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Ultraleicht Trekking

Fit werden für riesige Tagesetappen


Desertstorm

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In den nächsten zwei bis drei Jahren will ich mein großes Vorhaben in die Tat umsetzen und als erster Mensch allein versuchen die große Leere der Sahara der Majabat al Koubra zwischen Chinguetti und dem Erg Chech in Algerien am Stück, zu Fuß mit Kamelen zu durchqueren. Für diese mehr als 1300 km. ohne Wasserversorgung brauche ich nicht nur Top trainierte Dromedare und eine perfekte Planung und Wassermanagement, sondern muss auch selber auf der Spitze meiner Leistungesfähigkeit sein. Dafür wird es nötig sein über Wochen Tagesetappen von 45-50 km. durchmarschieren zu können.

Für mich sind bisher Distanzen bis 30 km. über langere Zeit kein großes Problem
Ich habe bei meiner Salar de Uyuni Durchquerung durchaus auch zweimal nacheinander Distanzen von an die 50 km. geschafft, aber konnte geradezu zusehen wie der Körper abbaute und Ermüdungserscheinungen auftraten. Das hätte ich ganz bestimmt nichtüber Wochen durchgehalten.
Ich möchte jetzt also mit einem Training für lange und ultra Distanzen anfangen, so dass ich solche Distanzen nicht nur einmal schaffe, sondern mein ganzer Bewegungsapparat und meine Regeneration daruaf eingestellt ist so etwas und wenn es sein muss sogar noch mehr, jeden Tag zu schaffen.

Ich weiß dass es gerade bei PCT Hikern durchaus solche Distanzen gibt und mich würden Trainingspläne, Methoden und Trainingstagebücher interessieren um sowas möglichst effizient und schonend zu gestalten, ohne dass ich plötzlich vor lauter Motivation im Übertraining bin und mich mit Knieproblemen und Fersensporn etc rumschlagen muss.
Sind hier Leute aus dem UMarathon Bereich oder PCT Thruhiker die etwas aus dem Nähkästchen plaudern können, oder tolle Links und Trainingstipps habne ?

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Ich glaube fast du bist besser beraten, wenn du da einfach den entsprechenden Größen/Koryphäen direkt schreibst.

 

Joe Stringbean McConaughy ist z.B. ein netter Dude und solange du des Englisch mächtig bist, wird er dir sicher weiterhelfen können: https://thestringbean.co/about/

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vor 1 Stunde schrieb Desertstorm:

r Sahara der Majabat al Koubra zwischen Chinguetti und dem Erg Chech in Algerien am Stück, zu Fuß mit Kamelen

vor 1 Stunde schrieb Desertstorm:

Trainingspläne, Methoden und Trainingstagebücher

vor 1 Stunde schrieb Desertstorm:

über Wochen Tagesetappen von 45-50 km

Wow, erstmal Chapeau für das Vorhaben. Das klingt sehr anspruchsvoll aber auch reizvoll.

In der Tat waren so ab ca. Ende der Wüste 30+ Meilen Tage körperlich kein Problem mehr auch jeden Tag. In Oregon auch 40+ Meilen. Allerdings sind die Pfade auf dem PCT auch ziemlich ausgetreten und da weiss ich nicht inwiefern das auf deine Tour übertragbar wäre. 

Zur Vorbereitung: wie wäre es mit dem PCT? Im Ernst - ich hab natürlich regelmäßig kürzere Läufe absolviert aber so richtig bereitet dich nur das Wandern selbst vor. Dabei zieht sich der Prozess über Wochen und Monate hin. 

 

 

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Danke für die Antworten. bisher.

vor 6 Minuten schrieb Craftsman:

Wow, erstmal Chapeau für das Vorhaben. Das klingt sehr anspruchsvoll aber auch reizvoll.

In der Tat waren so ab ca. Ende der Wüste 30+ Meilen Tage körperlich kein Problem mehr auch jeden Tag. In Oregon auch 40+ Meilen. Allerdings sind die Pfade auf dem PCT auch ziemlich ausgetreten und da weiss ich nicht inwiefern das auf deine Tour übertragbar wäre. 

Zur Vorbereitung: wie wäre es mit dem PCT? Im Ernst - ich hab natürlich regelmäßig kürzere Läufe absolviert aber so richtig bereitet dich nur das Wandern selbst vor. Dabei zieht sich der Prozess über Wochen und Monate hin. 

 

 

Das wäre in der Tat eine gute Idee. Da muss ich sehen ob ich das zeitlich und finanziell noch bei den anderne Projekten unterkriege, ist immerhin fast ein halbes Jahr. Der PCT hat sicherlich viel mehr Höhenmeter zu bieten  Allerdings werde ich das nächste Jahr bis ca. Herbst in Südamerika verbringen und dort mehr im Regenwald unterwegs sein für das erste meiner zwei Großen Projekte. Auch eine extreme Herausforderung, aber man kommt nicht im Ansatz an die Tagesstrecken für die Wüste heran. Ich würde aber gerne noch mal durch den Altiplano und in etwa auf dieser Route durchqueren:
https://www.thehikinglife.com/2019/05/the-altiplano-traverse-stage-1-salt-flats-volcanoes-quinoa/

Was allerdings in der Tat nicht übertragbar ist, ist das gehen im Sand, dafür wird "Training" genug sein, die Dromedare die ich benötige aus dem Sahel zu kaufen und zu Fuß bis nach Chinguetti zu schaffen wo ich sie meinem Kamelhirten übergebe, der sie den Sommer über mästet und trainiert. Immerhin auch ca. 600 km. durch den Adrar.

Laufen als training ist die große Frage. Lohnt es sich oder soll man sich voll und ganz dem gehen verschreiben ?

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Am besten trainierst du das, in dem du im training machst was du vor hast. Rechne dir mal aus wieviele km du da in der Woche machen musst und versuch mal ein drittel oder die hälfte davon umzusetzen. Natürlich je nach dem wo du körperlich gerade stehst. Zusätzlich würde ich auf alle Fälle ganzkörperliches Krafttraining fix einplanen, sowie anpassung an die Temperaturen die du da vorfinden wirst (Das reicht meistens wenige Monate/Wochen vorher zu machen). Laufen als training würde ich auf alle Fälle mit einplanen da du dabei die Gelenke und Muskeln anders beanspruchst und einsetzt und dir das ebenfalls zu einem stärkeren ganzen verhelfen wird und abwechslung bringt bzw auch ein Herz/Lungensystem auf eine andere Art beansprucht und trainiert. 

Bücher und Berichte gibt es natürlich viele und ich rate auch so viel wie möglich aufzusaugen aber machen kannst du nicht alles was es an Übungen etc gibt. Versuch es mal mit Uphill Athlete von Steve House und diversen Podcasts von Ultra trainern und Athleten wie z.b. Jason Koop etc..

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Ich glaube nicht, dass ein Training auf den Wanderautobahnen besonders hilfreich ist.
Sand sozusagen querfeldein ist eine ganz andere Nummer und der Sand in der Sahara ist ganz schoen fein (nein habe ich nicht zu Fuss gemacht, war da mit Enduro unterwegs).

Ich glaube auch nicht, dass es um Kraftaufbau usw geht, denk nur z.B. mal damals an das Human Race in der australischen Wueste zwischen Nehberg 61, dem kraftstrotzenden US-Laeufer Covey 35 und dem > 70jaehrigen Aborigine Jack Jugari, zuerst ist Covey zusammengeklappt, kam nur mit Hilfe des Filmteams wieder auf die Fuesse und Jugari hat tagelang vor dem Ziel auf die beiden gewartet.

Zumindest als ich mit dem Motorrad in der Sahara unterwegs war, waren da ganz schoen viele Tuaregs unterwegs, die, die ich getroffen habe, waren superfreundlich, sehr offen...geh doch mit denen ein paar Wochen zur Vorbereitung.

Oder les als Vorbereitung Robyn Davidson´s Buch 8-), klar australische Wueste ist was Anderes, aber 2700 km mit Kamelen alleine wandern ist auch ne Hausnummer, oder halt Sarah Marquis, war zwar ohne Kamele, aber dafuer 14.000 km....
 

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2 x wöchentliches funktionelles Krafttraining wird der Unternehmung garantiert helfen und je nach Erfahrung wird auch das training auf einem Trail etwas bringen, schon alleine was Effizienz, equipment, Ernährung, körperliche und mentale toughness angeht. Aber natürlich wird der Sand und die Gegebenheiten vor Ort eine sehr große Rolle in dieser Unternehmung spielen...

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vor 16 Stunden schrieb Desertstorm:

In den nächsten zwei bis drei Jahren will ich mein großes Vorhaben in die Tat umsetzen und als erster Mensch allein versuchen die große Leere der Sahara der Majabat al Koubra zwischen Chinguetti und dem Erg Chech in Algerien am Stück, zu Fuß mit Kamelen zu durchqueren. Für diese mehr als 1300 km. ohne Wasserversorgung brauche ich nicht nur Top trainierte Dromedare und eine perfekte Planung und Wassermanagement, sondern muss auch selber auf der Spitze meiner Leistungesfähigkeit sein. Dafür wird es nötig sein über Wochen Tagesetappen von 45-50 km. durchmarschieren zu können.

Das Gebiet dürfte zur Sahelzone gehören, oder grenzt zumindest an. Hast du dich erkundigt, wie die Sicherheitslage aussieht? Die Region genießt nicht gerade den Ruf besonders sicher zu sein. Gerade die Grenzregion zwischen den drei Ländern (Mali, Algerien und Mauretanien) könnte durchaus von Gruppierungen der besonderen Art (al-Qaida) bewohnt sein und quasi deren Rückzugsort darstellen. Auch sind die Grenzen teilweise geschlossen, oder die Region gesperrt. Auch scheint die Route für den Transport von Waffen usw. beliebt zu sein. Daher könnte mangelndes Training nur einer deiner Probleme darstellen. 

Unabhängig von politischen Gruppierungen könnten so ein paar Kamele/Dromedare durchaus auch eine nette Beute bei einem Überfall sein. Wäre ziemlich doof, dann ohne Wasser und Kamele mitten in der Wüste zu stehen.

Bearbeitet von bandit_bln
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vor 4 Minuten schrieb bandit_bln:

Das Gebiet dürfte zur Sahelzone gehören. Hast du dich erkundigt, wie die Sicherheitslage aussieht? Die Region genießt nicht gerade den Ruf besonders sicher zu sein. Gerade die Grenzregion zwischen den drei Ländern (Mali, Algerien und Mauretanien) könnte durchaus von Gruppierungen der besonderen Art (al-Qaida) bewohnt sein und quasi deren Rückzugsort darstellen. Auch scheint die Route für den Transport von Waffen usw. häufiger mal genutzt zu werden. Daher könnte mangelndes Training nur einer deiner Probleme darstellen. 

Unabhängig von politischen Gruppierungen könnten so ein paar Kamele/Dromedare durchaus auch eine nette Beute bei einem Überfall sein. Wäre ziemlich doof, dann ohne Wasser und Kamele mitten in der Wüste zu stehen.

Aussagen und Mutmaßungen zu der Sicherheitslage in dieser Region sind ungefähr so Treffsicher wie der 14 Tage Wetterbericht. Das kann man einfach ausklammern und unter „wird schon klappen“ einordnen, oder man lässt die Tour, ich hab da mal persönliche Erfahrungen sammeln dürfen, Machtverhältnisse und inoffizielle/offizielle Grenzen verschieben sich da teilweise täglich. Mir würde die Wüste und einzuhaltende Etappenlänge mehr Sorgen machen als zufällig das Isis Trainingslager zu finden. Von daher wäre ich echt interessiert wie @Desertstormdie Sache angeht. 

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vor 1 Minute schrieb dennisdraussen:

Aussagen und Mutmaßungen zu der Sicherheitslage in dieser Region sind ungefähr so Treffsicher wie der 14 Tage Wetterbericht. Das kann man einfach ausklammern und unter „wird schon klappen“ einordnen, oder man lässt die Tour, ich hab da mal persönliche Erfahrungen sammeln dürfen, Machtverhältnisse und inoffizielle/offizielle Grenzen verschieben sich da teilweise täglich. Mir würde die Wüste und einzuhaltende Etappenlänge mehr Sorgen machen als zufällig das Isis Trainingslager zu finden. Von daher wäre ich echt interessiert wie @Desertstormdie Sache angeht. 

Ich sage nicht, dass es unmöglich ist oder ein Himmelfahrtskommando. Allerdings würde ich mir sehr genau anschauen, welche Regeln gelten oder was dort gerade los ist. Das muss man schon sehr realistisch einschätzen. „wird schon klappen“ ist definitiv keine Herangehensweise für diese Region.

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Also gut,

vor 11 Stunden schrieb khyal:

I
Zumindest als ich mit dem Motorrad in der Sahara unterwegs war, waren da ganz schoen viele Tuaregs unterwegs, die, die ich getroffen habe, waren superfreundlich, sehr offen...geh doch mit denen ein paar Wochen zur Vorbereitung.
 

Zu meiner Vorgeschichte. Nach einigen Tausend km. zu Fuß mit Rucksack, Wanderwagen und Dromedar durch vor allem die Sahara und andere Wüsten und dem leben mit den Einheimischen, kann ich mir so langsam ausmalen was möglich ist und was nicht.
Ich weiß nicht wo genau du unterwegs warst, aber natürlich gibt es in der großen Wüste auch Nomadenland, vor allem in und um die großen Wüstengebirge, die mehr Feuchtigkeit anziehen können. Allerdings gibt es auch die hyperariden Todeszonen in denen kein permanentes Leben möglich ist, wie den sehr viel berühmten Erg von Bilma und das droße Sandmeer in Ägypten. Die Majabat al Koubra ist die größte dieser Zonen. Dort wird man auch keine Nomaden oder ähnliches finden. Regis Belleville hält den derzeitigen Rekord für die längste Wanderung zwischen zwei Wasserstellen mit 1001 km. von Chinguetti nach Timbuktu. Das zu übrbieten dürfte schwer, aber nicht unmöglich sein.

 

 

vor 36 Minuten schrieb bandit_bln:

Das Gebiet dürfte zur Sahelzone gehören, oder grenzt zumindest an. Hast du dich erkundigt, wie die Sicherheitslage aussieht? Die Region genießt nicht gerade den Ruf besonders sicher zu sein. Gerade die Grenzregion zwischen den drei Ländern (Mali, Algerien und Mauretanien) könnte durchaus von Gruppierungen der besonderen Art (al-Qaida) bewohnt sein und quasi deren Rückzugsort darstellen. Auch sind die Grenzen teilweise geschlossen, oder die Region gesperrt. Auch scheint die Route für den Transport von Waffen usw. beliebt zu sein. Daher könnte mangelndes Training nur einer deiner Probleme darstellen. 

Unabhängig von politischen Gruppierungen könnten so ein paar Kamele/Dromedare durchaus auch eine nette Beute bei einem Überfall sein. Wäre ziemlich doof, dann ohne Wasser und Kamele mitten in der Wüste zu stehen.

Es ist richtig, dass diese Sache ein zusätzliches Problem darstellt, gewissermaßen das Salz in der Suppe. Tatsächlich ist das innere der großen Dünenfelder völlig leer. Auch Schmuggler und Terroristen sind keine Jinn, die ätherisch über dem Sand schweben, sondern Menschen wie ich und du und die brauchen Benzin und vor allem Wasser, daher läuft der Verkehr auf versteckten Pisten nördlich und südlich davon ab. Einige werden vom mauretanischen und algerischen Militär sporadisch kontrolliert, aber die Region ist so extrem groß, dass das nicht mehr als Glücksgriffe sein können.
Probleme dieser Art werde ich also vor allem in den Randbereichen zu erwarten haben. Daher habe ich meine Kontakte beim mauretanischen Militär und Personen die direkt oder indirekt in der malischen Operation beteiligt sind.
Es wird also mitnichten ein Spaziergang ins blaue, falls sowas angenommen wurde.

vor 2 Stunden schrieb Matthias:

2 x wöchentliches funktionelles Krafttraining wird der Unternehmung garantiert helfen und je nach Erfahrung wird auch das training auf einem Trail etwas bringen, schon alleine was Effizienz, equipment, Ernährung, körperliche und mentale toughness angeht. Aber natürlich wird der Sand und die Gegebenheiten vor Ort eine sehr große Rolle in dieser Unternehmung spielen...

Ich stand ja schon zwei mal an den "Ufern" des großen Meeres. Die Riesendünen des Erg Ouarane ziehen sich nur ca. 50 km. nach Osten, Diese Kämme zu queren kostet viel Kraft und Energie, vor allem auf den lockersandigen Leeseiten.

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danach beginnt das ebene Sandfeld mit uralten Seif-Dünen in Nordost-Südwest Ausrichtung. In etwa wie hier: (Wobei, dies Barchane und kein Seifdünen sind. Gibt aber die Struktur recht gut wieder)

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Auf dem festen Grundsand läuft es sich mehr oder weniger gut. Dort sind sehr große Tagesdistanzen möglich. Dadurch dass man den Kämmen in ihrer Richtung folgt muss man auch nicht oft queren. Aber wie die Zustände im Detail vor Ort sind, können auch Satellitenbilder nur bis zu einem gewissen Grad sagen.

 

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Ich kenne die Route überhaupt nicht aber das ganze klingt einfach mega spannend. Bitte berichte von deinen Erfahrungen wenn du die Tour angehst. Ist es dein Anspruch den o.g. Rekord zu knacken oder wäre es auch eine Option für einen "Wasser Resupply" um ein paar (hundert)km von der Route abzuweichen und dann wieder dorthin zurückzukehren?

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Von den körperlichen Anforderungen bin ich eher bei @khyal, du wirst nicht die reine Muskelkraft brauchen sondern einen durchtrainierten und an die Ausdauerbelastung angepassten Körper - und dann besonders deine Erfahrungen in diesem Gelände und mit dem Klima. 

Mein Gedanke ist, dich so ab ca. 4 Monaten vorher, steigend bis zum Start, körperlich und konditionell aufzubauen, lange, sehr lange Strecken sehr schnell gehen bzw. laufen, aufpassen das du dir keine Trainingsverletzung einfängst, und dich an die Ernährung während der Tour zu gewöhnen, so das du knapp vor der Optimalform die Tour beginnst. Am besten die letzten 2 Wochen vor Start schon in der Klimazone. Um gerade zu Anfang streckenmäßig "überperformen" zu können, und so Zeit- und Kraft- und Wasserr-Reserven für die letzten 500 km (oder eine evtl. nötige kurze Pause dazwischen) zu haben.

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vor 3 Stunden schrieb bandit_bln:

„wird schon klappen“ ist definitiv keine Herangehensweise für diese Region.

„Wird schon klappen“ ist so ziemlich das wichtigste Prinzip bei Reisen in problematischen Gebieten. Das bedeutet ja nicht, dass man einfach ohne Info seinen Rucksack packt und loszieht. Es sollte sich aber nur auf die Teile beziehen, für die man eben nicht oder kaum vorplanen kann. Sonst kann man gleich zuhause bleiben ;) Bedingungen können sich ja auch recht schnell ändern, da ist lokales Wissen oft zu bevorzugen.

Was Vorbereitung angeht, ich würde viel Laufen, egal ob auf Sand oder nicht und viel Core Training machen. Das kommt dann auch wieder deinem Laufen zugute. Ich laufe zur Zeit zB fast täglich 10km, rudere 20km und mache etwas moderates Krafttraining. Da unterstützt eines das andere und ich konnte relativ schnell Verbesserungen feststellen ohne dass ich mich überanstrenge.

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"auch zweimal nacheinander Distanzen von an die 50 km. geschafft, aber konnte geradezu zusehen wie der Körper abbaute und Ermüdungserscheinungen auftraten. Das hätte ich ganz bestimmt nichtüber Wochen durchgehalten."

Ich vermute, du warst bei der Tour durchaus gut trainiert bzw. schon länger unterwegs und dein Körper gut angepasst. Dennoch klappte die Regeneration bei 50km nicht (mehr) in der gewünschten Zeit, richtig verstanden?

Das spricht aus meiner Sicht dafür, dass man erst klären müsste, ob dein Körper überhaupt auf ein solches Dauerleistungsniveau (bei Regenerationphasen nur über die Nacht) angehoben werden kann. Reserven sind dabei auch noch nötig, um mit Problemen umgehen zu können, ohne gleich in eine Notlage zu rutschen. - Mir scheint es am aussagekräftigsten sich über eine gewisse Zeit in ein möglichst identisches Szenario (mit "Notausgang")zu begeben und zu sehen, was dann passiert mit einem. - Nicht allein Kondition und Muskulatur sind gefragt und müssen auf Top-Niveau laufen, sondern auch Verdauung und Stoffwechsel, Psyche, Immun- und Reparatursysteme ...

Der zweite Punkt, der mich nachdenklich stimmt - nicht so sehr an der Tour an sich, sondern an dem dafür vorgesehenen Leistungsniveau: Werden die Dromedare dies über Wochen hinweg mitmachen? Ich finde Angaben für Lastenkamele von ca. 40km/Tag. Ich habe aber keine Ahnung von den Tieren.

Und drittens: Über Wochen hinweg wird ganz sicher einmal eine Sache auftreten, die die Tagesleistung zumindest vorübergehend reduziert (bei einem selbst oder bei den Tieren). Geht dann die Wasserrechnung noch auf?

Beste Grüße!

 

 

Bearbeitet von Steintanz
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vor 26 Minuten schrieb Steintanz:

"auch zweimal nacheinander Distanzen von an die 50 km. geschafft, aber konnte geradezu zusehen wie der Körper abbaute und Ermüdungserscheinungen auftraten. Das hätte ich ganz bestimmt nichtüber Wochen durchgehalten."

Ich vermute, du warst bei der Tour durchaus gut trainiert bzw. schon länger unterwegs und dein Körper gut angepasst. Dennoch klappte die Regeneration bei 50km nicht (mehr) in der gewünschten Zeit, richtig verstanden?

Das spricht aus meiner Sicht dafür, dass man erst klären müsste, ob dein Körper überhaupt auf ein solches Dauerleistungsniveau (bei Regenerationphasen nur über die Nacht) angehoben werden kann. Reserven sind dabei auch noch nötig, um mit Problemen umgehen zu können, ohne gleich in eine Notlage zu rutschen. - Mir scheint es am aussagekräftigsten sich über eine gewisse Zeit in ein möglichst identisches Szenario (mit "Notausgang")zu begeben und zu sehen, was dann passiert mit einem. - Nicht allein Kondition und Muskulatur sind gefragt und müssen auf Top-Niveau laufen, sondern auch Verdauung und Stoffwechsel, Psyche, Immun- und Reparatursysteme ...

Der zweite Punkt, der mich nachdenklich stimmt - nicht so sehr an der Tour an sich, sondern an dem dafür vorgesehenen Leistungsniveau: Werden die Dromedare dies über Wochen hinweg mitmachen? Ich finde Angaben für Lastenkamele von ca. 40km/Tag. Ich habe aber keine Ahnung von den Tieren.

Und drittens: Über Wochen hinweg wird ganz sicher einmal eine Sache auftreten, die die Tagesleistung zumindest vorübergehend reduziert (bei einem selbst oder bei den Tieren). Geht dann die Wasserrechnung noch auf?

Beste Grüße!

 

 

In der Tat werde ich die genaue Kalkulation so anpassen, dass eben auch unvorhergesehen Ereignisse, die die Tagesetappen schmälern können, passieren können. In der Wüste sollte man sowieso immerhin bis zum übernächsten Brunnen, statt bis zum nächsten planen, denn man weiß nie ob der nicht ausgetrocknet ist.

Das möglichst identische Szenario welches du beschreibst, wird die "Vorarbeit" für diese Tour sein, nämlich die Kamele bei Selibaby im Süden zu besorgen und duch das Adrar nach Norden zu schaffen, wo sie einen Sommer über gestärkt und trainiert werden sollen. Diese Wanderung wird durchaus Etappen on mehr als 100 km. ohne Wasserversorgung haben, aber genug Brunnen aufweisen, dass keine wirklich gefährliche Situation entsteht.

Es ist schon eine Schinderei, die ich den Tieren damit antue. Die Distanzen schaffen sie, wenn ich sie nicht all zu arg belade. Bis 70-80 kg pro Tier statt den üblichen 100 und mehr. Dieses wird ja auch immer leichter, da das Wasser weniger wird. Aber noch mehr über diese Tiere zu lernen gehört natürlich abenfalls als sehr wichtiger Schitt zu der Planung.

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vor 34 Minuten schrieb Steintanz:

klappte die Regeneration bei 50km nicht (mehr)

genau das ist der Punkt, welchem ich am meisten Beachtung schenken würde, d.h.: Insulinsensivität und Fettstoffwechsel, Wachstumshormone und Testosteron. Eine benötigte hohe Proteinsynthese geht nicht ohne gute Schilddrüsenwerte (insbesondere T3). Dazu muss auch die Ernährung und deren timing passen

Hierzu würde ich mich an einen Weltklasse Ironman TriathlonTrainer wenden.

Weiterhin würde ich Entspannungs- und Atemübungen vor dem Schlafen nutzen - Mobilisation am Morgen, ohne die Endpunkte der Gelenke ( Verletzungsgefahr ) zu erreichen.

Dazu wäre ich dann beim Training der Bänder/Sehnen und Gelenken, um für das sandige Geläuf angepasst zu sein. Das dauert für gewöhnlich bis zu zwei Jahre.

Natürlich muss man das trainieren, was man später machen möchte, das Laufen. Dennoch würde ich ein Maximalkrafttraining, am Abend, machen, um die VO2Max Werte (Ausdauer), bei geringstem Zeitaufwand, zu erhöhen, um mehr Zeit für das  Laufen zu haben.

 

 

 

 

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vor 3 Stunden schrieb zopiclon:

Natürlich muss man das trainieren, was man später machen möchte, das Laufen. Dennoch würde ich ein Maximalkrafttraining, am Abend, machen, um die VO2Max Werte (Ausdauer), bei geringstem Zeitaufwand, zu erhöhen, um mehr Zeit für das  Laufen zu haben.

Das Vorhaben von @Desertstorm liegt um Welten jenseits meiner Erfahrung.

Hierzu aber: VO2Max trainiert man m.E. mit den entsprechend harten Lauf- oder Bike-Intervallen und nicht so effektiv mit Maximalkrafttraining (das sind ja nur ganz wenige Wiederholungen mit hohem Gewicht). Diese Intervalle bilden dann eine vollwertige Ausdauer-Trainingseinheit, die für den entsprechenden Tag auch ganz satt reicht. Zur Dosis/Frequenz empfiehlt sich die Beschäftigung mit dem Stichwort 'umgekehrte Periodisierung' (eigentlich ein völlig falscher Ausdruck) - also: anfangs öfter intensiv (VO2Max) und später etwas weniger. 

Zur Regeneration: Vor Etappenrennen absolvieren viele Radfahrer ein 'crash training'. Das trainiert die Erholung, sozusagen... aber ziemlich brutal und risikobehaftet. Man sollte sich damit sehr eingehend befassen und nicht einfach improvisieren. 

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vor einer Stunde schrieb martinfarrent:

nicht so effektiv mit Maximalkrafttraining

Sportwissenschaftlicher Grundsatz: Maximalkraft steht über Kraftausdauer und Schnell Kraft. Deine Maximalkraft entscheidet darüber wie viel Ausdauer und wie viel Schnelligkeit deine Beine haben. 

Das trainiert nur nicht so viel dein Herz, das kann das Rudern am besten. Das geht auch mit der schweren Hantel, damit das nicht so viel Zeit frisst. 

Beim Lauf Training dann eher auf Effizienz achten. 

 

vor einer Stunde schrieb martinfarrent:

Diese Intervalle bilden dann eine vollwertige Ausdauer-Trainingseinheit

Ja, das geht auch, Dr Tabata, am besten am Berg /Treppe. Am Berg mit dem Fahrrad in dicken Gang und die Treppe beim laufen. 

 

 

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1034/j.1600-0838.2002.01140.x?deniedAccessCustomisedMessage=&userIsAuthenticated=false

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vor 54 Minuten schrieb zopiclon:

Sportwissenschaftlicher Grundsatz: Maximalkraft steht über Kraftausdauer und Schnell Kraft. Deine Maximalkraft entscheidet darüber wie viel Ausdauer und wie viel Schnelligkeit deine Beine haben. 

Das stimmt teilweise... aber es geht ja auch um Trainingseffizienz bei weiterhin nur sieben Tagen pro Woche. ;-) Bei mir hat Maximalkrafttraining für die Beine weniger als nichts verbessert, weil am entsprechenden Tag jedes andere Training ausfallen musste. Selbst fürs Skifahren bringen mir VO2Max-Intervalle deutlich mehr.

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