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Ultraleicht Trekking

Projekt "West" zu Wasser


mawi

Empfohlene Beiträge

Nachdem ich ja mein Projekt "West" verletzungsbedingt abbrechen musste und den Sommer nicht vergammeln möchte, führe ich das Projekt "West", wie in dem alten Faden bereits angekündigt, auf dem Wasserweg fort. Der Weg folgt natürlich nicht der Route des ursprünglichen Projektes, aber der Philosophie den Westen unserer Republik kennenzulernen bleibt bestehen - diesmal halt vom Wasser aus.

 

Der grobe Plan ist wie folgt: Ich plane in Fulda zu starten und dem gleichnamigen Fluss bis Hann zu folgen. Da vereinen sich die Fulda und die Werra zur Weser. Von hier aus will ich auf der Weser weiter bis nach Bremen. Ob ich auch die Unterweser und Außenweser bis zur Nordsee fahre weiß ich noch nicht. Falls noch Zeit ist, fahre ich noch die Ems.

Mitte August soll es dann zum Bodensee gehen. Von da aus möchte ich mit meiner Freundin den Rhein entlang paddeln.

 

Hier ist die Packliste: https://lighterpack.com/r/17ov24

 

Bedingt durch das Boot, das entsprechende Zubehör und das Unterwegssein auf Wasser liegt das Basisgewicht bei rund 16,3kg. Davon sind aber schon alleine das Boot und das Zubehör rund 9,6 kg. Dazu kommt die robuste Regenjacke und Ersatzkleidung wie z.B. ein zweites Fleece usw. mit zusammen rund 800g. Wegen dem Boot brauche ich einen entsprechenden Rucksack, der wiederum mit geschätzten 1,5 kg zu Buche schlägt. Und dann habe ich noch ein Solarpanel dabei. Ich möchte Mal testen, wie gut das mit Solar unterwegs geht und ob das vielleicht eine Option für den Winter sein könnte. Zieht man all diese Sachen ab, liegt das Basisgewicht bei rund 3,9 kg.

Im Unterschied zur Packliste beim Ursprungsprojekt (und den oben erwähnten Dingen) unterscheidet sich diese eigentlich nur in der Isomatte und dem Tarp. Bei der Isomatte setze ich jetzt auf Komfort (also meine TAR XTherm) und da ich die Regenjacke habe nehme ich unser großes Tarp statt dem Ponchotarp mit (auch für den Fall, dass meine Freundin zwischendurch dazu stößt). Und um die Isomatte zu schützen, wandert noch unser 2 Personen Unterlage aus Tyvek mit in den Rucksack (statt der Polycro-Unterlage). Ansonsten hat sich glaube nichts weiter geändert. Hmmm, nochmal checken ... Ah ja, ich nehme noch die große 4l Trinkblase mit, damit ich entspannter paddeln kann und mich nicht ständig um Wasser kümmern muss. D.h. aber nicht, dass ich die immer mit 4l fülle (wird sehr wahrscheinlich sehr selten bis gar nicht passieren).

 

Ach ja, was nicht in der Packliste ist, dass sind ein paar Meter Schnur und ein paar Karabiner (zusammen vielleicht 50g???), da das Boot neu ist und ich es mir sozusagen noch einrichten muss.

 

Ich hoffe, dass die Schultern durchhalten :) Ansonsten muss ich auf ein Liegerad umsatteln. Danach gehen mir aber langsam die Ideen für Fortbewegungsmöglichkeiten aus. :D

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vor 17 Minuten schrieb mawi:

Basisgewicht bei rund 16,3kg.

:lol:mawi, du brauchst dringend beratung.... wie war das mit der definition für ul?

vor 17 Minuten schrieb mawi:

Ideen für Fortbewegungsmöglichkeiten

humpeln, stöcke, krücken, rollator, rollstuhl, taxi? :ph34r:

 

klingt auf jeden fall spannend! viel spass!

 

Bearbeitet von danobaja
fehler radiert
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Das hört sich erstmal gut an, es steht allerdings unter Reiseberichte und nicht unter Tourvorbereitung. Heißt das jetzt, du hast eine Frage zu deinem Plan und erwartest Tipps?

Ich bin halt in erster Linie Kanufahrer (der beide Flüsse gut kennt) und dann UL Wanderer. So hätte ich zu deinem Plan auch durchaus eine Meinung.

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vor 15 Minuten schrieb danobaja:
vor 33 Minuten schrieb mawi:

Basisgewicht bei rund 16,3kg.

:lol:mawi, du brauchst dringend beratung.... wie war das mit der definition für ul?

Für ein 2-Personenboot plus Ausrüstung empfinde ICH das als durchaus relativ leicht :) Oki, es gibt auch 800g-Boote, aber damit willst du keine 40km+ am Stück paddeln :D Kann man machen, aber ich nicht (mehr) :D

Kann ja den Bericht hier hin auslagern: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/forum/83-schwerer-als-ul/ :Doder es einfach lassen :ph34r:

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vor 8 Minuten schrieb Mattes:

Das hört sich erstmal gut an, es steht allerdings unter Reiseberichte und nicht unter Tourvorbereitung. Heißt das jetzt, du hast eine Frage zu deinem Plan und erwartest Tipps?

Ich bin halt in erster Linie Kanufahrer (der beide Flüsse gut kennt) und dann UL Wanderer. So hätte ich zu deinem Plan auch durchaus eine Meinung.

Es wird wieder ein quasi live-Bericht wie beim letzten Bericht, wo ich jeden Tag (je nach Lust, Zeit und Akku) von unterwegs hier etwas berichte.
Morgen geht es los. Von daher sind kaum noch große Änderungen möglich (zumindest bei der Ausrüstung). Aber Anregungen etc. sind trotzdem willkommen.

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Moin Mawi!

Wenn du in der Nähe bist paddel ich nen Tag mit. Mein Packraft ist auch fast fertig! :D

vor einer Stunde schrieb mawi:

Danach gehen mir aber langsam die Ideen für Fortbewegungsmöglichkeiten aus. :D

Einrad, Penny Farting, Stand Up Paddling, Paragliding, ...

Wir kriegen dich schon bewegt!

mfg
der Ray

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vor 4 Stunden schrieb mawi:

Es wird wieder ein quasi live-Bericht wie beim letzten Bericht, wo ich jeden Tag (je nach Lust, Zeit und Akku) von unterwegs hier etwas berichte.
Morgen geht es los. Von daher sind kaum noch große Änderungen möglich (zumindest bei der Ausrüstung). Aber Anregungen etc. sind trotzdem willkommen.

Mein Anregungen wären eher der Natur bezüglich des Flussverlaufes.

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vor 8 Stunden schrieb mawi:

Ideen für Fortbewegungsmöglichkeiten

Alles ist gut - solange es nicht sowas ist:

https://www.mercedes-fans.de/magazin/auto-der-woche/mercedes-benz-w124-bestattungswagen-kurios-edler-abgang-mercedes-leichenwagen-mit-viel-glanz-und-gloria.13024 

Viel Spaß, ich freu' mich schon auf Berichte!;)

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Kein Thema, die Strecke von Fulda bis Melsungen fand ich leicht sportlich und interessant. Das Stück vor Kassel bis zur Mündung ist halt windanfällig mit Schleusen. Die Weser fließt danach relativ schnell. Ich habe da auch schon neben SUP gepaddelt, und die sahen entspannt aus. Kommt Wind ist es naja anstrengend. Vor Hameln sind es circa 5 bis 6 km stehendes Gewässer. Danach habe ich keine Erinnerung.

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Hallo @mawi,

bin schon vor einiger Zeit auf Dein Projekt "West" gestoßen, muß aber ehrlicherweise zugegen, daß ich zu sehr mit meinen eigenen Bauprojekten beschäftigt bin, um Dir regelmäßig zu folgen. Aber ich wollte nun in der Mittagspause Dir endlich mal einen kurzen Gruß senden und hoffe Deinem Bein geht es besser. Und paß bloß auf, daß Du vom Paddeln keine Sehnenscheitentzündung bekommst, immer schön langsam! Habe eine schöne Zeit auf dem Wasser und genießt dann später die gemeinsame Zeit unterwegs.

Dann mal immer eine handbreit Wasser unterm Kiel. 

Sonnige Grüße Z

 

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@Zzz Danke! Im Herbst, wenn ich wieder zurück bin, müssen wir uns wieder Mal treffen!

Diese Tour ist jetzt weniger sportlich motiviert, es ist mehr Urlaub, ein bisschen auf dem Wasser treiben und dabei Sonne und Natur genießen und ein bisschen Sightseeing. Es gibt von daher auch keine Kilometer oder Ziele die ich schaffen will. Die einzigen beiden Limitierungen sind, dass wir in drei Wochen am Bodensee starten wollen und für den Rhein auch rund drei Wochen haben, unabhängig wie weit ich/wir komme/n. Also ganz entspannt und somit hoffentlich verletzungsfrei :)

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Am 26.7.2021 um 12:12 schrieb mawi:

Für ein 2-Personenboot plus Ausrüstung empfinde ICH das als durchaus relativ leicht :) Oki, es gibt auch 800g-Boote, aber damit willst du keine 40km+ am Stück paddeln :D Kann man machen, aber ich nicht (mehr) :D

Kann ja den Bericht hier hin auslagern: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/forum/83-schwerer-als-ul/ :D

Es gibt aber auch das Sigma mit rund 2,4 kg... für ein Packraft recht schnell, allerdings m.E. nicht wirklich für zwei Personen geeignet (außer als Spielerei für maximal eine Stunde).  Aber nee... ich empfinde dein Gewicht nur auf dem ersten Blick als horrend und auf dem zweiten eigentlich als ganz okay. Im Grunde kannst du das Bootsgewicht ja rechnerisch halbieren; denn es ist nun mal ein Zweier und wird möglicherweise jetzt schon und sicherlich demnächst so genutzt. Gleiches gilt für das Tarp und die Unterlage.  

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vor 59 Minuten schrieb martinfarrent:

Es gibt aber auch das Sigma mit rund 2,4 kg... für ein Packraft recht schnell, allerdings m.E. nicht wirklich für zwei Personen geeignet (außer als Spielerei für maximal eine Stunde).  Aber nee... ich empfinde dein Gewicht nur auf dem ersten Blick als horrend und auf dem zweiten eigentlich als ganz okay. Im Grunde kannst du das Bootsgewicht ja rechnerisch halbieren; denn es ist nun mal ein Zweier und wird möglicherweise jetzt schon und sicherlich demnächst so genutzt. Gleiches gilt für das Tarp und die Unterlage.  

Wir hatten uns bewusst für das Baracuda entschieden. Es ist ungefähr genauso schwer wie zwei 1P packrafts, aber zu zweit schneller. Auch alleine ist es zum wanderpaddeln gut zu nutzen (zumindest erhoffe ich es mir).

Ich habe auch ein Alpacka Yak. Damit habe/n wir/ich auch schon Mehrtagestour gemacht. Das ist aber schon etwas anstrengender.

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Geschrieben (bearbeitet)

Start auf der Fulda

Mit dem Zug geht es nach Fulda. Ich komme am frühen Abend an. Am Bahnhof snacke ich eine Kleinigkeit. Oh Mann, und ich dachte immer Berlin sei das Sammelbecken für abgefuckte Leute, aber hier rennen auch viele schräge Leute zum. Die Stadt ist ziemlich hässlich, Kleinstadt mit Shopping-Meile halt. Je weiter ich mich dem Fluss nähere, um so netter wird die Stadt. Am Ende offenbart sich eine richtig schnieke Altstadt.

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Eine Einsatzstelle ist schnell gefunden. Während ich das Boot aufbaue düsen die ganze Zeit ein paar Paddler den Fluss hoch und runter, immer wieder.

Oki, es geht los:

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Es kommen immer wieder die Paddler an mir vorbei gedüst. Dabei erzeugen sie so krasse Wellen, wie ich es bisher nur von Motorbooten kannte. Krass!

Schon nach vielleicht einem Kilometer muss ich umtragen. Der Fluss teilt sich hier. Ich weiss nicht welchen Lauf ich folgen soll. Ich entscheide mich für den Rechten. Nach ein paar Metern scheint ein Wehr vor mir aufzutauchen. Es ist aber nicht auf meiner Karte. Zu nah will ich nicht ran, da die Strömung ordentlich zunimmt. Aussteigen und gucken geht auch nicht. Da sehe ich Leute im Garten. Ich frage, ob das ein Wehr ist. Die meinen, dass es da ordentlich runter geht und ich das mit meinem Bötchen nicht fahren könne. Also drehe ich um.

Ich trage direkt vom Rechten Lauf in den Linken durch dichte Brennnesseln um. Die Stelle war suboptimal, 5 m weiter muss ich treideln. Danach ist ordentlich Strömung.

Ich passiere das "Wehr" vom Rechten Lauf. Ich denke nur "Na toll! Da hätte ich problemlos runter fahren können".  Es waren vielleicht nur 30 cm mit wenig Rückkauf. Außerdem ist es eh recht flach. Gut dass es diesen Sommer so feucht ist, ansonsten wird es schwierig mit paddeln hier.

Der Flussverlauf ist die ganze Zeit voll nett. Immer wieder kleine mini Stromschnellen und ein paar Bäume die quer liegen.

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Ui, eine Blockade.

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Ich will hier rechts umtragen, entscheide mich aber spontan doch für die linke Seite. Schlechte Entscheidung. Wieder Brennesseln, Mücken und auf der anderen Seite geht es steil runter. Die andere Seite sieht besser aus. Aber ich bin offensichtlich nicht der erste, der hier umträgt.

Jetzt kommen noch ein paar fetzige Stromschnellen (max WWK I, wenn überhaupt, aber trotzdem nett). Und dann bin ich auch schon an meinem Ziel für heute angekommen.

Als ich das Boot aus dem Wasser ziehe bemerke ich sofort das die Finne fehlt. So ein Mist! Ich hatte sie mit einer Schnur gesichert, aber der Schlüsselring hat sich aufgebogen. Scheiße! Ich ärgere mich. Ich wollte sie zwischendurch auch schon Mal abnehmen, da es stellenweise so flach war und um die Wendigkeit zu erhöhen. Scheiße. Und ich hatte es bemerkt, dass das Boot wendiger ist und nicht mehr so stark mit der Strömung geht. Grummel! Ich komme einfach nicht drüber weg.

Da es noch recht früh ist, entscheide ich mich zurück zu laufen. Sie kann sich ja eigentlich nur an den Umtragestellen gelöst haben. Also gehe ich zurück. Zum Glück bin ich heute nicht weit gefahren.

An der letzten Stelle finde ich nichts. Bin also umsonst durch das Brennnesselfeld. Ich gehe weiter zu der Stelle, wo sich der Fluss teilt. Da sehe ich, das ich links hätte fahren können.  Wäre spaßig gewesen ...

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Bei der ersten Umtragestelle finde ich nichts. Ich gehe noch zu der Treidelstelle. Jetzt wo ich die Stellen sehe, bin ich mir sicher, das sich die Finne hier gelöst hat und später sich irgendwo verhangen hat. Pfff, ich überlege, ob ich den Fluss ablaufe. Vielleicht hängt sie irgendwo. Oder ich hole das Boot.... Hmmm, schwimmt die überhaupt?

Ich gehe verärgert zurück.  Irgendwie drückt es die Stimmung. An sich ist es eigentlich auch kein Drama. Aktuell brauch ich sie nicht. Auf der Weser wäre sie bestimmt nett, aber definitiv nicht notwendig. Bin ja schließlich schon die Oder mit dem Yak bei 50km/h Gegenwind gefahren. Ging auch ... Trotzdem wurmt es mich. Ich könnte mir eine neue bestellen, aber die sind erst wieder ab September lieferbar.

Zurück am Boot werfe ich mir erst einmal einen Snack ein. Ich schaue bei Kleinanzeigen, ob jemand eine Finne anbietet. Nichts. Ich gucke beim Packrafting-Store. Wohooo, die sind wieder verfügbar! Letzte Woche stand da noch ab September. Und Klick eine bestellt und schwupps ist meine Laune wieder ganz oben :)

Beim Zurücklaufen hatte ich gesehen, dass auf der Wiese sich gefühlt tausende Nacktschnecken tummeln. Da ein Tarp aufzubauen würde um Schneckgedon eben. Deshalb baue ich es unten am Fluss auf. Aber hier sind Mücken die mich auffressen. Aber besser als Schnecken.

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Mal abgesehen von der verloren gegangen Finne, meiner abgerissenen Sitzlehnenstraffung/Einstellung die ich gebastelt hatte und meinen von den Brennnesseln und Mücken total geschundenen Beinen, war es ein toller Einstieg. Ich freu mich schon sehr auf morgen.

Bearbeitet von mawi
typos
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Fuer Deine Tour ist der entsprechende Juebermann-Atlas perfekt.

Fulda bin ich frueher haeufig mit Leuten gepaddelt, meist im wilden Mix, ich im Solo-Ally, die Anderen in Kanadier und Kajaks, letztes Mal sind wir da mit nem 16.5´ Ally gepaddelt, ganz nett, aber schon sehr zahm / langsam.
Wenn Du an den Campings auf der rechten Flussseite vorbei kommst, die haben leckeres alkfreies Weizen...

Wenn Du in Rotenburg an der alten Schleuse umtraegst, geh mal durch das Tor in die Stadt, die Pizzeria am Platz ist nicht schlecht und am Platz gibt es auch leckere Eis...

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Am 27.7.2021 um 15:41 schrieb mawi:

@Zzz Danke! Im Herbst, wenn ich wieder zurück bin, müssen wir uns wieder Mal treffen!

 

Hallo @mawi, ja gerne oder ich schuppse bei Gelegenheit mal wieder einen Stammtisch an. Du bist doch zurück bevor die Gewässer zufrieren? 

Ich glaube durch Fulda bin ich mal durch gefahren, war vielleicht die richtige Entscheidung damals?

Gute Reise weiterhin.

Z

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1.Tag (Fulda)

Ich komme heute nur schwer aus den Quilt. Das Rauschen vom Fluss hat mich irgendwie nicht schlafen lassen. Immerhin wurde ich weitestgehend von den Mücken und Schnecken verschont. Ich habe aber eine neue Entdeckung gemacht. Es scheint so. Dass die Schnecken voll auf stinkende Schuhe abfahren. Ich hatte mehrmals welche in der Nacht von den Schuhen gesammelt. Auch jetzt eben. Aber sonst waren keine auf den anderen Sachen unterwegs. Diesmal standen die Schuhe auf der Unterlage. Sonst stelle ich die immer drunter. Vielleicht riechen die Schnecken die Schuhe, peilen aber nicht, dass sie unter der Unterlage sind und irren dann oben rum. Ich werde es Mal weiter beobachten.

Offensichtlich mögen sie auch mein Boot. Ich sammle mindestens 20 von den Bierstern vom Boot. Die sitzen in all erdenklichen Ecken und Ritzen. Bis ich startklar bin ist es kurz vor 11 :eek:

Ich überlege noch kurz, ob ich mit dem Boot zurück gehe und das Stück von gestern noch Mal fahre, wegen der Finne. Ich denke aber, dass es zu großes Glück Bedarf, um sie zu finden.

Der Flussverlauf ist weiterhin sehr schön und abwechslungsreich.

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Plötzlich sehe ich im Augenwinkel ein recht grosses Tier hektisch ins Wasser springen. Ich erschrecke - ein Wildschwein! Ach nee, ein Biber. :) Er steuert genau auf mich zu. Was hat er vor? Mein Boot umkippen? Ein Loch hinein beißen? Er taucht unters Boot und auf der anderen Seite sehe ich dann kurz den Schwanz an der Wasseroberfläche. Puh, Glück gehabt, so wie der auf mich zu ist weiss man ja nie :lol:

Ein Stück weiter ist der Fluss wieder versperrt.

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Ich frage mich, wie viel davon vom Hochwasser angespült wurde und was davon die Biber angehäuft haben :D

Ich steige aus um die Passiermöglichkeiten auszuloten. Das einfachste ist wohl einfach drüber.

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Wild geht es weiter.

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Das Umtragen ist immer sehr müßig. Da wünsche ich mir immer ein Alpacka Scout oder ähnliches :D

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Meist ist der Fluss ziemlich tief und bereit, aber immer wieder gibt es sehr flache Stellen, wo man aufsitzt.

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Gegen 12 ist erst mal Frühstück angesagt :D

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Nach der Pause fängt es an zu regnen. Eine gute Möglichkeit mal die Spritzdecke zu nutzen. Ich fahre nur ein paar Meter und es kommt ein Wehr. Na toll, eben habe ich die Spritzdecke angelegt. :( Also wieder raus. Plötzlich hört es auf mit regnen. Als ich auf der anderen Seite wieder eingesetzt habe, fängt es plötzlich wieder an. Na da meinte es der Wettermann wohl gut mit mir. :)

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Ab Kämmerzell wird die Fulda deutlich tiefer und breiter. Bis hier hin war es teils mit dem Baracuda kritisch. Ein kleineres Boot hätte auf jeden noch mehr Spaß gebracht. Trotzdem gibt es ab Kämmerzell hin und wieder auch sehr flache Stellen. Wie zum Beispiel hier, eine Wanderfurt. Für die Wanderer sicherlich toll, aber für die Paddler ...

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Vor wenigen Metern war eine Kanuverleihstation. Und bereits hier weißt ein Schild Bier 2€ und Schnaps 1€ aus. Gut dass heute nicht Wochenende ist ...

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 Am Abend mache ich an einem Wasserwanderparkplatz halt. Ich fülle mein Wasser auf und esse einen Wrap. Noch kurzer Besuch auf dem Dixie. Plötzlich wird es draußen dunkel und es fängt an zu gießen. Ich sitze den kurzen Schauer auf dem Dixie ab. Als ich losfahre scheint wieder die Sonne und es ihr ist windstill. Zuvor war es heute ziemlich windig. Zum Glück kam der Wind meist aus Richtung Süden und hat ordentlich geschoben :)

Jetzt ist das Wasser glatt wie ein Spiegel. Nur mein Boot durchzieht es mit kleinen Wellen.

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Eh, was macht ihr für einen Schweinskram auf meinen Boot?!?

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Summa summarum war es trotz Mücken und Brennnesseln beim Umtragen ein toller Tag.

Ach ja, mich nervt es, dass die Canua-App manchmal die Position nicht richtig angezeigt. Oft liegt sie hunderte Meter daneben, aber die Position ist immer auf dem Fluss. Man muss also immer mit einer anderen App gegen prüfen.... Ansonsten merkt man auch an anderen Stellen, dass die noch Beta ist. Aber die Infos zu den Wehren usw. sind sehr praktisch.

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@mawi da Du ja nicht die Juebermann Karten bei hast und nach meinen Erfahrungen die cano app nicht unbedingt auf dem neusten Stand ist, was Uferbetretungsverbote usw betrifft (die ich bei der Fulda sehr moderat und immer wirklich noetig finde, meist, weil da Rotwild bis ans Ufer kommt oder eben die Ufervegetation gechuetzt werden soll), schau doch, dass Du abends im Zelt kurz mit Googlen ueberpruefst, ob fuer den Abschnitt  am naechsten Tag die Verbote in canoa vollstandig sind.

Was die Holzverhaue auf der Fulda betrifft, yes ist ganz typisch fuer den Oberlauf, normalerweise ist das bis in den Sommer freigeraeumt, aber aufgrund der Corona-Einschraenkungen fuer die Clubs...

Wenn ich da im Fruehjahr mit Newbies unterwegs war, habe ich das in dem Abschnitt so gehalten, dass ich einen Abschnitt vorgepaddelt bin und dann via Smartphone, denen gesagt, ob es ok ist, nachzukommen, da war dann echt alles bei, dass ich auf einem Stamm in der Stroemung stand, mit Wurfsackleine zum Land gesichert, denen ruebergeholfen habe, Hochwasser-Schwemmholz entfernt habe o.A.
Das ist u.U. auch ganz schoen link, muss man dann ein guts Auge drauf haben, habe ich schon erlebt, dass vor so einem Holzverhau die Stroemung so stark war, dass Du nicht gegenan gekommen waerst und auch keine Moeglichkeit, am Ufer rauszukommen, da haben wir uns dann mit 2 zusammengeknoteten Landleinen von einem Baum ein Stueck flussaufwaerts langsam mit dem Boot bis vor den Verhau abgelassen und ein schmale Luecke von Hochwasser-Schwemmholz befreit...

Was den Pegel betrifft, wird das ueblicherweise ab Niederjossa entspannter, weil die Jossa dazu kommt.

Stueck weiter, kurz vor Bad Hersfeld, noch hinter der AB & Bundesstrassebruecke halt mal in einer langezogenen Rechtskurve die Augen auf, wenn der in Betrieb ist, ist links ein netter Biergarten, kannst Du direkt davor am befestigten Ufer anlegen und in angeschuetteten Sand im Liegestuhl Dein Getraenk geniessen (kommt aber auf den Pegel an, manchmal steht der "Strand" unter Wasser.

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