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Ultraleicht Trekking

kImperator

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  1. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf ChristianS in 90 Grad Hängematten-Setup 2.0   
    Hallo Gemeinde,
    nach meinem ersten 90 Grad Hängematten-Setup folgt hier nun die gewichtsoptimierte Version: (alle Bilder sind von mir) 

    Das Tarp:
    Das Tarp entstand hauptsächlich beim letzten MYOG-Treffen im Juni. Diesmal habe ich als Hauptmaterial das 19g/m² DCF gewählt, das es in schwarz eine Zeit lang bei Extremtextil im Angebot gab. Die Verstärkungen sind aus 100g/m² Hybrid-DCF, es lag noch vom letzten Rucksack ein wenig rum. Die Nähte sind als Doppelkappnaht ausgeführt und zusätzlich getaped. Der Schnitt wurde auf die DCF-Breite und den Bodenaufbau als Halbpyramide optimiert.

    Das Schnittmuster 

    Gewicht inclusive aller Leinen

    Verstärkungspunkt für Halbpyramidenaufbau 

    Abspannpunkt

    Bodenaufbau als Halbpyramide mit Beak
    to be continued
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    kImperator hat eine Reaktion von Konradsky erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    Wenn deine Schwägerin dir am Telefon erzählt, dass du ja sowieso immer mit so wenig Gepäck reist, da sollte ja noch genügend Platz im Koffer für sie sein.
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    kImperator reagierte auf Andreas K. in Topfstand/ Windschutz für Topftassen   
    Ein jeder Topf braucht einen Ständer...
    In den letzten Jahren hatte ich viele Topfstand- / Windschutzkombinationen ausprobiert, doch nie hatte mich eine der Möglichkeiten vollends überzeugt:
    Drahtgestelle waren zwar leicht, aber wackelig. Der zugehörige Windschutz war flattrig.
    Konen gewährten da schon einen deutlich stabileren Stand, waren aber natürlich auch schwerer. Wirklich störend aber war das Packmaß: Zusammengerollt zu lang, um es in der Tasse zu transportieren. Da die dünnen Folien aber wirklich empfindlich bzgl. Deformation waren, brauchten die Konen zwingend eine stabile Transporthülle, was erhebliches Mehrgewicht bedeutete.
    Meine faltbaren Topfstand- / Windschutzkombinationen aus drei zusammen zu steckenden Seitenteilen ermöglichten einen wirklich sicheren Stand der Töpfe und waren dabei nur geringfügig schwerer als ein Konus ohne Transporthülle. Außerdem waren diese durch das relativ dicke Blech sehr robust. Aber das Packmaß war auch hier ungünstig: die Teile passten formbedingt leidlich in die Topftasse, was in den Rucksack gepackt bei Bewegung unangenehmes Klappern erzeugte.
    Kurzum, ich hatte Bedarf an einer neuen Konstruktion. Aus meinen Überlegungen entstand der „Feuerstuhl“. Ein einfacher im Querschnitt runder Windschutz mit zwei eingeschobenen Stäben (z.B. Häringen) als Topfstand. Zusammengerollt schmiegt dieser sich an die innere Topfwand an und ragt nicht über den Rand hinaus. Das Material, 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie, ermöglicht ein sehr geringes Gewicht des daraus gebauten Objektes. Es ist aber zugegebener Maßen nicht für die Ewigkeit gebaut, da das Aluminium durch die Hitzeeinwirkung im Brennraum weich wird. Aber ich habe so einen Topfstand seit immerhin knapp zwei Jahren in Betrieb, und der funktioniert noch. Den Verschluss für den Windschutz habe ich mir bei den Chinesen abgeschaut – ja, kopieren geht auch andersherum . Aber wie ich erst kürzlich gelernt habe, ist in der chinesischen Kultur das Nachahmen und ggf. Verbessern eines bestehenden Produktes Ausdruck größter Bewunderung und Wertschätzung an einer Erfindung. Es ist also eine Ehrerbietung gegenüber dem ursprünglichen Erschaffer des kopierten Objektes.
    Aber nun zu den Details:
    Im Betriebszustand hat der Windschutz die Maße von 110 mm Durchmesser bei einer Höhe von 86,5 mm. Das Packmaß ist limitiert durch die Höhe von 86,5 mm. Der Durchmesser ist durch das Zusammenrollen variabel. Zwei Stäbe quer durch den Windschutz gesteckt bilden die Topfauflage. Der Abstand vom Brenner zum Topfboden beträgt festgelegt durch die Höhe der Einschublöcher für die Topfauflage 30mm (gilt für Brenner mit einer Höhe von 28mm!). Der Abstand von der Topfauflage zum oberen Rand des Windschutzes ist so gewählt, dass der Windschutz knapp unter den Henkeln der Tasse endet. Die beidseitigen Lüftungslöcher gewähren ausreichend Sauerstoffzufuhr für den Brenner. Die Löcher enden im oberen Bereich 3 mm unter dem Brennerring. Dadurch wird Luftbewegung reduziert, die sich negativ auf das Flammbild des Brenners auswirkt. Der Abstand von der Topfwand zum Windschutz beträgt umseitig 7,5 mm. Dadurch kann die Luft im Inneren des Windschutzes ungehindert zirkulieren (Sauerstoffzufuhr/ Abluft). Als Material für den Windschutz wurde 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie verwendet. Das Gewicht des Windschutzes beträgt knappe 15g.  
    Optional: Die von mir verwendeten Häringe von Terra Nova wiegen 2 Gramm pro Stück. !ACHTUNG! Der Windschutz wurde für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.

    Doch nun endlich zu den Bildern:









     
     
    Für die Bastelfreunde:
    Druckvorlage/ Schablone:
    Druckvorlage 01.pdf
    Druckvorlage 02.pdf
     
    Werkzeuge/ Hilfsmittel/ Materialien:
    Aluminiumfolie 0,2 mm, gehärtet Klebestift Sprühkleber Skalpell / Cutter Kreisschneider/ Schneidezirkel Lineal / Geodreieck Locheisen Ø 10mm Blechstreifen als Stanzunterlage (weicher als Stahl! Aluminium, Kupfer o. Ä.) Papierstreifen als Stanzunterlage Hammer Körner (alternativ Nagel) Bohrmaschine oder Handbohrer Metallbohrer Ø 3mm Holzbrett o. Ä. als Bohrunterlage Kegelsenker (ggf. Schleifvlies) Schonhammer Reinigungsbenzin Spiritus Putzlappen oder Küchenrolle
      Arbeitsschritte:
    Die zwei Teile der Schablone ausschneiden (mit Randaufmaß!) und zusammenfügen Schablone mithilfe Sprühkleber auf Aluminiumfolie kleben (Trocknungszeit beachten!) Kontur des Windschutzes mithilfe der Schneidwerkzeuge anritzen Durch vorsichtiges Kanten (Hin- und Herbiegen) des Bleches an den Ritzen den Rand abbrechen Mit dem Bohrer Löcher der Topfauflage bohren Mit dem Locheisen Löcher der Lüftungsschlitze ausstanzen (zwei Löcher je Schlitz), als Stanzunterlage Blechstreifen, darüber Papierstreifen, verwenden Grat glätten: Windschutz wenden, Blechstreifen an den Schlitzen unterlegen, entgegengesetzt zweiten Blechstreifen auflegen, Grat mit Schonhammer platt klopfen Löcher von Hand mit Kegelsenker entgraten (alternativ Schleifvlies) Mit Schneidwerkzeug und Lineal Tangenten zwischen den zwei Löchern eines Lüftungschlitzes anritzen, anschließend Steg vorsichtig herausbrechen Schablone mit Reinigungsbenzin tränken, einziehen lassen, Schablone vom Windschutz abziehen Evl. Klebereste mit Benzin entfernen Benzinreste mit Spiritus entfernen  
    Wie bereits oben geschrieben, wurde der Windschutz für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.
    Eine Änderung der Windschutzhöhe ist möglich. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Kürzung symmetrisch erfolgen muss, sprich dass der Windschutz am oberen und unteren Rand gleichermaßen beschnitten wird. Außerdem muss man bei der Berechnung der endgültigen Höhe die Position der Topfauflage im Auge behalten, damit der richtige Abstand Brenner/ Topfauflage und Topfauflage/ Henkel des Topfes gewahrt bleibt!
    Der Durchmesser des Windschutzes sollte für Tassen mit Ø 90 – Ø 100 mm passend sein. Für abweichende Topfdurchmesser müsste man die Breite des Windschutzes ändern. Das ist eine relativ komplizierte Individuallösung, da sich hierbei Ausrichtung und Sitz der Lüftungsschlitze bzw. der Löcher der Topfauflage stark ändern.
     
    Viel Erfolg beim Nachbauen!
  4. Danke!
    kImperator reagierte auf HUCKEPACKS in Auftragsnäharbeiten im Forum   
    OT:
    Dyborg ist nicht Er, sondern Eva aus Hamburg. Wir kennen uns. Ist eine wirklich Nette.
    Nun, Eva traut sich halt „realistische“ Preise zu verlangen. Betriebswirtschaftlich gesehen, müssten sich unsere Preise mindestens im gleichen Bereich bewegen. Aber solche Preise wären im UL/Outdoorsektor nicht marktfähig. Und da liegt auch der Unterschied. Eva's Kundschaft kommt wohl eher aus dem Urban/Fashionbereich und mit dem Kauf eines ihrer Produkte gönnt man sich eine Art Luxusgut. Wer zu uns kommt, kauft halt eher ein Tool oder Verbrauchsartikel. Wir stellen sozusagen handgefertigte „Schraubenzieher“ her und leider wäre kaum jemand bereit, den angemessenen, respektive kalkulatorisch tragbaren Preis für einen unserer Packs zu berappen.
    Beste Grüße, HuPa
     
  5. Gefällt mir!
    kImperator hat eine Reaktion von JonasGo erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    Du die Dope-Wage für 2€ Stücke verwendest
  6. Gefällt mir!
    kImperator hat eine Reaktion von Tipple erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    Wenn deine Schwägerin dir am Telefon erzählt, dass du ja sowieso immer mit so wenig Gepäck reist, da sollte ja noch genügend Platz im Koffer für sie sein.
  7. Witzig!
    kImperator reagierte auf Mittagsfrost in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    Dann mach aber Luftlöcher in den Koffer! Multiuse: der Koffer wird leichter und die Schwägerin kann besser atmen.
  8. Gefällt mir!
    kImperator hat eine Reaktion von Mittagsfrost erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    Wenn deine Schwägerin dir am Telefon erzählt, dass du ja sowieso immer mit so wenig Gepäck reist, da sollte ja noch genügend Platz im Koffer für sie sein.
  9. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf H4nnes in 5 Tage Rumänien - Eine Gratwanderung in den Transsilvanischen Alpen   
    Tag 6 - Der Abstieg -> zurück in die Zivilisation. (~19km, +400hm, -2100hm) 
    (bearbeitet) (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht)
    Der letzte Tag der Wanderung bestand aus dem Abstieg. Auch wenn die vorigen Tage (vor allem für mich) sehr anstrengend waren... Der Abstieg war mit über 2000 Höhenmetern für die Knie der Horror. Trotz Trekkingstöcken war ich schlussendlich einfach fix und fertig. Aber der Wechsel von der nur graßbewachsenen Berglandschaft zurück zum dichten Wald war einfach fantastisch. Um am Ende zurück nach Sibiu zu fahren mussten wir zunächst nach Victoria laufen. 
    Von dort sind wir für kleines Geld nach Ucea zum "Gara Ucea" getramped und von dort wieder mit dem Zug zurück nach Sibiu. Bei diesem Unterfangen hatten wir allerdings eine gehörige Portion Glück. Fünf Minuten vor der Einfahrt des Zuges setzte uns unsere Mitfahrgelegenheit ab. Der nächste Zug wäre erst drei Stunden später gefahren und wir hätten ein kleines Problem gehabt rechtzeitig in unserer Pension einzuchecken. Aber manchmal müssen Dinge auch einfach funktionieren. 
     

     
    Ich hoffe euch hat der kleine Bericht gefallen. Eine kleine Zusammenfassung des Tracks habe ich hier unten abgebildet. Die Entfernungen und Höhenmeter werden nicht exakt mit den Angaben in den "Episoden" übereinstimmen. Das liegt daran, dass meine Tracking App am Anfang ein paar Probleme hatte und ich es nicht geschafft habe die einzelnen Segmente wirklich ordentlich zu editieren. Aber es geht ja auch eher um einen Überblick. Wenn es gewünscht ist werde ich morgen oder so noch ein paar allgemeine Infos oder zusätzliche Bilder bereitstellen. Fragen sind herzlich willkommen.
     

     
    Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Abend!
    Grüße
    H4nnes
  10. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf H4nnes in 5 Tage Rumänien - Eine Gratwanderung in den Transsilvanischen Alpen   
    Nachdem ich mir so viele Pläne für ein leichteres Setup gemacht hatte, musste ich nun doch der Tatsache ins Auge sehen, dass manche Sachen einfach nicht so funktionieren wie man es sich so denkt... 
    Nichtsdestotrotz wollten meine Freundin und ich raus. Einfach wieder in der Natur wandern. 
    (Alle Fotos im Beitrag wurden von mir oder meiner Freundin gemacht)
    So ging die Planung dann auch ganz schnell. Ein Land in dem wir beide noch nicht waren fand sich schnell. Rumänien sollte es sein und natürlich dort in die Berge. Das das Fagaras-Gebirge noch dazu zu den "Transsilvanischen Alpen" (Südkarpaten) gehören machte die Sache schon allein durch den Namen noch einmal interessanter. Aufgrund unserer begrenzten Zeit suchten wir uns schließlich über die bekannten Internetkanäle Anregungen für eine fünftägige Tour über den Kamm des Fagaras-Gebirges vorbei an Negoiu und Moldoveanu (mit 2544m der höchste Berg Rumäniens). Auf eine Packliste verzichte ich aus Scham wegen meiner schlechten Fortschritte. Nur so viel sei gesagt: Ich konnte durch das "weglassen was man nicht braucht"-Prinzip circa 10kg im Vergleich zum letzten Sommer sparen...
    Tag 1 - Anreise über Frankfurt Hahn nach Sibiu
    Am späten Nachmittag erreichten wir den Flughafen in Sibiu.  Bei der Taxifahrt in die Stadt sollte man auf jeden Fall auf die Nutzung des Taxameters bestehen. Bei uns wurden gesalzene Fantasiepreise verlangt. Wenn man vom Flughafen aus an die Straße geht findet man allerdings auch eine Bushaltestelle. Den ersten Abend verbrachten wir nahe der Innenstadt und verschafften uns einen Überblick über Einkaufsmöglichkeiten und Lage des Bahnhofs etc. Ein herrvorragendes rumänisches Abendessen mit traditioneller Musik bildete einen gelungenen Abschluss für den Abend.

    Hier zu sehen die charakteristischen "Augen von Herrmannstadt". Das sind diese kleinen Dachfenster mit der geschwungenen Form.

    Fortsetzung folgt...
     
  11. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf HUCKEPACKS in Resurrection   
    Um keine Verwirrung zu stiften, werde ich zukünftig unter zwei separaten Accounts posten.
    Unter LAUFBURSCHE werde ich meine persönlichen Meinungen beitragen und mit HUCKEPACKS auf die Belange meiner Cottage eingehen. Das ist natürlich mit der Leitung bereits abgesprochen.
    Liebe Grüße, Mateusz
  12. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf LAUFBURSCHE in Resurrection   
    Werte Freunde, Unterstützer und ultraleicht Gemeinde,
    es ist nun an der Zeit LAUFBURSCHE-gear unter meinem neuen Label HUCKEPACKS fortzuführen. Neben einigen externen Gründen habe ich mich vor allem aus persönlichen/emotionellen/strategischen Beweggründen dafür entscheiden, meine Mission unter einem neuen Label fortzuführen. Trotz Relaunch ist es ebenfalls ein neuer Lebensabschnitt für mich und mit HUCKEPACKS führe ich dennoch eine jahrelange Namenstradition fort.
    Der Restart zog sich wahrlich lange hin, aber alle Kämpfe mussten zunächst einmal ausgefochten werden. Wenn nichts Gravierendes dazwischenkommt, werden wir Euch ab dem 27.10.19 wieder mit ultraleichtem Gear zur Seite stehen und sukzessive alle Packs wiedereinführen.
    Mein großer Dank geht nochmal an alle, die mich unterstützten und mir die Kraft schenkten, um diese dunklen Zeiten zu überstehen! Ohne Euch hätte ich es wahrlich nicht geschafft!!
    Unter www.huckepacks.de geht es weiter. Stay tuned!
    In Dankbarkeit, Mateusz
  13. Witzig!
    kImperator reagierte auf wilbo in Polnisches Lavvu nachnähen   
    ... und zack hat man ein Tschum!
    VG. -wilbo-
  14. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf MarcG in Mein erster (kurzer) Thru Hike: Neckarsteig 2016   
    Wie hier schon angekündigt habe ich diese Woche den Neckarsteig durchwandert. Ich bin noch relativer Einsteiger beim Thema Wandern. Die längste Tour waren drei Tage im Grand Canyon vergangenes Jahr. Das hier sollte die erste Tour eines Fernwanderwegs werden. Rucksackgewicht so um die 5-6 Kilo + Wasser/Essen. 
    Tag 1. Anreise / Heidelberg / Neckarsteinach (circa 24 Km)
    Nach einer zu kurzen Nacht mache ich mich morgens mit dem Zug nach Heidelberg auf. Dort bin ich mit einem alten Kumpel verabredet. Wir haben uns lange nicht gesehen und so freue ich mich drauf Jan mal wieder zu treffen. Er holt mich am Bahnhof ab und wir schlendern durch die Stadt, verzehren leckere Croissants bei einem französischen Bäcker und quatschen im Hof irgendeines Uni Gebäudes. Dort fülle ich auch meine Trinkblase mit Wasser bevor wir uns zum Heidelberger Schloß aufmachen.
    Das Schloß ist der offizielle Startpunkt des Trails. Doch irgendwie kommt mir das geschummelt vor. Liegt das Schloß doch über der Stadt und so muss man schon zuvor eine ganz ordentliche Zahl an Höhenmetern überwinden, die im Streckenprofil nicht auftauchen. Zwischen Bahnhof und Schloß liegen bestimmt 3 Kilometer und 100 Höhenmeter. Wir machen noch ein Foto am Tor - dem offiziellen Startpunkt und ich mache mich auf den Weg. Es ist ungefähr 12:30Uhr. 

    Seltsamerweise ist der Startpunkt hier an gar keiner Stelle ausgeschrieben oder erwähnt. Man findet zwar die Markierungen, aber das wars auch. Zuerst laufe ich sogar in die falsche Richtung, denn es gibt neben dem Neckarsteig auch den Neckarweg - der ist die Verlängerung - und dessen Zeichen sieht fast identisch aus. Wer hat sich das denn ausgedacht?

    Der Weg führt mich zunächst oberhalb des Schloßes vorbei, was einen tollen Blick bietet und anschließend geht es weiter bergauf. Nach ein paar Minuten erreiche ich einen Wanderparkplatz - und siehe da: Hier steht auf einmal das Start/Ziel Schild des Steigs. Was soll das denn? Naja, immerhin gibt es doch eins.


    Das hier ist nicht nur der Start des Trails, hier erwartet mich auch sofort die höchste Erhebung der ganzen Strecke, man läuft auf den Königsstuhl hinauf. Das besondere dabei? Man nimmt die sogenannte Himmelsleiter. Der Weg führt einfach grade den Berg hinauf, über mehr als Tausend grobe Steinstufen. Puh! Schnell wird mir warm und ich wechsele von der Hose in die Shorts. Da weit und breit niemand zu sehen ist, einfach mitten auf dem Trail. Der Aufstieg hat es ganz schön in sich, wie gesagt es geht einfach grade bergauf. Erschwerend kommt hinzu, dass ich ja gerade erst starte und noch gar keinen Laufrhythmus gefunden habe. Die unebenen Stufen helfen nicht wirklich dabei. Und es geht immer weiter aufwärts. "Himmels"-Leiter? Ich denke nur "Hölle Hölle Hölle" - Erinnerungen an den Grand Canyon werden wach, es fehlen nur die Ausscheidungen der Maultiere. Oben angekommen wird man aber mit einem schönen Ausblick auf Heidelberg belohnt. Und von jetzt an gehts bergab!



    Es geht erstmal überwiegend flach weiter, meist über breite Wege, gelegentlich unterbrochen von kleineren Pfaden, so beim ersten Abstieg. Man läuft nur durch den Wald, so dass man das warme Wetter gut ertragen kann. Ich treffe nur vereinzelt andere Menschen und habe den Wald überwiegend für mich allein. 
    An einer Stelle geht es wieder bergauf und nach einiger Zeit merke ich, dass gar keine Markierungen mehr zu sehen sind. Hätte ich etwa abbiegen müssen? Aber da war doch gar keine Abzweigung? Nur dieser breite Weg?! Ich gehe zunächst weiter, aber als an der folgenden Kreuzung keine Markierungen zu sehen sind bin ich wohl das erste Mal vom Weg abgekommen. Naja, gehen wir mal in die Richtung, in der ich den Trail erwarte. Ich finde ihn auch tatsächlich nach einiger Zeit wieder. Dazwischen war noch eine tolle Schutzhütte mit Grillplatz und viel Fläche, leider habe ich keinen Grund hier zu pausieren oder übernachten. 
    An sich sollte ich mich ärgern über den Umweg (noch dazu bergauf!), aber der Trail ist hier sehr schön und so geht es gut gelaunt weiter. Unterwegs begenet mir ein Reh. Das Wetter wird immer wärmer und so plane ich eine Pause in Neckargemünd ein, dem ersten Ort der an der Strecke liegt. 
    Doch leider ist das enttäsuchend, schafft es der Weg doch die Altstadt zu verpassen. An einer Stelle habe ich den Eindruck hier könnte man doch gleich einen Platz finden, vielleicht ein Lokal um einzukehren - aber dann biegt man in die andere Richtung ab. Ich komme zum Bahnhof und plötzlich ist man auch schon wieder aus dem Ort raus. Es geht recht steil bergauf durch ein Wohngebiet, und am Ende geht es schon wieder Stufen hoch! Davon hatte ich doch schon genug heute. Nach einiger Zeit komme ich aber an einen schönen Aussichtspunkt, von dem aus man einen tollen Blick über den Ort und in Richtung Dillsberg hat. Es gibt auch eine schöne Hütte und so wird die Pause hier nachgeholt. 

    Es geht weiter durch den Wald und so langsam merke ich wie ich müde werde. An einer Stelle gibt es einen Wegweiser in das Dorf unten. Nach einem kurzen Blick auf die Karte entscheide ich mich dazu den Trail zu verlassen und abzusteigen. Das spart mir den nächsten Berg und führt mich direkt zum Campingplatz in Neckarsteinach. Der Weg führt mich in einem großen Bogen am Neckar entlang. Dabei sehe ich einige der Burgen (dazu morgen mehr) und passiere ein Denkmal für Eichendorff, der hier wohl auch schon gewandert ist. Der Empfang des Campingplatzes ist nicht mehr besetzt, so trage ich mich nur ein und stelle dann mein Zelt auf der Wiese auf. Die Dusche ist doof kontruiert und macht alles nass in der Kabine, gut dass ich meinen Kram im Drybag trage. Leider gibt es auch nichts mehr zu essen oder trinken, nur einen Automaten der Würstchen und Eier enthält - und vom lokalen Metzger betrieben wird?! Also mache ich abends noch einen Abstecher in den Ort, der auf der anderen Seite des Neckar liegt. Ich finde einen Imbiss und einen Biergarten. Dort sehe ich noch einen Teil des Fußballspieles, aber gehe nach der Halbzeit wieder. Später im Zelt bekomme ich noch ein Gespräch der anderen Gäste mit die mir das Endergebnis mitteilen. Gegen 22:30 Uhr gehe ich schlafen.


    (wird fortgesetzt)
  15. Gefällt mir!
    kImperator hat eine Reaktion von momper erhalten in Schnäppchen   
    Kleiner Hinweis dazu: Drilling Unterwäsche unbedingt so waschen wie angegeben. Zu heiß laufen die radikal ein und werden kratzig. 
    Ratet mal, warum ich mir nach Irland neue bestellen musste. 
    Aber davon abgesehen gibt es bei dilling nichts zu meckern
  16. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf TappsiTörtel in Was motiviert euch ultraleicht unterwegs zu sein?   
    Zunächst mal bin ich ja noch nicht komplett UL ... aber es wird immer besser ...
    UL ist für mich bzgl. Touren DRAUSSEN lediglich die Fortführung eines möglichst minimalistischen Lebens DRINNEN, also im täglichen Leben. Würden alle Menschen nicht so viel Zeugs produzieren, kaufen verwenden, aufbrauchen und wieder neu kaufen, dann hätten wir schon mal wesentlich weniger Probleme auf dieser Welt ... deshalb bin ich auch noch nicht voll UL, solange mein "schwerer" Rucksack funktioniert will ich keinen neuen kaufen und mit dem alten sinnlos Müll produzieren ("zum Glück" sind jetzt schon zwei RVs kaputt ). 
  17. Witzig!
    kImperator reagierte auf Mittagsfrost in Schnäppchen   
    Die Waage (und Dein Tip mit dem UL-Grenze-Einstellen) gefällt mir.
    „Was, Dein Rucksack soll UL sein? Bei Dir piept‘s wohl?“
  18. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf Matzo in Schnäppchen   
    Nicht wirklich Ausrüstung, aber in der Digitalvariante ultraleicht:
    „Humble Book Bundle - Summer of Adventure“
    Ich werd mir das 1$- Paket gönnen. Das „Rail Trails“ Buch würde mich noch interessieren, aber für 13€ bin ich dann doch zu selten in den Staaten.
    Üblicherweise gibts im Humble Bundle Codes für Spiele unterschiedlicher Zusammenstellung und Güte, die man dann bei Steam einlöst.
    Ab und zu gibts Bücherbündel in Form von PDFs, PRCs und ePubs zu Themen wie Programmieren, DIY, Comics oder Reisen. Manchmal ist in der 1$-Klasse schon was Nettes dabei, manchmal muss man abwägen, ob der eine tolle Artikel den höheren Preis lohnt.
  19. Witzig!
    kImperator reagierte auf schwyzi in Ultralight Bilder in diesem Moment   
    600 g Beilkopf mittels Flex u.a. so gemoddet, dass das ganze Beil jetzt nur 648 g wiegt

    ..und jetzt warte ich auf den shitstorm a la " Wozu ein Beil bei UL?"
  20. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf Schwede in Rucksack-Verlosung für den LaBu   
    Hej hej @die zwiebel
    Am letzten WE kam nun @kImperator und brachte mir den Rucksack. Puuhhh... was für ein schones Teil.
    Da habe ich gleich mal mit @kImperator meine Ausrüstung angepasst (und einige UL-Sachen hatte ich bereits passend zum Rucksack bestellt (z.B. ein Lanchan)). Dadurch bin ich von 18kg!!!! auf ca. 6,4kg gekommen (ohne Futter und Wasser).
    Nebenbei bemerkt, mein erster Rucksack im Jahre 2006 auf einer Schwedentour hatte 32kg - da war ich noch jünger und ohne "Zipperlein"
    Und vielen Dank auch an @LAUFBURSCHE - du weisst warum. Da habe ich mich auch drüber gefreut und schon einen Verwendungszweck gefunden.
     
    (Menno... Das UL-Dingens hat mich aber nun voll erwischt... )
     
  21. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf dennisdraussen in Spontaner Heimatovernighter mit ungeahnten Folgen ;)   
    Wenn du deinen Schlafplatz bei mir in der Gegend  so hinterlässt lassen Sie dir noch die Wahl ob du die Kugel in das Gesicht oder in den Hinterkopf möchtest.... nimmst du eine Schaufel mit?
  22. Witzig!
    kImperator reagierte auf Tipple in Fahrtenmesser für einen jungen Pfadfinder   
    Messer sind so ein weites Feld @Wanderfisch. 
    Verlauf dich nicht im großen Djungel und komm vor allem OHNE Messervirus wieder von deiner Recherche. 
    Ich kenne so manchen Bushcrafter, viele sind chronisch krank. 
    LG
  23. Witzig!
    kImperator reagierte auf Alex09 in Double use nitecore TIP (schmerzlinderung nach mückenstichen)   
    Die nitecore Tip kann auch genutzt werden um kleine Löcher herzustellen. Zum Beispiel hier, in meiner Jackentasche 

  24. Gefällt mir!
    kImperator reagierte auf TappsiTörtel in Wind- und Bugbivi   
    Für die Tour über Pfingsten mal noch ein Bivi gehäkelt, soll aber generell für alle Jahreszeiten gegen Wind und Mücken dienen in Kombi mit dem Tarp. Vom Messen, Zuschneiden bis zum fertigen Teils hats dann doch zwei halbe Tage gestern und heute gebraucht. Bin aber zufrieden.
    Material Boden: 60g Zeltboden ExTex
    Material oben: 40g kalandriertes Nylon ExTex, franselt ein wenig, am besten die Schnittflächen abflammen mit Feuerzeug
    Moskitonetz, das festere engste Extex
    120cm endlos Zipper, Dynemaschnur, 2 Minikarabiner
    Breite Kopfende: 80cm
    Breite Fußende: 60cm
    Höhe Kopfende: 55cm
    Höhe Fußende: 40cm
    Länge: 210cm
    Gewicht: 344g incl. Schnüre und Karabiner
    Hatte auf knapp um 300g gehofft, bei der Geräumigkeit aber ok, sollen auch im Winter mal die Schuhe etc. mit rein ...
    Den RV kann man natürlich von außen und innen öffnen, am Kopfende kann das Bivi von innen mit Schnur und Tanke runtergelassen und hochgezogen werden.





  25. Witzig!
    kImperator reagierte auf Dingo in Cut toothbrushes not switchbacks   
    Vorsicht, sonst wirst Du zum Reimburschen umgetauft
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