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Ultraleicht Trekking

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  1. Ich bin grad zurück von der Via Ellenica und möchte kurz meine Erfahrungen zusammenfassen. Wann: 27. März bis 3. April 2026 Wetter: eher durchzogen. Meist bedeckt, oft Regen. Tagsüber okay, aber vor allem nachts recht kalt (oft einstellig). Für draussen schlafen wäre es mir zu nass-kalt gewesen. Vermutlich hatten wir etwas Pech, ich würde normalerweise mildere Bedingungen erwarten. Organisation: Die offizielle (?) Website ist sehr gut gemacht und liefert viele brauchbare Infos (Etappen, GPX, ÖV, Unterkünfte etc.). Die GPX-Tracks sind zuverlässig. Der Weg ist insgesamt ca. 170 km lang, das deckt sich auch mit meinem GPS-Track. Die Markierung ist nicht durchgehend. Ohne GPS/Smartphone würde ich es nicht empfehlen. Kartenmaterial: Ich habe Outdooractive mit openTopo genutzt, das wirkte ausreichend aktuell. Wasser: Kaum natürliche Wasserquellen. Ich habe nie Bäche oder Seen gesehen, aus denen ich hätte trinken wollen. Auch Brunnen in Dörfern sind selten. Man muss sich darauf einstellen, Wasser in Läden zu kaufen oder in Restaurants aufzufüllen. Verpflegung & Unterkünfte: In den Ortschaften gibt es meist kleine Läden, Bäckereien etc.. Versorgung grundsätzlich gut, aber mit langen Siesta-Zeiten (teils bis 16:00). Restaurants öffnen oft erst ab 20:00. Wer früher essen will, landet schnell bei Pizza/Focaccia , die gibt es dafür fast überall, sehr gut und sehr günstig (Pizza ca. 5–8 €, Focaccia ~1.50 €). Unterkünfte waren ausreichend vorhanden und meist mit Heizung/Klima, was bei diesen Temperaturen wichtig war. Das würde ich ggf. im Voraus prüfen. Menschen: Sehr freundlich und entspannt, vor allem im Hinterland. Wandertourismus scheint kaum vorhanden, ich habe praktisch niemanden auf dem Trail getroffen. Draussen schlafen: Grundsätzlich möglich, aber wegen Wasserknappheit und Landwirtschaft nicht immer ideal. Es gibt mehr Waldabschnitte als z. B. auf Teilen der Via Francigena (Sizilien). Anreise: Von der Schweiz sehr gut machbar: Bern → Milano → Nachtzug nach Bari (Einzelkabine, bequem), Ankunft morgens ca. 08:00, dann weiter nach Alberobello (Startpunkt). Bari selbst ist einen Abstecher wert. Charakter des Weges: Ruhig, wenig touristisch, teilweise sehr idyllisch (Schluchten, Landschaft), aber auch unspektakuläre Abschnitte durch Felder. Relativ hoher Anteil Teerstrassen (geschätzt ~1/3). Meist wenig Verkehr und rücksichtsvolle Autofahrer, aber es bleibt Asphalt. Gerade bei Städten läuft man oft längere Stücke hinein und wieder hinaus auf Strasse. Abkürzungen sind schwierig, da Alternativen meist ebenfalls Teer sind. ÖV unterwegs: Mit Zug relativ einfach. Busse sind deutlich mühsamer (unübersichtliche Anbieter, Ticketkauf etc.). Fazit: Ich bin etwas ambivalent. Der Weg ist ruhig und kulinarisch sehr dankbar, aber landschaftlich nicht durchgehend spektakulär und mit relativ viel Asphalt. Empfehlenswert vor allem, wenn man eine entspannte, wenig frequentierte Wanderung sucht, gerne gut isst und sich an Teerstrassen nicht allzu sehr stört.
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  2. Vielen Dank für eure Anregungen und Tipps. Ich werde drüber nachdenken. 😄 @Blickpunkt Das T-Shirt ist mein Schlafshirt. Genauso die Stadthose und lange Unterhose sind auch zum schlafen.Über den Sunhoodie denke ich nach. Die beiden Fleece-Buffs wenn's nachts kalt ist oder tagsüber die windig wird. Und diese Sturmhaube trage ich nachts. Ich bin einfach etwas verfroren. Und fürs nächste Mal schaue ich mich noch nach einem leichteren Midlayer um. @RaulDuke Das hatte ich tatsächlich mal auf Consumable, aber ich hatte den Eindruck ich beschummel mich selbst damit. 😉 @GibbonJa, danke für den Hinweis. 😃 Ich behalte die Temperaturen im Auge und nehme auf jeden Fall beides mit.
    2 Punkte
  3. Hallo, hier nur ein kurzer Abriss der Wanderung mit ein paar konkreten Tipps von mir. Berichte gibt es ja sonst schon genug.... An- und Abfahrt: Hin: Flug von München nach Lissabon um 6:00 Uhr, dann S-Bahn vom Flughaften zur Station Oriente, dann Flixbus nach Sines, dann ein Bolt-Taxi (8 €) zum Startpunkt am Strand. Um 13:00 Uhr war ich am Wandern. Das hat alles wunderbar geklappt. Zurück: Rede Express-Bus von Sagres nach Lissabon um 8:45 Uhr, habe mir Lissabon angesehen und einmal übernachtet, dann Rückflug am nächsten Tag. Würde ich so aber nicht wieder machen, weil nach einer Woche auf dem Trail hat mich das Treiben in Lissabon wirklich extrem genervt (kleiner Anflug von Trail-Depression). Zum Trail: Ich bin vom 16.03. bis zum 22.03. von Sines nach Sagres gewandert und bin dabei immer auf dem eigentlichen Fischerweg geblieben. Der Trail ist insgesamt sehr schön, tolle Landschaft, viele Single-Trails, wenig Straßen (auch die "unschönen" Etappen waren für meinen Geschmack durchaus ok, kein Grund diese zu skippen). Ich war das erste Mal am Meer wandern, das hat mir sehr gefallen. Das Wetter war eher schlecht (viel Regen, viel starker Wind, teilweise Sturm), dafür waren die Wellen wohl recht stark, was den teilweise schon gewaltigen Eindruck der Küste noch verbessert hat. Kann ich wirklich empfehlen! Wegen starker Regenfälle in den Wochen und Monaten davor waren ein paar Brücken/Übergänge in Mitleidenschaft gezogen. Gelegentlich musste man deshalb durch ins Meer fließende Bäche waten, die wegen der aktuellen Regenfälle in einem Fall auch mal ca. 1 m tief waren. Sonst ist der Trail aber m. E. recht einfach und auch für Einsteiger gut wanderbar. Ich habe allgemein gewisse Knieprobleme, hier aber keine Probleme, weil der ständige Wechsel zwischen Auf und Ab deutlich besser für meine Knie ist als 4 Stunden hoch und dann 4 Stunden runter. Auch der weiche Sand war mit den Stöcken kein Problem. Ich war aber einer der wenigen, die Stöcke dabei hatten. Ich habe wild gecampt, was sehr schön war und im Wesentlichen auch gut möglich (schwierig vielleicht nur im Abschnitt Vila do Bispro - Sagres, da dort nur offene Landschaft). Das hatte auch den Vorteil, dass wenn ich jeweils hinter den typischen Abschnitts-Ortschaften übernachtet habe und entsprechend früh losgelaufen bin, manchmal über Stunden keine anderen Wanderer getroffen habe. Wenn ich das anders gemacht habe, also vor den jeweiligen Ortschaften übernachtet und dann morgens mit den anderen Wanderern so um 9 oder 10 Uhr hinter den Orten zusammen getroffen bin, war schon deutlich mehr los. Insgesamt ging es aber zu dieser Jahreszeit, es war nicht wirklich überlaufen. Ich hatte den Eindruck dass die allermeisten Wanderer jeweils die offiziellen Etappen-Tagestouren gehen, weshalb der Trail dann am Nachmittag auch zunehmend leer war. Versorgung ist alle 10 bis 15 km durch kleine Ortschaften mit Minimarkt problemlos möglich. Ausrüstungstipps: Wie gesagt, das Wetter war eher schlecht. Ich hatte nur einen Regenschirm dabei, sonst kein Regenzeug. Das war ein Fehler, Regenschirm bei starkem Wind ist für den A.... Bin also regelmäßig ziemlich nass geworden, einmal auch pitschpatschnass (bei Tagesniederschlagsmenge von 28 mm), so dass ich dann doch mal auf einen Campingplatz gegangen bin, für Waschmaschine und Trockner. Das nächste mal also wieder normales Regenzeug. Ansonsten hatte ich einem 250-er Daunen-Quilt, das war völlig ausreichend, könnte man ggf. auch was leichteres mitnehmen. Kritisch waren die Heringe, ich hatte Swiss Piranhas dabei (weil ich gemeint habe ich komme mit anderen nicht durch die Handgepäck-Kontrolle), habe aber nicht berücksichtigt, dass dort alles praktisch ausschließlich äußerst leichter Sandboden ist. In Kombination mit dem Wind (eine Nacht gab es offizielle Sturmwarnung) waren die Heringe dann im Wesentlichen untauglich und ich musste mir mit eingegrabenem Strandmüll abhelfen, bevor ich dann in einem Ort in so einem Chinesen-Allroundladen massive Stahlheringe (das waren die einzigen, die sie hatten) gekauft habe. Nix mehr mit Ultraleicht ab dann. Empfehlung: Sandheringe mitnehmen! In diesem Zusammenhang ein Tipp: Bin ja ein Sparfux und buche daher allgemein eigentlich nur Handgepäck, habe dann aber immer das Problem, dass ich nicht weiß, ob ich mit meinen Wanderstöcken durch die Sicherheitskontrolle durchkomme und wie es mit Heringen ist. Jetzt hatte ich kurz vor dem Abflug ein SMS der Fluggesellschaft bekommen, man möge doch bitte sein Handgepäck aufgeben, weil der Flug recht voll sei. Die Dame bei der Gepäckaufgabe meinte zu mir, dass man bei den allermeisten Fluggesellschaften immer sein Handgepäck auch kostenlos als normales Gepäck aufgeben könne. Somit entfällt dann der Ganze Stress mit Wanderstücken, Heringen, Messer das man sich vor Ort erst noch wieder kaufen muss. Der Weg ist exzessiv beschildert. Ich hatte mir noch eine Karte auf Osmand heruntergeladen, damit ich ohne Internet immer eine gute Übersicht hatte, das war völlig ausreichend. Ich hatte zum Testen auch eine Smartwatch mit Navigation dabei (Amazfit Active Max, kurz vorher gekauft) und hatte mir dafür von irgendsoeiner schwindligen Seite die gpx-Datei heruntergeladen, ohne die genauer vorher angesehen zu haben. Offenbar sind die dafür häufiger auf anderen Wegen des Wegenetztes gewandert, jedenfalls nicht auf dem original Fischerweg, weshalb das dann nicht wirklich geklappt hat. Hatte aber auch keine Not das noch zu ändern, weil der Wege ja ohnehin super ausgeschildert war. Fazit: Hat mir sehr gefallen, kann ich wirklich weiterempfehlen! Gerd
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  4. 😂 genau 👍🏻 das ist zum Holz spalten, schnitzen usw. gedacht… und wird nur mitgenommen (genau wie die Säge) wenn wir auf den Trekkingplätzen Feuer machen dürfen… die Plätze sind meistens ziemlich leer gefegt was Kleinholz angeht, daher greife ich da gerne zu herumliegenden, dünnen Stämmen und mach die fürs Feuer klein 🏕️🔥
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  5. Da wird man alt wie eine Kuh, und lernt immer noch dazu: Du markierst den o.a. Link mit der Maus (das ist das das Ding in Deiner Hand). Dann hälst Du die Steuerungstaste Deiner Tastatur (kann "Strg" oder "CTRL" heißen) gedrückt und drückst zusätzlich "C". Im Adressfenster Deines Browsers drückst Du die Steuerungstaste und gleichzeitig "V". Voila: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/146423-országos-kéktúra-in-ungarn/
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  6. Multimat Superlite 25. gibts für 30-40€ und wiegt 300g ca
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  7. @ThoBerg Ich kann momentan keine aktuelle Empfehlung geben, da ich immer noch ein paar Tüten vom alten Arbeitgeber nutze (durchsichtig, 70l, super robut und trotzdem leicht). 😅 Eine Tüte hält bei mir meist 2-3 Jahre bzw. bis zu 30 Wanderwochen. Mit Tapen wäre das sogar noch ausbaubar. Theoretisch kannst Du jede Tüte nehmen, die vom Volumen gleich oder größer als der Rucksack ist. Der Rest ist Geschmacksache. Profis kaufen Rucksackliner beim Outdoorhändler ("Nylofume", Gossamer Gear pack liner). Ein Schwerlastliner wäre beim Fliegen von Vorteil, da man ihn vor dem Einchecken ohne Angst vor Zerstörung um den Rucksack machen kann. Nimm einfach irgendeine Rolle "60l reißfeste Müllbeutel" für 3€ von Swirl oder Pely aus dem Supermarkt. Die sollten nicht so schwer wie Schwerlastsäcke sein und trotzdem ohne Probleme länger halten. 😉
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  8. Mountain Equipment kündigt sein "The 2 kilo project" für den 21.04. an: Zelt (565g), Rucksack (400g), Matte (455g) und Schlafsack (505) mit insgesamt 2kg (1,925kg 😄).
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  9. Hahahahaha, da sind regelmäßig Betrüger unterwegs. Es vergeht keine Woche, seit mehr als drei Jahren, an denen ich nicht mindestens einen melde! Immer wenn jemand etwas verkauft, was angeblich neu oder neuwertig ist und der Preis weniger als die hälfte des Neupreises liegt, ist es ein Betrüger! Jedenfalls wurden die Anzeigen immer gelöscht. Wenn man jemanden meldet und man möchte eine E-Mail Bestätigung, dann muss man vorher einfach eine Konversation starten, mit dem Verkäufer. Dann bekommt man, im Falle einer Löschung, eine E-Mail, die vor dem Verkäufer warnt! Ich habe mehrere, dauerhafte Suchanfragen, beim Kleinanzeiger und schaue täglich nach… Ich kaufe dort auch regelmäßig Sachen, aus dem UL Bereich und bin noch nie reingefallen. Aber man muß sich halt im Griff haben. Sieht das Angebot zu gut aus, ist immer Vorsicht geboten. Auf jeden Fall würde ich immer, vor dem Kauf, eine Konversation starten, mit dem Verkäufer. Fragen zum Produkt stellen, fragen, ob er Forumsmitglied ist, etc… Ich kaufe natürlich auch bei nicht Forumsmitgliedern, aber bei so einem „gespräch“ verraten sich viele, vor allem dadurch, das sie solche Fragen meistens gar nicht beantworten. Kann natürlich auch jemand sein, der keine Lust hat, zu Antworten, aber dann hat er eben Pech gehabt, das ich seinen Kram nicht kaufe. Ich zahle übrigens in 90% der Fälle, sogar mit Paypal Friends & Family, bin aber, wie oben schon erwähnt, noch nie einem Betrüger aufgesessen. Bei 10€ Artikeln, kann man davon ausgehen, daß sie keine Betrüger sind, aber mehrere Hundert Euro, für Rucksack, Zelt oder Quilt, da muss man halt vorsichtig sein! Aber der Kleinanzeiger ist und bleibt meine häufigste Bezugsquelle, für „neues“ Gear. Mehr als 8 Rucksäcke, 2 Quilts, oder je mehrere Zelte, Tarps, Meshshelter, Luftmatratzen, etc… und diversen Kleinkram. 90% davon habe ich dann, nach kurzem Ausprobieren, wieder weiterverkauft. Übrigens meistens, ohne einen € Wertverlust!!
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  10. Eine kleine MYOG-Bastelei - ausnahmsweise mal ohne Nähen. Ein Geldbeutel aus einer Kaffeetüte. Bei mir im Büro nutzen wir einen Kaffee - Vollautomat. Dabei fallen immer wieder Kaffeetüten an, die an sich sehr stabil sind. Innen sind sie mit einer Plastik und einer Alu-Schicht beschichtet, außen befindet sich eine bedruckte Plastikschicht. Ich habe mich ja immer gefragt was man daraus machen könnte und blieb immer wieder gedanklich bei kleinen Geldbeuteln oder Taschen hängen. Nach der Anleitung aus einem Youtube-Video habe ich dann einen Prototyp für einen Geldbeutel gebaut. Der Vorteil hierbei ist zum einen die Alu-Beschichtung der Tüte. Dadurch wird der Inhalt RFID-Sicher. Das heißt Scheck-/Kredit-Karten usw. können nicht von außen ausgelesen werden. Das Kartenfach befindet sich an der Seite. Der zweite Vorteil: Gewicht 16 g Damit ist das Teil leichter als meine bisherige, gekaufte Variante von Sea-to-summit.
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