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Ultraleicht Trekking

MYOG Quilt mit "Anti-Kordelzug-um-den-Hals-Idee"


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Hallo,

 

ich habe vor meiner (Poncho)-Tarp / Bivy-Kombination schon diesen Quilt hier genäht, ich bin aber noch nicht dazu gekommen Bilder zu schießen und was dazu zu schreiben.

 

Als Material habe ich 2 Lagen 100er Apex Climashield verwendet und als Deckmaterial dieses hier:

http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-Fallschirmseide-30g-qm::1970.html

 

Das Deckmaterial ist sehr leicht und sehr günstig, beim Verarbeiten ist mir aber auch aufgefallen, dass man die Fasern mit starkem Druck verschieben kann bzw. bei spitzen Gegenständen Löcher entstehen können. Daher auch die Verstärkungen am Kordelkanal, dass die Ösenrückseiten nicht den Stoff beschädigen können. Im Vergleich zum Mysa Gräs-Quilt ist das Material sehr weich und angenehm, trotz Plastikgewebe.

 

Die Abmessungen waren ursprünglich 125 oben, 85 unten und 210cm länge, beim Nachmessen ist mir aber aufgefallen, dass der Quilt geschrumpft ist auf 116 oben, 78 unten, 192 länge. Die Form ist übrigens unten ein Trapez und oben ein Rechteck, dessen eine Seite die halbe Länge des Quiltes entspricht. Von den Abmessungen ist es minimalistisch, aber es reicht für mich aus, 185cm groß 70kg schwer.

 

Hier einige Bilder:

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post-1039-0-86084900-1405022440_thumb.jp

 

Im letzen Bild kann man die "Anti-Kordelzug-um-den-Hals-Idee" erkennen. Ich wollte eine Tasche haben für meine Photon-Kopflampe und habe zusätzlich eine zweite Kammer eingenäht. Beim Schlafen gehen wird oben die Kordel so weit wie nötig zugezogen, dann der Tanka in der Tasche angezogen und der Rest der Gummischnur verschwindet in der Tasche und kann sich so nicht um den Hals legen. Ich persönlich mag es gar nicht, wenn am Schlafsack überall die Enden der Gummikordel umherfliegen können und ich denke ich habe eine einfache und leichte Möglichkeit gefunden. 

 

Auch aufgefallen ist mir, dass durch die Klettverschlüsse die zugehörigen Befestigungsnähte stark belastet werden, daher die eingenähten Gurtbandstücke um mit dem Finger die Taschen zu öffnen.

 

Abschließend natürlich das wichtigste, das Gewicht. Der Quilt liegt wie oben gezeigt bei 680g und für mich ein Gewichtsersparnis von knapp 100g zum Sommerschlafsack, aber bei deutlich tieferer Einsatztemperatur und deutlich gesteigertem Komfort. Ich will wohl nie wieder in einem Schlafsack schlafen  :mrgreen:

 

Viele Grüße

Mathias

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Morgen Mathias,

 

schönes teil hast du da gebaut. Ich plan gerade auch einen myog Quilt und wollte das gleiche deckmaterial verwenden. Würdest du es noch mal verarbeiten? Hast du den Quilt schon getestet? Mich würd interessieren bis zu welchen Temperaturen die zwei 100er Apex schichten reichen?

 

Viele Grüße

Jakob

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Hallo,

Jain, bei meinem Test mit dem Bivy hatte ich den Ikeaquilt dabei, da ich Sorge hatte, dass der Apexquilt einfach zu warm ist. Ich habe den Quilt aber schon als Deckenersatz genommen bei kühleren Nächten mit offenem Fenster in der Wohnung und war erstaunt wie gut er die Wärme reguliert zumindest hatte ich ein deutlich besseres Gefühl als mit meiner normalen Decke. Ein richtiger Test erfolgt aber demnächst wenn es nicht mehr so warm ist und ich die Versuche für meiner Bachelorarbeit durch habe.

Der Laufbursche gibt ja seinen Mantelquilt mit pesimistischen 0°C an, da ich keine Frostbeule bin, aber das Material wohl auch etwas durchlässiger ist als der andere Stoff denke ich wird das auch auf mich passen. Vor raus gesetzt ist dünne Bekleidung im Quilt.

Das Material selbst kann ich nur schwer einschätzen, ich habe leidern noch kein besseres verarbeitet. Der Preis für die daunendichten Stoffe hat mich immer abgeschreckt. Ich selbst konnte aber bis jetzt auch noch keine Spuren von Löcher/Rissen im Fußbereich oder an den Kordelkanäle erkennen können und hoffe einfach, dass der Stoff lange hält und lange verfügbar ist.

Viele Grüße

Mathias

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Hallo,

 

was meinst du den genau mit absteppen? Ich kenne den Begriff nur wenn es um Ziernähte oder ähnliches geht. Oder meinst du ob ich beim Quilt außen einmal rundum genäht habe?

Falls letzteres, ja das habe ich, so dass die Kräfte durch diese Nähte abgefangen werden und nicht die die wirkliche äußere Kante belasten und diese im schlimmsten Fall aufreisen können.

 

Zur Verarbeitung von dem trägerlosen Apex, ich hatte keine Probleme damit. In Vorversuchen habe ich Zeitungspapier unten und oben ausprobiert, das geht, aber es geht auch ohne und man hat schon mal weniger Arbeit. Unten beim Vortrieb hat sich nie etwas mit eingezogen, oben habe ich den zu Beginn den Nähfuß für die Reisverschlüsse verwendet, da dieser nicht in die Fasern einfahren kann. Der Normale Fuß zieht aber besser die Lagen ein, daher habe ich beim eigentlich Nähen diesen verwendet. Ingesammt musste ich aber vielleicht 2-3 mal mit einer Rasierklinge ein paar Fasern aufschneiden, wenn man das gleich macht, wenn man es bemerkt sollte es kein Problem sein.

 

Was mir auch aufgefallen ist, im Anlieferungszustand ist das Apex an machen Stellen deutlich dünner, da sich die Lagen irgendwie beim Herstellen wohl verziehen können. Ich habe einen solchen Bereich an einer Lage für den Fußbereich gesetzt, da ich eigentlich immer zu warme Füße habe. Evtl finde ich noch ein Foto davon.

 

Viele Grüße

Mathias

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da füllmaterial ja nicht so fest verwoben ist, wie ein normaler stoff, kann es vorkommen, dass es bei zugbelastung auseinander gezogen wird und im schlimmsten fall sogar löchern entstehen. deshalb wird das füllmaterial normalerweise (punktuell z.b. im abstand von 10cm) am ober- und untermaterial befestigt (abgesteppt oder auf engl. quilted). ganz durchsteppen, wie das bei "normalen" bettdecken gemacht wird, würde zu kältebrücken führen, was für den outdoorgebrauch nicht empfehlenswert ist.

 

aber vielleicht ist das apex 100 ja reissfest genug, dass es nicht abgesteppt werden muss.

... und tschüss.

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Ich weiß nicht welche Apexdicke ich genau zu Hause habe, aber mein Apex hat sich als genügend reißfest im normalen Gebrauch herausgestellt.

Worauf man aber wirklich aufpassen muß, so ein Kufaquilt läßt sich schön und einfach in der Waschmaschine waschen. Sobald das Vlies erstmal voller Wasser ist, sollte man es nicht schleudern lassen. Und wenn man es tropfnass aus der Waschmaschine rausholt, sollte man auch sehr vorsichtig sein. Das Vlies kann dann schon aufgrund des Eigengewichts im nassen Zustand reißen. Sollte man erstmal liegend (wie Pullis) trocknen.

Mit Stütznähten könnte man das Problem beim Waschen reduzieren, allerdings stören halt die Stütznähte die Funktion.

Freie Radios hören sich einfach besser: http://www.rdl.de

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da füllmaterial ja nicht so fest verwoben ist, wie ein normaler stoff, kann es vorkommen, dass es bei zugbelastung auseinander gezogen wird und im schlimmsten fall sogar löchern entstehen. deshalb wird das füllmaterial normalerweise (punktuell z.b. im abstand von 10cm) am ober- und untermaterial befestigt (abgesteppt oder auf engl. quilted). ganz durchsteppen, wie das bei "normalen" bettdecken gemacht wird, würde zu kältebrücken führen, was für den outdoorgebrauch nicht empfehlenswert ist.

 

aber vielleicht ist das apex 100 ja reissfest genug, dass es nicht abgesteppt werden muss.

 

 

Hallo Dani,

 

also ich habe auf Stütznähte und Verbindungen zwischen ober und Untermaterial komplett verzichtet. Ich habe auch versucht bei den Vorversuchen die Isolation auseinander zu ziehen, ging aber nicht. Das Gewebe sollte also starkt genug sein.

Gegenfrage, warum fragst du das bei mir nach, oder ist dir die Frage bei den anderen Quilts nicht eingefallen? Immerhin wurde ja schon 100er und 133er verarbeitet.

 

Ich bin selbst davon ausgegangen, dass wenn das bei den anderen schon geklappt hat, also das Isolationsgewebe reisfest genug ist, dann sollte das ja auch bei mir klappen.

 

Einzig wo ich mir richtig Gedanken gemacht habe ist wie ich den Quilt zusammenähen soll. Ich habe mich dann für folgende Idee entschieden. Alle Lagen wie folgt aufeinander zu legen: Apex, Äußere Decksicht, Innere Deckschit, Apex, dann einmal ca. 2cm am Rand herum vernähen, dann die Kanten mit Zickzackstich einfassen. Dann durch eine ca 25cm breite Stelle alles umstürmeln und per Leiterstich verschließen. Nun ca 3cm vom Rand her noch einmal auf den Stoffseiten eine Naht ziehen. Wie schon beschrieben, habe ich mir so erhofft, dass wenn der Aufbau per Zug belastet wird, dass durch diese Naht alle 4 Schichten am abgreifen sind und so die Gefahr von Rissen in einer Schicht nicht mehr bestehen kann.

 

Viele Grüße

Mathias

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Einzig wo ich mir richtig Gedanken gemacht habe ist wie ich den Quilt zusammenähen soll.

 

 

ich würde den quilt auf drei seiten auf links nähen, danach umstülpen und die letzte seite auf rechts zunähen mit kappnaht. so hab ich das bei einer iso-jacke gemacht.

 

was die zugbelastung angeht, könnte es auch reichen auf der anderen seite ein stück gurt- oder einfassband aufzunähen, z.b. so:

 

aussen (hier an einem umgebauten daunen-quilt):

 

1058182l.jpg

 

innen:

 

1058181l.jpg

... und tschüss.

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