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Ultraleicht Trekking
boelkow

Schlafsack Yeti VIB 250: Geeignet bis Frostgrenze?

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Hallo zusammen

Um meine Ausrüstung zu erleichtern und auch langsam in Richtung UL Gewicht zu kommen, beabsichtige ich, mir einen neuen Schlafsack zuzulegen. Dieser sollte im Extremfall für Nächte bis nahe an der Frostgrenze verwendbar sein (in Kombination mit einer TaR Neoair Xlite und Thermounterwäsche - notfalls auch Daunenjacke) primär wird er aber im Sommerhalbjahr eingesetzt werden. Zu mir als Person: Ich bin 174 cm gross und schlank gebaut, schlafe weder besonders warm noch kalt. Nun bin ich auf ein - so denke ich - interessantes Angebot gestossen: Ein Yeti VIB 250 in der Grösse M/L für 200 Euro. Die Daten des Yeti's sind:

Gewicht: 560 g

Dimensionen (L x B1 x B2): 205 x 77 x 52 cm

Körpergröße (max.): 175 cm 

Packmass: 14x22 cm (klein genug für UL?)

Komforttemperatur: 9 °C
Grenztemperatur: 5 °C 
Extremtemperatur: -9 °C

Nun möchte ich fragen, ob ihr diesen Schlafsack als für den angedachten Verwendungszweck ereignet erachtet und ob jemand Erfahrung mit der Qualität des VIB 250er oder allgemein Yeti Schlafsäcken hat. Alternativ sehe ich die Möglichkeit eines Cumulus Lite Line 200/300. 

Da ich mich bei Schlafsäcken nicht gut auskenne, bin ich froh um Tipps oder alternative Vorschläge 

Danke für eure Hilfe :-)

bearbeitet von boelkow

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Mit welchem Schlafsack hast du denn bisher welche Temperaturen wie zufriedenstellend gemeistert?

Wenn du, wie ich vermute, eine Frau bist, dann solltest du dich bei den EN-Angaben der Hersteller eher an den oberen beiden Werten orientieren, d.h. tendenziell die Komforttemperatur als den Grenzbereich betrachten und den Grenzbereich als den Bereich, in dem du bereits Zusatzkleidung verwenden musst. Nur der Tendenz nach – das Temperaturempfinden ist nun einmal sehr unterschiedlich.

Ein ganzer Schlafsack mit 250 g Daune ist letztlich weniger warm als ein Quilt gleicher Füllmenge, weil die Daune im Schlafsack sich ja auf eine größere Fläche verteilt.

Hast du einen Quilt schon erwogen?

Generell ist es lohnend, die Angebote im Biete-Bereichs des Forums zu verfolgen (den Faden zu abonnieren). Hier gibt es immer wieder Schnäppchen und die Erfahrung der Vorbesitzer mit dem Produkt gratis dazu.

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Den verwende ich seit Jahren! Packmaß ist super, Qualität auch. Passt quer in den Labu Packsack rein. 

Auf einer Neoair im Bivy mit allen Klamotten an warm bis - 5 Grad. Die Daunen kann man gut nach oben schütteln. Aufgeklappt als Quilt indoors nicht zu warm, z.B. bei Hüttentouren oder auf dem Jakobsweg. Auch im hohen Atlas mit Daunenjacke bei Nachtfrost warm genug. 

Für drei Jahreszeiten ziemlich ideal. 

Der Preis erscheint mir sehr gut, ich habe seinerzeit deutlich mehr bezahlt. 

bearbeitet von Norweger
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Also bei einer Komforttemperatur von 9 Grad und bei 250 Gramm Daune in einem Schlafsack käme ich nie und nimmer nahe an den Gefrierpunkt, fast egal, was ich sonst noch anhabe. Ich hab einen ganz alten (den ersten) VIB, damals noch 'Pound' und würde den auch mit Komfort 10 Grad einschätzen.

Bei gleicher Daunenmenge oder Gesamtgewicht kommst du mit einem Quilt wesentlich weiter, wie Stromfahrer schon sagte. Ich würde für den Temperaturbereich bei einem Schlafsack bei Deiner Größe 300 bis 350 Gramm Daune einplanen und beim Gesamtgewicht eher bei 650-700 Gramm landen. Bin aber auch eher verfroren, hab es schon mal geschafft, mit meinen 500 Gramm Daune im Cumulus Panyam bei 0 Grad zu frösteln. Norweger friert dafür im Yeti nicht. So unterschiedlich ist das Temperatur Empfinden...

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Danke für eure Einschätzungen. Ich merke, dass das Temperaturempfinden tatsächlich sehr unterschiedlich ist. Leider habe ich kaum Informationen über meinen derzeitigen Schlafsack, ist ein altes Modell und die Internetsuche gibt nichts her. Somit ist es schwierig, Vergleiche bezüglich meines Temperaturempfindens zu ziehen. 

Quilts würde ich auch in Erwägung ziehen, wenn dabei bei gleichem Gewicht/Packmass mehr Wärme erreicht werden kann, dann umso besser. Beim Gewicht  möchte ich bei maximal 550 bis 600g bleiben, für kältere Temperaturen habe ich bereits einen wärmeren Schlafsack. Welche Anbieter könnt ihr mir denn für einen 250g Daunenquilt im gleichen Preissegment (ca. 200 Euro) empfehlen?

 

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Du sprichst weiterhin von einer Daunenmenge von 250 g. Aber Norweger ist ein großer „fester“ Mann. Bist du ein Mann oder eine Frau? Eher schlank oder eher untersetzt?

Ich denke, ein Quilt oder M-Comforter mit 300-350 g Daune wäre die richtige Richtung. Zu wenig Daune ist ggf. zu kalt. Zuviel Daune hingegen kein Problem, weil man die zur Seite streichen oder den Quilt/Comforter als Decke benutzen kann.

Wieviel Geld bist du  bereit auszugeben? Soll es Neuware sein?

Es ist vorteilhaft, wenn man in einem Schlafsack wie dem von Yeti die Daunen von unten nach oben schütteln kann. Allerdings sollte die Rückseite des Schlafsacks dann auf der Matte befestigt werden können, damit du beim Drehen mit dem Schlafsack keinen kalten Rücken bekommst. Darum ist auch in diesem Fall ein Quilt die bessere Option, weil der auf der Matte fixiert wird.

Wie man einen Quilt fixieren kann und wie gut man sich darin bewegen kann, kannst du dir in meinem Video ansehen.

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Zitat

Du sprichst weiterhin von einer Daunenmenge von 250 g. Aber Norweger ist ein großer „fester“ Mann. Bist du ein Mann oder eine Frau? Eher schlank oder eher untersetzt?

Ich bin ein Mann, bei 174 cm Körpergrösse rund 60 kg schwer, also definitiv schlank ;-)  Meine Priorität liegt bei diesem Kauf klar bei einem kleinen Packmass und geringem Gewicht, da bin ich auch bereit, bei der Wärme des Schlafsacks/Quilts gewisse Abstriche zu machen.

Zitat

Wieviel Geld bist du  bereit auszugeben? Soll es Neuware sein?

Mein Budget beträgt rund 200 Euro. Gebrauchtware in gutem Zustand kommt auch in Frage.

Vielen Dank für das lehrreiche Video!

bearbeitet von boelkow

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vor 48 Minuten schrieb boelkow:

Meine Priorität liegt bei diesem Kauf klar bei einem kleinen Packmass und geringem Gewicht, da bin ich auch bereit, bei der Wärme des Schlafsacks/Quilts gewisse Abstriche zu machen.

Unter den beiden von dir genannten Modellen würde ich den Yeti wegen der durchgehenden Kammern (Flexibilität, Deckennutzung) bevorzugen. Mit Fleecewäsche wäre der für mich (183/65) bei 5° und Nutzung im windgeschützten Shelter sicher an der Grenze.

Andererseits bin ich mit dem billigen Windhard Quilt (neu ca. 87 Euro, gebraucht hier im Forum erworben, Upfill auf 340 g Daune, Gesamtgewicht 488 g) die HRP gelaufen und war bei 4° noch angenehm temperiert (noch Komfortbereich). Da war also genau die Notfallreserve nach unten drin, die du beschreibst. Der ist sehr klein verpackbar (Cola-Flasche), als Decke oder Quilt oder Mantel nutzbar und dank der leichten 7D-Hülle bei gleichem Gewicht mit mehr Füllung versehen (ab Werk 290 g). Allerdings durchgesteppt. Der ist inzwischen mein 3-Jahreszeiten-Goto. (Trekkerling war mit seinem allerdings nicht zufrieden.)

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Nach einigem Überlegen ziehe ich nun den Cumulus M350 Comforter als Alternative zum VIB in Betracht. Mir gefällt die Vielseitigkeit eines Quilts/Comforters und das Gewicht von 560 g liegt auch noch im Rahmen. Mit 199 Euro läge er auch in meinem Budget. 

Hat jemand von euch Erfahrung mit Cumulus Produkten oder dem M350 ganz im Speziellen? Ich habe bisher gemischte Reaktionen zur Qualität von Cumulus gehört/gelesen und bin deswegen etwas zögerlich. Siehe dazu beispielsweise folgenden Faden: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5593-qualität-cumulus-schlafsäcke-bzw-quilts/.

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vor 13 Minuten schrieb boelkow:

Hat jemand von euch Erfahrung mit Cumulus Produkten oder dem M350 ganz im Speziellen?

Meine Tochter hat einen M400 und war damit im spätsommerlichen Sarek sehr gut temperiert.
Ich habe einen L430 (entspricht M350) und war dort ebenfalls nach unten hin (leichte Minusgrade) gut aufgehoben.

Bei deiner Größe ist ein M350 zweifellos eine gute Wahl. Viele Einschätzungen und Infos zu Befestigungsvarianten und Fußboxgestaltung findest du hier im Comforter-Faden.

Der M350 ist recht klein verpackbar, allerdings etwas dicker im Packmaß als der Yeti 250.

Ich würde den Mehrpreis von ca. 30 Euro in hydrophobe Daune investieren. @wilbo hat dazu mit der von Cumulus verwendeten Daune einen ausführlichen Test gemacht.

vor 13 Minuten schrieb boelkow:

Ich habe bisher gemischte Reaktionen zur Qualität von Cumulus gehört/gelesen und bin deswegen etwas zögerlich. Siehe dazu beispielsweise folgenden Faden: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5593-qualität-c

Der von dir zitierte Faden spricht doch für sich selbst. Ja, es gibt Fälle von Mängeln. Es gibt aber auch entsprechende Erfahrungen von gutem Service. Bei welchem Hersteller kann man schon am Telefon mit Machern sprechen? Wenn du das Thema vertiefen willst, bitte im von dir genannten Faden.

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vor 12 Minuten schrieb boelkow:

Hat jemand von euch Erfahrung mit Cumulus Produkten oder dem M350 ganz im Speziellen?

Weitere Infos findest Du auch im Revelation/Sea to Summit Faden. Da geht es nach einer Weile auch um den Comforter. Aber der von Stromfahrer verlinkte Comforter Faden ist schon sehr aussagekräftig und komplett.

Der von Dir verlinkte Faden von Andy zur Cumulus Qualität muss man etwas mit Vorsicht genießen bzw. man muss wissen, dass Andy einen sehr hohen Anspruch an Daunenschlafsäcke hat. Sagt er im Faden dann ja auch mehrfach selbst. Er wollte in dem Faden lediglich den Hype etwas bremsen. Die Dinger (hab ja selbst zwei Cumulus Produkte) sind ganz ok und für den Preis eigentlich hier in Europa konkurenzlos. Wer mehr will, muss mehr zahlen (bei Yeti, Western Mountaineering, Valandré oder übern Teich bei Katabatic Gear, Enlightened Equipment, Feathered Friends und und und...).

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Hab ein Cumulus Quilt 250 und den Western Mountaineering Apache GWS. Beide Schlafsäcke funktionieren gut mit einer isolierten Matte bei Frostgrenze. Die Neo Air Xlite kann ich nicht empfehlen bei frostigen Boden, da zieht die Kälte einfach durch den Schlafsack und ich friere die ganze Nacht. Jede andere Matte mit Isolierung bereitet mir einen besseren Schlaf e.g. NeoAir XTherm.

bearbeitet von hikedev

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Ich habe auch einen Cumulus Quilt 250 zusammen mit LaBu UL-MAT und TAR Xlite in Benutzung. Selbst mit allen Klamotten an, friere ich bei Frostgrenze.  Meine Maße übrigens 173 cm / 65 kg.

Ich würde mir inzwischen eher den Cumulus Quilt 350 kaufen.

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Ich bin 190cm und wiege ca. 115kg.:-o

Bei der - 5 Grad Nacht in der Brex hatte ich buchstäblich alles (!) an, inkl der Regenklamotten. Komfort ist anders. 

Heute würde ich tendenziell auch zu 350g Daune greifen und den Bivy weglassen. Dafür wäre das Packmaß wahrscheinlich etwas größer. 

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250g Daune würden mich nicht warm bekommen bei Temperaturen um null Grad. Gemessen am Faktor Erschöpfung und Essenvorrat im Bauch würde ich mindestens 350g brauchen. Evtl sogar mehr. Bin aber auch echt ne Frostbeule. 

Zu beachten wäre in der reinen Diskussion übrigens für mich dass der CuinWert der Daune beachtet werden muss. Ne 600er Daune wird wohl nicht die Wärme halten wie eine hochwertige Daune beispielsweise von WesternMountaineering. 

 

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Also, ich hab heute Nacht des erste mal den EE Revelation 30F von @aboyandhistree ausprobiert und bin überrascht wie gut das Ding warm gibt, als jemand der aus der Schlafsack Fraktion kommt, bei mir sind übrigens 350g Daune drin und mit Pulli und Hose kam ich bis 0Grad danach hat meine sea to summit nicht mehr isoliert und ich bin um 4 Uhr morgens rein bei -3 Grad. Also alles in allem positiv überrascht.

Try it!

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