnessmatte oder was auch immer, lege die doch mal über deine Exped und teste es.
Ich persönlich nutze eine Kombination aus der Decathlon Faltmatte für den Torso und darüber eine Evazote EV 50 4mm und habe auch bei einstelligen Temperaturen nicht gefroren, bin aber auch mit Schlafsack unterwegs.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von khyal erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackHi zusammen,
neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
Kommerziell bekommt man das für 70-90 € plus Versand und Zoll aus den USA unter dem Namen Trail Magik Kid Carrier.
Ganz schön teuer für ein Tuch mit 2 Gurten. Auf Reddit habe ich zwei MYOG-Anleitungen gefunden und selber umgesetzt.
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Materialien (alle von Extremtextil):
- Cordura 330den, 1m
- Gurtband Polyester 15 mm, 4 m
- Gurtschnallen 15 mm
- Micro Karabiner, 62 mm, 150 kg
- Garn: Alterfi S80 Polyester
- Nähnadel: Jeans 90
Ohne Nadel und Garn ca. 36 € inkl. Versand.
Durchführung
1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern.
3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat.
4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt.
5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann.
7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht).
10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen.
Erfahrungen zur Nutzung kann ich in Bälde teilen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von traveloors erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackHi zusammen,
neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
Kommerziell bekommt man das für 70-90 € plus Versand und Zoll aus den USA unter dem Namen Trail Magik Kid Carrier.
Ganz schön teuer für ein Tuch mit 2 Gurten. Auf Reddit habe ich zwei MYOG-Anleitungen gefunden und selber umgesetzt.
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- Cordura 330den, 1m
- Gurtband Polyester 15 mm, 4 m
- Gurtschnallen 15 mm
- Micro Karabiner, 62 mm, 150 kg
- Garn: Alterfi S80 Polyester
- Nähnadel: Jeans 90
Ohne Nadel und Garn ca. 36 € inkl. Versand.
Durchführung
1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern.
3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat.
4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt.
5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann.
7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht).
10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von traveloors erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackDa stimme ich dir zu - insbesondere wenn man eh eine Kraxe nutzt und das Kind da länger drin sitzt. Das kenne ich auch noch mit klassischen Babytragen weit unter 10 kg, dass es auf Dauer sehr auf den Rücken geht. Ich sehe den Nutzen des Trail Magik eher für folgende Rand-Fälle:
1. Kind1 wandert eigenständig, Kind2 sitzt in der Kraxe. Ich bin ohne Partner unterwegs oder der Partner kann aus körperlichen Gründen keines der Kinder tragen --> dann kann ich mir das müde Kind1 mal für 20 Minuten Verschnaufpause, einen besonders steilen Anstieg, ... zusätzlich vorne dranschnallen. Den Fall hatte ich im letzten Urlaub und meine Arme hätten sich ein solches Tuch gewünscht.
2. Man hat keine Kraxe aber einen anderen sehr sperrigen/großen Rucksack hinten und will wieder das Kind für eine überschaubere Zeit vorne dranschnallen.
3. Rucksack hinten und Kind kann wegen dem Gelände nicht auf die Schulter. Z.B. wegen tiefer Äste, gerölligem Boden oder Gelände, bei dem ich meine Hände frei haben will.
Mehr fällt mir konkret auch nicht ein, weil bei vielen Konstellationen mit einem leichten Rucksack dein Setup (Kind hinten, Rucksack vorne) oder auch der Rucksack hinten und Kind auf den Schultern naheliegender wären. Wobei dein Vorschlag natürlich das Mitführen einer Tragehilfe für den Rücken voraussetzt. Ist am Ende vermutlich sehr abhängig davon, wie lange die Tragezeiten werden.
Ist halt eine leichte und einfache Lösung, für eine Kinderttrage, ohne dass man eine ganze Kraxe oder Babytrage etc. mitnehmen müsste. Am Wochenende geht es nach Teneriffa, da werden wir es mal testen und ich gebe Rückmeldung, ob/wie sinnvoll das Tuch war.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von masui_ erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackHi zusammen,
neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
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Durchführung
1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern.
3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat.
4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt.
5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann.
7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht).
10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von waldradler erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackIch habe mich da an die Daten des Originals (14x15 inch) bzw. die Reddit-Anleitungen (eher schmaler geschnitten) gehalten. Beim Probesitzen des bald 5-Jährigen, der für sein Alter zudem groß ist, ist mir von den Maßen nichts negativ aufgefallen. Auf den Produktbildern des Originals kann man sich das ja auch mal anschauen.
Zu breit darf es (zumindest im unteren Bereich) auch gar nicht werden, da dort die Beine ja noch seitlich rausgeführt werden müssen.
Ob und wie angenehm das Sitzen auf Dauer wird, kann ich aber noch nicht sagen. Das müssen wir erst auf einer richtigen Tour testen. Bezüglich Spreiz-Haltung habe ich mir ehrlich gesagt wenig Gedanken gemacht, da der Große sich schon meldet, wenn es unbequem wird und es bei uns auch eher als Verschnaufpause gedacht ist und weniger für stundenlanges Sitzen. Für letzteres haben wir die Kraxe. Zumindest auf den Werbefotos des Originals ist die Hüfte niedriger als die Knie (https://trailmagik.com/pages/instructions). Wie gut das in Realität funktioniert und ob mein Schnitt das genauso oder auch nicht abbildet, kann ich nach Nutzung gerne mal berichten.
Das Gesamtsystem hat über die Art der Befestigung der Gurte am Rucksack eine gewisse Flexibilität aber der Stoff an für sich ist nicht wirklich elastisch. Cordura ist ein typischer robuster aber wenig elastische Stoff, der gerne bei klassischen (nicht UL-) Rucksäcken genutzt wird. Ist vom Gefühl mit Jeans vergleichbar, finde ich. Für einen bequemen Sitz will ich das eh mitgeführte Sitzkissen einlegen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von Gibbon erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackHi zusammen,
neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
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- Garn: Alterfi S80 Polyester
- Nähnadel: Jeans 90
Ohne Nadel und Garn ca. 36 € inkl. Versand.
Durchführung
1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern.
3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat.
4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt.
5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann.
7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht).
10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von BleiStift erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackHi zusammen,
neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
Kommerziell bekommt man das für 70-90 € plus Versand und Zoll aus den USA unter dem Namen Trail Magik Kid Carrier.
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Ohne Nadel und Garn ca. 36 € inkl. Versand.
Durchführung
1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern.
3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat.
4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt.
5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann.
7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht).
10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von Dr_M_Akellos erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackHi zusammen,
neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
Kommerziell bekommt man das für 70-90 € plus Versand und Zoll aus den USA unter dem Namen Trail Magik Kid Carrier.
Ganz schön teuer für ein Tuch mit 2 Gurten. Auf Reddit habe ich zwei MYOG-Anleitungen gefunden und selber umgesetzt.
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1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern.
3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat.
4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt.
5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann.
7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht).
10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen.
Erfahrungen zur Nutzung kann ich in Bälde teilen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von Christian Wagner erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackDas war ganz klar ein Angsthasenfaktor. Mit einer Lage ist es bei der Stoffdicke vermutlich auch stabil genug aber hat sich doppellagig besser angefühlt, wenn da der 20 kg Sohn mal seine Verschnaufpause bekommen soll. Ist aber sicher überdimensioniert, wenn ich mir z.B. Hängematten aus Gleitschirmseide anschaue.
Die Reddit Anleitungen nutzen auch doppellagiges dünnes Ripstop Nylon oder einlagigen dickeren Stoff. Auf der anderen Seite wird die doppelte Lage im Gesamtsetup mit Kind leider auch keinen spürbaren Unterschied machen vom Gewicht her 😭
Einen Punkt hatte ich noch vergessen: in den Anleitungen zum Nachbau und dem Original wird im unteren Bereich seitlich noch eine Polsterung für die Beine eingenäht. Das habe ich weggelassen, um das Tuch vom Packmaß kleiner zu halten und plane stattdessen ein eh mitgeführtes Sitzkissen reinzulegen.
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PhilippPhoenix reagierte auf Christian Wagner in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackPrima Idee. Was ich noch nicht begriffen habe, warum hast du den Stoff doppelt genommen? Nur damit es sauberer aussieht, oder hat das strukturelle Gründe?
Auch die Idee das Teil als Absturzsicherung her zu nehmen ist toll. Wir hatten bei unserem Großen auch mal einen improvisierten Brustgurt angezogen und ihn am kurzen Seil geführt. Das hat schon bei der ersten höheren Stufe seine Haut "gerettet".
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von roli erhalten in Leichtes Kindertragetuch zum Befestigen am RucksackHi zusammen,
neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
Kommerziell bekommt man das für 70-90 € plus Versand und Zoll aus den USA unter dem Namen Trail Magik Kid Carrier.
Ganz schön teuer für ein Tuch mit 2 Gurten. Auf Reddit habe ich zwei MYOG-Anleitungen gefunden und selber umgesetzt.
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- Gurtband Polyester 15 mm, 4 m
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- Micro Karabiner, 62 mm, 150 kg
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Durchführung
1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern.
3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat.
4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt.
5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann.
7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht).
10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen.
Erfahrungen zur Nutzung kann ich in Bälde teilen.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von khyal erhalten in Meerdaagse wandelroutes / Mehrtages-Wanderroute AlpenHi Gerben,
Österreich (Vorarlberg, Tirol) ist zum wilden biwakieren (falls das dein Plan ist) schwierig, da meines Wissens nach nur im Hochalpinen Gelände in Notlagen geduldet und generell verboten.
In der Schweiz ist es oberhalb der Baumgrenze für 1 Nacht generell geduldet, wenn kein Verbot dagegen spricht. Leider gibt es keine zentrale Karte/Auflistung dieser Verbote. Ich gehe dann wie folgt vor, um das abzuschätzen:
- Mit ChatGPT prüfen lassen, die KI findet erstaunlich viele Schutzgebiete und gibt eine erste Grobabschätzung
- Unter alternatives Wandern (https://www.alternatives-wandern.ch/biwak/biwakverbote.htm) die Verbotsliste studieren
- In den offiziellen Schweizer Karten die Schutzgebiete (Wildruhezone, Jagdbanngebiet, Nationalpark, Pro Nature Naturschutzgebiet...) einblenden lassen und einen geeigneten Platz suchen.
https://map.geo.admin.ch/#/map?lang=de¢er=2660000,1190000&z=1&topic=bafu&layers=&bgLayer=ch.swisstopo.pixelkarte-grau&catalogNodes=bafu,768,781,1361,767,784,798,804,806,826,843,849,851,1505,15157,2801,2828,2833,766
Eine abschließende, 100% rechtliche Einschätzung bekomme ich damit nicht, da ich immer noch ein lokales Verbot, das auf Papierform einer Gemeinde geschrieben ist, übersehen könnte aber ich gehe mit gutem Gewissen auf Tour.
In Frankreich ist es lockerer gehandhabt, da kenne ich mich aber nicht im Detail aus.
Anregungen für dich:
- Glarner Alpen: Tag1 (Tierfehd - Bergbahn Kalktrittli - Limmerensee), Tag2 (Limmerensee - Muttensee), Tag3 (Muttensee - optional Kistenpass-Region - Hochflächen), Tag4 (Rückweg über alternativen Weg zum Limmerensee), Tag 5 (Abstieg nach Tierfehd). Genaue Route und legale Situation musst du selber checken.
- Vallée de la Clarée: viele Seen, biwakieren von 19-9 Uhr erlaubt, eventuell Wege entlang GR57. Hier eine schnell von der KI entworfene Route:
Tag 1: Névache, Vallée de la Clarée, Lac Laramon → Übernachtung oberhalb des Sees (abseits der Hauptwege)
Tag 2: Lac Laramon, Lac du Serpent, Col des Béraudes → Übernachtung in der Umgebung des Passes / Hochflächen
Tag 3: Col des Béraudes, Rückweg Richtung Clarée-Seitental, Lacs des Muandes → Übernachtung bei den Seen (mit Abstand zu Hütten)
Tag 4: Lacs des Muandes, Col des Muandes, Vallon des Thures → Übernachtung auf den Hochflächen Richtung Thures
Tag 5: Vallon des Thures, Abstieg, Névache → keine Übernachtung (Tourende)
- Beaufortain: viele Seen, auch hier eine schnell von der KI entworfene Route, bitte gründlich checken:
Tag 1: Planay, Lac de Saint-Guérin, Aufstieg Richtung Hochalm → Übernachtung oberhalb des Sees (abseits Ufer)
Tag 2: Saint-Guérin, Col du Pré, Lac de Presset → Übernachtung oberhalb des Sees (mit Abstand zur Hütte)
Tag 3: Lac de Presset, Col du Grand Fond, Hochflächen mit kleinen Seen → Übernachtung auf den Hochflächen (freie Platzwahl auf robustem Untergrund)
Tag 4: Grand Fond, Lac de Brassa, Tal Richtung Planay → Übernachtung oberhalb des Sees
Tag 5: Lac de Brassa, Abstieg, Planay → keine Übernachtung (Tourende)
Für eine erste Suche kann ich KI hier echt empfehlen. Im Detail dann aber unbedingt selber die Planung übernehmen und checken. ChatGPT schlägt mir ständig angeblich geeignete Biwakplätze vor, die ich dann auf Satelliten- und Wanderkarten im völlig weglosen und verblockten Gelände wiederfinde oder direkt unter einer Felswand, wo jeden Augenblick ein Stein runterkommen könnte.
Ich hoffe, das hilft etwas als Anregung und Einordnung.
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Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Trekking. Die letzte richtige Trekkingreise liegt schon mehr als ein Jahr zurück und wir hatten auch nicht so wirklich viel Spaß bei den letzten Trail Wettkämpfen. Also ging es ab in den Balkan.
Ausrüstung
Bevor man den Peaks of the Balkan wandert, muss eine grundlegende Entscheidung getroffen werden. Zelt oder Guesthouses?
Die wichtigste Entscheidung vor dem Start war: Zelt oder Guesthouses? Wir entschieden uns, die 2–3 kg zu sparen und setzten auf Guesthouses. Im Nachhinein können wir sagen, dass dies die absolut richtige Wahl war, da die Unterkünfte sehr regelmäßig am Weg lagen. Einige davon sind sogar noch nicht auf Google Maps oder Mapy.com verzeichnet – man kann aber davon ausgehen, dass fast in jedem Dorf ein Guesthouse zu finden ist.
Einen Teil davon kann man auch über Booking.com „buchen”. In Anführungsstrichen, weil, soweit ich das mitbekommen habe, scheinen viele dort nicht regelmäßig reinzuschauen und das jeweilige Zimmer zu reservieren.
Im Folgenden noch ein paar interessante Ausrüstungsgegenstände:
Beim Rucksack habe ich mich diesmal für das Modell Aonijie 30L Fastpack (FH2530) entschieden und es etwas modifiziert. Die zwei größten Veränderungen sind, dass ich den schmalen Gurt am Bauch durch einen Gossamer Gear Fastbelt ersetzt und vorne an der Brust eine Brusttasche angeschnallt habe. Die Brusttasche ist eine günstige Tasche aus China, die ich um zwei kleine Karabiner erweitert habe, damit sie sich vernünftig am Rucksack befestigen lässt und nicht mehr herumhüpft, wenn man läuft. Warum? Vor allem für mein Handy, da ich alle anderen Taschen und Möglichkeiten, dieses zu verstauen, bisher eher unpraktisch fand, weil das Handy entweder schwer erreichbar war oder Schweiß abbekam.
Wir beide haben Hydrapak Flux 750ml mit einem anderen Mundstück von den Trailrunning Soft Flasks benutzt. Ja, sie sind schwerer als normale Plastikflaschen, aber wir finden Sie deutlich praktischer, weil man diese beim Gehen nicht rausnehmen muss.
Diesmal habe ich die Fertig-Mahlzeiten von Huel ausprobiert. Etwas nervig ist, dass es diese nicht mehr in einem großen Sack gibt, sondern nur noch einzeln abgefüllt. Ich persönlich finde 400 kcal pro Tüte etwas wenig und musste daher mehrere Tüten vorher zusammenmixen. Ausprobiert habe ich: Spaghetti Bolognese (sehr gut), Mexican Chili (gut, etwas scharf), Cajun Pasta (gut, etwas scharf) und Chick'n & Mushroom Pasta (essbar, schmeckt mir aber zu mehlig). Alle sind auch vegan.
Es gibt eigentlich nur einen Ausrüstungsgegenstand, den wir gerne dabei gehabt hätten. Einen Sun Hoodie. Der steht jetzt auch schon auf unseren Wunschlisten für Weihnachten. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und deswegen gut gebraten. Wenn man sich nicht perfekt eincremt, holt man sich definitiv einen Sonnenbrand dort.
An- & Abreise
Hingeflogen sind wir über Tirana und zurück über Podgorica.
Ich kann hier nur empfehlen beides über Tirana zu machen. Der Bus von Gusinje/Plav nach Podgorica dauert 3.5h und zieht sich wie die Hölle und ist auch bis auf das letzte Stück super kurvig, wodurch einem irgendwann einfach nur schlecht wird. Da war Tirana nach Shkoder und dann die Komani Lake Ferry doch etwas angenehmer. (Normalerweise würde man direkt von Shkoder nach Theth fahren.)
Unsere faltbaren Carbon Wanderstöcke hat niemanden interessiert. Meine Freundin hatte diese sogar außen sichtbar am Rucksack. (Von Wien wussten wir von der Webseite, dass das eigentlich kein Problem sein müsste, aber beim Rückflug waren wir uns unsicher.)
Vorab, wir sind den Trail entgegen der Standard Laufrichtung gegangen. Wenn man seine Ruhe haben will, ist das die richtige Wahl, wenn man mit Leute quatschen will, dann sollte man lieber die gängige Richtung wählen.
Tagesberichte
Tag 1:
Ein besonderer Start
(40 km • 2850 hm ↑ • 2300 hm ↓• 10:00 h)
Früh morgens nahmen wir in Shkodër den Shuttle zum Komani-Stausee. Von dort ging es mit dem kleinen Boot "Dragobia", das fast wie ein Bus funktioniert, bis zur vorletzten Anlegestelle (Markaj). Uns beiden war klar, dass wir Theth nicht mehr im Hellen erreichen würden, aber Tom war definitiv zu optimistisch, was die Dauer der Strecke anging!
Nach insgesamt 90 Minuten Busfahrt und zwei Stunden auf dem Boot starteten wir erst relativ spät um 11:30 Uhr. Die ersten, fast flachen Kilometer auf breiten Schotterwegen flogen nur so dahin, doch danach wurde unser Tempo stetig langsamer. In Curraj i Eperm, wo es auch Guesthouses gibt, hatten wir unsere einzige negative Erfahrung mit den Hunden dort: Ein Schäferhund war gar nicht begeistert davon, dass wir an seinem Schaffeld vorbeiliefen.
Beim Verlassen des Dorfes hatten wir zum ersten Mal Probleme mit der Navigation. Eingezeichnet sind zwei Wege, einer davon ist angeblich markiert. Irgendwie wurden die Wege jedoch zusammengeführt und der markierte Weg existiert in dieser Form nicht mehr, zumindest ist der Einstieg nicht ausgewiesen. Bis auf die Tatsache, dass der neue Weg eventuell etwas länger ist, war es zum Glück aber nichts Dramatisches. Auf der anderen Seite des Berges bei Qerec-Mulaj ist auch ein Campingplatz ausgeschildert, wo es wahrscheinlich auch Wasser gibt. Ursprünglich war dieser Punkt für das Mittagessen eingeplant, aber ich wollte uns die zusätzlichen Meter und Zeit sparen und hoffte, dass es weiter oben noch eine Wasserstelle gibt.
Das nächste Stück führte über eine Stunde durch einen Laubwald stetig bergauf. Wasser war Fehlanzeige. Zum Glück war der Weg zusätzlich zu den Standard-Markierungen mit neon-orangefarbener Farbe gekennzeichnet, was den Aufstieg erträglicher machte, da der Pfad nur stellenweise sichtbar war. Ein genauer GPS-Track ist hier wirklich ein Muss!
Als wir endlich aus dem Wald kamen, wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt – allerdings stand die Sonne schon tief. Der Weg war besser sichtbar als im Wald, jedoch stimmte die Route im GPS-Track nicht immer hundertprozentig mit dem markierten Weg überein. Das führte dazu, dass wir mehrfach den Weg verloren, wenn dieser mal nicht deutlich zu erkennen war. Die Dunkelheit, die circa ab drei Viertel der Strecke zum Pass, Joch oder Qafa einsetzte, machte die Sache nicht einfacher. Ich kann jedem, der nicht regelmäßig in den Bergen unterwegs ist und keine vernünftige Lampe dabei hat, nur abraten, den Weg im Dunkeln zu gehen, bzw. die Strecke in jedem Fall auf zwei Tage aufzuteilen.
Als wir dann endlich über den Pass waren, wurde der Weg deutlich einfacher zu folgen, was man auch schon bei der Planung sehen konnte (Strava Heatmap empfiehlt sich, wenn man sich bei einem Weg nicht sicher ist, ob und wie viel er begangen wird). Wir beide waren aber mittlerweile so fertig, dass sich der Weg wie Kaugummi zog. Gefühlt war der Weg auch um einiges länger als es die Uhr angab. Ich vermute, dass die vielen nicht eingezeichneten Serpentinen hier eine bedeutende Rolle gespielt haben.
Um 21:45 Uhr, nach 40 km statt der geplanten 38 km, erreichten wir endlich das Hotel. Tom hatte vorausschauend schon per WhatsApp mit der Unterkunft kommuniziert, was die späte Ankunft unkompliziert machte. Sogar heißes Wasser für unser lang ersehntes "Mittag-/Abendessen" bekamen wir noch.
Tag2:
Ein Erholungstag
(27 km • 1250 hm ↑ • 1100 hm ↓• 7:00 h)
Eigentlich war Plav das Ziel, aber der Marathon-Tag davor steckte uns noch in den Knochen. Daher entschieden wir uns für die entspannte Variante: Bis nach Gusinje wandern und von dort mit dem Bus nach Plav. Keiner von uns wollte schon wieder zehn Stunden unterwegs sein.
Ausgeschlafen und nach einem "okay-en" Frühstück brachen wir auf. Der Start war einfach. Ein leicht ansteigender Forstweg, der bald in einen stetig steiler werdenden Singletrail überging. Oben angekommen, waren die meisten Höhenmeter des Tages geschafft, und wir genossen eine fantastische Aussicht zurück ins Theth Tal. Danach ging es nach einem kurzen Ab- und Aufstieg entspannt bergab bis Vusanje. Der schöne Trail wich zwar irgendwann wieder einer Forststraße, aber nach 5 km erreichten wir endlich Vusanje für unsere Mittagspause, wo wir unser Fertigessen zubereiteten.
Eigentlich wollten wir den schöneren Wanderweg nach Gusinje nehmen, statt stumpf an der Straße entlangzugehen. Nachdem wir aber die erste Abbiegung verpasst hatten und die Alternativen den Weg nur unnötig verlängert hätten, entschieden wir uns für die Straße.
In Gusinje deckten wir uns noch im IDEA Supermarkt (Kartenzahlung möglich!) ein, bevor wir den Bus nach Plav nahmen.
Tag 3:
Tag 3: Wunderschöne Höhenzüge
(37 km • 2300 hm ↑ • 1800 hm ↓• 9:00 h)
In Plav starteten wir nach einem schnellen Einkauf von Getränken im IDEA Supermarkt. Wieder führten die ersten Kilometer über einfache Forststraßen, bis der erste große Anstieg begann. Im Gegensatz zum Vortag war dieser zum Glück weniger steil und verlief größtenteils durch den Wald, also wurden wir nicht wie am Vortag in der Sonne gebraten.
Oben angekommen folgten wir dem Kamm, was uns atemberaubende Ausblicke in alle Richtungen bescherte. Ein weiteres Highlight erwartete uns dort oben: der kleine Bergsee Hridsko Jezero. Nachdem wir den See umrundet hatten, stiegen wir durch einen Wald ab bis zu einem kleinen Bergdorf, wo wir kurz danach an einer Wasserquelle mit Unterstand unsere Mittagspause einlegten. Wir kamen durch ein weiteres Dorf mit Guesthouses, aber unser Ziel lag noch einige Kilometer vor uns.
Vom Tal aus ging es wieder steil bergauf, diesmal kaum beschattet. Doch auch diese Anstrengung wurde gut belohnt: Wir wanderten auf einem weiteren Kamm entlang mit grandiosen Rundumblicken. Der Anstieg zum letzten Pass (Jelenka) war kurz und moderat. Der folgende Abstieg war dann aber knackig. Wir waren echt froh, diesen nicht im Aufstieg bewältigen zu müssen! Dazwischen gab es noch einen kurzen, steilen Aufschwung, der mit einem unnötig dünnen und wackligen Stahlseil gesichert war. Wir passierten auch einen beliebten Campingsee, bei dem wir leider feststellen mussten, dass das "Leave No Trace"-Prinzip nicht überall gelebt wurde.
Bald darauf erreichten wir unser Ziel: das Dorf Leqinat und die Unterkunft Guri i Kuq. Unsere Gastgeber schienen überrascht über unsere Ankunft und quartierten uns kurzerhand statt im gebuchten Doppelzimmer in einem Ferienhaus mit acht Betten ein.
Tag 4:
Ein Tag zum Vergessen
(30 km • 1200 hm ↑ • 1700 hm ↓ • 7:30 Stunden)
Diesen Abschnitt können wir niemandem empfehlen! Er besteht zur Hälfte aus Asphaltstraße (15 km) und weiteren 10 km Forststraße. Es bleiben nur magere 5 km wirklich schöner Wanderwege, und die Aussicht ist die Mühe nicht wert. Wir raten dazu, vor Leqinat quer in Richtung Milishevc abzubiegen oder notfalls die Straße entlang zu trampen (was allerdings den 1200-Höhenmeter-Abstieg und Wiederaufstieg erfordert).
Wenigsten war man relativ schnell unterwegs. Auch hier sind wir wiedermal in einer Unterkunft(Hotel Ruguva Camp) gelandet, die die booking.com Bestätigung sehen wollte, obwohl sie diese ja auch selbst haben müssten. Auch eine Unterkunft die ich absolut nicht empfehlen würde, Müll war nicht entlernt, Klopapier hat gefehlt, die Handtücher waren nicht frisch, der Boden war nur mäßig sauber und das Badezimmer war winzig. Immerhin roch das Bettzeug frisch und sie haben ein großzügiges Lunchpaket gemacht, weil wir früher los wollten um es vor der geforderten Deadline zur nächsten Hütte zu schaffen.
Tag 5:
Zurück zum Schönen – Die Belohnung wartet
(29 km • 2500 hm ↑ • 1600 hm ↓ • 8:30 h)
Nach dem wenig inspirierenden "Tag zum Vergessen" waren wir froh, direkt an unserer Unterkunft in den ersten Anstieg starten zu können. Ganze 5 km und 1200 Höhenmeter lagen vor uns, aber das war uns tausendmal lieber als weitere Kilometer auf Asphaltstraßen. Etwa auf halber Höhe, bei den kleinen Häusern, gerieten wir unabsichtlich auf den alten, mittlerweile etwas zugewachsenen Weg. Zum Glück trafen alter und neuer Verlauf nach nur 500 Metern wieder aufeinander. Oben angekommen, wurden wir für die Mühe belohnt: Es eröffnete sich uns ein herrlicher Weitblick über eine riesige Grasfläche. Hier trafen wir auch auf eine Kuhherde, die uns auf ihrem Weg zur Wasserstelle entgegenkam.
Von dort ging es hinunter ins Dorf Milishevc und dann zügig über eine Forststraße nach Roshkodol. Die Wegführung hat sich wohl leicht geändert und führt jetzt durch auf der anderen Talseite entlang, aber die alte Route war auch problemlos begehbar. Ab Roshkodol wanderten wir stetig bergauf, das Tal entlang, bis wir im Talschluss einen Linksbogen zum Qafa Roshkoldol nahmen. Dieser obere Teil des Tals ist wirklich atemberaubend schön. Oben am Pass gönnten wir uns unsere wohlverdiente Mittagspause, bevor wir unseren Weg in Richtung Doberdol fortsetzten.
Wir folgten größtenteils dem Kamm und entschieden uns spontan für einen kleinen Schlenker über den Berg Tromeđa. Dieser liegt nur etwa 120 Höhenmeter oberhalb des normalen Weges und war die minimale zusätzliche Anstrengung absolut wert. Von dort aus konnten wir endlich unser Tagesziel erblicken: das kleine, abgelegene Bergdorf Doberdol.
Wir können einen Stopp in Doberdol nur wärmstens empfehlen! Mit dem Wasser sollte man aber eventuell hier etwas aufpassen, wenn man den Google Bewertungen trauen kann. Grundsätzlich haben wir unser Wasser immer mit unserem Grayl, wahrscheinlich etwas übertrieben, gefiltert. Übernachtung mit Frühstück, Lunchpaket und Abendessen kostet dort nur auch 35€ pro Person.
Tag 6:
Ein neuer Freund
(31 km • 1500 hm ↑ • 2400 hm ↓ • 8:30h)
Wir waren die Ersten, die an diesem Morgen Doberdol verließen. Wahrscheinlich war das der Grund, warum uns ein Hund folgte. Anfangs dachten wir, er würde uns nach spätestens 5 Kilometern verlassen. Schnell tauften wir ihn "Doggy 695", nach seinem Schildchen im Ohr. Doch der Hund dachte gar nicht daran, uns zu verlassen! Er folgte uns munter bergauf und bergab, vorbei an anderen Wandergruppen, die er nur kurz beschnüffelte. Der ist uns so brav gefolgt, dass die meisten dachten, dass wäre unser Hund.
Die ersten 10 km schlängelte sich der Trail am Berg durch den Wald, mal leicht hoch, mal leicht runter, bis zum Qafë e Vranicës. Immer noch mit Doggy 695 an unserer Seite, wurde der Weg zu einer breiten, sehr staubigen Forststraße, die wegen Bauarbeiten recht befahren war. Zum Glück mussten wir diese nicht den ganzen Weg hinunter nach Cerem nehmen, sondern konnten einem kleinen Singletrail ins Dorf folgen. In Cerem, nach bereits 16 km, füllten wir unsere Getränke auf und gönnten uns zur Feier des Tages jeder eine Softdrink. Und Doggy 695? Er wollte sich immer noch nicht von uns trennen.
Von dort ging es ähnlich wie am Vortag langsam bergauf durch das Tal bis zum Qafa Borit. Als hätte Doggy 695 gewusst, dass der vor ihm liegende Weg für ihn unpassierbar werden würde, schloss er sich kurz nach dem Pass einer anderen Wandergruppe an.
Der Weg hinauf zum Qafa Presljopit war gespickt mit größeren Stufen, die kurzes zbd leichtes Kraxeln erforderten. Oben angekommen, legten wir eine späte Mittagspause ein.
Zur Motivation der Freundin schloss sich beim Abstieg ein neues Gruppenmitglied uns an. Ein Wanderer auf Tagestour. Saskia ist vorne weggelaufen, um den Wanderer abzuschütteln, aber mit wenig Erfolg bis nach Valbone sind wir zusammen gelaufen. In Valbone hatten wir uns den Aufenthalt im "Luxushotel” gegönnt. Jedoch mit mäßigem Glück. Das WLAN funktionierte nicht, der Spa war nur nach Voranmeldung nutzbar, unsere Kühlpacks wurden nur in Eiswürfel gelegt anstatt in den Gefrierschrank, und selbst das Frühstück war bei Öffnung noch nicht komplett fertig. Unser Tipp: Lieber eine einfache Unterkunft nehmen und nur die Hälfte bezahlen.
Tag 7:
Ein krönender Abschluss
(22 km • 1700 hm ↑ • 1700 hm ↓ • 7:00h)
Nach dem etwas enttäuschenden "Luxus"-Aufenthalt in Valbone starteten wir in unseren letzten richtigen Wandertag. Als krönenden Abschluss hatten wir uns vorgenommen, noch einen Gipfel zu besteigen. Die Wahl fiel auf den Maja e Rosit mit 2523 Metern – zwar nicht der höchste Berg der Gegend, aber mit einer tollen Prominenz und einem exzellenten Rundumblick.
Wir waren beide schon ziemlich müde und begannen den 8 km langen und etwa 1500 Höhenmeter umfassenden Anstieg. Obwohl unsere Rucksäcke mittlerweile deutlich leichter waren, machten sich die fast 30 Kilometer pro Tag der Vorwoche bemerkbar, und wir waren nicht besonders schnell. Ursprünglich hatten wir geplant, beim Abstieg noch einen Bogen über die Bergseen unterhalb des Maja e Jezercës zu machen, aber das stellten wir erstmal hintenan und konzentrierten uns auf den Gipfel.
Etwa 500 Höhenmeter unterhalb des Gipfels entdeckten wir eine Gruppe Wanderer vor uns. Das motivierte uns ungemein, das Tempo anzuziehen und vielleicht den einen oder anderen noch zu überholen. Im sehr steilen Schlussstück konnten wir tatsächlich noch ein paar "einfangen"! Oben auf dem Gipfel gab es dann die wohlverdiente Belohnung: Cola, Chips und ein einfach unglaublicher Ausblick.
Da wir beide ziemlich fertig waren, entschieden wir uns für die kürzeste ausgewiesene Abstiegs-Variante. Es gab theoretisch zwar noch einen kürzeren Weg, aber der war laut Strava Heatmap komplett unbegangen. Der markierte Weg war, obwohl er durch sehr steiles Gelände (30 % und mehr Gefälle) führte, sehr gut begehbar und markiert. Man sollte hier aber definitiv trittsicher und schwindelfrei sein! Unten, bei einer verfallenden Berghütte, gab es endlich Mittagessen. Gestärkt und mit dem schwierigsten Teil hinter uns, blieb nur noch ein langweiliger Forstweg, den wir schon von Tag 2 kannten, bis zur Unterkunft.
Tag 8:
Wandern zum Ort + Bus
Am letzten Tag sind wir nur noch entspannte 6km von der Unterkunft in Vusanje nach Gusinje gegangen.
Fazit
Wir wollen wieder in den Balkan, die Mischung zwischen coolen Berge, Abenteuer und kostengünstig, hat uns voll überzeugt. Außerdem fehlen uns noch zwei kleine Abschnitte vom Peaks of Balkan Trail.
Noch ein paar Tipps & Infos:
Gas Kocher Es gab nur sehr große Gaskartuschen (500gr) oder Stechkartuschen (Es gibt theoretisch einen Adapter auf Schraubkartuschen bei Amazon, aber leicht ist dieser nicht.) als wir da waren, also eventuell auf Alkohol Kocher oder anderes umsteigen. M:tel Esim für 15€ Eine elektronische SIM-Karte die man einfach vorher Online buchen und aktivieren kann Lek Wechselbüro, außerhalb des Sicherheitsbereiches, solange man nicht mehr als ca. 7€/700 LEK Gebühr zahlt. Großteil nimmt Euro, aber mit LEK kriegt man meistens einen besseren Preis. Reisepass Schnellere Aus- & Einreise, wegen automatischer Passkontrolle Personalausweis reicht theoretisch für die Einreise Border Permits über zbulo machenbar (https://zbulo.org/de/border-crossing-permits-peaks-of-the-balkans-via-dinarica/) Hüttenschlafsack Definitiv Hygienischer, aber nicht unbedingt nötig Die Guesthouses in den Bergen haben viel vegetarische Speisen, wegen der fehlenden Kühlinfrastruktur. -
PhilippPhoenix reagierte auf Lolaine in Sieben Tage TMB (Tour de Mont Blanc) im September 2025Verpflegung: Wasserquellen gibt es genug, Brunnen und Wasserläufe, habe nie gefiltert, 2*0,75L Flaschen reichen locker aus. Es gibt im Charmonix Tal genug Supermärkte, in Italien dann in Courmayeur und in der Schweiz in La Fouly und Champex. Eigentlich müssten man daher nur für 2-3 Tage essen schleppen. Ich wollte den Test machen und habe für 7 Tage essen mitgenommen.
Wenn man eine GPX auf dem Handy hat wird man feststellen, dass es einige Varianten des Weges gibt. Viele kürzen die Route durch zwei Pässe ab. Einmal über den Col des fours anstatt runter nach Les Chapieux zu laufen, und einmal in der Schweiz über den Fenetre d'Arpette anstatt die nördliche Schleife. Beides ist nur bei gutem Wetter zu empfehlen. Der Abstieg vom Col des fours ins Tal war wirklich eine Augenweide, es war aber auch Top Wetter.
Ich kann den Weg durchweg als ungefährlich beschreiben, da ich selbst keine blauen Wege gehe, kann ich das so auch schreiben. Einige wenige Stellen waren auf der schweizer Seite verseilt, aber es war gut machbar. Als Genusswanderer würde ich bei entsprechender Fitness 7 Wandertage für diese Tour veranschlagen, offiziell sind es 11.
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PhilippPhoenix reagierte auf Steintanz in Impressionen von TourenDingle Peninsula, Irland. Paar Eindrücke von neulich (auch zur Sommersonnenwende dort gewesen). Sehr schöne Landschaften, sehr wechselhaftes Wetter, v.a. in den "hills" oben kann es mit fast null Sicht (GPS halte ich für notwendig!) und/oder stürmischem Regen sehr fies sein, dazu kommt, dass in höheren Lagen nur wenige bzw. keine klaren Wege vorhanden sind und man quer durch moorig-nasses Gelände geht, waten muss, Morast immer wieder umgehen muss usw. (dürfte vergleichbar zu schottischen Touren sein, etwa Cape Wrath Trail, war aber noch nicht dort). - Vorsicht bei der Routenplanung, man läuft sonst womöglich viel direkt auf Straßen, z.B. viele Abschnitte des Dingle Way! Aussichten sind fast immer schön, aber Asphalt-Getippel mit durchaus ordentlich Verkehr immer wieder und kaum Grünstreifen am Rand machen wenig Laune.
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PhilippPhoenix reagierte auf ULgäuer in Bin ich zu alt, zu intolerant?Ja, wenn der Raucher seine Gipfelzigarette am nächstgelegenen Bahnhof raucht, steigert das meine Gipfelzufriedenheit. 😉
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PhilippPhoenix reagierte auf theuol in MYOG shaped Tarp – Version 2 meines Ultraleichtzelts (~240 g, DCF)Hallo zusammen
Letztes Jahr habe ich hier meine erste selbstgebaute Pyramide aus DCF vorgestellt – jetzt kommt Version 2: Noch leichter, deutlich minimalistischer und in Richtung shaped Tarp gedacht. Ideal für Fastpacking, kurze Trips mit leichtem Gepäck oder einfach als ultraleichter Wetterschutz beim Cowboycamping.
Eckdaten:
Material: DCF (Dyneema Composite Fabric) 25 g/m²
Gewicht:
– 240 g inkl. Schnüre
– ca. 220 g ohne
Masse (aufgebaut):
– Länge: 280 cm
– Breite: 110 cm
– Höhe: ca. 140 cm
Aufbau: 5 Heringe reichen (hinten gibts optional noch eine Schlaufe für einen sechsten – brauche ich aber kaum)
Packmass: sehr kompakt – lässt sich stark komprimieren (siehe Foto mit Innenzelt & Packsack)
Design & Details:
Form: geformtes Tarp mit catenary Cut für straffen Stand Spitze: verstärkt und auf den Trekkingstock-Griff zugeschnitten (siehe Detailfoto) Konstruktion: geklebte Nähte (Abspannpunkte verstärkt) Packsack ist ebenfalls MYOG
Einsatzzweck:
Das Ganze ist kein Shelter für tagelange Schlechtwetter-Touren in Skandinavien, sondern eher:
eine Backup-Option beim Cowboycamping ein leichter Schutz bei gutem Wetterfenster für SUL-Wochenenden und Fastpacking Ein Innenzelt kann eingehängt werden, ist aber optional.
Fotos:
Gesamtansicht vom Aufbau
Verstärkte Spitze
Detailaufnahmen der Ecken & Abspannpunkte
Rückseite mit optionalem Hering
Packsack + Innenzelt (für Grössenvergleich)
Freue mich wie immer über Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge. Falls ihr Fragen habt – einfach melden!
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Hallo zusammen! Bisher war ich nur lesend im Forum unterwegs, nun möchte ich gerne einen bekannten aber nicht sehr oft in seiner Gesamtheit begangenen Weg vorstellen: die rote Via Alpina. Dabei vergleiche ich sie mit anderen bekannten Trails (PCT, AT, CDT, TA).
Letzten Sommer hatte ich die Gelegenheit, mir einige Monate frei zu nehmen und beschloss, nach 3,5 Jahren Pause, wieder einen langen Trail zu gehen. Da ich in weiter Ferne schon viel unterwegs gewesen war (PCTx2, ATx2, CDT, FT, AZT, LT, TA, INT ...), wollte ich endlich meine Heimat, die Alpen, einmal so richtig erleben. Die Entscheidung fiel dann auf die rote Via Alpina (alte Route, 2.632km).
Anmerkung: seit heuer verläuft die rote Via Alpina offiziell ident mit der bisherigen grünen Via Alpina in gerader Linie durch die Schweiz, weshalb sie nun wesentlich kürzer ist. Das finde ich persönlich schade, denn die frühere längere Route entlang der italienisch-schweizerischen Grenze hat mir ausgezeichnet gefallen. Und DEN langen Weitwanderweg in den Alpen abzukürzen leuchtet mir als begeisterter Langstreckenwanderer nicht ein.
Triest bis Monaco - 2.632 km - rund 150.000+ Hm
Edit Khyal : Karte ohne Rechte entfernt, Simon_ Link mit Anleitung fuer rechtekonforme Karte geschickt, sollte er daraus eine Karte erstellen, bastel ich die gerne rein...
Wegführung und -beschaffenheit
Die Via Alpina ist eine Kombination aus alpinen Wanderwegen, Forststraßen und gelegentlich auch etwas Asphalt. Die Wanderwege sind im Vergleich zum PCT um einiges steiler und rauher (ausgewaschene Wege, Geröllfelder etc.), die An- und Abstiege im Vergleich zum AT meist deutlich länger. 1.500 Höhenmeter und mehr, am Stück, sind keine Seltenheit. Weil die alpinen Wanderwege körperlich so herausfordernd sind, stellte die gelegentliche Forststraße für mich eine willkommene Abwechslung dar. Der Anteil an Asphaltstraßen ist meiner Meinung nach gering. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich, allerdings gibt es keine richtigen Kletterpassagen. Versicherungen (Stahlseile, Leitern usw.) sind selten. Keine Bachüberquerungen wie am PCT oder TA und eigentlich niemals cross country wie am CDT.
Mit der Routenführung war ich, für mich überraschend, sehr zufrieden! Nur selten hatte ich das Bedürfnis, eine höhere Alternative zu gehen. Gelegentlich war das in Frankreich der Fall, wo ich mir dann mittels Gaia-App jeweils eine höhere Variante gesucht habe.
Timing
Ich war vom 1. Juli bis 20. September unterwegs (81 Tage), konnte bei meinen Eltern einige Tage pausieren (die Via Alpina verläuft durch mein Heimatdorf in Vorarlberg) und hatte sonst keine Pausentage. Wer sich länger Zeit nehmen möchte, kann normalerweise bereits im Juni starten und bis in den Oktober hinein unterwegs sein, ohne mit größeren Schneemengen rechnen zu müssen. Gestartet bin ich in Triest, es spricht aber eigentlich nichts gegen einen Start in Monaco.
Logistik
Triest und Monaco (bzw. Nizza) sind mit Bahn und Fernbussen problemlos erreichbar. Die Verpflegung auf dem Weg ist überwiegend einfach. Ich musste nie Hitchhiken, konnte ca. zwei mal pro Woche in Supermärkten einkaufen und bei Bedarf auf Hütten essen. Manche der Lebensmittelgeschäfte waren allerdings sehr klein, hatten wenig Auswahl und waren teuer.
Einen für mich problematischen Abschnitt gab es zum Abschluss nahe Monaco (Ceillac bis Garessio), wo ich für über 270 km keine Verpflegungsmöglichkeit finden konnte. Im September hatten auch viele Hütten bereits geschlossen und es waren teils große Höhenunterschiede zu bewältigen. Deshalb war erhöhtes Tempo und Rationieren angesagt.
Weder Visum noch Flüge zu benötigen spielte bei meiner Entscheidung zur Via Alpina eine wesentliche Rolle.
Camping/Übernachtung
Um Kosten zu sparen habe ich Hütten, Pensionen und Hotels möglichst gemieden. Geeignete Plätze für mein Zelt bzw. fürs Cowboycamping zu finden hat mir, vor Allem anfangs, einigen Stress bereitet. Halbwegs ebene Plätze, die außer Sicht und geschützt vor Wind und Gewitter waren, gab es eher selten. Die rechtliche Lage bezüglich Campieren ist in den Alpen problematisch und von Land und Gebiet abhängig. Unwohl haben ich mich oft in Österreich und Deutschland gefühlt, ein besseres Gefühl hatte ich in Italien, Frankreich, der Schweiz und Slovenien.
7 x habe ich auf Hütten übernachtet, 2 x auf einem Campingplatz und 1 x in einer Pension. Highlights waren für mich die wenigen Nächte in Biwakschachteln (3), die ich immer für mich alleine hatte.
Wer mit seinem Budget großzügiger ist, kann seine Wanderung natürlich wesentlich komfortabler gestalten und beinahe jede Nacht irgendwo unterkommen. Ein solcher Komfort ist auf den amerikanischen Trails natürlich nicht möglich, aber diese sind in Bezug auf wildes Campieren im Vergleich wesentlich attraktiver.
Community
Eine solche habe ich auf der Via Alpina nicht erlebt. Auf dem gesamten Weg habe ich nur drei Via Alpina Hiker getroffen, wobei zwei davon eigentlich Trailrunner waren. Alle drei waren aus Frankreich. Trail Magic ist meiner Erfahrung nach in den Alpen nicht zu erwarten, weshalb kleine Geschenke (wie z.B. die Einladung zu einer Tasse Kaffee) bei mir ein umso größeres Gefühl der Dankbarkeit ausgelöst haben.
Man trifft auf der Via Alpina, je nach Gebiet und Saison, viele Tageswanderer. Die Hütten sind im Juli und August natürlich auch sehr populär. Ich bin jedoch selten mit anderen Wanderern ins Gespräch gekommen, da habe ich die Menschen in den USA viel offener und interessierter erlebt. Trotzdem waren die Menschen, insbesondere in Frankreich und Italien, sehr wohlwollend und freundlich.
Wetter
In den Alpen ist eigentlich auch im Sommer mit jedem Wetter zu rechnen. Schönwetterphasen hatte ich in der ersten Julihälfte und gute zwei Wochen im September. Ab der zweiten Julihälfte bis Ende August hatte ich häufig Regen, zwei mal Schnee und zeitweise täglich (vormittags, nachmittags und während der Nacht) Gewitter. Besonders die Gewittergefahr war stressbehaftet, weil auf der Via Alpina beinahe täglich hohe Pässe zu bewältigen sind. Wegen des Wetters habe ich nicht allzu oft hochalpin gezeltet, sondern meist geschützte Stellen unterhalb der Baumgrenze gesucht.
Wildlife
Von den tollen Begegnungen mit Wildtieren war ich überrascht. Gesehen habe ich einen Wolf, sehr viele Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere, Steinadler, einen Bartgeier und mehrere Kreuzottern. Somit ist die Via Alpina meiner Meinung nach in Bezug auf Wildlife mit dem PCT vergleichbar.
Erwähnenswert sind auch die unzähligen Kühe, Schafe und Herdenschutzhunde. Von diesen ging meiner Erfahrung nach keine Gefahr aus, allerdings hatte ich kurz vor Monaco einige nervenaufreibende Begegnungen mit freilaufenden Hunden in Ortschaften. Mücken waren kaum vorhanden, dafür in Slovenien und Teilen Österreichs sehr viele Zecken.
Landschaft
Zwar sind die landschaftliche Gegensätze auf der Via Alpina bei Weitem nicht so groß wie auf dem PCT oder CDT (Wüsten, Hochgebirge, ...), die Alpen sind aber trotzdem sehr vielfältig. Und trotz der gelegentlichen wenig attraktiven Abschnitte durch besiedelte Gebiete war für mich die Dichte an hochalpinen Highlights herausragend. Auf keinem meiner bisherigen Wege habe ich, aus meiner Sicht, so viele schöne Landschaftsfotos gemacht, und das obwohl die Via Alpina um einiges kürzer ist als beispielsweise die Triple Crown Trails es sind.
Gear
Meine Ausrüstung war sehr ähnlich jener vom PCT, AT, CDT oder TA und bereits gebraucht. Mein Baseweight lag bei 3,8 kg.
Zelt: SMD Gatewood Cape
Bivy: AS Tucas
Matte: Thermarest Zlite (gekürzt)
Schlafsack: WM Ultralight 20 degree (zu einem Quilt umgenäht)
Navigation: Gaia-App mit gpx-Track von der Via Alpina Homepage
Schuhe: Altra Lonepeak und Timp (3 Paar)
Microspikes und Wasserfilter hatte ich nur Anfangs dabei, wobei ein Filter auch später manchmal hilfreich gewesen wäre. Es ging aber auch ohne. 2 Liter Wasserkapazität haben mir gereicht.
Kosten
Unter 2.000 € (ohne Ausrüstung/Bekleidung/Schuhe), wobei das nur mit Sparsamkeit und Disziplin möglich war. Kaum Übernachtungen auf Hütten und nur gelegentlich ein Essen auf einer Hütte oder in einem Restaurant. Wer es komfortabler möchte kann sicherlich ohne Probleme auf Ausgaben jenseits der 5.000 € kommen.
Fazit
Wer sich körperlich fordern möchte, spektakuläre Landschaften liebt und eine große Portion Gelassenheit mit sich bringt, findet in der Via Alpina eine fantastische Alternative zu den bekannteren langen Trails in den USA und Neuseeland. Mir persönlich ist die Via Alpina sehr ans Herz gewachsen!
Hier noch einige Eindrücke:
Triglav Nationalpark
Triglav Nationalpark
Karnischer Höhenweg
Karnischer Höhenweg
Drei Zinnen
Parco Nationale Dolomiti d'Ampezzo
Allgäuer Hochalpen
Allgäuer Hochalpen
Rätikon
Silvretta
Ortlergruppe
Bivacco Strambini
Piz Bernina
Aufziehendes Gewitter in Graubünden
Kurz vor Riale, wo die blaue Via Alpina beginnt/endet
Aletschgletscher
Steinböcke und ein drohendes Gewitter
Neuschnee nahe Chamonix
SMD Gatewood Cape in den Italienischen Alpen
Verfallene Hütte in den Französischen Alpen
Parc National de Vanoise
Parc National de Vanoise
In den Französischen Alpen
Parco Naturale Alpi Marittime
Wenige Tage vor Monaco
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von mtb_squirrel erhalten in Erstes quick&dirty MYOG Tarp: Fragen zu Silnylon 36 oder 40 g/m², Design von AbspannpunktenEndlich ist das Tarp fertiggenäht, hier folgt eine Beschreibung für Dummies, die wie ich erstmals an der Nähmaschine sitzen.
Ein großes Dankeschön an @wilbo, der meine vielen Fragen geduldig beantwortet hat 🙌
Materialien (alle von extremtextil):
3 m x 1.5 m 20den Ripstop SilNylon 36 g/m² 0.5 m x 1.5 m PU-beschichtetes Nylon 90 g/m² Alterfil S 80, Nähgarn, Polyester 2 m Kanteneinfaßband, Ripsband, Polyester, 6mm 8 m Dyneema/Polyester-Kordel, 16fach, 1,5mm 2 Karabinerhaken mit Gurtbefestigung, 7mm 2 Zeltabspanner Clamcleat® Line-Lok mini, fluoriszierend Gear Aid Seam Grip + WP Gesamtkosten 68 €
Das wichtigste vorab --> Gewicht:
Tarp 180 g Abspannleinen 12 g Ich werde noch elastische Abspannschnüre an 5 Punkten anbringen, die wiegen bei meinem alten Tarp ca. 3 g in Summe.
Ich hatte es nicht erwartet, aber bin unter 200 g gelandet. Wenn es jetzt noch hält...
Nähprozess:
1. Schneiden
Lieferung gesichtet und zunächst gewundert, wieso mein toller Stoff am Rand so kaputt ist und sogar Löcher hat. @wilbo kann mich beruhigen: das ist normal so. Ich überlege, den Rand aus Faulheit dranzulassen, das kann man laut ihm machen (auch einfacher zu nähen da weniger glitschig) aber nimmt auch mehr Wasser auf --> also entferne ich ihn.
Mit der Nähschere meiner Frau gelingt das Schneiden sehr gut, mit einer normalen Haushaltsschere bin ich davor verzweifelt. Um die Ripstopfäden besser zu sehen, an denen ich meinen Schnitt orientiere, hilft eine Taschenlampe, die mir von unten durch den Stoff entgegenscheint. Licht von oben wird dagegen lediglich störend reflektiert.
Bei der Gelegenheit begradige ich auch gleich den erstaunlich schiefen Schnitt, den extremtextil beim Schneiden fabriziert hat. Mir bleibt eine rechteckige Fläche von 309,5 cm x 151,0 cm erhalten, die 169 g wiegt (ziemlich genau 36 g/m², top).
Und siehe da, die abgeschnittenen Ränder wiegen ganze 9 g und bringen mein Ultraleicht-Trekking Herz heftig zum pochen 🥳
Anschließend nehme ich eine Müslischüssel und einen weißen Stift und zeichne Kreise auf den Zeltbodenstoff. Auch diese werden ausgeschnitten. Ich benötige für meine gewählten Abspannpunkte
4 Ecken --> 4 x 1/4 Kreis 6 x Kanten --> 6 x 1/2 Kreis 2 x Lifter --> 2 x Vollkreis
Nach dem Schneiden merke ich, dass die Viertelkreise doch recht klein werden, wenn man noch den Rollsaum abzieht (siehe einer der Viertelkreise mit den Falten vom Rollsaum). Diese also nochmal neu mit einer größeren Müslischüssel.
2. Nähmaschine kennenlernen und testen
Zunächst einmal die Bedienungsanleitung wälzen, Unterfaden von der Rolle abrollen. Oberfaden einfädeln und damit den Unterfaden hochziehen. War doch ganz einfach.
Extremtextil empfiehlt auf ihrer Nadel-Garnempfehlungs-Seite für SilNylon und eine Garnstärke von 75 (ich habe 80) eine 90/100 microtex-Nadel. Habe ich nicht und nehme stattdessen eine 90er Jeans aus dem Sammelsurium meiner Frau. Auch diese ist schnell eingebaut, ist alles echt kein Hexenwerk.
Ich nähe erstmal zwei der zu klein geratenen Viertelkreise aufeinander. Die Büroklammern funktionieren schon mal nicht gut.
Von Hand halten bzw. mit einer Wäscheklammer funktioniert es besser. Schnell erwerbe ich 60 bunte Klammern, die mir der große Fluß am nächsten Tag in den Briefkasten spült. Auf die Kleberei mit einem Pritt-Stift habe ich keine Lust und ich will mein heiliges Material auch nicht unnötig mit Stechnadeln befiedern.
In der Zwischenzeit übe ich einen Rollsaum. Ich habe größte Probleme mit der "digitalen" Geschwindigkeit der Nähmaschine. Drücke ich das Fußpedal leicht, summt die Maschine aber bewegt sich nicht, drücke ich etwas mehr, rattert sie urplötzlich los wie die Deutschen wenn sich eine neue Kasse öffnet und ich komme mit Stoff führen nicht hinterher - ein Problem, das sich leider nicht wesentlich bessern sollte.
Auch beim Fadenvernähen habe ich Probleme, da sich beim Umlegen vom Vorwärts- in Rückwärtsgang und umgekehrt Falten bilden. Ich merke, dass ich beim Fadenvernähen im Gerade- statt Zickzack-Stich viel weniger Probleme habe und übernehme das so.
3. Abspannverstärker aufnähen
Jetzt wird es ernst. Etwas aufgeregt wage ich mich an das finale Material. Allerdings nur im Handbetrieb beim Zickzack-Stich (=manuelles Drehen vom Handrad), um das oben beschriebene Problem mit der Geschwindigkeit zu umgehen. Hieß die Anleitung nicht mal quick&dirty Tarp? Quick ist da bei mir gar nichts. Dirty schon eher.
Mal mehr mal weniger gut gelingt mir das Aufnähen der Verstärkungsteilkreise auf der Innenseite des Tarps an den Ecken und Rändern. Ein paar Hantelscheiben helfen ungemein, den Stoff auf dem Tisch zu halten, sodass kein unnötiger Zug auf dem Stoff lastet.
4. Rollsaum nähen
Ich schlage den Saum zweimal um und fixiere den Stoff mit einer Klammer. Das wiederhole ich alle 3 cm. Wieder nichts mit quick. Aber es funktionert gut und ich kann dieses Mal im Geradestich sogar den Segen einer elektrisch betriebenen Nähmaschine genießen. Nachdem die Maschine urplötzlich losrast, muss ich das Gaspedal wieder etwas lockern und komme dann in eine entspanntere Geschwindigkeit.
Ich bin zunächst zufrieden mit der Arbeit. Das Tarp misst jetzt 297 cm x 145 cm an der Außenkante. Ich habe beim Rollsaum doch nur ca. 5 mm pro Faltung eingeschlagen, wieso habe ich denn auf einmal über 10 cm verloren? Ich messe nochmal am First und sehe dort 307 cm. Offensichtlich habe ich den Stoff an der Kante beim Nähen irgendwie "gestaucht".
5. Abspannschlaufen auf Ecken nähen
Ich orientiere mich an wilbos Design und nähe das Band auf den Rollsaum (Zickzackstich).
6. Lifter anbringen
Wieder zurück in den Handbetrieb wechselnd, nähe ich die zwei Vollkreise von außen an das Tarp. Obwohl meine Frau mir unter die Arme greift (sie dreht das Handrad, ich halte und führe die Stoffe) wirft der Stoff beim Schließen des Kreises eine kleine Falte.
7. Schlaufen aufnähen
Anschließend werden auch hier die Abspannschlaufen mit Geradestich aufgenäht. Trotz kleiner Falten bin ich in Summe zufrieden.
7. Lifter nahtversiegeln
Hier ist mir bei der Planung ein Fehler unterlaufen. Ich habe ein Sil-beschichtetes Tarp und PU-beschichtete Verstärker gekauft, da ich keine Sil-Verstärker in der gewünschten Dicke gefunden hatte. Daher auch das Seam Grip + WP, das die Nähte der PU beschichteten Vestärker und die angebrachten Bandschlingen abdichten soll. Ich wollte für mein eines Projekt nicht zwei Nahtversiegler kaufen.
Gleichzeitig dachte ich, dass die Verstärker immer direkt an die Bandschlingen genäht werden. Das führt zu dem Problem, dass ich die Nähte von außen am Verstärker zwar dicht bekomme, aber Wasser seitlich zwischen Verstärker und Tarp eindringen könnte. Erst im Nachhinein lerne ich von @wilbo, dass es wohl auch andersrum geht, also Abspannschlinge auf Tarp und der Verstärker auf der anderen Seite vom Tarp. Dann hätte ich das Ganze von innen abdichten können und bedeutend weniger Wasser sollte (in der Theorie) zwischen Tarp und Verstärker gelangen.
Wilbo rät mir, das Seam Grip + WP stark mit Aceton zu verdünnen, damit es relativ tief in die Naht einläuft und nicht nur oberflächig abdichtet. Ich habe kein Aceton zu Hause und denke an Nagellackentferner. Da auch dieser nicht im Haus ist, weiche ich schließlich auf Spitirus aus und verdünne bis zu einer wässrigen Lösung. Anschließend tupfe ich die Naht großzügig ein.
Von unten sehe ich Flüssigkeitstropfen zwischen dem Verstärker und dem Tarp. Es hat den Abdichter also tatsächlich reingezogen und ich habe wieder Hoffnung auf ein dichtes Dach über dem Kopf.
Die Dichtigkeit muss ich mal noch testen und ggf. doch noch ein Sil-Nahtabdichtungsmittel von innen auftragen.
8. Abspannschnüre
Ich schneide zwei Schnüre mit jeweils 3,0 m ab, und knote ein Ende an die kleinen Plastikkarabiner. Diese hatte ich als leichte und (im Gegensatz zu Handschuhhaken) vermeintlich robuste Anklipsoption gekauft aber war von der kleinen Größe etwas überrascht. Ob die ausreichend stabil sind?
Auf der anderen Seite fädle ich die Line Loks ein und vernkote.
Aufbau
Ich teste im Garten zunächst den Aufbau als Halbpyramide und anschließend noch die für schlechtes Wetter gedachte asymetric holden Konfiguration à la Papa Hiker. Für letztere habe ich den Aufwand mit den Liftern betrieben.
Halbpyramide:
Asymetric holden:
Detailaufnahmen:
Das weißliche am Lifter ist Kreidepulver, das ich in Ermangelung von Talkum auf die Nahtversiegelung gestreut habe, um ein ungewolltes Verkleben zu verhindern.
In 10 Tagen geht es hoffentlich auf eine kurze Tour. Eigentlich sollte es schon am kommenden Wochenende losgehen, aber die Wettervorhersage ist mir für eine Gebirgstour aktuell zu gewittrig.
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PhilippPhoenix reagierte auf r0bin in QuiltIch bin zwar erst 3 Jahre in der "UL-Szene" unterwegs aber meiner Meinung nach wird das Thema Volumen auch ein bisschen überbewertet. Ich hab nen zpacks Arc Haul in der 70 Liter Variante (ist inklusive Seitentaschen und Mesh gerechnet). Der Rucksack selbst wiegt dabei kaum mehr als seine kleineren Varianten:
Arc Haul 40l = 545g
Arc Haul 50l = 584g
Arc Haul 60l = 592g
Arc Haul 70l = 602g
Durch das größere Volumen kann ich aber auf die ganzen Kompressionssäcke und deren Gewicht verzichten. Schaummatte (Z-Lite Sol), Apex Quilt, Kunstfaser-Puffy-Jacke etc. passen einfach so ins innere des Rucksacks und man hat auch genug Puffer für Resupply. Nicht falsch verstehen: Natürlich ist ein geringeres Volumen besser als ein höheres aber es ist aus meiner Sicht keine Voraussetzung zum Gewichtsparen. Und Daune käme für mich persönlich nicht in Frage.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von ConTour erhalten in Sub 50g Powerbank für Smartwatch bzw. Sportuhr gesuchtDiese hier im Kreditkartenformat hatte ich einmal gefunden aber selber nie in der Hand gehabt:
https://amzn.eu/d/9G0nzeu
2000 mAh, 56 g
Bei Amazon gerade nicht mehr erhältlich aber vielleicht gibt's die noch bei Pearl oder das Stichwort Kreditkartenformat hilft bei der Suche.
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PhilippPhoenix hat eine Reaktion von ConTour erhalten in Erstes quick&dirty MYOG Tarp: Fragen zu Silnylon 36 oder 40 g/m², Design von AbspannpunktenEndlich ist das Tarp fertiggenäht, hier folgt eine Beschreibung für Dummies, die wie ich erstmals an der Nähmaschine sitzen.
Ein großes Dankeschön an @wilbo, der meine vielen Fragen geduldig beantwortet hat 🙌
Materialien (alle von extremtextil):
3 m x 1.5 m 20den Ripstop SilNylon 36 g/m² 0.5 m x 1.5 m PU-beschichtetes Nylon 90 g/m² Alterfil S 80, Nähgarn, Polyester 2 m Kanteneinfaßband, Ripsband, Polyester, 6mm 8 m Dyneema/Polyester-Kordel, 16fach, 1,5mm 2 Karabinerhaken mit Gurtbefestigung, 7mm 2 Zeltabspanner Clamcleat® Line-Lok mini, fluoriszierend Gear Aid Seam Grip + WP Gesamtkosten 68 €
Das wichtigste vorab --> Gewicht:
Tarp 180 g Abspannleinen 12 g Ich werde noch elastische Abspannschnüre an 5 Punkten anbringen, die wiegen bei meinem alten Tarp ca. 3 g in Summe.
Ich hatte es nicht erwartet, aber bin unter 200 g gelandet. Wenn es jetzt noch hält...
Nähprozess:
1. Schneiden
Lieferung gesichtet und zunächst gewundert, wieso mein toller Stoff am Rand so kaputt ist und sogar Löcher hat. @wilbo kann mich beruhigen: das ist normal so. Ich überlege, den Rand aus Faulheit dranzulassen, das kann man laut ihm machen (auch einfacher zu nähen da weniger glitschig) aber nimmt auch mehr Wasser auf --> also entferne ich ihn.
Mit der Nähschere meiner Frau gelingt das Schneiden sehr gut, mit einer normalen Haushaltsschere bin ich davor verzweifelt. Um die Ripstopfäden besser zu sehen, an denen ich meinen Schnitt orientiere, hilft eine Taschenlampe, die mir von unten durch den Stoff entgegenscheint. Licht von oben wird dagegen lediglich störend reflektiert.
Bei der Gelegenheit begradige ich auch gleich den erstaunlich schiefen Schnitt, den extremtextil beim Schneiden fabriziert hat. Mir bleibt eine rechteckige Fläche von 309,5 cm x 151,0 cm erhalten, die 169 g wiegt (ziemlich genau 36 g/m², top).
Und siehe da, die abgeschnittenen Ränder wiegen ganze 9 g und bringen mein Ultraleicht-Trekking Herz heftig zum pochen 🥳
Anschließend nehme ich eine Müslischüssel und einen weißen Stift und zeichne Kreise auf den Zeltbodenstoff. Auch diese werden ausgeschnitten. Ich benötige für meine gewählten Abspannpunkte
4 Ecken --> 4 x 1/4 Kreis 6 x Kanten --> 6 x 1/2 Kreis 2 x Lifter --> 2 x Vollkreis
Nach dem Schneiden merke ich, dass die Viertelkreise doch recht klein werden, wenn man noch den Rollsaum abzieht (siehe einer der Viertelkreise mit den Falten vom Rollsaum). Diese also nochmal neu mit einer größeren Müslischüssel.
2. Nähmaschine kennenlernen und testen
Zunächst einmal die Bedienungsanleitung wälzen, Unterfaden von der Rolle abrollen. Oberfaden einfädeln und damit den Unterfaden hochziehen. War doch ganz einfach.
Extremtextil empfiehlt auf ihrer Nadel-Garnempfehlungs-Seite für SilNylon und eine Garnstärke von 75 (ich habe 80) eine 90/100 microtex-Nadel. Habe ich nicht und nehme stattdessen eine 90er Jeans aus dem Sammelsurium meiner Frau. Auch diese ist schnell eingebaut, ist alles echt kein Hexenwerk.
Ich nähe erstmal zwei der zu klein geratenen Viertelkreise aufeinander. Die Büroklammern funktionieren schon mal nicht gut.
Von Hand halten bzw. mit einer Wäscheklammer funktioniert es besser. Schnell erwerbe ich 60 bunte Klammern, die mir der große Fluß am nächsten Tag in den Briefkasten spült. Auf die Kleberei mit einem Pritt-Stift habe ich keine Lust und ich will mein heiliges Material auch nicht unnötig mit Stechnadeln befiedern.
In der Zwischenzeit übe ich einen Rollsaum. Ich habe größte Probleme mit der "digitalen" Geschwindigkeit der Nähmaschine. Drücke ich das Fußpedal leicht, summt die Maschine aber bewegt sich nicht, drücke ich etwas mehr, rattert sie urplötzlich los wie die Deutschen wenn sich eine neue Kasse öffnet und ich komme mit Stoff führen nicht hinterher - ein Problem, das sich leider nicht wesentlich bessern sollte.
Auch beim Fadenvernähen habe ich Probleme, da sich beim Umlegen vom Vorwärts- in Rückwärtsgang und umgekehrt Falten bilden. Ich merke, dass ich beim Fadenvernähen im Gerade- statt Zickzack-Stich viel weniger Probleme habe und übernehme das so.
3. Abspannverstärker aufnähen
Jetzt wird es ernst. Etwas aufgeregt wage ich mich an das finale Material. Allerdings nur im Handbetrieb beim Zickzack-Stich (=manuelles Drehen vom Handrad), um das oben beschriebene Problem mit der Geschwindigkeit zu umgehen. Hieß die Anleitung nicht mal quick&dirty Tarp? Quick ist da bei mir gar nichts. Dirty schon eher.
Mal mehr mal weniger gut gelingt mir das Aufnähen der Verstärkungsteilkreise auf der Innenseite des Tarps an den Ecken und Rändern. Ein paar Hantelscheiben helfen ungemein, den Stoff auf dem Tisch zu halten, sodass kein unnötiger Zug auf dem Stoff lastet.
4. Rollsaum nähen
Ich schlage den Saum zweimal um und fixiere den Stoff mit einer Klammer. Das wiederhole ich alle 3 cm. Wieder nichts mit quick. Aber es funktionert gut und ich kann dieses Mal im Geradestich sogar den Segen einer elektrisch betriebenen Nähmaschine genießen. Nachdem die Maschine urplötzlich losrast, muss ich das Gaspedal wieder etwas lockern und komme dann in eine entspanntere Geschwindigkeit.
Ich bin zunächst zufrieden mit der Arbeit. Das Tarp misst jetzt 297 cm x 145 cm an der Außenkante. Ich habe beim Rollsaum doch nur ca. 5 mm pro Faltung eingeschlagen, wieso habe ich denn auf einmal über 10 cm verloren? Ich messe nochmal am First und sehe dort 307 cm. Offensichtlich habe ich den Stoff an der Kante beim Nähen irgendwie "gestaucht".
5. Abspannschlaufen auf Ecken nähen
Ich orientiere mich an wilbos Design und nähe das Band auf den Rollsaum (Zickzackstich).
6. Lifter anbringen
Wieder zurück in den Handbetrieb wechselnd, nähe ich die zwei Vollkreise von außen an das Tarp. Obwohl meine Frau mir unter die Arme greift (sie dreht das Handrad, ich halte und führe die Stoffe) wirft der Stoff beim Schließen des Kreises eine kleine Falte.
7. Schlaufen aufnähen
Anschließend werden auch hier die Abspannschlaufen mit Geradestich aufgenäht. Trotz kleiner Falten bin ich in Summe zufrieden.
7. Lifter nahtversiegeln
Hier ist mir bei der Planung ein Fehler unterlaufen. Ich habe ein Sil-beschichtetes Tarp und PU-beschichtete Verstärker gekauft, da ich keine Sil-Verstärker in der gewünschten Dicke gefunden hatte. Daher auch das Seam Grip + WP, das die Nähte der PU beschichteten Vestärker und die angebrachten Bandschlingen abdichten soll. Ich wollte für mein eines Projekt nicht zwei Nahtversiegler kaufen.
Gleichzeitig dachte ich, dass die Verstärker immer direkt an die Bandschlingen genäht werden. Das führt zu dem Problem, dass ich die Nähte von außen am Verstärker zwar dicht bekomme, aber Wasser seitlich zwischen Verstärker und Tarp eindringen könnte. Erst im Nachhinein lerne ich von @wilbo, dass es wohl auch andersrum geht, also Abspannschlinge auf Tarp und der Verstärker auf der anderen Seite vom Tarp. Dann hätte ich das Ganze von innen abdichten können und bedeutend weniger Wasser sollte (in der Theorie) zwischen Tarp und Verstärker gelangen.
Wilbo rät mir, das Seam Grip + WP stark mit Aceton zu verdünnen, damit es relativ tief in die Naht einläuft und nicht nur oberflächig abdichtet. Ich habe kein Aceton zu Hause und denke an Nagellackentferner. Da auch dieser nicht im Haus ist, weiche ich schließlich auf Spitirus aus und verdünne bis zu einer wässrigen Lösung. Anschließend tupfe ich die Naht großzügig ein.
Von unten sehe ich Flüssigkeitstropfen zwischen dem Verstärker und dem Tarp. Es hat den Abdichter also tatsächlich reingezogen und ich habe wieder Hoffnung auf ein dichtes Dach über dem Kopf.
Die Dichtigkeit muss ich mal noch testen und ggf. doch noch ein Sil-Nahtabdichtungsmittel von innen auftragen.
8. Abspannschnüre
Ich schneide zwei Schnüre mit jeweils 3,0 m ab, und knote ein Ende an die kleinen Plastikkarabiner. Diese hatte ich als leichte und (im Gegensatz zu Handschuhhaken) vermeintlich robuste Anklipsoption gekauft aber war von der kleinen Größe etwas überrascht. Ob die ausreichend stabil sind?
Auf der anderen Seite fädle ich die Line Loks ein und vernkote.
Aufbau
Ich teste im Garten zunächst den Aufbau als Halbpyramide und anschließend noch die für schlechtes Wetter gedachte asymetric holden Konfiguration à la Papa Hiker. Für letztere habe ich den Aufwand mit den Liftern betrieben.
Halbpyramide:
Asymetric holden:
Detailaufnahmen:
Das weißliche am Lifter ist Kreidepulver, das ich in Ermangelung von Talkum auf die Nahtversiegelung gestreut habe, um ein ungewolltes Verkleben zu verhindern.
In 10 Tagen geht es hoffentlich auf eine kurze Tour. Eigentlich sollte es schon am kommenden Wochenende losgehen, aber die Wettervorhersage ist mir für eine Gebirgstour aktuell zu gewittrig.
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PhilippPhoenix reagierte auf Desertstorm in Impressionen von Touren150 km zu Fuß durch die Sahara in Südost Marokko. Die Temperaturen Anfang Oktober lagen noch bei knapp 40 °C also habe ich recht viel Wasser gebraucht. Auch hat mir ein versalzener Fluss einen Strich durch meine Rechnung gemacht und ich konnte mir mit Ach und Krach einen Sickerbrunnen graben und Wasser filtern um zum nächstne Dorf zu gelangen.
Die Tour sollte länger werden, aber leider musste ich wegen Familienangelegenheit früher nachhause. Werd im Janaur zurückkehren und dort weitermachen, wo ich aufhörte.
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PhilippPhoenix reagierte auf skullmonkey in Impressionen von TourenIch war im August auf Grönland. Es war unglaublich, und hat Lust auf mehr - zB den ACT - gemacht! Hier ein paar Impressionen:
Delta Wanderung @ Eqi Glacier Lodge.
Wanderung zum Inlandeis.
Eqi, der aktivste kalbende Gletscher der Welt.
Auf der Moräne neben dem Eqi Gletscher, mit Blick zurück zur Lodge.
Sonnenuntergang in Qasigiannguit.
Finnwal.
10% über Wasser.
Die Grönland Flagge.