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Ultraleicht Trekking

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stoeps

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  1. Gefällt mir!
    stoeps hat eine Reaktion von doast erhalten in GR53 – Rund 350 km durch die Vogesen   
    Danke für den schönen Bericht.
    Vor einigen Jahren waren meine Frau und ich zwei Wochen in den Vogesen mit festem Quartier und Tageswanderungen. Es war sehr schön und hat die Idee an eine Nord-Süd-Durchquerung aufkommen lassen. Der Bericht bestätigt diese Idee.
    Gute Genesung !
  2. Gefällt mir!
    stoeps hat eine Reaktion von bitblaster erhalten in Hilleberg Anaris   
    Querschläfer-Firstzelt ist DAS klassische Fjällzelt, und an der Etablierung dieser Form als solches war Hilleberg maßgeblich beteiligt. Ich hatte in den 80er Jahren ein Caravan Trip 3 (genau diese Geometrie; das war ein 2-P-Zelt, damals gehörte „einen zuviel im Namen“ irgendwie zum Marketing  ) und das galt als Hilleberg-Nachbau.
    Hilleberg selbst hatte sich damals vom First- zum Tunnelzelt begeben, wegen des besseren Raum-zu-Standfläche-Verhältnisses und des einfacheren Aufbaus. Das Stalon war die Tunnelversion dieses Konzepts, 2-P-Querschläfer. (Etwas eher kam das Nallo, 2P-Längs, das leichter war. Aber das Stalon galt als klassisches Fjällzelt, wie vorher die entsprechenden Firstzelte.)
    Nun, wo viele nach „leichter“ rufen, Hilleberg wohl den für sie erträglichen Kompromiss „Kerlon 1000“ gefunden hat und man seine Stöcke zum Aufbauen nimmt (damals hatte keiner Stöcke, weswegen auch ein Firstzelt mit Gestänge kam), haben sie halt die Möglichkeit gesehen, das Konzept wiederzubeleben. Sieht für mich gelungen aus — auch wenn ich weiß, dass ich beim Preis schlucken werde
    Mein Stalon habe ich übrigens 1987 gekauft und gerade Pfingsten wieder benutzt …  
     
    PS: Dieser Post dient der historischen Aufklärung, ist aber komplett AFAIR  
  3. Danke!
    stoeps hat eine Reaktion von tib erhalten in Warum eigentlich Müsliriegel?   
    Kurzantwort: Ja. 
    Längere Antwort: Bei dem Zuckeranteil, den die meisten käuflichen Müsliriegel haben, schon. Du bekommst erst einen rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels, als Reaktion darauf einen ebensolchen des Insulinspiegels (im Blut). Der Zucker muss nämlich schnell aus dem Blut raus, weil er da ungesund ist – und das Signal dafür gibt das Insulin (z.B. an die Muskelzellen). Weil alles so schnell und stark anstieg, überkompensiert das Insulin aber die Blutzuckerspitze und man hat danach (z.B. eine halbe Stunde später) eine relative (!) Unterzuckerung. Das ist der Moment, in dem man das ganz starke Bedürfnis verspürt, wieder einen Müsliriegel zu essen
    Es gibt etwas, bei dem der Effekt noch stärker ist: Weißmehl-Brot oder -Brötchen …
  4. Danke!
    stoeps hat eine Reaktion von schrenz erhalten in Warum eigentlich Müsliriegel?   
    Kurzantwort: Ja. 
    Längere Antwort: Bei dem Zuckeranteil, den die meisten käuflichen Müsliriegel haben, schon. Du bekommst erst einen rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels, als Reaktion darauf einen ebensolchen des Insulinspiegels (im Blut). Der Zucker muss nämlich schnell aus dem Blut raus, weil er da ungesund ist – und das Signal dafür gibt das Insulin (z.B. an die Muskelzellen). Weil alles so schnell und stark anstieg, überkompensiert das Insulin aber die Blutzuckerspitze und man hat danach (z.B. eine halbe Stunde später) eine relative (!) Unterzuckerung. Das ist der Moment, in dem man das ganz starke Bedürfnis verspürt, wieder einen Müsliriegel zu essen
    Es gibt etwas, bei dem der Effekt noch stärker ist: Weißmehl-Brot oder -Brötchen …
  5. Danke!
    stoeps hat eine Reaktion von Backgammon erhalten in Warum eigentlich Müsliriegel?   
    Kurzantwort: Ja. 
    Längere Antwort: Bei dem Zuckeranteil, den die meisten käuflichen Müsliriegel haben, schon. Du bekommst erst einen rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels, als Reaktion darauf einen ebensolchen des Insulinspiegels (im Blut). Der Zucker muss nämlich schnell aus dem Blut raus, weil er da ungesund ist – und das Signal dafür gibt das Insulin (z.B. an die Muskelzellen). Weil alles so schnell und stark anstieg, überkompensiert das Insulin aber die Blutzuckerspitze und man hat danach (z.B. eine halbe Stunde später) eine relative (!) Unterzuckerung. Das ist der Moment, in dem man das ganz starke Bedürfnis verspürt, wieder einen Müsliriegel zu essen
    Es gibt etwas, bei dem der Effekt noch stärker ist: Weißmehl-Brot oder -Brötchen …
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    stoeps hat eine Reaktion von momper erhalten in Hilleberg Anaris   
    Querschläfer-Firstzelt ist DAS klassische Fjällzelt, und an der Etablierung dieser Form als solches war Hilleberg maßgeblich beteiligt. Ich hatte in den 80er Jahren ein Caravan Trip 3 (genau diese Geometrie; das war ein 2-P-Zelt, damals gehörte „einen zuviel im Namen“ irgendwie zum Marketing  ) und das galt als Hilleberg-Nachbau.
    Hilleberg selbst hatte sich damals vom First- zum Tunnelzelt begeben, wegen des besseren Raum-zu-Standfläche-Verhältnisses und des einfacheren Aufbaus. Das Stalon war die Tunnelversion dieses Konzepts, 2-P-Querschläfer. (Etwas eher kam das Nallo, 2P-Längs, das leichter war. Aber das Stalon galt als klassisches Fjällzelt, wie vorher die entsprechenden Firstzelte.)
    Nun, wo viele nach „leichter“ rufen, Hilleberg wohl den für sie erträglichen Kompromiss „Kerlon 1000“ gefunden hat und man seine Stöcke zum Aufbauen nimmt (damals hatte keiner Stöcke, weswegen auch ein Firstzelt mit Gestänge kam), haben sie halt die Möglichkeit gesehen, das Konzept wiederzubeleben. Sieht für mich gelungen aus — auch wenn ich weiß, dass ich beim Preis schlucken werde
    Mein Stalon habe ich übrigens 1987 gekauft und gerade Pfingsten wieder benutzt …  
     
    PS: Dieser Post dient der historischen Aufklärung, ist aber komplett AFAIR  
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    stoeps hat eine Reaktion von martinfarrent erhalten in Windjacke als Wärmespender?   
    Ich habe eine "etwas wärmer als reiner Windschutz"-Jacke und liebe sie. Gekauft habe ich sie, nachdem ich diesen Artikel von Andy Kirkpatrick über die 'wahre Softshell' gelesen hatte; es ist eine Marmot Ether Dryclime – und ich liebe sie  
    Für alle, die keine Lust haben den ganzen Artikel zu lesen, hier die ultra-leicht-kurz Form:
    Eine "wahre Softshell"*) ist nicht aus dem robusten schweren Stretch-Material, wie es heute verkauft wird, sondern besteht aus einem leichten winddichten Material mit einem dünnen Trikot-Futter (ähnlich wie weiche Funktionsunterwäsche-Stoffe) und hat eine. Man trägt die Jacke direkt auf der Haut oder über einem dünnen Funktions-Shirt. Sie deckt dann einen sehr großen Temperatur/Wind/Niederschlags-Bereich ab, solange man körperlich aktiv ist. Die Idee ist etwas anti-Zwiebel, um das ewige An- und Ausziehen von (Zwischen)-Schichten zu vermeiden. Dafür nimm man dann inkauf, phasenweise evtl. zu schwitzen, was aber wegen der hohen "Atmungsaktivität" nicht besonders stört. Bei mir funktioniert das so.
    *) Kirkpatrick nennt diese Jackenart deswegen die wahre Softshell (the real softshell), weil der Name in den 80er Jahren zuerst für solche Jacken benutzt wurde. Das Konzept hat sich aber nie groß durchgesetzt und später sind dann die Robust-Monster so genannt worden.
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    stoeps hat eine Reaktion von dennisdraussen erhalten in Hilleberg Anaris   
    Querschläfer-Firstzelt ist DAS klassische Fjällzelt, und an der Etablierung dieser Form als solches war Hilleberg maßgeblich beteiligt. Ich hatte in den 80er Jahren ein Caravan Trip 3 (genau diese Geometrie; das war ein 2-P-Zelt, damals gehörte „einen zuviel im Namen“ irgendwie zum Marketing  ) und das galt als Hilleberg-Nachbau.
    Hilleberg selbst hatte sich damals vom First- zum Tunnelzelt begeben, wegen des besseren Raum-zu-Standfläche-Verhältnisses und des einfacheren Aufbaus. Das Stalon war die Tunnelversion dieses Konzepts, 2-P-Querschläfer. (Etwas eher kam das Nallo, 2P-Längs, das leichter war. Aber das Stalon galt als klassisches Fjällzelt, wie vorher die entsprechenden Firstzelte.)
    Nun, wo viele nach „leichter“ rufen, Hilleberg wohl den für sie erträglichen Kompromiss „Kerlon 1000“ gefunden hat und man seine Stöcke zum Aufbauen nimmt (damals hatte keiner Stöcke, weswegen auch ein Firstzelt mit Gestänge kam), haben sie halt die Möglichkeit gesehen, das Konzept wiederzubeleben. Sieht für mich gelungen aus — auch wenn ich weiß, dass ich beim Preis schlucken werde
    Mein Stalon habe ich übrigens 1987 gekauft und gerade Pfingsten wieder benutzt …  
     
    PS: Dieser Post dient der historischen Aufklärung, ist aber komplett AFAIR  
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    stoeps reagierte auf Southern Flyer in Weserberglandweg September 2017   
    Weserberglandweg September 2017


     
    Hallo zusammen,

    da es zum Weserberglandweg hier noch keinen Thread zu geben scheint wollte ich die Chance nutzen, diesen schönen Mittelgebirgsweg vorzustellen. Ich bin den Weg Mitte September auf seiner kompletten Länge (225 km) von Nord nach Süd durchwandert. Die Endpunkte sind Port Westfalica im Norden und Hann. Münden im Süden. Beide Endpunkte sind sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Offiziell ist der Weg in 13 Etappen unterteilt, ich habe 7 Tage inklusive An- und Abreise (3h bzw. 5h) gebraucht. Da ich nicht an irgendwelche Unterkunftsmöglichkeiten gebunden sein wollte, war ich mit dem Zelt unterwegs. Bei Halbzeit habe ich mir für eine Nacht eine Pension gegönnt.

    Der Weg verläuft größtenteils durch wunderschöne Buchenwälder oder entlang von Waldrändern, sodass man auch immer wieder mal einen Blick auf die weite Flusslandschaft bekommt. Die Wegqualität ist sehr unterschiedlich, von Trampelpfad durch Wiese bis Forst- und Wirtschaftswege (z.T. auch mal asphaltiert) war alles dabei. Einzelne Passagen scheinen aber derart selten begangen zu werden, dass sie schon zu gewuchert sind (ja, ich war auf dem Weg). Bisweilen haben allerdings auch Harvester den Wegen stark zugesetzt. Gestartet war ich an einem sonnigen Sonntag, da kam einem noch der ein oder andere Spaziergänger entgegen. Den Rest des Weges war ich dann allein unterwegs. Bis auf den ersten Tag kam man immer durch eine Ortschaft in der man seine Vorräte auffüllen konnte. Gute Wasserstellen gab es allerdings nur wenige, die meisten Mittelgebirgsbäche fließen ja leider nicht ganzjährig. Oft hatte ich daher 2-2,5 L Wasser dabei. Die Beschilderung des Weges ist sehr gut, eine Karte (vom Kompass Verlag) braucht man eigentlich nur zur Übersicht. Beim nächsten Mal würde ich unbedingt Trekkingstöcke mitnehmen. Nicht umsonst heißt der WeserBERGlandweg so. Je nachdem welche Quelle man bemüht, sind es zwischen 5200 und 6300 Höhenmeter, die es jeweils rauf und runter geht.


     
    Fazit: obwohl ich im Weserbergland aufgewachsen bin, war ich immer wieder von der schönen Landschaft begeistert. Die Woche hat viel Spaß gemacht, der Weg ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Auch für kulturell Interessierte bietet der Weg viel, besonders für jene die Grimms Märchen mögen. Zudem wird man an vielen Stellen mit Schautafeln zur Natur (Geologie, Fauna &Flora) informiert. Und: auch mein erstes MYOG-Projekt, der X-Pac 37+9L Rucksack, hat sich auf der Tour hervorragend geschlagen, Feuertaufe bestanden!



     
     

    Die Beschilderung des Weges ist hervorragend.


     

    Tag 1: Vorbei am Steinbruch Heineberg. Hier werden 150 Mill. Jahre alte Eisenerzflöze abgebaut. In Kleinenbremen gibt es auch ein Besucher-Bergwerk mit Museum.


     

    Tag 1: Abendstimmung an der Teufelskanzel (Hohensteiner Klippen).


     

    Tag 2: Durch Streuobstwiesen bei Hameln.


     

    Tag 2: Bei Kirchohsen kreuzt der Weserberglandweg das erste Mal die Weser, 3 weitere Flussquerungen werden folgen.


     

    Tag 3: Im Laufe der Woche (das Wetter war eher durchwachsen) wurde das Trocknen der Schuhe und Strümpfe zur Pausenroutine.


     

    Tag 3: Blick auf den Heiligenberg bei Bodenwerder.


     

    Tag 4: Man könnte meinen, dass das Sturmtief ‚Sebastian‘ der vergangenen Nacht auch im Zelt gewütet hat. Das Zelt, ein Marmot Force 2 UL, hat sich auch unter diesen widrigen Bedingungen bestens bewährt.


     

    Tag 4: Mittagspause bei Holenberg. Am Horizont das Tagesziel Stadtoldendorf.


     

    Tag 5: Auf Bretterwegen durch das Hochmoor Mecklenbruch im Solling.


     

    Tag 5: Das Ahletal bei Schönhagen am Südrand des Sollings.


     

    Tag 7: Morgendlicher Blick vom Lagerplatz ins Wesertal bei Reinhardshagen. Von hier sind es nur noch 17 km bis zum südlichen Endpunkt Hann. Münden.

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    stoeps reagierte auf PeeWee in Post Trail Depression   
    Post Trail Depression ist ein in thruhiker Kreisen inzwischen bekannter Begriff. Das es sich hierbei nicht wirklich um eine Depression im klinischem Sinne handelt dürfte ja wohl klar sein. Depression wird hier als markantes Schlagwort verwendet das Unzufriedenheit und Unglücklichsein mit der eigenen Situation symbolisieren soll. Das dieser Zustand nach 4-6 Monaten Auszeit, die meistens sehr konträr zum bisherigen und zukünftigen Leben ist, öfter vorkommt finde ich jetzt auch nicht "totalen Stuss" oder ausschließlich Klickbait. Anpassungsstörung wäre wohl zutreffender als Begriff. Allerdings es gibt da auch keine Studien zu - jedenfalls sind mir keine bekannt.
    Ich finde dieser Thread spiegelt gut die Reaktionen wieder, mit den der Videoersteller konfrontiert ist. Selbst hier unter UL-Wanderern, die seine Situation wohl noch gut nachvollziehen könnten, hagelt es Kritik und Unverständnis. Frei nachdem Motto er solle sich mal zusammenreißen und sich nicht so haben. Bemängelt wird fehlende Empathie vom Ihm, das habt ihr gezeigt. Sein Weltbild ist verrückt und er muss sich neu orientieren, das ist ihm bewusst - gerade das sein Leben wohl nicht mehr konventionell und spießig verlaufen wird. Für ein Forum das sich mit "über den Tellerrand gucken" brüstet schon irgendwie eine enttäuschende Reaktion.
    Ich finde es ist auch irrelevant ob sein emotionaler Zustand bereits vor dem Trail präsent war, erst danach, oder nur durch den Thruhike katalysiert wurde. Er ist da und Auslöser ist der AT gewesen.
    Das Video ist keinesfalls ein reines Meckern auf hohen Niveau, sondern auch als Warnung an zukünftige Hiker zu verstehen. Achtung ein Thruhike besteht aus drei Akten: Vorbereitung, Wanderung UND Nachbereitung. Gerade die Nachbereitung wird oft übersehen.
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    stoeps hat eine Reaktion von dani erhalten in Buff "original "   
    Mal abgesehen davon, dass ich hoffe, dass Du den Text nicht genau so an Buff geschickt hast – weil er voller (auch sinnentstellender) Tippfehler ist:
    Nach meiner Erinnerung war das Merino-Buff schon immer kürzer als das Kunstfaser-Buff (welches ich als das Original bezeichnen würde. Oder genauer: Das Merino-Buff, dass ich vor drei Jahren meiner Frau geschenkt habe war kürzer (und mit ihm alle Merino-Buffs, die ich beim Aussuchen in der Hand hatte) als das Poly-Buff, das ich mir im selben Jahr gekauft habe, und als das Poly-Buff, das mir dieses Jahr meine Tochter geschenkt hat. (Dafür ist das Merino AFAIR doppellagig.)
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    stoeps reagierte auf micha90 in Lebensmitteltransport | Bear Bag, Stausack und Co.!   
    Persönlich nutze ich einen einfachen Beutel mit Schnürzug aus 38g/m² Gleitschirmnylon (das gibts leider zur Zeit nicht mehr), so was zu nähen dauert vielleicht 20min und hält schon gute 5000km ohne Defekte oder Löcher. Da es hier keine Bären gibt, muss man sein Essen auch nicht richtig aufhängen: In 99% der Nächte schlafe ich mit meinem Essen, wenn es mal Stellen mit vielen Nagern gibt (zB Campingplätze, Schutzhütten oder alles andere das danach aussieht, als ob häufiger Leute dort campen) hänge ich den Beutel einfach an einen Ast. Bei Mäusen reicht es normalerweise, den Beutel vom Boden weg zu bekommen.
    Das Volumen ist natürlich vom Nutzer abhängig. Persönlich habe ich gern einen tendenziell zu großen Beutel, um mein Essen locker im Rucksack verteilen zu können, wodurch das Rucksackvolumen besser genutzt werden kann, andere Leute mögen Rollverschlüsse um das Essen weiter zu komprimieren. In der Regel sind 15-20L eine Mittlere Größe in die man 5-6 Tage Essen noch relativ problemlos rein bekommen sollte.
    Und: natürlich ist ein UL-Beutel robust genug. Die Betonung liegt hier auf robust genug. Die gesamte Idee des UL-Trekkings dreht sich darum passende Ausrüstung zu haben, die nicht unnötig massiv ist, sondern eben robust genug ist um den Ansprüchen gerecht zu werden ohne bei der Nutzung kaputt zu gehen oder funktionelle Einbußen zu haben. Wer seine Ausrüstung so wählt/ baut, dass sie den normalen Einsatz nicht übersteht, ist selbst Schuld; das ganze nennt sich dann "Stupid Light"
     
    schöne Grüße
    Micha
  13. Gefällt mir!
    stoeps reagierte auf ULgeher in Isolationsjacke, Windshirts und Schnittmuster   
    Hier noch ein Windshirt, die "Liberty Ridge"-Shell aus einem Kit von Thru-Hiker. Material ist M90, die Bündchen Lycra-Bänder, und der Reissverschluss ein YKK 3er.
    Gewicht 56 g.
    Auch für dieses Shirt ist die Anleitung auf dem Web, die Form der Teile ist aber komplizierter und das Schnittmuster im Kit deshalb recht nützlich.
     



    Die Kits von Thru-Hiker sind übrigens wirklich toll. Die Anleitung ist weniger detailliert als bei Ray Jardine, aber man erhält sehr grosszügige Materialmengen, so dass mit den Resten auch noch was anderes gemacht werden kann. Die Mengen bei RJ sind häufig so knapp (es reicht aber immer), dass mich das echt nervt... bei 3m Stoff könnten durchaus mal etwas mehr als 5cm extra mitgegeben werden.
  14. Gefällt mir!
    stoeps reagierte auf ULgeher in Isolationsjacke, Windshirts und Schnittmuster   
    Ich möchte hier mal zwei Projekte vorstellen... meine Motivation ist vor allem, hier auch mal was ins Forum zurückzugeben nachdem ich immer wieder wertvolle Tipps erhalte. Ich hoffe, dass die Infos zu Konstruktion und Schnittmustern auch für einige unter Euch nützlich sein könnten. Es sind meine ersten Kleidungsstücke, und von Perfektion bin ich weit entfernt... Für meinen Gebrauch ist mir das aber auch ein wenig egal solange alles hält...
    Das erste Projekt ist eine Apex-Isolationsjacke (oder besser Pullover). Ich habe sie aus Resten Momentum90 von Thru-Hiker und Apex 133 aus einem Ray Jardine Quilt Kit genäht. Als Leitfaden diente mir der "Kinsman" Pullover, der auf der Thru-Hiker-Seite beschrieben ist. Das Schnittmuster habe ich frei nachgezeichnet und an meine Grösse angepasst. Das ist recht einfach, einzig bei der Kragenweite und dem Ärmelansatz muss man auf die gleiche Länge der beiden Teilen achten. Ich habe den Pullover um Taschen erweitert, die aus einem auf das untere Stück aufgesetzten Teil bestehen. Die Apex-Isolation habe ich dafür vorsichtig in zwei etwa gleiche Teile aufgetrennt, so dass die Gesamtdicke gleich blieb. Die Idee ist aus der Anleitung für die "Maxima"-Jacke entliehen. Für die Ärmel habe ich Apex 100 verwendet. Die eine Seite des Reissverschlusses habe ich mit einem dünnen in das blaue M90 eingefassten Band von ExTex hinterlegt. Dieses habe ich erst an den Reissverschluss angenäht, und dann den Reissverschluss wie beim Kinsman beschrieben zwischen Aussenseite und Futter eingebaut.
    Die Jacke ist aus Aussenseite und Futter zusammengesetzt. Dabei sind die Nahtzugaben innen vernäht (Kragen, Schultern, und die beiden Vorderteile). Das stabilisiert diese Teile gegeneinander. Die einzige Schwierigkeit war der untere Reissverschlussansatz. Ich habe das so gelöst, dass ich bis auf wenige Zentimeter links und rechts des Reissverschlusses die Nahtzugaben "mit Abstand" zusammengenäht habe, und dann im unmittelbaren Reissverschlussbereich diesen Abstand auf Null reduziert habe (also nicht mehr auf der Nahtzugabe sondern auf der Naht selbst genäht). Diese Quernaht macht also einen "Schwenker" im Bereich des Reissverschlusses.
    Die Jacke ist recht "fehlertolerant", da sie erst am Ende entlang der Seiten mit einer französischen Naht geschlossen wird. Auch kann so die Jacke am Ende schrittweise enger gemacht werden falls das notwendig sein sollte. Das ist mein zweites Kleidungsstück, und ich habe das Projekt recht problemlos fertigstellen können (auch wenn die Nähte natürlich nicht aussehen wie bei einem gewissen A.K. , dessen Projekte ich sehr bewundere)
    Wenn ich diesen Pullover nochmals nähen würde, würde ich Apex 100 und 67 für Hauptteil und Ärmel wählen. Das M90 ist extrem angenehm.
    Und, fast hätte ich es vergessen: Gewicht 315 g

    Hier die Verbindung zwischen Innen- und Aussenteil, die an den Rändern des Bildes in der Nahtzugabe verläuft und in den mittleren 4-5cm auf Null reduziert ist um den Reissverschluss mit allen Schichten direkt zu verbinden.

    Unten die "Unterlage" des Reissverschlusses...

    (noch was: ich habe recht viel Material bei Thru-Hiker bestellt, und kein schlechtes Gewissen diese Anleitung, welche frei auf dem Netz ist, ohne "Kit" zu verwenden)
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    stoeps hat eine Reaktion von Kokanee erhalten in Trekkingstöcke und Hornhaut/Blasen Druckstelle am Daumen   
    Fahrrad-Handschuhe tragen? 
    Ich mag die Schlaufen an den Stöcken nicht und habe sie abgemacht. Dann muss man aber mehr greifen, gerade auch in der Schubphase, was zu Blasen führen kann (bei mir). Als ich deswegen über Fahrradhandschuhe nachgedacht habe, bin über diese von Salomon gestolpert und finde sie klasse – gerade auch wegen des integrierten Wind- (und Wasser?) -Schutzes.
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    stoeps hat eine Reaktion von Wallfahrer erhalten in Rucksackgröße bei UL   
    Sehe ich das richtig: Man kann hier >450 Beiträge schreiben und dann feststellen, dass man seine Ausrüstung für eine Wochenendwanderung im deutschen Mittelgebirge nicht in den Rucksack kriegt?    
  17. Gefällt mir!
    stoeps hat eine Reaktion von Freierfall erhalten in Rucksackgröße bei UL   
    Sehe ich das richtig: Man kann hier >450 Beiträge schreiben und dann feststellen, dass man seine Ausrüstung für eine Wochenendwanderung im deutschen Mittelgebirge nicht in den Rucksack kriegt?    
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    stoeps hat eine Reaktion von schnellejugend erhalten in Rucksackgröße bei UL   
    Sehe ich das richtig: Man kann hier >450 Beiträge schreiben und dann feststellen, dass man seine Ausrüstung für eine Wochenendwanderung im deutschen Mittelgebirge nicht in den Rucksack kriegt?    
  19. Gefällt mir!
    stoeps hat eine Reaktion von dani erhalten in Rucksackgröße bei UL   
    Sehe ich das richtig: Man kann hier >450 Beiträge schreiben und dann feststellen, dass man seine Ausrüstung für eine Wochenendwanderung im deutschen Mittelgebirge nicht in den Rucksack kriegt?    
  20. Gefällt mir!
    stoeps hat eine Reaktion von Trekkerling erhalten in Rucksackgröße bei UL   
    Sehe ich das richtig: Man kann hier >450 Beiträge schreiben und dann feststellen, dass man seine Ausrüstung für eine Wochenendwanderung im deutschen Mittelgebirge nicht in den Rucksack kriegt?    
  21. Gefällt mir!
    stoeps hat eine Reaktion von Wanderfalter erhalten in Rucksackgröße bei UL   
    Sehe ich das richtig: Man kann hier >450 Beiträge schreiben und dann feststellen, dass man seine Ausrüstung für eine Wochenendwanderung im deutschen Mittelgebirge nicht in den Rucksack kriegt?    
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    stoeps reagierte auf andreköln in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    .... wenn meine 19jährige Tochter in unserem Berlin-Kurzurlaub den Toppits-Zippbeutel mit meinen Waschutensilien betrachtet und leise und vor allem mit einem gewissen Mitleid in der Stimme "ach, Papa!" sagt.
  23. Gefällt mir!
    stoeps hat eine Reaktion von piucore erhalten in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Nun bist du eine Frau (und ich nicht) und hast uns nichts über Deine Figur verraten, aber bei mir sitzen die Unterschwäsche-Teile von Patagonia eng (genug) oder besser: anliegend, während die "all-day" (oder so ähnlich) lockerer sitzen. Das deckt sich mit den Angaben die Patagonia selbst macht (schlanker Schnitt vs. normaler Schnitt). Ich nehme (als Mann) bei 175 cm/75 kg bei beiden Schnitten Größe M.
    Meine Frau "möchte sich nicht wie Wurst in Pelle fühlen" und nimmt (bei gleicher Körpergröße) bei "schlanker Schnitt" immer L, während sie sich bei "normaler Schnitt" auch schon mal für M entscheidet.
     
    Wenn Dein Wanderpartner solche schlimmen Begriffe in den Mund nimmt (wie Campingstühle), musst Du Dich vielleicht von der Idee verabschieden, dass er überhaupt was von dem trägt, was Du in die gemeinsame Ausrüstung einbringst – einfach weil er eh' schon überlastet sein wird 
  24. Gefällt mir!
    stoeps reagierte auf Jan in Lukmanierpaß und Greina Hochebene   
    @eric
    Die Tour war wirklich wunderbar und läßt sich je nach verfügbarer Zeit natürlich gut weiter ausbauen!
    Zu deinen Fragen.
    Geschlafen haben wir im TT Stratospire2 ohne Innenzelt. ca. 800g wiegt es dann. Mit Innenzelt wird es wärmer aber da die Temperaturen nicht unter 5°C fallen sollte haben wir darauf verzichtet. Mücken und Zecken gibt es da oben ja keine. Malerplane, Laufbursche Matte und Thermarest Neoair Xlite in Womens Größe Schlafsack ein Yeti Pound mit 460g. Grenzwertig! Hatte aber deshalb noch ein Mountain Laurel Designs Cuben Bivy (165g) dabei um gegen Seitenwind gewappnet zu sein. Klasse Teil! Bei Klamotten sollte man m.M.n. in den Alpen nicht sparen. Lieber zu warm als ständig zu frieren!! Zum schlafen hatte ich ein Langarm Patagonia Merino Shirt an, sehr dünn das Teil. Darüber dann noch meinen hier im Forum neu erworbenen RAB Baseline Hoodie. Tolles Stück Bekleidung! Mein neues Lieblingsteil. Ziemlich warm, also nichts für sommerliche Touren im Warmen, für die Alpen und Wi/Fr/He aber perfekt. Super Kapuze und Passform. Super Natural Unterhose mit Merino, Smartwool Socken, lange Mammut Hose (bin kein Freund von kurzen Hosen...) welche sich aber hochkrempeln läßt, Smartwool T-Shirt und für Abends noch ein Patagonia Nano Puff Pullover mit 270g (Super Isolierung!!). Regenjacke Decathlon Rain Cut (200g) plus Regenhose von Golite. Mütze gegen Sonne und Buff gegen Wind etc. nicht vergessen. Gelaufen bin ich in meinen Lieblingsschuhen Saucony Peregrine 5. Im Schnee wird es aber gefährlich mit denen da die Sohle doch sehr weich ist!! Stöcke finde ich auch bei recht leichtem Rucksack sehr nützlich. Brauche sie auch für das Tarptent. 2  Exped Alpine Lite (370g), halten schon 7 Jahre! Gekocht haben wir mit dem Caldera Keg-F Stove System plus einem 700ml Ti Topf von Snowpeak (213g zusammen) und hatten 330ml Spiritus dabei (was zuviel war). Getragen habe ich mein Zeugs im Laufbursche Huckepack (genial!!). Eine Hüfttasche für Riegel etc. war montiert. Sawyer Mini ist sehr nützlich da die Weidetiere auch noch über 2200m im Sommer scheißen! Fotos wurden mit der tollen Sony RX100III in RAW geschossen und mit der genialen Freeware Capture One for Sony bearbeitet. 500ml guten alten Whisky haben wir dann zu zweit auch noch immer dabei. Diesmal kein so guter Name aber sehr guter Stoff nämlich den 30 Jahre alten Ballantines.  
    Wenn du in den Zentralalpen unterwegs bist solltest du immer warme Klamotten dabei haben da es auch im August schneien kann! Obwohl viele Menschen mittlerweile wandern gehen bist du in den höheren Gebieten der Alpen Abends eigentlich immer alleine auf dich gestellt. Falls keine Hütte in der Nähe ist. Also auch an Notpfeife, Lampe oder ähnliches denken... Netzerreichbarkeit ist in den Schweizer Alpen ganz gut aber bitte darauf nicht verlassen!
    Jan
  25. Gefällt mir!
    stoeps reagierte auf Jan in Lukmanierpaß und Greina Hochebene   
    Nach einer erholsamen Nacht im Tarptent Stratospire 2 ohne Innenzelt und nach einem prächtigen Frühstück  ging es dann weiter.

    Laufbursche war natürlich auch dabei, in Gedanken und auf dem Rücken in Form seines genialen Huckepack!

    Über den Sasso Lanzone (2826m) ging es weiter zum Pass D'Uffiern.

    Diese Steinlandschaft ist gewaltig und sehr beeindruckend!

    Dann der erste Blick zur Greina Hochebene. Am Fuße des Tals wo es dann in die Greina geht sitzt auf der Felsnase die Scaletta Hütte. Also erst mal schön ins Tal runter und wieder auf der anderen Seite hoch... Der Wetterbericht versprach eigentlich nichts gutes für den frühen Abend aber noch sah es wunderschön aus.

    Die Scaletta Hütte war natürlich voll und eigentlich wollten wir auch weiter in die Greina laufen. Die sehr nette Hüttenwirtin hat uns jedoch abgeraten weiter zu gehen da ein Gewitter vorausgesagt war. Naja, in den Bergen kann das schnell kommen und somit haben wir uns erst mal noch in die Sonne gesetzt und Isodrinks zu uns genommen, in Form von Bier.  Und innerhalb von 10 Minuten kam das Gewitter wirklich auf. Schon heftig diese Donnerschläge hoch oben in den Bergen! Was uns dann angeboten wurde konnten wir nicht ablehnen.

    Die alte Hütte vom SAC durften wir für die Nacht beziehen und das haben wir dann auch gerne in Anspruch genommen. Während in der großen Hütte wohl um die 60 Personen waren hatten wir diese wunderbare kleine alte Hütte alleine für uns! Inkl. schweizer Bergbewohner hinter dem Haus (seht ihr sie?).

    Das Gewitter hat ca. 2 Stunden gedauert und währenddeseen haben wir uns schön was zu Essen geköchelt.

    Am nächsten Tag ging es dann in die Greina Hochebene über den Greina Paß (2366m). Der Greinapass ist einer der ältesten Übergänge von Norden nach Süden, die schon von den Römern benützt wurde. Berühmt wurde die unberührte Naturlandschaft, als gegen ein Kraftwerkprojekt landesweit protestiert und das Projekt schliesslich zurückgezogen wurde. Die Greina liegt auf über 2200m und somit gibt es auch keinen Baumbestand.

    Die Wolken hingen sehr tief wie ihr seht und es hat fast durchgehend genieselt. Die Landschaft ist herrlich!





    Blick rüber zur Terri Hütte, hinten rechts im Bild zu sehen. Somit könnt ihr euch auch die Dimensionen der Landschaft etwas besser vorstellen.

    Und nochmals von weiter oben. Von hinten rechts kamen wir.

    Eigentlich wollten wir eine dritte Nacht vor Ort verbringen aber neue Gewitter waren vorhergesagt und somit mussten wir dann Richtung Vrin leider absteigen. Als wir das Gewitter dann von weit unten mitbekommen haben waren wir aber sehr froh über unsere Entscheidung!!
    Ich kann euch diese Kurztour ans Herz legen. Der Lago di Retico ist fantastisch und die Greina wirklich sehr beeindruckend! In der Greina nächtigen ist untersagt aber gegen ein Notbiwak haben wohl nur die dort weidenden Schafe und Kühe etwas einzuwenden. Natürlich wie immer: Leave no trace (https://lnt.org/learn/7-principles)
    Viel Spaß euch allen!

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