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Ultraleicht Trekking

Mars

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Alle erstellten Inhalte von Mars

  1. Aus UK und Retail? Für die Saison 2023 könnte es sogar klappen. Versuchs mal da, falls es das noch gibt, solche Verzeichnisse werden selten gepflegt: https://www.karrimor.com/regensburg-sd-de-store-1056
  2. Dafür gibts bei Arc'teryx auch die Lefroy, falls sich jemand leicht dezentere Farben wünscht. Kein Mesh innen, keine Reisverschlüsse unten an den Beinen, allerdings 290 Gramm. Ich überlege mir ernsthaft, die Taschen rauszutrennen.....
  3. Theoretisch lassen sich Luftmatten mit dem Bügeleisen neu verschweissen, immer gemäss YT University, wer will schon eine lange Uberlite. Unten X-therm, oben 1.5 Uberlight. Ersetzt dann Zelt und Schlasa. Die mangelnde Belüftung stellt jedoch ein Problem dar, wahrscheinlich müsste man einen Kragen erbauen und den Kopf draussen halten. Keine Ahnung ob die Luftzirkulation in Matten ein Problem ist. Aber man könnte dann ein Tarp in Geschirtuchgrösse verwenden, einfach damit es einem nicht grad in die Fresse regnet.
  4. ES hat wirklich alles, das Meiste ohne Neon. Als Schweizer würde ich Spilag vorschlagen, wenn es der Arbeitgeber bezahlt Arc'teryx.
  5. Grundsätzlich: Weiche Gummimischungen z.B. Vibram Megagrip halten unter Trailrunnern wesentlich besser als harte Gummimischungen. Bei schweren Wanderstiefeln wird der Grip vor allem mechanisch gemacht, d.h. mit sehr stabilen Stollen. Die Gummimischung ist super hart, die Schuhe sehen nach 1000 km aus wie vor fünf Minuten aus dem Laden geholt. Sie bieten Schutz ohne Ende, da die Sohle wie ein Brett gestaltet ist und der Oberschuh das Fussgelenke quasi stilllegt. Leichte Trailrunner können dies nicht bieten, deshalb muss sich die Gummimischung mit dem Untergrund verzahnen, wozu es weiche Gummimischungen braucht. Leider schmelzen aber diese Mischungen wie Butter an der Sonne auf Asphalt. Diese Nachteile werden aber durch die Effizienz mehr als wettgemacht. Trailrunner erlauben mehrere 30 Meilen Tage hintereinander, während Wochen, mit Stiefeln ist dies mässig lustig. Die wenigsten Menschen laufen lange Trails in Stiefeln, auch wenn dadurch vielleicht ein paar hundert Euro gespart werden könnten (es besteht ein hohes Risiko, dieses Geld mit erhöhten Hotelkosten in den Sand zu setzen). Abriebsfeste Trailrunner sind deshalb wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt leider auch kein mir bekanntes Zelt mit Stehhöhe, 10 qm Wohnfläche und 400 Gramm Gewicht, dass Windgeschwindigkeiten bis 200 km/h komfortabel aushält. Es gibt durchaus abriebsfeste Sohlen, z.B. unter den Haix "Special Fighter Pro" Diese Schuhe sind wirklich sehr bequem tagelang zu tragen und für den täglichen Einsatz im Berufsleben bei der Feuerwehr konzipiert. Aber damit wandern? Schuhe mit Sohlen von Continental, Michelin oder Goodyear kommen mir übrigens nicht (mehr) an die Füsse. Grund: Um diese Brands auf den Schuh drucken zu dürfen, werden Lizenzabgaben fällig. Der Schuhhersteller hofft, vom Image der Reifenhersteller zu profitieren. Michelin bastelt z.B. die Reifen für Bugatti zusammen. Schuhhersteller stellen sich vor, der Kunde denke, was bei einem schnittigen Sportwagen hält, mache auch ihn schneller. Jede Wette, diese Lizenzabgaben für die sogenannten "Crossbrandings" sind teurer als bei Vibram. Meiner Meinung nach ist das Gebotene trotzdem erheblich schlechter. Natürlich fehlt das Geld anderswo, kein Schuhhersteller verzichtet auf Marge. Schon vor 20 Jahren haben Ökonomen ausgerechnet, dass existenzsichernde Löhne in der Produktion von Nike Schuhen, den Schuh im Laden um nur 5 $ teurer machen würden. Im Raubtier-Kapitalismus eine ganz schlechte Idee. Wenn Nike eine Möglichkeit sieht, ihre Schuhe um 5 $ teurer zu machen, klingelt es halt lauter in der eigenen Kasse. Dies ist auch bitter nötig, der Herr Lieblingsschwiegersohn Alberto S. muss ja irgendwie bezahlt werden (und seine Anwälte auch).
  6. Big Agnes Tiger Wall 2 Carbon, 35 % Rabatt in der Schweiz bei Galaxus. Wer unbedingt dasselbe Zelt wie Lauren Roerick haben will, kann jetzt 300 CHF sparen. Die Alternative zum Gucci The North Face in leicht.
  7. Aus Sicherheitsgründen hört bei mir der Spass bei rahmenlosen Zelten auf, sorry. Auch suspekt: Ein Zippverschluss der gleichzeitig öffnen und schliessen kann, ich glaub da will mir jemand einen Bären aufbinden...
  8. Instagram. Dort bestätigte Atompacks dies. Vor drei Wochen arbeiteten die eben noch mit Xpac. Ich hatte etwa eine Woche vor ihrer Ankündigung gefragt, ob sie auch das Material wechseln wollen. Darauf erhielt ich keine Antwort (das ist auch logisch so). Dann habe ich auch gefragt, wie das mit dem neuen Material und der Sonne ist. Xpac bleichte an der Sonne relativ schnell (knallige Farben sahen nach ca. 4 Wochen wandern nicht mehr so toll aus wie neu). Tom hat dann gesagt, er lege ein paar Muster auf das Dach und werde in ein paar Wochen eine Rückmeldung abgeben.
  9. Gemäss den Geartester:innen von thetrek soll das an einer Arc'teryx Norvan sogar halten. Mit einer Arc'teryx Norvan auf dem CDT unterwegs ist (hoffentlich immer noch) derzeit Becca. Meine hat ca. 30 Stunden drauf, stinkt ziemlich übel, erträgt aber die Reibung des Rucksacks bemerkenswert gut und ist dicht. Definitiv wesentlich stabiler als das papierähnliche Material von Inov8 für deren Leichtgewichtsdinge. Einen kleinen Konstruktionsfehler hat sich aber sogar Arc'teryx geleistet: Am Abschluss der Ärmel gibt es eine elastische Konstruktion, darauf wurde dann ein Streifen reflektierendes Material appliziert. Wenn der Elastik einmal gedehnt wird, reisst dieser Streifen und macht sich dann halt über kurz oder lang davon. Ist jetzt nicht so schlimm, einigen Freaks wird dies aber kaum passen. Es soll ja Menschen geben, die sich derartige Dinge auch aus ästhetischen Gründen kaufen. Für eine längere Unternehmung würde ich trotzdem nicht auf Goretex setzen, da die Nachteile weiterhin bestehen. Goretex wurde in den 60iger Jahren entwickelt und mensch griff damals sehr tief in den Chemieschrank. Ist trotzdem nur eine Membrane, die sich mit der Zeit zusetzt und schon hat man eine Froggtoggs mit einem nicen Label am Start (und prestigetriefendem Gore-Tex Aufdruck auf dem Ärmel). Ev. könnte mensch ja nun versuchen, an einen Trenchcoat aus Ecopak heranzukommen ? Wirbt nicht mit atmungsaktiv, wäre aber definitiv stabiler als Goretex Folie und wesentlich umweltfreundlicher.
  10. Zu schön, um wahr zu sein? Nächstes Iphone soll Satelliten-Kommunikation eingebaut haben. Endlich könnte man ohne die optisch störenden und abenteuertriefenden orangen Kästchen unterwegs sein (den Mini gibt es auch in Schwarz). Ich denke, Apple wird gleich zu Beginn eine Genios oder Garmin App am Start haben. Natürlich ersetzt dies das Mittragen von Kompass, Papierkarte und Sextant keinesfalls. Auch ein Recco bleibt empfehlenswert. Und natürlich schmälert dies die Redundanz, das Smartphone verliert mensch irgendwie auch schneller, da der Garmin ja häufig am Rucksack befestigt wurde...
  11. Verschiedene Cottage Hersteller haben das Material für ihre Rucksäcke gewechselt. Pa'lante, SWD und Atompacks nutzen neu umweltfreundlichere Materialien. Soll Vorteile in Sachen CO2 (- 50 %) aber auch Abriebsfestigkeit gegenüber DCF bieten. Xpac fällt nun bei SWD und Atompacks weg, Pa'lante hatte das nie benutzt. Atompacks verwendet gar kein Dyneema mehr, die Fertigung ihrer Packliner aus diesem Material haben sie aufgegeben, da DCF immer teurer wurde und das Endprodukt daher "poor value" war. Neu wird Atompacks auch Nähte tappen. Bisher weigerten sie sich, weil sie bezweifelten, dass dies lange halten würde.
  12. Ja ja, wer sagt denn, dass ich mit dem Flugzeug in die USA will. Andere Foristen wollten schon vor(!) Gretas Atlantiküberquerungen mit dem Schiff dahin, genau aus Gründen (ist auch problemlos machbar und nein, nicht auf einem verblödeten Kreuzfahrtskahn sondern auf einem Frachtschiff oder Segler). Auf die paar Tage Zeitbedarf kommt es mir wirklich nicht an) NZ ist ohnehin zu und ich habe eben tatsächlich keine Lust mehrere hundert Meilen auf Strassen zu wandeln. Weder hier noch dort. Immer noch ist es mein Ziel, überhaupt nicht zu fliegen, auch in den USA selber nicht. Und ja, falls Du eine umweltfreundlichere Form des täglichen Lebens kennst, als monatelang zu wandern, immer her damit. Kleiner Tipp am Rande: Es verträgt auch ein DCF Zelt - oder zwei oder sogar drei, verglichen mit der Belastung, die z.B. eine geheizte Wohnung und pendeln zu einem dummen Arbeitsplatz auslöst, wo mensch womöglich irgendwelchen Schrott verkaufen muss oder sonst etwas mässig sinnvolles tut - und wo der Büronachbar so laut telefoniert, dass man ständig aufwacht. Auch Fahrradreifen erzeugen Mikroplastik. Längst ist es möglich, den gesamten AT zu wandern, ohne ein einziges Mal in ein Auto/Truck zu sitzen. Ich verbrauche nicht mal Gas, dass wahrscheinlich die meisten unverständlicherweise nicht aus dem Kompost gezogen haben und dessen Kartuschen nach Verbrauch üblicherweise nicht mal gegessen werden (in den USA = Landfill). Offenbar sollen manche auch Klopapier mitführen, dass sie nicht selber geschöpft haben. Ich schöpfe auch nicht immer selber, nehme aber auch nie welches mit. Im Engadin wurden übrigens erhöhte Fluorwerte in den Gewässern festgestellt, wegen Menschen, die ihre LL-Skier mit fluorhaltigem Wachs behandeln (oh Wunder, das Zeug gelangt in den Schnee und von dort in die Gewässer, wer hätte das gedacht). Mache ich grad auch nicht.
  13. Selbiges hier. Nach wie vor möchte ich zwar so lange wie möglich und so weit wie möglich wandern können. Aber eben: Grenzen müssen offen sein und ich muss in der Lage sein, ein langes Visum zu erhalten. Dies wird momentan gar nicht vergeben. Pro Tipp: PCT besser früher als später starten, wegen Feuer. Ich rechne damit, dass mindestens nächstes Jahr ca. 200 Meilen nicht begehbar sein werden. Der Weg muss nach den Feuern stellenweise quasi neu gebaut oder mindestens signalisiert werden. Bald gibt es in diesem Jahr allenfalls noch die Option Te Araroa oder Florida Trail (beides eher zweite Wahl und momentan ohnehin zu). Ich habe wirklich keine Lust, im Spätherbst durch Europa zu trotten, da nass, kalt und neblig. Mir tun jetzt noch die Füsse weh, nur schon von den IG Bildern, von gewissen Unerschrockenen, die Lowest to Highest in Deutschland gemacht haben. Wenn schon verziehe ich mich ins Engadin und rutsche ein paar Wochen auf den Langlaufskiern herum.
  14. Topo Athletic. Unbedingt vorher ausprobieren (12 h +). Leider habe ich bei der Vielzahl der neuen Modele mittlerweile die Übersicht verloren.
  15. Wer will schon ein normales Tarp? Bedrucktes DCF, ja gerne? Von Hightaildesigns: Ultralight Catenary Curve Tarp. Die Druckfarbe hält jedenfalls gut.
  16. Also hier ein Vorschlag zur Güte. Der SL:PDX der Unternehmung Speedland aus dem schönen Portland im US-Bundesstaat Oregon. Der erste Hyper-Perfomance Laufschuh der Welt (kein Witz). Mit Carbonplatte, Dyneema und Michelin-Sohle. Die Wasserabläufe können bei Bedarf selber geöffnet werden. Allerdings nur einmal. Die Sohle kann ebenfalls selbst angepasst werden. Leider auch nur einmal. Gibt es bislang nur in den USA. Gegen sehr geringe Gebühr. Was kann schon schiefgehen? Gemäss Webseite halten die Schuhe 350 Meilen, das sind ca. 550 km.
  17. Ich. Aber nur damit ich gewisse Symbole übermalen kann. Für gewisse Kleber trage ich ein Keramikmesser mit. Und ich bin sehr tolerant. Offen rassistisches Zeugs, wie gewisse amerikanische Verschwörungstheorien kommt aber weg.
  18. Es ist umstritten. Mountainwildernes klärt ab, ob die Gemeinden überhaupt die Kompetenz haben, dies zu bewilligen (d.h. ob es überhaupt Bundesrecht entspricht).
  19. Meine eigene Wahrnehmung kann kaum als Massstab taugen, da ich mich schon an Sitzbänken, die von irgendeinem Vermögensverwalter gesponsert werden, ziemlich aufrege "Eine Bank zum Ausruhen". Auch die ganzen "Erlebnis-Wege" mit ihren dümmlichen Stationen können mir sehr gerne gestohlen bleiben. Des öfteren erwische ich mich dabei, zu bedauern, dass mein Akku-Schrauber zu Hause geblieben ist. Den Vogel abgeschossen hat nun aber die Graubündner Kantonalbank (Link zu Mountainwilderness). Die Bank hat kurzerhand ein virtuelles Gipfeltagebuch eingerichtet und dazu 150 Metalstelen auf den Gipfeln verteilt. Diese Stelen sind direkt in die Felsen geschraubt. D.h. wenn die Stelen wieder entfernt werden, bleiben Löcher in den Felsen, dadurch dringt Feuchtigkeit ein und schlimmstenfalls sprengt dies den Stein. Die Zürcher Kantonalbank will übrigens zu ihrem Jubiläum eine Seilbahn über den Zürisee errichten. Dies wäre immerhin im städtischen Raum, ist aber ebenfalls ziemlich umstritten.
  20. Topo sind definitiv besser verarbeitet als Altra. Ich denke, grundsätzlich versuchen Menschen, die sich mit Turnschuhen auf eine lange Wanderung begeben, möglichst gut belüftete und trockene Füsse zu haben. D.h. es ist wichtig, dass der Schuh nach einer Gewässerdurchschreitung schnell das Wasser wieder los wird. Ob dies mit dieser Kunstlederbeplankung, wie sie der Decathlon Schuh aufweisst, ebensogut klappt wie mit dem Altra weiss ich auch nicht. Hingegen werden hier Kokosnüsse mit Lauch verglichen. Das die massiveren Schuhe länger halten, als die leichteren, hätte ich dir gleich sagen können, wieso musstest Du da extra diese Schinderei auf dich nehmen ? Die Altras haben zudem Vibram Megagrip. Das ist eine sehr weiche Gummimischung, es gibt nix was auf Steinplatten bis 45 Grad Neigung besser hält. Entsprechend schnell sind sie aber auch verschlissen. Mit Megagrip auf Asphalt unterwegs zu sein, ist eine ziemlich teure Entscheidung. Decathlon hat hier weder das Pulver noch das Rad neu erfunden. Wahrscheinlich würde ich es wenn schon mit diesem Salomon Rip-off versuchen. Wenn das Ziel ist, möglichst umsonst unterwegs zu sein, würde ich einen anderes Ladengeschäft aufsuchen. Tipps zu möglicherweise gesetzlich nicht erlaubtem Vorgehen werden hier gelöscht, also lass ich es bleiben. Unabhängig davon soll es aber Geschäfte geben, für die sich Ladendedektive gar nicht lohnen. Nach zwei Wochen ist die Kollektion bereits veraltet, dann muss der Müll die Qualitätsware schnellstens raus. Wenn sie geklaut wird, umso besser, das Personal verbrät dann weniger Zeit, um sie selber in den Müll zu schmeissen.
  21. Von Mammut gibt es nun "Fast-Hiking" Klamotten u.a. ein T-Shirt mit einem Polartec Material (nicht Alpha). Keine Ahnung ob es etwas taugt, wohl eher nicht und sie haben ihre Webseite wiedermal umgebaut, die Navigation ist super nervig. Theoretisch nicht verkehrt für den UL/LD Bereich, leider übersteigt es aber meine Fähigkeiten, die Dinge auf deren Webseite zu finden. Wer weiss, vielleicht schafft es ja jemand hier, aber ich glaub, die halten sich nach wie vor für Supreme im Outdoor-Bereich und preisen ihre Dinge entsprechend ein. Hier wird eher auf Funktionalität bei geringem Gewicht geachtet, in der Vergangenheit nicht unbedingt die Stärke von Mammut aber ev. haben sie es diesmal geschafft.
  22. In Deutschland nicht, aber hier in der Schweiz gibt es Rotauf und Infrastruktur, um Rohbaumwolle (z.B. BioRe aus Indien) hier zu spinnen und zu weben.
  23. Jura Höhenweg in der Schweiz. Keine Leute, Landschaftlich sehr schön, mit Hund gut zu meistern, auf Schwarzwaldlevel. Wenn Du nicht alles schaffst, lass Teile im Osten aus und starte auf dem Passwang bei Olten im Kanton Solothurn. Keine Bären, kaum Wölfe.
  24. In den USA hab ich mal meine Hiking-Partnerin gefragt, warum viele Herren so aufgeblasen aussehen. Sie sagte wegen viel zu viel Proteine. Sie ist gleich nach ihrem fast JoJo auf dem PCT ins Profilager für Ultraläufe gewechselt. Natürlich darf man die Protein-Zufuhr nicht vernachlässigen (falls doch, merkt man dies schnell z.B. an den Beinen, die Muskeln scheinen zu verdampfen...), es ist nur so, dass sich momentan alle Hersteller gegenseitig mit dem Proteingehalt ihrer Riegel oder Getränke zu übertrumpfen versuchen. Viele Proteine und kein Fett, schon soll man dann aussehen wie Arnold S. zu seinen besten Zeiten. Sage Canaday findet jedenfalls zu viele Muskeln am Oberkörper für Ultraläufe eher hinderlich. Für lange Wanderungen sind solche Proteinbomben allein nur mässig nützlich, es fehlen einfach die Grundkalorien.
  25. Ernährung auf Tour ist ziemlich wichtig. Jüngere Menschen kommen mit Junkfood wie den berüchtigten Schokoriegeln a la Snickers gut über die Runden. Damit schaffen die normalerweise ihre 2000 Meilen langen, mehrmonatigen Tripps. Für ältere Semester ist jedoch sinnvollere Ernährung fast entscheidend. Männer brauchen je nach gewanderter Strecke am Tag bis zu 6000 Kalorien. Diese vorwiegend mit Zucker aufzunehmen ist eine schlechte Idee. Mensch mutet so dem System noch mehr Arbeit zu als ohnehin vorhanden. Kein Wunder beklagen sich manche nach 6 Wochen fix und fertig zu sein. Grundsätzlich ist es schon schwierig genug, Lebensmittel zu finden, die hohe Kalorienzahlen mit wenig Gewicht kombinieren und die von der Textur her einfach aufzunehmen sind. Natürlich sollten die dann zusätzlich nicht mit Chemie vollgepumpt sein dafür mit Vitaminen, Mineralien etc. Schön wäre auch, wenn die Produzenten auf karzinogene Stoffe wie Titandioxid (als Farbstoff) verzichten könnten. Ziel muss es sein, in Dörfern/Trailtowns statt der fetten Pizza oder den grauslichen Burgern einen "frischen" Salat essen zu können und ein paar Smoothies zu schlürfen. Elitär wie ich nun mal bin, möchte ich ein kleines Stück Kuchen mit einer Dessertgabel ästhetisch einwandfrei geniessen, dazu einen Espresso schlürfen, während die Bubble sich irgendwelche Philadelphia Steaks rein drückt, begleitet von Fritten aus der Mikrowelle . Weniger abgebrühten dürfte dies auch ohne Überhopfung schneller wieder hochkommen als zunächst gedacht. Zumindest in den USA löst Restaurant-Nahrung bei mir auch immer heftiges Heimweh aus. Grund: Es schmeckt nach nichts, aber Cola schon mal nach Chlor, da mit Leitungswasser angerührt. Sogenannte Sportnahrung wie Powerbar etc. ist leider auch nur mässig nützlich. Selbst die "Endurance" Mischungen sind auf einmalige Anstrengungen ausgelegt z.B. Triathlon. Sogar Profis sagen, dass sie dieses Zeug nur während Wettkämpfen fressen (und danach zwei Nächte lang unruhig schlafen, da zu viel Koffein). All jene lustigen Cliff Bars kann zumindest ich nicht länger als zwei Tage am Stück essen. Wenn die Dinge in der Nacht kalt haben, ist die Textur danach auch mit Schuhsolen vergleichbar. Gegenwärtig orientiere ich mich durch die "functional food" Szene und experimentiere z.B. mit Nu3. Die packen natürlich auch massiv Proteine in fast alle ihre Produkte, offenbar wollen viele Menschen immer noch aussehen, als seien sie von Herrn Breker modelliert worden . Wenigstens hält dies den Geldbeutel schlank.
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