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Ultraleicht Trekking

Meer Berge

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  1. Wenn du in Hendaye startest, geht es erst durchs Baskenland. Hier kann es auch im Hochsommer länger windig, kalt und nass sein. Für Nebel ist die Gegend berühmt. Ich hatte z.T. sehr heftige Gewitter mit Starkregen und Stürmen. Ich hatte ein Zelt dabei und war froh, reichlich zusätzliche Abspannleinen anbringen zu können. Mücken (und Zecken) hatte ich ab und zu. Dann einfach weiterzugehen ist eine nette Idee. Aber die Biester kommen ja gerne gerade dann, wenn man sich abends häuslich eingerichtet hat, beim Essen sitzt und es bald dunkel wird... Dann möchte ich nicht mehr umziehen müssen. Es reicht ja nicht, 200m weiter zu gehen. Über mein viecherdichtes Zeltnetz war ich schon froh. Ich spare aber auch nicht um jeden Preis noch ein paar Gramm ein. Auf dem GR10 wirst du täglich Unterkünfte finden. Wenn du also absehbar ganz übles Wetter hast, kannst du evtl. auch ein Bett buchen. Viel Spaß auf der Tour, hoffentlich klappts!
  2. Genauso sehe ich das auch. Meine erste Trekkingtour, Kungsleden Mitte der 90er, hab ich mit 27kg begonnen, mehr als die Hälfte meines Eigengewichtes. Und die Tour hat mir Spaß gemacht! Bis auf aufgescheuerte Hüften hatte ich keine Probleme. Dennoch habe ich aus dieser Tour viel gelernt, was ich brauche und was nicht. Die folgenden Touren starteten mit ~18kg + Essen, meist für autarke 14-18 Tage, insgesamt also "nur" noch ~23-25kg. Schon besser. Die "leeren" 18kg am Ende waren wie fliegen. Weglassen ging nicht mehr viel. Leichter ging also nur durch Neukauf. Der Rucksack alleine wog schon 3,5 kg, das Zelt auch noch einmal. Der warme Kufa-Schlafsack ebenfalls. Der Trangia-Kocher ... Tief in die Tasche gegriffen habe ich dann erst vor bald 3 Jahren, als ich meine erste richtig lange Tour plante: 800km durch die Pyrenäen, HRP. Nicht unschuldig war das Internet mit all den Tourenbeschreibungen und den neuen Equipment-Möglichkeiten. So bin ich quasi mit einem Schlag auf ~7,5kg gekommen (+1,5kg Kamera, muss), dazu weiterhin Essen für 10-14 Tage. Max. 15kg zu Beginn. Schon ein großer Unterschied! Wenn auch kein UL in manchem Sinne. Ich möchte meine Touren jedoch genießen und nicht nur überleben. Ich kann aber nicht sagen, dass ich jetzt "näher an der Natur" bin, mir das Wandern mehr Spaß macht oder so. Es ist einfach bequemer geworden. Ich wäre aber auch mit über 20kg weiterhin mit viel Freude gewandert.
  3. Das finde ich nicht. Die HRP verläuft ebenfalls überwiegend auf Pfaden, z.T. sogar auf denen des GR11, an den Enden auch auf dem GR10. Man kann stundenlang laufen, ohne nur einmal auf die Karten schauen zu müssen. An Kreuzungspunkten muss man sich allerdings selbst orientieren, denn ausgeschildert als HRP ist der Weg nicht. Ich habe aber wirklich nur relativ wenig nach der Route suchen müssen. Ein GPS-Track ist aber besonders bei unsichtigem Wetter von großem Wert! Dagegen habe ich auf der HRP eine große 1:100.000 Übersichtskarte dabei gehabt, die hilfreich ist, wenn man seine Route spontan umplanen will, z.B. wegen verschneiter/vereister Pässe. Insgesamt fand ich die HRP navigatorisch nicht besonders anspruchsvoll, aber orientieren muss man sich selbst, eine Ausschilderung gibt es nicht.
  4. Natürlich ist Vollformat kein UL. Lebensnotwendig ist eine Kamera als Ausrüstung ganz sicher nicht. Aber will ich UL oder will ich eine tolle Tour machen? Zu einer tollen Tour gehört für mich das Fotografieren auf jeden Fall mit dazu, und dabei reicht mir das Handy nicht. Die 1,5 kg Kamera muss mit! Mit dem Clip für den Schultergurt kann ich mich jedoch nicht anfreunden. Er stört mich am Oberarm beim Laufen. Und er zieht mit dem Kameragewicht einseitig den Träger nach unten auf die Schulter, was ich nicht mag. Das Gewicht des Rucksacks gehört bei mir weiterhin auf den Hüftgurt (mit Essen für 10-15 Tage wiegt er auch schon ein bisschen). Ich stecke seit vielen Jahren die Kamera einfach von oben her in den Brustgurt, wo sie mich selten stört. Nur beim Bücken muss ich ein wenig aufpassen, dass sie nicht nach oben herausfällt. Ohne Kamera schließe ich den Brustgurt sonst nie.
  5. Ich bin 2018 die HRP gelaufen, im Sommer vom Atlantik bis Andorra, im Herbst von dort bis runter ans Mittelmeer. Bericht zu finden HIER. Vom GR10 habe ich gehört, dass er sehr viel Straße und meist eher auf halber Höhe verläuft. Ob man das in der Sommerhitze mag, muss man selber wissen. Unterschätzen sollte man den Weg nicht, er steigt wohl sehr viel rauf und runter und macht von allen 3 Wegen wohl die meisten Höhenmeter. Vorteil oder Nachteil, je nach dem, ob man´s mag: Man kann jeden Tag in einer Unterkunft übernachten und Verpflegung einkaufen. Vom Weg her ist der GR10 nicht anspruchsvoll. Die HRP gibt es eigentlich nicht. Die Idee ist, von einem Meer zum anderen zu kommen und sich dabei so hoch wie möglich zuhalten, am Hauptkamm entlang zu laufen. Wildzelten ist hier gar kein Problem und wunderschön! Man kann aber auch von Hütte zu Hütte gehen, meistens zumindest, was aber natürlich mehr an einen genauen Plan bindet. Für mich ist gerade das Zelten an einsamen Bergseen oder Bächen das Schönste auf der Tour. Es geht aber auch schon mal ein wenig gebirgig zu und Schneefelder sind wohl nicht ganz zu vermeiden. Grödeln sollte man im Gepäck haben, Eispickel ist je nach Jahreszeit nicht verkehrt. Man kann aber die wildesten Stellen (auf Umwegen) umgehen und die Tour, wie sie im Wanderführer steht, für sich entschärfen. Gut planen muss man die Versorgung, wenn man nicht auf Hütten übernachten und essen will, denn man kommt nur recht selten durch Dörfer und deren Angebot ist recht beschränkt. Ich habe jeweils für 10-12 Tage Essen getragen. Wasser fließt überall genug. Der GR11 liegt wohl von den Anforderungen und dem Erlebnis irgendwo dazwischen. Wenn man nicht einem der Pfade folgen möchte, kann man sich wunderbar eigene Routen zusammenbasteln, was ich im letzten Jahr gemacht habe.
  6. Da muss man wohl Prioritäten setzen: Was ist dir wichtiger: UL oder mit deinem Partner unterwegs zu sein? Wenn es ihm keinen Spaß macht, kommt er nicht wieder mit. Seine Matte trägt er selbst. Wenn das Zelt 500g mehr wiegt, trägst du max. 250g davon mehr. Ist dir das die Tour mit deinem Partner wert? Vielleicht könnt ihr euch ein Einwandzelt mal für ein Wochenende ausleihen? Dass man da mehr mit Kondens in Kontakt kommt, kann ich nicht leugnen. Man kann aber damit umgehen. Kommt auch drauf an, in welchen Gefilden ihr unterwegs sein wollt, Schwarzwald, Spanien oder Island? Ich bin seit 2 Jahren mit einem Einwand-Zelt unterwegs, das mit Stöcken aufgestellt wird. Ja, Kondens ist unter bestimmten Umständen nicht zu leugnen, kann aber abgewischt werden. Beide Zelte stehen aber mit Stöcken im Wind sehr gut, hier sehe ich kein Problem. Aber wenn dein Partner groß und kräftig ist, könnte es ihn durchaus stören, dass die Stöcke genau mitten im Eingang stehen und dadurch das Ein- und Aussteigen behindern. Mich mit meinen 1,57m stört das nicht, einen Freund von mir mit seinen geschätzen 185 und entsprechender Breite nervt das viel mehr. Das muss man ausprobieren. Die Größe und die Eingänge könnt ihr ja sogar schon im Laden testen. Einwand- und Stock-Zelte haben zudem ziemlich unterschiedliche Formen und Geometrien. Vielleicht gibt es eines, das passt. Ausprobieren sollte man z.B. Längs- und Querschläfer. Und zu zweit solltet ihr unbedingt 2 Apsiden und Eingänge nehmen, gerade, wenn mindestens einer so groß ist. Sonst kann das Übereinanderklettern und noch über das Gerödel im Vorraum samt (laufendem) Kocher extrem nerven. Letztendlich kommt es euch doch auf schöne gemeinsame Touren an, oder? Da müsst ihr wohl beide ein wenig kompromissbereit sein. Wenn er sich nicht wohlfühlt, habt ihr beide nichts davon. Da sind ein paar Gramm vernachlässigbar. Sonst brauchst du einen anderen Partner.
  7. Die ersten 1000 km hätte ich jetzt schon gehabt, wenn nicht ... ihr wisst schon. So sind es erst ~700km, auf dem South West Coast Path. Es gibt auch einige Briten, die schon um die gesamte Insel gelaufen sind, sollen dann so um die 10.000km sein. Das ist allerdings nicht durchgängig ausgeschildert. Zeltplätze wären gut, wenn damit nicht nur die Campingplätze gemeint sind. Wildzelten ist bisher eigentlich nicht erlaubt. Bisher sehr schöne Tour. Aber ob mir 5000km immer an der Küste lang nicht auf die Dauer langweilig würden ... ?
  8. Die 5g spare ich mir - ich stecke meine Kamera einfach direkt "kopfüber" in den Brustgurt, also wie du mit dem Objektiv nach unten. (Nikon D7100 mit Nikkor 18-105) Trotzdem hübsch!
  9. Ich meine in der Schweiz darf man wild zelten. Evtl. ab einer bestimmten Höhe oder Entfernung von Siedlungen oder so. Musst du dich mal erkundigen. Schweiz ist ja sonst (für mich) unerschwinglich, aber wenn man wild zelten darf, sieht das schon anders aus. In der Schweiz darfst du auch jetzt schon wieder wandern oder radfahren. Evtl. nur als Schweizer. Ein Freund wohnt in Genf und ist jetzt wieder unterwegs.
  10. Für Slowenien weiß ich, dass wildes Zelten im Nationalpark Julische Alpen verboten ist. Und das ist vermutlich die Region, in die du gerne wandern möchtest. Ist ja auch superschön. Hier gibt es relativ viele Hütten, relativ viele Steine und relativ wenig Wasser, was auch ein versucht verstecktes Wildzelten sehr schwierig machen würde.
  11. HRP - Haute Route Pyrenees Vom Atlantik bis zum Mittelmee 800-900 km. Natürlich sind Abschnitte machbar. Aber nur im Sommerhalbjahr. Keine ausgeschilderte Route, aber Pfade. Man kann sich die Tour gut selbst zusammenstellen. Wie viele Hütten man dabei touchiert, bleibt jedem selbst überlassen. Auf der HRP so ~1 pro Tag. Sie sind bewirtschaftet, aber es sind nicht viele Leute unterwegs. Wild zelten ist bis auf wenige Teile in Nationalparks erlaubt. Zivilisation kannst du für die komplette Tour vermeiden, wobei du alle 10 Tage wahrscheinlich mal Lebensmittel aufstocken wollen wirst. Das ist schon schwierig genug. Gletscher braucht man nicht überqueren, aber das eine oder andere Schneefeld kann man kaum vermeiden. Kletterausrüstung braucht man nicht. Je nach Jahreszeit können Grödeln (evtl. Eispickel) ganz nützlich sein. Sonst plant man ein wenig um und umgeht die Passagen. Oft trifft man tagelang kaum Leute. Zecken habe ich keine einzige getroffen. An-/Abreise geht prima mit der Bahn.
  12. Superschöne Bilder! Und sicher stecken tolle Erlebnisse dahinter! Ich plane auch gerade so einige Touren, die ich dann mal machen will, wenn´s wieder geht ...
  13. Ich habe mal eine Weile als "Integrationshelfer" in einer japanischen Firma in D gearbeitet. Das Essen mit Messer und Gabel war wirklich nicht so einfach. Wir haben viel gelacht. Auch, wenn sie mir die Feinheiten mit den Stäbchen näherbrachten ... Ein Würstchen oder Pommes - ja. Aber im Senegal hatte ich anfangs doch meine Mühe satt zu werden. Ich saß mit der Familie um die große Platte am Boden und staunte, wie sie es schafften, Reis, Fischstückchen, Gemüse und Soße mit einer Hand so zu verkneten, dass sich die Platte schnell leerte und der Magen füllte. Bei mir landete die Hälfte irgendwo auf halber Strecke, ich hatte die ganze Hand verkleistert, während sie nur die Fingerspitzen ablecken mussten. Wieder hatten wir viel Spaß und ich einiges zu lernen.
  14. Meer Berge

    Nur ein Setup...

    Bei den Töpfen scheint mir die Wahl am einfachsten: Ich würde auch den 600er behalten, den magst du. Bei den Zelten wird es schon schwieriger. Das Contrail würde ich behalten, wenn es egal ist, ob es selbststehend ist, und wenn du mit Stöcken unterwegs bis. Wie du sagst: Es ist leicht, hat viel Platz für Kram, vorne gute Sitzhöhe (finde ich), ist sommers wie winters einsetzbar (ich bin auch schon eingeschneit damit), ist prima windstabil (ich habe ein paar zusätzliche Abspanner für mehr Wetter dran), einigermaßen gut belüftet und auch auf Campingplätzen hinreichend blickdicht. Wenn du jedoch dann in Häusern schläfst, weil dir dieses Zelt zu unbequem ist, dann behalte das bequemste Zelt. Es nützt dir nichts, wenn es leichter ist, du es aber nicht gerne benutzt. Beim Kocher kommt es drauf an, WO du reisen willst. Wenn du da Gas bekommst, würde ich Gas nehmen. Bei manchen Dingen kann es durchaus Sinn machen, 2 Dinge zur Auswahl zu haben, wenn ihr Einsatzgebiet grundlegend unterschiedlich ist, z.B. ein Zelt für Sommertouren/Schönwettertouren, eines für Wintertouren/Nass-Kalt-Wind-Wettertouren - mit den jeweiligen Anforderungen.
  15. Gestern war ich noch knapp südlich der Elbe in den Harburger Bergen. 1/2 Std. von mir aus per Auto. Ich habe in 5 Stunden kaum 5 Leute getroffen. Heute darf ich das nicht mehr, weil S-H (wo ich wohne) wie auch Niedersachsen (HarBerge) die Grenzen für Tourismus geschlossen haben - einschließlich Tagestouren. Damit fällt auch meine 10-Tage-Wendlandtour durch die Wälder und Elbhöhen, autark, mit 1-Personen-Quarantäne-Zelt weg. Das war Plan B, nachdem England ja gerade nicht so angesagt ist. Ich weiß nicht, wie lange das gutgeht, Leute dermaßen "einzusperren" und einzuschränken. Für absehbare 1-2 Wochen kann man das mal akzeptieren, aber wenn das jetzt über viele Wochen gehen soll, wird das niemand mehr einhalten, weil es niemand mehr aushält. Ich habe immerhin noch ein kleines Wäldchen hinter dem Haus, wo ich die immer (mehr oder weniger) gleiche Runde laufen kann...
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