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Ultraleicht Trekking

Tempo, Steigung und der Kalorienverbrauch - eine UL-Kurvendiskussion.


Empfohlene Beiträge

Ein Kalorien Verbrauchsrechner speziell für's Wandern, der Steigung und Geschwindigkeit mit in Betracht zieht.

https://www.outsideonline.com/2394938/how-many-calories-burned-hiking

Ich hab's mal unter Küche rubriziert, da es ja eigentlich nur Sinn macht, sich damit auseinanderzusetzen, wenn man Verpflegung plant und sich mit der notwendigen Kalorienaufnahme auseinandersetzt. Wäre aber vielleicht auch in Philosophie nicht ganz falsch aufgehoben?

Was ich für uns UL-Evangelisten besonders interessant finde ist die Exponentialität die hier deutlich wird. Als einer der Vorteile des geringen Baseweights gelten große Distanzen und damit verbunden auch oft eine recht hohe Geschwindigkeit, die erst durch das Baseweight leichter möglich wird.

Disclaimer - jetzt wird es nerdig:
<ul-nerd>
Steigen wir nun aber in die "Ul-Kurvendiskussion" für Fortgeschrittene ein, verhält es sich aus UL-Nerdsicht doch ähnlich wie beim Pkw Spritverbrauch (oder auch in der anverwandten und hier in Exzellenz betriebenen, angewandt-experimentellen Spiritusbrennerforschung am weltweit führenden Lehrstuhl des Prof.Dr.Dr.Hobolog.Spiritus Rector @Andreas K.):
Ab eines gewissen Sweetspots wäre es völlig unökonomisch, noch weiter Gas zu geben, man würde exponentiell viel Energie verbrennen, die man mitschleppen und wieder zuführen müsste, bei im Verhältnis dazu geringer Zeitersparnis / Distanzgewinn. Während das manchmal und für bestimmte (Zeit)Abschnitte begründet Sinn machen kann (sportlicher Aspekt, oder auch nur das Erreichen des Campspots vor Dunkelheit oder heranziehender Regen), wäre die grundsätzliche Praxis, möglichst schnell und ohne Berücksichtigung der Steigung unterwes zu sein nicht im UL-Sinne, sondern eher Manta-Fahrer-Mentalität: Ich geb Gas, Ich hab Spaß.

Sollten wir uns nach reiner Lehre also stets dieses Zusammenhangs bewusst sein - und je nach Steigung bewusst in der Geschwindigkeit zügeln oder sie steigern, um die perfekte Energieausnutzung zu erreichen? Kommt bald der in's GPS eingebaute UL-Tempomacher, ähnlich wie bei Running-Apps, dort allerdings abhängig vom eingestellten Zielpuls? Müsste ja sogar recht einfach umsetzbar sein, Steigung und Geschwindigkeit und Ziel-Kalorienverbrauch wären ja zumeist bekannt.

Oder macht ihr das alle eh schon instinktiv und ich bin der Party-Zuspätkommer?

</ul-nerd>

Bearbeitet von questor
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vor 53 Minuten schrieb questor:

Sollten wir uns nach reiner Lehre also stets dieses Zusammenhangs bewusst sein - und je nach Steigung bewusst in der Geschwindigkeit zügeln

Wie geil!:D

Ich zügle ja bei jeder Steigung meine Geschwindigkeit! Hat nichts mit dem Kalorienverbrauch zu tun - eher mit dem Kalorien-Nichtverbrauch der letzten Jahre. Ich werd schon langsamer, wenn ich hier im Norden auf'n Deich kraxle...

Aber jetzt hab' ich ne 1a Begründung!! Ich bin gar nicht zu fett - ich folge nur der reinen UL-Lehre;)

Danke, @questor!!:wub:

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Jungs mal so grundsätzlich...alles zur Kalorienberechnung, egal wie genau und was man alles mit hinein nimmt...ist ALLES NUR EINE GAAAAAAAAAAAAAAAAAAANNNNNNNNNNNNNNZ grobe Schätzung!

Unser Stoffwechsel ist so komplex und alle PC´s, Smartwatches, Fitnesstracker und Berechnungstools und Methoden so unheimlich dumm. Die Werte können teilwese um bis zu 1/3 abweichen was den Kalorienverbrauch angeht!

Das einzige was valide messbar ist ist der Puls mit einem Brustgurt.

Der Rest ist mumpitz!

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vor 5 Minuten schrieb Painhunter:

Die Werte können teilwese um bis zu 1/3 abweichen was den Kalorienverbrauch angeht!

Laut meiner Garmin Pulsuhr liegt mein Verbrauch pro Wandertag bei 4200 Kalorien, die zum Grundumsatz dazu kommen. Da bin ich dann insgesamt bei fast 6000 Kalorien - klingt auf jeden Fall sehr realistisch ^^.

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vor 1 Stunde schrieb hmpf:

Laut meiner Garmin Pulsuhr liegt mein Verbrauch pro Wandertag bei 4200 Kalorien, die zum Grundumsatz dazu kommen. Da bin ich dann insgesamt bei fast 6000 Kalorien - klingt auf jeden Fall sehr realistisch ^^.

Vergiß das mal.

Was sich berechnen läßt, ist die "abgegebene Energie"; also die Energie, die man mathematisch aufwenden muß, um eine bestimmte Masse in eine bestimmte Richtung zu bewegen. Das ist sogar recht leicht zu berechnen.

Die Energie, die der Körper umsetzt, setzt sich allerdings aus viel komplexeren Vorgängen zusammen.

Das ist wie bei einem Radfahrer auf dem Ergometer: auch wenn er ohne Belastung in die Pedale tritt, sind die Muskeln in Bewegung, wird Energie umgesetzt.

Unberücksichtigt bleiben Dinge wie z.B. die Körperwärme. Es ist ein Unterschied, ob ich eine Strecke bei milden 20 Grad laufe der bei winterlichen -5 Grad.

Vielfach sind bestimmte Bewegungsabläufe unökonomisch und erfordern mehr Energieumsatz als nötig.

Ein Kalorienzähler ist ein nettes Gimmick, mehr nicht.

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