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Ultraleicht Trekking

German Tourist

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Alle erstellten Inhalte von German Tourist

  1. German Tourist

    Die Radikalität von UL vs Mehrheitsfähigkeit

    Das Thema UL scheint nun in der Mitte der Outdoor-Gesellschaft angekommen zu sein. Selbst Globetrotter vermarktet mittlerweile UL-Zelte und das Thema UL wird sogar schon im großen Nachbar-Forum heiß diskutiert. Dort lese ich nun mit Erstaunen von "elitären und ausgrenzungswütigen Idioten", die sich gut zur Karikatur eignen, die nun aber glücklicherweise durch die "selbstreinigenden Kräfte in der UL-Szene" verstummt sind. Wenn dem tatsächlich so wäre - wäre das denn wirklich gut für die Sache "UL"? Ich habe in den letzten Jahren eine Vielzahl von hoffnungsfrohen Langstreckenwanderern beraten, die mir alle hoch und heilig versicherten, sie wollten UL unterwegs sein - mit einem Base Weight von 10 kg ... UL scheint mir immer mehr zum Modebegriff ohne rechten Inhalt zu verkommen und die o.g. Beobachtungen verstärken meinen Eindruck. Opfert da nicht gerade die UL-Szene im Kampf um die Akzeptanz des "Otto-Normal-", sprich "Heavy-"Outdoorers nicht einen der wichtigsten Aspekte des UL-Konzepts, nämlich die Radikalität? UL bedeutet für mich vor allem eines: immer einen Schritt weiter gehen, das Gewicht radikal und gnadenlos konsequent reduzieren - und eben nicht immer eine Entschuldigung hier und eine Befindlichkeit da akzeptieren. Auch ich als wahrscheinlich weitgewandertstes Forumsmitglied muss mich vor jeder Tour immer wieder an die eigene Nase fassen und meine Packliste neu überdenken. Und ja: Dabei liebe ich die heiß diskutierte Gewichtsgrenze von 5 kg - denn egal, ob ich sie packe oder nicht (ich liege meist ein paar Hundert Gramm drüber) - ich bin froh, dass es sie gibt. Sie ist meine Messlatte, an der ich mich immer wieder reiben kann. Für dezidierte Langstreckenwanderer ist UL "state of the art", aber die sind sicherlich eine absolute Minderheit im Outdoorbereich. Und auch wenn einige "Hobby-Wanderer" die Vorzüge von UL genießen, ist die Radikalität von UL sicherlich nichts für jedermann. Das liegt aber in der Natur der Sache, denn der Weg zu UL ist anstrengend. Aber wenn UL nun deshalb von Normal-Outdoorern als elitär und damit negativ betrachtet wird, muss sich die UL-Szene dafür schämen? Muss UL wirklich mehrheitsfähig sein? Müssen sich ULer quasi "anbiedern", sich für Titanheringe und Hüftgold entschuldigen? UL ist ein radikaler Ansatz und wird daher nie mehrheitsfähig sein. Muss er auch nicht, denn die breite Outdoor-Mehrheit hat einfach ganz andere Bedürfnisse und Wünsche, die UL nicht oder nur wenig befriedigt. Also würde ich auch nicht versuchen, UL durch Zugeständnisse und Begriffsaufweichungen den anderen "schmackhaft" machen zu wollen. Auch wenn UL-Hardliner manchmal nerven - ich fände es schade, wenn der UL-Begriff aufgeweicht wird und wir nun alle "ein bisschen UL" sind ....
  2. German Tourist

    Ich bin dann mal weg ...

    Für mich geht es jetzt für drei Monate auf den Greater Patagonian Trail. Wer "live" mit dabei sein möchte: ich werde versuchen, wieder täglich von unterwegs auf Facebook zu posten.
  3. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Ich habe vor wenigen Wochen mein großes europäischen Wanderprojekt beendet. Auf knapp 16.000 Kilometern habe ich Europa sowohl von Ost nach West als auch von Nord nach Süd durchquert. Zusammen mit meinen übrigen Wanderungen durch Europa komme ich auf diesem Kontinent auf über 20.000 km. Der letzte Teil des Europaprojektes führte mich auf dem E1 von Deutschland zum Nordkapp - und auf keiner anderen europäischen Langstrecke habe ich soviele Fernwanderer getroffen wie da. Der E1 scheint der absolut populärste der E-Wege zu sein und auch hier im Forum plant gerade @Matze eine Tour auf dem E1. Die meisten Wanderer haben - wie auch Matze von sich selbst schreibt - ein nur sehr kleines Budget und wenig Erfahrung. Aber gerade für diese Gruppe scheint mir der E1 genau der denkbar ungeeignetste Weg zu sein. Kein Wunder, dass die Mehrzahl der E1-Wanderer, von denen ich weiß bzw. die ich getroffen habe, den Weg abgebrochen haben. Warum würde ich den E1 nicht empfehlen bzw. was sind Alternativen? Der E1 ist bei weitem noch nicht fertiggestellt. In Italien existiert der Weg über weite Strecken nur auf dem Papier bzw. ist dermaßen überwuchert, dass es keine große Freude macht, ihn zu gehen. Selbst erfolgreiche E1-Wanderer haben mir davon eher abgeraten. Auch in Skandinavien gibt es ein großes Teilstück in Norwegen, das weder markiert ist noch überhaupt Wege hat. Dazu kommen die hohen Kosten in Skandinavien, was es für mich unverständlich macht, warum es gerade Wanderer mit nur geringem Budget dort hinzieht. Selbst ich habe es kaum geschafft, mit meinem regulären monatlichen Budget von 1000 EUR in Norwegen auszukommen. Skandinavien birgt dazu auch noch ein deutlich höheres Risikopotential durch Klima und Wetter, weswegen ich gerade Anfänger dort nicht hinschicken würde. Obwohl mir persönlich Skandinavien letztendlich gut gefallen hat, ist es dennoch im Vergleich zu anderen europäischen Destinationen nicht mein Lieblingswandergebiet. Genauer erkläre ich das hier auf meinem Blog. Aber warum schreibe ich das eigentlich alles? Weil ich gerne mal auf die Vielzahl der wirklich wunderbaren E-Wege hinweisen möchte, die aus meiner persönlichen Sicht mindestens genauso schön und abwechslungsreich sind wie der E1, aber budgetfreundlicher sind und weniger Risiken bergen. Mein persönlicher Favorit war der E3 durch Osteuropa.
  4. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Ich denke, das ist ein extrem wichtiger Aspekt: Die meisten werden an eine "Urlaubs-"wanderung eine andere Erwartungshaltung haben als an eine Langstreckentour. Beim "Urlaub" will man eher raus in die Natur, will eine spektakuläre Landschaftskulisse und möglichst wenig Zivilisation, um sich zu "erholen". Bei einer Langstreckenwanderung kommen andere Aspekte dazu, wie das "soziale Panorama". Mir persönlich ist das soziale Panorama mittlerweile fast genauso wichtig wie die Landschaft - und daher ist es für mich einer der großen Negativpunkte meiner Wanderung durch Norwegen, dass ich vor lauter Natur vom Land kaum etwas mitgekriegt habe. Mir fehlte der kulturelle und "soziopolitische" Aspekt, die Begegnung mit Einheimischen, die Einblicke in Kultur und Geschichte. Für mich sind genau das die Erlebnisse, die sich mir einbrennen, während die Landschaftseindrücke im Laufe der Jahre immer mehr verblassen bzw. ineinander fließen.
  5. German Tourist

    Instagram User

    christine_thuermer
  6. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Diesen Unterschied sehe ich nicht - warum darf ich mir nicht selbst ein Bild machen? Solange ich damit nicht mich selbst bzw. andere gefährde, ist das doch ein völlig legitimer Ansatz. (Mich nerven in diesem Zusammenhang nur "Abenteuertouristen", die sich bewusst in Risikogebiete begeben und dann mit hohem finanziellen und schlimmstenfalls auch diplomatischem Aufwand gerettet werden müssen.) Dieses "sich selbst ein Bild machen" ist für mich sogar eine der Hauptmotivationen und zwar sowohl für die politische Situation in Ungarn (da wollte ich wissen, was die Ungarn selbst von Orban und seiner Politik halten) als auch für den Kungsleden (da wollte ich wissen, warum es so viele Deutsche dort hinzieht.). Ich bin einfach neugierig - und daher wandere ich auch selten einen Trail zwei Mal bzw. bereise lieber neue Regionen oder Länder als ständig wieder dahin zu fahren, wo ich schon mal war Gerade Ungarn war in diesem Zusammenhang faszinierend - durch Gespräche mit den Einheimischen wurde mir einiges klar, was man wohl sonst mit dem üblichen Vorurteilen ganz anders interpretiert. Hier mal ein Zitat über Ungarn aus meinem früheren Ungarn-Thread: Die Geschichte glaube ich gerne - nur stellt sich der Sachverhalt wahrscheinlich etwas anders dar, wenn man die Hintergründe kennt. In Ungarn gibt es nämlich die sogenannte polgarörsek (Freiwillige Hilfpolizei), die auf kommunaler Ebene zur Kriminalitätsprävention und vor allem auch zum Schutz von Naturschutzgebieten eingesetzt wird. In eine solche Patrouille bin ich auch geraten - und habe die zuerst auch für Neonazis oder illegale Bürgerwehr gehalten. Das sind aber völlig legale "Ranger", die sich darum kümmern, dass niemand die Natur vermüllt oder im Naturschutzgebiet nachts wilde Parties feiert. Daher sind die auch mit Maglites bewaffnet ... Nun hört es sich aber deutlich besser an, man wäre von bösen ungarischen "Neonazis" aus der Hängematte geprügelt worden, als zuzugeben, dass man von Rangern beim illegalen Wildcampen in einem Naturschutzgebiet erwischt worden ist ... Ja, ich!!!! Und zwar aus folgender, ebenfalls völlig ernstgemeinter Perspektive: Wenn Du wie schon mal quasi einmal um die Welt gewandert bist und dabei so ziemlich alles klassischen und wunderschönen Wandergebiete abgegrast hast, dann kommt irgendwann mal der Punkt, an dem jeder Berg ziemlich ähnlich aussieht. Ich bin nach wie vor gerne in spektakulärer Natur, aber der besondere Reiz daran, hat sich bei mir schon sehr früh gelegt. Viel interessanter ist es für mich, unterschiedliche Landschaftsformen und einzigartige Ökosystem zu sehen. So war ich auch von den Sümpfen Floridas begeistert, die alle anderen US-Wanderer für langweilig halten. Ich bin letztes Jahr auch zwei Wochen durch die Puszta gewandert (leider im Hochsommer.....) . War zwar sicherlich kein Highlight, aber ich fand es dort auch mal interessant. Wobei ich noch kurz darauf hinweisen möchte, dass der von mir vielgepriesene ungarische Kektura nicht durch die Puszta, sondern durch das ungarische Mittelgebirge verläuft .... ;.)
  7. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Das hat nichts miteinander zu tun - ich habe damit nur zwei (voneinander unabhängige) Faktoren genannt, aufgrund derer ich bestimmten Gruppen (geringes Budget, wenig Wandererfahrung) von Skandinavien als Outdoordestination abrate.
  8. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Das sehe ich genauso, weswegen mich die ständigen politischen Seitenhiebe auf bestimmte Länder nerven. Ja, sehe ich genauso - nur: warum macht das keiner bei Touren in den USA oder z. B. Georgien, während schon bei der Erwähnung von Ungarn ein Beißreflex einsetzt? Dann bitte mit gleichem Maß messen!
  9. German Tourist

    Aquamira / Aquaventure

    Seit Jahren verwende ich Aquamira Tropfen und konnte die bisher sowohl in den USA als auch hier in Deutschland ganz einfach in allen Outdoorläden kaufen. Doch als ich jetzt mal wieder einkaufen wollte, musste ich zu meinem großen Erstaunen feststellen, dass das Produkt nirgendwo mehr in Deutschland erhältlich ist - auch nicht mehr unter dem Namen Aquaventure. In den USA wird Aquamira weiterhin überall angeboten, d.h. das Produkt wird noch hergestellt. Gibt es irgendeine neue EU-Bestimmung, nach der Aquamira nicht mehr in Europa verkauft werden darf? Oder gibt es noch irgendeine europäische Bezugsquelle für Aquamira Tropfen?
  10. German Tourist

    Aquamira / Aquaventure

    Das ist identisch - zuletzt wurde in Deutschland nur Aquaventure angeboten.
  11. German Tourist

    Aquamira / Aquaventure

    Nein, das Produkt wird laut Herstellerwebseite noch hergestellt und vertrieben. Es ist auch sowohl bei Amazon USA als auch bei REI erhältlich - nur in Deutschland kann man es nicht mehr kaufen.
  12. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Dem kann ich mich nur anschließen - und erspare mir daher jetzt auch eine Analyse der von Dir verwendeten Begrifflichkeiten.
  13. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Ist es jetzt schon elitär, auf Alternativen zu beliebten und teilweise überlaufenen Outdoordestinationen hinzuweisen? Darf man hier nur noch schreiben, was "den Vorlieben ganz vieler Mitglieder" entspricht?
  14. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    @martinfarrent Nein, das sehe ich anders. "Hype" meine ich hier wirklich als Massenphänomen - und dieses Phänomen ist mir auch verständlich! Du brauchst Dir nur diesen Thread anschauen oder regelmäßig Spiegel online lesen, dann wird Dir klar, was ich mit Ungarn-Gebashe meine. Im übrigen gehst Du leider auf mein eigentliches Argument nicht ein. Wo bleibt Dein Aufschrei zur Menschenrechtssituation in Georgien?
  15. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    OT: Also mittlerweile komme ich zu dem Schluss, dass das ständige Ungarn-Gebashe auch so ein "Hype" ist. Kaum wird hier irgendwo Ungarn erwähnt, beginnt sofort eine politische Diskussion mit dem Tenor, dass man dort aufgrund des Regimes nicht hinfahren könne. Die politische Einschätzung und die Konsequenzen daraus bleiben natürlich jedem selbst überlassen und ich will das auch gar nicht weiter kommentieren. Doch warum kommt diese Diskussion nur bei Ungarn auf, aber nicht bei anderen Ländern, in denen die Menschenrechtssituation sogar deutlich schlimmer ist? Siehe zum Beispiel den Reisebericht über Georgien, wo die politische Situation von keinem aus dem Forum angesprochen wird? Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen?
  16. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie Du darauf kommst. Mir geht es nicht im eine "Hierarchie", sondern um das Aufzeigen von Alternativen. Vor allem weil wie schon mehrfach dargelegt, in vielen Fällen das gewählte Land nicht mit den finanziellen Mitteln oder dem Erfahrungshorizont übereinstimmen. Meine persönliche "Hierarchie" möchte ich hier niemandem aufdrücken - HYOH. Sehe ich persönlich zum Beispiel komplett anders. Mir hat es bisher eigentlich überall gefallen - und wenn nicht, dann war ich nicht lange genug da. Ich konnte jedem der von mir bereisten Länder etwas abgewinnen. Einigen sicherlich mehr und anderen weniger - aber ich würde nie pauschal sagen, dass ich ein Land nicht mag - vor allen Dingen nicht, wenn ich noch nicht dort gewesen war. Dann siegt bei mir immer die Neugier.
  17. German Tourist

    Trekking und Fliegen? Schon mal Aufgabegepäck verloren?

    Bei mir ist auch schon einige Male das Fluggepäck verloren gegangen, wurde dann aber innerhalb eines Tages nachgeliefert. Das Risiko des Verlustes besteht realistischerweise eigentlich nur, wenn es sich um eine Umsteige-Verbindung handelt und die Umsteigezeit knapp ist. Dann schaffst Du es vielleicht in den nächsten Flieger, Dein Gepäck aber nicht. Bei Direktflügen ist mir noch nie etwas abhanden gekommen. Laut Statisik tauchen so gut wie alle verlorenen Gepäckstücke auch wieder auf und werden nachgeliefert. Der Totalverlust ist ausgesprochen selten, so dass ich mir darüber keine großen Gedanken machen würde. Dennoch ist es natürlich ärgerlich, wenn gerade am Anfang einer Trekkingtour das Gepäck fehlt und erst einen Tag später nachgeliefert wird. Ich versuche daher, beim Hinflug immer genug Umsteigezeit zu haben - oder ich bin eh einen oder zwei Tage am Ankunftsort und könnte auf die Nachlieferung warten.
  18. German Tourist

    Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung

    Noch mal eine Frage zum Sunnybag TAB mit verbautem Akku (das ich mir jetzt übrigens bestellt habe ...) Da der Akku ja fest verbaut ist, kann ich ihn beim Aufladen in der prallen Sonne nicht im Schatten "kühlen" - und dadurch kann er ja sehr heiß werden. Und das wiederum soll ja die Leistungs- und Ladefähigkeit der Akkus negativ beeinflussen. Kannst Du das bestätigen oder ist das wieder mal ein "Mythos"? Und wenn es stimmt, wie gehst Du damit um?
  19. German Tourist

    Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung

    Du hast völlig recht - ich bin der irreführenden Gewichtsangabe auf den Leim gegangen... Danke für die schnelle Klarstellung - ich habe meine Bestellung gleich wieder storniert.
  20. German Tourist

    Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung

    @Stromfahrer: Danke für die schnelle Antwort. Ich hatte das allerdings so verstanden, dass das Panel inkl. Powers tick nur 200 Gramm wiegt. Habe ich da was falsch interpretiert?
  21. German Tourist

    Iterationen einer Solarpanel-Powerbank-Lösung

    @Stromfahrer Warum hast Du denn statt dem Sunnybag TAB nicht das viel leichtere Sunnybag Leaf+ verwendet? Höhere Leistung, selber Akku, aber deutlich leichter und man kann zwei Geräte laden. Ich hoffe, ich habe in diesem langen Thread jetzt nichts überlesen, was die Frage beanwortet.
  22. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Das war ehrlich gesagt auch meine erste Vermutung ... bist Du es?
  23. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Ja, beides stimmt - denn aufgrund der Popularität von Skandinavien und damit des E1 tummeln sich dort verstärkt Wanderer, die aufgrund ihrer Outdoorerfahrung oder ihres Budgets dort nicht besonders gut aufgehoben sind. Ich habe kurz vorm Nordkap zwei Leute getroffen, die Pilgerwägen (!) durch den Sumpf gezogen haben, weil ihr ganzes Ausrüstungsgeraffel so schwer war, dass sie es nicht tragen konnten. Die beiden hatten nur Glück, dass es so wenig geregnet hat und die Furten daher einfach waren. Aber sie wollten eben unbedingt ans Nordkap, weil es da so toll ist. Damit hast Du recht - und ich sehe die Kostenproblematik auch nicht als Totschlagsargument. Wenn Du es Dir leisten kannst - nur zu. Nur leider habe ich dort verstärkt Leute getroffen, die es sich eben nicht leisten konnten und dann entsprechend litten - oder sich einfach "umsonst" in den Hütten bedienten. Dieses Jahr ist sogar einer vom Nordkap losgewandert, der mit zwei Hunden ohne Geld nach Deutschland wollte. Weit ist er allerdings nicht gekommen ... Den Anstoß zu diesem Thread gab mir @Matze, der hier auch eine E1-Wanderung plant - mit einem (aus meiner Sicht) für Skandinavien unzureichenden Budget. Daher finde ich den Kostenhinweis schon passend. OT: im übrigen verwende ich deshalb auch keine Cuben ... Das ist bei mir nicht der Fall: Ich persönlich liebe sogar beliebte Wandergebiete oder -wege, weil sie mir auf Langstrecke viel Planungsaufwand ersparen. Und genau wie @zeank bin ich absichtlich den Kungsleden gegangen, eben weil er so "überlaufen" ist und ich Lust auf Gesellschaft hatte. Ich war sogar schon im völlig überlaufenen Dalsland-Gebiet paddeln und fand es großartig - allerdings im Oktober .... Mir geht es viel eher um falsche Erwartungshaltungen, die u.a. aus der mangelnden Kenntnis von Alternativen stammen. Das genau glaube ich eben nicht!!!! Ich glaube, dass durch Werbung, Berichten in Outdoormagazinen und persönlichen Reiseberichten diese Region so "gehyped" wird, dass sich bei den meisten Wanderern das Bild von Skandinavien als ultimativer Outdoor-Destination verfestigt hat! Und da dadurch immer mehr Leute hinfahren, perpetuiert sich der ganze Trend. Ich teile Deine Sicht! Aber eine andere Lösung des Problems wäre auch, wenn nicht alle Outdoorer (und solche, die es werden wollen) gesammelt nach Skandinavien reisen würden, sondern sich auch auf andere Destinationen verteilen würden - am besten welche, die ihrem Erfahrungsniveau und Budget angepasst sind ....
  24. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Das dachte ich auch zuerst - letztendlich hat mir das aber auch ziemlich viel Probleme gebracht. Trotz Augenbinde konnte ich kaum schlafen und in diesem Jahrhundertsommer habe ich in meinem Zelt ab 4 Uhr morgens geschwitzt wie in einer Sauna - denn Schatten von Bäumen gab es natürlich im Fjäll nicht.
  25. German Tourist

    Wandern in Europa oder der Hype um den E1

    Ich kann zwar jetzt nicht nachvollziehen, was Du mit "Diskussionsmurks" meinst, aber dem zweiten Teil Deiner Aussage möchte ich widersprechen. Die beliebtesten Wege sind beileibe nicht immer die schönsten Wege - und das gilt vor allem für den von Dir genannten WHW, der über weite Strecken in Hörweite einer Autobahn entlangführt und im Vergleich zu anderen schottischen Wegen nicht sehr gut abschneidet. Und von der landschaftlichen "Schönheit" der spanischen Caminos will ich hier gar nicht erst anfangen - es gibt in Spanien Dutzende von Wegen, die durch reizvollere Natur führen als die Caminos! Sehe ich genauso - und deswegen gehe ich da auch nicht hin ...
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