Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Baubericht Schlafsäcke und Quilts für Familie, Kufa-Fragen


kili

Empfohlene Beiträge

Liebe Selberbauer,

hier der Link zum Baubericht über zwei leichte Kinderschlafsäcke und zwei Quilts. Vielen Dank an das Forum für die vielen Einträge über Quilts und Selbernähen.

http://saegeblog.wordpress.com/2013/12/18/zwei-ultraleichte-schlafsacke-und-zwei-ultraleichte-quilts-fur-die-ganze-familie-selber-nahen/

9255920.jpg

Es hat viel Spass gemacht die Quilts und Schlafsäcke zu nähen. Wir waren auch schon mit den Teilen im Sommer und Herbst unterwegs. Die Kinder lieben ihre Schlafsäcke und verkriechen sich gerne darin. Bei unserer Herbsttour (Auto und Campingplatz, um hier keinen falschen Eindruck zu erwecken) haben die Schlafsäcke bei ca. 10°C noch gut warmgehalten.

Ich hoffe wir können in den nächsten Jahren noch einige Touren mit Rad, Boot oder zu Fuß machen.

zum Kufa-Thema:

Wegen der großen Materialmenge habe ich das Climashield Apex 100g/m² in Polen bestellt. Das 133 g/m² Material gabs nicht. Das Apex wurde auf einer Rolle geliefert, die auf Vakuum gezogen war, d.h. evakuiert und mit Folie und Klebeband umwickelt. Leider habe ich das Paket aus Zeit- und Platzgründen 2 oder 3 Wochen nicht ausgepackt und das Material war ziemlich platt und hat sich auch kaum erholt. Blöd. Nochmal würde ich das natürlich nicht so machen. Ich hab die Schlafsäcke und Quilts trotzdem genäht, sie sind ja auch warm und funktionieren. Eine Messung von dem Loft am Quilt ergab etwa 2,5 cm. Es sollten aber 3 x 1,9 = 5,7 cm sein. Vor kurzem habe ich bei Extremtextil ein Probestück Primaloft Sport mitbestellt. Das sollte 2,5 cm haben, hat aber nur 1,7 cm.

Jetzt die Frage an die Kufa-benutzer: Wie viel Loft habt ihr denn bei eurem Material im Vergleich zur Herstellerangabe? Ist das überhaupt realistisch was für Climashield und Primaloft angegeben wird? Oder wird das nur im Labor mit vorheriger Aufplusterung erreicht? Freue mich über Antworten.

Viele Grüße,

Kili

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

hi kili,

saubere arbeit deine schlafsack- / quiltreihe!

ich war auch schon m überlegen, ob ich dem 9-jähigen nicht was selbst genähtes gönne.

sollte er spaß am wandern entwickeln, kommt ein ul-kindersack auf die wunschliste.

erstmal werde ich für die kinder, die vorhandenen schlafsäcke mit etaproof-bivis funkensicher machen.

vielen dank auch für deine dokumentation, das hilft!!

schöne feiertage,

-wilbert-

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vielen Dank für das Lob! Ohne das Forum wäre ich nie auf die Idee gekommen sowas zu machen.

Wallfahrer, zum Gewicht: 600 g für die Kinderschlafsäcke, damit bin ich sehr zufrieden. Kommerzielle Produkte wiegen 1,2 kg und mehr. Die Quilts wiegen 1200 g bzw. 1150 g für den "kürzeren" Damit bin ich zufrieden. Bei meiner letzten Tour war es bei 4°C schon frisch im Quilt.

Deshalb auch meine Fage nach der Isolationsstärke.

Das Climashield ist ohne Stütznähte vernäht, nur an 3 oder 4 Stellen mit dem Futterstoff mit einer kurzen Naht befestigt.

Wilbo, Funkensicher? Ok, an diesen Anwendungsfall hab ich noch gar nicht gedacht, die am Lagerfeuerübernachtenzeit kommt bei mir erst noch.

Hal, ja ohne Schnickschnack, die Kinderschlafsäcke aus Sicherheitsgründen ohne Kordel, Kinderjacken haben inzwischen auch keine Kordel mehr. Ausserdem gehts viel schneller zum nähen.

Ingwer, könntest Du mal messen? Was hast Du denn für einen Quilt?

Lottebepunkt, was meinst Du mit "wie angegeben"? Bei einer theoretischen Isolationsstärke von 5,7 cm sollte der Quilt bis unter den Gefrierpunkt warmhalten. Er hat aber wesentlich weniger Isolationsstärke und ich denke 0°C wird echt ungemütlich.

Viele Grüße,

Kili

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

obs wirklich nur auf die Dicke ankommt? Ich kenn inzwischen die ExTex-Isolationsseiten fast auswendig und die sagen: Primaloft one, 200g/m² ist 2,8 cm dick und hat ne höhere angegebene Isolationsleistung als Primaloft Sport, 200g/m², 3,8 cm dick (und eine höhere als 2 Lagen Climashield 100g/m²). Ich hab auch unterschiedliche Bettdecken, die gleich dick sind, aber extrem unterschiedlich wärmen, mein Schlafsack ist dünner als eine dicke Bettdecke und ich hab das Gefühl es ist wärmer drunter. Ich muss das glaub ich erst noch richtig begreifen

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die Tabelle ist für mich sowieso höchst suspekt, warum ich mit zwei Schichten meinen Komfortbereich von 9 auf 0 Grad bringen kann und dann mit weiteren zwei Schichten auf einmal auf -20 Grad leuchtet mir immer noch nicht ein. Anders gesagt, über dem Gefrierpunkt bringen zwei Schichten 9 Grad Differenz und unter 0 auf einmal 20? Das kann doch nicht passen.

Der Loft ist letzten Endes der Beste Indikator für die Wärmeleistung, zumindest wenn es um Daune und Kunstfaser geht. Stories dass eine 1cm Kunstfaserschicht mehr wärmen als 2cm Daune halte ich für Markting-Erfindungen.

Sobald man aber das Labor verlässt und praktische Anwendungen in Betracht zieht hat Kunstfaser durchaus Vorteile, du kannst dich mit KuFa Iso Kleidung und Quilt (mit Bivi) im Extremfall nass hinlegen und eine machbare Nacht durchstehen, in der Früh sind die Sachen dann sogar trocken(-er). Mit Dauen sieht das anders aus.

Dass dein Schlafsack die wärmer erscheint kann durchaus daran liegen dass er anliegender geschnitten ist (weniger Luft zum erwärment, entweichende Luft wird schneller wieder erwärmt) und durch Kapuze und Wärmekragen die Wärme einfach besser hält. Ausserdem hat er vielleicht an den Füssen oder anderen neuralgischen Punkten mehr Iso.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bei Kufa kommt es wohl schon noch ein bisschen auf's Material an. Ajungilak die alte MTI13- Füllung ist, denke ich, schon ziemlich gut - etwa im Vgl. zu vaude, deren Leichtschlafsack (750 g übrigens) mir nicht nur unangenehm ist, sondern auch zu dünn - aber wenn der fleißige Näher schreibt, so bei 4 Grad wird es frisch, kann ich das für den wohl auch sagen. Aber vielleicht auch schon bei 10.

Ich bewundere die Nähaktion - aber Gewicht ist nicht unbedingt ein Argument. So ein Deuter Little Star in ähnlicher Länge ist auch nicht so schwer?

Sonst muss man Kufa vor allem nicht ständig hätscheln. :)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

also die Quilts sehn ganz gut aus sind aber auch großzügig geschnitten. Mein Quilt das ich mir mal für Schotland im März gebaut habe, besteht aus 300g/m² Apex und 55g/m² nylon, wiegt 770 Gramm und hat mich bei leichten minusgraden und Wind gut warm gehalten. Ich hatte ne dünne Kufa Jacke und ne Fleecehose an, muss aber dazu sagen das es recht eng Geschnitten ist und gerade so unter die matte passt wenn ich mich auf die seiten drehe. Ich denke schon das kufa Quilts wesentlich leichter sind als Kufa Schlafäcke, mein TNF Lynx(mit Climashield Prism füllung) wiegt 920 Gramm und in dem friere ich schon bei 4 grad und wind mit dünnen Fleece Pullover und leichter Trekkinghose.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo zusammen,

eigentl. wollte ich einen eigenen Thread "Kufa Quilt für >= 0°C gesucht" eröffnen, aber die Aussage von Leichtmetall verleitet mich, meinen "Hilferuf" an dieser Stelle zu stellen.

Mein Panyam 450 klumpt mir bei hoher Luftfeuchtigkeit zu schnell (und ist mir bei + 5°C noch zu warm). Deshalb testete ich vorgestern den "enLIGHTened equipment Prodigy Quilt 40°/+5°C" im Harz. Leider musste ich ähnliche Erfahrungen wie bspw. micca mit ihrem "enLIGHTened equipment Prodigy Quilt 30°/-1°C" machen.

Meine Randbedingungen: + 3,8°C am Morgen, MLD Duomid bis auf den Boden abgespannt, Wind: mäßige Brise (Bft ca.4)

Trotz anständigem Abendbrot und enger Quilt-Schnürung um die Isomatte (ZLite-SOL, vollständige Länge) fror ich mit der oberen (von der Matte entfernten) Körperhälfe und an den Füßen erbärmlich. Über den Unterkörper zog ich mir dann meinen VBL; das half obwohl es ziemlich feucht wurde. Aber über den Oberkörper zog ich mir nacheinander über meinen Standard Baselayer "Craft Keep Warm" mein "Marmot Baffin Half Zip" und dann auch noch meine "Berghaus Ignite Vest". Aber auch das brachte irgendwie nicht viel. Es kam mir so vor, als wenn die eine Lage Climashield APEX kaum eine Barriere für die warme Luft darstellt.

Wie kann das sein? Ich gehe davon aus, dass die Einschätzung von +5 °C nicht die Nutzung eines Bivis voraussetzt...?

Reichen Kufa-Quilts dieser Preiskategorie tatsächlich nicht an MYOG-Quilts mit ähnlichem Gewicht heran?

Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge!

jozhik

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hi Leichtmetall,

danke für die echt brauchbare Info! Mich würde jetzt interessieren, wie dick Dein 300 g/m² ist. Wo hast Du das Material her? 1 * Iso 300g/m² + 2 * Stoff 55 g/m² = 410 g/m² für den Quilt

770 g / 410 g/m² = 1,9 m² Quiltfläche. Das finde ich schon echt knapp.

Bei meinen Quilts bin ich etwa bei 2,6 m² Quiltfläche. Mit einer Länge von 2,40 m sehr großzügig zum über den Kopf ziehen.

Da gibt es schon noch Optimierungsmöglichkeiten.

Viele Grüße,

Kili

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@jozhik

ich halte dieses marketing rating was die quilit hersteller da treiben für äusserst bedenklich.

wie lange hat es gedauert bis wir die euro norm für schlafsäcke hatten. die mitnichten der weisheit letzter schluss ist, aber mir immerhin eine zuverlässige erste orientierung geben konnte.

(für mich passt beispielsweise die komforttemperatur für frauen sehr gut zu meinem schlafgewohnheiten.)

nun sind die "schlafsäcke" unten offen, und die hersteller phantasieren sich wieder temperaturlimits zusammen.

hier ein immer noch aktueller artikel, mit aufschlussreicher tabelle:

http://www.backpackinglight.com/cgi-bin ... r9C1_Y2vUi

ich hatte die gelegenheit einen enlightened prodigyX 30 für eine nacht zu testen.

als decke genommen hat der quillt einen loft von 3,5cm und ist damit für mich nicht wirklich ein 3-season-sack. die hersteller-temperaturangabe von -1 grad celsius, halte ich für stark übertrieben, zumal der loft nicht gerade wie aufgeblasen steht.

geschlafen wurde in kurzer unterhose und T-Shirt.

als zelt gab es ein sh-3 mit Innenzelt, und gelegen habe ich auf einer 1,5 cm ridgerest matte, mit einer 1 cm evazote oben drauf.

im Wald war es windstill, hatte übernacht geregnet, und dem entsprechend hoch war die luftfeuchte. die temperatur wurde mit einem mini-max thermometer am boden des innenzeltes gemessen.

ich bin nachts bei 12 grad öfter aufgewacht weil es obenrum klamm wurde.

die fußbox mit eingesteckter isomatte war angenehm warm, aber am oberkörper musste ich mich öfter zurecht kuscheln, damit mir wieder warm wurde.

ich hätte zwar den quillt, unter mir komplett schliessen können, aber dazu war ich denn früh morgens doch zu faul, und schlotter-kalt war es nicht.

klar kann man die komfort-temperatur mit wollunterwäsche, primaloft Hose und daunensweater optimieren, ich wollte aber einen ersten grenzwert für mich finden.

nach dem test durfte ich den prodigyX 30 wieder zurückgeben.

da ich vom schnitt und der vielseitigkeit des quilts sehr angetan war, habe ich kurz drauf einen prodigyX 20 geordert.

den teste ich gerade im garten um zu sehen wie wir zwei zusammen kommen.

bis +10 grad ist der für mein schlafempfinden recht angenehm.

geschlafen wurde auf einer ridgerest im bivi, bei windstille unterm tarp.

diesmal mit termoswed unterhose + shirt und woolpower hemd sowoie 400ter wollsocken.

mit ein wenig tuning bei der schlafkleidung wäre der für mich eine gute schlaflösung vom späten fühjahr bis zum herbst.

für die wintermonate nähe ich mir auf jeden fall ein zusätzliches climashield-lining, denn dafür ist mir der quilt definitiv zu dünn.

lg. -wilbert-

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo wilbert,

herzlichen Dank für deinen schnellen und ausführlichen Erfahrungsbericht!

So wie ich deinen letzten Absatz verstehe, bezieht er sich auf den ProdigyX 20 (nicht den 30), also:

Dein Minimum für den X 20 wäre: ca. +10°C, allerdings im Bivi + Tarp... Ja, da frag ich mich auch unter welchen Rahmenbedingungen (und bei welchem BMI) die Tester auf "-7 °C" kamen...

Hmm..., eigentlich habe ich nicht vor, mir für feuchte Klimate >= 0°C auch noch ein "atmungsaktives" Bivi zuzulegen. Für wechselhaftes Wetter schleppe ich ja eh schon das DuoMid mit mir herum. Dual-use fällt auch weg: Einen Windschutz für den Panyam habe ich bisher dank dem Pertex Quantum nicht vermisst...

Also bliebe wohl tatsächlich nur ein MYOG-Quilt, bspw. aus Pertex 4 mit zwei Lagen Climashield Apex 133g/qm (also dank deinem Link: 5 cm Dicke = <<-1,1 °C)... Schade, das scheinbar kein Hersteller soetwas anbietet...

Danke nochmals und allen schon einmal einen guten Start in das neue Jahr!

jozhik

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

jozhik, der Prodigy 20 hat 8oz per yard Iso Gewicht, das entspricht knapp 250 Gramm pro Quadratmeter und damit ungefähr deinen angepeilten 266g und 5cm Loft. Jardine ratet seinen 1.8" (4.5cm) Quilt auch als 28-degree.

Die grundsätzliche Frage ist ja die: Will ich auf keinen Fall riskieren zu kalt zu schlafen und eine unangenehme Nacht verbringen dann muss ich eine deutlich überdimensionierte Isolation mitnehmen (sei es Kleidung, Matte oder Schlafsack/Quilt). Durch Nutzen von Erfahrung und Skills (zB Platzwahl, Tempo, Essen, Wärmeflasche, gute Kondition) und simpler Konditionierung bzw. Durchhaltevermögen kann ich dieses Gewicht verringern.

Soll heißen, diese Temperaturangaben sind mehr als akademisch und auch das gewünschte Temperaturziel beim Eigenbau zu treffen sehr schwierig. Ich habe selbst einen Daunen Quilt für -7 Grad spezifiziert, letztlich reicht er mir für 0 Grad ohne weitere Hilfsmittel. Jetzt bin ich am dimensionieren eines Overbag(eigentlich Quilt) für den Wintereinsatz und stehe wieder vor der gleichen Frage.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo georg,

danke für den Hinweis. Was die Iso-Schicht und die Theorie zum Loft betrifft, stimmte ich dir vollkommen zu: Iso vom Prodigy 20 sollte der von zwei Lagen vom genannten Apex entsprechen. Und wie wilbert beschreibt, würde ihm das inkl. Bivi und Tarp für ca. +10°C Außentemperatur ausreichen. Vielleicht sollte ich tatsächlich gleich eine dritte Apex-Schicht als Backup einplanen, die ich nach den ersten Tests mit zwei Schichten bei Bedarf ergänze... Danke.

Ich habe das Außenmaterial

  • Panyam - "Pertex Quantum"
    Prodigy - "15D IMPETUS Micro Ripstop Nylon"

mal etwas genauer verglichen und musste bei Atemtests durch das Material feststellen:

Das Pertex könnte man quasi als billigen Ersatz für einen SpiroTiger/PowerLung (zur Stärkung der Atemmuskulatur) einsetzen ;) . Das Zeug ist sehr winddicht.

Das Ripstop bot im Gegensatz dazu kaum einen Widerstand beim Atmen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch diese Eigenschaft dazu beiträgt, dass ich zwischen

  • - dem Panyam mit 450 g Daune; bei -3°C, vergleichbarem Wind, ohne Windschutz auf einem geräumigen "Hochsitz" und
    - dem (vollkommen zugezogenen) Prodigy 40 mit 372g Apex; bei knapp 4°C ohne Bivi im Tarptent

einen gravierenden ISO-Unterschied (an mattenfernen Körperregionen) merke. Daher tendiere ich sehr zur winddicht(er)en Außenschicht.

Die Bereiche "Platzwahl, Tempo, Verpflegungsmenge" mag ich nicht oder nur geringfügig von den Iso-Eigenschaften meines Quilt/Schlasa-Setups abhängig machen. Zum Teil kann ich dies auch nicht, z.B. bei (Gruppen-)Expeditionen bis zu einem geplanten Lagerplatz etc. Bin ich allein unterwegs, dann lote ich gerne meine konditionelle Grenze aus und suche dann natürlich auch einen wenig exponierten Lagerplatz. In beiden Fällen nehme ich zur Risikominimierung (worst case) dann gerne ein (begrenztes) Mehrgewicht bei Iso-Layern und Verpflegung für die Regeneration in Kauf.

Viele Grüße,

jozhik

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich sehe das auch so, mach dir mal einen dicken Quilt für die Gruppentouren usw. und ich bin mir sicher wenn er fertig ist dann wirst du schon Ideen haben wie der nächste sein soll. Wenn man das ganze Jahr über unterwegs ist und einem das Gewicht wichtig ist dann kommt man an verschiedenen Quilts/Rucksäcken/Koch-setups usw. nicht vorbei. Und das schöne an MYOG ist ja dass man keine Scheu hat das Selbststgemachte nachträglich zu modifizieren bzw. ist es günstig genug sich mehrere Versionen zu leisten.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hey kili hab grad mal gemessen, also bei mir sind es gute 4cm loft. Ja der Quilt ist recht eng, wenn ich auf dem Rücken schlafen würde wär das kein Problem. Der zweite den ich mir gebaut habe ist größer, wiegt 570 mit 200g/m² PL1 zum großteil hab ich 25g/m² verwendet aber auch 55gm², der Loft hir berägt so gute 2cm. Das Primaloft hat aber nach meinen messen und wiegen ohen nur 185g/m² gewogen. Geschlafen habe ich damit unterm tarp bei Nebel und windstille es waren so 10 grad und ich musste mich aufdecken weil mir so warm war. ich denke loft saget erstmal nichts über die Isolationsfähigkeit aus, das ist immer Materialabhängig. 2cm EVA-Schaum sind auch wärmer als 2cm Daune. Desegen kann der Loft nur für einen bestimmtes Isolationsmaterial Anhaltspunt für den Temperaturbereich sein. Es gibt also keine allgemeine Formel für alle.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

.. ich denke loft saget erstmal nichts über die Isolationsfähigkeit aus, das ist immer Materialabhängig. 2cm EVA-Schaum sind auch wärmer als 2cm Daune. Desegen kann der Loft nur für einen bestimmtes Isolationsmaterial Anhaltspunt für den Temperaturbereich sein. Es gibt also keine allgemeine Formel für alle.

Stimmt.

ein evtl. interessanter Exkurs von BPL zum Thema "tatsächliches" Isolationsvermögen unterschiedlicher Materialien etc.

... lässt man die (subjektive) Korrektheit der ISO-Werte in Tim Marshalls Aussage einmal außer Acht: Er weist auf eine weitere Variable in der Betrachtung "Iso-Vermögen unterschiedlicher Materialien bei gleichem Loft" hin: das Gewicht.

Tim Marshall:

5oz APEX lofts to 1.2" and is good to at least 30*, a down quilt at 30* needs 1.5-1.75" of loft. Of course i am no scientist but to me that means that per unit of loft the APEX is warmer right? Now again this is per loft not per ounce as in bags rated ~35* or less down will always win in weight.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Tim Marshall:

5oz APEX lofts to 1.2" and is good to at least 30*, a down quilt at 30* needs 1.5-1.75" of loft. Of course i am no scientist but to me that means that per unit of loft the APEX is warmer right? Now again this is per loft not per ounce as in bags rated ~35* or less down will always win in weight.

Könnte das bedeuten, dass die Daunenlieferanten/-verarbeiter im Zweifelfall (und der liegt bei einem Naturprodukt wohl generell vor) eher ein wenig übertreiben.

Oder lässt sich Daunenloft eindeutig messen?

Wenn die Lofthöhe nicht das entscheidende Kriterium ist, schlage ich als neues Kriterium seine Struktur vor: also den strukturellen oder auch den Struktur-Loft © :mrgreen:

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Tim Marshall:

Of course i am no scientist but to me that means that per unit of loft the APEX is warmer right?

ich frage mich wie das gehen soll.

was da isoliert ist die luft, die in den zwischenräumen des isolationsmaterials erwärmt wird.

selbst bei hohlfasern, kommt man auf keinen besseren isolationsfaktor als bei daune.

(oder habe da grundsätzlich was falsch verstanden?)

5oz APEX lofts to 1.2" and is good to at least 30*

3 cm loft APEX um mich bis -1 grad warm zu halten, klappt bei mir nicht!

a down quilt at 30* needs 1.5-1.75" of loft

knapp 4,5 cm loft kommt meinen erfahrungen schon näher.

wenn man den wert in die schlaue loftformel eingibt, 17,5 - (3,5 x 4,5 cm lofthöhe),

komme ich auf + 1,75 grad celsius.

:?:

Now again this is per loft not per ounce as in bags rated ~35* or less down will always win in weight.

...kann mir das jemand bitte erklären :?:

-wilbert-

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hallo wilbert,

wenn ich dich richtig verstehe, dann siehst du es ähnlich wie

Jim Colten:[...]"when comparing insulations, a certain amount of loft provides a certain amount of insulation and it's the same regardless of the material" [...] I believe the theory is that the insulation merely immobilizes the air and a fixed thickness of air provides a fixed insulation value.

Richtig?

Allerding hat er angeblich die Erahrung gemacht, dass das (für ihn) nicht zutrifft. Bei einem Vergleich von 1" Daune vs. 1" Primaloft findet er das ISO-Vermögen von Primaloft besser.

Ich erkläre mir das so:

Die 450 g Daunen in meinem Panyam (850 cuin) haben einen Loft von ca. 6 cm (grobe Messung).

Die 372 g Apex im Prodigy Quilt 40°haben aber nur einen Loft von ca. 2,5 cm (auf jeden Fall nicht 5 cm entsprechend Dreisatz).

Das bedeutet imho:

Nimmt man die gleiche Masse Daune und Apex und packt sie in zwei "Zylinder mit gleichem Querschnitt", dann bauscht die Daune mehr - ergibt also einen höheren Loft. (wahrscheinlich weil die Keratin-Elastizität anders ist als bei den Apex-Fasern.) Beziehungsweise scheinen die Hersteller der Daune mehr "Freiraum" einzuräumen, vermutlich damit sie mehr Luft einschließen kann. :?:

Daraus ergibt sich nach meinem Verständnis, dass z.B. in einem "cubic inch Quader" des Daunenlofts weniger Wärmevermögen steckt als im Apex Quader, also

that per unit of loft the APEX is warmer

Aber eben "unit per loft", also in einem imaginären "cubic inch Quader".

Die Masse der Daune pro Quader wäre dann auch geringer.

Vielleicht übersehe ich da jetzt auch etwas?

Hat jemand hier evtl. etwas in der Richtung studiert oder bekleidet einen Lehrstuhl :roll: und kann uns aufschlauen?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.



×
×
  • Neu erstellen...