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Ultraleicht Trekking

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So eine Reise kostet eine Menge Geld, wuerde ich mir nicht versauen, in dem ich ein nicht so gut geeignettes Zelt mitnaehme...

Ich wuerde was Neues kaufen, im, Doppelwand-Bereich ein Chinook 2 oder ein Portal 2 im Single Wall = Tarptent-Bereich ein Duplex, da wird btw gerade eins im Biete-Bereich angeboten...

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die antwort auf alle fragen ist ein mid :-)

dcf, locus gear und vergleichbare. können alles ab, sind am leichtesten zu reparieren und zur not funktionieren sie auch als boothy bag. wie man das aufstellt, falls "freistehend" naheliegend erscheint, lernt man by doing.

bin ich seit island (2010/2012) überzeugt von. wir mit viel kraft ein jannu hingestellt, als alle anderen abbauten - bis auf: neben uns stand schon ein sl 3 - und blieb stehen (ca 110 kmh die böen, nicht selbst gemessen, alftavatn). bei dem anderen sturm war ich froh, dass wir rechtzeitig in der hütte waren. die war an stahlseilen in den fels gespannt - und vibrierte (fast 180 kmh, nicht selbst gemessen, eisregen, loensoraefi). ergo: nächstes mal island mit mid [tja ... noch nicht wieder hingekommen...]

ich war noch nicht in patagonien, hab aber gehört, dass der wind sich von island unterscheidet, weil er viel länger bleibt.

"die reise nicht versauen lassen" kann schnell einen "pack your fears"-anteil kriegen. 

da ihr das nallo doch wahrscheinlich schon wo stehen hattet, wo eigentlich "freistehend" besser wäre und es auch sonst gut kennt (nicht zugig, dicht, stabil) würd ich euch empfehlen, das nallo mitzunehmen. so wie ich mich kenne, würd ich mich bei "dreifachneu" (neue zivilisationsferne, neues wetter und neues leichtes zelt) schneller in ne hütte (hotel, bus...) verkrümeln. ergo: --> schweres zelt verwenden, das andere zeug leichter kriegen und statt zelt nach einem rucksack gucken, der für den gegenwärtigen kompromiss am besten ist (und zukünftig zb winterrucksack wird...)

lightwaves und 2er chinook (in die richtungen würd ich als mittelweg auch gucken) sind nun auch nicht sooo leicht. mit der leichten stangenvariante von bigsky würde ich nicht in den wind fahren wollen.

gehen ... tut wahrscheinlich alles, empirisch ist ja alles immer halb so wild (mal abgesehen von der dientes tour. wenn das die ist, von der ich meine mal gehört zu haben, würde ich wohl noch ein ersatzzelt mitnehmen wollen).

ps: schau mal hier, erstes foto, wo guckt fotografin da denn raus? :-)

 

 

bearbeitet von hans im glueck

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Wir haben uns für das Nallo entschieden, gegen das BigAgnes Tiger Wall. Ausschlaggebend dafür ist die Wassersäule beim BigAgnes in Verbindung mit sehr knapper Isomatte und Daune in Verbindung mit Matschbodengefahr. Ich stell mir das ein bisschen wie Nordschweden vor, nur ohne Trockenraum in jeder Hütte. Noch etwas Neues zu besorgen erscheint uns momentan unverhältnismäßig "konsumig". Nun, das macht halt anderthalb Kilo für jeden von uns (für mich also wie mein 1Personenzelt plus Bärenkanister:o).

Aber definitiv sollte ich mich mal anfangen mit Pyramiden zu beschäftigen - mir hat das beim letzten Berliner Stammtisch Spaß gemacht!

 

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So, nun bin ich wieder zurück. Ich berichte hier über meine  / unsere Erfahrungen in bezug auf die Zeltwahl:

Zur Wahl standen BA Tigerwall, ganz neu und unser norwegenradtourenerprobtes Hilleberg Nallo3GT, für das wir uns letzendlich entschieden haben.

Auf der Tour an der Magellanstraße in Richtung Cabo Froward sind wir nur bis zum Leuchtturm San Isidoro gegangen. (Viel weiter hatten wir aber auch nicht geplant). Patagonischer Starkwind aus Westen, aber wir hatten ein total windgeschütztes Plätzchen fünf Meter hinterm Strand. Da hätte alles gereicht, was Regen abhält.

Auch auf der Torres del Paine - Runde (8 Übernachtungen, "W" plus "O" plus rauswandern zur Administration) war es der overkill, schon weil alle Nächte nur auf bewirtschafteten Campingplätzen, OT: meist sogar mit warmer !!! Dusche!!!!! übernachtet werden darf. Immer gab es auch windgeschützte oder wenigstens weniger windausgesetzte Plätze. Außerdem waren nicht alle Mietzelte ausgebucht, und wenn es hart auf hart gekommen wäre, hätten die einen bestimmt auch dort vor Ort eins mieten lassen (40 USD pro Nacht hätte das gekostet für so eine Art Geodät von North Face). Ausgebucht waren eher die Plätze für Leute mit eigenem Zelt. Es hat aber bestimmt auch eine gewisse Rolle gespielt, dass wegen der politischen Situation im Oktober / November viele Leute sich andere Reiseziele als Chile gesucht haben. Und das "W" ist natürlich noch viel komfortabler, die haben sogar Bunkrooms für den der so was mag (und bezahlt). Wir haben ein Pärchen gesehen, das den ganzen Weg mit einem STS Tarp gegangen ist (in dem Wissen, dass es Backupmöglichkeiten gibt).

Auch zu Weihnachten auf dem Circuito de los Dientes de Navarino hätte das neue Tiger Wall im Prinzip gereicht - und war das Nallo GT nicht absolut ideal, (aber toll, weil wir relativ kurze Etappen gemacht haben). Dort war es dann auch einsamer. Bis auf die erste Nacht haben wir alle von uns genutzten Zeltmöglichkeiten für uns alleine gehabt. Mit dem Wetter hatten wir riesiges Glück, es regnete fast nur nachts. Oder jedenfalls, wenn wir schon oder noch im Zelt waren. Zum Teil war es sehr windig, was in den Tälern an den Seen zu unberechenbaren Starkwindböen aus wechselnden Richtungen führte, und der Boden ist zum Teil sehr moorig und durchweicht. Einerseits wegen Schneeschmelze und andererseits wegen der  nordamerikanischen Biber, die die Tallandschaften mit ihren Dämmen umgestalten. Ein echtes Problem dort.

Warum unser Zelt nicht ideal war? Ich meine natürlich zusätzlich zu seinem Gewicht von 2,9kg? Wegen seiner Grundfläche. Man braucht für das Zelt mit der riesigen Apsis ungefähr so viel Platz wie für einen Mittelklassewagen. Wir haben jedesmal einen gut bis sehr gut geschützten Platz auf nichtdurchweichtem Boden gefunden - aber dreimal wirklich nur deswegen, weil wir die einzigen waren (und zusammen zwei ziemlich gutes Näschen für schicke Plätze haben).

Das TigerWall wäre auch ok gewesen, weil man für kleine Zelte eher windgeschützte Plätze findet. Oder auch ein Duplex, oder eben alles, was Wind abkann und unten hinreichend dicht ist. Alles, was Skandinavien und Schottland kann. Dann hätte ich mir aber bei der geringen Wassersäule des TigerWall-Bodens mit meinem Daunenquilt lieber eine Ganzkörpermatte, nicht die 90-cm-Prolite, mitnehmen sollen.

Wir hatten übrigens keine Mücken - aber vielleicht waren wir eine Woche zu früh. In ein paar stehenden Pfützen wimmelte es.

 

bearbeitet von cafeconleche
Interpunktion

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Unser Sturm-Tunnel war absolut ok. Hätte auch (was ja auch hätte passieren können) noch eine Ecke mehr ausgehalten. Heringe haben wir eigentlich fast überall reinbekommen. Es waren aber die original Aludinger von Hilleberg beigelegten, nicht so Titan-Dinger im V-Profil. Und die halten auch gut, wenn man sie wirklich versenkt. Wenn nicht, gab es aber auch Steine, mit denen man im Zweifelsfall zusätzlich absichern konnte. Mit Groundhogs an den wichtigen Stellen und Minigroundhogs oder so an den weniger exponierten bist du aber auch gut bedient.

Bei der Magellanstraßentour Richtung Cabo Froward weiß ich natürlich nicht, wie das weitergeht. Falls man sich da irgendwann mit seinem Zelt am Strand in den Sturm aus Westen stellen muss, ist man womöglich unter einem flachen Tarp besser aufgehoben als in einem hohen Zelt.

Lustig war das auf einigen Zeltplätzen am Paine-W: Die meisten Zelt-Plätze (du bekommst einen der nummerierten Platze zugewiesen) sind auf Holzplattformen, und du benutzt keine Heringe, sondern bekommst Schrauben mit einer großen Öse oder schlingst deine Leine um die Bretter der Plattform. Unser 8-m2-großes Zelt war zu groß dafür, deswegen bekamen wir einen Extraplatz auf dem Boden.

 

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