jakob-ineurope Geschrieben 22. Mai Geschrieben 22. Mai Viele achten beim Zelt vor allem auf das nackte Gewicht aus dem Katalog. Im Gelände kommt aber noch ein unsichtbarer Faktor dazu: Kondenswasser. Test 1: Nur Kondens, kein Regen Ich habe ein ganz normales 2‑Personen‑Zelt mit einem Kataloggewicht von 2475 Gramm verwendet – also kein extremes Ultraleicht‑Zelt, aber auch kein schweres Campingzelt. An einem trockenen Tag habe ich das Zelt auf einer Wiese am Waldrand aufgestellt und über Nacht stehen lassen, ohne darin zu schlafen. Ich wollte wissen, wie viel Kondenswasser das Zelt allein durch die nächtliche Feuchtigkeit aufnimmt. Am nächsten Morgen habe ich das Zelt direkt nach dem Abbau gewogen: 2810 Gramm. Das sind rund 335 Gramm mehr als das Ausgangsgewicht – nur durch Kondenswasser am Außenzelt. Praktische Konsequenz: Vor dem Einpacken so viel Kondenswasser wie möglich aus dem Außenzelt ausschütteln oder mit der Hand abwischen. Jede Minute Schütteln spart unterwegs Gewicht im Rucksack. Test 2: Abbau im Starkregen Im zweiten Versuch habe ich dasselbe Zelt in einer starken Regenphase abgebaut – so, als hätte ich es in einer „ewigen schottischen Regenfront“ eilig und keine Zeit, zu warten. Das Zelt ließ sich immer noch problemlos in den Packsack stecken, aber das Gewicht war eine Überraschung: 4820 Gramm. Das ist etwa das Doppelte des ursprünglichen Gewichts. Praktische Konsequenz: Wenn es in Strömen gießt und der Zeitplan es erlaubt, lohnt es sich, mit dem Abbau zu warten oder das Zelt zumindest in einer trockenen Pause zu lüften und abtropfen zu lassen, bevor es dauerhaft im Rucksack verschwindet. Fazit Kondenswasser und Regen können das Gewicht eines Zeltes leicht um mehrere hundert Gramm bis hin zum Doppelten erhöhen – unabhängig davon, ob es ein „Ultraleicht‑Zelt“ ist oder nicht. Wer Gewicht sparen will, sollte nicht nur auf Gramm beim Kauf achten, sondern unterwegs auch konsequent Kondenswasser ausschütteln, nasse Außenzelte getrennt verpacken und jede trockene Pause nutzen, um das Zelt kurz zu trocknen. Gibbon, mtb_squirrel, jtrail und 2 Weitere reagierten darauf 5
reiber Geschrieben 23. Mai Geschrieben 23. Mai vor 14 Stunden schrieb jakob-ineurope: Das Zelt ließ sich immer noch problemlos in den Packsack stecken, aber das Gewicht war eine Überraschung: 4820 Gramm. Das ist etwa das Doppelte des ursprünglichen Gewichts. Baumwollzelt mit fehlender Imprägnierung ?
Cullin Geschrieben 23. Mai Geschrieben 23. Mai Grundsätzlich klar, aber der gemessene Wert überrascht mich doch ein wenig. Habe mal eine völlig durchweichtes (teilweise auch das innenzelt) VAUDE Ich glaube Hogan eingepackt. Das spielt in der 2kg Klasse. Aber das es danach das doppelte gewesen sein soll .... schwer vorstellbar. Aber ok, wir haben es damals ausgeschüttet und bevor es in den Sack gewandert ist wurde das Wasser noch ein wenig abtropfen gelassen. Der nur halb verschlossene Sack wurde dann mit der Öffnung nach unten in die Seitentasche gesteckt. Da kam dann schon noch den ganzen Tag was raus. Zumindest war es immer feucht. jakob-ineurope reagierte darauf 1
jakob-ineurope Geschrieben 23. Mai Autor Geschrieben 23. Mai vor 6 Stunden schrieb reiber: Baumwollzelt mit fehlender Imprägnierung ? Es war ein Nylonzelt mit Silikonbeschichtung von Eureka, Typ „Eureka Sentinel“. Dieses Modell gibt es jedoch nicht mehr, weil Eureka in Europa pleitegegangen ist. Hier ist ein Link zum ursprünglichen Video: https://www.youtube.com/watch?v=BrNvv8G6vwc
jakob-ineurope Geschrieben 23. Mai Autor Geschrieben 23. Mai vor 3 Stunden schrieb Cullin: Grundsätzlich klar, aber der gemessene Wert überrascht mich doch ein wenig. Habe mal eine völlig durchweichtes (teilweise auch das innenzelt) VAUDE Ich glaube Hogan eingepackt. Das spielt in der 2kg Klasse. Aber das es danach das doppelte gewesen sein soll .... schwer vorstellbar. Aber ok, wir haben es damals ausgeschüttet und bevor es in den Sack gewandert ist wurde das Wasser noch ein wenig abtropfen gelassen. Der nur halb verschlossene Sack wurde dann mit der Öffnung nach unten in die Seitentasche gesteckt. Da kam dann schon noch den ganzen Tag was raus. Zumindest war es immer feucht. Das war wirklich ein extremer Wolkenbruch, ein echtes Worst‑case‑Szenario. Das Einzige, was ich mir gewünscht habe, war, so schnell wie mogelijk van dort wegzukommen. Unter diesen Bedingungen ist es nicht verwunderlich, dass das Zelt so viel Wasser aufgenommen hat.
reiber Geschrieben 23. Mai Geschrieben 23. Mai Dann ist vielleicht die Beschichtung nicht mehr gut. Ich habe noch nie so eine extreme Gewichtszunahme festgestellt. khyal reagierte darauf 1
khyal Geschrieben 24. Mai Geschrieben 24. Mai Bei meinen Trainings arbeite ich ja viel mit Eigenerkenntnis Also morgens kleines Handtuch raus, Kondenswasser abtrocknen "was machst Du denn da, Dein Zelt putzen ?" "nee Kondenswasser abtrocknen" "ach das bisschen Wasser" "gib mal Deinen Kochtopf" ich wringe das kleine Handtuch immer wieder in den Kochtopf aus.. "so das ist jetzt ein halbes Pfund, dafür hast du doch nicht soviel für UL ausgegeben, um jetzt 250 gr mehr mitzuschleppen" An DCF hängt deutlich weniger Kondens... Typischer Wert, Stratospire 1 Si-Nylon 250 gr, Duplex DCF 80 g mtb_squirrel reagierte darauf 1 Terranonna.de
reiber Geschrieben 24. Mai Geschrieben 24. Mai vor 5 Stunden schrieb khyal: Typischer Wert, Stratospire 1 Si-Nylon 250 gr, Duplex DCF 80 g Darin geschlafen ?
khyal Geschrieben 25. Mai Geschrieben 25. Mai vor 16 Stunden schrieb reiber: Darin geschlafen ? Na klar, wär auf Tour sonst suboptimal Ich produziere kräftig Kondens, achte allerdings drauf, das Zelt auch vernünftig zu belüften... Terranonna.de
jakob-ineurope Geschrieben 25. Mai Autor Geschrieben 25. Mai Am 23.5.2026 um 19:23 schrieb reiber: Dann ist vielleicht die Beschichtung nicht mehr gut. Ich habe noch nie so eine extreme Gewichtszunahme festgestellt. Es war ein neues Zelt mtb_squirrel reagierte darauf 1
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