Reputationsaktivitäten
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Freierfall hat eine Reaktion von Mia im Zelt erhalten in Malerweg / Sächsische SchweizIch war letzte Woche (weil ich sowieso in Sachsen war) 3 Tage auf dem Malerweg bzw. in der Sächsischen Schweiz wandern. Bin Mittwoch um 12 in Pirna losgelaufen in der "Gegenrichtung" zuerst linkselbisch (wegen der Wetterprognose), habe mich grob an den Malerweg gehalten (aber ein paar "Schleifen" ausgelassen und dafür ein paar andere Eingebaut) und war 96km später am Freitag um 18 Uhr in Rathen "fertig". Sowohl, weil ich nicht auf dem Malerweg zurück nach Pirna wollte (Bastei am Wochenende war nicht so attraktiv und der Rest schien nicht so spannend) und ich hatte meinem Knie nach einem ziemlich Wanderarmen Sommer etwas zu viel Zugemutet und mir wohl wieder eine Sehne entzündet. War trotzdem klasse; unter der Woche und bei mäßigem Wetter nicht überlaufen; grandiose Landschaft und aufs Tarp + Stangen + Heringe hätte ich komplett verzichten können (es aber leider nicht gemacht), habe beide Nächte in Boofen verbracht. Am "kleinen Lorenzstein" habe ich mich jedoch von den Warnschildern bez. eines "verhaltensauffälligen" Fuchses, der nachts Schlafende angreife, vertreiben lassen. Ich frage mich, wie lange es den schon nicht mehr gibt, und wie viele wie ich vor Ort weitergehen, weil sie keine Lust auf nächtliche Begegnungen haben...
Man sollte durchaus erwähnen, dass wenn man nicht schwindelfrei ist und starke Höhenangst hat der Weg nicht ohne ist. Eine Stelle an den Schrammsteinen, bevor es die ewig lange Trittleiter nach unten geht hat mir durchaus etwas zugesetzt. (ca. 1,5m Breiter "Steg", rechts und links abgrund, an deren Ende man auf eine Trittleiter muss), das kraxeln dahinter über ausgewaschene Sandsteinstufen war auch unentspannt (es hatte in der Nacht geregnet und war daher noch etwas glitschig).
Ich kann die "große Karte der Sächsischen Schweiz" vom R. Böhm hingegen anderslautender Empfehlungen nicht so recht weiterempfehlen; OpenAndroMaps der Gegend ist hingegen hervorragend und sehr detailiert.
Hier ein paar Impressionen:
Auf dem großen Bärenkopf, der nicht direkt auf dem Weg liegt, sich aber durchaus lohnt, hat ein tolles Plateau oben drauf.
Boofe am kleinen Lorenzstein. Hier wollte ich zuerst übernachten, habs dann aber gelassen. Was auf dem Bild kaum rüberkommt: Der Steilhang, den man sicher 70+m runterfällt, wenn man nachts einen falschen Schritt macht.
Etwas missglückter Selfie-Versuch da ich nicht rechtzeitig "in Position war".
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Freierfall hat eine Reaktion von dermuthige erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 9: Der kalte Hauch des Gletschers
Nach einer erholsamen Nacht in der Rembesdalseter (wir benutzten übrigens die vorhandenen Betten; breiteten darauf, unaufgeblasen, unsere Isomatten aus und schliefen unter unseren eigenen Quilts; man braucht eigentlich eigene Bettwäsche/Hüttenschlafsäcke (und sollte die wohl auch haben, ich sage nur Bettwanzen und Skabies...) die wir natürlich nicht hatten. Und unsere Quilts sind ja hinten offen...) und einem ausgiebigen Frühstück verabschiedeten wir uns noch von Christian (?), tauschten ein paar Tipps über den jeweils vor einem liegenden Weg aus und brachen in einem Fenster von Sonnenschein auf.
Das Innere der Hütte
Es war zunächst fast T-Shirt Wetter! In Baselayer+Windjacke kam ich bald ins schwitzen und musste die Windjacke ausziehen.
Zunächst ging es recht steil ca. 300hm hoch, zum Teil an Wasserfällen und durch herabastürzenden Bächen vorbei (nichts schwieriges bei den guten Bedingungen), dann über eine langgestreckte Passage der uns schon bekannten blanken Granitplatten, diese waren von den nächtlichen Regenfällen zum Glück bereits getrocknet
Ab dann folgte eine lange, weitgehend flache und eifach zu gehende Strecke um den Hardangerjøkulen bzw. seine Nebengipfel herum, immer mal wieder etwas auf- und ab; vorbei an Seen und kleingemahlenem Stein. Es gab kaum noch Vegetation, und kurz darauf nicht mal mehr Moose und Flechten; nur noch schwarzen Stein und Sand.
Leider wurde das Wetter von Moment zu Moment schlechter, gerade als wir nach dem Aufstieg aufs Plateau angekommen waren, erreichten uns die ersten Regentropfen.
Wir zogen die Regenjacken an, da es sich bisher nur um Niesel handelte, fuhren wir ohne Regenhosen etc. fort. Mit dem stetigen Aufstieg wurde es jedoch auch immer kälter und Windiger, und auch der Regen verwandelte sich nach einigem auf- und abschwellen irendwann in Schneeregen und Hagel.
Als es mir noch gut ging und ich vom laufen warm war, bemerkte ich, wie @Bergtapir stark auskühlend wirkte; jedoch auch keine "Pause" machen wollte um sich wärmer anzuziehen; ich musste sie fast schon dazu zwingen, die Fleecejacke und Regenhose anzulegen. Die windabweisenden, jedoch nicht wasserdichten Handschuhe waren völlig vom Schneeregen durchnässt. Sie konnte die Finger nicht mehr genug bewegen um ihren Reissverschluss zu schließen. Danach wärmte ich erstmal ihre eiskalten, bläulich-weissen Hände bei mir unter der Jacke auf; mir war da zum Glück noch gut warm von der Bewegung. Leider habe ich diese Gelegenheit noch nicht genutzt, um mich selbst besser anzukleiden, sodass ich ca 1-2h später ebenfalls grenzwertig auskühlte, ich lief stoisch weiter um einen Windschutz vor dem fast horizontalen Schneeregen/Hagelgemisch zu finden, vorher war an ein Umziehen ohne sich und die Kleidung noch weiter zu durchnässen nicht zu denken; als ich schließlich eine passende Stelle fand, bekam ich mit meinen Händen kaum noch den Rucksack auf. In diesem Moment würde mich das 50er Decathlonfleece auch nicht retten; ich zog direkt die Daunenjacke mit an, um mich erstmal wieder aufzuwärmen. In dieser ganzen Periode war an Fotos machen nicht zu denken.
Zwischenzeitlich ließ der Schneeregen etwas nach bzw. verwandelte sich nur noch in leichten Niesel, sodass wir von unserem "Tunnelblick" des Voranpreschens etwas ablassen und uns die Landschaft um uns herum ansehen konnten. Die einzige zu sehende Farbe, neben unseren bunten Jacken war das blaue Eis des Gletschers.
Eisschollen trieben über die Gletscherseen.
Eis unter einem ins Wasser ragenden Schneefeld
Bald kamen wir an eine unserer "Lieblingsstellen" des Tages, von der uns auch unser Hütten-Compagnon erzählt hatte, ein reissender Gletscherbach, ca. 2-3m breit, konnte nur auf einem ca 20cm breiten Holzbalken ohne Geländer oder Seil überquert werden. Dass der Balken ziemlich glitschig war, muss nicht erwähnt werden. Ich bewegte die Füße immer nur jeweils wenige Centimeter vorwärts, jeweils hintereinander, beide Füße passten nicht gleichzeitig auf diesen Schwebebalken. Und kurz nach diesem kam noch eine Hängebrücke, lang, im Wind schwankend, rutschig und mit tosendem, weiß schäumendem Gletscherfluss darunter.
Zum Glück waren wir diese Brücken schon etwas gewohnt; sonst hätten diese etwas erschwerten Bedingungen uns vor ein ernsthaftes Problem gestellt...
Gerade als das Wetter wieder besser zu werden schien und wir wieder "warmgelaufen" waren; begann schon der Abstieg Richtung Finse.
An einigen Stellen führte der Weg auch mal steil durch die Kaskaden eines Gletscherflusses hindurch, teilweise konnte erneut nicht der Weg gefunden werden; erst im Blick zurück zeigten sich uns die bekannten Markierungen, einfach auf meterhohe glatte Steilwände gepinselt. Sollte wohl "seht zu, wie ihr da hochkommt" heißen. Es ging vorbei an zahlreichen, teils sehr beeindruckenden Altschneefeldern.
Schließlich gelangten wir ans Ufer des Finsevatnet, an dem man noch einige Stunden, teils parallel zu den Bahngleisen entlanglief. Dort holte uns auch der Regen wieder ein.
Nach solch einem anstrengenden Tag wollten wir zunächst an der Finsehyyta fragen, wie es dort mit dem zelten funktioniere, als wir erfuhren, dass die nächste Zeltgelegenheit am anderen Seeufer lag, beschlossen wir, uns doch erneut in der Hütte einzuquartieren, der Weg zu der Dusche wäre zu weit gewesen
Leider empfanden wir beide die Finsehyyta beide als sehr ungemütlich; der große Aufenthalts- und Speisesaal waren OK und das Essen gut, der Schlafsaal jedoch sehr kalt und ungemütlich und die Duschen eine Katastrophe; lauwarm bis kaltes Wasser das nach Knopfdruck nur für ca. 8sek lief und dann einen erneuten Knopfdruck erforderte... wenn jemand primär zum Duschen in die Hütten will, kann ich Finse nicht empfehlen. Das Bier der Hauseigenen Brauerei fanden wir jedoch nicht schlecht. Das "Special" war eine Art malziges IPA mit wenig Alkohol (<5%), eine ungewöhnliche Kombination.
Im Schlafsaal hing über der Tür ein so grell leuchtendes Notausgangsschild, dass man auch bei ausgeschalteter "richtiger" Beleuchtung ein Buch hätte lesen können. Ich schlief diese Nacht mit meinem Buff aus Augenbinde...
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Freierfall hat eine Reaktion von dermuthige erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 8:
Wir wachten auf zu einem schönen sonnig-bewölkten, aber kühlen Morgen. Wir konnten weiterhin keinen Campingbetreiber ausfindig machen, weder vor Ort noch telefonisch, also haben wir uns entschlossen abzubauen und es im Nachhinein per Mail zu versuchen. [Ich habe den Betreiber inzwischen angemailt, mit der Bitte nach einer Rechnung für die Übernachtung, mir wurde es aber erlassen. Emailkontakt war nett. Dem aber wahrscheinlich zu aufwändig, sich die paar Kronen überweisen zu lassen aus dem Ausland...].
Der Wetterbericht versprach stabiles Wetter mit nur wenig Regen und Wind, also brachen wir auf in Richtung Hardangerjøkulen. Vom Caming Garen aus gibt es eine "Abkürzung" durch ein Neubaugebiet zur Liseth-Hütte (von außen sehr nett) durch ein Sumpf/Neubaugebiet, dann muss man nicht an der Straße entlang. Da wir durch rumsuchen nach dem CP-Betreiber, dafür extra-nicht-so-früh aufbrechen etc. schon etwas spät dran waren, haben wir uns den Ausflug zum Voringsfossen (einem großen, bekannten Wasserfall) gespart und sind direkt in die Berge gestiegen.
Es geht erst gefühlt ewig hinauf stets auf guten Wegen, wir kamen sogar an einigen Tageswandernden Familien vorbei, teilweise mit Kindern im Vorschulalter. Überhaupt hat uns die Zahl der Wanderer mit kleinen Kindern sehr überrascht. Sehe ich in der Eifel o.ä. nie, erst recht nicht mit Gepäck!
Nach einigen Stunden schließlich erreichten wir ein schönes Bergplateau zwischen Vetle- und Store Ishaug mit einigen kleinen Seen, machten aber nur kurz Rast, durch den Wind war es schon recht kühl.
Auf dem Weg über das Plateau, während man über ausgedehnte flache Granitfelsen lief, fing es an, etwas zu nieseln. Bald erreichten wir den Abstieg vom Plateau/Bergpass zu einer "Talstufe", bevor der Berg steil in das Simdal abstürzte, als wir die Kante nur von weitem Sahen, wurde uns schon ganz anders. Da der Abstieg auf der Nordseite des Berges lag, kamen wir jetzt das erste Mal unmittelbar an Schneefeldern vorbei, die das ganze Jahr überstanden hatten. Der Abstieg gestaltete sich steil und rutschig, entweder war es Schlamm oder aber inzwischen vom Regen nasse, glatte Granitplatten, sodass der Abstieg einiges an Konzentration forderte.
Der Wind und Regen wurde immer stärker; ab jetzt gabs leider für eine Weile keine Fotos mehr...
Hier von Süd nach Nord...
Uns kam ein (wie wir später erfuhren) Niederländischer Mann mit seinen 2 ca. 18-20 jährigen Töchtern (?) entgegen, selbst hochgerüstet mit Bergausrüstung; als er erfuhr wo wir hinwollten, erklärte er, er käme gerade aus der Rembesdalseter Hütte und der Weg sei noch "very long and very hard, you have to go up there, then down, then up, then down and then up and down again", was uns für den Moment etwas entmutigte, dass seine beiden Töchter aber nur mit Einweg-Regenponchos bestückt waren als einigen Regenschutz (?) machte uns dann doch noch die Hoffnung, dass wir zu einer andren Einschätzung kommen würden.
Am Ufer des Skytjedalsvatnet musste man schließlich über einen recht schmalen, wenn auch flach ausgezogenen Grat hinauf zum Storhaugen, es regnete; uns war schon etwas kalt durch den Wind; links ging es 600m in nahezu freiem Fall ins Tal hinab, rechts zum vom Wind gepeitschten See. Und der Aufstieg bestand aus glattpolierten, nassen Granitplatten. G. kam erstaunlich gut auf dem Gestein voran, ich hingegen fand auf mittlerer Höhe erstmal keinen Halt mehr; lag irgendwann bäuchlings auf dem Fels und wusste nicht wohin vor oder zurück; die Schuhe fanden keinen Grip auf der ca. 45° steilen, vllt 2m langen nassen Granitplatte. Nach einem kurzen Anflug von Panik fand ich schließlich Halt mit den Händen an einer Stelle und konnte mich hinaufziehen.
Zum Glück ließ jetzt der Regen etwas nach, wir konnten zumindest davon etwas verschnaufen; und warm war uns nach der Aktion auch geworden. Kurz bevor wir bemerkten, dass der Weg kurz quasi direkt an der Abbruchkante zum Fjördtal verlief, sodass wir uns einen Umweg durch den Hang suchten. Zumindest auf der anderen Seite gab es einen guten, für höhenangst-geplagte angenehmen Ausblick auf das Skytjedal.
Dafür regnete es jetzt wieder...
Ab jetzt wurde leider die Wegfindung das erste Mal zum Problem. Die Sicht war zwar ausreichend; bisher hatten wir Karte und GPS aber kaum gebraucht. Die Wege waren fantastisch markiert, alle 10-20m kam ein T sodass man sich bei schlechter Sicht gut orientieren konnte. Online hatte ich auch bereits gelesen, dass der frühere Abstieg zum Rembesdalsvatnet und der Hütte über den Moldanuten (auf der Karte rechts und dann nach Norden) nicht mehr begehbar sei, da unterhalb der Gleterschzunge der Weg abgerutscht sei, es stand jedoch auch überall, der Umweg sei sehr gut markiert. Auf meinem GPS Track hatte ich lediglich sehr grobe Wegpunkte gesetzt, nur so alle 1-2km einen. Leider fehlten kurz vor der in der Karte eingezeichneten Weggabelung plötzlich die Ts, auch ein Trampfelpfad war nicht mehr zu erkennen, sodass wir eine Weile herumirrten. Nach einigem Herumirren konnten wir schließlich mithilfe des Handys und der GPS Karte den Weg entdecken, und am Skoranuten östlich vorbei hinaufsteigen. Der auf der Karte kurze Abstieg zum Staudamm hingegen war ein Kampf. Eigentlich ein ausreichend breiter Weg, unterbrochen von gelegendlichen Blockfeldern; nur dass der "Weg" hier fast durchgängig von nahezu Knietiefem Schlamm dominiert war; jeder Schritt kostete Kraft und drohte mir die Schuhe auszuziehen. Wir brauchten fast eine Stunde für den Abstieg.
Der Staudamm am Rembesdalsvatnet wirkte extrem unwirklich in der Gebirslandschaft. Alles wirkte Verlassen, sodass wir annahmen, des handele sich um ein Stillgelegtes Kraftwerk. Dass es wohl zum zweitgrößte Pumpspeicherkraftwerk Norwegens gehört, war uns nicht klar, wir hatten eher einen postapokalyptischen Eindruck von der Anlage.
Rechts im Bild de Staudamm, den man überqueren muss. Im Hintergrund die Rembesdalskåka.
Vom Staudamm aus hatten wir tolle Ausblicke auf die Rembesdalskåka, den größten Gletscherausläufer des Hardangerjøkulen. Von da an war der Weg sehr einfach, man musste nur leicht hinauf und den Gletschersee umrunden, um schließlich zur Rembesdalsseter-Hütte zu kommen, wo wir übernachten wollten. (Einer unbemannten, jedoch voll ausgestatteten Hütte mit Proviantlager).
Erschöpft aber Glücklich am Ende des Tages
Kurz vor der Hütte trafen wir noch Christian(?), einen deutschen Kunst-Studium absolventen; der die Hütte nicht fand und schon kurz davor sein Zelt aufbauen wollte; er kam gerade aus Finse. Mit ihm zusammen verbrachten wir noch den Abend auf der Hütte, jeder schaute den anderen an wie jemanden aus einer anderen Galaxie. Er hatte für seine Wanderung von 7 Tagen auch 7 T-Shirts dabei zum wechseln; das erklärte den riesigen Fjällräven-Rucksack den er trug. Und das, wo er kein Wanderneuling war, er sei schon in jedem Skandinavischen Land zu Fuß unterwegs gewesen. Naja, HYOH und so.
In der Hütte war es herrlich gemütlich und warm; wir heizten den Kamin ein, hatten Kerzenschein und leckeres Essen, gönnten uns etwas vom mitgebrachten Whisky - draussen tobte der Wind.
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Freierfall hat eine Reaktion von Antonia2020 erhalten in Cumbria Way Juni '17 - Sommer im Lake DistrictTag 4:
Die Nacht verlief sehr sehr stürmisch, und am Abend zuvor hatten wir (auf einem Campingplatz, also im Kopf "hier isses sicher") das Zelt auf eine möglichst ebene Fläche gestellt, allerdings nicht auf die Windrichtung geachtet. Schon am Abend, als wir noch nicht im Zelt waren, zog es einen der Heringe heraus und ließ das Zelt kollabieren. Ich brachte sämtliche mitgebrachten Sturmleinen auf der Luv-Seite des Zeltes an und versetzte diverse Heringe, dennoch drückte es in der Nacht die Zeltwand ganz schön ein und wir wurden ziemlich durchgeschüttelt, so richtig erholsamer Schlaf war es nicht. Aber ich hatte Vertrauen ins SL2, und es hielt ohne größere Probleme durch, habe in der Nacht, als ich sowieso mal raus musste, lediglich nochmal Heringe reingedrückt, die im Regen-durchweichten Boden etwas locker saßen. Meine Freundin hat aber fast nicht geschlafen.
Die Wetterprognose war weiterhin furchtbar, und auch am nächsten Morgen war es noch nass und sehr windig - aus der Erfahrung vom Vortag (und genug Zeit in Reserve) entschlossen wir uns also, heute Nacht wieder in Keswick auf dem selben Zeltplatz zu bleiben und nur eine Tageswanderung zu machen. Auf der Karte sahen zwei nahgelegene Gipfel attraktiv aus, der "Walla Crag" und der dahinterliegende "Bleaberry Fell" (der bei uns immer nur Blueberry Muffin hieß) boten einen scheinbar netten Rundweg von vllt. 15km.
Nach gemütlichem langen Frühstück brachen wir schließlich mit nur Tagesgepäck auf, zunächst war das Wetter auch halbwegs ok, niesel und leichter wind und man bekam erstmal einen guten Einblick von Keswick, einem etwas kuriosen Ort bei dem die Innenstadt fast ausschließlich aus sich abwechselnden "süßen Cafes für Senioren" und Outdoorsportgeschäften bestand.
Es ging zunächst durch ein Waldstück, dass durch Überflutung und Bodenerosion teilweise gesperrt war, auch einige der dortigen Brücken sind in den letzten Jahren wohl fortgespült worden und waren noch nicht wieder repariert. Schließlich kam man jedoch immer höher, erneut in die karge Bergwiesenlandschaft, auf der außer Schafen nicht allzu viel war - und den Ausblick konnte man heute auch kaum genießen, so schlecht war die Sicht. Der Wind pfiff uns inzwischen massiv um die Ohren und immer wieder kam Regen auf, der richtig schmerzte im Gesicht. Mit Windchill war es auch Saukalt.
Der "Walla Crag" war ein Felsblock, mit sicherlich tollem Blick auf das Derwent Water, wir blieben allerdings nicht lange, man musste in Bewegung bleiben um nicht völlig auszukühlen. Ich bereute es sehr, keine Handschuhe auf diesen Trip mitgenommen zu haben.
Auf dem Walla Crag, in einer kurzen Windpause.
Das nächste Ziel sollte der Bleaberry Fell werden, einige Kilometer sanfte Hochebene entfernt mit einem einfachen Aufstieg, fast wie eine Treppe - bei gutem Wetter. Wir hatten aber kalt, Sturm und Regen. Eigentlich war's ne blöde Idee, weiterzugehen, wir machten es trotzdem. Ich hatte an dem Tag in weiser Voraussicht nur kurze Hosen an (mit Regenrock drüber), sodass bei den Zahlreichen Bachfurten wenigstens meine Hose kein Wasser von unten zog, dafür war es recht Luftig an den Beinen.
Der Aufstieg zum Bleaberry Fell war schließlich ne Tortur, da die "Treppe" durch Regen und starkem Wind zu einer lebensgefährlichen Schlitterpartie wurde, der Regenrock war spätestens jetzt ein Segel, sodass ich diesen ausziehen musste, das gehen war auch so schon schwer genug. Als wir schließlich oben waren, war uns so kalt, dass wir nicht mal mehr ein Gipfelfoto machten. Der geplante weitere Weg war ein Rundkurs, man hätte vom Bleaberry Fell noch zum nächsten Gipfel einige Kilometer weiter gemusst um schließlich zurück ins Tal abzusteigen, doch wir entschieden (zum Glück) auf unserem Hinweg wieder abzusteigen, weitergehen erschien uns zu gefährlich. Auf dem schnellen, aber dennoch vorsichtigen Abstieg stürzte meine Freundin 2x, blieb jedoch zum Glück unverletzt, ich konnte so langsam meine Finger nicht mehr Spüren. Das Smartphone war in der Hosentasche (am Morgen noch Regengeschützt durch den Rock), die Hose inzwischen komplett Nass. Ich wollte nochmal nachsehen, ob es eine Abkürzung runter ins Tal gab - doch das Smartphone ging inzwischen nicht mehr an, war tot. Na super, die Laune konnte nicht mehr besser werden.
Irgendwie schafften wir es dann, ohne größere Verletzungen und Erfrierungen wieder runter nach Keswick. Zum Glück gab es am Campingplatz eine heiße Dusche, ich holte die trockene Schlafkleidung aus dem Zelt und stieg direkt mit nassen Wanderkleidung unter die Dusche. Es machte sich ein Gefühl der Erleichterung breit. Wir hätten auf den Wetterbericht hören sollen.
Lektion daraus: Bei starkem Wind ist ein Regenrock nutzlos. Handy wasserdicht einpacken. Handschuhe mitnehmen(!) auch im Sommer. Wenn man schon den Wetterbericht ignoriert...
Unser Held des Tages: Der Wäschetrockner auf dem Campingplatz....
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Freierfall hat eine Reaktion von Antonia2020 erhalten in Cumbria Way Juni '17 - Sommer im Lake DistrictTag 3:
Der Weg ging zunächst Mal durch das "Great Langsdale" über eine alte Römer(?)-Straße, die Steine waren entsprechend glitschig und wir liefen tempogleich mit einer großen Gruppe Briten im Rentenalter, sodass immer mal wieder mal wir diese, mal diese uns überholten, bis wir schließlich genervt davon einen Zahn zulegten um etwas Vorsprung zu gewinnen. Rechts und Links sah man nur die grünen Berghänge, die irgendwann in den tiefhängenden Wolken verschwanden.
Schließlich endete das Tal an einer kleinen Brücke, wo der Weg sich aufspaltete, wir nahmen schließlich vom nassen Wetter & glitschigen Boden vorsichtig geworden wie erwähnt die einfachere Route. Diese schlängelte sich zu einem Bergpass hinauf, wobei der Weg immer mal wieder zu einem Bachlauf wurde, war aber zum Glück einfach zu gehen. Meine vor der Tour ersetzten Brooks Cascadia (damals nr.9, jetzt Nr. 12) schienen auch auf nassem Fels halbwegs Grip zu haben.
Oben angekommen, ging es erstmal über eine Hochebene voller nasser Schafe, leider konnte ich keins Anfassen, um auszuprobieren ob diese sich ausdrücken ließen wie ein Schwamm
An einer Stelle musste auch ein vergleichsweise großer Bach gefurtet werden, bei niedrigerem Wasserstand wäre man zwar ggf. trocken rüber gekommen, bei dem Regen lief man jedoch ca. Kniehoch im Wasser bei erstzunehmender Strömung. Unsere Schuhe waren zwar vorher schon durchnässt, wie auch sonst, aber hier hat meine Partnerin direkt mal den Fehler gemacht, unter der Regenhose nicht ihre Wanderhose hochzukrempeln. Diese hat sich daraufhin prompt vollgesogen (bis ganz nach oben!) und sie im Verlauf massiv auskühlen lassen. Ich war zum Glück schlau genug, und hatte meine Hose unter dem Regenrock bis übers Knie hochgerollt....
Als wir gerade drüber waren, kam hinter uns ein Britisches Paar ebenfalls über den Bach, und die Frau fiel prompt mit dem Hinterhin hinein (ohne dass es Gefährlich wurde oder sie sich verletzte).
Nach einer Weile auf dem Hochplateau, bei dem der Weg immer wieder eher einem Matschbad / Bachlauf glich, begann plötzlich der sehr einfache, gut gangbare serpentinenartige Abstieg ins nächste Tal. Am dort verlaufenden Fluss führte der Weg, immer wieder kleinere Bäche kreuzend bis ins "Borrowdale", wo wir, ziemlich erschöpft vom anstrengenden Gehen bei regen, erstmal eine Pause in einem Teehaus einer Farm machten.
Grit war etwas ausgekühlt, weil sie inzwischen klitschnass war, nicht nur die Hose durch den Dochteffekt sondern auch unter der Decathlon Raincut, deren Nähte an den Seiten und den Ärmeln nicht abgeklebt waren (??). Danach ging es aber gestärkt und wieder aufgewärmt weiter, und nach einigen Stunden netten einfachen wanderns durchs Tal mit nur noch gelegentlichem Nieselregen, unterbrochen durch einige hübsche Waldstücke, gelangten wir erst ans "Derwent Water" und schließlich nach Keswick, wo wir auf dem Campingplatz, direkt am See gelegen, unterkamen.
Der CP erwies sich als nett (saubere Sanitäranalgen, Shop, eigene Wiese für Zelte und "Backpacker Room" zum sitzen bei schlechtem Wetter (mit Mikrowelle), kostete aber auch für 2p mit kleinem Zelt 20GBP pro Nacht! Davon ließen wir uns aber nicht stören, spätestens ab dem Punkt nicht mehr, wo wir frisch geduscht waren und im nahegelegenen "Booths" Supermarkt auf die gigantische Bierauswahl, sortiert nach englischer Ursprungsregion stießen.
Am Derwent Water kurz vor Keswick. Der Berg gerade voraus ist der "Walla Crag", den wir mit dem Huckel daneben, dem "Bleaberry Fell", am nächsten Tag bestiegen. Schon mal merken, wir selbst hatten nicht mal am näcshten Tag oben drauf so einen guten Blick darauf.
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Freierfall hat eine Reaktion von Antonia2020 erhalten in Cumbria Way Juni '17 - Sommer im Lake DistrictCumbria Way - Unterwegs im Lake-District
Als meinen Wanderurlaub mit Partnerin wurde dieses Jahr der Lake District auserkoren. Wegen unterschiedlichen zeitlichen Verpflichtungen konnten wir uns Terminlich nur auf eine Woche(+beide Wochenenden) im Juni einigen. Nach ein bisschen Planung im Süden (Korsika war angedacht) haben wir uns entschieden, doch in den Norden zu fahren, um der lichtempfindlichen Haut der Partnerin keinen allzu großen Schaden zuzufügen. Und wo fährt man Anfang Juni hin? Alpen und Skandinavien zu früh, Mittelmeer etc. zu warm, Zentraleuropäische Mittelgebirge zu langweilig. Also wieder nach Großbritannien, wo wir ja schon in Schottland vor 2 Jahren erfolgreich waren.
Der Flug war schnell gebucht (mit Fly.BE ca. 200€ hin und zurück Düsseldorf-Manchester), ebenso ein Hotel für die letzten beiden Nächte mit Zeit für etwas Sightseeing und Erholung. Dann gings jedoch an die Feinplanung: Geplant war der Cumbria Way, der entsprechende Wanderführer von Cicerone (gut gemacht, aber überflüssig...) ging von 5 Tagen aus. Unsere Anreise im Zielgebiet war aber am frühen Nachmittag. Also wurde vorausgeplant, ein Campingplatz in geschätzter Halbtagesentfernung reserviert und los gings. Dabei hatten wir fast das selbe wie in Schottland, lediglich ich konnte etwas leichter Unterwegs sein, da jetzt meine Freundin das Innenzelt vom Shangri-La 2 nehmen konnte, nachdem sie durch Ersatz der Isomatte durch eine Neoair mehr Platz im Rucksack hatte. Also hatten wir ca. 5kg bzw. ca. 6.5kg BW dabei (wobei ich den Kochkram trug).
Der Flug und die Anreise gestalteten sich nach ein paar Startschwierigkeiten (Unser Zug hatte 1h Verspätung durch "Tiere auf den Gleisen" und dann hatten wir auch noch einen Mitarbeiter am CheckIn von dieser Sorte, hätten fast den Flieger verpasst) denkbar einfach: Flug nach Manchester, von dort direkt vom Flughafen aus mit der Bahn nach Lancester, wenige Minuten Umsteigezeit und schon kam man in Ulverston an, dem offiziellen Startort des Cumbria way. Nachdem wir im Ortskern, in einem Tante-Emma-Laden direkt neben dem Co-Op auch Spiritus kaufen konnten, war es allerdings auch schon fast 5 Uhr, unser Campingplatz ca. 20km entfernt und wir hatten den Besitzern versprochen, spätestens um 21.00 vor Ort zu sein. Also riefen wir kurzentschlossen ein Taxi, um die ersten paar Meilen "Stadt" und Farmland abzukürzen.
Die erste Herausforderung bestand dabei bereits darin, dem Taxifahrer am Handy zu erklären, dass wir gerne nach "Gawthwaite" fahren würden. Jeder darf jetzt einmal raten, wie man das ausspricht.... Der Fahrer jedenfalls hat mich erst nicht verstanden, und dann wollte er es nicht wahrhaben. Er fragte immer wieder, ob wir da wirklich hinwollen, da sei doch nichts. Ob wir eine Ferienwohnung dort hätten? O-Ton: Wie, wir wollten nach Torver **laufen**?! Jetzt noch? Zu Fuß?! Er war sogar noch so nett, uns zu zeigen, welche Haupt-Verkehrsstraße dort am schnellsten hinführt, damit wir auf dieser laufen können. Dem war das Konzept von Wandern irgendwie etwas fremd.... Dabei war das ein junger Typ, und hatte dann auch was vom Cumbria-Way gehört - etwas perplex war er dennoch. Egal, Fahrt hat 15GPB gekostet, und führte durch nett-pittoreske hügelige Landwirtschaft, in er Ferne sahen wir schon die Berge...
In Gawthwaite angekommen, verlief auch der Wanderweg erstmal hauptsächlich über Weiden und an Farmhäusern vorbei und stieg dabei sanft immer weiter an, bis man auf einem der ersten Hochplateaus ankam, von wo man bereits einen tollen Ausblick auf die Berglandschaft der nächsten Tage hatte, und mit dem "Beacon Tarn" bekam man sogar einen der hübschen, Namensgebenden kleinen Seen des Districts zu sehen.
Nach einem angenehmen Tag des "einwanderns" kamen wir schließlich in Torver an, und gingen dort zum "Scar Head Camping", einem kleinen Campingplatz mit Platz für wenige Caravans auf der einen- und noch weniger Zelte auf der anderen Seite, wobei es für die Zelte fast keine ebene Fläche gab sondern v.a. Gefälle in fast jede Richtung. Nach etwas Suchen konnten wir aber etwas finden, waren auch das einzige Zelt da. Und die erste unangenehme Überraschung der Tour ereilte uns sehr schnell: Midges!! Zwar nicht so schlimm wie in Schottland, wir hatten aber auch keine Kopfnetze oder Abwehrmittel dabei. Wurden direkt mal zerstochen. Zum Glück - so viel kann ich verraten - war das aber die einzige Midge-Begegnung der Tour.
Am Nächsten morgen wurde das mitgebrachte Müsli gefrühstückt und bei tollem Wetter aufgebrochen, wir hatten vor, direkt die erste "Mountain Alternative"-Route aus dem Wanderführer zu laufen, und anstatt durch ein Tal die "Coniston Fells" zu begehen, insb. den "Old Man of Coniston". Auf dem Weg dahin sah man, wie überall in der Gegend, vor allem Schafe. Schafe, Schafe, Schafe, Schafe und Schafe. Selbst wo keine Schafe waren, war das ganze Gras voller Wollfetzen, die ganz deutlich machten, was hier für eine Landwirtschaft betrieben wird...
Nach mäßigem aber konstantem Anstieg kamen wir schließlich zum Paß zwischen dem Old Man of Coniston und dem Dow Crag, mit dem düster und schwarz wirkenden "Goats Water" dazwischen. Als wir dort ankamen, brach gerade eine Gruppe Britischer Bergsteiger von Dort auf, um am Dow Crag weglos durch den Steilhang aufzusteigen, wir waren davon durchaus beeindruckt.... Um direkt wieder zu sehen, was unsere Wanderung für Locals für einen Schwierigkeitsgrad hatte: Es kamen uns direkt danach 2 Mädels mit Mini-Hund und in Hotpants oben vom Berg herab entgegen. Die müssen bei dem starken Wind aber auch ziemlich gefroren haben...
Oben am Beginn des Gipfel-Anstieges zum Old Man machten wir erstmal eine Snickerspause, und befragten die offenkundig ortskundigen anderen Wanderer über den weiteren Wegverlauf, die uns auch korrekt sagten, unsere geplante Gratwanderung sei sehr einfach zu gehen. Also stiegen wir zum Old Man auf, und von da über Brimm Fell und Great Carrs. Das war eine wirklich coole Tour über einen meist ca. 5m breiten Grat, lediglich durch den sehr starken Wind war es stellenweise nicht ganz ungefährlich, teilweise wurde man fast umgeblasen und es war recht kalt. Je weiter man vom Old Man weg kam, desto weniger andere Wanderer traf man, sodass wieder ein bisschen "Wildnis Feeling" aufkommen konnte, so fern das in einer Zivilisationsnahen Gegend wie dem LD überhaupt möglich ist. Schließlich brach der Himmel auch immer wieder auf, und wir konnten uns in der Sonne wieder etwas aufwärmen.
Beim Abstieg, fast wieder im Tal dann das nächste Highlight der Tour: Ein kleines Häuschen, vor dem selbstgemachter Kuchen verkauft wurde. Und was für welcher! Ich habe noch nie so weichen, saftigen Karrotenkuchen gegessen wie dort! Allein dafür war die Reise wert
Das Wetter wurde immer besser, wir liefen durch malerische Täler und kleine Waldstücke, die Sonne war dann irgendwann so intensiv dass meine Begleiterin direkt Sonnenbrand bekam... schließlich gelangten wir, nach eine Taltour die sich irgendwann ziemlich in die länge Zog (Bodenbeschaffenheit: kopfgroße "Pflastersteine", rutschig und hart) ins "Great Langsdale", wo wir auf dem "National Trust" Campingplatz unterkamen, welcher wirklich sehr schön war und einen gut ausgestatteten Laden hatte. Mir hats da gefallen. Lediglich der Gedanke an den Folgetag machte etwas sorgen, hatte uns doch der junge Mann an der Rezeption des Campingplatzes auf den Wetterbericht hingewiesen: Für den Folgetag waren massive Regenfälle vorausgesagt, sodass er uns riet, ggf. auf dem CP zu bleiben und uns anderweitig die Zeit zu vertreiben. Aber am 2. Tag bereits stehen bleiben? Wir waren doch gerade erst richtig eingelaufen!
Danach wurde erstmal im "Old Dungeon Ghyll Hotel", offenbar einer "Kultadresse" der Bergszene dort eingekehrt und ein Pie sowie einige lokale Ales verköstigt... ich schlief sehr gut in dieser Nacht
Fortsetzung folgt...
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Freierfall hat eine Reaktion von sja erhalten in Cumbria Way Juni '17 - Sommer im Lake DistrictTag 3:
Der Weg ging zunächst Mal durch das "Great Langsdale" über eine alte Römer(?)-Straße, die Steine waren entsprechend glitschig und wir liefen tempogleich mit einer großen Gruppe Briten im Rentenalter, sodass immer mal wieder mal wir diese, mal diese uns überholten, bis wir schließlich genervt davon einen Zahn zulegten um etwas Vorsprung zu gewinnen. Rechts und Links sah man nur die grünen Berghänge, die irgendwann in den tiefhängenden Wolken verschwanden.
Schließlich endete das Tal an einer kleinen Brücke, wo der Weg sich aufspaltete, wir nahmen schließlich vom nassen Wetter & glitschigen Boden vorsichtig geworden wie erwähnt die einfachere Route. Diese schlängelte sich zu einem Bergpass hinauf, wobei der Weg immer mal wieder zu einem Bachlauf wurde, war aber zum Glück einfach zu gehen. Meine vor der Tour ersetzten Brooks Cascadia (damals nr.9, jetzt Nr. 12) schienen auch auf nassem Fels halbwegs Grip zu haben.
Oben angekommen, ging es erstmal über eine Hochebene voller nasser Schafe, leider konnte ich keins Anfassen, um auszuprobieren ob diese sich ausdrücken ließen wie ein Schwamm
An einer Stelle musste auch ein vergleichsweise großer Bach gefurtet werden, bei niedrigerem Wasserstand wäre man zwar ggf. trocken rüber gekommen, bei dem Regen lief man jedoch ca. Kniehoch im Wasser bei erstzunehmender Strömung. Unsere Schuhe waren zwar vorher schon durchnässt, wie auch sonst, aber hier hat meine Partnerin direkt mal den Fehler gemacht, unter der Regenhose nicht ihre Wanderhose hochzukrempeln. Diese hat sich daraufhin prompt vollgesogen (bis ganz nach oben!) und sie im Verlauf massiv auskühlen lassen. Ich war zum Glück schlau genug, und hatte meine Hose unter dem Regenrock bis übers Knie hochgerollt....
Als wir gerade drüber waren, kam hinter uns ein Britisches Paar ebenfalls über den Bach, und die Frau fiel prompt mit dem Hinterhin hinein (ohne dass es Gefährlich wurde oder sie sich verletzte).
Nach einer Weile auf dem Hochplateau, bei dem der Weg immer wieder eher einem Matschbad / Bachlauf glich, begann plötzlich der sehr einfache, gut gangbare serpentinenartige Abstieg ins nächste Tal. Am dort verlaufenden Fluss führte der Weg, immer wieder kleinere Bäche kreuzend bis ins "Borrowdale", wo wir, ziemlich erschöpft vom anstrengenden Gehen bei regen, erstmal eine Pause in einem Teehaus einer Farm machten.
Grit war etwas ausgekühlt, weil sie inzwischen klitschnass war, nicht nur die Hose durch den Dochteffekt sondern auch unter der Decathlon Raincut, deren Nähte an den Seiten und den Ärmeln nicht abgeklebt waren (??). Danach ging es aber gestärkt und wieder aufgewärmt weiter, und nach einigen Stunden netten einfachen wanderns durchs Tal mit nur noch gelegentlichem Nieselregen, unterbrochen durch einige hübsche Waldstücke, gelangten wir erst ans "Derwent Water" und schließlich nach Keswick, wo wir auf dem Campingplatz, direkt am See gelegen, unterkamen.
Der CP erwies sich als nett (saubere Sanitäranalgen, Shop, eigene Wiese für Zelte und "Backpacker Room" zum sitzen bei schlechtem Wetter (mit Mikrowelle), kostete aber auch für 2p mit kleinem Zelt 20GBP pro Nacht! Davon ließen wir uns aber nicht stören, spätestens ab dem Punkt nicht mehr, wo wir frisch geduscht waren und im nahegelegenen "Booths" Supermarkt auf die gigantische Bierauswahl, sortiert nach englischer Ursprungsregion stießen.
Am Derwent Water kurz vor Keswick. Der Berg gerade voraus ist der "Walla Crag", den wir mit dem Huckel daneben, dem "Bleaberry Fell", am nächsten Tag bestiegen. Schon mal merken, wir selbst hatten nicht mal am näcshten Tag oben drauf so einen guten Blick darauf.
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Freierfall hat eine Reaktion von fatrat erhalten in Frage: Welche Behältnisse nehmt ihr für Spiritus?Zum Thema "viel": 25ml * 2 Mahlzeiten * 2 Personen * 4 Tage macht 400ml. Da noch ein paar Tee zwischendurch + Aufrunden.
Ich nehme auch die Caprisonnetüten.
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Freierfall hat eine Reaktion von fatrat erhalten in Montane Minimus 777 ErfahrungenHab ja jetzt auch etwas Erfahrung zur Minimus 777 Smock: Hatte sie in Portugal dabei (nicht gebraucht lol), auf Mallorca (Starkregen und Sturm, ca. 10kg Gepäck) sowie jetzt 2 Wochen in der Hardangervidda, wo ich sie min. 7 Tage ununterbrochen getragen habe, Gewicht Rucksack ca. 15-10kg (im Verlauf weniger), sie hielt einwandfrei trocken. Leidglich einmal, bei Frontalem, Horizontalem Schneeregen hatte ich ein Feuchtes Gefühl auf der Brust und es zunächst für Eindringen durch den Reisser gehalten, es hätte aber genauso gut Kondenswasser durch Ausatmen in die Kapuze (geht über den Mund) und Wasser dass am Gesicht nach unten lief sein können.
Atmungsaktivität fand ich gut und ausreichend zum Dauergebrauch.
Der Kapuze fehlt für mich ein Schirm. Gerade als Brillenträger. Habe es mit einem Regenhut kompensiert...
Dass der untere Saum nicht verstellbar ist, ist ein Nachteil: die Jacke ist sportlich kurz geschnitten, und kann bei langer Nutzung hochrutschen und einen Unterschützten Bereich zwischen Regenhose und Jacke hinterlassen, dort ist durch den nassen Rucksack Wasser in die Kleidung gesogen worden. Habe danach aufgepasst, die Jacke ab und zu im Sitz korrigiert und es ging gut.
Mein Fazit (der noch kurzen aber intensiven Nutzung): Skandinavien im Herbst bei Starkregen Geeignet!
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Freierfall hat eine Reaktion von Kay erhalten in Impressionen von TourenBike packend / Radreisend auf dem D4 quer durch Deutschland, irgendwo in Hessen
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Freierfall hat eine Reaktion von RaulDuke erhalten in Bewegte BilderZiemlich interessante Diashow über die ersten beiden weiblichen Thruhiker des CDT... 1978!
(Und spannendes Zelt haben die, sieht fast aus wie meins )
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Freierfall hat eine Reaktion von Krokodilalli erhalten in Hardangervidda 2017 oder expect the unexpectedgeht's hier noch weiter? Wir wollen doch wissen, wie du deine traumfrau kennengelernt Und dann zu Fischsuppe verkocht hast
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Freierfall hat eine Reaktion von wernator erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Prolog:
Ende des Urlaubs in Schottland, 2016. Meine Freundin G.:"Das nächste Mal möchte ich in irgend eine trockenere Gegend, aber so Skandinavien wäre auch echt cool."
Ende des Urlaubs im Lakedistrict, 2017: G.: "Das nächste Mal trockene Gegend, du warst ja ohne mich auf Mallorca, und jetzt waren wir schon wieder im Nassen. Aber Skandinavien wäre auch mal spanend."
Ende des Urlaubs auf Mallorca 2018: Ich: "Wo solls im Herbst hingehen?" G.: "Wir wollten doch immer mal nach Skandinavien..."
Das ist eigentlich ein Bericht, der besser zu den Outdoorseiten passt (*Da werde ich ihn auch nochmal posten...). Auf der Rückfahrt aus dem Urlaub nach Deutschland habe ich die aktuellen Packlisten hier so angesehen, Schottland im Oktober mit <4kg und solche Sachen, da wird's mir fast schon peinlich. Meine Urlaubsreisen werden eher immer schwerer. Diesmal hatte ich ein Baseweight das höher war als je zu vor bei mir. Außer vllt bei meiner allerersten Tour in der Eifel... aber man ist ja zu zweit Unterwegs und hat Urlaub. Da ich dabei dennoch zumindest viel mit UL-Ausrüstung hantiere und gerne Reiseberichte schreibe (und das hier "mein Forum ist") könnt ihrs ja trotzdem lesen. Trotz einem BW von ca. 8-9kg (geschätzt nur deshalb, weil unterschiedliche Teile der Ausrüstung mal von mir, mal von G. getragen wurden). Hier gibts ne Packliste, wenn auch nix besonders spannendes: https://lighterpack.com/r/fr4dez OT: - die von G. gibts nicht digital, sie trägt neben dem in der liste "gelb" markiertem einen Berghaus Hyper 37, eine Neoair x-lite Womans; einen EE 20F Quilt sowie einen Satz Wander+Schlafkleidung. Und die ganzen Schokoriegel. Nix besonderes, dürfte am Anfang auch ca. 10kg gewesen sein, BW so im Bereich von 4-5kg oder so.
Es wurde viel überlegt, und schließlich gab der Wanderführer "Traumtreks Norwegen" den Ausschlag, dass es zwei Wochen lang Ost-West durch die Hardangervidda, östlich um den Hardangerjøkulen und dann schließlich durchs Aurlandsdalen bis zum Fjörd gehen sollte, also die Touren 3+4+5 aus dem Buch. Ein Großteil der Planung basierte ebenfalls darauf + auf ut.no, ich gebe zu, die ganze Planungsarbeit macht mir keinen Spaß; ich will laufen und nicht Berichte & Karten wälzen.
OT: Die Anreise war wohl meinem von der vorherigen Jobphase gestresstem und ausgelaugtem Gehirn geschuldet etwas umständlich, Flug Düsseldorf->München->Oslo, Übernachtung dort und von da an mit der Bergen-Bahn nach Geilo wo der Start sein sollte. Rückfahrt ebenfalls mit der Bahn über Oslo -> Frankfurt -> Düsseldorf... habe die Flüge gebucht ohne mir die Umstiege genau anzusehen... Beim nächsten mal würde ich es wohl xx->Bergen->Schiffsfähre machen, da wäre man potentiell am Abend der Abreise schon im Zelt.
Unsere schließlich gelaufene Strecke:
Tag 1, Anreise: Um 4 Uhr klingelte der Wecker und wurde erstmal weggedrückt, draußen noch dunkel, bis G. und mir klar wurde, dass wir uns ja eigentlich beeilen müssen, dürfen unseren Flieger nicht verpassen. Extra 2h+Sicherheitspuffer vor Abflug um 9:30 in Düsseldorf war mächtig früh an einem Sonntag. Dass ich am Tag davor aus einem Nachtdienst völlig gerädert nach Hause gekommen war trug ihr übriges dazu bei, dass das Packen hektisch und unsere Wohnung nach Abflug ein absolutes Chaos war. Wo waren doch gleich nochmal die STS-Klappschalen? Die Kreditkarte?? Die Heringe???
Die weitere Anreise verlief jedoch zum Glück ohne Komplikationen, auch wenn das sehnsuchtsvolle Erwarten des Aufgegebenen Rucksacks nach Flug mit Umstieg jedesmal dermaßen nervenaufreibend ist, dass wir ständig überlegen nur noch mit Handgepäck zu fliegen. Wäre nur diesmal bei dem prallgefüllten ULA OHM mit nun sicher 60l und ca. 16kg Last sowie dem Rucksack meiner Freundin nicht gegangen. Haben schließlich Essen für nahezu die ganze Reise dabei. Aber wie gesagt, keine Komplikationen, konnten uns noch ein bisschen Oslo ansehen und Burger essen, bis es schließlich am Folgetag mit der Bergenbahn nach Geilo ging.
Tag 2: Die Bahnfahrt nach Geilo war angenehm, man konnte die abwechslungsreiche Landschaft aus dem Fenster genießen und sogar Steckdosen an den Sitzen bot unser Abteil. Aber richtig entspannen konnten wir nicht, zu aufgeregt waren wir davor, was uns im Fjell erwarten würde. Um ca. 16 Uhr in Geilo (sprich: "Jeilo") begrüßte uns erstmal herrlicher Sonnenschein, Sommerwetter und ein wunderbar Büllerbü-artiger Ort. Von der Tourismus-Hölle, wie ich mir den Skiort vom lesen vorgestellt hatte, keine Spur. Also erstmal den unangenehm schweren Rucksack geschultert und über schattige Wege vorbei an idyllischen Ferienhäusern dem endlos scheinenden Ustedalsfjörden bis zur Tuftebrui gefolgt, wo schließlich die Wanderwege begannen.
Dann ging es zunächst durch Birken und Dickicht auf steinigem Weg immer höher hinauf auf das Plateau der Hardangervidda, immer dem roten T folgend, dass uns von nun an täglich begleiten sollte.
Schließlich auf dem Hochplateau angelangt, wurden die Bäume zunehmend weniger und wir konnten einen ersten Eindruck von der Weite der Landschaft, in der wir uns in den nächsten Tagen bewegen sollten, erhaschen.
Vor dem Anblick des Harlingskarvets(?*Es könnte auch ein anderer sichtbarer Gebirgszug gewesen sein, bsp. ein Ausläufer des Hardangerjøkul, so sicher waren wir da nicht) schließlich, mit den ersten zu sehenden Schneefeldern, richteten wir unser erstes Lager ein.
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Freierfall hat eine Reaktion von wernator erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 3:
Erholt aber immer noch etwas hibbelig, was uns erwarten würde, und so erholt dann doch nicht - ich schlafe nie gut die erste Nacht draußen - starteten wir unsere heutige Wanderung. Es sollte erstmal auf einen Nahen "Gipfel" gehen um ein bisschen einen Überblick zu bekommen, was uns noch so erwarten sollte, also war der Ustetind (1366m) schnell erwandert.
Von da an ging es stets nach Südosten, über flaches Heidekraut, unterbrochen von recht trockener Sumpflandschaft, die gelegentlich mit Stegen und kleinen Brücken, die eigentlich unnötig waren, entschärft waren. Noch waren war ganz aufgeregt über alles neue und machten sogar ein Foto beim überqueren dieser gefährlichen Brücke über den tosenden Fluss.
Es wechselten sich steinige Anstiege und weite Seenlandschaften ab, soweit das Auge reicht, und wir genossen das traumhafte Wetter.
Man kann schon die Eiskappe des Hardangerjøkul am Horizont erahnen, es sollte aber noch dauern, bis wir uns näherten
Auch wenn wir "gelegentlich" fast zu Tode erschreckt wurden von etlichen Familien von Schneehühnern, die wir versehentlich aufscheuchten, was diese mit plötzlichem lautstarken Aufflattern überall um uns herum quittierten - da waren wir dann wenigstens quitt.
Man beachte die Schneehühner rechts und links des Steins.
Zum Abend hin gestaltete sich die Zeltplatzsuche aber als gar nicht so einfach: Entweder dicht mit Heidekraut überzogen, steinig, uneben oder triefend Nass im Sumpf. Gute Zeltplätze: Mangelware. Schließlich fanden wir etwas, etwas Oberhalb der Heinseter-Hytta (derzeit geschlossen)
Der Abend war kalt, bot aber einen tollen Sonnenuntergang mit schier ewigem Abendrot
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Freierfall hat eine Reaktion von wernator erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 4:
An diesem Tag sollte es eine leichte Änderung der Landschaft, aber eine deutliche Änderung des Wetters geben, den Vorboten dessen, was da noch kam. Nach den zuvor sonnigen Tagen, starteten wir jetzt mit einen nahezu komplett bedecktem Himmel, es war nun auch deutlich frischer und windiger. Dennoch unbeschwert (und nun, nach etwas umpacken und etwas weniger Essen sowie dem wieder daran gewöhnen, nur noch wenig Wasser zu tragen, deutlich besser tragbaren Rucksäcken) starteten wir in den Tag und stiegen hinab zur Heinseter-Hytta, wo wir erstmal unser Frühstück nachholten. Da wo wir (notgedrungen, gab nix besseres) gezeltet hatten, war der nächste Bach zu weit weg und wir zu faul, morgens Wasser zu holen.
Im Hintergrund zusehen die Heinseter Hytta, nachdem wir sie schon passiert hatten.
Auch die Brücken, die wir passieren mussten, wurden zunehmend größer
Es kam sogar zu einigen kurzen Schauern, weswegen wir ein wenig Regenjacke an-aus spielten, meist wenn wir gerade eine pause machen wollten, um etwas Studentenfutter zu essen.
Schließlich kamen wir am Langesjøen an, an dem wir heute Abend unser Lager aufschlagen wollten, passierten jedoch zuvor noch die Rauhelleren turisthytte, die wir uns jedoch nicht allzu genau ansahen; wir wollten ja noch weit genug davon weg & einen Schlafplatz finden.
Gerade, als wir ein halbwegs ebenes Stück Gras fanden, auf dem man das Zelt hätte aufstellen können, trotz des sehr weichen und morastigen Bodens in der Nähe des großen Sees, frischte der Wind stark auf, und man sah auch schon weshalb, am anderen Seeufer zog eine gehörige Regenfront auf, die uns jedoch kurz zuvor noch einen Tollen Regenbogen bescherte.
Rasche wurde ausgeschwärmt um sämtliche losen und nicht-ganz-so-losen Steine in der näheren Umgebung zur Heringssicherung zu organisieren, sogar ein nahegelegener (lose stehender) T Stein wurde zweckentfremdet (keine Sorge, am nächsten Tag selbstverständlich ordnungsgemäß dahin zurückgestellt, wo er herkam)
Das letzte Licht des Tages und das letzte Stückchen blauer Himmel für die nächste Zeit wurden von der Regenfront verschluckt, daraufhin mussten wir schnell endgültig ins Zelt, zu einer unruhigen und stürmischen Nacht.
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Freierfall hat eine Reaktion von wernator erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 5:
Der Wetterumschwung sollte andauern. Es hatte sich zugezogen und die ganze nacht geregnet. Dank der guten Abspannung stand das Zelt ruhig auch im starken Wind. Sobald man das Zelt verlassen hatte, war von der Ruhe des Zeltes nichts mehr zu vernehmen... Wir zogen die mitgebrachten Sealskinz Socken an.
Die Landschaft hatte über nacht fast alle Farbe verloren. Wir zogen die Regenjacken enger und den Hut tief ins Gesicht, um vom feinen Sprühregen, der die ganzen Tag vom Wind herangetragen wurde, nicht komplett geblendet zu werden, insb. als Brillenträger. Der Weg entfernte sich nun vom Langesjøen und führte über eine schier endlose graubraune, windgepeitschte Ebene die Vombsflatane.
Der Wandertag verlief für mich wie in einem rausch. Weiterwandern, sonst kühlt man durch den Wind und nieseregen aus. Zu sehen gabs ausser der unendlichen Weite und grauem Gestein sowie grauem Himmel nicht viel.
Als wir schließlich die Sandhaug-Hytta erreichten, beschlossen wir nach einer kurzen Aufwärmpause im inneren kurzentschlossen dort zu bleiben, auch wenn es erst 16:30 war. Draussen gabs in diesem Wetter heute nix mehr zu holen, so beschlossen wir.
Wir teilten uns die sehr gemütliche Hütte neben einem älteren Norwegischen Wandererpaar, welches nicht sehr gesprächig war, mit einer norwegischen Schulklasse aus Oslo. Die waren trotz pubertärem Verhalten aber erstaunlich zivilisiert und diszipliniert. Am nächsten Morgen merkten wir nichteinmal, wie sie frühstückten und sich fertigmachten (sie schliefen im Schlafsaal, wir im Zimmer, da der Schlafsaal für die Klasse gebucht war.)
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Freierfall hat eine Reaktion von wernator erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 6:
Der heutige Tag begann wie der vorherige endete, mit leichtem Regen und peitschendem Wind. Wir hatten in der Hütte zwar zu Abend gegessen (sehr lecker übrigens, auch und insb. in der vegetarischen Variante von G.!), aber kein Frühstück gebucht, hatten wir doch kiloweise Müsli im Gepäck. Also marschierten wir nach jeweils nur einem Snickers los, in der Hoffnung, bald mal eine Frühstückspause einzulegen. Es ging heute jedoch schier endlos am riesigen Nordmannslagen vorbei, flach und nahezu ohne Windschutz. Die erste geschützte Stelle die wir erreichten war ein größerer Fels, dieser jedoch mit einem jungen Norweger belegt, der dort offenbar gezeltet hatte, wir wollten nicht beim Lagerabbau stören und zogen weiter. Schließlich ließ sich in einem aus grobem Stein gebautem Windschutz / ehemaliger Hütte ein Pausenfleck finden, die Löcher zwischen den Steinen stopften wir mit en Rucksäcken und dem Regenhut aus. Währenddessen zog der junge Norweger von eben an uns vorbei.
Gestärkt passierten wir eine der bis dato längsten Hängebrücken, trotz starkem Wind und leichtem Regen stetig unerschrockener werdend. (Erwähnte ich, dass wir beide bisweilen starke Höhenangst haben?).
Dort überholten wir auch den Norweger, er hatte etwas mit seinem Regenponcho zu kämpfen, den er wohl eher als Segel an diesem Tag hätte verwenden sollen. Er sagte uns aber, er sei ok, und wir passierten ihn, ohne ihn nochmal zu treffen. Wir hatten etwas sorge, wie gut er wohl zurechtkäme.
Die noch am Vortag monton scheinende Landschaft im trüben Wetter hingegen hatte uns nun vollends in ihren Bann gezogen. Im Bereich zwischen dem Sørfjordingsrindane fanden wir eine tolle abwechslungsreiche Moränenlandschaft (?) mit schmalen Landzungen, umgeben von ineinander konfluierenden Seen.
Der Wind kam meist von hinten für uns, und lies uns fast über die Landschaft fliegen, während sich auf den Seen Schaumkronen bildeten und das Wasser mal in die eine, mal in kurzen Windpausen in die andere Richtung in den langgestreckten Seen floss.
Die grandiose Mondlandschaft am Fuße des Store Grananutane schließlich konnte ich nicht adäquat auf Fotos festhalten, lief jedoch spätestens jetzt durchgehend mit einem Dauergrinsen im Gesicht herum und musste oft innehalten um die Natur auf mich wirken zu lassen.
Im Tagesverlauf lichteten sich die Wolken zusehends, der Regen hörte auf und die Welt bekam wieder zunehmend Farben. Wir konnten die ersten Blicke auf den Harteigen werfen, der für uns bedrohlich aussehend, die Landschaft der nächsten Tage dominieren sollte. Mich erinnert er an einen riesigen Grabstein.
Die Welt hat wieder Farben!
Im Tal angekommen, fanden wir schließlich die Hadlaskard-Hütte so gemütlich und anziehend, dass wir beschlossen erneut unter einem festen Dach zu schlafen, weichten in der Küche unser Risotto ein und brachen erstmal zu einem Spaziergang auf, noch hatten wir uns für heute nicht sattgesehen.
Inzwischen freiwilliges passieren von Brücken!
Wanderglück
Die Freude wurde lediglich leicht geschmälert von der großen norwegischen Wandergruppe, die als wir vom Spaziergang zurückkamen wie ein Heuschreckenschwarm über die Hütte fiel, sämtliche Konserven kaufte die sie finden konnten (und später in den Sack für den brennbaren Müll entsorgte, statt diesen zu trennen... ) und fast erfolgreich versuchte, alle 6 verfügbaren Herdplatten in der Hütte zu besetzen.
WIr hatten dennoch einen schönen Abend bei Kerzenschein, Steinpilzrisotto und Whisky.
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Freierfall hat eine Reaktion von wernator erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 7:
Auch wenn wir am Morgen von starkem Wind und Regenprasseln an unserem Fenster geweckt wurden, und erstmal das Frühstück in die Länge zogen in der warmen Hütte (heute gabs dann Milchreis, den wir eigentlich als "Motivations-Nachtisch" mitgebracht hatten; wir hatten zwar Abendessen für die gesamte Tour aber weniger Frühstück dabei, dies wollten wir nachkaufen, so haben wir einen Frühstücks-Tag dazugewonnen. Und auf dem Herd in der Hütte war der Milchreis gut zuzubereiten.) Die norwegische Gruppe dampfte nach ausführlichem Frühstück zum Glück schnell ab, wir blieben mit einigen anderen Wandern erstmal sitzen, u.a. einigen, die den Harteigen besteigen wollten, jedoch noch auf ein Wetterfenster warteten. Zwei Amerikanerinnen erzählten allen, wie toll sie es in Norwegen fänden; sie müssten sich beim Wandern endlich keine Sorgen mehr um rattlesnakes, mountain lions und grizzlys machen.
Schließlich legte sich der Regen etwas, und wir brachen auf, nun hieß die Hauptwanderrichtung nach Norden! Nach einiger Zeit stieg man auf die Flanke eines Berges hinauf, damit war man zwar weit weg vom Sumpf am Talboden, lief jedoch über spiegelglatte und im nassen äusserst rutschigen Granit, was viel Konzentration und kleine Schritte erforderte. Es wurde aber auch von Tag zu Tag kälter, was man, wenn man kein Tempo machen konnte, stark bemerkte.
Uns beeindruckten heute insb. die zahlreichen, teils hausgroßen Findlinge.
Schließlich war die Tour heute jedoch dem Abstieg gewidmet, das sah man deutlich an der Hedlo-Hütte (schon geschlossen für den Winter), um die herum wir uns durch einen schönen Waldpfad bewegten, umgeben von Pilzen (hauptsächlich Fliegenpilze... :D), Beeren und buntem Gebüsch
Am Kjeshovden konnte man gut einen Blick zurück auf die heute überschrittene Landschaft werfen, insb. den jetzt wieder sehr kleinen und entfernt liegenden Harteigen
Dafür schien vor uns die Erhebung des Hardangerjökulen zum Greifen nahe, man konnte schon das blaue Eis des Gletschers erkennen. Doch nicht umsonst hieß es, Hadlaskard<->Liseth sei eine lange Ettappe; zunächst das Fljotdal und schließlich die Flanke des Fljotdalsfjellets zogen sich ziemlich hin. Als wir die ersten Ferienhütten sahen, wähnten wir uns schon kurz vor dem Ziel, doch dies war weit gefehlt.
Ich erwähnte bereits, dass wir keine großen Fans der Brücken waren? Bei Berastol fanden wir schließlich eine unserer Top 2 most-sketchy Brücken vor. Der Fluss darunter mit starker Strömung, die Brücke selbst bestand nur aus sehr lose aufgelegten "Bretter-Inseln" mit jeweils ca. 50-60cm Abstand dazwischen, sodass man fast schon ein bisschen Schwung brauchte, um rüberzukommen. Man beachte die "auf Kante" stehenden Verbindungshölzer der Bretterinseln auf den Stahlträgern. Bei jedem Schritt drohten die Bretter zu verrutschen und einen ins tosende Wasser zu befördern. Im Nachhinein wären wir glaube ich den Fluss lieber gefurtet; es hat aber am Ende alles gut geklappt.
Schließlich kamen wir am Ort Høl (?) nahe Eiderfjord an, wo auch der Hardangervidda-Nationalpark endete. Nach einer erneuten spannenden Brücke über den tief unter uns liegenden, tosenden Engjafoss endete der Wanderweg ziemlich antiklimaktisch an einer Straßenleitplanke. Wir liefen einige Kilometer auf der Straße zum Campingplatz Garen, wo wir übernachten wollten; schon ziemlich ausgelaugt und es hatte auch wieder zu regnen Begonnen. Am Campingplatz konnten wir keinen Betreiber ausfindig machen; an der an der Rezeption angegebenen Telefonnummer meldete sich nur eine Mailbox, also schlugen wir in Rücksprache mit einigen Norwegern auf dem CP einfach mal unser Zelt auf, um alles weitere am morgen zu klären. Leider war es schon sehr spät, als wir bemerkten, dass wir keine 20 Kronen-Münzen zur Nutzung der Duschen hatten, also musste das Duschen (das Argument, was überhaupt für den CP gesprochen hatte) leider ausfallen.
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Freierfall hat eine Reaktion von wernator erhalten in Vidda, Gletscher und Fjord: Dem Schnee davonlaufen in der Hardangervidda '18Tag 8:
Wir wachten auf zu einem schönen sonnig-bewölkten, aber kühlen Morgen. Wir konnten weiterhin keinen Campingbetreiber ausfindig machen, weder vor Ort noch telefonisch, also haben wir uns entschlossen abzubauen und es im Nachhinein per Mail zu versuchen. [Ich habe den Betreiber inzwischen angemailt, mit der Bitte nach einer Rechnung für die Übernachtung, mir wurde es aber erlassen. Emailkontakt war nett. Dem aber wahrscheinlich zu aufwändig, sich die paar Kronen überweisen zu lassen aus dem Ausland...].
Der Wetterbericht versprach stabiles Wetter mit nur wenig Regen und Wind, also brachen wir auf in Richtung Hardangerjøkulen. Vom Caming Garen aus gibt es eine "Abkürzung" durch ein Neubaugebiet zur Liseth-Hütte (von außen sehr nett) durch ein Sumpf/Neubaugebiet, dann muss man nicht an der Straße entlang. Da wir durch rumsuchen nach dem CP-Betreiber, dafür extra-nicht-so-früh aufbrechen etc. schon etwas spät dran waren, haben wir uns den Ausflug zum Voringsfossen (einem großen, bekannten Wasserfall) gespart und sind direkt in die Berge gestiegen.
Es geht erst gefühlt ewig hinauf stets auf guten Wegen, wir kamen sogar an einigen Tageswandernden Familien vorbei, teilweise mit Kindern im Vorschulalter. Überhaupt hat uns die Zahl der Wanderer mit kleinen Kindern sehr überrascht. Sehe ich in der Eifel o.ä. nie, erst recht nicht mit Gepäck!
Nach einigen Stunden schließlich erreichten wir ein schönes Bergplateau zwischen Vetle- und Store Ishaug mit einigen kleinen Seen, machten aber nur kurz Rast, durch den Wind war es schon recht kühl.
Auf dem Weg über das Plateau, während man über ausgedehnte flache Granitfelsen lief, fing es an, etwas zu nieseln. Bald erreichten wir den Abstieg vom Plateau/Bergpass zu einer "Talstufe", bevor der Berg steil in das Simdal abstürzte, als wir die Kante nur von weitem Sahen, wurde uns schon ganz anders. Da der Abstieg auf der Nordseite des Berges lag, kamen wir jetzt das erste Mal unmittelbar an Schneefeldern vorbei, die das ganze Jahr überstanden hatten. Der Abstieg gestaltete sich steil und rutschig, entweder war es Schlamm oder aber inzwischen vom Regen nasse, glatte Granitplatten, sodass der Abstieg einiges an Konzentration forderte.
Der Wind und Regen wurde immer stärker; ab jetzt gabs leider für eine Weile keine Fotos mehr...
Hier von Süd nach Nord...
Uns kam ein (wie wir später erfuhren) Niederländischer Mann mit seinen 2 ca. 18-20 jährigen Töchtern (?) entgegen, selbst hochgerüstet mit Bergausrüstung; als er erfuhr wo wir hinwollten, erklärte er, er käme gerade aus der Rembesdalseter Hütte und der Weg sei noch "very long and very hard, you have to go up there, then down, then up, then down and then up and down again", was uns für den Moment etwas entmutigte, dass seine beiden Töchter aber nur mit Einweg-Regenponchos bestückt waren als einigen Regenschutz (?) machte uns dann doch noch die Hoffnung, dass wir zu einer andren Einschätzung kommen würden.
Am Ufer des Skytjedalsvatnet musste man schließlich über einen recht schmalen, wenn auch flach ausgezogenen Grat hinauf zum Storhaugen, es regnete; uns war schon etwas kalt durch den Wind; links ging es 600m in nahezu freiem Fall ins Tal hinab, rechts zum vom Wind gepeitschten See. Und der Aufstieg bestand aus glattpolierten, nassen Granitplatten. G. kam erstaunlich gut auf dem Gestein voran, ich hingegen fand auf mittlerer Höhe erstmal keinen Halt mehr; lag irgendwann bäuchlings auf dem Fels und wusste nicht wohin vor oder zurück; die Schuhe fanden keinen Grip auf der ca. 45° steilen, vllt 2m langen nassen Granitplatte. Nach einem kurzen Anflug von Panik fand ich schließlich Halt mit den Händen an einer Stelle und konnte mich hinaufziehen.
Zum Glück ließ jetzt der Regen etwas nach, wir konnten zumindest davon etwas verschnaufen; und warm war uns nach der Aktion auch geworden. Kurz bevor wir bemerkten, dass der Weg kurz quasi direkt an der Abbruchkante zum Fjördtal verlief, sodass wir uns einen Umweg durch den Hang suchten. Zumindest auf der anderen Seite gab es einen guten, für höhenangst-geplagte angenehmen Ausblick auf das Skytjedal.
Dafür regnete es jetzt wieder...
Ab jetzt wurde leider die Wegfindung das erste Mal zum Problem. Die Sicht war zwar ausreichend; bisher hatten wir Karte und GPS aber kaum gebraucht. Die Wege waren fantastisch markiert, alle 10-20m kam ein T sodass man sich bei schlechter Sicht gut orientieren konnte. Online hatte ich auch bereits gelesen, dass der frühere Abstieg zum Rembesdalsvatnet und der Hütte über den Moldanuten (auf der Karte rechts und dann nach Norden) nicht mehr begehbar sei, da unterhalb der Gleterschzunge der Weg abgerutscht sei, es stand jedoch auch überall, der Umweg sei sehr gut markiert. Auf meinem GPS Track hatte ich lediglich sehr grobe Wegpunkte gesetzt, nur so alle 1-2km einen. Leider fehlten kurz vor der in der Karte eingezeichneten Weggabelung plötzlich die Ts, auch ein Trampfelpfad war nicht mehr zu erkennen, sodass wir eine Weile herumirrten. Nach einigem Herumirren konnten wir schließlich mithilfe des Handys und der GPS Karte den Weg entdecken, und am Skoranuten östlich vorbei hinaufsteigen. Der auf der Karte kurze Abstieg zum Staudamm hingegen war ein Kampf. Eigentlich ein ausreichend breiter Weg, unterbrochen von gelegendlichen Blockfeldern; nur dass der "Weg" hier fast durchgängig von nahezu Knietiefem Schlamm dominiert war; jeder Schritt kostete Kraft und drohte mir die Schuhe auszuziehen. Wir brauchten fast eine Stunde für den Abstieg.
Der Staudamm am Rembesdalsvatnet wirkte extrem unwirklich in der Gebirslandschaft. Alles wirkte Verlassen, sodass wir annahmen, des handele sich um ein Stillgelegtes Kraftwerk. Dass es wohl zum zweitgrößte Pumpspeicherkraftwerk Norwegens gehört, war uns nicht klar, wir hatten eher einen postapokalyptischen Eindruck von der Anlage.
Rechts im Bild de Staudamm, den man überqueren muss. Im Hintergrund die Rembesdalskåka.
Vom Staudamm aus hatten wir tolle Ausblicke auf die Rembesdalskåka, den größten Gletscherausläufer des Hardangerjøkulen. Von da an war der Weg sehr einfach, man musste nur leicht hinauf und den Gletschersee umrunden, um schließlich zur Rembesdalsseter-Hütte zu kommen, wo wir übernachten wollten. (Einer unbemannten, jedoch voll ausgestatteten Hütte mit Proviantlager).
Erschöpft aber Glücklich am Ende des Tages
Kurz vor der Hütte trafen wir noch Christian(?), einen deutschen Kunst-Studium absolventen; der die Hütte nicht fand und schon kurz davor sein Zelt aufbauen wollte; er kam gerade aus Finse. Mit ihm zusammen verbrachten wir noch den Abend auf der Hütte, jeder schaute den anderen an wie jemanden aus einer anderen Galaxie. Er hatte für seine Wanderung von 7 Tagen auch 7 T-Shirts dabei zum wechseln; das erklärte den riesigen Fjällräven-Rucksack den er trug. Und das, wo er kein Wanderneuling war, er sei schon in jedem Skandinavischen Land zu Fuß unterwegs gewesen. Naja, HYOH und so.
In der Hütte war es herrlich gemütlich und warm; wir heizten den Kamin ein, hatten Kerzenschein und leckeres Essen, gönnten uns etwas vom mitgebrachten Whisky - draussen tobte der Wind.
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Freierfall hat eine Reaktion von Tobi22 erhalten in Warum eigentlich Wandern?Ich finde es auch toll, einfach einen leeren Kopf zu bekommen - wie beim Sport, weswegen meine Touren, welche lang und anstrengend waren, mir am besten gefallen. Wenn das einzige was einen beschäftigt (neben:" ist das hübsch hier!") "wo werde ich heute schlafen", "reicht mein Wasser", "wo gehts lang" sind, ist das herrlich entspannend vom Stressigen Alltag, wo man Tausende von Dingen bedenken und beachten muss und stets konzentriert sein muss.
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Freierfall hat eine Reaktion von Mittagsfrost erhalten in Fortsetzung der Diskussion " Preisgestaltung von Rucksäcken in D"Jetzt aber mal weiter dazu: wäre das ein richtiger Nettolohn wie beim Arbeitnehmer? Sprich, nach Abzug von KV, AV, RV und am besten noch Unternehmens-Investitionen etc? Weil wenn ja, ist das mMn auch eine etwas unrealistische Netto-Gehaltserwartung. Ohne eine Neiddiskussion darüber zu starten: echte 22€ Arbeitnehmer Netto Stundenlohn nach Abzug von allem sind ziemlich viel. OT: Um das mal in Relation zu setzen: das ist mehr als ich als Arzt im Krankenhaus und ein paar Jahren Berufserfahrung bekomme.
Mir ist schon klar, dass genau deswegen ein Rucksack von dir eben nicht 770€ kostet und und ich hinterfrage in diesem Fall auch nicht, dass für dich ein solcher Lohn angemessen wäre - man kann aber auch prinzipiell darüber nachdenken, ob Rucksäcke jetzt von hoch ausgebildeten Akademikern mit entsprechenden Gehaltsansprüchen hergestellt werden müssen (und nicht von jemandem, der z.B. in seinem gelernten Beruf nur knapp über Mindestlohn verdient, dieser ist Netto nämlich bei ca. 7-8€...)Und das ist jetzt gar nicht gehässig oder so gemeint. Stellen wir uns mal jemanden vor, der sein UL-Hobby damit finanziert, für ein sub sub sub unternehmen des deutschen Versand- und Logistikunternehmens zu arbeiten. Der würde sich ggf. über das Upgrade freuen jetzt mal Mindestlohn zu bekommen.
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Freierfall reagierte auf dr-nic in Fortsetzung der Diskussion " Preisgestaltung von Rucksäcken in D"Lass den Rucksack 400 Euro kosten. Viel merkwürdiger finde ich die Trainigsrucksäcke. Hört sich nach Prototyp Verkauf an. Da finde ich 250 Euro nen bißchen viel, wenn man bedenkt, dass man evtl nen Rucksack bekommt der schiefe Nähte oder andere Mängel hat, custom hin oder her.
Dann lieber den Vollpreis (wenn es einem das wert ist) und man hat ein Produkt welches makellos ist.
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Freierfall hat eine Reaktion von JonasGo erhalten in Was benutzt Ihr als "Foodbag"?Irgend einen rumfliegenden Packsack. Oder 'ne Plastiktüte. Oder auch gar nix. Ich lagere das essen im Rucksack im zelt, hatte noch nie probleme mit Tieren/Nagern.
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Freierfall hat eine Reaktion von kra erhalten in ChiasamenDas liegt daran dass 99% von dem, was so als neue gesunde Ernahrungshype-Sau durchs Dorf getrieben wird Marketing-Blabla beruhend auf falsch abgeschriebenen Pressemeldungen von schlecht durchgeführten Studien beruht. Wir wissen heutzutage (weiterhin) fast nichts darüber was *gesund* ist und was nicht. Das liegt zwar zum Teil daran, dass das sehr schwer zu untersuchen ist (langzeiteffekte, sonstige Lebensumstände die man nicht normieren kann, große Populationen nötig), man kann bei den meisten Sachen aber sehr stark davon ausgehen dass wenn der Effekt auch nur annähernd der Rede wert wäre er sich stärker zeigen würde und man ihn leichter nachweisen könnte. Das man es bisher nicht konnte ist ein sehr starkes Indiz dass es fast keine Rolle spielt. Was gesünderes als eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung gibt es nicht. Alle die versprechen dass ein bestimmtes Nahrungsmittel irgend einen positiven Effekt haben könnte wissen es nicht besser oder sind Scharlatane. Die einzige Ausnahme davon sind nachgewiesene Mängel an irgendwas (Eisen, bestimmte Vitamine u.ä). - da profitiert man klar von einem Ausgleich des Mangels bzw. Einem verhindern dass dieser wieder auftritt.
Wovon man daher auch profitiert: das essen was einem schmeckt (oder was praktisch zu transportieren ist) und sich ansonsten entspannen.
Ich benutze gelegentlich Chia, aber weil mir der Gelierungs-'Effekt' gefällt und Spass macht.
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Freierfall reagierte auf Brease in Ultraleicht KissenDas Paper sagt, dass Menschen mit einem simplen/naturverbunden Lebensstil weniger Probleme mit Gelenken und Arthritis haben und deutet auf die Schlafposition (von Völkern die der Autor evtl. mit einem Bias ausgewählt hat). Ich würde pauschal erstmal sagen, dass viele andere Teile des Lebensstils in Zivilisationen (langes sitzen, fehlende Bewegung) einen größeren Einfluss haben können. Vor allem weil die ersten Schlafpositionen nicht wirklich ungewöhnlich aussehen für Seitenachläfer.
Da das Paper nur anekdotische Beweise vorbringt, sollte man es auch nicht als untermauerte Wahrheit ansehen, sondern erstmal als interessante Hypothese.