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Ultraleicht Trekking

Barbarix

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  1. Gefällt mir!
    Barbarix hat eine Reaktion von hikedev erhalten in Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1   
    Isla del Navarino, nachts Regen, morgens bewölkt, ab 11:00 Sonne pur! Mo 27.2.17
    Heute lasse ich mir wieder Zeit. Nachts hat es geregnet und das Zelt ist noch nass. Habe auch deutlich Kondens, weil ich sehr windgeschützt gecampt habe. Erst einmal einen Kaffee und kurz vor 10:00 geht es los. Es ist ein herrlicher Tag, leider gibt es lange Passagen über Geröll (kopfgroße Steine). Das ist mit Halbschuhen weniger angenehm zu gehen und ich muss bei jedem Schritt aufpassen. Trotzdem bin ich froh, dass ich auf dieser Tour bzw. überhaupt zum ersten Mal Halbschuhe trage. Das ist deutlich angenehmer und ich habe auch keine Reizung der Achillessehne, wie ich es sonst immer hatte. Dafür komme ich nicht ganz so schnell voran, aber ich habe ja genügend Zeit...
    Um 14:30 gibt es ein Mittagesse und eine längere Pause, weil mein Unterschenkel aufgrund der Kniebandage sehr stark angeschwollen ist. Ab da gehe ich ohne Bandage weiter. Kurz vor 17:00 Uhr erreiche ich, eigentlich etwas zu früh, eine perfekte Stelle zum Übernachten. Die Stelle ist zwar winzig aber eben, trocken und gut windgeschützt. 5m daneben gibt es einen kleinen Bach. Was will man mehr? Ich nutze die Zeit und den geschützten Platz um endlich meinen Evernew Titanhobo zu testen. Der Hobo brennt erstaunlich gut! Aber es qualmt, sobald man den Topf aufsetzt. Die Abzugslöcher sind dann wohl doch zu klein. 1cm Abstand zwischen Hobo und Topf wären optimal. Mal sehen, ob ich mit Paperclips zu Hause etwas basteln kann. Der Hobo glüht im Vergleich zum Bushbuddy relativ lange nach. So jetzt fängt es richtig an zu regnen und ich verkrümle mich ins Zelt. Das Thermometer zeigt 7°C.

    Isla del Navarino, vormittags 5°C, 8/8 bewölkt, windig und ab 14:00 Regen. Di 28.2.17
    Habe mir auch heute Zeit gelassen und richtig ausgeschlafen. Nach einem Kaffee packe ich und um 10:00 geht es los. Nach einer halben Stunde treffe ich eine kleine Gruppe: Ein chilenisches Pärchen, Favian auch Chilene und Toni einen Australier. Die 4 haben sich im Hostel kennengelernt und zusammengetan, weil ihnen eine Solotour nicht ganz geheuer war. Naja, für deutsche Verhältnisse sind sie lausig vorbereitet: Favian hat keine Isomatte, weil er die zu Hause nicht gefunden hat. Außerdem hat er ein Leih-GPS, das er nicht bedienen kann. Das heißt er kann es nicht einmal einschalten! Toni ist mit einem 30€ Decathlon Zelt unterwegs – sicherlich nicht schlecht wäre aber nicht meine erste Wahl;-)
    Da die anderen recht langsam sind wandern Toni und ich plaudernd bis zum Pass. Dort warten wir auf die anderen. Allerdings regnet es und es wird windig. Dafür bin ich nicht angezogen und ich kühle ziemlich aus. Also beschließe ich abzusteigen. Der Abstieg ist sehr steil aber trotz Regen gut machbar. Eine Stunde später bin ich auch schon am Ziel meiner Tagesetappe. Kurz nachdem ich das Zelt aufgebaut habe, kommen die 4 anderen nach.
    Mit der Feuchtigkeit habe ich inzwischen etwas zu kämpfen: Die Kombination aus Silnylon-Boden (nicht 100% wasserdicht) und den gestückelten Isomattenteilen nervt. In der Mongolei hatte ich eine Isomatte in voller Länge, das war deutlich besser!
    Heute gibt es die 2. Hälfte der Alnatura Hirsepfanne mit Getreideflocken und Milchpulver. Das schmeckt deutlich besser als die pure Hirsepfanne.

    Isla del Navarino, nachts Regen, ab 5:00 Sturm, 3°C um 7:00 Uhr Mi 1.3.17
    Gut, dass ich mir ein schönes Plätzchen im Wald gesucht habe. Der Sturm ab 5:00 Uhr war echt heftig. Um 8:00 kommen Anne und Max vorbei. Sie haben mich eingeholt, obwohl sie noch eine Nacht in der Windhound Bay verbracht haben. Naja, kein Wunder, wenn man erst um 10:00 loswandert. Ihr Zelt wurde in dieser Nacht von dem Sturm komplett zerlegt. Die Stangen sind gebrochen, der Stangenkanal ist aufgeschlitzt und das Zelt hat noch weitere Beschädigungen. Sie konnten das Zelt nur noch mit Mühe abbauen. Totalschaden - erstaunlich für ein 3 Personen Tunnelzelt (Kaitum?) von Hilleberg!
    Ich breche wieder um kurz vor 10:00 auf. Der Abstieg heute ist nicht so der Hit, was aber auch am Wetter liegt. Ab und zu hat man einen schönen Blick auf den Beagel Kanal. 2 Mal gibt es einen Graupelschauer und später regnet es ununterbrochen. Um 12:00 bin ich an der Straße angekommen und beschließe die restlichen 7km auch noch zu wandern. Dann habe ich wirklich den Circuito vollendet! Die Strecke an der Straße ist gar nicht hässlich! Um 13:00 komme ich an und werde von Anne und Max begrüßt. Wir beschließen heute Abend Empanadas essen zu gehen. Max schenkt mir noch seine alte undichte Rucksackhülle. Damit kann ich den Rucksack für den Flug verpacken – genial! Weil es den ganzen Nachmittag regnet ist relaxen angesagt.

    Puerto Williams, Regen, Regen, Regen Do 2.3.17
    Auch heute: Relaxen! Cecilia wäscht meine Klamotten, ich kaufe Proviant für die nächste Tour ein, plaudere, trinke Kaffee, plaudere und mache Siesta. Außerdem besuche ich das sehr interessante Museum, das für ein 2000 Seelen Dorf riesig ist. Leider sind alle Beschreibungen auf Spanisch.
    Am Abend trifft sich das ganze Hostel, wir kochen gemeinsam, trinken Wein und unterhalten uns über Gott und die Welt. Es wird ein toller, lustiger Abend.
     
    Puerto Williams / Ushuaia, Regen Sa. 4.3.17
    Am nächsten Tag wache ich schon um 7:00 auf, packe und wir sind pünktlich um 9:00 beim Bus. Erst einmal geht es 1,5h mit dem Bus nach Puerto Navarino und von dort in 30min über den Beagle Kanal nach Ushuaia. Nach den Zollformalitäten gehe ich in das gebuchte Zimmer (Luxus: Blick über ganz Ushuaia). Am Nachmittag schlendere ich ein wenig durch die Stadt, die erstaunlich wenig zu bieten hat. Als es zu Regnen anfängt gehe ich zurück ins Zimmer und trockne mein Boot und mein Zelt.

    Ushuaia, bewölkt aber trocken Sa. 4.3.17
    Da mir mein Knie immer noch Probleme macht, lasse ich es auch heute ruhig angehen und sehen mir die Stadt und 2 Museen an. Die Museen sind ganz OK. Außerdem viel gelesen, Emails gecheckt, TULF gecheckt.
    Am Abend geht es in die Estancia und ich gönne mir das volle Programm: Lamm, Rind und Beilagen bis zum Abwinken.

    Ushuaia, bewölkt aber trocken So. 5.3.17
    Habe alles in Ruhe gepackt, habe noch Postkarten gekauft (Porto nach D: 4,5€ !!!) und bei Tante Sara Kaffee getrunken. Um 12:30 nehme ich ein Taxi zum Flughafen, alles klappt wie am Schnürchen!
    Noch ein paar Worte zu Ushuaia: Die Stadt war vor 30 oder 40 Jahren bestimmt ein Abenteuer. Viel zu sehen gibt es nicht. Es gibt eine Hauptstraße bzw. Touri-Einkaufsmeile, 3 mäßig interessante Museen und ansonsten eigentlich nix. Außer natürlich der wirklich beeindruckenden Landschaft um Ushuaia. Aber die Stadt ist voll mit Touristen, von denen einige bestimmt viel Geld bezahlt haben um hierher zu kommen. Sie wirken etwas enttäuscht. Die Stadt zehrt halt doch noch sehr von dem (längst vergangenen) Mythos des Abenteuers und der Polarexpeditionen. Fahrten in die Antarktis sind übrigens ab 4500 US$ zu haben.
     
    Bin jetzt in El Calafate angekommen und es regnet leider. Im Bus nach El Chalten schlafe ich ein wenig und die 3h Fahrt vergehen recht schnell. Ich übernachte auf dem Campingplatz El Relincho – sehr einfach aber netter Aufenthaltsraum und nette Leute.
     

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    Barbarix hat eine Reaktion von LesPaul erhalten in Feuerland und Patagonien 2017 Teil 1   
    So, jetzt gibt es endlich meinen Reisebericht zur Patagonien- / Feuerlandreise Anfang diesen Jahres. Die Ausrüstung für die Tour ist großteils selbst gebaut. Beschreibungen dazu findet ihr im MYOG Bereich. So nun geht´s los:
     
    Hamburg / Paris So, 19.2.17
    Mann, Mann, Mann, was für eine vorfreudige Aufregung! Habe ich an alles gedacht? Alles dabei? Alles vorbereitet?
    Um kurz vor 13:00 ruft Carlo an und wir verabreden uns um 15:00 am Flughafen. Vorher noch einen Kaffee trinken und letzte Dinge besprechen. Kurz nachdem ich am Flughafen ankomme treffe ich auch schon Carlo und Walter. Freut mich total, dass die beiden extra zum Flughafen sind, um mich zu verabschieden.
    Schöner Flug nach Paris. In Paris kann ich mich 2 ½h auf eine Bank legen, das tut vor dem langen Flug gut! Weil das Gate kurzfristig an das andere Ende des Flughafens verlegt wird, komme ich doch noch zu meiner sportlichen Bewegung. Der Flug ist echt OK und ich kann gut 6h schlafen. Ich habe einen bequemen Platz (30€ Aufpreis) wo ich mich komplett ausstrecken kann. Ich komme um ca. 10:00 vormittags recht fit an.
     
    Santiago de Chile, tagsüber zwischen 32-35°C Mo 20.2.17
    Die Chilenen sind sehr nett und hilfsbereit! Erst einmal Geld geholt und dann ein Taxi genommen. Nach dem Flug habe ich keine Lust auf irgendwelche Abenteuer mit dem Minibus. Die Taxifahrt hat 50min gedauert, weil der Taxifahrer die Adresse nicht finden konnte. Um 12:00 Uhr bin ich dann endlich im Zimmer, das allerdings leider noch belegt ist. Also erst einmal zu Mittag essen (Bohnen, Reis, Salat) und dann das Zimmer beziehen. Nach einer kurzen Siesta geht es in die Innenstadt. Wenn man Links und Rechts verwechselt ist der Weg zur Metro ganz schön weit! Wenn man es richtig macht sind es 10min. Nach einer ¾h und 4-mal Fragen habe ich endlich die Metrostation und ich fahre ins Zentrum. Santiago ist jetzt nicht so der Hit aber es gibt einige ganz nette Ecken. Dank Globalisierung sind mir wenigstens die Preise vertraut: Ein Café con Leche mit einem Stück Apfelkuchen: 6,50€. Besonders gut hat mir der Park am Cerro Santa Lucia gefallen. Sehr liebevoll angelegt, eine Oase in der Hauptstadt. Die Stadt und auch das Stadtzentrum sind sehr weitläufig und ich bin insgesamt 5h zu Fuß unterwegs. Leider haben sowohl der Mercato Central als auch das „Aqui esta Coco“ (Restaurant) geschlossen – Schade!
    Nach dem ausgedehnten Spaziergang und dem langen Flug bin ich restlos KO und ich esse an einem kleinen Platz in einer Bar. Ich lasse mich überraschen, was ich da bestellt habe. Der Kaffee in Santiago ist übrigens wirklich gut: Stark, haut aber nicht auf den Magen. Leider wird das der letzte gute Kaffee sein, den ich bekomme. In Feuerland ist der Kaffe nicht besonders und in Argentinien leider grauenhaft.

    Santiago de Chile, tagsüber zwischen 32-35°C Di 21.2.17
    Frühstück ist einfach: 2 Eier zum selber braten, dazu Toast. Heute nehme ich den richtigen Weg zur Metro. Vorher buche ich über Uber für morgen die Fahrt zum Flughafen.
    Ich komme gerade noch rechtzeitig zur Stadttour angejoggt. Die Tour dauert 3h ist super interessant und man gibt am Schluss ein (anständiges) Trinkgeld. Es ist eine alternative Stadttour über die Märkte, der nördliche Teil des Zentrums und den Zentralfriedhof (!). Man erfährt auch einiges zur Geschichte vor allem zur jüngsten Geschichte seit Präsident Allende und dem Putsch durch Pinochet. Super spannend und sehr empfehlenswert!
    Danach einen Meeresfrüchteeintopf im Tio Willy im Mercado Central und dann weiter zum Cerro Christobal. Für die Seilbahn müsste ich mindestens 1h Schlange stehen und so spaziere ich auf Berg. Bei der Hitze ist das echt anstrengend und ich freue mich schon auf das kalte Feuerland. Aber der Blick auf die Stadt belohnt den schweißtreibenden Aufstieg. Auf dem Rückweg stärke ich mich noch mit einem Mote con huesillo – sehr lecker!
    Leider kann ich keinen Platz im Peumayen reservieren – Reservierungen werden so kurzfristig nicht mehr angenommen, aber ich soll einfach um 19:00 dort sein und mein Glück versuchen. Schlendere danach noch ein wenig durch die Stadt un um 19:00 bin ich wieder im Peumayen.
    Yesss! Habe einen wunderbaren Platz im überdachten Innenhof bekommen, ich finde sogar einen der besten Plätze. Danach gibt es ein Abendessen der Extraklasse: traditionelle chilenische Gerichte der unterschiedlichen Ureinwohnerstämme neu interpretiert – Alles in Allem gehobene moderner Küche. Nach einem Pisco Sour als Aperitif gab es zum Einstieg 6 verschiedene Brotvariationen. Danach gemischte Vorspeisen. Als Hauptgang ein sehr zartes, köstliches Steak vom Pferd auf einem heißen Stein, danach 8 verschiedene Nachspeisen.

    Santiago de Chile, nachts 30°C Mi 22.2.17
    Habe bei dieser Hitze nicht besonders gut geschlafen. Uber ist super, alles funktioniert reibungslos. Am Flughafen dann leider ein Komplettchaos, weil Sky Airlines das IT-System umstellt. Aber nach 1h warten habe ich meine Boardkarte mit einem Fensterplatz.
    In Punta Arenas angekommen nehme ich ein Taxi ins Hostel, von dort aus gehe ich gleich ins Reisebüro. Ich habe Glück, um 16:00 fährt ein Boot zur Pinguinkolonie auf der Magdalena Insel. Die andere Kolonie, die man per Straße erreichen kann ist um diese Zeit im Jahr schon verlassen.
    Die 60€ lohnen sich auf jeden Fall: Eine schöne Bootsfahrt von 2h zur Insel, 1h auf der Insel und 2h wieder bei Sonnenuntergang zurück. Die Pinguine sind echt putzig und sehr fotogen!
    Punta Arenas finde ich recht hässlich, gut dass ich nur eine Nacht bleibe und es morgen wieder weiter geht.

    Puerto Williams, Tolles Wetter, leichter Regen am späten Nachmittag Do 23.2.17
    Der Flug war perfekt, ich Sitze auf Platz 1A und die Sicht auf Ushuaia und die Berge ist atemberaubend. Ich kann auch den ganzen Beagelkanal überblicken und sehe jede Menge Gletscher. Am Flughafen werde ich von Cecilia freudig begrüßt und dann geht´s auch schon zum Campingplatz. Naja Campingplatz, eigentlich ist es Cecilias Garten. Aber mit der Hütte, in der sich 2 Bäder, eine Küche und ein großes Wohnzimmer befinden ist es zwar einfach aber sehr gemütlich und familiär. Puerto Williams hat für einen so kleinen Ort doch einiges zu bieten: Das Café am Hafen ist sehr schön, leider haut mir der Kaffee auf den Magen. Ein tolles Museum mit Internet und ein paar kleine Restaurants. Bei der Polizei melde ich mich schon mal für die Dientes del Navarino Tour ab, dann muss ich das morgen nicht mehr erledigen.
    Die Leute auf dem Campingplatz sind sehr nett: Julien ist ein netter Franzose, der komplett von meinem MYOG Packraft begeistert ist. Er überlegt ob und wie er auf seiner noch mehrmonatigen Reise ein Packraft bauen kann. Ich schicke ihm noch meinen Bauplan. Von Anne und Max bekomme ich einen Geburtstagskuchen und Cecilia bringt noch 2 große Lachse und einen anderen Fisch, aus dem die Franzosen ein tolles Abendessen zaubern. So feiern wir meinen Geburtstag noch bis Mitternacht – unvergesslich!

    Dientes del Navarino, super Wetter – Sonne pur, morgens 6°C Fr 24.2.17
    Um 9:00 geht es los und Cecilia bringt uns zum Trailhead. Vorher wiege ich meinen Rucksack noch an einer Kofferwaage: 11,3kg inkl. Packraftausrüstung und Verpflegung für 7 Tage. Das ist echt gut und passt ganz gut zu meiner Packliste, die 10,9kg errechnet hat. Der Trail ist sehr schön, mache viel Fotos und genieße das tolle Wetter. Ein gelungener Start für die erste Tour. Meine geplante Etappe schaffe ich gut und um 18:00 baue ich das Zelt auf. Jetzt noch ein wenig schreiben und dann kochen. Das Wetter auf Feuerland ist recht wechselhaft. Nachts nimmt der Wind zu und die Böen haben schon fast Sturmstärke. Ich hatte schon ein wenig Angst um mein Zelt, aber es hat mich nicht im Stich gelassen! Später setzt Regen ein. Ich versuche das Zelt bei den starken Böen ein wenig abzustützen. Jetzt muss das Zelt wirklich halten!


    Dientes del Navarino, super Wetter – auf dem Weg zum Gipfel etwas Regen Sa 25.2.17
    Ich breche nach dieser aufregenden Nacht erst um 10:00 auf – ohne Früstück. Das Frühstück hole ich in einer windgeschützten Senke kurz unterhalb des Gipfels nach. Der Regen hat auch aufgehört und ich kann eine schöne Pause einlegen. Kurz vor dem Abstieg durch einen Wald kann man bis zur Inselgruppe von Kap Hoorn sehen – Wow! Beim Abstieg, der eines der schwierigsten Wegstücke sein soll, verliere ich leider den Weg und muss mich durchs Unterholz schlagen und 1000 umgefallene Bäume überklettern. Sehr unangenehm und dann rutsche ich in einem besonders steilen Teilstück aus verdrehe ich mir auch noch das Knie. Gut dass ich einen leichten Rucksack habe. Kurz vor dem Fluss finde ich den Weg wieder und es geht gemütlich flach das Tal entlang, bis ich unter einem Baum durchkrabbel und plötzlich vor einer Hängematte stehe. Ich bin bei der Hütte angekommen und es ist erst 14:00. Toll ein halber Tag um die Gegend zu erkunden. Anne und Max sind auch schon da und haben bereits ihr Zelt aufgebaut. Ihr Platz letzte Nacht war wohl weniger geschützt und sie haben einen Riss im Außenzelt und einen im Innenzelt bzw. im Boden. Aber so ein Hilleberg lässt sich gut reparieren. Die Hütte hat einen Ofen und die beiden heizen schon mal schön ein. Vorher versuchen wir zu fischen, geben aber schon nach einer halben Stunde wieder auf. Den Versuch zu Paddeln muss ich auch recht schnell wieder aufgeben. Der Wind hat inzwischen kräftig zugelegt und inzwischen schon fast Sturmstärke. Das wird mir mit dem Packraft schnell zu viel. Am Abend kochen wir noch gemeinsam und gehen früh schlafen.


    Isla del Navarino, super Wetter aber windig So 26.2.17
    Wache schon um 7:30 auf und bin froh in der Hütte übernachtet zu haben. Die Nacht war sehr windig. Aber jetzt am Morgen wird der Wind schwächer. Ich mache erst einmal einen Kaffee und probiere dann fast bei Windstille mein Packraft aus. Ich paddle bei herrlichem Wetter eine gute Stunde – ein Traum geht in Erfüllung!
    Ich überlege, ob ich noch weiter bis zur Küste wandern soll, entscheide mich aber dann doch dagegen. Ich breche kurz nach 12:00 auf und mache mich auf den Rückweg. Mein Knie schmerz noch ein wenig von dem gestrigen Ausrutscher. Da mir dieses angeschlagene Knie schon mal eine Wanderung in Grönland verdorben hat habe ich mich für die sichere Variante entschieden und bin nicht weiter zur Küste gewandert. Ich bereue die Entscheidung nicht! Der Rückweg ist herrlich und ich genieße das tolle Wetter und lasse mir Zeit.
    Kurz nach 17:00 komme ich an meinem alten Zeltplatz an, beschließe aber noch ein wenig weiter zu gehen. Kurz darauf entdecke ich eine winzige aber ebene Fläche im Wald. An dieser windgeschützten Stelle bleibe ich! Vorher muss ich aber noch zurück und Wasser holen. Der Wind frischt wieder auf und um 19:00 wird es so kalt und windig, dass ich mich zum Schreiben ins Zelt setze. Ich bin froh, dass ich im Wald zelte!



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    Barbarix reagierte auf trailanderror_G in Tipps gesucht für Rucksack-"Gestell"   
    So, wie weiter ober angekündigt habe ich einen Rucksack mit Gestell gebaut.
    Dazu habe ich einfach zwei Tunnel auf den Rücken genäht. Momentan habe ich da noch ein ergonomisch geformten Alu-U drin. Der nächste Schritt ist jetzt noch einen Gestänge aus Carbon zu bauen.
    Mit einer Stange zwischen den vorhandenen Tunnel sollte das ganze lang genug sein, um es als Zeltstange zu nutzen.
    Ich habe die Tunnel nach außen gebaut, damit man leichter an die Stangen kommt, wenn man den Rucksack trägt verschwindet das Gestell hinter der Matte die als Rückenpolster dient.
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    Barbarix hat eine Reaktion von Wanderfalter erhalten in Neuer Rucksack für Solotouren   
    Hallo Banned,
    danke dass du mich erinnerst, ich finde Langzeiterfahrungen auch immer sehr wichtig und interessant.
    Der Rucksack ist für mich nach wie vor optimal. Ich habe ihn auch in diesem Jahr bei meiner Patagonienreise (Reisebericht folgt, ist versprochen) verwendet. Ich gehe mit dem Material recht sorgsam um. Daher kann ich an dem Rucksack noch keinen Verschleiss erkennen. Das 90g Material finde ich persönlich perfekt. Es ist zwar schwierig zu verarbeiten hat aber eine so dermaßenn hohe Reißfestigkeit, dass Schlutergurte oder Hüftgurte auch bei grober behandlung nicht aussreißen. Nur die Abriebfestigkeit ist eingeschränkt, was an meinem Rucksack allerdings noch nicht zu sehen ist. Insgesamt kenne ich keinen robusteren Stoff in dieser Gewichtsklasse.
    2 Negativpunkte gibt es allerdings:
    - Eine Erwartung die sich nicht erfüllt hat ist die Wasserdichtigkeit. Ich hatte das Material getestet und geglaubt es sei wasserdicht. Ist es leider nicht, so dass man unbedingt einen Liner verwenden sollte. Der ist bei mir gleichzeitig der Pumpsack für mein Packraft und aus 36g Sinylon.
    - Das Material nimmt Schmutz / Staub auf, der sich nicht einfach wegwischen lässt. Ist allerdings nur ein optisches Problem, aber mein weinroter Rucksack sieht auf Touren doch immer sehr staubig aus. Naja mich stört es nicht.
    Ansonsten passt die Konstruktion zu meinen Touren. Die beiden Carbonstangen bringen zwar nicht die Welt, versteifen aber den Rucksack und er ist damit doch angenehmer zu tragen. Nur die Befestigung der Hüfttaschen ist noch nicht optimal, beim nächsten Rucksack werde ich da mehr Hirnschmalz reinstecken.
    LG Erik
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    Barbarix hat eine Reaktion von Mario294 erhalten in Neuer Rucksack für Solotouren   
    Hallo zusammen,
     
    nun schaffe ich es endlich zu schreiben...
    Hier ist mein neuer Rucksack für die nächste Solotour:
    Ich gehe davon aus, dass das Volumen für eine 3 Jahreszeitentour mit 10 Tage Proviant und meinem Packraft ausreichen wird.
    Die Größe ist: Breite 30cm, Tiefe 18cm, Höhe max. 70cm, also (rechnerisch) ca. 50l + 3 Netztaschen
    Zusätzlich können noch 2 Hüfttaschen angebracht werden, die noch einmal je 2,5l Volumen haben.
     
    Da das Rucksackgewicht dabei nach aktueller Packliste bei 12-13kg liegen wird, habe ich die Möglichkeit vorgesehen ein einfaches Tragesystem zu nutzen. Dazu werden 2 CFK Stäbe d=5mm in Taschen eingeschoben und mit Klett verschlossen. So wird die Gewichtslast auf den Hüftgurt übertragen. Ich verwende dabei die CFK-Stäbe aus meinem Tarptent. (http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/2627-neues-tarptent-f%C3%BCr-solotouren-3-jahreszeiten-sturm-m%C3%BCcken/)
    Als Luxusausstattung gibt es noch 1 Innentasche mit Reißverschluss + 1 offene Innentasche am Rücken z.B. für Kartenmaterial.
     
    Gewichte:
      Rucksack 404g
      Optionale Hüftasche 33g pro Stück
      2 CFK Stangen 30g
      Optionale Rückematte: 24g
      Maximalvariante inkl. 2 Hüfttaschen: 494g
    Die CFK Stäbe rechne ich gewichtstechnisch nicht dazu, da sie eigentlich zum Zelt gehören.
     
    Als Material habe ich folgenden Stoff verwendet:
    http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-silikonbeschichtet-90-g-qm-2-Wahl::471.html
    Das Material ist ausreichend wasserdicht, super reißfest, relativ abriebfest aber sehr sehr rutschig und daher eine Qual in der Verarbeitung.
    Das Material für die Trage- und Hüftgurte ist ein dünnes Cordura (500er?), das ich bei mir noch in einer Kiste gefunden habe. Das Material ist etwas zu schwer, aber sehr angenehm zu verarbeiten und auch sehr gut vom Tragekomfort.
     
    Mit dem Deckel bin ich noch nicht zufrieden. Das Prinzip ist ja ausreichend bekannt und hat bei meinem kleineren Rucksack auch gut funktioniert. Hier sind allerdings die beiden Halbkreisförmigen Seiten des Deckels etwas zu klein geraten. Hat da jemand noch einen Tip?
     
    Schöne Grüße
    Erik
     
    Und hier ein paar Bilder:

     

     
    Eingeschobener CFK-Stab:

     
    Innenansicht der Hüfttasche:

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    Barbarix hat eine Reaktion von Wanderfalter erhalten in Neuer Rucksack für Solotouren   
    Hallo zusammen,
     
    nun schaffe ich es endlich zu schreiben...
    Hier ist mein neuer Rucksack für die nächste Solotour:
    Ich gehe davon aus, dass das Volumen für eine 3 Jahreszeitentour mit 10 Tage Proviant und meinem Packraft ausreichen wird.
    Die Größe ist: Breite 30cm, Tiefe 18cm, Höhe max. 70cm, also (rechnerisch) ca. 50l + 3 Netztaschen
    Zusätzlich können noch 2 Hüfttaschen angebracht werden, die noch einmal je 2,5l Volumen haben.
     
    Da das Rucksackgewicht dabei nach aktueller Packliste bei 12-13kg liegen wird, habe ich die Möglichkeit vorgesehen ein einfaches Tragesystem zu nutzen. Dazu werden 2 CFK Stäbe d=5mm in Taschen eingeschoben und mit Klett verschlossen. So wird die Gewichtslast auf den Hüftgurt übertragen. Ich verwende dabei die CFK-Stäbe aus meinem Tarptent. (http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/2627-neues-tarptent-f%C3%BCr-solotouren-3-jahreszeiten-sturm-m%C3%BCcken/)
    Als Luxusausstattung gibt es noch 1 Innentasche mit Reißverschluss + 1 offene Innentasche am Rücken z.B. für Kartenmaterial.
     
    Gewichte:
      Rucksack 404g
      Optionale Hüftasche 33g pro Stück
      2 CFK Stangen 30g
      Optionale Rückematte: 24g
      Maximalvariante inkl. 2 Hüfttaschen: 494g
    Die CFK Stäbe rechne ich gewichtstechnisch nicht dazu, da sie eigentlich zum Zelt gehören.
     
    Als Material habe ich folgenden Stoff verwendet:
    http://www.extremtextil.de/catalog/Nylon-silikonbeschichtet-90-g-qm-2-Wahl::471.html
    Das Material ist ausreichend wasserdicht, super reißfest, relativ abriebfest aber sehr sehr rutschig und daher eine Qual in der Verarbeitung.
    Das Material für die Trage- und Hüftgurte ist ein dünnes Cordura (500er?), das ich bei mir noch in einer Kiste gefunden habe. Das Material ist etwas zu schwer, aber sehr angenehm zu verarbeiten und auch sehr gut vom Tragekomfort.
     
    Mit dem Deckel bin ich noch nicht zufrieden. Das Prinzip ist ja ausreichend bekannt und hat bei meinem kleineren Rucksack auch gut funktioniert. Hier sind allerdings die beiden Halbkreisförmigen Seiten des Deckels etwas zu klein geraten. Hat da jemand noch einen Tip?
     
    Schöne Grüße
    Erik
     
    Und hier ein paar Bilder:

     

     
    Eingeschobener CFK-Stab:

     
    Innenansicht der Hüfttasche:

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    Barbarix hat eine Reaktion von Schwede erhalten in Selbstbau „Rucksack-Faltboot“ genannt Chili   
    Nachdem mein neues Rucksack-Faltboot nun schon seit dem Frühsommer fertig ist, komme ich nun endlich dazu das Ergebnis hier zu posten
    Warnung vor dem Weiterlesen: Das Chili erfüllt nicht für alle Forumsteilnehmer die Definition von UL!
    Natürlich gibt es Packrafts und ich finde die Idee von Packrafts genial. Allerdings fahre ich neben dem Trekking auch Kayak. Und ein Packraft ist halt ein Luftboot und treibt auf dem Wasser. Ein Kayak fährt durch das Wasser und hat durch den Kiel eine gewisse Richtungsstabilität. Außerdem sind Packrafts aufgrund der geringen Länge und der Rumpfform relativ langsam. Also für weite Strecken für mich nicht wirklich geeignet. Dafür ist das Gewicht und das Packmaß von Packrafts unschlagbar (<5kg) und es sind die einzigen Boote, die ich als Rucksack-Boot bezeichnen würde.
    Also galt es das beste aus 2 Welten zu vereinen:
    Ein extrem leichtes (<5kg) und kompaktes Faltboot, das tatsächlich in einem Rucksack transportiert werden kann. Damit kann ich ziemlich unkompliziert und ohne Bootswagen per S-Bahn zur Einsatzstelle fahren und nach Hause paddeln. Inzwischen bin ich mir aber auch sicher, dass das Boot nun in jedem Urlaub dabei sein wird, auch bei den Flugurlauben. Bei 20kg Fluggepäck bleibt außer dem Boot noch genug für den anderen Urlaubskram übrig.
    Inspiriert hat mich bei Konstruktion und Bau Tom Yost und Wolfgang Bions Gecco.
    Wichtig war mir eine kleine und gut abzudichtende Luke, sollte mal eine Welle über den Süll gucken.
    Ein paar Daten zum Boot:
    Name: Chili (Prototyp war rot und sah aus wie eine Chilischote)
    Länge 325cm
    Breite 65cm
    Gewicht 4830 g
    Spritzdecke 72g
    Materialien:
    Gestänge: Alu und Hartschaum
    Unterschiff: PU-beschichtetes Nylon
    Oberschiff: X-Pac
    Luftschlauchtaschen: unbeschichtetes Polyestergewebe
    Zusatzgewicht Ausrüstung: 1700g (Luftpumpe, Paddel, Schwimmweste)
    Das macht ein Gesamtgewicht inkl. Paddel und aller notwendiger Ausrüstung von 6,6kg. Beim Paddel mit seinen 1090g könnte ich evtl. noch ein paar Gramm einsparen.
    Mit dem Boot zu fahren macht unglaublich Spaß, es ist extrem wendig und beschleunigt sehr leicht. Geradeauslauf ist, verglichen mit einem normalen Kayak bei 325cm natürlich nicht seine Stärke aber ausreichend. Außerdem ist es eigentlich nicht für Mehrtagesfahrten gemacht, obwohl ich das im Frühjahr mit UL-Gepäck mal testen möchte. Mit seinen 5kg braucht man logischerweise auch keinen Bootswagen, man klemmt es einfach unter den Arm.
    Gut dass ich für alle Teile Schablonen gebaut habe, ich muss nämlich noch in diesem Winter paar Chilies für Freunde bauen...
    Grüße
    Erik
    Und hier ein paar Fotos:



  8. Gefällt mir!
    Barbarix reagierte auf wilbo in Tarptent MYOG erster Versuch   
    bei den hauptabspannpunkten an den ecken würde ich das gurt- oder ripsband an dem saum annähen. so wird der zug gleichmäßig auf die verstärkung übertragen.

     
    in meinem zweiten beispiel sieht man, dass sich der zug beim direkten aufnähen nicht besonders gut verteilt.

    vg. -wilbo-
  9. Gefällt mir!
    Barbarix hat eine Reaktion von ULgeher erhalten in Versagen von Nähten und Stoff   
    Ich habe hauptsächlich Erfahrung mit Sylnylon. Bei mir ist das Material noch nie direkt an einer Naht entlang (Perforationslinie) gerissen. Bislang haben bei mir nur Nähte versagt, bei denen die Nahtzugabe zu gering war und der Stoff dann ausgefranst und ausgerissen ist. Die Stofffasern sind dabei gar nicht gerissen. Daher lege ich mitlerweile sehr viel Wert auf eine ordentliche Nahtzugabe. Bei belasteten Nähten nutze ich zusätzlich noch Silnet. Früher dachte ich dass dies bei Silnylon nicht wichtig ist.
    Verstärkungen sollten meiner Meinung nach aufgeklebt und dann evtl. nochmals genäht werden. So wird die Belastung auf eine größere Fläche verteilt.
    Extremtextil gibt übrigens die Reissfestigkeit / Weiterreissfestigkeit bei den meisten Stoffen an. Das hilft für eine Grobauswahl.
    Bei Materialien mit Acryl- oder PU-Beschichtung ist leider die Reissfestigkeit meist deutlich geringer.
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    Barbarix reagierte auf nassersand in Ein Tramplite-Klon   
    Nach dutzenden in-Tischkante-beiss-Situationen ist mein Zelt in starker Anlehnung an das Tramplite von Colin Ibbotson gerade fertig geworden.
    Material war das 36g Silnylon von ExTex. Die Verarbeitung war sehr nervig. Habe jetzt verstanden, warum so viele über das Nähen von Silnylon meckern. Ich glaube, eine extra rutschige Charge erwischt zu haben, vielleicht sogar etwas schwerer dadurch, denn es ist im Rohgewicht etwas schwerer als errechnet.
    Ein passendes Innenzelt kam auch noch dazu aus 25g Mesh und Chikara und Carbonröhrchen an den Ecken.
    Bevor ich das wichtigste vergesse - das Gewicht:
    Außenzelt inkl. Leinen: 304g
    Innenzelt: 222g (was für eine Zahl)
    Damit ist es nicht superleicht geworden, aber für das Platzangebot und den Komfort mit Reißer und so bin ich doch recht zufrieden. Es muss aber noch silikonisiert werden.
    So, jetzt aber Bilder:
    Mein viertes Nähprojekt (vor einem Monat angefangen zu nähen - man kann sich die Tonnen an Garnfusseln auf dem Boden vorstellen ) und erstes mit Kettenlinie. Dadurch steht es echt sehr cool. Dank @HAL23562s Anleitung ging das auch ganz gut.
    Aufgebaut wird es mit dem Trekkingstock, der hat die Höhe von 125cm, damit ist innen viel Kopffreiheit.


    Habe mich nach der ganzen Recherche so sehr in das Tramplite verliebt, dass ich schon wieder zu viel übernommen habe, diese D-Ringe zum Beispiel. Die müssen nicht sein, aber dadurch, dass durch die Justierung durch Knoten die Leine durch das Ripsband reiben würde, hatte ich Angst dass es irgendwann durchgeschnitten wird. Überlege da aber immer noch, was besser sein könnte, denn...
    kalte Finger und Klemmknoten sind irgendwie scheiße. Vielleicht kommen doch die vernähten Linelocs ran.
    Eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden: 
    Wie oben beschrieben, war die Verarbeitung vom Silnylon wirklich eine Tortur. Ich nähe erst seit ca. einem Monat und dafür lassen sich, denke ich, einige Nähte schon echt sehen.
    Doch an einigen, wichtigen, Stellen, konnte ich meine Unfähigkeit nicht verbergen.  Die Spitze war schon wieder ein einziges Chaos. Habe die einzelnen Teile vom unteren Rand/Saum her genäht, dadurch liefen die Enden in der Spitze alle sehr asymmetrisch aus. Hatte da einen Denkfehler. Habe an allen Teilen  2cm reduziert und das irgendwie falsch . Weiß auch noch nicht ganz, wie ich das besser machen kann?!  Naja, deswegen musste ich die zwei Verstärkungen, die ich innen und außen geklebt und vernäht habe, sehr groß machen, dadurch verrutscht der Stock beim Aufbau leicht, was den Aufbau etwas fummelig macht. Da ist noch potential, aber jetzt habe ich erstmal keinen Bock auf Nähen. ;)
    Hier noch eine Kleinigkeit, die als Ergebnis anders aussieht, als geplant. Wegen Ästhetik und Gewicht (etwas übertrieben bei dem ganzen Klimbim, der sonst so dranhängt) habe ich die Schlaufen, für die Türbefestigung auch aus dem Silnylon genäht. Das ist mit Handschuhen aber viel zu glatt. Da kommt vielleicht noch eine Lösung aus Ripsband dazu oder sogar diese kleinen Schnallen.

    Das Innenzelt mit Chikara-Boden und 25g Mesh wird einfach an die Ecken gehangen und kann auch zusammen aufgebaut werden.
    Zwischen den Wänden ist ein guter Abstand und auf der Rückseite ist in der Apside noch etwas Platz, der aber eigentlich ungenutzt bleibt, weil aus dem Innenzelt nicht darauf zugegriffen werden kann.

    So, zerpflückt mal, was ihr zu zerpflücken habt. ;)
    Grüße
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    Barbarix hat eine Reaktion von nats erhalten in Versagen von Nähten und Stoff   
    Ich habe hauptsächlich Erfahrung mit Sylnylon. Bei mir ist das Material noch nie direkt an einer Naht entlang (Perforationslinie) gerissen. Bislang haben bei mir nur Nähte versagt, bei denen die Nahtzugabe zu gering war und der Stoff dann ausgefranst und ausgerissen ist. Die Stofffasern sind dabei gar nicht gerissen. Daher lege ich mitlerweile sehr viel Wert auf eine ordentliche Nahtzugabe. Bei belasteten Nähten nutze ich zusätzlich noch Silnet. Früher dachte ich dass dies bei Silnylon nicht wichtig ist.
    Verstärkungen sollten meiner Meinung nach aufgeklebt und dann evtl. nochmals genäht werden. So wird die Belastung auf eine größere Fläche verteilt.
    Extremtextil gibt übrigens die Reissfestigkeit / Weiterreissfestigkeit bei den meisten Stoffen an. Das hilft für eine Grobauswahl.
    Bei Materialien mit Acryl- oder PU-Beschichtung ist leider die Reissfestigkeit meist deutlich geringer.
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    Barbarix hat eine Reaktion von Wanzenried erhalten in MYOG Packraft Seite entdeckt   
    Hallo zusammen,
    ich habe gestern diese geniale Seite entdeckt und möchte sie euch nicht vorenthalten!
    http://www.diypackraft.com
    Hier soll es demnächst Pläne und Material geben. Bin schon wahnsinnig gespannt!
    Grüße
    Erik
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    Barbarix reagierte auf ChristianS in Ein Tarptent   
    Hallo Forum,
    heute war endlich mal schönes Wetter, so dass ich von meinem Tarptent-Projekt ein paar Bilder machen konnte. Die Motivation geht auf den post von @Barbarix zurück. Das Konzept fand ich wegen des einfachen Schnitts sehr bestechend, außerdem hat man Rundum-Wetter- und Mückenschutz. Allerdings wollte ich zusätzlich einen Lüfter und einen Zipper-Verschluss haben. Damit das Ganze nicht zu schwer wird, habe ich den feinen 10DEN Silnylonstoff von Ali verwendet. Am unteren Saum ist umlaufend ein 30cm breiter Streifen 25g Moskitonetz angenäht. Als Boden wollte ich ursprünglich ein richtiges Bathtub einnähen, aber das hätte das Gewicht stark nach oben getrieben. So habe ich nur Befestigungsmöglichkeiten für einen Polycryo-Boden vorgesehen. Folgendes Ergebnis kam dabei raus:




    Eine Seite geöffnet.

    Beide Seiten geöffnet. Um die Größe besser einschätzen zu können, habe ich eine Neoair Trekker in Large (ca. 193x60cm) reingelegt.

    Damit der Stoff auch bei Nässe immer gespannt wird, sind die Schlaufen aus 2mm Elastikkordel.

    Befestigungspunkt "Türmitte". Die Schlaufen können nach Bedarf ein- oder ausgehängt werden.

    Der Lüfter von Außen.

    Der Lüfter von Innen.

    Befestigung der Polycryo-Folie und der Insektenschutzstreifen.

    Reichlich Platz vorhanden.

    Auch wenn die Matte aufgepustet ist, hat man genügend Kopf- und Fußfreiheit.

    Wenn man den Stock schräg stellt, könnten zur Not auch zwei Personen Platz finden. Dann sollte es aber keinen Kondenz geben
    Das Wichtigste zum Schluss: Das Gewicht.
    Das Tarp pur ohne Schnüre und ohne das Moskitonetz wiegt 236g, zusätzlich mit den Schnüren 268g, zusätzlich mit dem Netz 338g und mit dem Boden dann genau 400g.
    400g für einen kompletten Shelter finde ich ok. Fehlen nur noch die Heringe in der Gewichtsbetrachtung. Damit bin ich wohl die nächste Zeit erstmal zufrieden.
    Und für alle Nachbau-Interessierten gibt es hier noch ein CAD-File für das Freeware-Programm "blender":
    Schnitt_Tarp.blend

    Schönen Abend!
     
     
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    Barbarix hat eine Reaktion von Wanderfalter erhalten in MYOG Schneeschuhe - Bärentatze vs Hasenpfote   
    Hallo zusammen,
    nachdem ich jetzt 4 Jahre Erfahrungen mit meinen MYOG Schneeschuhen gemacht habe, war es Zeit für ein paar Verbesserungen. Eigentlich nur Kleinigkeiten, aber die Summe machts: Das Alu-Rohr sollte etwas dicker und stabiler werden, die Bindung besser und die Bespannung deutlich leichter. Herausgekommen sind 2 Versionen:
    1. Bärentatze - die leichte Heavy-Variante mit folgenden Daten:
    Gewicht pro Stück 622g, d.h. das Paar wiegt 1244g, l=73cm, b=20,5


    2. Hasenpfote – leichter geht immer!
    Da ich meistens gar nicht so viel Auftrieb brauche, z.B. wenn ich nur einen kleinen Tagesrucksack trage oder meine Pulka ziehe, ist das 2. Paar konsequent aber praxistauglich auf UL getrimmt:
    Gewicht pro Stück 308g, d.h. das Paar wiegt 616g, l=58cm, b=20,5 von den Maßen also eher mit z.B. Atlas Race vergleichbar


    Evtl. werde ich später noch Krallen unter den Fersen ergänzen (ca. 25g pro Stück)
    Nach den Schneeschuhen von Suluk46 sind das die leichtesten die mir bekannt sind...
    Viele Grüße
    Erik
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    Barbarix hat eine Reaktion von wilbo erhalten in MYOG Schneeschuhe - Bärentatze vs Hasenpfote   
    Hallo zusammen,
    nachdem ich jetzt 4 Jahre Erfahrungen mit meinen MYOG Schneeschuhen gemacht habe, war es Zeit für ein paar Verbesserungen. Eigentlich nur Kleinigkeiten, aber die Summe machts: Das Alu-Rohr sollte etwas dicker und stabiler werden, die Bindung besser und die Bespannung deutlich leichter. Herausgekommen sind 2 Versionen:
    1. Bärentatze - die leichte Heavy-Variante mit folgenden Daten:
    Gewicht pro Stück 622g, d.h. das Paar wiegt 1244g, l=73cm, b=20,5


    2. Hasenpfote – leichter geht immer!
    Da ich meistens gar nicht so viel Auftrieb brauche, z.B. wenn ich nur einen kleinen Tagesrucksack trage oder meine Pulka ziehe, ist das 2. Paar konsequent aber praxistauglich auf UL getrimmt:
    Gewicht pro Stück 308g, d.h. das Paar wiegt 616g, l=58cm, b=20,5 von den Maßen also eher mit z.B. Atlas Race vergleichbar


    Evtl. werde ich später noch Krallen unter den Fersen ergänzen (ca. 25g pro Stück)
    Nach den Schneeschuhen von Suluk46 sind das die leichtesten die mir bekannt sind...
    Viele Grüße
    Erik
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    Barbarix hat eine Reaktion von BruderLeichtfuss erhalten in MYOG Packraft Seite entdeckt   
    Hallo zusammen,
    ich habe gestern diese geniale Seite entdeckt und möchte sie euch nicht vorenthalten!
    http://www.diypackraft.com
    Hier soll es demnächst Pläne und Material geben. Bin schon wahnsinnig gespannt!
    Grüße
    Erik
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    Barbarix hat eine Reaktion von Idgie erhalten in Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum   
    Ich konnte vor ein paar Wochen endlich mein neues Tarp (Prototyp) testen. Ich bin mit dem SilNylon-Prototyp so zufrieden, dass ich das Ganze in Cuben verewigen werde.
    Die Grundidee für die Konstruktion stammt von Micha, vielen Dank dafür!
     
    Vorgaben für dieses Tarp:
    -          Ziel-Gewicht um die 300g
    -          No Frills: Kein Reißverschluss der kaputt gehen kann, keine Lüfter…
    -          Konstruktion so einfach wie möglich: Mein letztes Tarp für die Mongolei war toll und super stabil. Allerdings war der Schnitt auch recht kompliziert
    -       Basis sollte ein Rechtecktarp im Pyramidenmodus sein
    -       Rundum geschlossen für guten Wetterschutz ohne zusätzliches Bivvy
    -          möglichst sturmfest, mindestens aber windfest
    -          Moskitodicht ohne Innenzelt, Moskitoschutz durch einen 20cm breiten rundum laufenden Saum
    -          Einknüpfbarer Boden
     
    Herausgekommen ist folgendes:

     

     

     

     
    Das Gewicht liegt momentan bei 380g inkl. aller Leinen und Heringen. Das nackte Tarp liegt bei ca. 310g. Allerdings fehlt noch das Moskitonetz (geschätzt +50g). Verwendet habe ich das 36g Silnylon von Extremtextil.
    Wenn ich das 19g Cuben verwende sollte ich ca. 100g sparen können. Dann würde ich inkl. Moskitonetz, Leinen und Heringen bei 330g liegen, also etwas über der Zielvorgabe.
     
    Im Elbsandsteingebirge hat sich das Tarp super geschlagen. Es ist für mich recht geräumig. Ich kann darin sitzen und mich bequem umziehen. In der Apside ist genügend Platz für Schuhe, Rucksack und Ausrüstung. Der Aufbau geht recht einfach, die Überlappungsbreite des Eingangs lässt sich mit der Stockhöhe variieren. Dem Wind, den wir in einer Nacht hatten, hatten das Tarp ganz gut standgehalten. Der überlappende Eingang ist eigentlich viel einfacher und unkomplizierter als ein Reissverschluss.
    Auf den ersten beiden Bildern sieht man 2 Stück 50cm lange CFK-Stangen, die nocheinmal für zusätzliche Kopf- und Fußfreiheit sorgen. Danke Mr. Hardstone für die tolle Idee!
     
    Hier das Schnittmuster:
    Ansichten auf der 1. Seite, Schittmuster auf der 2. Seite, sehr rudimentäre Skizze, aber der Schnitt ist wirklich einfach
    SilNylon-Proto-Tarp für Grönland 2017.pdf
    Es werden 3 Zuschnitte benötigt: 1 Trapez und 2 identische Dreiecke mit gekappter Spitze.
     
    Tipps, Verbesserungen und Anregungen sind herzlich willkommen!
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    Barbarix hat eine Reaktion von Schildkröt erhalten in Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum   
    Ich konnte vor ein paar Wochen endlich mein neues Tarp (Prototyp) testen. Ich bin mit dem SilNylon-Prototyp so zufrieden, dass ich das Ganze in Cuben verewigen werde.
    Die Grundidee für die Konstruktion stammt von Micha, vielen Dank dafür!
     
    Vorgaben für dieses Tarp:
    -          Ziel-Gewicht um die 300g
    -          No Frills: Kein Reißverschluss der kaputt gehen kann, keine Lüfter…
    -          Konstruktion so einfach wie möglich: Mein letztes Tarp für die Mongolei war toll und super stabil. Allerdings war der Schnitt auch recht kompliziert
    -       Basis sollte ein Rechtecktarp im Pyramidenmodus sein
    -       Rundum geschlossen für guten Wetterschutz ohne zusätzliches Bivvy
    -          möglichst sturmfest, mindestens aber windfest
    -          Moskitodicht ohne Innenzelt, Moskitoschutz durch einen 20cm breiten rundum laufenden Saum
    -          Einknüpfbarer Boden
     
    Herausgekommen ist folgendes:

     

     

     

     
    Das Gewicht liegt momentan bei 380g inkl. aller Leinen und Heringen. Das nackte Tarp liegt bei ca. 310g. Allerdings fehlt noch das Moskitonetz (geschätzt +50g). Verwendet habe ich das 36g Silnylon von Extremtextil.
    Wenn ich das 19g Cuben verwende sollte ich ca. 100g sparen können. Dann würde ich inkl. Moskitonetz, Leinen und Heringen bei 330g liegen, also etwas über der Zielvorgabe.
     
    Im Elbsandsteingebirge hat sich das Tarp super geschlagen. Es ist für mich recht geräumig. Ich kann darin sitzen und mich bequem umziehen. In der Apside ist genügend Platz für Schuhe, Rucksack und Ausrüstung. Der Aufbau geht recht einfach, die Überlappungsbreite des Eingangs lässt sich mit der Stockhöhe variieren. Dem Wind, den wir in einer Nacht hatten, hatten das Tarp ganz gut standgehalten. Der überlappende Eingang ist eigentlich viel einfacher und unkomplizierter als ein Reissverschluss.
    Auf den ersten beiden Bildern sieht man 2 Stück 50cm lange CFK-Stangen, die nocheinmal für zusätzliche Kopf- und Fußfreiheit sorgen. Danke Mr. Hardstone für die tolle Idee!
     
    Hier das Schnittmuster:
    Ansichten auf der 1. Seite, Schittmuster auf der 2. Seite, sehr rudimentäre Skizze, aber der Schnitt ist wirklich einfach
    SilNylon-Proto-Tarp für Grönland 2017.pdf
    Es werden 3 Zuschnitte benötigt: 1 Trapez und 2 identische Dreiecke mit gekappter Spitze.
     
    Tipps, Verbesserungen und Anregungen sind herzlich willkommen!
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    Barbarix hat eine Reaktion von Ozelot erhalten in Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum   
    Ich konnte vor ein paar Wochen endlich mein neues Tarp (Prototyp) testen. Ich bin mit dem SilNylon-Prototyp so zufrieden, dass ich das Ganze in Cuben verewigen werde.
    Die Grundidee für die Konstruktion stammt von Micha, vielen Dank dafür!
     
    Vorgaben für dieses Tarp:
    -          Ziel-Gewicht um die 300g
    -          No Frills: Kein Reißverschluss der kaputt gehen kann, keine Lüfter…
    -          Konstruktion so einfach wie möglich: Mein letztes Tarp für die Mongolei war toll und super stabil. Allerdings war der Schnitt auch recht kompliziert
    -       Basis sollte ein Rechtecktarp im Pyramidenmodus sein
    -       Rundum geschlossen für guten Wetterschutz ohne zusätzliches Bivvy
    -          möglichst sturmfest, mindestens aber windfest
    -          Moskitodicht ohne Innenzelt, Moskitoschutz durch einen 20cm breiten rundum laufenden Saum
    -          Einknüpfbarer Boden
     
    Herausgekommen ist folgendes:

     

     

     

     
    Das Gewicht liegt momentan bei 380g inkl. aller Leinen und Heringen. Das nackte Tarp liegt bei ca. 310g. Allerdings fehlt noch das Moskitonetz (geschätzt +50g). Verwendet habe ich das 36g Silnylon von Extremtextil.
    Wenn ich das 19g Cuben verwende sollte ich ca. 100g sparen können. Dann würde ich inkl. Moskitonetz, Leinen und Heringen bei 330g liegen, also etwas über der Zielvorgabe.
     
    Im Elbsandsteingebirge hat sich das Tarp super geschlagen. Es ist für mich recht geräumig. Ich kann darin sitzen und mich bequem umziehen. In der Apside ist genügend Platz für Schuhe, Rucksack und Ausrüstung. Der Aufbau geht recht einfach, die Überlappungsbreite des Eingangs lässt sich mit der Stockhöhe variieren. Dem Wind, den wir in einer Nacht hatten, hatten das Tarp ganz gut standgehalten. Der überlappende Eingang ist eigentlich viel einfacher und unkomplizierter als ein Reissverschluss.
    Auf den ersten beiden Bildern sieht man 2 Stück 50cm lange CFK-Stangen, die nocheinmal für zusätzliche Kopf- und Fußfreiheit sorgen. Danke Mr. Hardstone für die tolle Idee!
     
    Hier das Schnittmuster:
    Ansichten auf der 1. Seite, Schittmuster auf der 2. Seite, sehr rudimentäre Skizze, aber der Schnitt ist wirklich einfach
    SilNylon-Proto-Tarp für Grönland 2017.pdf
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    Tipps, Verbesserungen und Anregungen sind herzlich willkommen!
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    Barbarix hat eine Reaktion von ys76 erhalten in Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum   
    Ich konnte vor ein paar Wochen endlich mein neues Tarp (Prototyp) testen. Ich bin mit dem SilNylon-Prototyp so zufrieden, dass ich das Ganze in Cuben verewigen werde.
    Die Grundidee für die Konstruktion stammt von Micha, vielen Dank dafür!
     
    Vorgaben für dieses Tarp:
    -          Ziel-Gewicht um die 300g
    -          No Frills: Kein Reißverschluss der kaputt gehen kann, keine Lüfter…
    -          Konstruktion so einfach wie möglich: Mein letztes Tarp für die Mongolei war toll und super stabil. Allerdings war der Schnitt auch recht kompliziert
    -       Basis sollte ein Rechtecktarp im Pyramidenmodus sein
    -       Rundum geschlossen für guten Wetterschutz ohne zusätzliches Bivvy
    -          möglichst sturmfest, mindestens aber windfest
    -          Moskitodicht ohne Innenzelt, Moskitoschutz durch einen 20cm breiten rundum laufenden Saum
    -          Einknüpfbarer Boden
     
    Herausgekommen ist folgendes:

     

     

     

     
    Das Gewicht liegt momentan bei 380g inkl. aller Leinen und Heringen. Das nackte Tarp liegt bei ca. 310g. Allerdings fehlt noch das Moskitonetz (geschätzt +50g). Verwendet habe ich das 36g Silnylon von Extremtextil.
    Wenn ich das 19g Cuben verwende sollte ich ca. 100g sparen können. Dann würde ich inkl. Moskitonetz, Leinen und Heringen bei 330g liegen, also etwas über der Zielvorgabe.
     
    Im Elbsandsteingebirge hat sich das Tarp super geschlagen. Es ist für mich recht geräumig. Ich kann darin sitzen und mich bequem umziehen. In der Apside ist genügend Platz für Schuhe, Rucksack und Ausrüstung. Der Aufbau geht recht einfach, die Überlappungsbreite des Eingangs lässt sich mit der Stockhöhe variieren. Dem Wind, den wir in einer Nacht hatten, hatten das Tarp ganz gut standgehalten. Der überlappende Eingang ist eigentlich viel einfacher und unkomplizierter als ein Reissverschluss.
    Auf den ersten beiden Bildern sieht man 2 Stück 50cm lange CFK-Stangen, die nocheinmal für zusätzliche Kopf- und Fußfreiheit sorgen. Danke Mr. Hardstone für die tolle Idee!
     
    Hier das Schnittmuster:
    Ansichten auf der 1. Seite, Schittmuster auf der 2. Seite, sehr rudimentäre Skizze, aber der Schnitt ist wirklich einfach
    SilNylon-Proto-Tarp für Grönland 2017.pdf
    Es werden 3 Zuschnitte benötigt: 1 Trapez und 2 identische Dreiecke mit gekappter Spitze.
     
    Tipps, Verbesserungen und Anregungen sind herzlich willkommen!
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    Barbarix hat eine Reaktion von nats erhalten in Reisen nur mit Handgepäck   
    Hat ein wenig gedauert mit den Fotos aber hier sind sie:
    Spitzen Version 1:

    Spitzen Version 2 und innenliegender Schnapper zum Verbinden der Segmente:
    (Der Schnapper besteht aus einer Fahrradspeiche und einem Alu-Blindniet mit Durchmesser 4mm

    Beide Stöcke sind so gebaut, dass ich statt dem Segment mit der Spitze ein Segment mit einem Paddelblatt verwenden kann. So lassen sich die Stöcke in recht gut brauchbare Paddel für mein Packraft umbauen.
    Die Daten von Version 1:
    Rohrdurchmesser 18mm, Wandstärke 0,5mm -> Diese Wandstärke ist schon sehr dünn!
    Die Daten von Version 2:
    Rohrdurchmesser 18mm, Wandstärke 1mm -> Mit 1mm Wandstärke sind die Stöcke sehr robust!
    Die neuen Spitzen sehen finde ich besser aus und sind kaum schwerer.
    Hier noch die Skizze für die beiden selbst gefertigten Spitzen:

    Finanziell lohnt sich der Selbstbau nicht, für die Kombination Stock / Paddel hatte ich ca. 200€ Materialkosten.
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    Barbarix reagierte auf Andreas K. in Ein Kuppelzelt   
    @TappsiTörtel
    Zu 1)
    Der Lüfter ist das Dreieck direkt am Reißverschluss

    Zu 2)
    Die Flosse braucht man wegen der Apside. Das Innenzelt ist auf der Eingangsseite gekappt.
  23. Gefällt mir!
    Barbarix reagierte auf Andreas K. in Ein Kuppelzelt   
    Ich war bzw. bin immer noch ein großer Freund von Kuppelzelten mit einem Gestängebogen in Längsrichtung, der sich ab dem Kopfbereich zu den vorderen zwei Ecken hin teilt. Beispiele hierfür wären das Vaude Hogan UL 1, das Big Agnes Seedhouse SL 1 und das Terra Nova Solar Photon 1.
    Bei den genannten Zelten handelt es sich um klassische Überwurfkonstruktionen. Das heißt, das Innenzelt mit Gestänge wird zuerst aufgebaut und anschließend das Außenzelt darüber gespannt. Kritiker der genannten Aufbauart monieren, dass bei Regen der Innenraum nicht trocken bleibt. Ich behaupte aber, dass man Innen- und Außenzelt sehr wohl miteinander aufbauen kann, also nicht nacheinander, so dass es im Inneren trocken bleibt. Allerdings bedarf das ein wenig Übung.
    Klare Vorteile dieser Konstruktion gegenüber Zelten, bei denen die Teile fix miteinander verbunden sind, sehe ich in der Tatsache, dass man das Innenzelt einzeln aufbauen kann, dass man das Außenzelt nach einer nassen Nacht separat verpacken kann und, dass die Windstabilität der gesamten Konstruktion, aufgrund des nicht vorhandenen Windfangs, wie z.B. einem Gestängekanal, besser ist.
    Leider sind alle genannten Modelle für meine Ansprüche nicht ganz perfekt:
    Das Vaude Hogan UL 1 ist mit 1370 g (ohne Heringe) natürlich recht schwer. Außerdem ist es für mich um einige Zentimeter zu kurz. Die Aufstellstangen im Fußbereich, die beim aktuellen Modell, dem Hogan Argon UL, Abhilfe schaffen sollen, bringen meinem Empfinden nach kaum den gewünschten Effekt, verschlechtern aber den sauberen Aufbau des Zeltes immens. Der Fronteingang, der zudem recht klein ausfällt, ist natürlich auch wenig komfortabel.
    Das Big Agnes Seedhouse SL 1 (älteres Modell) ist mit 1050 g (ohne Heringe) schon leichter, aber auch dieses Zelt ist zu kurz, und es hat wieder einen Fronteingang. Außerdem ist die Kondensationsbildung durch einen fehlenden Topplüfter recht hoch, das Innenzelt aus feinem Moskitonetz ist sehr empfindlich, und das Zelt insgesamt ist nicht sehr windstabil.
    Das Terra Nova Solar Photon 1 ist da schon sehr nahe an meinem Optimum - es ist mit 805 g (ohne Heringe) schön leicht, hat einen Seiteneingang, und die Innenzeltlänge reicht für mich (wenn auch knapp) aus. Aber auch hier gibt es Wermutstropfen: Es fehlt wieder ein Topplüfter. Außerdem ist der Seiteneingang in meinen Augen auf der falschen Seite angebracht, nämlich Rechts aus dem Liegen heraus betrachtet. Das hat zur Folge, dass ein Schlafsack mit Linksreißverschluss zur offenen Tür hin aufgeschlagen werden muss, wodurch der aufgeklappte Teil des Schlafsacks evtl. draußen im Feuchten aufliegt. Soll der Schlafsack sauber und trocken bleiben, gestaltet sich der Einstieg recht umständlich. Das Kochen aus dem Liegen heraus ist zum Beispiel für Rechtshänder auch eher schwierig, da man sich auf den rechten Arm abstützen und mit links hantieren muss.
    Kurzum, ich musste mir selbst ein Zelt nach meinen Ansprüchen nähen:
    Aufbau
    Kuppelzelt in Überwurfkonstruktion min. 5/ max. 13 Heringe nötig Außenzelt
    Maße (L x B x H): 246 x 134/ 70 x 102 cm Material: Nylon 10 DEN, Doppel Ripstop, beidseitig silikonisiert, 2000 mmWs YKK Aquaguard 3C, wasserabweisender Zwei-Wege-Reißverschluss Steckschließe als Zugentlastung für den Reißverschluss Tür zu einem Drittel oder komplett zu öffnen verschließbarer Topplüfter 9 Bodenabspannpunkte 5 Abspannpunkte für Sturmleinen insgesamt 4 Klettstreifen auf Innenseite zur Fixierung des Gestänges entlang der Firststange und an den zwei Seitenarmen. Gewicht: 212 g Innenzelt
    Maße (L x B x H): 231 x 87/ 57 x 94 cm Material: Wände aus 10 DEN Nylon, Super WR (DWR) behandelt; Netzfenster aus Polyamid mit 155 Maschen/ cm²; Bodenwanne aus Silpoly PU4000, Si/ PU beschichtet, 3500 mmWS YKK 3C Zwei-Wege-Reißverschluss auf voller Länge. Eingangsseite lässt sich nahezu komplett öffnen. C-Clips (Zelthaken) zum Einhängen des Innenzeltes am Gestänge Gewicht 285 g Apside
    Maße (L x B 246 x 39 cm, spitz zulaufend. Gestänge
    Easton Nanolite 18" Aluminium Gestängehub Gewicht 233 g  
    Gesamtgewicht (Innenzelt, Außenzelt, Gestänge):
    730 g Genug geschrieben. Jetzt lasse ich Bilder sprechen:





























     
     
    Natürlich geht es auch noch leichter: Mit einem Innenzelt aus 17 g/m² Moskitonetz anstatt des Nylons und dem Gestänge aus Easton Fly Poles wiegt das komplette Zelt nur noch 685 g:




     
     
    Bevor die Frage aufkommt: In diesem Zelt stecken fünf Jahre Entwicklungsarbeit. Das sind mehr als 500 Arbeitsstunden und natürlich mehrere Prototypen die ich genäht habe.
     
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    Barbarix hat eine Reaktion von bieber1 erhalten in Tarp - ziemlich nah an meinem Optimum   
    Hallo Andreas,
    hier das versprochene Foto der Rückseite:

    Ich hoffe wirklich, dass ich auf einen Catcut verzichten kann. Notfalls kann man den aber später noch chirurgisch ergänzen...
     
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    Barbarix hat eine Reaktion von bieber1 erhalten in MYOG Packraft Seite entdeckt   
    Hallo zusammen,
    ich habe gestern diese geniale Seite entdeckt und möchte sie euch nicht vorenthalten!
    http://www.diypackraft.com
    Hier soll es demnächst Pläne und Material geben. Bin schon wahnsinnig gespannt!
    Grüße
    Erik
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