Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Mia im Zelt

Members
  • Gesamte Inhalte

    776
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    42

Alle erstellten Inhalte von Mia im Zelt

  1. Hallo zusammen, bisher habe ich den Begriff "Schirm" eher mit Schutz vor Regen verbunden. Nun habe ich aber immer mal wieder gelesen, dass manche an heißen Wandertagen einen speziellen beschichteten Sonnenschirm nutzen und manchmal habe ich sogar gelesen, dass dies ein regelrechtes Wundermittel sein soll. Das ist für mich insofern interessant, da ich nur wenig schwitze und mich mit heißen Temperaturen schwer tue. Daher suche ich nach einer Lösung, die mir Hitze erträglicher macht. Daher meine Fragen an alle Sonnenschirmnutzer: - welchen Schirm nutzt ihr? Wie viel wiegt das Teil und wie befestigt ihr es an eurem Rucksack? - wie viel nützt der Schirm gegen Hitze und Sonne? Danke schon mal
  2. Hey @Jäger: Noch mal danke für deinen Bericht. Ich freue mich weiterhin auf die Fortsetzung. Durch deinen Bericht bin ich überhaupt erst auf die Existenz dieses Trails aufmerksam geworden und habe ihn auf meine persönliche Liste gesetzt. Bis vor kurzem nur als vage Idee für die Zukunft, doch jetzt, da Neuseeland immer noch nicht klar angibt, ab wann deutsche Touristen wieder einreisen dürfen, wird meine Planung bezügl. Arizona Trail als Alternative zum Te Araroa konkret. Die Mitgliedschaft bei der Ariona Trail Association habe ich schon abgeschlossen. Allerdings dann NoBo und in den Monaten März und April, da mein Mann und ich im Mai wieder arbeiten müssen. Es ist zwar eine ganz andere Zeit als die, in der du den Trail gegangen bist, doch da ich mich mit Hitze schwer tue, aber mit Schnee gut zurecht komme, dürfte das mir in die Karten spielen. Da ich mit viel Altschnee rechne, planen wir acht Wochen ein. Bestimmt werde ich dann noch ein paar Fragen stellen. Wie hast du es geschafft mit der Hitze umzugehen?
  3. Tag 7 Auch diese Nacht war warm und trotz der Nähe zum See hatte ich nur wenig Kondenswasser im Zelt. Für den Abend und die kommende Nacht wurde starker Regen vorhergesagt. Ich sollte diesmal also rechtzeitig ein Plätzchen finden. Es dauerte nicht lange bis ich das Naturreservat Rogen geschafft hatte. Auf seinen letzten Metern zeigte es sich noch mal in seiner vollen Pracht mit vielen kleinen Seenaugen. Es ging leicht bergauf bis zur Fjällstuga Sorrödjärn. Ich überlegte mir noch weitere Snacks im dortigen Kiosk zu kaufen, da ich mehr als die Hälfte meiner Schokolade bereits vertilgt hatte, doch es gab leider keine Snacks zu kaufen. Während ich meinen Lieblingspodcast "In extremen Köpfen" hörte, lief ich erst übers Fjäll und dann durch Birkenwald bis zu einem Vindskydd beim See Hävlingen, wo ich Knäckebrot mit Erdnussbutter zu Mittag aß. In dem See waren große Fische zu sehen. Anschließend ging es immer mal wieder über große Felsblöcke durch das kleine Naturschutzgebiet Töfsingdalen, wo es auch Bären geben soll. Gesehen habe ich davon keine. Bald hatte ich dieses Naturschutzgebiet hinter mir gelassen und es ging wieder bergauf ins Fjäll, auch diesmal auf sanft ansteigenden Pfaden. Der Himmel hatte sich bereits komplett zugezogen und kündigte so den drohenden Regen an. Ich traf zwei Tageswandererinnen aus Stockholm und zwei Männer mit riesigen Rucksäcken. Die Männer waren dank ihrer schweren Rucksäcke sehr langsam, mit den Frauen lief ich paar km gemeinsam, da sie in die gleiche Richtung wollten. Schnell kam das Gespräch auf die unterschiedliche Coronapolitik der Länder. Diesmal fand ich frühzeitig ein Plätzchen auf einer Grasfläche neben einem schmalen Bach. Der Regen kam tatsächlich wie vorhergesagt am Abend und in der Nacht. Zwischenzeitlich hatten sich kleine Pfützchen unter dem Zelt gebildet, doch der Bathtub-Boden hielt wie gewünscht dicht. Trotz des starken Regens hielt sich auch diese Nacht das Kondenswasser im Rahmen.
  4. Der Alltag mit Arbeit und Co. lässt mir abends wenig Kräfte, sodass es leider ein wenig dauert bis mein Bericht fertig ist. Ich bemühe mich regelmäßig was zu schreiben. Tag 6 Nach einer warmen Nacht packte ich meine Sachen und lief eine Weile, bis ich am Wegesrand einen idyllischen See für das Frühstück fand. Ein paar Fische waren darin zu sehen. Anschließend ging es über Blockgestein, durch mit Planken ausgelegte Feuchtgebiete und über steinige Waldpfade bis zu einem Vindskydd an einem großen See, an dem ich meine Mittagspause verbrachte. Bisher traf ich nur ein paar wenige Trailrunner und viele Rentiere. Es war angenehm warm und am See wehte eine leichte Brise. Gegen 15 Uhr kam ich bei der Rogenstugan, welche am Rogensee liegt, an und freute mich schon im dortigen Kiosk ein paar Tafeln Schokolade zu kaufen. Jedoch stellte ich fest, dass der Kiosk erst um 16 Uhr wieder öffnen sollte. Da ich noch gut in meinem Zeitplan war, entschied ich mich zu warten und setzte mich auf eine kleine Bank unweit des Sees. Hier war schon etwas mehr los als auf dem Trail, denn bei dem sonnigen Wetter waren ein paar Badegäste da. Nachdem ich drei Tafeln Schoki gekauft hatte ging es erst am Seeufer und dann durch Nadelwald weiter und dann sanft bergauf, wo ich eine tolle Aussicht auf den See genoss. Hier oben wehte es aber ziemlich, sodass ich mir bei kleinen Pausen einen Pullover und die langen Hosenbeine anziehen musste. Der Abend rückte näher und ich machte mir Gedanken über einen potenziellen Schlafplatz. Ich sah ein paar passende flache und vegetationslose Stellen am Wegesrand, doch es trieb mich wieder. Dann war es eine Stunde lang so felsig, dass sich beim besten Willen nichts zum zelten anbot. Auf der Karte war ein Vindskydd eingezeichnet, doch immer wenn ich meinte, ich müsste gleich da sein zog es sich noch hin. Als ich dann um 20:30 Uhr ankam merkte ich aber schnell, dass sich die Müde gelohnt hatte. Der Vindskydd lag direkt an einem einsamen See, wo ich die untergehende Sonne beobachten konnte. Trotz des langen Lauftages taten meine Füße kaum weh. Die vielen felsigen Abschnitte taten ihnen offensichtlich gut.
  5. Danke für den Tipp. Ich möchte die Socken ausprobieren, weiß aber nicht welche Größe ich nehmen soll. Wie fallen sie aus? Wählt man die Trekkingsocken nach der normalen Schuhgröße oder nach der Schuhgröße, die man bei Trailrunnern (bei mir ca. 2 Größen größer als Straßenschuhe) hat? Schwanke zwischen M und L.
  6. Tag 5 Während des Frühstücks am Zeltplatz unterhielt ich mich mit einem Schweden über das Rogengebiet. Er gab an, die Wege dort wären unbeschreiblich schön, aber auch aufgrund der enormen Gesteinsmenge sehr anstrengend. Schon vor Beginn meiner Tour war ich auf dieses Gebiet ganz besonders gespannt und freute mich sehr auf die heutige Etappe. Die Sonne schien und die Vorhersage sagte mildes Wetter für die nächsten Tage vorher. Mit Hilfe der App mapy.czy fand ich den Einstieg in den Trail schnell wieder, nachdem ich mich um wenige Meter verlaufen hatte. Am Abfluss des Sees Malmagen musste ich ihn durchwaten, was aber aufgrund der geringen Wasserhöhe einfach war, wenn auch die Schuhe nass wurden. Anschließend stieg der schmale Pfad durch einen Birkenwald bergan, bis der Wald sich lichtete und der Pfad auf einer Schotterstraße endete, von der mehrere Wege abgingen. An dieser Stelle musste ich immer mal wieder aufs Handy schauen, da es so viele Wegkreuzungen gab. Es ging leicht bergan, bis ein langgestreckter Bergrücken erreicht war. Hier machte ich eine Pause, da mein linker Zeh schmerzte. Ich fand eine Blase, die ich aufstach und mit einem Pflaster abdeckte. Die Schmerzen ließen daraufhin deutlich nach. Der weitere Wegverlauf war so schön, dass es schon mehr ein lustwandeln, denn wandern war. Hier auf dem Bergrücken war an das Heidekraut schon an vielen Stellen rot verfärbt und strahlte mit dem blau des Himmels um die Wette. Ich liebe herbstliche Farben und bin auch jetzt noch entzückt, wenn ich mir die Fotos erneut ansehe. Mit passender Musik stellte sich eine Art Wandereuphorie ein, die so stark war, dass ich zu abgelenkt war um vernünftig auf den Weg zu schauen und stolperte. Mein linker Handballen schmerzte daraufhin beim Benutzen der Wanderstöcke. Kurzerhand verstaute ich einen am Rucksack und lief nur mit einem weiter. Die linke Hand freute es. Irgendwann war der Beginn des Rogen Naturreservats erreicht und es ging bergab. Immer mal wieder ging es über Blockgestein, über welches ich spielend leicht balancierte, bis die sehr einfache Brokjärnskojan erreicht war. Diese ließ ich links liegen und wandere weiter. Es ging über flaches Gelände vorbei an einsamen Seen und über mit Planken ausgelegten Mooren. Gegen 20 Uhr fand ich ca. 1,5km hinter der Skedbro Stugan ein Plätzchen, wo mein Zelt gerade so hinpasste. Ein paar Rentiere weideten in der Nähe. Rückblickend betrachtet war es der schönste Wandertag der Tour.
  7. Mia im Zelt

    TA 2021/22

    Es gibt endlich gute Nachrichten: Neuseeland plant ab dem 1. Quartal 2022 für internationale Touristen zu öffnen. Vollständig geimpfte sollen ohne Quarantäne einreisen können. Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-neuseeland-grenzoeffnung-reisende-100.html
  8. Tag 4 Schon am Abend wurde es so kalt, dass ich Mütze, Schal und Handschuhe brauchte. In der Nacht war es mir gerade noch warm genug. Irgendwann stellte ich fest, dass es gefroren haben muss, denn an meinem Zelt war Raureif. Trotzdem wurde es am nächsten Tag schnell warm und sonnig. Laut meiner Schätzung müsste ich an diesem Tourtag 21 km gewandert sein, weil das Schild bei der Rasthütte 23km bis Fjällnäs anzeigte und ich am Abend ja noch etwas gegangen bin. Zuerst führte der gut markierte Weg in einen Birkenwald runter. Auf dem Weg dahin sah ich mehrere Zelte. Anscheinend haben einige Schweden das gute Wetter für eine Nacht in der Natur ausgenutzt. Die nächsten Wanderer sah ich erst wieder kurz vor Fjällnäs. Anschließend ging es gleich wieder bergauf durch einen Wald, bis hinter einem Bach so langsam die Baumgrenze erreicht wurde und sich ein herrlicher Blick auf die zurückliegende Berglandschaft bot. Mehrere einsame Seen lagen neben dem Weg und werteten die ohnehin schon tolle Kulisse noch mehr auf. Die Wanderfreude wurde leider durch schmerzende Füße etwas getrübt. Zur Abhilfe machte ich eine längere Rast in der Sonne und stellte beim lüften der Füße fest, dass ich an jedem Fuß jeweils außen an der Ferse eine Blase gebildet hatte. Beide klebte ich mit Blasenpflaster ab, woraufhin die Schmerzen beim Gehen nachließen. Später als ich dem Ziel näher kam, hatte ich stattdessen Schmerzen an den Fußsohlen. Es fühlte sich an, als wären meine Füße plattgelaufen. Der Weg zog sich noch ganz schön, immer wenn ich dachte, hinter dem Hügel müsse nun Fjällnäs liegen, war es doch nur ein Tal, auf den eine weitere sanfte Erhebung folgte. Musik bewirkte zusammen mit der grandiosen Landschaft eine euphorische Stimmung. In Fjällnäs angekommen, bog ich erst falsch ab, bevor ich den Campingplatz fand. Dieser war ausgebucht, aber für Zelte war noch Platz. Die Besitzer sind sehr freundlich und sprechen sogar deutsch. Es waren auch sehr viele deutsche Gäste dort, mit einer Familie unterhielt ich mich länger. Sie kannten den südlichen Kungsleden, da ihr älterer Sohn einen Teil davon gegangen ist. Ursprünglich wollte ich noch nach Hamra weiterlaufen, um im dortigen Supermarkt einen Nachschub an Lebensmitteln einzukaufen, doch da meine Füße weh taten, ich noch relativ viel Proviant hatte und es im Campingplatz selber auch eine kleine Auswahl gab, entschied ich mich dagegen. Ich kaufte eine Pizza, Knäckebrot und Croissants für den nächsten Morgen. Den Rest des Tages verbrachte ich mit Essen, lesen und telefonieren. Direkt am Campingplatz gelegen ist der See Malmagen. Zufrieden schlief ich ein. Diesmal war die Nacht deutlich wärmer.
  9. Tag 3 An diesem Tag war es so warm, dass ich mit kurzer Kleidung wandern konnte. Nach etwa einer Stunde Gehzeit hatte ich die Helagshütte erreicht. Hier war nichts mehr mit Einsamkeit: Rund um die Hütte herum standen erstaunlich viele Zelte. Ich wunderte mich, warum alle Leute ihr Zelt an der gleichen Stelle aufstellen und folgte dem Weg bergauf, wo ein Rentierzaun überschritten werden musste. Hier war mit 1180m der höchste Punkt der Tour erreicht und die Aussicht wahrlich traumhaft. Es war so schön, dass ich mich zu einer Pause hinreißen ließ und gemütlich etwas las. Immer mehr merkte ich nun meine Füße und achtete darauf diese bei jeder längeren Pause zu lüften. Danach ging es kurz ein steiles Stück bergab, bis der Weg wieder meistens eben durch ein langgezogenes Tal mit unendlich vielen malerischen kleinen und größeren Seen führte. Ab und zu leuchtete der pflanzliche Bewuchs schon in kräftigen Herbstfarben, was eine fast malerische Idylle erzeugte. Bald kam ich an der Fältjägaren Hütte an. Dort war an der Eingangstür ein Infozettel angebracht. Dort stand in schwedischer und englischer Sprache, dass aufgrund der Corona-Pandemie Tagesbesucher nur zur Mittagszeit bis 15 Uhr erlaubt sind. Gegen eine Gebühr von 60 SEK für Nichtmitglieder (Mitglieder 40) kann man die Räumlichkeiten mit Küche und Duschen nutzen. Das Angebot klang interessant und eine Dusche wäre auch nicht verkehrt. Ein Blick auf die Uhrzeit fällte die Entscheidung: 14:55 Uhr. Zu spät, also lief ich weiter. Nach weiteren 9km kam ich bei der Rasthütte Svaletjakke an. Diese ist ganz neu und roch total nach Holz. Nachdem ich mein Abendessen gekocht hatte, kam eine schwedische Familie vorbei, die das schöne Wetter ausnutzen wollte und draußen zelten wollte. Wir unterhielten uns kurz und nachdem ich aufgegessen hatte, überließ ich ihnen die Hütte. Nach etwa 30min Gehzeit fand ich eine sehr idyllische Stelle für mein Zelt und genoss noch lange die Abendsonne.
  10. Tag 2 Da es am Vorabend regnerisch und windig war, hatte ich mir einen einigermaßen geschützten Platz gesucht und versucht den fehlenden Schlaf vom Vortag nachzuholen. So richtig gut schlafen konnte ich in der ersten Nacht auf Tour noch nicht, zu ungewohnt war es. Gegen acht Uhr hörte der Regen auf und ich bereitete mich auf den anstehenden Wandertag vor. Größtenteils flach ging es durchs Fjäll, in dem ab und zu noch der ein oder andere Baum zu finden war. Sumpfige Abschnitte waren mit Planken ausgelegt. Immer wieder waren Rentiere zu sehen. Als die Sonne kurz rauskam, packte ich mein Zelt aus, um es ein wenig trocknen zu lassen und setzte mich kurz in die Rasthütte daneben. So richtig trocknete mein Zelt zwar nicht, aber immerhin etwas. Umso näher ich Sylarna kam, umso mehr war der Weg frequentiert. Flotten Schrittes lief ich links an der Hütte vorbei, wo der Weg bergauf auf einen kleinen Pass führte. Hier ging es wieder ruhiger zu. Der Wind frischte auf und es fing an zu regnen. Oben schneite es sogar ganz kurz. Bergab ging es in Richtung eines malerischen Bergsees, in dessen Nähe noch kleinere Schneefelder waren. Anschließend führte der Weg lange mehr oder weniger eben durch ein breites Tal. Gegen acht Uhr fand ich einen sehr idyllischen Fleck Wiese, an der sogar eine Art Bank zum sitzen war. Dort saß ich nach lange und habe gelesen, bis es irgendwann anfing zu nieseln.
  11. Du musst meine Erzählung wohl missverstanden habe. Es sollte nicht wie eine Geiz-ist-geil-Einstellung rüberkommen. Ich sehe es wohl ein, für die Nutzung von einer Hütteninfrastruktur eine Gebühr zu bezahlen, dann möchte ich aber auch gerne genau wissen, was und wieviel. In der Situation war ich müde und überfordert und habe die Hütte nicht weiter genutzt.
  12. Hej, nachdem ich hier fachkundig beraten wurde, kommt nun mein Reisebericht von meiner Tour auf dem südlichen Kungsleden, welchen ich komplett gelaufen bin. Ich werde ihn nach und nach erweitern, bis der Bericht komplett ist. Viel Spaß beim lesen: Anreise und Tag 1: Nach meinem Hinflug nach Stockholm nahm ich den Nachzug, welcher mich komfortabel liegend mit einem Umstieg nach Storlien zum nördlichen Ende des südlichen Kungsleden bringen sollte. Als ich am Bahnsteig stand, zeigte die Anzeige erst 20min Verspätung an, die sich dann immer mehr erhöhte. Schlussendlich fuhr der Zug etwas mehr als eine Stunde später ein. Nachdem ich meinen Platz im Liegewagen aufgesucht hatte, wunderte ich mich, warum der Zug immer noch steht. Irgendwann schlief ich ein und wachte kurz vor dem planmäßigen Halt in Östersund, wo der Umstieg erfolgen sollte, stand ich auf und fragte mich, wie viel Verspätung der Zug nun wohl hat. Tja... leider gab es nirgends eine Anzeige und im Handy fand ich auch nichts. Im Gang traf ich dann zwei Schweden, die mir weiterhelfen konnten. Der Zug hatte insgesamt ein einhalb Stunden Verspätung, den Anschlusszug würde ich wohl nicht mehr kriegen. Ich legte mich wieder hin... Trotz der Verspätung empfand ich die Fahrt im Liegewagen als viel erholsamer als eine Fahrt im Sitzen, obwohl ich nur 4-5 Stunden schlafen konnte. Kurz vor acht Uhr suchte ich den Zug nach dem Personal ab und bekam dann die Info, dass ein Ersatzbus für den verpassten Zug organisiert wird. Es stellte sich heraus, dass eine Gruppe vom schwedischen Militär ebenfalls ihren Zug verpasst hatten und in die gleiche Richtung mussten. Mit etwa zwei Stunden Verspätung kam ich in Storlien an und startete den Hike nach einem kurzen Stop im Supermarkt. Das Startgewicht betrug etwa 10kg inkl. Verpflegung 4kg Verpflegung und 1 Liter Wasser. Vorhergesagt waren 5 Grad und eventuell leichter Regen. Die Vorhersage erwies sich als wahr, den es war kühl und nieselte ab und zu etwas, aber zwischendurch schien auch mal die Sonne. Anfangs war der Weg noch wenig begangen und führte relativ flach durch Birkenwälder. Sanft führte es hoch ins Fjäll, wo ich schon bald die ersten Rentiere sah. Umso näher ich der Fjällstation Blahammaren kam, umso nebliger wurde es. Bald darauf fing es an zu regnen. Die Fjällstation konnte ich im Nebel noch erkennen, aber mehr auch nicht. Es waren viele Leute dort, die alle riesige Rucksäcke dabei hatten. Ich ging rein um eine 100g-Gaskartusche zu kaufen, was mir auch gelang, auch wenn der Mitarbeiter erst nicht so richtig verstand, was ich wollte. Dann habe ich es gewagt, zu fragen, ob ich die Toilette benutzen darf, woraufhin ich gefragt wurde, ob ich dort übernachte, was ich verneinte. Dann wurde ich gefragt, ob die die "Service-Fee" bezahlt hätte und dass ich dies tun müsse, woraufhin ich verwirrt war und schon dachte, ich müsse eine Gebühr zahlen, weil ich es gewagt habe den Laden zu betreten. Was das ist und wie viel es kostet, wurde mir nicht gesagt, aber ich war auch zu verwirrt und müde, um nachzufragen. Aus Deutschland kenne ich es, dass man die Toiletten als Kunde benutzen darf oder eine Münze einwerfen muss. In den nächsten Tagen habe ich dann einen Bogen um die Hütten gemacht. Was genau diese Gebühr sein soll, habe ich erst Tage später erfahren, weil an anderen Hütten Aushänge waren. Dort stand, dass Tagesgäste aufgrund der Corona-Regelungen nur von 11-15 Uhr erlaubt sind und 40 bzw. 60 SEK bezahlen müssen. Nach dem Kauf der Gaskartusche bin ich noch eine Stunde gewandert und habe mir dann einen Zeltplatz gesucht. Insgesamt müssten es an dem Tag 21 km gewesen sein. Es hat in der Nacht die meiste Zeit geregnet. Richtig dunkel wurde es nicht.
  13. Ja, aber die Powerbank brauche ich ja fürs Smartphone und das Kindle zum lesen. Danke! Der Rucksack ist gepackt, morgen geht es los. Werde mich nach der Tour mit einem Bericht revanchieren.
  14. Dieses Kapitel war ein Genuss zu lesen. Da kommt bei mir so richtige Vorfreude auf und meine Nervösität wird nebenbei auch noch gelindert. Toll geschrieben! Und die Fotos sind ein richtiger Traum und machen Lust aufs Fjäll. Hoffentlcih werde ich auch so tolle Begegnungen haben wie du. Wow, du machst richtig Strecke! 53km sind richtig krass viel. Inzwischen bist du ordentlich trainiert. Wie findest du Schweden bisher im Vergleich zu Deutschland?
  15. Nein, habe keine Papierkarte. Wöre schließlich ziemlich schwer Ja, die Richtung ist fix. Der Grund dafür sind die besseren Zug- bzw. Busverbindungen am Starttag. Ansonsten wäre mir die Richtung egal gewesen. Werde wohl Verpflegung für etwa eine Woche mitnehmen und dann in Idre einen Resupply-Stop einlegen. Für zwei Wochen Verpflegung wäre mir ohnehin zu schwer.
  16. Welch ein Glück! Hoffentlich konntest du deinen Kaffee genießen und dein Smartphone für deinen Blog genügend aufladen. Habe gerade noch von der Fjellstation Blahammaren erfahren, dass sie 100er (die 230er nicht) Kartuschen verkaufen. Dann kann ich auch diese nehmen und noch ein paar Gramm sparen.
  17. In den Stubaier Alpen haben die Zeitangaben für meinen Mann und mich mit Hüttengepäck gut gepasst. Hier in der Region um Garmisch-Partenkirchen bin ich mit leichtem Tagesgepäck meist etwas schneller als angegeben (Ausnahme Mittenwald - da sind die Zeiten teils 2h zu lang angegeben), mit Rucksack und UL-Trekkingausrüstung kommen die Zeiten dann ganz gut hin. Insbesondere wenn es dann auch noch heiß (also für mich schon ab 20 Grad und Sonne). Die Zeitangaben von Siegfried Garnweidner (Autor von vielen Tourenbüchern) finde ich persönlich auch ganz passend. Alles in allem kommt es ohnehin auch auf die eigene Geschwindigkeit und Tagesform an.
  18. @cozy Danke, du hast mir echt den Tag gerettet! Ein paar km ohne warmes Essen geht auch schon. Meinst du mit den Hostels "nur" die STF-Hütten? Habe auch gelesen, dass sie neben einem normalen Schlafsack noch ein Bettlaken und Kopfkissen erfordern. Meinst du die würden auch die EVA-Matte als Bettlaken akzeptieren. Einen 72g Hüttenschlafsack habe ich zwar, weiß aber nicht, ob das denen tatsächlich ausreichen würden, wenn ein Schlafsack schon nicht reicht.
  19. Habe nun Zeit gehabt mir eure Ratschläge in Ruhe durchzulesen und mir darüber Gedanken zu machen. @Harakiri: Dann nehme ich vorsichtshalber mal ein paar Medis mit. Zum Pollenflug im Fjell habe ich bisher nämlich leider gar keine Info bekommen. Bei meiner Frage nach den Busverbindungen ging es mir primär darum rechtzeitig nach Stockholm zu kommen um die Rückreise anzutreten. Leider kann ich nämlich keine extra Tage dranhängen und muss pünktlich wieder in der Arbeit erscheinen... Der Tipp mit der Busfahrt zum Supermarkt klingt sehr gut. Nach Mora dauert es von Grövelsjön wohl 3h und nach Idre nur 45min. Dann werde ich da eine Fahrt einplanen, auch wenn dabei ein paar Stunden draufgehen. Und wenn ich im Bus aufladen kann, umso besser! Von der Etappenplanung wäre mir Grövelsjön als Resupply ohnehin lieber, da es auf der Hälfte des Weges liegt. Die Zeitplanung ist so meine Unsicherheit, weil ich schlecht einschätzen kann, wie viele km ich pro Tag schaffe. Bisher war ich immer nur in den Alpen und da komme ich aufgrund der vielen hm und der begrenzten Übernachtungsmöglichkeiten nicht so weit. Welchen Laden meinst du auf der Straße östlich von Fjällnäs? Bei google maps konnte ich nur "Bybua" in Tänndalen finden, der ist aber mit 10km nicht mehr ganz so nah dran. Die Batterienfrage habe ich nun klären können. In der Liste der STF-Shops sind die aufgeführt. Dann kann ich da ruhig knapper planen. Wenn ich mein Smartphone hin und wieder laden kann, sollte ich ja mit der 10000er Powerbank auskommen. Eine größere besitze ich eh nicht. Naja und ich habe mir nicht ohne Hintergedanken den Akkutestsieger bei Stiftungwarentest geleistet. Wie viel Kronen ich abheben soll, weiß ich ohnehin noch nicht. Gut zu wissen, dass 500 Scheine zu groß sind. Mal schauen, was die Geldautomaten mir geben wollen. Zur Packliste: - Ich werde statt des Regenrocks eine Regenhose einpacken, auch wenn diese zwar deutlich schwerer ist. Gestern habe ich in den Stubaier Alpen selber gemerkt, dass Wind und Regenrock zusammen nicht so gut harmonisieren. War bis auf die Unterhose nass. - Bin tatsächlich bei Inaktivität ziemlich kälteempfindlich. In den Alpen im Sommer fand ich Apexmütze und Daunenschal angenehm. - Stirnlampe lass ich drin, aber die Ersatzbatterien dafür habe ich gestrichen - Windjacke und Mückennetz habe ich rausgeschmissen, aber etwas Wundsalbe für Mückenstiche hinzugefügt. Erfahrungsgemäß stechen sie mich diese Mistviecher sehr gerne. - Ladekabel und Stecker habe ich nun gewogen. - Stimmt, meine Wanderhose und die Trekkingstöcke sind tatsächlich schwer. Das ist mir bewusst. Dafür ist die Hose super bequem, lässt sich ganz einfach kürzen und hat 4 Taschen. So kann ich etwas Gewicht aus dem Rucksack rausholen und am Körper verteilen. - Blasenpflaster sind 4 Stück dabei. Zusammen mit den Medikamenten hat sich das Gewicht leicht erhöht. Dafür habe ich nun weniger Gesichtscreme und Lippenschutz dabei. - Statt Schere könnte ich auch ein 5g Messer mitnehmen? - Habe mir vor einiger Zeit mal Fäuslinge aus DCF selber genäht. Die könnte ich mitnehmen. Wiegen 7g. - Die Schuhe habe ich nun auch ergänzt. Mit denen komme ich sehr gut zurecht. Bin mir unsicher, ob ich wegen Nässe extra Socken brauche. Christine Thürmer furtet mit ihren Trailrunnern, da diese ja ohnehin schnell wieder trocknen (sofern es nicht regnet). Nach etwas Creme für die Füße werde ich in der Drogier Ausschau halten. - Bei der Leggins konnte ich sparen, habe im Kleiderschrank tatsächlich noch eine deutlich leichtere gefunden. @Daune Deinen Thread habe ich natürlich schon längst gelesen @cozy Ein traumhaftes Bild! Gut zu wissen. Lustig! Die Adresse von diesem Hostel hatte ich mir tatsächlich auch schon aufgeschrieben! Ein Grund mehr es zu nutzen. Bin (bisher) kein STF-Mitglied. Hatte hin und herüberlegt, doch die Regelungen wegen Corona sind so nervig, dass ich die Hütten nach Möglichkeit nicht zum übernachten nutzen möchte. Das geht ja nur mit Voranmeldung, Vorauszahlung und somit ist keine Spontanität möglich. Und die Saunen haben auch geschlossen... Die Shops möchte ich schon nutzen um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen, wenn was ausgeht. Oder mal einen Kaffee trinken und das Handy laden. ___ Nun habe ich aber ein neues Gewichtsproblem: Im Internet hatte ich recherchiert, dass man in der Fjällstation in Storlien 230er Kartuschen kaufen kann. Nun habe ich gerade per Mail erfahren, dass sie nur die großen haben. Hat jemand noch eine Idee? Sonst muss ich tatsächlich in den sauren Apfel beißen und unnötig viel Gewicht schleppen. Viele Grüße Mia -
  20. Vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen!! Das sind eine Menge Anregungen, die ich mir morgen in Ruhe durchdenken werde. Ein paar Sachen habe ich schon in meiner Packliste schon überarbeitet. Regenrock, Kopfnetz und Windjacke raus, Regenhose rein. Die Gewichte von Ladekabel + Stecker musste ich noch wiegen, da ich diese erst neu gekauft habe. Apexmütze und Daunenschal sind mir übrigens nicht zu warm. Bin bei Inaktivität sehr verfroren. Genauso geht es mir mit der Schlafunterlage. Die Kombi aus Xlite short und 3mm Eva finde ich bei 0 Grad schon grenzwertig (Habe gelesen auf dem südl. Kungsleden kann es nachts auch manchmal 0 Grad haben). Andere sind da wahrscheinlich weniger empfindlich. Laufen werde ich mit den Hoka one one Speedgoat 3. Bin damit gerade erst von einer Bergtour in Südtirol (Weißwandspitze und Schneespitze) zurück. Für mich funktionieren die in steinigem Gelände super. Auf alles andere gehe ich dann morgen ein. Gute Nacht
  21. Hallo zusammen, Anfang August habe ich zwei Woche Urlaub und möchte den südlichen Kungsleden laufen. 14 ganze Tage habe ich für die ca. 360km Zeit und hoffe ich schaffe die gesamte Strecke von Storlien bis Sälen. Die Anreise habe ich bereits komplett organisiert, die Route ist auch geplant, doch die ein oder andere Frage ist noch offen. Vielleicht kann jemand die ein oder andere beantworten. a) Ich bin extrem allergisch gegen Gräser- und Roggenpollen. Weiß irgendjemand ob die zu dort im August fliegen? Falls ja muss ich nämlich entsprechende Medikamente einpacken. b) Für den Fall, dass ich die es nicht ganz bis Sälen schaffe, bin ich noch auf der Suche nach Bushaltestellen, wo ich für den Fall der Fälle problemlos wegkomme. Bisher gefunden habe ich: Grövelsjön, Flötningen und Gördalen. Gibt es noch mehr im südlicheren Bereich des Weges? c) Resupply: Leider hat der Gränsbua Supermarkt in Flötningen wegen Corona immer noch nicht normal geöffnet. Laut Facebook gibt es evtl. die Möglichkeit mit Termin einzukaufen. Für den Fall, dass dies nicht klappt brauche ich eine Alternative. Hat jemand eine Idee? Oder Erfahrungen damit, wie gut das mit der Terminvereinbarung im Gränsbua Supermarkt funktioniert? d) Weiß jemand ob man in den kleinen Shops, die manche der schwedischen Hütten betreiben AA-Batterien bekommt? e) Für mein Smartphone mit 5000er Akku werde ich eine 10000er Powerbank dabei haben. Der Akku hält an sich ziemlich lange, doch wenn ich zwischendurch auch mal das Smartphone irgendwo aufladen kann, wäre das natürlich super. Weiß jemand dazu wie häufig des auf der Tour dazu eine Möglichkeit gibt? Hier übrigens meine Packliste: https://lighterpack.com/r/n6qcvy Vielen Dank und liebe Grüße Mia
  22. Danke. Gut zu wissen. Okay. Also hat er, wenn ich es richtig lesen, oben eine Breite von 136cm, unten 98cm und an der breitesten Stelle 152cm. Klingt gut! Lese ich es richtig, dass der Abstand zwischen Innenstoff und Außenstoff (bzw. die Höhe der Baffles) nur drei cm beträgt? Kann man den Sack auch im Oberkörperbereich noch zusätzlich miteinander verbinden, um Zugluft zu vermeiden?
  23. Ich kann bei denen aber keine Daune zum kaufen sehen. Nur Daunenschlafsäcke und Quilts.
  24. Wow dein Quilt ist toll geworden und extrem leicht. Wobei es mich wundert, dass jemand mit nur 250g Daunen bei Außentemperaturen von 0 Grad auskommt. Bin gespannt auf deinen Praxistest. Für mich wäre das zu wenig, friere aber auch schnell. Wo hast du die Daunen bestellt? Bei extremtextil finde ich nur die 860er Daune. Da ich auch bald einen Quilt mit 0 Grad KF nähen möchte, würde ich interessieren wie breit dein Quilt oben, in der Mitte und unten ist. Dein partizielles Baffle-Design finde ich auch spannend, frage mich aber schon ob die Daunen dadurch nicht zu leicht ungewollt verrutschen und Kältebrücken entstehen lassen.
  25. @doman Wo bestellt ihr das denn? Das Band bei shopdepot24 ist ja nur für Gewerbetreibende bestellbar. Wird mir zumindest angezeigt, wenn ich es kaufen will. Und welche Rollenbreite ist sinnvoll?
×
×
  • Neu erstellen...