gammler
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gammler reagierte auf nitram in Impressionen von TourenKorsika Mare e Monti Calenzana bis Porto 07.04. – 15.04.2023
Fast nicht mehr daran geglaubt und dann hat es doch noch geklappt, eine gemeinsame Wanderreise mit meinem Bruder Stefan und es war so schön! Ob es dann am Ende der Überzeugungsversuch „komm schon, once in a lifetime“ war oder einfach die Zeichen günstig standen, who knows und who cares.
Im Rahmen der Vorbereitung hat sich Stefan schnell eingefuchst ins Thema Gewichtsreduktion und Einschränken und so konnten wir am Morgen des 08.04. recht leichtfüßig in den Zug von Karlsruhe nach Marseille steigen. Nach einer kleinen Stärkung in einem gemütlichen Cafe auf dem Weg zum Hafen ging es um 19.00 Uhr auf die Fähre. Die Überfahrt war ruhig und so konnten wir die Ankunft in Ile Rousse gegen 7.15 Uhr ausgeschlafen im Morgengrauen genießen. Ein vorab geordertes Taxi brachte uns ins 30 km entfernte Calenzana, Ausgangsort für den Wanderweg Mare e Monti und auch für den großen Bruder GR20, die sich die ersten Kilometer gemeinsame Wegstrecke teilen. Wir blieben die ganze Zeit zwischen mittlerer, maximal 1250 m Höhe und Meeresniveau, es ging, wie zu erwarten war, mal mehr mal weniger steil bergauf und bergab, es eröffneten sich immer wieder neue Blicke und Aussichten auf die Berge und das Meer. Die gesamte Wegstrecke war sehr abwechslungsreich und schön zu laufen. Das Wetter war uns hold und bis auf die ersten 15 Minuten war es trocken, die Sonne hatte mittags schon viel Kraft und nachts war es, besonders mit Wind, recht frisch. Alles in allem ideale Wanderbedingungen. Es war noch sehr früh in der Saison und wir sind mit Ausnahme der kleinen Ortschaften auf so gut wie keine andren Menschen getroffen und hatten die Wege für uns alleine. Nicht ganz, junge Rinder machten uns gelegentlich den Weg streitig, verschwanden dann aber doch rechtzeitig in der Macchia, allerdings sind wir besonders in einem Fall recht deutlich vom eigentlichen Weg abgekommen, da wir fälschlicherweise den Trampelpfaden der Rinder gefolgt sind und dann irgendwann im undurchdringlichen Gestrüpp festgesteckten. Da wir nicht sicher waren, welche Distanz wir sicher und gut täglich bewältigen werden können und an einigen Orten nur eine Unterkunft existiert und keine Option zum zelten bestand, haben wir uns eher auf vorbuchen und kürzere Distanzen festgelegt. Insgesamt waren es rund 80km bei etwa 4000 Hm in Auf- und Abstieg.
Die erste Etappe haben wir an der Bocca di Bonassa enden lassen und dort unser Zelt aufgeschlagen, um am nächsten Tag bis Galeria zu gelangen, wo wir auf einer Art Minicampingplatz, der Gite d’etape U Pagliaglaju, die nächste Zeltnacht verbrachten, nicht ohne vorher den von der Wirtin nur für uns zubereiteten leckeren Auflauf verspeist zu haben. Der dritte Tag führte uns nach Girolata, einer traumhaft gelegenen Bucht mit einer kleinen Befestigungsanlage und einer schönen Gite d’etape mit Schlafräumen mit Doppelstockbetten und einer vorzüglichen Fischsuppe serviert im Speiseraum mit wunderbarem Blick in die Bucht. Auch diese Nacht war erholsam, da wir einen Raum für uns alleine hatten. Tag vier endete in Curzu auf einem der Gite d’etape angegliederten, in Terrassen am steigen Hang angelegten Areal mit Stellplätzen für Zelte, auch hier waren wir alleine und der Patrone war froh, dass wir außer Zelten und ein paar Flaschen kühlen Biers keine weiteren Ansprüche hatten. Das wirkte alles ein wenig messy und ein Bett wollte ich dort nicht buchen, wir im Zelt waren gut aufgehoben. Am Tag fünf erreichten wir in Serriera die Gite d‘etape L’Alivi und anders als telefonisch abgefragt gab es doch keine Option zum Zelten und so sind wir auf ein kleines zweckmäßiges Doppelzimmer ausgewichen. Nach einem komatösen Mittagsschlaf sind mein Bruder und ich zum 2,5km entfernten Strand spaziert um dort die schönen Felsen, das tolle Meeresrauschen und das kühle Wasser (bis zu den Waden) zu genießen. Apropos Genuss, am Abend gab es, wieder für uns alleine zubereitet, ein köstliches Wildschweingericht in der angrenzenden L’usteria. Am letzten Wandertag haben wir am Capu San Petru den Mare e Monti wieder verlassen, um steil nach Porto abzusteigen. Am dortigen Campingplatz Sole e Vista hat uns der Wind noch einmal richtig durchgeschüttelt und zum Glück hatten wir erst am Tag darauf die Fähre gebucht, denn heute war der Fährbetrieb wegen Sturms eingestellt. Ein weiteres kulinarisches Highlight in Form eines Fischgerichts am Hafen rundete die sehr gelungene Wanderung ab. Mit einer schönen Fahrt im Kleinbus am nächsten Tag erreichten wir Ajaccio, wo uns abends um 18.30 Uhr die Fähre über Nacht nach Marseille und der Zug nach Karlsruhe zurückbrachten.
Danke lieber Stefan, wirklich „once in a lifetime“?
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gammler reagierte auf cozy in Impressionen von TourenTuscany Trail 2022
450 KM, 8000 HM danach nochmal 900 km und 6000 HM zurück nach München.
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gammler reagierte auf hhourglass in Bewegte BilderJordan Braun lädt gerade nach und nach Videos vom Hayduke Trail hoch. Tolle Gegend.
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Seit letztem Jahr sind wir zu dritt und daher musste was größeres her (kurzer Opel Vivaro). Nach einem ersten schnellen Ausbau für den vorigen Sommer und Herbst haben wir heute mal was ausgefeilteres gebastelt um damit 2 Monate am Balkan und in Griechenland unterwegs sein zu können. Gleichzeitig sollte alles ohne Schrauben im Blech funktionieren und schnell ausbaubar sein.
Stauraum:
Hier ist die Küche und die Kinderwagengarage zu sehen:
Innenansich im Schlafmodus:
Hier direkt vor der Abfahrt. Der Hochstuhl ist per Riemen befestigt. Dort wo der Volleyball ist sind die Indoor-Sitzplätze und rechts stehend ist die Tischplatte die man auf dem verbau variabel montieren kann (dient auch als Teil des Betts). Der indoor Essplatz haben wir häufiger genutzt als erwartet (das Wetter im April war schlecht).
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gammler reagierte auf 2Tall in Längere Touren/Reisen vs. BerufHallo Mia im Zelt,
ich bin auch Beamter und habe schon zwei Sabbatjahre hinter mir. Und das dritte "demnächst" vor mir
Ich würde dir raten, dass du den für dich geltenden Gesetzestext zum Sabbatjahr nochmal ganz genau durchliest (manches hängt davon ab, in welchem Bundesland du bist, oder Bundesbeamtin?) und auch mit deinem Personalrat darüber sprichst! Die Leute haben oft noch Tipps zur Taktik.
In den beiden Bundesländern, wo ich bin/war, ist der Text so formuliert, dass ich ein Recht auf das Sabbatjahr habe, da ist es dann nur eine Frage, für WANN ich es genehmigt bekomme. (Auch auf mehrere Sabbatjahre habe ich ein Recht!) Falls es Probleme mit dem Vorgesetzten gibt, dann hilft der Personalrat. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, gar nicht mit den Kollegen darüber zu diskutieren. Die erfahren es dann irgendwann von mir, wenn die Genehmigung durch ist. Ich war da früher auch anders, aber es lohnt sich im Leben nicht, sich von anderen und deren Meinungen abhängig zu machen. Natürlich muss ich mir dann blöde Sprüche anhören, aber sie könnten es ja auch machen, wenn sie wirklich wollten.
Ich könnte noch einiges schreiben hier, aber erstmal nur so viel: Lebensplanungen können sich so schnell ändern oder ganz erledigen, wenn man Pech hat. (Krankheit, Trennung, Tod von Angehörigen usw. usw.) Darum kann ich nur jedem raten: Nichts aufschieben auf irgendwann später! Wenn man sich sicher ist, dass man es auf jeden Fall machen WILL, dann sollte man es machen. Es kann nämlich sein, dass man es irgendwann plötzlich nicht mehr machen KANN.
Trotz allem: Ich verurteile niemanden, der Sicherheit will oder braucht und dafür Kompromisse eingeht. Man muss auch seine Grenzen kennen. Manchmal würde ich auch gerne alle Sicherheiten hinschmeißen und einfach los, aber so bin ich eben nicht, und gesundheitlich geht es mir leider auch nicht gut genug dafür. Ich gönne es jedem, der so aufgestellt ist, dass er es kann!
Soweit erstmal.
Staatstragende Grüße
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gammler reagierte auf Mia im Zelt in Längere Touren/Reisen vs. BerufHallo,
aktuell beschäftige ich mich damit, wie ich meine Leidenschaft Reisen und Trekking in mein Leben integrieren kann. Das Leben, die Ausrüstung und das Reisen kostet Geld, was ja irgendwie verdient werden will. Oft steht dies in Konkurrenz zu längeren Trekkings. Persönlich kenne ich niemanden, der sowas macht. Im Internet lese ich oft von Menschen, die oft und lang unterwegs sind und frage mich, wie die das anstellen. Also nicht die Tour an sich.
Die Welt ist groß und ich möchte möglichst viel davon sehen. Allerdings reicht der normale Erholungsurlaub nicht aus und viele längere Touren übersteigen die Zeitdauer eines normalen Urlaubs von 2 bis 3 Wochen. Seit kurzem bin ich verbeamtet, mache meine Arbeit an sich gerne, aber der Job alleine ist für mich nicht alles im Leben. Schließlich möchte ich mir mit dem Geld, was ich verdiene, meine Träume verwirklichen. Und das beinhaltet nun mal Reisen, die mehrere Wochen bis mehrere Monate Zeit brauchen. Glücklicherweise gibt es immerhin im Beamtengesetz ein Gesetz, was sowas theoretisch möglich macht. An der erstmaligen Umsetzung arbeite ich aktuell, bin aber noch voller Sorge, ob es klappt und ich es mehrfach tun kann. Manchmal fühle ich mich durch die Arbeit regelrecht eingesperrt. Dann denke ich: "ich würde gerne xy machen. Dazu braucht man z Wochen. Das geht nicht wegen der Arbeit."
Ich wünsche mir mit dem Thread einen Austausch von persönlichen Erfahrungen und Möglichkeiten. Bestimmt sind hier mehrere, die solch ein Bedürfnis haben.
Viele Grüße
Mia
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gammler reagierte auf T-Travel in Was hilft gegen leichte Allergien? Eure Erfahrungen?Cetirizin schickt mich auch immer schlafen, Loratadin ist rezeptfrei und hilft bei mir ohne müde zu machen. Telfast hilft am Besten bei mir, braucht man aber ein Rezept für soweit ich weiß. Bekommt man als gesetzlich versicherter meiner Erfahrung nach auch nur, wenn man explizit danach fragt. Meine mich dunkel zu erinnern, dass da auch was mit Herzproblemen war. Da am besten selbst nochmal informieren und gegebenenfalls ärztlichen Rat einholen.
Alle Tipps zur Pollenreduktion im Zimmer usw. haben bei mir nichts gebracht, werde mich auch im Frühling und Sommer nicht einsperren. Fenster auch nachts weit öffnen (ideale Lüftungszeitpunkt hängt wohl auch vom Wohnort ab) Vorsichtsmaßnahmen ignorieren, Frühling draußen geniesen und dann halt Tabletten nehmen ist meine Variante. Über evtl. Risiken kann ich nichts sagen.
Hyperdesensibilisierung macht scheinbar nur mit Spritzen Sinn. Ich habe mal eine mit Augentropfen gemacht, die hat gar nichts gebracht. Ein anderer Arzt konnte es dann fast nicht glauben, dass tatsächlich noch Augentropfen genutzt werden. Kann sich aber auch schon wieder viel geändert haben (15-20 Jahre her geschätzt).
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gammler reagierte auf Fabian. in Günstiges Gravel gesucht!Hallo zusammen,
ich wollte mal eine kleine Rückmeldung geben.
Nachdem ich mich nochmal intensiv mit dem Thema befasst habe und mir Gedanken darüber gemacht habe, was ich eigentlich will, gab die schlussendliche Entscheidung die Probefahrt mit dem MTB eines Freundes.
Für mich war danach recht schnell klar, dass ich mir erstmal ein einigermaßen gutes MTB hole und zum Jahresende dann vllt noch ein Gravelbike.
Ausschlaggebend war einfach, dass ich über den Sommer keine Bikebacking-Touren vorhabe, bei denen ich lange Strecken zurücklege und ich gerne ein Rad hätte, mit wem ich viel durch den Wald und auf Trails fahren kann um einfach viel Spaß zu haben.
Bestellt habe ich mir nun das Radon Cragger 7.0.
Hardtail weil:
- bin absoluter Anfänger und möchte die Technik üben
- günstig
- wartungsarm
- Bikepacking trotzdem möglich
- fühlt sich einfach besser an als ein 2.500€ Rad zu kaufen, das einem vieles abnimmt, ohne dass ich überhaupt die entsprechende Technik beherrsche.
Einziger Wermutstropfen ist, dass ich das Rad noch nicht zur Probe fahren konnte und es erst in einem guten Monat verfügbar ist.
Als Gravelbike folgt dann, falls Geld vorhanden ist, ein Stevens Speedster Gravel 30.
LG
Fabian
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gammler reagierte auf khyal in Überforderte Anfängerin mit vielen Fragezeichen ???Yes, oder um es mal konkreter auszudruecken, die halbe Schweiz ist Sporidengebiet, was via Kaelberkacke ueber das Oberflaechenwasser in die Baeche uebertragen wird und gegen diese nette Krankheit gibt es keine wirksame Therapie, da muss Dein Koerper selber mit fertig werden und das dauert normalerweise laenger, Dein Koerper schmeisst sozusagen an beiden Enden alles raus
Seitdem ich mir das mal an einer Trinkwasser-Leitung in Italien geholt habe, filtere ich alles Wasser, es sei denn die Quelle ist voellig sicher.
Grundsaetzlich kann ich zustimmen, dass die Sawyer Filter die Besten fuer uns ULer sind, allerdings kann ich nicht zustimmen, dass der Sawyer Squeeze Micro immer klar der Beste ist, da muss man differenzieren, der Mini ist klar raus, der wird durch den Squeeze Micro sozusagen ersetzt, der halt neben der hoeheren Durchflussrate den Vorteil des Gewindes am Ausgang (wie der Squeeze) und gleich den Adapter fuer´s Gravitationsystem dabei hat.
Er setzt sich allerdings deutlich schneller als der Squeeze (aber deutlich langsamer als der Mini) zu, wenn man viele Schwebeteilchen im Wasser hat, ich wuerde es grob so klassifizieren :
- den Mini wenn man eigentlich nicht filtern will, sozusagen als Notreserve
- den Squeeze Micro, wenn man alles filtern will, eher max 2-3 Wochen auf Tour ist und weiss, wie man zuviele Schwebeteilchen vermeidet
- den Squeeze, wenn man alles Filtern will und richtig lange am Stueck unterwegs ist
btw war ich schon mit allen 3 unterwegs (nein nicht auf einmal ).
Den Vecto wuerde ich nicht nehmen, fast doppelt so schwer wie die Evernew und teurer.
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here we go again...
8 Zeros waren es dann schlussendlich... damit hat sich so ein wenig das Gefühl eingestellt, dass mein E1E5 Thru-Hike zwei separate Trail waren, die zwischen Konstanz und Sonthofen locker verbunden sind, der starke landschaftliche Kontrast und die Trail-Charakteristik haben das ganze noch bestärkt... aber es ist okay. ich mein ich weiß ja was ih gemacht habe
Tag 72
Ich komme sehr spät in Sonthofen mit dem Zug an. Viel steht nicht heute an. Soweit wie möglich Richtung Oberstdorf. Beim Supermarkt kaufe ich mir nochmal Wasser, das ich während der Fahrt getrunken und habe und schlendere langsam aus Sonthofen auf den Illerdam. Die Alpen werden schön rötlich illuminiert und werden mit jedem Schritt etwas größer – ich mag es einfach. Ich mache mir an der Iller etwas zu Abend – auf dem Damm ist viel los.
Es gibt bei Fischen ein paar Teiche und einen Wald – so der Plan. Passt. Finde was nettes. Heute 3,4 Kilometer und ungefähr null Höhenmeter.
Tag 73
Ich laufe gen Oberstdorf, werde umgeleitet und verlaufe mich erstmal. Die Iller in Oberstdorf ist eine Großbaustelle, nicht nett anzusehen, Ursprung meines Verlaufens und eine gute Vorbeireitung auf Oberstdorf. Es ist häßlich. Eine beliebige Ansammlung von alpin bis outdoor Nippes, schlechter Kaffee und unfreundlicher Service... ich weiß gar nicht mehr genau warum ich reingelaufen bin, irgendwas wollte ich in einer Drogerie kaufen – habe eh keine gefunden. Also nur Kaffee...
Ich laufe los Richtung Spielmannsau, Tags zuvor hatte ich in @Martin von Dannen's Insta Account gelesen, das 40 Mio Menschen in D-land sich als Wandernd bezeichnen bzw. gelegentlich wandern gehen... er traf keine, klar die waren alle bei mir. Ich mache Tempo. An der Spielmannsau trennt sich das Publikum dann merklich. Tageswandernde bleiben hier und je größer der Rucksack umso deutlicher erkennbar, hier sind jene am Start, die das laufen was alle unter dem E5 verstehen Oberstdorf-Meran... Und ich mitten drin, in Turnschuhen und mit Daypack (in relation).
Auf dem Weg treffe ich Stefan und Steffi aus Münster. Ich laufe ihm in seine GoPro aufnahme und kommentiere die auch noch, bester Start für eine gute Freundschaft. Wir laufen tatsächlich gemeinsam bis zu Kemptener Hütte, unterhalten uns viel über alles mögliche und ich flimmere jetzt irgendwo in Münster durch irgendwelche Wohnzimmer, wenn die beiden videogestützt von ihren Abenteuer erzählen. Viel „aaaah“ und „ooooh“ auf dem Aufstieg.
Es gibt einige sehr matschige Schneefelder und einige sehr weiße zu queren, der Weg ist schön – gefällig im Vergleich zu dem was noch kommen wird, das hindert mich nicht schon jetzt begeistert zu sein. Am meisten begeister mich eine SchneefeldUNTERquerung! Ich hatte bei solchen ausgewaschenen Tunneln mich immer gefragt wie es sei durchzulaufen – jetzt weiß ich es. Nass und beeidruckend!
Entspannte 3 Stunden später sind wir auf der Hütte. Brechend voll. Ein gemeinsamer Snack. Beide checken ein, ich laufe weiter.
Aufstieg zu Mädelejoch.Es ist deutlich ruhiger hier. Klar, alle hängen in der Hütte, und NoBo's kommen mir grade nicht entgegen. Am ikonographischen Grenzschild noch schnell n Foto. Aussicht genießen. Der Abstieg ins Tal der Simms ist wild und beinah Menschenleer, hier kommen mir ein paar NoBo's entgegen.
Ich entscheide mich für de Simmswasserfall, statt für die Hängebrücke auf dem Weg nach Holzgau. Als ich unter ihr herlaufe, weiß ich warum.
In Holzgau, ergänze ich mein Abendessen um irgendwas auf, dass ich Lust habe, frische Tomate in dem Fall. Und laufe weiter die Lech entlang. Asphalt. Isso. Bin schon öder Asphalt gelaufen. An einer Quelle finde ich einen Pennspot. Ich weiß nicht was und wie es passiert ist. Aber ich habe mich kaum Bettfertig gemacht und gemütlich auf die Matte gefläzt merke ich wie der komfort immer weniger wird, erst mein Steiß und langsam der Rest des Körpers auf den Boden sinkt. Ein Loch1 Na toll. Also mache ich mich auf die Suche. Ich finde es. Geil. Also schnell noch flicken. Done. Good night. Doch nicht ganz. Es geht jetzt nur langsamer, aber ein Loch ist immer noch da... Ok. Nachpusten des nächtens, kennste ja und morgen weiter suchen.
Waschen?
Tag 74
Die Nacht war... so lala, lalala... okay sag ich mal. Ich habe die Nacht mit dem Fussende meies Quilts eine weitere Nacktschnecke ins Jenseits befördert, wie gestern schon. An der Quelle mache ich mich auf die Such nach dem weiteren Loch. Found it. Direkt auf der Rückseite des anderen Lochs- echt? Wie. Klar. Ich habe gestern schon versucht, die Matte von trockenem Schneckeschleim zu reinigen, in einem Moment der Unachtsamkeit bin ich wohl auf den Teil der Matte getreten, der auf dem Boden lag und dort lag sie nunmal auf einem spitzeren Stein. Egal Loch geflickt. Frühstück! Hier treffe ich den Berliner mit dem 25kg Rucksackmonster von gestern wieder. Er hat die Nacht in Holzgau im Hotel gemacht, weil er keinen Pennplatz mehr gefunden hat. Wir schnacken kurz, er zieht weiter, ich frühstücke weiter.
Die Madausschlucht schenken sich viele E5 Wander*innen und lassen sich mit dem Taxi zum Traileinstieg shutteln, ich verstehe es nicht. Der weg ist gefällig, manchmal spektakulär und und wird auf den letzten Metern immer wilder. In der zwischenzeit haben mich drei Busladungen E5er überholt (wirklich, zwei Sprinter und ein T5, also viele Menschen). Wandernd treffe ich nur den Berliner wieder. Wir laufen ein Stück gemeinsam.
Ich komme alleine am Traileinstieg an -wobei ich ja die ganze Zeit on trail bin – und mit mir kommt eine ganze Sprinterladung geführte E5er an. Puh. Also. Es soll jetzt knackig hoch gehen, ich mach erst mal Pause und schiebe mir ein paar Schokokalorien in Erwartung der Höhenmeter rein. Eine Frau fragt mich ob ich auch, darauf warte meinen Rucksack mit der Seilbahn hoch zu schicken. Entgeistert gucke ich sie an: „Äh..nein.“ Ich weiß a gar nicht, dass das geht, kenne nur den Taxi-Service erkläre ich mich, sie wiederum erklärt sich, dass sie ja ohne Rucksack viel schneller seinen – verstehe ich. Es sei ja auch schon 12 Uhr und so spät, nicht, dass es da oben keinen Platz mehr gebe usw. usf. Ich esse weiter Schokolade und merke das ich ihre Frage wirklich als Affront gesehen habe... ich schleppe meinen Pack doch nicht 2100 Kilometer hierher um ihn dann wie ein profaner E5-Massentourist in eine Seilbahn zu packen. Egal.
Ich laufe los, der Weg ist voll mit den ersten beiden Busladungen, ich überhole alle. Auf den letzten Metern kann ich mir meine klammheimliche Freude nicht nehmen lassen und fragte einen den ich gestern auf der Kemptener Hütte getroffen hatte, in welchem Bus er saß – dem ersten. Yes! Billig ich weiß, aber es sind manchmal die kleinen Biestigkeiten, die auch Spass machen. Auf der Hütte laufe ich mit einer Sympathischen Mutter mit ihrem 16 jährigen Sohn ein. Die Hütte ist fast leer. Ich habe für den Aufstieg keine zwei Stunden gebraucht. Trail legs galore! Ich setzte mich hin genieße die Grandiose Aussicht, bestelle mir eine Suppe und sehe nach und nach die Massen einlaufen. Mit einigen die ich gestern schon gesehen habe unterhalte ich mich etwas. Irgendwann, ist es mir zu voll und ich gehe weiter. Aufstieg zur Seescharte.
Ich komme an Unteren Seewisee vorbei, direkt an der Hütte, schön. Ich weiter auf, durch etwas ruppigere Pfade und Schneefelder und komme an den Mittleren Seewisee. Ein Traum aus Eis und Schnee.
Ich bin fast versucht hier mein Tarp aufzuschlagen und mich weiter satt zu sehen. Es ist mir aber mit frühem Nachmittag viel zu früh und viele Kilometer waren das auch nicht. Also weiter – nach langem hadern zugegeben. Der Aufstieg zur Seescharte führt durch fieses Geröll. Es ist anstrengend. Oben angekommen...WOW!
Ausblick Richtung Zamer Loch, die Silbernadel, Schweinrücken... wunderschön und es ist menschenleer. Ich steige langsam ab. Kurz unterhalb des Abzweigs zur Württemberger Hütte finde ich einen Spot, der gerade, flach, groß genug für ein Tarp ist und eine Bombenaussicht hat!
Etwas früh. Aber hey bin ich in den Alpen um in Tälern zu schlafen? Nein. Wetter ist stabil und solls auch bleiben. Also... scheiß auf das runterreißen von Kilometern... ich bleibe hier. Wunderschön ist. Und langweilig ists auch nicht, ich muss weil der Wind immer wieder dreht, mein Tarp zwei mal Umbauen, am Schluss als tiefabgespanntes A-Frame, eng aber ok. Als ich das mache höre ich ein „Mahlzeit!“ ich fahre vor Schreck zusammen. Es ist schon fast Dunkel. Krass. Was? Ach der Berliner mit dem Monsterrucksack. Der hat direkt auf einer anderen Stufe was gefunden.
Tag 75
Um 4.15 Uhr treiben mich Harndrang, Kondenskälte, Wind und innere Uhr aus dem Bett... Sonnenaufgang. Wunder-, wunderschön. Eiskalt, aber wunder,-wunderschön. Ich schlottere gefühlte 100 Fotos runter, packe mein Zeug und schnacke nochmal kurz mit meinem Nachbar. Auch alles Nass und kalt, aber grandiose Aussicht.
Es kommen 1000 HM abwärts durch fieses Geröll. Unten im Lochbachtal angekommen, Klamottenwechsel, bin warm gelaufen, Zähneputzen, die haben zu sehr geschlottert da oben. Das Lochbachtal ist wild und menschenleer. Ich treffe zwei Jäger und frage sie was sie alles so jagen „alles was vier haxn hat“ -klar... aber was hat hier alles so zwei haxn?... Das Lochbachtal ist wild und gefällt mir sehr, zudem die Morgensonne es wunderbar in Szene setzt.
Das Tal verengt sich zum Zamer Loch und wird und glaublich spekatakulär. Leider ist das Licht extrem blöde um Fotos zu machen – aber es bleiben ja die Erinnerungen. Ich treffe beim Abstieg Björn und Nils. Beide machen gut Tempo, wir sind eigentlich recht gleich schnell unterwegs. Statt PingPong im Überholwechsel zu spielen laufen, bzw. rennen wir einfach zusammen das Zamer Loch runter. Dabei kommen wir auch dazu uns etwas zu unterhalten. Die beiden wollen die Kaunergrat-Variante laufen, mehr Überstiege und weniger Menschenmassen – letzteres hört sich sexy an. Wir laufen weiter bis nach Zams. Dort checke ich in deren Rother, die Variante, fotografiere alle relevanten Infos und wir verabschieden uns. Ich habe keine Ahnung wie weit das ist, die Infrastruktur sieht mau aus, also gehe ich viel viel essen einkaufen. Lade noch einmal ausgiebig mein Handy und die Power-Bank in einem Cafe und stetz mich dann in die Venet-Bahn und lasse mich und viele andere hochgondeln. In der Seilbahn ist eine junge Frau mit Höhenangst, auf der halben Strecke ist sie in Tränen aufgelöst an die Brust ihrer Mutter gedrückt – sie tut mir leid.
Oben angekommen schnell von den Massen trennen, nochmal 300 HM auf die Glanderspitze, diesmal zu Fuß. Oben ist die Hölle los. Also weiter, auf auf dem Grat Richtung Kreuzjoch. Die Aussichten sind grandios. In meinem Rücken braut sich jedoch was zusammen... hm. Regen nur, Gewitter? Und Wann und Wo zieht es eigentlich hin? Ab jetzt immer den Blick Richtung Himmel und in die Landschaft, wenn ich nicht gerade auf den Trail gucke, der ist an manchen Stellen ziemlich ausgesetzt. Am Kreuzjoch stehe ich vor dem Schild gehe ich durch das Pitztal, 35 Km an der Straße entlang oder wie alle im Bus? Oder gehe ich die Kaunergrat Variante? Ich habe für letzteres schon eingekauft, das war doch eine Entscheidung. Ich steige ab nach Piller. Nochmal 1000 oder mehr HM runter – aaaaauuuuuaaaaa! Verdammt, es tut weh! Ich gehe sehr langsam. Ich hätte in so nem komischen Anflug von männlicher Pimmel-Soli mit Björn und Nils das Zamer Loch runterrennen sollen, das ist toxische Männlichkeit und deshalb ist sie gefährlich. Macht auch Kniee kaputt... ist jetzt so. Jurz vor Piller finde ich was zum Ablegen und knall mich für eine Pause erstmal hin, ich bin müde ich bin siet über 12h wach, meine Knie schmerzen und zur Aifneralm, meinem heutigen Ziel sollen es nochmal 700,800 Hm hoch gehen. Ich döse tatsächlich für ne dreiviertel Stunde weg.
In Piller finde ich erstmal keinen Weg und mein Wasser ist bis auf eine psychologischen Restschluck aufgebraucht. Ich laufe dennoch gen Aifneralm, Wasser kommt schon. Der Weg ist gefunden, es fängt an zu regnen. Kein Donnergrollen. Nur Regen. Sehr Gut. Ich finde Wasser an einer kleinen Quelle, der Aufstieg ist immer wieder von Schauern begleitet... in die sich so langsam ein Donnergrollen mischt und es dazu noch anfängt böig aufzufrischen. Gewitter und ich bin im Aufstieg. Aber im Wald. Kartencheck. Aifneralm unterhalb der Baumgrenze. Exponiertes meiden, sofern geht, und so trocken wie möglich zur Alm kommen – Masterplan. Hagel und Gewittersturm zwingt mich zu zwei ausgedehnteren Pausen.
Schlussendlich komme ich doch recht trocken auf der Alm an. Schlafen kann ich hier nicht, sie bieten mir aber ein Stück Wiese an, dass Wind und Gewitter geschützt sei, die Nacht soll es nämlich nochma runterkommen. Ich wärme mich in der Stube auf, ich trinke zwei Bier für die Bettschwere und unterhalte mich mit den Gästen ein wenig.
Schlafenszeit. Ich finde einen nicen Spot und baue auf und verkrieche mich in meine warmen Schlafsack. Ich bin ziemlich fertig...
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gammler reagierte auf questor in Ultraleicht zur frühen RenteDass nicht jede Einsparung auf jeden übertragbar ist oder für jeden sinnvoll ist, sollte klar sein. Die Übertragbarkeit auf andere Sozialsysteme ist selbstverständlich auch nicht 1:1 gegeben.
Aber es gibt auch hierzulande genügend Beispiele, ich verstehe die Diskussion à la 'das geht doch gar nicht' nicht.
Mal querbeet:
https://www.finanzwesir.com
https://finanzrocker.net/
https://frugalisten.de/
https://freiheitsmaschine.com/
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gammler reagierte auf Fayve in Ultraleicht zur frühen RenteIn der Antwort auf die erste Frage taucht bei Florian Wagner schon das Wort "Effizienz" auf (" Ich versuche, mein Geld effizienter einzusetzen. Also die gleiche Freude für weniger Geld."). Durch Effizienz wird ein Less is more ermöglicht. Der Minimalismus ist ein Maximalismus. Die wenigsten Minimalisten wollen um ihrer Selbstwillen verzichten, sondern weil sie dafür etwas bekommen wollen - so auch er. Wenn man eine Weile sparsam lebt, kann man mit 40 die Rente antreten.
Im Prinzip ist das ein äußerst kapitalistisches Denken. Bei Max Weber wird schon die Verbindung zwischen innerweltlicher-asketischem Berufsethos (der protestantischen Ethik) und dem Aufkommen von modernen kapitalistischen Wirtschaftsformen aufgemacht. Die gesteigerte Produktivität protestantischer Gemeinschaften ergibt sich aus der ständigen Reinvestition des bereits Akkumulierten. Waren die protestantischen Gemeinschaften allein darauf bedacht eine Vergütung im jenseits (more) für ihr Tun im diesseits (less) zu bekommen, so ist das diesseits von Florian Wagner die Zeit vor dem 40ten Lebensjahr und das Jenseits die Zeit nach dem 40ten Lebensjahr. Seine Reinvestition des bereits Akkumulierten soll in Aktien (Bsp.: ETF-Fonds) geschehen, die dann "weiterarbeiten", die dann ein "passives Einkommen" generieren.
Für das "passive Einkommen" müssen Aktienkurse steigen -> Wachstum. Da nicht nur Maschinen hinter den Firmen stehen, an denen man Aktien-Anteile besitzt, sondern auch Menschen, lässt man im Prinzip andere Menschen für sich arbeiten. Natürlich hat man eine Zeit lang hart und entbehrungsreich gearbeitet, um nach einer sehr intensiven Zeit des Arbeitens, quasi nicht mehr arbeiten zu müssen, aber lebt man am Ende nicht doch davon, dass andere für einen Arbeiten? Ist das ganze dann nicht eine sehr egoistische Angelegenheit? Sollte es nicht eher um eine Welt gehen in der alle in angenehmeren Arbeitsverhältnissen sind? Es geht bei ihm doch mehr um eine individuelle Vision als um eine globale bzw. gesamtgesellschaftliche Vision.
Die gleichen Vorwürfe kann man auch gegen die Tiny-House-Bewegung anbringen. Zudem kann man noch fragen, was machen die die nicht in der Lage sind die Selbstbeschränkung mitzugehen. Wenn für junge Leute der Wohnraum zu teuer ist, dann ist es für sie eine Option in so eine Behausung zu ziehen, aber was machen Alte und Kranke. Will man diesen Menschen wirklich ein Leben auf dem Campingplatz zumuten?
Außerdem kann man nach einer Dialektik der Selbstbeschränkung fragen. Amortisiert sich der individuelle Vorteil der Selbstbeschränkung nicht, wenn alle die gleiche Selbstbeschränkung durchführen? Gedankenexperiment: Zuerst richten sich einige Wenige in einem Leben auf kleinem Raum ein, wodurch man mit wenig Miete auskommen kann und das leben günstiger ist, bald aber übernehmen alle dieses Lebensmodell und kommen auf wenig Raum aus und der Vorteil ist dahin. Diesen Mechanismus kann man auch auf Technologien beziehen. Beispielsweise kommt man schneller von a nach b, wenn man ein Pferd, Rad, Bahn, Auto oder Flugzeug nimmt, aber wenn dies alle tun, dann ist der Vorteil dahin und es entsteht ein Standard, der erwartet wird.
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gammler reagierte auf wilbo in Bewegte Bilder... schönes Filmchen über ein Packrafting Treffen in Schweden.
VG. -wilbo-
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gammler reagierte auf Fabian. in Bewegte BilderNicht immer UL unterwegs aber dennoch sehenswerte Videos.
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Tag 39
Back on Trail. Back in Siegen.
Zwei Amateurkickervereine sind auf Saisonabschluss im Zug- laut, bierseelig, Ballermann-Mobil. Einer findet es nach diversen Bieren und Schnäpsen im Kopf schwierig nachzuvollziehen was ich da mache – wahrscheinlich liegts aber auch daran, dass die Hirnablage Geographie auch schon ziemlich benebelt ist: „Nein, der Bodensee ist nicht bei München und ich werde dort auch schon vor dem Oktoberfest sein“ -andere Prioritäten, andere Wahrnehmung.
Bevors losgeht erstma zum Frittenwerk. Hier treffe ich @Kalteicher - überraschung geglückt
Los geht’s.
Ich will heute noch auf den Giebelsberg. 2,5h und 14km später bin ich da. Hm. Das ging schnell. Es ist noch früh, der Gipfel nicht spektakulär. Schneller Kartencheck: Wenn ich bis Freusburg laufe, 9km Zersiedelung und rauf und runter und wieder hoch ...och komm... naja. In Freusburg komme ich um halb sieben an.
Schön sieht die Burg aus, eine Jugendherberge...hm nein, du hattest fast eine Woche lang ein Bett. Auf der Burg ist irgendein Eltern-Kind-Event. Ganz viel „Vanessa, komm jetzt!“, „Jonas, lass das!“, „Emil! Nein!“... zu viel imperativ und schreiende Kinder ich laufe weiter. Druidenstein. Ein erstarrter Vulkanausbruch mit einem großen Kreuz drauf. Dennoch sehr beeindruckend.
Hinter dem etwas traurigen Sportplatz finde ich unter eine ausladenen Buche einen schönen Platz, es soll die Nacht regnen.
Test für meine neue Matte: Robens Vapor 60. Schwerer, Dünner, aaaber riesengroß und so das versprechen: Robuster – billig geschossen für 45 Eus. Mal schauen.
Tag 40
Ich schlafe unglaublich lange und gut – von dem Regen bekomme ich gar niks mit. Der Wald ist dunstig und schön.
Ich laufe nach Herdorf. Hikertrashfrühstück auf dem Supermarktparkplatz. Der Tag braucht eine ganze Weile um sich zwischen Regen und Sonne zu entscheiden - am Ende obsigt die Sonne. Die verbleibenden Wolken machen den Himmel wundersch
Ich bin noch nicht so richtig auf dem Trail angekommen. Der Weg, irgendwo zwischen Wanderautobahn und Singletrail mit eingestreuten grandiosen Aussichten.
Die Trödelsteine – eine vulkanischer Basaltkegel. Schöne Aussicht.
Aaaaber: Der Tag ist zäh. Ich habe das Gefühl nicht voran zu kommen. Mückwiese. Schön zu gucken.
Aaaaaber... Hamsterrad... ich laufe und laufe und komme nicht vorwärts. Kurz vor Lippe- was ist das? Eine mobile Bierzapfanlage. Echt jetzt? Ich bekomme eins! Trail Magic! Ich bekomme noch eins! Grandios!! Die Zwei Jungs sind die Versorgungsstation für einen Wanderausflug eines Tischtennisvereins. Netter Schnack über Wandern in RLP und die Schönheit des Westerwaldes.
Meinem Thruhiker Ehrgeiz ringe ich noch die Fuchskaute ab – höchster Berg des Westerwaldes. Hier stolper ich in eine Hochzeitsgesellschaft und fülle mir Wasser auf. Die Fuchskaute ist eine almenartige Wiese auf einem Basaltkegel. Schön ists hier.
Naturschutzgebiet. Kein Pennplatz also. Ich laufe weiter.
So richtig was zum Hinhauen gibt es nicht. Auf dem Salzburger Kopf werde ich fündig. Der Galgenberg. Mit Blick auf den Feldberg -home sweet home... ich glaube ihn erahnen zu können und bin happy. FFRankfurt ist nicht mehr weit. Und wie abgefahren. Ich bin erst zwei Tage unterwegs. Ziemlich fertig und dennoch sehr zufrieden haue ich mein Zeug hin. Kein Tarp. Zu Faul.
Tag 41
Gegen 3 Uhr fing es an zu tröpfeln. Safty first. Schnell aufstehen Tarp aufbauen. Hochgefahrener Kreislauf und Einschlafen vertragen sich nicht so gut- ich liege wach und bekomme mit wie aus dem Tröpfeln Regen wird... Bei einem Spontanaufbau um 3Uhr Nachts achte ich nicht so wirklich auf die Wetterseite. Der Wind frisch auf und drückt mir die ganze Soße ins Tarp. Regenschirmbeak. Hilft nur minimal. Ich gebe das schlafen auf und frühstücke und harre der Dinge. Hört nicht wirklich auf. Also abbauen, einhändig im Regen mit Regenschirm... geht. Sieht wahrscheinlich komisch aus. Hof und Nisterau lass ich hinter mir. Das Nistertal beeindruckt mich. Mit dem Jadegrünen See mitten vor einer Steilwand...
Bad Marienburg um 7 Uhr morgens ist unglaublich deprimierend- eine Bäckerei finde ich nicht.
Ab Unnau bricht der Himmel auf und die Sonne scheint. Zeug trocknen.
Ich steige auf die Alpenröder Hütte auf den Gräbersberg. Nochmal Sachen trocknen. Cola für mich, Strom fürs Fon. Aussichtsturm. Rauf und gucken. Feldberg 68km Luftlinie. Beeindruckende Sicht.
Ich entdecke ein Schild Westerwälder Seenplatte. Kool. Nichts wie hin.
Naja. Ich bin ja durch die Holsteinische Schweiz wirklich verwöhnt worden. Was aber total abgefahren ist, dass alle Seen künstliche sind und früher alle drei Jahre abgelassen wurden um auf ihnen Ackerbau zu betreiben... In Dreifelden mache ich eine lange Pause und Esse Kuchen und trinke viel Espresso... Der Brinkenhofweiher hat einen beidruckenden Erlenbruchsaum- Moskitos fressen mich. Der Sumpf hat sich den Weg zurückgeholt. Mit dem Postweiher verlasse ich die Seenplatte des Westerwaldes schon wieder.
Die Wegführung verschlägt mich nach Selters – meine GPX Tracks sagen was anderes. Und ich denke mir schon die ganze Zeit, dieses Selters kommt in meiner Planung gar nicht vor, die Schilder aber... egal. Oberhalb von Vielbach esse ich. Ich gucke mir die Karte an und stelle fest das Umland Montabaurs ist ziemlich zersiedelt. Wird schwierig einen Pennplatz zu finden. Ich bin bei 40+ km, es ist ist halb sieben, es ist noch hell bis fast halb elf, ich habe körperlich und mental Reserven. Und irgendwo in mir drin glimmt die Eitelkeit auf heute die 50km Marke zu knacken. Am Ortsausgang von Wirges ists dann soweit. „YEAH!“ - einen Schlafplatz habe ich dadurch nicht gewonnen, aber hey 50km an einem Tag!.
In Staadt entdecke ich die Projektarbeit, des kommunalen Kindergartens zum E1. Mein (Ex)Erzieher-Herz macht Freundensprünge. Tolles Projekt. Die Kita liegt auf dem Weg. Ich schreibe den Kindern einen kurzen Brief.
Bier zur Feier des Tages? Klar. Im Gasthaus zur Krone, werde ich kritisch beäugt, bekomme aber ein Weizen zum mitnehmen -“Das kannste doch nicht aus der Flasche trinken!“ - was ich alles kann. 50 Kilometer am Tag. Zwischen Stadt und Montabur liegt noch ein kleines Waldstück mit zwei Tümpeln und ner Hütte, ich finde nur einen Tümpel. Moskitoparty. Ich hab das Bier dabei... etwas weiter schmeiß ich mein Zeug in den Wald – schöner Wohnen ist nicht: 58km heute. Ich bin im Eimer.
Tag 42
Die Nacht war... so la la – erstaunlich kalt. Ich habe achst Stunden geschlafen und die Kälte ausgedämmert... wollte nicht aufstehen- müüüde! Erschöpft trifft es vielleicht besser. Hilft nichts. In Montabaur nehme ich mir Frühstückscafe vor. Eiscafe: Affogato, nochn Espresso hinterher. Insta. Strom. Klo. Oh, noch ma Klo. Resupply. Frühstück auf die Hand. Eigentlich war der Plan gemütlich heute zu machen.
Es ist heiß, es ist halb 11 als ich aus Montabaur rauslaufe. Das wird spaßig heute. Das Tal des Biebrichsbach ist schön. Schattig und wirklich toll zum laufen. Mischung aus Erfrischung und Körperpflege – dann doch gegönnt. Es geht auf die Montabaurer Höhe und den Köppel (540m) – falscher Abzweig. Ich irre durch den Wald. Fluche. Laufe mit Handykompass – weil klar: kaum Netz- querfeldein (Und für alle, die sich Fragen: Offline-Karte? Nein.). Köppel. Der Fernmeldeturm ist eine Augenweide des Brutalismus. Ich kletter hoch, die Aussicht ist überwältigend.
Ich laufe durch herrliche, alte Buchenbestände – kathedralenartig, erhaben, wunderschön.
In Welschneudorf: Döftliche Nahversorgung. Die Metzgerei hat heute Ruhetag, egal mir ist eh mehr nach Perversion in Schokolade. Tante Emma laden. Der Inhaber erzählt mir viel, was mich bis Nassau erwartet und wie die Wege umgelegt worden sind, was schön ist und was nicht -Dorfläden sind nun mal soziale Orte. In der Bäckerei: Genau das gleiche. Schön. Mein inneres Landkind fühlt sich zu Hause. Nichts desto trotz habe ich das gefühl heute wieder nicht vom Fleck zukommen. Die GPX-Tracks und die reale Steckenführung sind nicht identisch: 2,5h für 7,5km- never ever. - Am Ende des Tages weichen die Trailkilometer von den getrackten um 7km ab...
Vor Nassau geht’s auf die Kreisstrasse...viele, viele Kilometer. Gefühlt. Hamsterrad. Zurück auf den Forststrassen gibt’s wirklich den wunderbaren Ausblick, versteckt zwar, auf das Kloster Arnstein. Als sich, dass Lahntal vor mir oberhalb von Nassau öffnet, schlägt mir eine brutale Hitze entgegen.
Frssflash: Abendessen auf dem Supermarktparkplatz im einzigen Schattenplatz. Es gibt Grüne Soße im Kühlregal und ich erkenne auf den Straßenschildern die Hälfte der Ortschaften – hier komm' ich wech.
Auf den Lahnweg hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut -Ist auf meiner Liste – dementsprechend enttäuscht bin ich, als ich feststellen muss, dass es nicht direkt auf Lahnhöhenweg geht, sondern auf den Lahnweg und den Lahnradwanderweg. 7 km Asphalt im halbgaren irgendwo nicht direkt am Fluss und nicht oben auf dem Berg. Hmpf. Noch her Hmpf...- um nur an einem Kloster vorbeilaufen zu können. Besagten Kloster Arnstein. Naja, ist ja auch ein Jakobsweg. Ich laufe durch Obernhof und es gefällt mir direkt – entspannt. Ab hier geht’s knackig hoch. Schön. Endlich. Ich finde einen grandiosen Aussichtspunkt mit Blick ins Tal. Bank, Tisch, Platz für meine Matte und mich. Sonnenuntergang über dem Westerwald.
Bestes Leben.
Tag 43
Die Nacht war erstaunlich kalt. Dafür hängen zum Abbauen Wolkenfetzen im Tal.
Bis Gabelberg läuft es sich wunderschön. Immer wieder kann ich ins Tal Blicken und über die Höhen des Westerwaldes. Der Vierseenblick ist zwar niks. Ich mache hier trotzdem Frühstückspause. Durch ein namenloses verwunschenes Seitental geht’s weiter: Tief hat sich der Bach in Kaskaden in den Berggegraben, Umgestürzte Bäume – auch auf dem Weg – geben dem Ganzen eine wilde Note. Es geht direkt unten an der Lahn weiter. Um kurz danach wieder durch schattige Wälder auf die Höhen zu gehen. Vor Steinsbach wieder runter und rauf- oben herrliche wilde Blumenwiesen und ein wirres sirren, zirpen, summen und brummen. So müssen sich Wiesen anhören.
Pause in in Steinsberg. Es ist brutal heiß. Jeder Bach, jede Pfütze, jeden Rinnsal die da ist nutze ich für Klimamanagement: Buff rein, Kappe rein, Hemd nass machen – Kühlung schaffen.
Am Gabelstein verlasse ich das Lahntal und biege in den Taunus ab. Der Blick auf die Schaumburg ist grandios.
Die Hitze macht mir dennoch zu schaffen – endlich wieder Wald. Hier ist's schwül. Na toll. Der Boden ist matschig aufgeweicht, macht es nicht leichter. Ich laufe in einem wogenden Wechsel aus Wald und Feld über die Taunushöhen. In Schönborn habe ich kein Wasser mehr und klopfe einfach an der nächsten offenen Tür – kurzer Schnack.Nett. Kurzweilig. Weiter Richtung Aartal. Da muss ich hin, Resupply. Gestern dementsprechend wenig gekauft. Oberhalb des Aartals darf ich einem Fuchs beim jagen auf einer frisch gemähten Wiese zuschauen. Beeindruckend.
In Aartal... Hikerhunger at its best... Ich falle in den Supermarkt ein. Ich weiß nicht wie ich dass alles essen soll. Schaffe dennoch das meiste.
Ich rolle weiter über Felder und Wälder. Irgendwo hinter Hennethal finde ich einen netten Spot im Wald... Beim einschlafen, zwei Tropfen abgekommen. Naja doch nochmal aufbauen – bin ja lernfähig Ich darf einem Baummarder noch beim rumspringen von Baum zu Baum zusehen und einem Wildschwein mit einem lauten „Hey“ klar machen, dass ich hier bin und es für heute mein Revier ist... nighty night.
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gammler hat eine Reaktion von Trekkerling erhalten in Bewegte BilderSchön gemachtes Video!
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gammler hat eine Reaktion von nats erhalten in Bewegte BilderSchön gemachtes Video!
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gammler reagierte auf cico in Packliste Kungsleden SeptemberLetzte Nacht waren es, 4km südlich von Abisko, auf der 1. Campmöglichkeit im Nationalpark, 8°C und hohe Luftfeuchtigkeit (Nebel sichtbar). Ich würde inzwischen auch zu mindestens Komfort bis -5°C tendieren, ließ dir bitte auch den VBL-Faden durch, da du in den fiesen Bereich kommen könntest. Hier geht es um Schlafsetups bis -5°C.
R-Werte kann man durch kombinieren addieren, du solltest bei über 4 landen.
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gammler reagierte auf moritz in Packliste Kungsleden SeptemberMeines Erachtens sollte v.a. angesichts der luftigen Behausung das Schlafsetup etwas mehr Reserven haben. (Bei 3° und Regen freu ich mich zumindest über ein geschlossenes Shelter und eine warme Penntüte).
Ich würde eine 5 oder 10mm EVA-Matte nehmen und dazu eine (ggfs. nur Torso-)Luftmatte für den Komfort. Mir persönlich wäre der Schlafsack nicht genug bzw hätte ich keine Lust dauerhaft mit Kleidung nachzuhelfen. Eine andere Strategie wäre es natürlich, es mit dem vorhandenen Setup zu riskieren, und dann im Zweifelsfall nach einer durchfrorenen Nacht in eine Hütte zu gehen.
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gammler reagierte auf AlphaRay in Packliste Kungsleden September2,6 ist für knapp unter 0. Schon mal auf so ner dünnen Matte geschlafen? Falls nicht, würde ich das mal paar Nächte nacheinander auf hartem Boden austesten.
https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/49961-Kungsleden-im-September-Schlafsackfrage-Temperaturen-Nachts
1: " Wir hatten Anfang September in Lappland bis -8 Grad.
Die tiefste Temperatur die ich September hatte war bisher - 12.
Auf der Fjällräven. Classic- Seite wird für August ein Schlafsack bis -5 Grad empfohlen. Das wäre das mindeste denke ich. "
2: " Ich war zur gleichen Zeit im Sarek unterwegs mit einer ähnlichen Comfort Temperatur. Und ich habe überhaup nicht gefroren. Hatte auch mal -10°C vor der Tür"
3: " Ich hatte im August und etwas weiter südlich schon -3°C ..... und war mit 300g Daune deutlich zu knapp unterwegs... 1 Jahr später gleicher Fleck mit +15°C und mit 600g Daune deutlich zu dick unterwegs,... es kann also so kommen,... oder so."
Ich hatte Mitte Juli in Süüüd-Norwegen schon unter 0 Nachts bei unter 1000 HM. Da würde ich die paar hundert km nördlicher und paar Wochen später schon von paar Grad weniger ausgehen bzw. einplanen. Ein wenig Puffer sollte man schon haben und nicht vom durchschnittlichen Minimum ausgehen.
Wenn du jetzt Komfort alles auf 0 hast und dann doch mal paar Nächte nacheinander paar Grad drunter, dann bist du durch wenn du paar Nächte nicht wirklich schlafen konntest bzw. das Tagsüber dann nachholen musst. Zu viel ist hier besser als zu wenig
Ohne Daune wird das aber nichts. Kunstfaser für den Bereich wiegt ja fast so viel wie die komplette restliche Ausrüstung.
Vielleicht berichte hier noch wer der da ob schon gelaufen ist
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gammler hat eine Reaktion von JanF erhalten in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-ThreadRichtig, außer die freien Karten decken dein Wunschgebiet nicht (ausreichend genau) ab.
Weitere Quellen:
https://www.freizeitkarte-osm.de/garmin/de/index.html
http://www.raumbezug.eu/ag/internet/osmGarmin.htm
https://openmtbmap.org/de/download/odbl/
https://www.velomap.org/de/
Als Software am PC könntest du QMapShack benutzen.