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Ultraleicht Trekking

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Gunnar

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    Gunnar hat eine Reaktion von trekkingBär erhalten in GR221 Herbergen-Planung (ink.Vorstellung)   
    Ich bin den Weg vor 2 Wochen gelaufen, habe allerdings im Zelt geschlafen! Die Markierung ist häufig mehr als dürftig. Ohne Komoot wäre ich öfters aufgeschmissen gewesen...
    Als Tip, geht von Deia nach Port de Soller über den Piratenweg- https://www.outdooractive.com/mobile/de/route/wanderung/balearen/auf-dem-kuestenweg-von-deia-nach-port-soller/20965364/ -
     
     


  2. Gefällt mir!
    In diesem Thread steht stellenweise so viel Quatsch, dass ich das Gefühl habe, ein paar Dinge erklären oder richtig stellen zu müssen:
    Wie richtigerweise schon geschrieben wurde, geht es um Ordnungswidrigkeiten und damit um Geldbußen, die durch einen Bußgeldbescheid von der Verwaltungsbehörde festgesetzt werden. Die Geldbuße hat mit der Geldstrafe (die bei Straftaten von einem Gericht verhängt wird) gemeinsam, dass man Geld zahlen muss. Sie unterscheidet sich insbesondere aber (rechtstheoretisch) mit dem damit verbunden Unwerturteil (und praktisch beispielsweise in der Durchsetzung). Eine Geldbuße wird weder ins Bundeszentralregister, noch ins Führungszeugnis aufgenommen. Unter Umständen können aber auch Geldbußen Probleme nach sich ziehen, zum Beispiel wenn es um die Zuverlässigkeit für bestimmte Erlaubnisse geht (z.B. Waffenschein). Kleiner Exkurs: Falsch ist in diesem Zusammenhang übrigens die pauschale Behauptung, dass man bei einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 EUR als vorbestraft gelten würde. Eine Geldstrafe setzt sich in Deutschland aus der Tagessatzanzahl (an der sich erkennen lässt, wie "schlimm" die Tat war und die - wenn man nicht bezahlt - der Zahl der Tage entspricht, die man dann ins Gefängnis muss) und der Tagessatzhöhe (die vom Einkommen abhängig ist, damit die Geldstrafe bei einer gleich "schlimmen" Tat Arme und Reiche gleich trifft). Als vorbestraft gilt man, wenn eine Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen verhängt wird (die wird dann nämlich ins Führungszeugnis aufgenommen, im Bundeszentralregister wird alles eingetragen). Der jeweilige Ordnungswidrigkeitentatbestand sieht jeweils einen Bußgeldrahmen vor, der allerdings meist recht weit ist, um der Vielschichtigkeit des Lebens gerecht zu werden. Innerhalb dieses Bußgeldrahmens ist dann für die jeweilige Ordnungswidrigkeit das Bußgeld festzusetzen. Um eine Gleichbehandlung zu gewährleisten, gibt es bei Verstößen, die häufiger vorkommen, meist Verwaltungsvorschriften, die die Verwaltung (nicht aber das Gericht) binden und differenzierter und kleinteiliger Geldbußen für bestimmte Verstöße in Abhängigkeit etwa von Schwere, Dauer, Folgen, etc. vorsehen. Mit Abstand am relevantesten dürfte die Bußgeldkatalogverordnung für den Straßenverkehr sein. Daneben sind bei der Festsetzung der Geldbuße die üblichen Strafzumessungskriterien - wie etwa die Reue (das Verhalten nach der Tat) - zu berücksichtigen. § 46 OWiG verweist insofern auf das StGB, ich empfehle einen Blick in die §§ 46 ff. StGB. Reue kann etwa dadurch zum Ausdruck kommen, dass man sich entschuldigt, Bedauern dafür zeigt, die Tat begangen zu haben oder erkennen lässt, dass man vergleichbare Taten künftig nicht mehr begehen wird. Im Verfahren vor der Verwaltungsbehörde wird der Betroffene (so wird die Person genannt, der eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen wird) von der Verwaltungsbehörde angehört. Und in diesem konkreten Fall (in dem der Betroffene sich aufgrund seiner Videos auf YouTube ja quasi selbst überführt hatte und es vermutlich wenig zu bestreiten gab) war der Rat des Anwalts, sich nicht zu äußern, aus meiner Sicht total bescheuert, denn hätte er sich schon vor Erlass des Bußgeldbescheids geäußert, dann wäre dieser unter Umständen bereits in sehr viel niedrigerer Höhe ergangen. Ohne den Verwaltungsbehörden zu Nahe treten zu wollen, muss man nun noch wissen, dass dort häufig keine Juristen am Werk sind, sondern irgendwelche Verwaltungsmenschen, die auf Fortbildungen gelernt haben, wie das Bußgeldverfahren funktioniert. Häufig schießen diese etwas über das Ziel hinaus. Insbesondere bei ausgefallenen Ordnungswidrigkeiten außerhalb des Straßenverkehrs dürfte sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid oft lohnen.
    Wie auch in diesem Fall ist häufiger zu beobachten, dass die Verwaltungsbehörde über einen längeren Zeitraum untätig war und dann auf einmal für alle Ordnungswidrigkeiten der letzten Jahre Bußgeldbescheide raushaut. Das entschuldigt den Betroffenen natürlich nicht, ist ihm gegenüber aber vielleicht nicht ganz fair, denn hätte er nach der ersten Ordnungswidrigkeit schon einen Bußgeldbescheid bekommen, hätte er die weiteren Ordnungswidrigkeiten vielleicht nicht begangen. Daher bestehen in solchen Fällen aus meiner Sicht gute Chancen, dass das Gericht (zum weiteren Verfahren sogleich) einen Teil der Ordnungswidrigkeiten einstellt - in diesem Zusammenhang ist das YouTube-Video allerdings nicht besonders hilfreich. Und ein weiterer kleiner Exkurs: Ordnungswidrigkeiten verjähren selbstverständlich auch und zwar teilweise ziemlich schnell (insbesondere im Straßenverkehr). Die Verjährungsfrist hängt von dem jeweiligen Bußgeldrahmen ab und beträgt zwischen sechs Monaten und drei Jahren (wobei die Verjährung allerdings unterbrochen werden kann!), §§ 31 ff. OWiG. Zum weiteren Verfahren: Wenn der Betroffene mit dem Bußgeldbescheid nicht einverstanden ist, kann er hiergegen Einspruch einlegen. Die Verwaltungsbehörde kann den Bußgeldbescheid dann aufrechterhalten oder zurücknehmen. Dass die Verwaltungsbehörde den Bußgeldbescheid zurücknimmt ist meinem Eindruck nach aber eher die Ausnahme. Wenn sie den Bußgeldbescheid aufrechterhält, schickt sie die Akten an die Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft leitet die Akten dann in der Regel einfach ans Gericht weiter. Wenn der Bußgeldbescheid allerdings totaler Quatsch ist, könnte die Staatsanwaltschaft das Verfahren beispielsweise aber auch einstellen. Das Gericht entscheidet dann über die Ordnungswidrigkeiten und die Festsetzung einer Geldbuße. Das ist im Beschlussweg möglich, meistens findet aber eine Hauptverhandlung statt. Wenn es ein Urteil gibt, fallen übrigens die Verwaltungsgebühren weg und statt dessen ist eine Gerichtsgebühr zu zahlen. Was in diesem Zusammenhang weiter oben geschrieben wird ("Richter sind nicht billig im Stundensatz"), ist übrigens völliger Unsinn. Die Gerichtsgebühr beträgt bei einem Urteil 10% der Geldbuße, mindestens 55 EUR. Dass die Strafjustiz damit nicht kostendeckend arbeitet, dürfte klar sein (die Gebühr deckt die Vorbereitung der Hauptverhandlung, die Hauptverhandlung selbst - an der aus Kostenersparnisgründen mittlerweile meistens keine Urkundsbeamtin mehr, sondern nur der Richter teilnimmt, ein Staatsanwalt kommt nur in Ausnahmefällen - sowie das Schreiben des Urteils ab). Wenn Sachverständigengutachten eingeholt werden, kann es in der Tat teuer/teurer werden für den Betroffenen (wenn er verurteilt wird, muss er die Kosten als sogenannte Auslagen tragen). Darauf weist das Gericht allerdings in der Regel hin und wird dem Betroffenen häufig - mit mehr oder minder sanftem Druck - eine Einspruchsrücknahme nahelegen (dann wird der Bußgeldbescheid so, wie er von der Verwaltungsbehörde erlassen wurde, bestandskräftig).
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    Gunnar reagierte auf mawi in Projekt "West" zu Wasser   
    30. Tag (Rhein)
    Nach dem Frühstück gehen wir zurück nach Basel um etwas Sightseeing zu machen.

    Beim Münster sehen wir einen Mann im Micky Mouse Kostüm andere Touristen anquatschen. Die wimmeln gestikulierend ab. Micky Mouse läuft uns hinterher und wir hoffen, dass sie uns nicht auch erwischt. Als wir uns noch einmal umdrehen ist sie wie von Erdboden verschwunden.
    Etwas später läuft ein Kind unter strömenden Tränen schreiend zu seinem Papa: "Papa! Papa! Das ist gar nicht Micky Mouse! Das ist ein Mann der als Micky Mouse gekleidet ist! Und der Mann ist blöd! Papa! Papa! Das ist ..."

    Zurück gehen wir auf der anderen Uferseite und verlaufen uns etwas im Industriegebiet. Kurz noch einkaufen im mega Supermarkt, auf der Französisch Seite beim Bäcker noch Croissant und Eclair geholt und dann auf dem Campingplatz des Kanuvereins lecker Mittagspause gemacht. 
    Laufen tut nach so viel sitzen richtig gut, aber die ca. 15 km haben uns etwas geschlaucht. Wir überlegen ob wir die Nacht noch hier bleiben, entscheiden uns aber noch ein Stück zu fahren, da das Wetter gerade noch so nett ist.

    Wir biegen in den alten Rheinlauf ein. Gleich an der Einsatzstelle ist unsere erste Wildwasserstelle. Es ist nicht viel Strömung, aber sehr steinig. Also steigen wir nach ein paar Meter aus und erkunden die Stelle. Hui - kurz, aber spaßig war es. Nach wenigen Kilometern kommt laut App die erste richtige Wildwasserstelle. Aber soweit wir das vom Wasser aus erkennen können, sieht es sehr unspektakulär aus. Das war es dann letztlich beim Durchfahren auch. Dahinter gleich wieder ein Stelle. Hier schauen wir wieder vom Land aus, was eine gute Linie sein könnte. Auch hier sehr einfach zu fahren. Nach eins, zwei Kilometern kommt wieder eine Stelle. Wir sind drauf und dran ohne die vorher anzuschauen durchzufahren. Aber das Rauschen klingt zunehmend bedrohlicher und es scheint ein kleiner Fall zu sein. Also landen wir schnell links an und begutachten die Stelle.
    Links ist es machbar, aber unten müsste man wegen Steinen im Wasser nach rechts in die starke Strömung. Hmm, was tun. Einerseits sind wir für dieses Wildwasser noch nicht ein so eingespieltes Team (meine Freundin hat noch gar keine Wildwassererfahrung (außer die von den letzten Tagen) und ich keine im Zweier), anderseits, was soll schon passieren? Zu 99,9% wird alles gut gehen, ansonsten kann halt ein Paddel oder das ganze Boot weg treiben ... Oki, wir tragen um, auch wenn es hier etwas mühselig ist. Nach dem Umtragen sieht die Stelle gar nicht mehr so schlimm. Doch wieder zurück? Neee. Auf den Fotos sieht's weder gewöhnlich noch unspektakulärer aus, aber es war locker WW II+.

    Die ganze Aktion hat uns viel Zeit gekostet und irgendwie war es nervenaufreibend. Deshalb machen wir erst einmal am nächsten Strand Pause.

    Nach einiger Zeit entscheiden wir uns hier zu bleiben.

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    Gunnar reagierte auf mawi in Projekt "West" zu Wasser   
    14. Tag (Weser)
    Ich wache total zerknautscht auf und snooze den Wecker zweieinhalb Stunden lang. Mit jedem Drücken wird die Vorstellung des ausstehens unerträglicher. Aber 9:30 Uhr raffe ich mich dann langsam auf. Als ich beim zusammenpacken bin, sehe ich den Bauern kommen. Er ist etwas zögerlich, als er in der Nähe vom Tarp ist. Ich gehe raus und begrüße ihn. Er meinte, dass alles in Ordnung sei. Er wollte nur Mal gucken, was das da auf seiner Wiese ist. Wir schnacken noch ein Weilchen und zum Schluss meinte er noch, dass ich heute ruhig noch hier bleiben kann. Oh Mann, muss ich Scheiße aussehen
    Ich ziehe dann aber 11:30 Uhr weiter.

    Der Wind ist wieder gnadenlos und ich merke deutlich meine rechte Schulter von gestern. Der untere Rücken zwickt auch wieder, was auch daran liegt, dass die Isomatte Luft lässt und die Hüfte dann irgendwann durchhängt.
    Heute sind erstmals einige große Schiffe unterwegs. Das hier ist noch ein kleines.

    Was auch ohne Wind immer nervt, weil es einen aus den Takt bringt, aber bei Wind noch mehr, sind grüßende Leute an Land oder auf vorbeifahrenden Booten. Also, wenn ihr ein mit Muskelkraft betriebenes Boot seht, lasst bitte das Grüßen! Man will ja auch kein Arsch sein und grüßt zurück und Zack verreißt es das Boot und es kostet wieder Kraft und Einsatz es auf Linie zu bringen .... :S So, jetzt war das auch Mal raus
    Trotz Wind paddelt es sich heute ganz gut. Ich glaube, gestern steckte mir noch das Bier vom Vortag in den Knochen. Ich paddle sogar einen Senioren sechser Kanu davon.
    Ui, die hatte ich von Wasser aus noch nicht gesehen, zu Fuß ja regelmäßig (bei dem Wind leider etwas unscharf geworden; es sind Rehe, falls man es nicht erkennt )

    In Holtrup will ich auf den Campingplatz. Hmmm, es ist irgendwie schräg. Er ist voll mit Campinganhängern und großen Zelten, aber kein Schwein ist da. Die Rezeption ist verschlossen. Der Rasen wurde frisch gemäht. Das Wasser ist abgestellt. Auch in den umliegenden Häusern scheint niemand da zu sein. Irgendwie gespenstisch.
    Der nächste Campingplatz ist nicht mehr vom Wasser aus erreichbar. Die Zufahrt ist zugewuchert. Also ziehe ich weiter. In Porta Westfalica scheint es laut der Karten keine zu geben.
    Porta Westfalica in Sicht:

    Und Blick zurück:

    Als ich zu meiner anvisierten Schlafstelle komme sehe ich da Angler. Na toll, also geht es noch ein Stück weiter. Die sind wie ein Plage hier. Eine Stelle ist nicht belegt. Ich lande an. Hmm, laut Karte sollte da oben kein Weg sein. Wie kommen die da alle hin? Ich gehe hoch. Okay, die fahren mit den Autos über die Wiese. Ich checke zu Fuß noch eine andere Stelle ab. Da sehe ich Radfahrer ankommen. Wat wolln die jetzt noch hier?!? Ich gehe runter zur Angelstelle und mampf was. Ich habe heute voll den Fressi.
    Wie lang bleiben denn die Angler? Ich will mich hinlegen .... Da vorn sind auch welche. Wenn die Weg sind gehe ich dann hoch zum Aufbauen.
    Zum Sonnenuntergang gehe ich noch einmal hoch. Was zum Teufel?! Da stehen jetzt noch zwei Autos mehr. Was wollt ihr alle hier?


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    Gunnar reagierte auf mawi in Projekt "West" zu Wasser   
    4. Tag (Fulda)
    Am sonnigen Steg genießen wir in Ruhe bei einem schönen großen Pott Kaffee unser Frühstück. Als wir nach einem kleinen Stadtrundgang endlich hinter der Schleuse in Rotenburg aufbrechen ist es bereits gegen 11 Aber mit doppelter Paddelpower kommen wir gut voran.


    Hin und wieder wird der Blick auf die Umgebung frei gegeben.

    Und immer wieder schöne Dörfer mit schnieken Fachwerkhäusern. Wir sind beeindruckt wie hübsch es hier so ist (und nicht erst heute, schon seit Fulda).


    Eine mega imposante ICE  Trasse. Auf dem Bild zeigt sie keinerlei Wirkung, aber in real war es schon irgendwie sehr beeindruckend (keine Ahnung, die war vielleicht 100m hoch???, auf jeden sehr hoch).


    In den Flussbeschreibungen zur Fulda wird ja immer wieder bemängelt, dass sie ja lange Strecken entlang von ICE Trassen, Autobahnen und Bundesstraßen geht, weshalb es ätzend sei da zu fahren. Bis auf die Ecke Bad Hersfeld kann ich das nicht bestätigen. Mag sein, dass heute wegen dem Wochenende weniger Züge und Autos unterwegs sind, aber wir haben nur sehr selten welche vernommen. Zudem ist die Landschaft sehr schön. Vielleicht sollte man mal den Radweg machen, der die ganze Zeit an Fluss entlang zu gehen scheint.
    Positiv ist auch anzumerken, das so gut wie keine Leute auf dem Fluss unterwegs sind. Gestern kam mir ein E-Motor-Schlauchboot entgegen und heute haben wir eine Familie mit zwei Booten getroffen. Wer war sehr begeistert von unserem Packraft. Würde mich nicht wundern, wenn er sich auch eins kauft
    Dank Unterstützung kann ich heute Mal die Beine hochlegen und mich ein wenig ausruhen

    Ein Schild kündigt eine Seilfähre an. Ich bin leicht verwundert so etwas hier anzutreffen. Als wir im die Kurve kommen sehen wir in der Ferne etwas eigenartiges.

    Geil, so ne lustig Flussquerungsmöglichkeit ist uns noch nicht unter gekommen. Und den Radlern dem Lachen nach auch noch nicht


    In Meiningen machen wir kurz Stopp und genießen unter der Eiche an der Schleuse leckeres Eis. Das ist das erste leckere Schokoladeneis seit ich seit Mai auf Tour bin (außer die Tage in Berlin zwischendurch). Richtig leckeres dunkles Schokoladensorbet - Mhmmm. Und das für 1,20 die Kugel, Respekt!

    Ab Meiningen ist der Fluss stellenweise wieder sehr flach, so dass wir immer wieder aufsitzen. Es gibt bereits in Meiningen mehrere Stellen, dort wo sich genau an Bänke am Ufer mit Publikum befinden. Zum Glück sind wir wie durch ein Wunder nicht hängen geblieben, oh Mann wäre das peinlich gewesen ...
    Am Abend sind wir dann, obwohl wir so spät los sind, über 40 km gefahren. Im Grunde waren wir kaum schneller unterwegs als wenn ich alleine paddle, aber es war nur 1/4 so anstrengend (zumindest für mich ).
     Da meine Freundin sehr allergisch auf Insektenstiche und -bisse reagiert, insbesondere sehr heftig auf Mückenstiche, hat die uns ein Innenzelt für unser Tarp genäht. So hat kann sie jetzt auch die Nächte im Sommer genießen. Das Innenzelt basiert auf der Vorlage von Ray Jardine aus seinem Tarp Buch. Es wiegt 659g, aber dafür ist es mit 1,40 Breite, 2,30 Länge und 1,30 m Höhe sprichwörtlich ein Tanzpalast. Zudem kann man es auch ohne Tarp aufstellen.

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    Gunnar reagierte auf mawi in Projekt "West" zu Wasser   
    Start auf der Fulda
    Mit dem Zug geht es nach Fulda. Ich komme am frühen Abend an. Am Bahnhof snacke ich eine Kleinigkeit. Oh Mann, und ich dachte immer Berlin sei das Sammelbecken für abgefuckte Leute, aber hier rennen auch viele schräge Leute zum. Die Stadt ist ziemlich hässlich, Kleinstadt mit Shopping-Meile halt. Je weiter ich mich dem Fluss nähere, um so netter wird die Stadt. Am Ende offenbart sich eine richtig schnieke Altstadt.




    Eine Einsatzstelle ist schnell gefunden. Während ich das Boot aufbaue düsen die ganze Zeit ein paar Paddler den Fluss hoch und runter, immer wieder.
    Oki, es geht los:

    Es kommen immer wieder die Paddler an mir vorbei gedüst. Dabei erzeugen sie so krasse Wellen, wie ich es bisher nur von Motorbooten kannte. Krass!
    Schon nach vielleicht einem Kilometer muss ich umtragen. Der Fluss teilt sich hier. Ich weiss nicht welchen Lauf ich folgen soll. Ich entscheide mich für den Rechten. Nach ein paar Metern scheint ein Wehr vor mir aufzutauchen. Es ist aber nicht auf meiner Karte. Zu nah will ich nicht ran, da die Strömung ordentlich zunimmt. Aussteigen und gucken geht auch nicht. Da sehe ich Leute im Garten. Ich frage, ob das ein Wehr ist. Die meinen, dass es da ordentlich runter geht und ich das mit meinem Bötchen nicht fahren könne. Also drehe ich um.
    Ich trage direkt vom Rechten Lauf in den Linken durch dichte Brennnesseln um. Die Stelle war suboptimal, 5 m weiter muss ich treideln. Danach ist ordentlich Strömung.
    Ich passiere das "Wehr" vom Rechten Lauf. Ich denke nur "Na toll! Da hätte ich problemlos runter fahren können".  Es waren vielleicht nur 30 cm mit wenig Rückkauf. Außerdem ist es eh recht flach. Gut dass es diesen Sommer so feucht ist, ansonsten wird es schwierig mit paddeln hier.
    Der Flussverlauf ist die ganze Zeit voll nett. Immer wieder kleine mini Stromschnellen und ein paar Bäume die quer liegen.

    Ui, eine Blockade.


    Ich will hier rechts umtragen, entscheide mich aber spontan doch für die linke Seite. Schlechte Entscheidung. Wieder Brennesseln, Mücken und auf der anderen Seite geht es steil runter. Die andere Seite sieht besser aus. Aber ich bin offensichtlich nicht der erste, der hier umträgt.
    Jetzt kommen noch ein paar fetzige Stromschnellen (max WWK I, wenn überhaupt, aber trotzdem nett). Und dann bin ich auch schon an meinem Ziel für heute angekommen.
    Als ich das Boot aus dem Wasser ziehe bemerke ich sofort das die Finne fehlt. So ein Mist! Ich hatte sie mit einer Schnur gesichert, aber der Schlüsselring hat sich aufgebogen. Scheiße! Ich ärgere mich. Ich wollte sie zwischendurch auch schon Mal abnehmen, da es stellenweise so flach war und um die Wendigkeit zu erhöhen. Scheiße. Und ich hatte es bemerkt, dass das Boot wendiger ist und nicht mehr so stark mit der Strömung geht. Grummel! Ich komme einfach nicht drüber weg.
    Da es noch recht früh ist, entscheide ich mich zurück zu laufen. Sie kann sich ja eigentlich nur an den Umtragestellen gelöst haben. Also gehe ich zurück. Zum Glück bin ich heute nicht weit gefahren.
    An der letzten Stelle finde ich nichts. Bin also umsonst durch das Brennnesselfeld. Ich gehe weiter zu der Stelle, wo sich der Fluss teilt. Da sehe ich, das ich links hätte fahren können.  Wäre spaßig gewesen ...

    Bei der ersten Umtragestelle finde ich nichts. Ich gehe noch zu der Treidelstelle. Jetzt wo ich die Stellen sehe, bin ich mir sicher, das sich die Finne hier gelöst hat und später sich irgendwo verhangen hat. Pfff, ich überlege, ob ich den Fluss ablaufe. Vielleicht hängt sie irgendwo. Oder ich hole das Boot.... Hmmm, schwimmt die überhaupt?
    Ich gehe verärgert zurück.  Irgendwie drückt es die Stimmung. An sich ist es eigentlich auch kein Drama. Aktuell brauch ich sie nicht. Auf der Weser wäre sie bestimmt nett, aber definitiv nicht notwendig. Bin ja schließlich schon die Oder mit dem Yak bei 50km/h Gegenwind gefahren. Ging auch ... Trotzdem wurmt es mich. Ich könnte mir eine neue bestellen, aber die sind erst wieder ab September lieferbar.
    Zurück am Boot werfe ich mir erst einmal einen Snack ein. Ich schaue bei Kleinanzeigen, ob jemand eine Finne anbietet. Nichts. Ich gucke beim Packrafting-Store. Wohooo, die sind wieder verfügbar! Letzte Woche stand da noch ab September. Und Klick eine bestellt und schwupps ist meine Laune wieder ganz oben
    Beim Zurücklaufen hatte ich gesehen, dass auf der Wiese sich gefühlt tausende Nacktschnecken tummeln. Da ein Tarp aufzubauen würde um Schneckgedon eben. Deshalb baue ich es unten am Fluss auf. Aber hier sind Mücken die mich auffressen. Aber besser als Schnecken.

    Mal abgesehen von der verloren gegangen Finne, meiner abgerissenen Sitzlehnenstraffung/Einstellung die ich gebastelt hatte und meinen von den Brennnesseln und Mücken total geschundenen Beinen, war es ein toller Einstieg. Ich freu mich schon sehr auf morgen.
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    Gunnar reagierte auf mawi in Projekt "West"   
    So, mal guckn, vielleicht geht es demnächst weiter. Hatte mir die Genesung deutlich schneller vorgestellt
     
    In der Zwischenzeit habe ich die Packliste etwas optimiert. Leider ist der Rucksack jetzt rund 400g schwerer geworden
    Ich habe folgendes getauscht:
    Sommer Quilt gegen 3 Season Quilt (meine Freundin hat mir einen genäht (mit 133iger Apex)) Kanchen Junga Isomatte gegen eine etwas dickere Faltmatte getauscht Das 20 W Netzteil gegen ein 36 W Netzteil getauscht (Jetzt werden beide angeschlossenen Geräte schnell geladen, was die Ladezeit erheblich verkürzt. Bei dem 20 W Teil reduzierte sich die Gesamtleistung bei zwei angeschlossenen Geräten auf 15 W ) Den Packsack für den Quilt Die Essenstüte (ein Plastikbeutel) gegen einen aus Tyvek getauscht Den Poncho getauscht (habe ich ja eigentlich schon vor der Pause gemacht ...) Das Sonnenkopftuch gegen ein anderes getauscht (hatte mich ordentlich am Kopf verbrannt) Die Tempos gegen ein Taschentuch aus Stoff Insbesondere die ersten 4 Dinge sind erheblich schwerer geworden. Da ich ja jetzt vermutlich im September länger unterwegs sein werde, ist es nicht schlecht ein etwas wärmeres Setup dabei zu haben.
     
    Zusätzlich hinzugekommen sind:
    eine Mütze (früher war ich am Kopf super unempfindlich bei Kälte (selbst bei Minusgraden, heute merke ich zunehmend, dass ich nachts über den Kopf viel wärme verliere (auch schon bei Temperaturen um die 10°C )) Sonnencreme (hatte mich ordentlich am Kopf verbrannt) Smartphone-Schutzhülle (da mir das Telefon zweimal runter gefallen ist, habe ich es in eine Hülle gepackt, die ich zufällig noch hier rumliegen hatte, damit das Display nicht weiter kaputt geht (es fehlen schon einige Ecken im Glas (zu oft runter gefallen :S))) neue Tasche für Smartphone (hatte ich ja eigentlich auch schon vor der Pause getauscht) Rausgeflogen sind folgende Sachen:
    eReader und die Tasche Kopfhörer einen kleinen Hering (der war Ausversehen zu viel drin; Ich hatte auch überlegt die langen gegen die kurzen zu tauschen, aber der Gewichtsvorteil ist im Gesamtkontext eher gering) Ich habe noch das Erdnusmusglas aus Plastik mit in die Liste aufgenommen. Ich hatte es seit dem ersten Tag dabei und fülle es immer wieder mit neuem Erdnusmus auf, da Erdnusmus ja fast immer im Glas daher kommt.
     
    Das kaputte Kissen ist inzwischen auch getauscht.
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    @schrenz Ich stelle mein Projekt gern vor.
    Die Herangehensweise ist genau so wie du es beschreibst. Ich versuche es mal bestmöglich zu skizzieren:
    In meinem Wohnzimmer habe ich die Entwicklung gemacht. Seit etwa einem Jahr läuft das ganze. Entstanden ist das an einer 60 Jahre alten Pfaff 230. Quasi wie bei jedem von euch der zuhause näht. Der Entschluss oder auch die Idee die Produktion abzugeben kam durch meine frühere Selbstständigkeit in der Augenoptik.
    Exkurs Augenoptik: Normalerweise hat jeder AO (Augenoptiker) seine eigene Werkstatt bei sich im Keller. Also Schleifautomat, Formtracer, Aufblockgeräte etc. Die Maschinen kosten ein Schweinegeld. Ordentlich Fertigungsstraßen so ab 50.000€ Aufwärts. Dazu kommt noch die Entsorgung des Wassers. Brillengläser = plastik. 98% der AO kippen das Wasser ins Klo oder eben in den Ausguss. Pures Gift.
    Durch das Internet kam dann die Möglichkeit der Fernrandung. AO tastet die Form der Fassung ab und sendet die Daten zum Glaslieferanten und der schleift alles direkt in Form. Dort werden auch die Abwässer perfekt gefiltert und entsorgt.
    Dieses Modell wollte ich jetzt auf die Rucksäcke übertragen. Eine Näherei für ein solches Projekt zu finden ist eine Mammut Aufgabe gewesen. Ich habe so ziemlich jede Näherei in Deutschland angeschrieben. Genau zwei haben ein Interesse bekundet bzw. Sind nach den ersten Gesprächen auch interessiert geblieben.
    Durch die Einzelanfertigung ist das Konzept für die meisten einfach unlukrativ. Meine jetzige Näherei findet das Projekt einfach Mega spannend und hat Lust so etwas auszuprobieren. Also bin ich (und werde ich immer wieder) regelmäßig für die ersten Prototypen hingefahren und habe den Näher:innen vor Ort “beigebracht“ einen solchen Rucksack zu nähen. Ist ziemlich das gleiche was @HUCKEPACKS über das anlernen von Mitarbeitern schreibt.
    Durch dieses Konzept reduziere ich entsprechend meine Kosten im Wohnzimmer. Keine teuren Maschinen, Wartung, Raumkosten etc. Auf der anderen Seite ist die Abrechnung bei der Näherei pro Stunde. Nehmt mal die Zeit die @HUCKEPACKS genannt hat als Maßstab.
    Durch die Einzelfertigung und die starke Individualisierung sind meine Materialkosten, trotz des etwas günstigeren Materials, höher und liegen bei ca. 75€ pro Pack. Je nach Features, Größe etc. Wenn ein Pack Mehrfarbig ist wird die Erstanschaffung vom Material nicht gerade günstig. Bis zu 8 verschiedene Farben sind möglich.
    Rechnet es euch aus.
    Und bevor jetzt wieder gefragt wird: Wieso tust du es, wenn kaum bis nichts übrig bleibt.
    Weil ich diese Art der Herausforderung einfach liebe. Dafür stehe ich gerne morgens auf. Mit der Zeit hoffe ich, das meine Rucksäcke sich am Markt etablieren und über eine gewisse Menge dann auch was hängenbleibt. Mit der Zeit möchte ich auch weitere Produkte herstellen (lassen) Zelte, Traps, Quilts. Der Produkt Mix erschafft dann irgendwann reale Gewinne. Plane ich jedenfalls. Außerdem möchte ich gern, jedem Hiker die Möglichkeit geben sich auch komplett im Deutschland auszurüsten zu können. Ohne Importwaren nehmen zu müssen (ist generell ja schon möglich, ich weiß).
    Ich habe damals als AO Fassungen von fast überall auf der Welt importiert. Auch Gläser haben wir testweise mal aus Fernost bestellt. Lange bevor Mister Spex und Brillende das Konzept ausprobiert haben. Natürlich habe ich mich informiert die Rucksäcke ausserhalb Deutschlands zu produzieren. Sowohl als Serienfertigung als auch Einzelproduktion, wie es bei Maßanzügen auch möglich ist, wären die Produktionspreise um 60-80% geringer. Wieso also hier in Deutschland produzieren? Weil es einfach besser ist. Ich habe deutlich leichteren und größeren Einfluss auf die Produktion. Kann Änderungen viel effektiver und schneller umsetzten. Die Ausschussquote ist viel geringer. Jedes fehlerhafte Produkt wird in der Regel einfach weggeschmissen. Ich kenne die Mitarbeiter in der Nährei persönlich und weiß genau um Ihre Situationen. Die Maschinen sind immer bestens gewartet und es wird für maximalen Arbeitsschutz vor Ort gesorgt. Die Wege sind einfach kürzer und viel besser nachzuvollziehen.
    Mich hat es einfach interessiert was es ausserhalb kosten würde und habe mich entsprechend informiert. Doch es stand von Anfang an außer Frage hier in Deutschland zu fertigen.
  9. Gefällt mir!
    Gunnar reagierte auf dr-nic in NordSüdTrail   
    Also wenn ich mich in deine Situation versetze würde ich einfach ein anderes YT Video gucken. 
  10. Gefällt mir!
    Gunnar reagierte auf effwee in NordSüdTrail   
    @Soulboy vielen dank für das schmucke video, die nette abendunterhaltung und das wie immer sehr professionelle video... und den ganzen 2019er E1 SH-Section flashbacks
     
    Ich finde es gerade sehr seltsam, dass hier die unendliche arbeit die im zusammenschneiden und -stellen, geschweige denn von dem abfilmen (und den ganzen krempel 3500km durch dland schleppen) zum problem wird, weil es den kritierien der "authentizität usw. nicht gerecht wird wenn sich der filmer, autor und hauptdarsteller des streifens, die freieheit nimmt, seine storie so zu erzählen wie es ihm gefällt - ich sach ma "das ist alles von der kunstfreiheit gedeckt"
    mich hat die halbe stunde vortrefflich unterhalten, ich freu mich auf die nexten folgen...
     
     
  11. Gefällt mir!
    Gunnar reagierte auf icefreak in Goldene Schleimschnecke Award? Ein Lobgesang.   
    Hallo zusammen, 
    als kritischer Mensch ist man geneigt, immer die Fehler und Ungereimtheiten zu sehen. Oder es fallen Begriffe in den Diskussionen, die eine ähnliche Wirkung entfalten, wie im ersten Werner-Film der Fußball, den er auf den Marktplatz schmeißt. Und schon fliegen wieder die Fetzen.
    Aber heute will ich Euch mal eine andere Geschichte erzählen. Die Geschichte von einem Outdoorfan, für den die Berge zwischendurch unerreichbar waren, der in einer fetten Midlife-Crisis festhing und den irgendwann einmal eine Nähmaschine zugeflogen kam.
    Es folgten Recherchen nach Nähtipps, keine Ahnung, um was es da eigentlich ging. Die Nähtipps wurden auch gefunden, auf Seiten von solchen Verrückten, die mit unverantwortlich kleinen Rucksäcken breit grinsend durch die Gegend schlenderten.
    "Radikale Extremisten" war mein erster Gedanke. "Sowas kann ja gar nicht gut gehen". Einfach ein Zelt selber nähen? Darf man das? Ist das legal?? 
    Aber der Gedanke hatte sich eingenistet, der Funke glomm. Wie komme ich, ohne Geld und damals mit mieser Kondition, wieder zurück in die Berge? Stumpf bei Globi alles zusammenkaufen fiel schon aus finanziellen Gründen flach.
    Es war der Rucksack, also der selbstgenähte. Also zunächst der selbst zu nähende. Wissbegierig pflügte ich durch das Internet, informierte mich über "3D-Spacermesh", Ripsband, "frameless Backpacks" und so weiter und so fort. Dann war es soweit: nein, es ging nicht gleich in die Berge, sondern in den Supermarkt, und der Rucksack wurde dem inzwischen traditionellen "Bierflaschen-Belastungstest" unterworfen.
    Die erste Wandertour war der Hammer und auf den ersten Metern im Gelände hätte ich lauthals losheulen können. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!
    Was war passiert? Dank der vielen und ausführlichen Tipps vor allem hier im Forum hatte ich es tatsächlich geschafft, mich am eigenen Schopf aus dem (Depressions-) Sumpf  zu ziehen! "Therapeutisches Basteln" nannte ich das einmal, die Fachleute nennen es wohl "Selbstwirksamkeit". Ich war wieder da, wo ich hingehöre und konnte mit minimalen Mitteln phänomenale Momente draussen in der Natur erleben. 
    Dafür allen Mitmachern hier ein dickes fettes 
    DANKE!
    Der rauhe Ton, der hier zuweilen herrscht, hatte mich tatsächlich lange Zeit abgehalten, hier aktiv zu werden. Aber die Erfahrungen seit ich hier dabei bin, sind in der Summe doch positiv. Gerade bei der Low-Budget-Gearlist kamen nicht nur fachlich Unmengen an Tipps zusammen, nein, mir wurden und werden direkt extrem preiswert einzelne Ausrüstungsgegenstände angeboten. Das nenne ich mal Hilfe, die ich größtenteils an paar arme Wanderfreundinnen weiterleite. Die sind in vergleichbarer Situation, in der ich auch mal steckte. 
    Es ist nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass ich dadurch so ein gesteigertes Selbstbewusstsein und so eine mentale Stabilität bekommen habe, dass ich tatsächlich im Berufsleben merklich vorwärts gekommen bin. Die Natur ist mein Arzt und das entspannte Wandern vereinigt in einmaliger Weise Ausarbeitung UND Erholung auf einmal. Gerade nachts draußen zu sein bringt immer wieder den nötigen Abstand zu allem, was einem im Alltag so belastet und beansprucht.
    Wenn jemand durch einen Begriff oder eine rhetorische Wendung "angefasst" wird, sage ich mir inzwischen: "Wer weiß, was derjenige durchgemacht hat, gerade durchmacht oder vor was er Angst hat".  Auch wenn es dann in der folgenden Diskussion munter nur um die eigene Befindlichkeit geht und das Thema in den Hintergrund rückt.
    Aber hier sind nun mal sehr individuelle Leute, die vielleicht schon öfters Ablehnung oder Aggressionen ausgesetzt waren, obwohl sie eigentlich nur ihr "Ding" machen wollen. Sei's drum, mit mir gehen auch immer wieder mal die Pferde durch und da schlägt das Zyn-O-Meter auch schon mal kräftig aus 
    Vielleicht hat der eine oder andere auch ein Geschichtchen auf Lager, was UL mit ihm gemacht hat oder wie sein Leben dadurch besser wurde? 
    Die Geschichte, wie ich dank Ultraleichtwandern einmal ein Essen in der Kneipe spendiert bekam, erzähle ich andermal, jetzt seid ihr erstmal dran 
     

  12. Witzig!
    Gunnar reagierte auf danobaja in Ultraleichte Daunenhose   
    meine graue wiegt 204g in xl.
    die blaue hab ich an, das ist zuviel für die küchenwaage.
  13. Gefällt mir!
    und dann Das
    passt nicht zusammen bzw. ist doch genau das was Du kritisierst.
    Dein ersten Beitrag fand ich sehr gut und in vielen Punkten treffend, aber nach so kurzer Zeit schaffst Du es genau das zu tun was Du bei Anderen kritisierst. Hier sieht man finde ich sehr treffend wie es mit der Selbstwahrnehmung und der Wahrnemung von Außen steht, bzw. mit dem eigenem Greenwashing was gerade hier im Forum stark verbreitet ist wie ich finde.
     
    Und außerdem ist es erschreckend wie Du über Jagd denkst bzw. das System was da dran hängt... . Das Schlimme ist aber, wenn ein Anderer der auch keine Ahnung von der Materie hat dies liest und dann auch noch für wahr hält.
    Alleine das framing mit dem "Ballerschein" lässt eine objektive Diskussion schon nicht mehr wirklich zu oder verdirbt die Lust dazu.
    Trägt auch nur dazu bei das zwei Naturnutzer/-schützer    Wanderer/ULer - Jäger   sich (weiter) spalten anstatt an einem Strang zu ziehen...
     
     
  14. Gefällt mir!
    Gunnar reagierte auf Jan in Impressionen von Touren   
    Mir ist gestern die Decke auf den Kopf gefallen! Die Familie hat mich nicht gebraucht und somit habe ich mein Bike gepackt und los ging es in den Wald.
    Es hat in Strömen geregnet. Es gibt tatsächlich angenehmeres Wetter zum radeln... Es gab viel Winterbruch vom Schnee und vom Sturm.

    Und immer wieder unfahrbare Schneefelder.

    Im Dunkeln kann ich an meinem Platz an und dann gab's zur Belohnung zwei "Edle" 

    Und dann noch selbstgemachten Smoothie

    ... und Energieriegel.

    Ich war sehr froh über meine Montane Thermohose. Tolles Teil!!

    Die Nacht durch hat es geregnet und am Morgen sah es auch nicht wirklich freundlich aus. Geschlafen habe ich unter einem SMD Deschutes Tarp. Mein Schlafsystem Bestand aus einem tyvek als Unterlage und einem MLD Cuben bivy plus neo air plus cumulus quilt und mein HMG Kissen.



    Zum Frühstück wollte ich zurück sein. Also alles wieder packen und festzurren.

    Ach wie gut kann das tun mal kurz aus dem Alltag zu "flüchten" und alleine in der Natur zu sein. Meine Batterien sind nun wieder gut geladen und ich blicke entspannt auf die nächste Woche 
  15. Gefällt mir!
    Gunnar hat eine Reaktion von hansichen erhalten in Impressionen von Touren   
    Eine tolle 25km Wanderung rund um das Heimatdorf! Es hat geschneit und zum Abschluss noch einen Tee am Dorfsee!

  16. Gefällt mir!
    Gunnar hat eine Reaktion von Ollympus erhalten in Impressionen von Touren   
    Eine tolle 25km Wanderung rund um das Heimatdorf! Es hat geschneit und zum Abschluss noch einen Tee am Dorfsee!

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    Erstens wurde danach nicht gefragt:
    Und zweitens ist die Raincut sehr wohl "atmungsaktiv". Sie ist so weit geschnitten, dass viel Luft darunter Platz hat. Bei Jeder Wander-Bewegung wird diese herausgedrückt und neue "angesaugt". Dadurch entsteht gute Belüftung, die, zumindest bei mir, keine übermäßigen Schweißansammlungen aufkommen lässt.
    "Atmungsaktiv" muss nicht immer gleich "Membran" heißen und möglichst teuer sein!
    mfg
    der Ray
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    Gunnar hat eine Reaktion von Jan erhalten in Impressionen von Touren   
    Eine tolle 25km Wanderung rund um das Heimatdorf! Es hat geschneit und zum Abschluss noch einen Tee am Dorfsee!

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    Gunnar hat eine Reaktion von mawi erhalten in Impressionen von Touren   
    Eine tolle 25km Wanderung rund um das Heimatdorf! Es hat geschneit und zum Abschluss noch einen Tee am Dorfsee!

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    Gunnar hat eine Reaktion von ChristianS erhalten in Impressionen von Touren   
    Eine tolle 25km Wanderung rund um das Heimatdorf! Es hat geschneit und zum Abschluss noch einen Tee am Dorfsee!

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    Gunnar reagierte auf Jan in Impressionen von Touren   
    Letztes Wochenende lag hier viel Schnee und so mußten wirdem Tale für eine Nacht entfliehen.

    In den ersten Stunden ging es erst mal steil bergauf. Der Schnee hatte eine tolle Konsistenz da es so um die -5°C hatte.



    Oben auf ca. 1000m angekommen und noch etwas Sonne abbekommen.

    Dann kam der Hochnebel sehr schnell in unsere Richtung gezogen.

    Wir hatten große Freude im Schnee zu laufen und kamen dann gegen 16:30 bei "unserer" Hütte an.

    Schnell etwas kochen da die Temperatur rapide abfiel.

    Mein Zelt hatte ich dabei aber wir haben uns in die Hütte gelegt :-).

    Morgens hat es kräftig geschneit so dass wir unsere gestrigen Spuren kaum noch sahen.
    Zuerst mal Kaffe und Porridge.



    Schön war es !!

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    Gunnar hat eine Reaktion von r.lochi erhalten in Impressionen von Touren   
    Eine tolle 25km Wanderung rund um das Heimatdorf! Es hat geschneit und zum Abschluss noch einen Tee am Dorfsee!

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    Gunnar hat eine Reaktion von fatrat erhalten in Impressionen von Touren   
    Eine tolle 25km Wanderung rund um das Heimatdorf! Es hat geschneit und zum Abschluss noch einen Tee am Dorfsee!

  24. Gefällt mir!
    Gunnar reagierte auf dr-nic in Pilze   
    Vorher // Nachher 


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    Gunnar reagierte auf schwyzi in Titan-Schneidbrett von Lixada / S: 25x15 cm M: 30x20 cm   
    Hab acht Stunden lang zen-buddhistische Atemübungen gemacht, um über die Vorstellung, jemand schneidet auf nem Titanbrett, hinwegzukommen!
    Nimm sowas:

    28 x 20 cm, 35 g. Multi-use, da flexibel und so auch mal als Windschutz einzusetzen. So mit drei Stöckern...
    LG schwyzi

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