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Ultraleicht Trekking

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Dios Mios

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf doman in Drei Hot Tents im Vergleich   
    Um den Faden wieder etwas auf Titelkurs zu bringen, teile ich hier noch ein paar visuelle Eindrücke von meiner letzten Übernachtung vor drei Tagen. Ich habe wieder das DCF-Zelt gewählt, mit dem ich kürzlich in den Alpen war

    und habe mir darin direkt auf dem Ofen lecker was gebrutzelt.

    Die Nacht war mit 10°C erstaunlich warm, allerdings hat es durchgehend geregnet. Kurz Vorm Schlafengehen habe ich den Ofen noch mal bis obenhin voll Holz gestopft und, nachdem alles angebrannt war, alle Klappen dicht gemacht. Geschlafen habe ich in der Hängematte.
    Und siehe da:

    am nächsten Morgen war noch etwas Glut übrig, auf der ich direkt nachlegen konnte. Kurze Zeit später qualmte schon wieder der Schornstein.

    Ich glaube, diese extrem lange Wärme-Rückhaltedauer des Ofens ist eine ziemliche Ausnahme - nur möglich in einer relativ warmen Nacht. Voraussetzung ist außerdem, dass der Ofen eine gewisse Größe hat. Bei einem kleineren Modell wäre die Glut am Morgen wohl weg gewesen.
  2. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf magoon in E1 Deutschland -> Heim   
    Die Tour - Teil 3
    Von Montabaur führt ein verschlungener Pfad raus aus der Stadt richtung Nassau.


    Westerwald Resümee: Von Herdorf ging es bis nach Nassau an der schönen Lahn.
    Landschaftlich gab es einiges zu sehen. Nie enden wollende Wälder, schattenlose Felder, Seen, Moore, Berge.
    Die schönste Etappe: Bad Marienberg nach Freilingen (besonders gegen Ende)
    Ödeste: Fuchskaute nach Marienberg. Zog sich einfach zu lange
    Noch mal würde ich nach Nassau gehen. Schönes Städtchen mit netten Wanderrouten.
    Nach meinem zweiten Off-Day den ich in Limburg verbrachte, ging es weiter nach Idstein. UND BINGO! Ein Weinfest!


    Idsteins schönste Seiten
     
    Frankfurt habe ich wie oben beschrieben übersprungen und bin nach Darmstadt gefahren. Dort folgte ich auch nicht mehr dem E1 sondern bin meine eigene Route gegangen dies hatte folgende Gründe:
    - Die Etappen die nun folgen sollten bis Pforzheim sind einfach nur ein "Verbindungsstück"
    - Ich hab Freunde unterwegs, welche ich mal wieder besuchen wollte
    - Worms, Heidelberg wollte ich mal wieder sehen

    Auf dem Weg nach Worms hatte ich wieder Glück. Blasmusik, Bier und Bratwurst!

    In Worms war noch das Mittelalterfestival "Spectaculum" und ich hab mich schon gewundert warum alle in Gewändern und Rüstung rumliefen.
    Von Worms ging es dem Rhein entlang nach Mannheim. Wo ich einen alten Freund getroffen und bei ihm gepennt habe. Es fühlte sich schon wie Heimat an :).

    Von Mannheim ging es nach Heidelberg über das Schloss und die Himmelsleiter in Richtung Bruchsal.

    Das Schloss von hinten.

    Die Himmelsleiter war für mich eher wie eine Stairway to Hell! Steigung war ich einfach nicht mehr gewohnt!
    Das schlimmste Erlebnis war jedoch die A6 zu überqueren. Dielheim hat hierzu ganze 4 Unterführungen. Die alle gesperrt waren. Natürlich kommt keiner auf die Idee mal ein Schild im Dorf dazu auf zu stellen, nein man läuft quasi immer wieder aus dem Nest raus nur um dann enttäuscht umzukehren. Nach dem zweiten mal, habe ich zum Glück eine Radfahrerin gefunden die sich auskannte und mich in den Nachbarort schickte. Das ganze hat mich zwei Stunden gekostet. Ich war schon kurz davor einfach über die Autobahn zu rennen

    Mitten im Brettwald bei Östringen ist eine Pilgerstätte mit zwei überdachten Hütten. Hier ließ es sich gut schlafen.
    Die nächste Station war in der Nähe von Bruchsal wo ich Freunde besuchte mit ihrem neuen Baby :).

    Von Dort ging es nach Karlsruhe wo ich ebenfalls bei Freunden schlief.

    Von Karlsruhe habe ich eigentlich kaum Bilder außer dieses Ist ja auch quasi Heimat.

    Endspurt. Letzter Tag. Aus Karlsruhe raus und rein in die Wälder.

    Zuhause! Oh du geliebte Heimat
    Vielen Dank fürs Lesen!
    Da ich Zahlen und Fakten mag, hier noch einige:
    Km: ca 1300
    Gefundene Handschuhe: 9
    Blasen: 1
    Döner: 17
    McDonalds: 4
    Verspeiste Nuggets: 80
    Burger King: 7
    KFC: 1
    Müsliriegel: ~84
    Zelt: 38
    Hotel & Jugendherberge: 8
    Bei Freunden: 4
    Zecken: 5
    Gehörte Hörbucher: 7
     
  3. Gefällt mir!
    Die Strecke der Tour habe ich so gewählt, dass neben öffentlichen Verkehrsmitteln nur die eigene Muskelkraft zur Fortbewegung eingesetzt wurde. Start- und Zielpunkt war der Bahnhof von Garmisch-Partenkirchen. Mit dem ersten Zug von Berlin über München kann man 13:00 Uhr dort sein. Anschließend bin ich, vorbei am Olympiagelände, zum Eckbauer aufgestiegen (Bildmitte), und dort war dann auch der erste Übernachtungsplatz.

    Bei leichten Plusgraden und später einsetzendem Schneefall habe ich dort am einzig geeigneten Baum die Hängematte aufgehängt und auf einem Plateau oberhalb das Zelt errichtet. Über die Erfahrungen beim Lagerbau und Schneeschmelzen berichte ich im nächsten Teil.

    Der zweite Tag führte bis Mittag über eine relativ leicht zu bewältigende Wegstrecke bis zur Elmauer Alm (links), die auch noch von vereinzelten Winterwanderern frequentiert wird. Ab dem König-Ludwig-Weg habe ich in den folgenden zwei Tagen nur noch drei Leute getroffen.

    Von der Lawinengefahr im ersten Abschnitt wusste ich, aber da in den letzten 10 Tagen kein Schnee mehr gefallen war, habe ich dieses Risiko gering eingeschätzt.

    Die kurzen steilen Hänge hatten ihre Schneelast schon vor Tagen abgeworfen.

    Über die Wettersteinalm bin ich dann bei inzwischen deutlichen Minusgraden zum Schachensee aufgestiegen und habe dort an der Baumgrenze auf etwa 1800 m das zweite Lager errichtet.

    Nach Einbruch der Dämmerung gingen die Temperaturen bis zum nächsten Morgen auf -15 Grad in den Keller. Den sternklaren Himmel hatte ich am einzig geeigneten Baumpaar (Beschreibung im nächsten Teil) beim Einschlafen und Aufwachen immer im Blick, weil ich kein Tarp aufgespannt hatte.

    Der Rückweg am dritten Tag sollte eigentlich pures Genusswandern sein, aber es kam - leider - anders.

    Nach Empfehlung von zwei Tourengehern, die am Vormittag schwer bepackt den Lagerplatz passierten und über meine Anwesenheit und die Größe meines Rucksacks ziemlich perplex waren, bin ich rückzu links auf den Kälbersteig abgebogen, der bis ins Partnachtal führt. Leider ist es mir an der Schlüsselstelle in Ermangelung jeglicher Wegzeichen und Spuren nicht gelungen, den richtigen Weg zu finden.

    Ich musste deshalb über zum Teil gefrorene Wasserfälle in äußerst heiklem Gelände ins Tal absteigen und dann dort einen knietiefen Bach durchwaten. Mit einbrechender Dunkelheit bin ich auf der anderen Talseite wieder in Richtung Partnachalm aufgestiegen und habe dort das dritte Lager errichtet.

    Der letzte Tag bestand aus dem unproblematischen Rückweg zum Bahnhof von Garmisch-Partenkirchen.
    Teil 1: Das Equipment hier. Teil 3: Die Erfahrungen hier.  
  4. Gefällt mir!
    Ich habe mir am letzten Wochenende einen lange gehegten Traum erfüllt und eine viertägige Tour durch die Alpen bis an die Baumgrenze unternommen, auf der ich mit Rucksack und Schneeschuhen völlig autark unterwegs war. Dieses Projekt möchte ich hier in mehreren Teilen vorstellen. Beginnen wir mit der 
    Ausrüstung 
    Mir war von vornherein klar, dass ich bei dem geplanten Unterfangen streng genommen nicht im UL-Gewichtsbereich würde bleiben können, aber mehr als 15 kg sollten es nicht sein - und wurden es auch nicht. Mitgenommen habe ich (in Leserichtung zeilenweise aufgeführt):

    Ein Sirui-Carbon-Stativ (knapp 1 kg), ein DIY-DCF (Cuben Fiber) Tarp für meine Cross Hammock Querhängematte (118 g), ein DIY-DCF Hot Tent, soweit ich sehe das erste seiner Art (269 g), einen Titanium Wood-Stove von Seek-Outside, mit Klappsäge, stabilem Messer für Batoning und anderem Feuerequipment (2 kg), einen DIY-DCF-Rucksack von 42 Litern mit äußeren Netztaschen an drei Seiten (299 g),
    einen gelben Sack mit Lebensmitteln, einen 2-Liter Titankochtopf zum Schnee schmelzen, darin befinden sich weitere Lebensmittel, ein oranger Sack mit DIY-Merino Unterwäsche lang und ein zusätzliches Paar Merino-Socken, eine Thermoskanne 0,5
    meine Lumix GH4-Kamera mit Olympus 12-40 2.8 Objektiv (1 kg), Go Pro 7 Black, einen dunkelgrünen Sack mit Kabeln,  Akkus und Stirnlampe, eine Daunenjacke von Arcteryx (300 g), eine Cross Hammock Standard in robustem Stoff (350 g), zwei kleine Säckchen mit Schnüren fürs Tarp und die Hängematte und anderem Krimskrams, einen 750 ml Titanbecher mit 100 ml Gaskartusche und Soto-Gasbrenner, einen DIY-Daunenschlafsack mit 750 g 850 Cuin Daunenfüllung (950 g),
    schwere Leki Makalu Stöcke (die aber auf 145 cm ausgezogen werden können), 2 Schneeteller
    eine Termarest Neo-Air X-Therm Max Large mit (blödem) Speed Valve, ein No-Name Gorilla-Pod Stativ für die Go Pro und meine MSR lightning Ascent Schneeschuhe (1,77 kg)
    Das Herzstück der Ausrüstung ist das DCF-Zelt mit Stove Jack für das Ofenrohr. In dem habe ich mich abends und morgens aufwärmen, Schnee schmelzen und Essen zubereiten können.

    Der aufgebaute Ofen mit den Töpfen. Wie ihr seht, habe ich keine Aufstellstange (und auch keine Heringe) mitgenommen, sondern mir immer einen Holzstab und Stöcke zum Abspannen gesucht.

    Der Rucksack hat von der Größe her gerade so gereicht, sogar die Schneeschuhe konnten außen für den An- und Abtransport noch angebracht werden.

    Geschlafen habe ich aus Komfortgründen nicht im Zelt, sondern immer in der Hängematte, das Tarp habe ich nur in einer Nacht aufgespannt.

    Und auf diese Weise konnte ich mit immer noch überschaubarem Gewicht bis an die Baumgrenze 4 Tage völlig unabhängig unterwegs sein. Am Leib getragen habe ich Kleidung aus Wolle und als äußerer Schicht eine DIY-Jacke und Hose aus Etaproof.

    Die Beschreibung der Tour selbst folgt demnächst!
    Siehe auch:
    Teil 2: Die Strecke hier. Teil 3: Die Erfahrungen hier.
  5. Betrübt
    Dios Mios reagierte auf Maximaltime in 2 Personen Unterlage/Isomatte   
    Hallo zusammen,
    bin auf der Suche nach einer leichten aber warmen Unterlage/Isomatte für 2 Personen. 
    Die Unterlage sollte höchstens 2KG wiegen.
     
    Besten Dank im Voraus für eure Vorschläge.
    Maximaltime
  6. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf Mittagsfrost in quick&dirty Ponchotarp?   
    Und hier noch ein paar Fotos vom Tarp:

    Das Schrägdach

    Wird die Kapuze abgebunden, ist das Tarp dicht.

    Wenn man die Kapuzenkordel abspannt (hier mit Hoookworm) ...

    ... hat man unter dem Tarp etwas mehr Platz.
  7. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf Mittagsfrost in quick&dirty Ponchotarp?   
    Bei meinem orangeroten Ponchotarp habe ich mich von GoLite inspirieren lassen, es aber an meine persönlichen Bedürfnisse angepasst. Das fängt mit der Farbe an. Wißt ihr, wie es die Stimmung hebt, wenn man stundenlang im Regen marschiert und vor einem leuchtet es in hellem Orange statt stumpfem Grün? Das gleiche gilt, wenn man unter dem Tarp ausharren muss. Stealth camping? Ach was, nachts sind alle Katzen grau.
    Breite ist gleich Stoffrollenbreite minus zwei mal daumenbreiter Saum, bei mir netto 142 cm.
    Die lange Seite der Stoffbahn habe ich mittig gefaltet, das ergab die spätere Schulterlinie. Länge an Bauch und Rücken gleich, je netto 135 cm. Für mich perfekter Wadenschutz bei Verwendung ohne Rucksack und immer noch lang genug bei Verwendung mit Rucksack.
    Das Kapuzenloch ist ein Kreis mit 22 cm Durchmesser, der oben die Schulterlinie berührt. Nach dem perfekten Schnittmusterfoto von @wilbo spare ich mir die Beschreibung der Kapuze. Nur noch ein Tip: Unbedingt ein Muster der Kapuze aus einem Stoffrest anfertigen! Jeder Kopf ist anders und am Muster kann man sich seine persönliche Idealkapuze recht einfach mit Wäscheklammern und Sicherheitsnadeln empirisch konstruieren.
    Die Kamsnaps sitzen bei mir im Saum jeweils 20, 50, 75, 100 und 130 cm von der Schulterlinie entfernt. Zur Verstärkung habe ich jeweils einen 10x5 cm Stoffstreifen quer gefaltet und in den Saum gesteckt. Damit sitzen die Kamsnaps auf 4 Lagen Stoff und man kann ordentlich an ihnen zerren, ohne den Poncho zu beschädigen. In diese Stoffstreifen habe ich kleine Schlaufen aus 1-mm-Schnur eingehängt, an denen ich mit Hookworms von Dutchwaregear die Tarpabspannung bzw. Heringe befestige. Ein weiterer Nutzen der Stoffstreifen: Man kann im Tarpmodus zusätzlich eine Schnur oder dünne Stange fädeln (hier mit dem Zollstock dargestellt), was die Stabilität deutlich erhöht.
    Am unteren Ende des Ponchos habe ich an der Vorder- und Rückseite jeweils mittig im Saum versteckt eine weitere Stoffschlaufe angebracht. Auch hier wieder mit Schnurschlaufe und der Möglichkeit, Schnur oder Stange durchzustecken.
    Im Tarpmodus wird die Kapuze zugebunden und eventuell noch mit einem Gummiring gesichert. Ich könnte mir durchaus vorstellen, die Kapuze mit Kamsnaps zusätzlich an der Tarpwand zu befestigen. Dann sollte aber eine Verstärkung unter dem Druckknopf angebracht werden, damit man ihn bei ruppigem Umgang nicht herausreißt.




  8. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf derray in [DE] Auf der Suche nach dem weißen Gold 2.0 und 3.0   
    Auf der Suche nach dem weißen Gold 2.0

    Nach der mehr oder weniger erfolgreichen, aber dafür umso lustigeren Wintertour 2017 stand schnell fest: Das schreit nach Wiederholung!



    Die Einzelheiten waren nach 4 Seiten PNs schnell geklärt. Dabei sind Kai, Benne, Florian, Andi, Wilbert und ich.
    Und der Countdown läuft!
    T - 28 Tage: Datum: 19. bis 20.1.2018
    T - 3 Tage: Ort: Thüringer Wald
    T - 2 Tage: Florian hat sich von seinen Kindern mit irgendeinem Kindergartenbazillus anstecken lassen.
    T - 1 Tag: Das Stürmchen Friederike hat das Dach von Florians Werkstatt angeschält, die nun unter Wasser steht. Florian ist damit zu 100% raus. Kai und Benne haben sich auf Florians Zelt, Ofen, Schlitten und Badelatschen verlassen und können daher auch nicht mit.
    T - 10 Stunden: Wilbert checkt nochmal die Bahnverbindung: Alles frei!
    T - 5 Stunden: Wilbert tritt verärgert den Rückweg an, nachdem er drei Stunden lang auf halber Strecke wegen irgendeiner Störung warten musste ohne Auskunft ob und wann es weiter geht.
    T - 2 Stunden: Wir erklären das Unterfangen für dieses Mal als gescheitert und verschieben die Wintertortour auf einen anderen Termin. Leider hieß das ein Jahr warten, denn all unsere Kalender waren prall gefüllt...



    Weißes Gold 3.0 
    oder "Sie trugen seltsame Gewänder und irrten ziellos umher."




    T - 3 Monate: Andi und ich treffen uns auf dem UL-Herbsttreffen und beschließen: Eine neue Wintertour muss her!
    Erzgebirge? Zu weit! 
    T - 2 Monate: Andi bekommt Pfeiffersches Drüsenfieber...
    T - 1 Monat: Thüringer Wald? Mittig, schneesicher, ... Jau. Kai und Benne sind wieder dabei.
    T - 12 Tage: Wetterbericht: Warm, Regen... hm... 
    T - 10 Tage: Wetterbericht: Temperatursturz!
    T - 7 Tage: Mawi und Omorotschka fragen mich ob ich Bock hätte auf eine gemeinsame Wintertour und ich lade sie zu uns ein.
    T - 3 Tage: Wetterbericht: von Stunde zu Stunde wärmer und wärmer... 
    Vielleicht ist Akira dabei, vielleicht ist Kai nicht dabei, vielleicht können alle fahren, vielleicht keiner. Nix genaues weiß man vielleicht nicht. Oder so...
    T - 2 Tage: Bieber ist dabei. 
    T - 1 Tag: Wilbert, Andi, Bieber und ich kommen nachmittags an. Florian, Kai, Benne und Akira abends. Mawi und Omorotschka nachts.
    Treffpunkt ist unser erstes Nachlager am oberen Sieglitzteich.
    Wetterbericht: Sturmwarnung!




    Und dann ist es endlich soweit. 
    Ich hole Wilbert mittags vom Bahnhof ab und zusammen reiten wir die letzten paar hundert Kilometer auf Miss Pretty Richtung Oberhof. Auf einem Parkplatz treffen wir Andi und Bieber. Nach einer schnellen und herzlichen Begrüßung merken wir: FUCK ist das kalt!!! Schnell zurück ins Auto! Der beißende Wind hat in Sekunden unsere Finger und Füße taub werden lassen. In den kleinen Autos versuchen wir uns möglichst elegant umzuziehen. Zwei spielende Mädchen haben einen riesen Spaß uns dabei zuzusehen. 
    Schnell raus, Rucksäcke auf, Schneeschuhe und Skier an und ab in den Wald, wo es windgeschützter ist. Doch etwa 10 Meter vor dem rettenden Eingang bricht Andi eine Schnalle am Schneeschuh. Fummel, Knot, Fluch ... Ach das muss jetzt halten. Schnell weiter!
    Der Teich ist schnell und einfach gefunden. Doch durch die offene Fläche ist es hier auch sehr windig. Etwas abseits finden wir einen abgelegenen Weg, der von vielen jungen Bäumen gesäumt ist und ausreichend Schutz bietet. Zelte machen, Tarps machen, Feuerholz machen, Feuer machen, gemütlich machen! 




    Als gerade das Feuer brennt treffen auch Akira, Benne, Kai und Florian ein. Alle Kochen, alle essen, alle quatschen.
    Gegen 19.30 schreibt mir Mawi, dass er und Omorotschka am Parkplatz starten. 
    Gegen 20.45 mache ich mir Sorgen und suche die Beiden, denn wir haben nur etwa 20 Minuten vom Parkplatz bis zum Teich gebraucht. Nix zu sehen...
    Irgendwann rufe ich Mawi an: Ähhh ja... Wir haben eine Abkürzung genommen... Alles klar!




    Irgendwann später tauchen die beiden auf. Mawi fällt alleine auf den letzten Metern mehrmals um. Irgendwas scheint an seiner Ski-Schlitten-Kombination nicht zu funktionieren. Vielleicht sind es die 18kg Wasser, die er zu Testzwecken geladen hatte?! Wer weiß?!
    Bald setzt Schneeregen ein und alle verziehen sich nach und nach in ihre Betten.




    Es schneit die ganze Nacht, aber alle scheinen gut geschlafen zu haben. Auf dem Weg zur Morgentoilette schnarcht es aus allen Ecken. Nur Wilbert ist schon unterwegs und schießt seine Kamera heiß! Ich schnappe auch einige Schüsse und verziehe mich dann zurück in den Schlafsack fürs Frühstück.







    Etwas später fangen alle Zelte an sich zu bewegen und das Lager erwacht. Zähne Putzen, Zelte abreißen, packen, los! Nur wie anziehen? Von außen Regen oder von innen schwitzen? ... Naja, Hauptsache wir sind draußen!




    Wir bewegen uns auf abgelegenen Forstwegen auf und ab und auf und ab. Leider sind die Forstwege, obwohl weit ab von Rennsteig und Loipen, fast komplett geräumt. Dazu kommt, dass der wenige verbliebene Schnee an allen Skiern und Schneeschuhen stollte und klebte. So hatten wir uns das nicht vorgestellt! 




    Passend zur Mittagspause erreichen wir den Bärenstein, wo in Gedenken an den letzten getöteten Bären Thüringens eine Schutzhütte errichtet wurde. Gemütlich ist die Hütte eigentlich, aber nicht richtig winddicht. Daher bleiben wir nicht sooo lange und machen uns auf die zweite Hälfte des Weges. Nur einmal über den Hügel und dann die zweite links. Gesagt getan. Doch nach einiger Zeit taucht da ein großes Tal auf, dass da nicht sein sollte. Hm... Andi zückt sein Schlaufon und siehe da: Doch falsch abgebogen. Verdammt! Jetzt haben wir den Bärenstein fast komplett in einem großen Bogen umrundet. Wir sind also komplett in die falsche Richtung unterwegs. Das war nicht der Plan! Was nun? 




    Am sinnvollsten erschien es Andi den Kreis voll zu machen und dann abzubiegen Richtung Lütschestausee. Denn am Stausee gibt es einen Campingplatz mit einer Wirtschaft und damit die Chance auf ein frisches Bier! Gesagt getan. 
    So trafen wir bald wieder auf unsere alten Spuren vom Morgen, stiegen dann aber zum See ab. Am Campingplatz lief ich voraus um die Öffnungszeiten der Wirtschaft zu prüfen. Ein tiefes, emotionales Seufzen geht durch die ganze Truppe, als ich zurückkommend den Kopf schüttle. Immerhin ist es nicht mehr weit bis zum geplanten Nachtlager und die Aussicht auf Lagerfeuer, warmes Essen und warme Schlafsäcke treibt uns die letzten Meter an.




    Platz erreicht, Aufbauen, Holz sammeln, Feuer machen. Wiedermal dienen Biebers Tortilla-Chips als Anzünder. Es riecht nach Fritteuse. 
    Aber so richtig wollte das Feuer heute nicht brennen. Was machen wir falsch? Letzte Nacht hat das Feuer immer dann sehr gut gebrannt, wenn Wilbert nachgelegt hatte. Wo ist Wilbert? Liegt er schon im Bett? Er sah auf den letzten Metern auch ziemlich fertig aus. 




    Wir qualmen uns einen ab, kochen, essen. Bald setzt wieder ekelhafter Schneeregen ein und alle verziehen sich recht früh in ihre Gemächer. 
    Der Schneeregen hielt die ganze Nacht an, so, dass am nächsten Morgen alles nass war. Alles. Von allen. 







    Zum Glück ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangsparkplatz. Auf den letzten paar hundert Metern hatten wir sogar noch einmal richtig schönen hohen Pulverschnee. Tatsächlich war das sogar das einzige Stück, auf dem unsere Schneeschuhe und Ski adequat zum Einsatz kamen. Über das ganze Wochenende konnte man in der Gruppe gut erkennen, wie auf Grund der Schneebedingungen immer mehr Ausrüstung vom Schnee an die Rucksäcke wanderte.




    Am Parkplatz wurden schnell die Autos schnell freigeschaufelt und dann ab zum nächsten Restaurant. Andi fand einen Laden, der nicht nur sein Lieblingsbier nicht führte, sondern auch versuchte mit flackernder LED-Beleuchtung und 90er Techno epileptische Anfälle bei uns auszulösen. Zum Glück waren wir alle zu platt dafür.
    Auf der Heimfahrt ist dann noch die Zylinderkopfdichtung von Miss Pretty gerissen. Und am Montag hat es bei mindestens dreien von uns aus allen Rohren gespritzt. Ob das an dem Technoschuppen lag oder am Bachwasser von Samstag Nachmittag? Wer weiß!

    Naja... Trotzdem freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Winter und auf die nächste Wintertour!




    Bilder von Wilbert, Omorotschka und mir.

    mfg
    der Ray
  9. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf Djingledjango in Bewegte Bilder   
    Weiß nicht, ob bekannt (Suche ergab nix), aber "Wanderbursche" hat starke Videos über seinen Euro-Thru-Hike gemacht. Derzeit kommt ca. wöchentlich ein Video. 
    Anbei die Playlist
     
  10. Witzig!
    Dios Mios reagierte auf Rapapongi in Rucksackvolumen und Ausrüstung   
    ... das geht Super Ultra Leicht  wer mag da mitessen 
    https://www.gossamergear.com/products/the-crotch-pot
    Andreas K. hat diesen Beitrag moderiert: Bitte nur Bilder veröffentlichen an denen man selbst die Rechte besitzt. Alternativ Bilder verlinken
  11. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf dennisdraussen in Unbekannte Wanderwege in Deutschland   
    Ith-Hils Weg 80km, also der ist echt hübsch. mit ein bischen ortskenntnis kann man den sogar komplett ohne illegal zu zelten laufen und hat noch einen guten anteil ohne Forstwege,
  12. Gefällt mir!
    ... und ein Video: 
     
  13. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf Andreas K. in Und noch ein Zeltofen...   
    Mein "Neuer" ist im Aufbau nahezu identisch mit den Ti-Goat Wifi Stoves, tatsächlich sind auch nur einige Details anders gelöst als bei den Originalen.
     
    Da meine Version aus Edelstahl mit 855g (nur der Ofen) recht schwer ist, traute ich mich kaum, diese hier einzustellen, aber nun da der Ofen schon mal gebaut ist, soll er auch gezeigt werden.
     
    Bei dem Vergleich mit den Gewichten der Ti-Goats muss man berücksichtigen, dass mein Ofen mit einem Brennraum von 10l zwischen dem kleinen Wifi Stove mit 6,5l und dem Großen mit 17,5l liegt.
     
    Montiert hat der Ofen eine Aufbauhöhe von 32cm.
    Bei der Brennraumgröße von (LxBxH) 28x18x20cm ergibt sich ein Abstand zum Boden von ca. 12cm.
     

     

     

     
    Der Ofen besteht aus fünf Baugruppen: Einem Bodenblech, einem Deckelblech, einer Ofenwand, einer Ofenklappe und den Stellfüßen.
     

     
    Die Ofenwand ist aus 0,15mm dicker Edelstahlfolie gefertigt.
    Die Folie wird zum Ofenkorpus gerollt und durch Leisten am Boden- und Deckelblech in Form gehalten.
    Die Folienenden überlappen auf der Rückseite des Ofens um 12cm und dichten dadurch den Brennraum ab.
    Auf der Vorderseite des Ofens befindet sich ein großer kreisförmiger Ausschnitt für die Brennstoffzufuhr.
    Mittig über diesem Ausschnitt befinden sich drei Bohrungen. In eine dieser Bohrungen wird die Ofenklappe eingehängt. Je nach gewähltem Loch hängt die Ofenklappe höher oder tiefer, und die Luftzufuhr kann somit reguliert werden.
     

     

     

     
    Die Ofenklappe selbst ist aus 0,2mm starker Edelstahlfolie, der Griff aus 0,15mm Folie gefertigt.
    Der Griff ist zur Erhöhung der Stabilität der Länge nach leicht gerundet gebogen.
    Klappe und Griff wurden durch eine Blindniet miteinander verbunden. Dabei ließ ich den Nietdorn ungekürzt. Dieser dient zum Einhängen der Klappe in eine der dafür vorhergesehenen Bohrungen am Ofen.
     

     
    Boden- und Deckelblech sind nahezu gleich: Beide sind zu einer rechteckigen Wanne gebogen, und es sind Leisten, die die Ofenwand fixieren, eingenietet.
    Das Material ist Edelstahl mit einer Blechstärke von 0,5mm.
    Am Deckelblech befindet sich ein kreisrunder Ausschnitt, in den das Ofenrohr eingesteckt wird. An den vier Ecken sind anstelle der Bohrungen, durch die die Stellfüße beim Bodenblech geschoben werden, Nietmuttern, in die die Füße eingeschraubt werden.
     

     

     

     

     
    Die Stellfüße sind aus Aluminiumrohren, in die kurze Gewindestücke zur Verschraubung mit dem Deckelblech eingepresst wurden.
    Auf ca. 12cm Höhe, vom Boden ausgehend, sind Klemmringe an den Rohren angebracht. Diese tragen die Ofenkonstruktion.
     

     

     
    Für den Transport zerlegt hat der Ofen die Maße eines Quaders mit 32x18x2,5cm und die einer Rolle mit 5x20cm (5x25 mit Ofenrohr).
     

     
    Das in diesem Beitrag nicht vorgestellte Ofenrohr findet sich im Beitrag zu meinem ersten Zeltofen.
  14. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf MeisterGrimbart in Vorstellungsthread   
    Hallo, MeisterGrimbart hier.
    Ich lese hier schon eine Weile gelegentlich mit, habe mich auch vor einer ganzen Weile angemeldet, mich aber noch nicht vorgestellt. Sorry.
    Ich bin Mitte 50 Jahre alt, aus dem Weserbergland. Ich bin schon als Kind und Teenager mit der Familie gewandert, auch mit Übernachtungen im Wald. Später dann auch mit Paddelboot, Fahrrad, Motorrad unterwegs gewesen.
    In den letzten Jahren bin ich wieder zum Reisen zu Fuß zurückgekehrt, und habe mich eine Weile für einen Bushcrafter gehalten. Ich habe aber festgestellt, daß ich dafür zu faul bin, und zu wenig handwerklich begabt.
    Was ich aber eigentlich und wirklich will, ist in einem menschlichen Tempo eine Gegend zu erfahren, zu sehen, hören, riechen, fühlen, und das zu allen Tageszeiten, also auch nachts. Zum Häringsschnitzen und die verrußten Hände sauberzumachen bleibt mir da wenig Zeit und Energie. Und wenn, dann liege ich lieber in der Wiese, mit einem Grashalm im Mund und sehe den Wolken zu, wie sie über den Himmel ziehen.  Stinkend faul, eben.  
    Ich habe natürlich erstmal wieder mit Methoden, Herangehensweisen und Grundeinstellungen angefangen, die aus längst vergangenen Zeiten stammen. Als Fjällräven Rucksäcke und -zelte ziemlich verdammt leichtgewichtig und trotzdem robust waren, und als man Computer noch mit K geschrieben hat.
    Das sind anscheinend tief eingegrabene und damals intensiv eingeübte Denkmuster, die es erstmal zu überdenken gilt (für mich jedenfalls).
    Aus verschiedenen Gründen scheine ich aber wirklich eine Änderung solcher Denkmuster zu brauchen, weil ich sonst schlicht nicht mehr machen kann, was ich gern noch machen will. Also drifte ich langsam aber sicher in die eher leichte Ecke. Notgedrungen ...
    Erst neulich mußte ich eine lange geplante und sehnlich erwartete Tour vorzeitig abkürzen. Das fand ich in dem Fall wirklich schade. Einer (!) der Gründe war ein hohes Rucksackgewicht. Ich sage hier lieber nicht wie hoch.
    Und so bin ich gerade aktuell dabei, für nächstes Jahr über eine geschickter ausgewählte Ausrüstung nachzudenken, ohne nun alles wegschmeißen oder ins Pfandhaus geben zu müssen.
    Mein ungefähres Ziel wäre es zunächst einmal, bei nur wenig Neuanschaffungen auf ein Rucksackgewicht von nicht über 10 kg einschließlich Proviant und Wasser für ein verlängertes Wochenende oder eine knappe Woche, in der wärmeren Jahrehälfte, ohne Einkauf zwischendurch. Ich denke, das dürfte so halbwegs realistisch sein.
    Von da aus - mal sehen.
    Die Anregungen, die ich hier bekommen kann, werden mir dabei bestimmt sehr helfen.
  15. Gefällt mir!
    Dios Mios reagierte auf questor in Georgien Svaneti - auf und nieder, immer wieder.   
    *hust - nein, hast Du nicht. Aber wer weiß, wenn ich endlich mal mein Datenchaos verräumt habe und mit Georgien hier durch bin - vielleicht sind ja noch ein paar Erinnerungen übrig zum niederschreiben.
    @all - danke für die Blumen! Freut mich, dass mein Geschreibsel hier auf Interesse stößt. Hatte eher Sorge, dass ich von unterwegs mit entsprechend frischer Erinnerung eher zu kleinteilig und langatmig geworden bin.
     
    Kommen wir zu
    Tag 6: "Erstkontakt mit der Hexe"
    Eckpunkte kurz vor Iskari -> hinter Mazeri Richtung Ushba 21,5km, 1710hm up, 1235hm down, höchster Punkt 1455m     Um kurz nach 7 schäle ich mich aus der Matte, brauche lange, um mich zu überwinden. Plaudere vorher noch kurz aus dem Schlafgemach online, morgens und abends sind die mit Zeitverschiebung die besten Momente, die bessere Hälfte weilt gerade in Japan.   Durch die frisch geschnittene Wiese wurde alles recht feucht - und das in Hängemattenhöhe. Als Bodenbrüter wäre es jetzt wohl richtig unangenehm. Ich genieße beim Abbau den Ausblick auf die langsam gold angestrahlten Bergzipfel, langsam frisst sich die Sonne weiter nach unten.  Die Bauern kommen samt Heuschlitten wieder auf's Feld - auf einen neuen Tag im Heu.     Der Knöchel hat einen beachtlichen Umfang erreicht - vielleicht übe ich mich doch mal in Mäßigung.   Kurz nach 8 Aufbruch nach Iskari.
    Preisfrage - was verbrennt man in diesem beachtlichen Ofen?   In Iskari gibt es im Hammer Guesthouse einen Store für den Resupply - und auch dem Frühstück für 10 Lari kann ich nicht widerstehen. Es gibt Rührei, Brot, Käse, Joghurt, Marmelade, Butter.
    Dazu kaufe ich mir noch einen Liter ukrainischen Orangensaft - aber die Enttäuschung ist groß, Fanta hätte wohl mehr Fruchtgehalt gehabt. Beim Frühstück studiere ich die kommenden Tage für resupply und Wetter. Für Freitag kündigt sich wirklich olles Wetter an.  Passt - wenn ich Gas gebe, kann ich da schon in Mestia abwettern, der größte Ort, es gibt sogar ein Museum. Resupply für 3 Tage 12 Lari. Obwohl es einer der besser sortierten Läden sein soll, ist die Auswahl an leichtem, klein portioniertem, gerade zum Kochen eher schwierig. Wenn man keine Familienpackung Nudeln braucht, halbliter Konserven oder Gläser hat man es wortwörtlich schwer. Ich lande bei den einzigen Instant Nudeln, die es gibt, winzige Portionen russischer Herkunft - na zwei bis drei sollten wohl gestreckt mit Erbseneiweiß, das ich noch über habe ein Essen hergeben. Es ist dreiviertel zehn als ich endlich aufbreche. Dann die große Enttäuschung - die Quellen im oberen Ortsteil sind versiegt, also noch mal Retour Richtung Guesthouse und darüber hinaus, wo es im unteren Ortsteil eine funktionierende Quelle gibt und wieder hinauf - frisst Zeit ohne Ende, es ist zehn vor 11,  - so wird das nichts mit Gas geben. Immerhin gibt es ein paar Türme zu sehen. Beleuchtete Quelle - IP69?   Man Beachte die myog 'Hängerkupplung'     Ich fresse vor Frust den Anstieg in mich rein, da bemerke ich erst spät die zwei Deuterbesitzer dort oben am durchatmen. Ich versuche es noch mit gamarjoba, damit halten sie sich nicht auf, brabbeln direkt auf Deutsch drauf los. OK, ich ergebe mich. Ein Paar mittleren Alters, die im Guesthouse übernachtet hatten und über Nacht direkt Spaß im Darmtrakt nach Genuss einer zweifelhaften Wasserquelle hatten - too much information! Ich erzähle von meinem Pech mit den versiegten Quellen und dass es ja bis hinter dem Pass keine weitere Quelle geben soll, da werde ich belehrt, dass es doch kurz vorn Pass noch eine gäbe, sie selbst hätten deshalb nur ganz wenig dabei. Ich bin erstaunt, weder meine Karte, noch der GPS Track Von Caucasus trekking, Der sonst oft Quellen markiert, spricht davon. Ganz im Gegenteil, auf der Seite rät der georgische Autor wegen viel Weidevieh ab, beim Anstieg aus den Bächen Wasser zu entnehmen. "Aber der Rother Wanderführer wird das doch wohl geprüft haben..." Man hält mir die markierte Stelle vor, als beriefe man sich aufs Grundgesetz. Na gut, reisende soll man nicht aufhalten. Ich wünsche viel Erfolg und mache mich vom Acker.   Der Anstieg ist gemäßigt, ich noch immer etwas angefressen über den vergeudeten Vormittag, da läuft es sich gut. Etwas weiter oben komme ich an ein paar Hirtenhütten vorbei, derzeit unbewohnt. Ein Bächlein eignet sich zumindest, um Mütze und Armilinge zu tauchen - die Sonne brutzelt mal wieder ordentlich.   Am Wegesrand werden heute der Abwechslung halber Himbeeren kredenzt, aber in etwas mauer Frequenz - Beschwerde bei der Reiseleitung folgt.   Der Anstieg wird etwas steiler, da wird mir klar, dass dieses unscheinbare etwas wohl schon der Pass sein muss.   Eine Quelle kurz zuvor habe ich nicht gesehen - eieiei - Skandal bei Rother denke ich mir noch und schmunzele in mich rein. Am Pass kann ich gerade noch ein grünes Männchen ausmachen, das just über die Kante verschwindet. Das war weniger Geacker und kürzer als gedacht. Auf dem Pass sehe ich erstmals den Ushba in voller Pracht. Er thront schon wirklich wehrhaft - faszinierend.   Als ich den Blick schweifen lasse, sehe ich auch die Beiden, die vor mir angekommen sind beim Vespern.Ich Frage, ob sie eine Quelle gesehen hätten - nein, auch nicht. Es ist ein junges Dresdner paar - auch mit Erkennungsmerkmal Deuter im Großformat. Sie  sind mit dem Auto her gefahren, reisen hier nun noch etwas rum, um es dann hier zu verkaufen und zurück zu fliegen - spannend! Wir plaudern recht lange über Pläne, Routen und die Gegend. Als ich weiter ziehe, ist selbst beim Blick zurück den Pass hinunter von den beiden anderen Deutschen nichts zu sehen - hoffentlich nicht ausgedörrt umgekehrt, im Kopf schon den Beschwerdebrief an Rother verfassend.   Ab jetzt geht es gerade bis bergab, recht gefällig mit schönem Blick auf den Ushba, der eine morbide Faszination auf mich ausstrahlt. So abweisend - und doch so anziehend.   Bald folgt ein hübscher, lichter Birkenwald, alle herrlich von Wind und Wetter in die abstrusesten Winkel gebogen - hier könnte man in den grandiosesten Kombinationen hängen, aber es ist einfach noch viel zu früh. Selbst in Blickweite des Weges lassen sich Birkenpilze ausfindig machen - ein paar frische knackige packe ich mir ein - wer weiß, was das Geschmackstütchen der russischen Instantnudeln hergibt.   Es folgt ein hübsches, lichtes Plateau mit tollem Rundumblick. Die alpine Variante der Kornkreise? Da sag noch mal einer, Kühe wären nicht wählerisch.     Ich komme zu einer weiteren nicht wirklich als solche erkennbaren Kirche. Kurz dahinter winkt mich eine Familie beim Picknick zu sich. Sie entpuppen sich als Russen, die hier leben. Wir verständigen uns mal wieder eher nonverbal. Sofort bieten sie mir ihr Picknick an drücken mir Essen in die Hand. Witzig, dieser Unterschied - ob das jemals bei einem Treffen unter Deutschen passieren würde? Wieder kommt schnell eine Recht große schon beachtlich geleerte Flasche vergorenen irgendwas zum Vorschein - wieder kann ich mich erfolgreich drücken. Dann zeigen sie mir noch das Gruppenfoto mit 10 Deutschen, die hier wohl gerade erst durch sind.   Ach du sch... Dann mache ich wohl mal langsam bergab. Muss ich ohnehin, der rechte Fuß mag trotz ibo600 am letzten Abend Abstiege nicht mehr so sehr - ich fange viel mit den Stöcken ab. Der Rest des Abstiegs ist bedeutungslos, lediglich der Ushba, die Hexe, scheint sich hinter jeder Kurve erneut zu verstecken und mir aufzulauern. Irgendwann geht der Weg wieder in eine Latschstrecke über, Mazeri rückt näher, es ist gerade mal 16 Uhr.   Ich überlege, ob ich nicht schon etwas Richtung Ushba gehe, um den Ausflug morgen etwas zu verkürzen. Das immer gleiche Spiel mit mir selbst am frühen Abend: da geht doch noch was - bis dann irgendwann nichts mehr geht und ich mich mal wieder ärgere, bis fast in die Dunkelheit gelaufen zu sein. So auch diesmal, Lerneffekt nicht vorhanden. Es findet sich ewig keine passable Campstelle, ich laufe weiter und weiter. Der Weg ist ausgetreten, mir kommen noch zahlreiche Tageswanderer entgegen. Morgen also früh raus und den Vorsprung nutzen - hoffentlich. Aber erst mal muss ja ein Lager gefunden werden. Rechts ist direkt der reißende Fluss, der den Gletscherausfluss gen Tal trägt. Links steigt es steil an. Die Brücke, um zu einem auf der Karte verzeichneten, vermeintlichen Campingplatz zu kommen gibt es nicht mehr. Immer mal wieder gibt es Abzweige, die auch nichts hergeben, Trampelpfade zu den Seiten entpuppen sich als Tempo Entsorgungsstellen im großen Stil. Mehrmals Fluche ich innerlich - zwei Bäume, einfach nur zwei verdammte Bäume verdammt! Alles ist eher niedrig mit strauchartigen Bäumen bewachsen, dazu enges Dickicht. Irgendwann finde ich endlich einen Abzweig, der weiter oben in eine ausgewachsenere Waldzone führt. Der Bewuchs ist weniger dicht und letztendlich nächtige ich hängend im lichten Wald mit Blick auf den Ushba, der noch in der blue hour nachleuchtet - zufrieden. Auch die russischen Instantnudeln sind genießbar, aber ich hätte tatsächlich mindestens drei Packungen pro Portion kalkulieren können - Trotz gefundener Birkenpilze und Erbseneiweis.   Gegen 10 bin ich nach etwas Journaling in der Falle. Eigentlich ein entspannter Tag, zum Schluss hatte es aber doch etwas weniger sein dürfen, so wird der Fuß garantiert nicht besser. Die Powerbank macht mir etwas Sorgen, Trotz Voller Sonne, wenn auch oft nicht exakt von hinten, hat sie nicht viel geladen. Jetzt am Abend zeigt die Skala sogar weniger als tagsüber an - suspekt das Ganze.
  16. Betrübt
    Dios Mios reagierte auf StarTrekker in Picknick-Rucksack gesucht   
    Hallo,
    ich bin auf der Suche nach einem Rucksack für's picknicken und habe mir die Amazon-Angebote angeschaut.
    Die ganzen Rucksäcke sehen schon ganz nett und brauchbar aus, gehen teilweise bis 90,- € hoch und inkludieren Besteck für 6 Leute, dazu Weingläser aus Kunststoff und Teller mit Schneidebrett usw. Sehr nett sind auch Koppelmöglichkeit für Weinflaschen und Picknickdecke.
    Und jetzt die Frage: gibt es sowas auch in langfristig guter Qualität?
    Ich meine, bei Besteck und Geschirr würde ich eh eigenes bevorzugen. Es geht mir eher um einen praktischen leichten Rucksack mit cleverer Organisation der Einzelteile.
    Wie macht man das richtig? Ihr geht bestimmt nicht mit einem Seesack auf Wanderschaft und legt alles wahllos hinein, oder? ;-)
    Vielen Dank!
     
     
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    Dios Mios reagierte auf tib in Windjacken   
    Heute gibt es mal ein paar Windjacken, die ich euch vorstellen möchte.
    Nachdem mir meine erste Windjacke nicht mehr ganz so gut gefiel, musste eine neue her. Irgendwie gefiel mir der Glanz von dem Stoff nicht so. Das sah gerade in Kombination mit der Farbe, irgendwie nach Müllsack aus. Außerdem wollte ich mehr Reserve für einen Fleece drunter haben. Aber seht erstmal selbst:

    Die Jacke hatte mir ansonsten aber gute Dienste beim Wandern und Radfahren geleistet. Vom Konzept und Schnitt war ich also überzeugt.
    Außerdem hatte ich bei der alten Variante die Stoffkanten nur über dem Spiritusbrenner abgeflammt und nicht ordentlich umgenäht. Das fängt an manchen Stellen mittlerweile an, sich aufzufranseln...
    Beim Abflammen habe ich dieses Mal nochmal gemerkt, dass man echt vorsichtig sein muss. Der Stoff ist doch sehr dünn und man erzeugt mit den großen Stoffteilen doch Windzüge, die gerade beim Wegziehen nochmal die Flamme Richtung Stoff ziehen. An zwei Stellen hatte ich dann leichte zusammenschmelzungen im Stoff. Zum Glück war die Nahtzugabe groß genug...
    Also diesmal Pertex Quantum bestellt und dieses Modell erstellt (sieht leider auf dem Foto etwas stark faltig aus – ist es aber eigentlich nicht!):

    Dazu habe ich das Schnittmuster zu einer 3XL vergrößert. Dabei habe ich feststellen müssen, dass größer kopieren nicht ausreicht und es am Ende nach dieser Methode gemacht. 3XL musste sein, da der Schnitt eigentlich für Baselayer in Stretch gedacht ist. Um es also zum drüberziehen nutzen zu können, habe ich es 2 Größen größer machen wollen. Und ich muss sagen das passt ganz gut. Dann noch überall 2cm Nahtzugabe ran (die ist im Schnittmuster nicht enthalten) und das Nähen konnte losgehen. Die 2cm Nahtzugabe brauchte ich für französische Nähte. Das hat sehr gut funktioniert. Zu sagen ist noch, dass man jeder Naht erst komplett fertig machen sollte (also beide Nähte sofort machen) bevor man an die nächste geht. An ein paar Stellen gab es bei mir beim zusammennähen Überstände von ca. 3cm die von Ungenauigkeiten vom Zuschnitt oder Schnittmustererstellung kommen. Aber da habe ich das einfach großzügig dranvorbei genäht und am Ende weggeschnitten und es passt problemlos.
    Die neue blaue Jacke wiegt 87g und ist wieder auf Apfelgröße zusammenknüllbar.
    Die zweite Jacke die ich gleich noch nähte, besteht auch aus PTX Quantum (rot) und diesem hier in schwarz. Das ganze bringt dann genau 100g auf die Waage.


    an der Seite habe ich einen 9cm breiten Streifen in rot eingenäht. Ich hoffe dass das die winddichtigkeit mit soviel „Ziernähten“ nicht stark beeinträchtigt. Ergebnis sind auf jeden Fall zwei Jacken, die wesentlich besser aussehen und alltagstauglich sind und dazu auch ordentlich verarbeiten sind. Da bin ich doch sehr zufrieden mit.
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    Dios Mios reagierte auf bieber1 in "Habe fertig" Brückenhängematte   
    " Habe fertig " Brückenhängematte
      Schon auf dem Forumstreffen ,des Hängemattenforum"s ,  war der Entschluss gefasst ,eine Brückenhängematte zu bauen.
    Die Möglichkeiten , des Probeliegens in diversen Hängematten wahr einfach super.
    Ich bekam leihweise die Koma von Mitagsfroßt .
    Dazu noch jede Mänge Tipp"s von Dentronaut und anderen.

    Der Stoff ist der Rest , von meiner ersten HM.
    Der Aufbau , wurde grob der Koma nachempfunden.
    Die Breite der Spreizstangen passte gut mit meinen Fizan Stöcken.
    Die Liegefläche wurde ca.10 cm verkürzt , und im oberen Bereich etwas verbreitert.
    Die Kofseitige Wand ist doppelt , als Tasche ausgearbeitet.
    Hier kann das Moskitonetz ,und ein Kopfkissen , usw .verstaut werden.
    Am unteren Ende habe ich eine Tasche für den Rucksack "angebaut".
    In die 2 Lagen Konstruktion , kann eine Isomatte eingeschoben werden.
    Diese ist bei mir von innen zugänglich , so kann im Liegen , z.b. beliebige Kleidung als Kopfkissen reingestopft werden.

    Für das Moskitonetz , fand ich keine bessere Lösung , als RV.
    Da ich in warmen Sommernächten einen Moskito-voll-Schutz haben will , wurde es ein ganzes Netz .
    Deshalb , unten den gleichen RV. wie oben , die Seiten werden aufgeklappt .
    Es ergab sich , das die Stock-Segmente , mit den Spitzen übrig wahren ,
    deshalb dienen diese nun als Beschwerung der Seiten.

    Fakten:

    Stoff plus 2 RV Hälften ( 33 g ) 238............................... 392
    Beide Abspanndreiecke............. 36..................... Fizan 280
    Moskitonetz plus 2 RV Hälften... 90 ...................Adapter 32
    Stöpsel 4 Stück.......................... 17
    Rigline.......................................... 8............ mit Stöcken 704 g
    Karbon Tockel 6mm 2 Stück........ 3

    Gesamt: 392

    Hierzu kommen die beiden Fizan Stöcke mit 280 g und ein Adapter-Rohr 32 g

    Fazit:
    Selbst wenn man ein "Muster" hat , darf man das Potenzial dieser HM. nicht unterschätzen.
    Ein großes LOB an alle Bastler / Tüftler / Erfinder , die mit viel Hirn und noch viel mehr
    Versuch und Irrtum eine solche Matte möglich machen.

    Ich hätte sie gerne leichter.
    Aber wie man sich bettet so liegt man .
    Das ist das Mehrgewicht wert.
    Und es ist Ja schließlich noch nicht aller Hängematten ääää ich meine Tage ende.   Stichworte: - Bearbeiten Zitat Melden Like


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    Dios Mios reagierte auf #PackLessPlayMore in Auf kurz oder lang 75 Gramm   
    Passend zum Wetter möchte ich euch eine luftig leichte MYOG (Sommer-)Hose mit besten Erfahrungen vorstellen:
    FlyPants wiegt 75g und ist wegen dem weiten Schnitt der Hosenbeine einfach verkürzbar. Ich mag durchaus auch zipbare Beinlinge. Bei einem solch dünnen Stoff finde ich das Hochrollen viel bequemer, als die Beinlinge via RV oder KAM snaps zu entfernen und sie zu verstauen. @P4uL0 hat damals eine ähnliche Hose aus dem gleichen Stoff MIT snaps vorgestellt.
    Das Material ist das großartige graue, matte, elastische, schnelltrocknende 40g RipStop , welches bei ExTex leider nur kurze Zeit verfügbar war (Nachteil, wenn man erst auf genügend Erfahrung wartet, vor Vorstellen im Forum ). Falls es ein paar Laufmeter/Reste gibt, bitte PM an mich  Gibt es ähnliche Stoffe, die momentan verfügbar sind? Das 37g-Tafetta ist zwar als Bekleidungsstoff akzeptabel, aber deutlich dichter und deshalb mMn bei sonnigen Temperaturen dem 40er unterlegen.
    FlyPants ...
    hat zwei große Hosentaschen und eine Haken/Flausch-Verschluss-Knietasche, in die sie locker und schnell verstaubar ist. lässt sich mit Gummiband auf Kiwi-Größe komprimieren sitzt gut mit der Kombination aus Gürtelschlaufen und Elaste-Gummi.  Hosenbeinabschlüsse lassen sich mittels KAM snaps raffen weite Hosenbeine sind so leicht, dass sie hochgerollt nicht fixiert werden müssen.
    Das war eine Serendipität - eine glückliche Überraschung  
    Vor allem wegen diesem Komfortplus hat FlyPants mittlerweile meine etwas schwerere zipbare LifePants verdrängt. weiter Schnitt erlaubt auch APEX-Iso unter der Hose einzubringen (dann reden wir natürlich nicht mehr von Sommerhose ) Einzige Verbesserung die mir einfällt: Knietasche nächstes mal derart verarbeiten, dass auch im verstauten Zustand kein Stoffrand sichtbar ist. 
    Hinweis zum Nachmachen: Damit die Beibringe einfach hochzurollen sind, müssen sie schon ab etwa Oberschenkel-Höhe bis zum Ende gleich breit sein. Ansonsten ist das Schnittmuster ähnlich plump wie bei meiner Regenhose: Zwei Hosenbeine mit genügender Nahtzugabe.
    Meine Erfahrung über ca. zwei Jahre sind durchweg positiv (Rockies, Island, Kirgistan, Myanmar, Sibirien, Mongolei). Der Stoff ist schön elastisch, genügend robust, sehr atmungsaktiv und schnell trocken.
    Yay! Sommer.

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    Dios Mios reagierte auf Beavis in Oldschool Ul Hw1 mit Kleinkind   
    Tag 2
    Unsere Kleine wird wach, die morschen Knochen knirschen und der Kopf schreit nach Kaffee.
    Bisschen Wasser warm gemacht, Kaffee getrunken, Müsli gekaut und gepackt, für drei dauert es doppelt und dreifach so lang.
    Dann den Trauf runter Richtung Talheim, mal wieder Verwirrung weil der Weg mal wieder umgelegt wurde damit er an einem Parkplatz und Bushaltestelle vorbeiführt. Weiter gehts auf dem neuen Weg an einer Schafherde,  vorbei nach Talheim, am Ortseingang wird der Brunnen ausgiebig benutzt und wir laufen durch den Ort.
    Mmmh, ein Laden, eigentlich haben wir alles, aber eine Brezel für die Kleine.....
    Autark und so....
    Mit einer Brezel, einer viertel Melone und einem Joghurtglas hocken drei vorm Laden und mampfen glücklich und zufrieden vor sich hin. Packliste und wochenlange Planung ist das eine, leben das andere.
    Weiter geht es aus dem Ort raus, gefühlt im Bogen und im Kreis wieder auf die Alb hoch.
    Am Riedernberg machen wir dann Mittag, die Powerbank wird versucht zu laden, aber aufgrund von Murphy tut sich nix, mal wieder 150g fürn Ars...
    Bissle runter, bissle hoch und weiter auf den Bolberg, gigantische Aussicht die nur von der Wiese und der gigantischen Hütte getoppt werden. Kurze Überlegung ob wir hier bleiben oder nicht. Der Platz ist nicht kindersicher und es ist noch zu früh.
    Pläne werden geschmiedet,  weiter gehts auf das Roßfeld. Runter ins  Kühle Loch am Hirschhäusle vorbei, feststellen das der Wasserfilter auch einen auf Murphy macht und somit trinken die Erwachsene das Bachwasser ungefiltert und der Rest gekauftes Wasser.  Danach  halt wieder hoch auf die Albhochfläche. Mal wieder.
    Ein sehr unschöner Anstieg, steil, Forstautobahn, aber der Zeltplatz auf dem Roßfeld entschädigt für die Strapazen. Für unsere Kleine gibt es reife Kirschen und für uns eine Barfuß begehbare Wiese mit Grillstelle.
    Die kleinen Dinge sind auch was Wert.
    Wir legen eine freilaufende Betonplatte auf die Holzbank und lassen das Abendessen quellen. Nach dem Quellen wird der MYOG WB Stove großzügig gefüllt, nachdem er spuckt und faucht stellen wir fest der er überfüllt war. Zum Glück ist die Platte drunter. Weiter quellen lassen, nochmal überfüllen, nochmal spucken und fauchen, endlich gibt es Reis mit Linsen.
    Schon erstaunlich wie lecker der Reis Pilaf von Alnatura mit Omas Linsentopf von Knorr schmeckt.
    Diesmal dauert das einschlafen auch nur 2h und wir gehen zur gleichen Zeit wie gestern ins Zelt. Unsere Befürchtungen dass es eine schlaflose Nacht wird wegen den jungen Erwachsenen an der Grillstelle nebenan stellen sich als haltlos raus. Die feieren bleifrei, lärmfrei,und spurenfrei.
     
  21. Witzig!
    Dios Mios reagierte auf danobaja in Leichte Thermosflasche gesucht   
    OT: demnäxt werden strafen verhängt für unnütz eingepacktes zeug! ich hab gehört, die mods sollen wohl über einen katalog beraten ... die user dürfen dann anonym abstimmen über die dauer der strafe.
    aber richtiger kaffee fällt dann sicherlich nicht drunter. zu schwere isoflaschen aber ganz sicher!
     
     
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    Dios Mios reagierte auf noodles in Vorstellungsthread   
    Hallo, ich möchte mich vorstellen:
    Ich lebe in McPomm in Greifswald und bin vor allem in D und Europa unterwegs. Der Grad an Abenteuer wächst nicht mit der Entfernung, sondern mit dem, was man macht.
    Mein Habitat als Kind war der Wald und die Ausrüstung bestand in einer Axt und einer Baumarktplane.
    Ursprünglich habe im mich mit dem Thema Bushcrafting beschäftigt. Auf Touren habe ich schon ziemlich bald kapiert, dass Gepäckgewicht und Spaß im reziproken Verhältnis stehen. Jetzt weiss ich: man braucht weder kiloschwere BW-Planen, noch ein großes Messer oder schwere Wanderstiefel.
    Ausrüstung
    Um die entsprechende Ausrüstung zusammenzustellen, bin ich schnell zum DIY und zum shopping in den USA gekommen. Dort habe ich mir über die Jahre ein paar schöne Dinge zugelegt wie z.B.
    Cuben HEX-Tarp von Hammockgear Katabatic Gear Bivy Enlightened Equipment Prodigy Hammocks von Dutchware und Warbonnet Ansonsten bin ich mein Geld bei den Leuten von Cumulus, ExTex und dem trekking-lite-store gut los geworden.

    Vieles ist mehrfach vorhanden (5 Zelte, 8 Schlafsäcke u.Quilts, 10 Matten) damit ich Mitwanderer und Kinder so ausrüsten kann, dass gemeinsame Touren Spaß machen. Wie alle wissen, hängt das gerade bei Einsteigern sehr vom Gewicht und der Funktionsfähigkeit der Ausrüstung ab.
    Hier bei einer Lapplandtour (kungsleden u.a.) hatten die Kinder 4 bzw. 5 kg + Proviant auf dem Rücken. Eine Wanderung von ca. 2 Wochen war damit kein Problem.

    Wichtiges Thema sind meines Erachtens die Schuhe - natürlich leichte Trailrunner. Beim Thema wasserdicht folge ich inzwischen dem Prinzip von Johansson und Clelland: "It's okay to have wet feet"  Überhaupt Nässeschutz: wichtiger als trocken bleiben ist wieder trocken werden.
    Die beste Maßnahme für UL ist immer noch: Zu Hause lassen!
    UL im Alltag:
    hilft beim täglichen "simplifying" des Lebens (Kartenholder mit Gummiband, kleines und leichtes Smartphone, leichte Jacke, leichte Schuhe, kleine Packungen usw.)
    Hängematte
    mein Lieblingsteil ist inzwischen die Hängematte: in der Regel viel bequemer, man hat gerade im Gebirge mehr Stellen zum Schlafen, freie Sicht in die Natur, Mückenschutz und trotzdem frische Luft.
    UL ist auch hier möglich. Mein komplettes HM-Leichtsetup mit Top- und Underquilt, Tarp und HM (Halfwit von Dutch https://dutchwaregear.com/product/half-wit-hammock/) wiegt zusammen: 1850g.
    Bei mehr Liegekomfort und Wetterschutz kommt man auf ungefähr 2400g
    Zu diesem Thema bin ich vor allem auf dem Hängemattenforum unterwegs.
    https://www.haengemattenforum.de/member/320-vonlieven/activities
    Wenn Ihr Hängemattenteile und Zubehör aus den USA braucht, kann ich in Deutschland den neuen Online-Laden von @treegirl empfehlen (http://hammockfairy.com)
    Zur Zeit optimiere ich immer noch die Doppelverwendung als Hängematte und Bodenshelter, wenn mal keine Aufhängmöglichkeiten da sind.
    Das wäre doch mal ein schönes Thema fürs Forum. Die Erfahrunen anderer dazu würde mich sehr interessen.
    MYOG
    Lieblingsthema: Zweitverwendung von Verpackungen (Blech, PE, PET, PVC).
    Wie wahrscheinlich jeder hier habe ich viel Zeit mit dem Erfinden bzw. Nach-Basteln von Spirituskochern verbracht. Fazit: ziemlich egal, was man nimmt, der Windschutz ist wichtiger. Aber: unterwegs sollte man beherrschen: Kocher aus Bierdose mit einfachsten Mitteln (nur Messerchen o.ä.) bauen können und natürlich Nadel, Zahnseide, Panzertape.
    Andere DIY-Projekte haben vor allem mit Isolation zu tun. Z.B. habe ich mir den Cumulus-Comforter nach der Anleitung von @wilbo https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/2049-pimp-my-comforter-cumulus-l500-l430-m400-m350/ umgebaut. Vielen Danke an @wilbo für die Anregung!
    Zusätzlich sind bei mir allerdings noch seitliche Verstärkungen, Linelocks angebracht und Gummibänder vorgesehen, damit ich den nicht nur als Top- sonder auch als Underquilt für die Hängematte nutzen kann.
    Andere Projekte waren verschiedene Ponchos und Rainskirts
     
    Ansonsten habe ich mangels kommerzieller UL-Angebot viel für die Hängematte selber genäht (zB. Gearhammock, diverse Underquilts, Mückennetze, Aufhängung)
    Bücher
    Wahrscheinlich wie die meisten hier habe ich mir die Bücher von Derek Hansen, Mike Clelland, Jorgen Johansson, Andrew Skurka, Don Ladigan, Ray Jardine und Stefan Dapprich zugelegt und oft zu Rate gezogen.
    Zuletzt habe ich die Bücher von Christine Thürmer gelesen. Vor allem das zweite hat mir super gefallen. Gruß und Danke an @German Tourist
    Wanderziele
    Wildnis oder was sich wie Wildnis anfühlt. Gibt es auch bei uns, zB. beim Paddeln. Ansonsten wäre mein Traum ein thruhike auf dem PCT.
    Erwartung ans Forum
    Wenn ich zu Hause freudestrahlend erzähle, dass es mir gelungen ist, durch Zahnpaste in Tablettenform eine 60 g-Tube (klein) einzusparen, greifen sich alle an den Kopf. Nett wäre der Kontakt mit Leuten, die das nicht komplett bescheuert finden. Außerdem hätte ich Interesse an Analogkontakten im Raum Berlin und Nord-Ost.
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    Hey,
    im März (2018) war ich für 2 Wochen im Sarek unterwegs. Eigentlich wollte ich gar keinen Bericht mehr schreiben. Zum einen habe ich schon so vielen Leuten davon erzählt, dass ich langsam müde werde davon zu berichten. Zum anderen habe ich Zweifel, ob das Forum hier eine geeignete Plattform ist, da ich ja gar nicht UL unterwegs war. Am Ende waren es ja rund 12kg base weight, also weit weg von den 8-10kg. (Da spricht auch eine gewisse Resignation, denn ich habe keinen Schimmer, wie ich das base weight noch drücken kann. Selbst wenn ich die Fotoausrüstung, den schweren Kocher und den Kufa-Schlafsack herausrechne, bin ich immer noch 1,5-2kg schwerer als vergleichbare Listen, ohne dass ich erkenne woran es hakt.) Und drittens habe ich das Gefühl, dass diese Tour nicht so viel spannendes zu bieten hat wie die damalige Tour. Da ging es ja auch um viel Selbstzweifel etc., aber diesmal fühlte ich mich gut vorbereitet und routiniert und Winterbilder sind ja irgendwie auch immer gleich.
    Da jedoch immer noch der ein oder andere nach einem Bericht fragt, habe ich mich entschieden doch noch einen zu machen. Außerdem hatte ich mich ja selbst noch letztes Jahr geärgert, dass zwar einige auch im Winter UL auf längeren Touren praktizieren, aber keinen ausführlichen Bericht oder etwas konkretere Erfahrungen zu dem Thema finden konnte. Eher mehr Spekulationen und weniger Erfahrungen aus erster Hand. @milkmonsta und @Dr. Seltsam haben ja bereits freundlicherweise jeweils einen sehr schön zu lesenden Kurzbericht und ein sehr interessantes Ausrüstungsreview bzw. Feedback zu ihrer Ausrüstung abgegeben (KLICK1(ff), KLICK2(ff)). Und ich glaube, dass ein etwas ausführlicherer Bericht eine nette Ergänzung zu den beiden Berichten ist. Zusätzlich motivierend ist, dass ich dadurch meine Bilder verwerten kann und sie nicht auf der Festplatte ungesehen „verstauben“. Das wiederum amortisiert in gewisser weise das Zusatzgewicht der Kamera
    Ich werde das Ganze wieder chronologisch aufziehen und am Ende noch einen kleinen Ausrüstungscheck (was hat sich bewährt, was weniger) machen.
     
    Prolog
    Als ich vor zwei Jahren durch die weiten des Gássaláhko und Guhkesvágge des Sareks wanderte, übermannte es mich und träumte davon hier einmal im Winter umherzuspazieren. Zu Hause angekommen begann ich sofort mich mit dem Thema Wintertouren zu beschäftigen. Ich war Feuer und Flamme, traute mir aber solch eine Tour noch nicht alleine zu. Deshalb wollte ich mich einer kommerziellen Tour durch den Sarek anschließen, zögerte aber wegen dem horrenden Preis die Buchung hinaus. Glücklicherweise ergab sich die Möglichkeit mich jemanden Erfahrenen anzuschließen, der noch eine Tourenbegleitung suchte. Nach gemeinsamen Kartenstudium standen am Ende der Sarek und der Lemmenjoki NP in Finnland zur Auswahl. Ich hatte die Ehre die Entscheidung treffen zu dürfen. Der Sarek war sehr verlockend, aber da ich in diesem Winter erst mit dem Skifahren begann, entschied ich mich für Finnland. Ich hatte nämlich ein wenig Bammel, vor den Abfahrten im Sarek (wo ich aber heute sagen kann, dass die Bedenken unbegründet waren) und irgendwie das Gefühl hatte die Tour durch den Sarek lieber allein erleben zu wollen.
    Die Tour in Finnland war Spitze und ich hatte voll Blut geleckt. Bereits auf der Tour stand für mich fest, dass ich das kommende Jahr den Padjelantaleden laufen werde. Als ich die Tour zu Hause reflektierte und zum Schluss kam, dass sich eine Wintertour kaum von einer Sommertour unterscheidet (außer dass es im Winter natürlich viiiiiiiiiiiiiiiiel schöner ist ), war für mich klar, dass die nächste Tour in den Sarek gehen wird!  
    So sprach ich, so kam es!

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    Dios Mios reagierte auf crestfallen in Fixe Poncho Tarp Idee   
    Hallo,
    ich bin am Sonntag von meiner Harztour zurückgekehrt (125 km in 3,5 Tagen) und kann dabei noch nichts nachteiliges über die fixe Idee berichten. Als Poncho hat das Teil gut funktioniert und auch der Regen in der ersten Nacht war kein Problem. An den Kapuzen kam nichts durch.
    Ich werde im Garten nochmal testen, wie es bei Gewitter mit viel Wind aussieht.
    crestfallen
     


  25. Gefällt mir!
    Ich bin seit 2012 mit Solarpanel unterwegs. Inzwischen nehme ich auch kein Netzteil mehr mit.
    Anfänglich war das Solarpanel eine erzwungene Wahl, weil ich in der kalifornischen High Sierra nicht mit Steckdosen planen konnte, gleichwohl aber mit Sonne rechnen dürfte. Heute nutze ich Solarpanels ab gewisser Tourdauer aus Überzeugung, weil ich das Maß an Freiheit schätze, mich nicht an der Verfügbarkeit von Steckdosen orientieren zu müssen und mich dennoch nicht bei der Benutzung meines Smartphones einschränken zu müssen. So, wie ich Esbit mag, weil man die Brennstofftabletten jederzeit abzählen kann und immer weiß, ob es reichen wird, so erlaubt mir das Solarpanel, (fast) immer zu wissen, dass ich genug Strom haben werde.
    OT: In diesem Thread will ich nicht die Frage diskutieren, ob ein Solarpanel die bessere oder schlechtere Lösung im Vergleich zu einer reinen PowerBank ist. (Das hängt ähnlich wie die Wahl des Kochsystems sehr von Länge der Tour, Wettererwartungen, Energiebedarf etc. ab.)
    Bitte seht also davon ab, hier vorzurechnen, ob und wann eine PowerBank mit Netzteil die bessere Lösung ist. Macht bei Bedarf dafür bitte einen eigenen Faden auf. Danke.
    Mir geht es hier darum, anhand meines eigenen Erfahrungsaufbaus die von mir durchlaufenen Varianten zu zeigen und die Erkenntnisse mit euch zu teilen.
    OT: Disclaimer: Ich habe alle fünf hier vorgestellten Lösungen selbst recherchiert, gekauft, bezahlt, modifiziert, wieder verkauft etc. pp. Kein Hersteller ist auf mich zugekommen oder hat mich mit Rabatten versorgt oder was immer auch jemand noch vermuten könnte.

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