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Ultraleicht Trekking

Basti

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Alle erstellten Inhalte von Basti

  1. Wir haben hier sieben Paar Lunas rumstehen. Gerochen haben die noch nie. Auch im Bekanntenkreis gab es da nix dergleichen. Wo hast Du die denn her? Direkt bei Luna Deutschland? Dann kannst Du denen entweder eine Mail deswegen schreiben oder mal in der Facebookgruppe (Lunas in freier Wildbahn) nachfragen. (Falls Du FB nutzt.)
  2. Basti

    Irland im Juni

    Erstmal was zum Transport: Mit dem Bus kommt man in Irland eigentlich überall hin. Ist relativ preisgünstig und die Verbindungen auch kurzfristig nutzbar und schnell. Wicklow Way ist ganz nett, hatte aber für meinen Geschmack viel zu viel Asphalt. Die Abschnitte ohne waren dafür Landschaftlich recht schön. Interessanter ist da auf jeden Fall der Kerry Way. Auch hier gibt es natürlich zwischendurch Asphalt, aber imho zu einem "normalen" Maß. Wildcampen ist hier jedoch recht schwierig, da man entweder über Weiden geht (die wahlweise komplett durchweicht, buckelig und/ oder grade "bewohnt" werden) oder Zäune bis komplett an die Straßen heranreichen, dass man sich noch nichtmal in einen Straßengraben legen könnte. Auch muss man damit rechnen, dass die Orte zwar sehr hübsch sind, jedoch durch die Ringstrasse auch stark touristisch frequentiert werden. Das kann dann schonmal zu einem Kulturschock führen. Alternativ empfehle ich die gleich neben Kerry gelegene Dingle-Halbinsel. Der Dingleway hat zwar insbesondere anfangs auch einiges an Asphalt, ist aber deutlich weniger touristisch entschlossen wie Kerry. Die Orte sind ursprünglicher und die Ausblicke (Atlantik!!!) nochmal um einiges beeindruckender. Übernachtungsmöglichkeiten hatten wir hier auch einfacher gefunden. Weniger erschlossen bedeutet. Aber auch: keine tägliche Möglichkeit zu shoppen und nicht jeden Abend in den Pub. Die Pubs in Dingle sind dafür aber auch noch die "richtigen"! Hier sitzt man dann schonmal abends neben zwei Seeläuten und der 80 jährigen Wirtin unter der einzigen Lampe am Tresen (die anderen sind aus um Strom zu sparen) und versucht irgendwas von dem Gälisch zu verstehen, was da gesprochen wird.
  3. Auf der Kickstarterseite steht eigentlich ganz klar, dass das Leder von einer speziellen Antilopenart stammt. Die Sandalen sind auch nur begrenzt verfügbar.
  4. Da hat Carabus die Frage schon beantwortet. Bin darauf aufmerksam geworden, als ich vor ca. 2 Jahren selber nach veganen Schuhen gesucht habe. Die Hersteller die damit transparent umgegangen sind gaben an, dass vor allem im Sohlenaufbau Klebstoffe mit tierischen Bestandteilen enthalten währen, man aber an Alternativen arbeiten würde. Im traditionellen Schusterhandwerk wird immer noch vorwiegend Knochenleim im Bereich der Sohlen eingesetzt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es da auch "modernere" Klebstoff-Versionen gibt, die zwar noch tierische Bestandteile enthalten, aber einfacher zu verarbeiten sind. Mittlerweile sind zumindest die großen Hersteller in diesem Punkt insofern transparenter, als das sich vegane Schuhe (mal unabhängig von evtl. Giftstoffen oder Arbeitsbedingungen) einfach gut vermarkten lassen.
  5. Nicht unbedingt. Zumindest bis vor kurzem (nach meinem Wissen zumindest noch bis vor ca. 2 Jahren!) enthielten viele Klebstoffe bei Schuhen tierische Bestandteile. Muss dazu nicht unbedingt der altbekannte Knochenleim sein. Aufgrund der niedrigen Preise der "Produkte" in der modernen Tierzucht sind insbesondere die Abfallprodukte oft eine günstigere Alternative zu sonst verwendeten synthetischen Substanzen. Allerdings sind zumindest bei den meisten großen Marken die Schuhe in der Tat vegan, da sie so auch einem breiteren Markt zugänglich sind. (Gerade in Läufer/ Trailrunning Kreisen gibt es viele mit speziellen Ernährung- und Lebenseinstellungen) Bei günstigen/ no name Herstellern würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen ein veganes Produkt vor mir zu haben, wenn es nicht als solches klassifiziert ist und man selber Wert darauf legt.
  6. Meines Wissens hatte@tereglu das Teil mal genäht. Ist aber schon Jahre her. Hatte er damals beim allerersten Forumstreffen vorgestellt.
  7. Basti

    TT Squall 2

    Hat der immer noch. Hauptkritikpunkt beim Squall 2 war auch für mich der Gestängebogen und die Querstange beim Eingang. Beide greifen auf Gestängeelemente zurück, die mir etwas zu lang und damit zu sperrig beim Verpacken sind. Das Gestängeelement über dem Eingang ist auch eine Fummelei das Rein- und Rauszunehmen. D.h. in der Praxis lässt man das eher drin. Das sorgt dafür, dass man immer das Gestängeelement mit dem Rest vom Zelt verpacken muss und nicht das Zelt z.B. einfach irgendwo reinstopfen kann. Ich trage halt ungern das Zelt in einer Außentasche sondern packe es lieber in den Rucksack. Anderer Kritikpunkt beim Squall 2 sind die recht langen Seiten bzw. Decke ohne wirkliche Abspannmöglichkeiten. Bisher zwar noch nie ernsthaftere Probleme deswegen gehabt, aber für windige Gegenden packen wir daher lieber immer das ShangriLa2 ein.
  8. Wurde zwar zum Teil schonmal gesagt aber nochmal verdeutlicht: Die Masse des hier als direktes Lebensmittel verkauften Sojas stammt aus Europa, mit Schwerpunkt Deutschland und Österreich. Das "billige" bzw. importierte Soja wird fast ausschließlich in der Tiermast und zu deutlich kleineren Teilen in Fertiggerichten verarbeitet. Die gesundheitlichen Bedenken bzgl. Soja konnten meines Wissens nie in einer entsprechenden Studie belegt werden. Die Infos, dass Soja z.B. Auswirkungen auf den Hormonhaushalt hat, stammen aus einer älteren Studie, in der lediglich nachgewiesen wurde, das Soja Stoffe enthält, die darauf wirken könnten. Ein direkter Nachweis, das der Konsum von Sojaprodukten Einfluss auf den Hormonhaushalt nimmt konnte bisher jedoch nie erbracht werden. Dies liegt wohl teils an der relativ geringen Konzentration dieser Stoffe und daran, ob und wie diese überhaupt vom Körper aufgenommen werden.
  9. Basti

    Schnäppchen

    Hab dieses China-Dingens jetzt schon ein paar Jahre! im Dauereinsatz. Funzt bei mir so gut, dass sich nach kurzer Zeit meine Frau auch eins für ihren Schlüssel gewünscht hat und wir ihrem Vater eins als kleines Gimmick zum Geburtstag besorg haben. Pinzette funktioniert recht gut (ist aber anfangs etwas ungewohnt vom Handling her). Die Klinge tut auch klaglos ihren Dienst, wenn mal ein Paket geöffnet oder ein Stück Schnur gekappt werden muss. Und als Nichtraucher ist auch der Flaschenöffner mitunter ganz praktisch...
  10. Muss nicht unbedingt eine ältere Version sein um leichter zu sein. Die Matte meiner Frau ist eine Generation älter wie meine und schwerer. In der Matten-Generation nach meiner haben sie dann aber wohl wieder etwas. Gewicht draufgepackt. Die Matte meiner Frau (ProLite 3 short woman) in orange wiegt 340g. Das Außenmaterial wirkt noch recht glatt/ weich und fühlt sich sehr Stoff-ähnlich an. Meine Matte, eine Prolite short ist rot und kommt auf 306g. Das Außenmaterial ist rauher/ noppiger und hat eher so einen Kunststofftouch. Neben dem Material unterscheidet sich vor allem der Schnitt. Das Kopfende der orangenen Matte ist noch nahezu rechteckig. Das Kopfende meiner roten Matte ist durch die stark abgerundeten Ecken selber schon fast rund.
  11. Das Gewicht der Prolite schwankt von Jahr zu Jahr. Teilweise wurde anderer Schaumstoff benutzt, teils wurde das Außenmaterial angepasst und teils auch der Schnitt minimal abgeändert (z.B. Eher kantige Ecken gegenüber stärker abgerundeten Ecken). So kommt es z.B., dass meine Prolite short sogar weniger wiegt wie die Damenvariante der Prolite short meiner Frau.
  12. Schieb erstmal noch ein paar reine Barfußläufe ein um noch sauberer zu landen. Das Verrutschen gibt sich aber auch je mehr Du die Schlappen eingelaufen hast. Die formen sich nach einer Weile komplett um den Fuß, so dass es quasi eine Art Fußbett ergibt.
  13. Nur mal so als Überlegung: Muss das unbedingt ein einziges Gerät sein? Bei Touren, wo ich plane mehr frisch zu kochen und eine etwas längere Klinge praktisch ist, packe ich einfach eine Kombination ein. In meinem Fall ein Victorinox Classic (Schere, Pinzette, kleine Klinge) plus ein Sardisches Hritenmesser (lange Klinge). Pinzette und Schere von der Swisscard gibt es ja auch einzeln. Dazu dann noch die größere Variante vom Gerber LST (keine Ahnung wie die genau heißt). Je nachdem was Du für 'ne Zange "brauchst" reicht evtl. auch was leichtes aus dem Feinmechanikerbedarf. (Wobei sich mir der Sinn einer Zange im Zusammenhang mit diesem Forum auch nicht so wirklich erschließt) Ahle/ Nähale? Frage ich mich auch wozu. Die meisten UL Sachen lassen sich auch mit einem normalen Nadelset flicken. Ansonsten gibt's auch Lederahlen in allen Größen einzeln.
  14. Naja, wie gesagt nutzt Glen diesen Beutel schon was länger. Hatte auch schon mal in einem seiner Tourenberichte kurz darüber geschrieben. Wenn ich mich nicht komplett irre war da auch schon angedacht, dieses Teil irgendwann über GG zu vertreiben. Scheint ja jetzt so als währe es soweit. Aber selbst wenn sich die Vermarktung über GG davon hinterher als Aprilscherz rausstellen sollte, ändert das ja nichts an der Tatsache, das diese Idee bereits in der Praxis genutzt wird. Ist für den, der es mag zumindest eine MYOG-Anregung.
  15. Wenn man sich am 1. April ein Synonym wie A.Pr.III aussucht und meint damit ganz clever zu sein und einen vermeintlichen Aprilscherz zu teilen muss ich leider enttäuschen. Den Crotch Pot hatte Glen schon vor gut einem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt, nachdem er bereits schon länger an der Idee getüftelt hat. Der Crotch Pot ist, auch wenn es in der Tat so erscheinen mag, KEIN Aprilscherz. Ob es das Produkt jedoch wirklich so bei GG zu kaufen geben wird kann ich auch nicht sagen. Das könnte natürlich mit einem Augenzwinkern gemacht worden sein.
  16. P.s. Hier kommen noch ein paar Bilder. Grober Schotter auf einem Downhill: Bissl Matsch: Rumblödeln auf dem Trail: Beim Bouldern: Going the full monkey!
  17. Jep Venados sind eher was für Asphalt. Funktionieren zwar auch in einfachem/ trockenen Gelände. Wenn man die dauerhaft auf Geröll einsetzen braucht es aber schon sehr gut trainierte Füße. Die Venados mag ich aber ansonsten sehr gerne. Ein Großteil meiner Trailruns findet in Venados statt. Nur sobald es wirklich matschig ist, ein längerer Lauf im Gelände ansteht oder ich auf Tour bin greife ich auf die Leadville Pacer zurück.
  18. Zumindest bei eingelaufenen Lunas hatte ich selber bisher nie große Probleme mit dem Seitenhalt. War allerdings auch eine ordentliche Lernkurve damit verbunden. Bei der Größe bloß nicht den Fehler machen und die Dinger zu groß kaufen. Mittlerweile schneide ich mir die Sandalen sogar vorne genau auf Zehenlänge runter. Mit einer überstehenden Sohle ist das Risiko damit irgendwo hängen zu bleiben einfach zu groß. Irgendwo gegen zu stoßen ist nach meiner Erfahrung eine unbegründete Angst. Ähnlich wie die Angst mit Trailrunnern umzuknicken, weil der Knöchelschutz fehlt. Mit Huaraches hat man in der Regel ein so gutes Feedback, dass auch die Propriezeption zuverlässig funktioniert und man eventuelle Stolperer wirksam minimiert. Wurden ja mittlerweile auch etliche Thruhikes in Huaraches erfolgreich durchgeführt. Ist also auch hier mehr Kopfsache und 'ne Frage der Erfahrung mit solchen Schluppen. Dann kann man damit auch anspruchsvolleres Gelände angehen. Ich guck mal ob ich noch ein paar passende Bilder dazu finde.
  19. @nats Wenn dir die Luna Leadville zu weich ist: Luna Origen! Mit traditioneller Schnürung (egal welcher Hersteller) bin ich im Gelände auch nie so gut zurecht gekommen. Mit der ATS Schnürung hatte ich jetzt nicht so die Probleme. Beim Queren eines Hanges muss man zugegeben allerdings rumexperimentieren bis man da eine gute Technik raus hat.
  20. Es gibt ja nicht DIE Luna. Die haben ja einige Modelle im Programm. Die Venado ist grundsätzlich die mit der dünnsten Sohle. Nicht so dünn wie Xeros etc. aber dünn genug um noch kleine Steine durch zu spüren. Die Sohle ist anfangs recht steif und komprimiert/ dämpft kaum. Allerdings hat sie auch den wenigsten Grip durch fehlendes Profil. Für trockene Trails und Waldwege reicht sie mir aber vollkommen. Die Mono ist so ein Universalteil. Anfangs hat sie eine dickere aber auch weichere Sohle mit spürbarer Dämpfung. Sie komprimiert aber recht flott, was schnell dazu führt, dass sich die Sandale sehr gut an die Fußform anpasst. Man spürt nicht jede Kleinigkeit durch, dafür liefert die Sohle auch gute Protektion die selbst bei steinigen Pfaden guten Schutz liefert. Die Sohle hat für die meisten Trails einen ausreichend guten Grip. Lediglich in feuchtem Schlamm wirds rutschig. Die Sole ist zudem auch auf Asphalt schön langlebig was den Anschaffungspreis relativiert. Für Einsteiger liefert sie imho genug Feedback bei gleichzeitig hohem Tragekomfort. War lange Zeit mein Favourit weil sie sicht echt gut an den Fuß anpasst und unglaublich vielseitig einsetzbar ist. Pyrenaen mit den Luna Monos: Die Leadville ist eher eine Trailsandale. Trotz der Solendicke hat sie weniger Dämpfung wie die Mono aufgrund einer härteren Gummimischung. Dadurch passt sie sich auch nicht so schnell der Fußform an wie die Mono. Man braucht also etwas mehr Zeit um sie einzulaufen. Der Grip ist aber dank des Profils und der anderen Gummimischung der Laufsohle deutlich besser. Anspruchsvolle Trailläufe und sogar leichte Klettereinlagen sind damit eigentlich kein Problem. Man spürt nicht jeden kleinen Stein durch, erhält aber genug Feedback für einen sauberen Barfußlaufstil. Mit der Luna Leadville Pacer (die dünnere Version der Leadville) in Irland: Gibt dann noch die Oso. Praktische Erfahrung hab ich keine mit der. Der Grip der Sohle soll aber sehr gut sein. Die Dämpfung der Sohle muss vergleichbar sein wie die der Mono. Insgesamt ist sie aber wohl steifer und schwerer wie die anderen drei genannten Basismodelle. In meinen Augen eher eine "normale" Sandale. Alle anderen Modelle von Luna sind mehr oder weniger Kombinationen aus den Laufsohlen und den Zwischensohlen der genannten Modelle. Die Luna-Origen fällt etwas aus dem Reihe. Als Laufsohle nutzt sie als einzige Luna recylete Reifen. Damit ist sie wohl recht schwer und steif aber auch unglaublich langlebig. Zudem hat sie damit natürlich den traditionellen Huarache Charme.
  21. Ich bin mittlerweile seit ein paar Jahren ausschließlich mit Minimalschuhen und Huaraches unterwegs. Der Umstieg auf's Laufen war dabei noch das Einfachere. Gehen, bzw. Wandern erforderte tatsächlich noch eine längere Zeit der Umstellung. Das Problem beim Gehen für mich war, das man deutlich langsamer geht wie in gepolsterten Schuhen. Man hat quasi nur die Wahl zwischen Gehen und Laufen. Mit gedämpften Schuhen (egal wie wenig Dämpfung vorhanden ist) hat man die Wahl zwischen Gehen, Joggen und Laufen. (Sprinten lasse ich hier mal als schnellste Variante außen vor). Unterm Strich heißt das, dass man mit Minimalschuhen/ barfuss viel früher ins Laufen wechselt wenn man schneller unterwegs sein möchte. Zwar kann man die Frequenz beim Gehen erhöhen, jedoch ist da 'ne natürliche Grenze bevor das ins Laufen übergeht. Die Schrittlänge zu vergrößern klappt mit Minimalschuhe kaum, wenn man sich nicht die Ferse kaputt machen möchte. Beim Laufen bietet sich zumindest in Minimalschuhen bzw. Barfuß eine Landung im Vorderfuß- oder Mittelfußbereich an. Das bedeutet aber nicht, dass der Rest des Fußes nicht den den Boden berührt. Vielmehr landet man zunächst (im Außenbereich) des Mittelfußes und senkt dann SACHTE den Rest des Fußes auf den Boden. Man spricht hier auch von "die Ferse küsst den Boden". Das gibt sowohl Sehnen als auch Muskeln die Möglichkeit sich kurz zu entspannen und man holt so das Maximum aus der natürlichen Federkraft der Beine raus. (Dieses "Küssen" fällt beim Sprinten eben weg, was zwar kurzfristig durch vorgespannte Muskeln eine höhere Geschwindigkeit ermöglicht, aber gleichzeitig zu einer deutlich höheren Belastung insbesondere der Wadenmuskulatur führt. Man läuft dann quasi nur noch auf dem Vorderfuß.) Bei Gehen sieht die Landung anders aus. Sie schwankt dabei sogar und ist viel variabler wie beim Laufen. Ob man jetzt nun auf dem Vorder-, Mittelfuß oder der Ferse landet hängt dabei stark vom Gelände und der Schrittlänge ab. Je größer die Schrittlänge und je anspruchsvoller das Gelände umso mehr verschiebt sich das ideale Aufsetzen des Fußes auf den Vorderfuß. Je einfacher/ ebener das Gelände und je kürzer die Schrittlänge (d.h. je näher der Aufsetzpunkt des Fußes unter dem Körperschwerpunkt liegt) umso eher kann der Fuß im hinteren Bereich aufsetzen. (Bis hin zum klassischen Fersengang) Selbst minimale Schuhe können das Gangbild dabei aber stark beeinflussen. Zum Thema Huaraches. Wenn die Teile in den Zehenzwischenraum einschneiden sind die nach meiner Erfahrung entweder schlecht konstruiert und/ oder schlecht geschnürt. Im Idealfall hat man am Zehenband kaum Belastung. Das man in der Schlappe nicht nach vorne rutscht sollte von der Schnürung die über den Fuß verläuft übernommen werden. Das ist allerdings auch nur ein Aspekt. Der wesentlich wichtigere ist das perfekte Aufsetzen des Fußes. Setzt man ihn sauber nahezu unter dem Körperschwerpunkt auf sollte sich im Idealfall keine seitliche Bewegung des Fußes ergeben. Also weder vor oder zurück noch links oder rechts. Man hebt den Fuß sauber hoch und setzt ihn auch sauber senkrecht ab. Dadurch minimiert man auch eventuelle Reibung der Fußsohle auf dem Untergrund, wodurch es erst möglich wird lange Strecken barfuß zu laufen. Mit Huaraches sieht das dann so aus, als ob man quasi mit dem nackten Fuß auf einem gummierten Boden aufsetzt. Natürlich können gewisse Schmierstoffe wie Nässe oder Schlamm zwischen Fuß und Huarache dafür sorgen, das bei schrägem Untergrund der Fuß quasi auf einer rutschigen Schräge steht und dadurch ins Gleiten gerät. Das ist in aller Regel aber meist nur vorübergehend (bis der Schlamm wieder draußen ist bzw. die Feuchtigkeit trocken) und durch eine optimierte Schnürung minimiert wird. Das ist übrigens einer der Gründe warum ich nach vielen Versuchen mittlerweile nur noch Lunasandals nutze und keine Zeros oder MYOGs. Hier funktioniert zumindest für mich die Schnürung selbst unter schwierigen Bedingungen am besten.
  22. PFC ist schlichtweg der Überbegriff für eine ganze Reihe an Chemischen Verbindungen. PTFE ist eine dieser Verbindungen. Die PFCs die in Imprägnierungen eingesetzt werden, sind andere. Zur Zeit versuchen einige Hersteller zunächst von PFC-Imprägnierungen mit einer achtkettigen Kohlenstoffverbindung (C8) auf sechskettige Moleküle umzusteigen. Diese gehören nach wie vor zu den PFC sind aber nicht so langlebig. D.h. die Moleküle zersetzen sich in der Natur schneller. Das klingt erstmal positiv weil man meint, sie würden schneller abgebaut und sammeln sich nicht in der Natur an wie C8. Das Problem ist, dass diese sich zerlegenden Moleküle auch einfacher von Organismen aufgenommen werden können. Daher ist das imho nur eine schlechte Übergangslösung. PFCs aus der Outdoorindustrie sind übrigens nur das kleinste Übel, jedoch macht sich das hier (unter dem Gesichtspunkt eines naturverbundenen Hobbys) einfach schlecht. Dadurch sind die hier besonders stark in Verruf geraten. Neben den immer wieder genannten Bratpfannen mit Teflon-Beschichtung tauchen PFCs aber vor allem in der Schwermetallindustrie auf. Durch ihre Ölresistenten Eigenschaften werden sie hier vor allem im Zusammenspiel mit Schmiermitteln eingesetzt. Auch im Alltag (Auto, Fahrrad, etc.) wo Gleitmittel oder Schmiermittel genutzt werden denen hohe Gleitwerte und eine lange Lebensdauer zugesprochen werden sind häufig PFCs involviert. PFCs kommen also in allen Arten und Formen vor. Untergruppen gibt es viele. Beschriftungen wie PFE oder PTFE, ePTFE bezeichnen dann immer eine spezielle Art der PFCs.
  23. Kurz zur Info: Bluesign ist zwar der zur Zeit höchste Standart, allerdings umfasst dieser Standart nicht alle "bösen" Chemikalien. PFCs wie etwa Goretex fallen da z.B. raus wenn die Herstellung/ Verarbeitung entsprechend "clean" ablaufen. Grundsätzlich gibt es PFC freie Alternativen. Grundsätzlich könnte jede PU-Membran PFC frei sein. Das Problem bei Regenbekleidung mit PU-Membran (wie etwa Sympatex) ist die Imprägnierung. Häufig wird hier auf PFCs zurückgegriffen. Auch ist die Qualität nach meiner Erfahrung doch stark unterschiedlich. So hatte ich Membranen die bereits nach kurzer Zeit komplett undicht waren oder sich nach wenigen Nutzungen bereits abgelöst haben. Genauso hatte (und nutze immer noch) ich auch schon PU-Membranen in der Praxis genutzt die sich deutlich besser geschlagen haben wie Goretex. Bei den Imprägnierungen kann ich das Marketing-Blabla nicht mehr ernst nehmen, bei dem behauptet wird, es gäbe keine PFC frei Alternative. Ich nutze jetzt seit knapp zwei Jahren ausschließlich Nikwax zum nachimprägnieren und waschen und habe keine Verschlechterung bei meinen Klamotten bemerkt. (Lediglich eine rund 11 Jahre alte Texapore-Membran hatte es letzte Woche komplett zerlegt. Das schiebe ich aber mal nicht auf das Waschmittel, sondern auf das Alter der Jacke.) In der Regel nutze ich zur Zeit 2,5 lagige PU-Membran Jacken. Die funktionieren für mich ganz gut und zuverlässig. Was man wissen sollte, ist das PU-Membranen im Gegensatz zu Goretex oder eVent hydrophil sind. D.h. bei der Benutzung saugen sie Feuchtigkeit auf. Das hat aber nichts mit undicht zu tun, sondern weist lediglich auf eine andere Funktionsweise hin (sind eben nicht mikroporös). Paramo kam ja hier auch schon öfters zur Sprache. Ich nutze Paramo jetzt schon eine ganze Weile auf Tour als auch im Alltag. Das Problem was ich bei Paramo sehe, besteht darin, dass es nicht im klassischen Sinn wasserdicht ist, Leute aber meinen, es sollte so funktionieren. Es ist übrigens NICHT mit Bekleidung zu verwechseln, die auf ein Fleeceähnliches Material mit winddichter Außenschicht setzt. (Z.B. Buffalo, Rab VR) Der wesentliche Unterschied liegt in der Webart. Also ähnlich wie Ventile/ Etaproof nicht mit Jeans zu vergleichen ist. Wenn ich sage, dass Paramo nicht im üblichen Sinne wasserdicht ist, dann meine ich damit folgendes: Durch die Webart des Pumpliners bzw. des Paramo-Fleece (auch hier gibt es Unterschiede) wird Wasser durch die Kapilarwirkung nach außen bewegt. Im Endeffekt trocknet Paramo dadurch schneller wie das es nass wird. Abhängig von dem Pflegestand der Jacke funktioniert das unterschiedlich gut. Nachdem ich ein Paramo-Fleece (das nicht ganz so "wasserdicht" ist wie der klassische Pumpliner) eine ganze Weile beim Trailrunning und im Alltag getragen habe (also Dauernutzung und Reinschwitzen) zwischendurch regelmäßig in die Wäsche ohne Nachimprägnierung, zeigte sich bei mir erst nach der 5ten Maschinenwäsche, dass das Fleece in seiner "Wasserdichtigkeit" nachgelassen hatte und es im Regen durchdrückte. Nach entsprechender Pflege (Wäsche und Nachimprägnierung) war es dann aber wieder komplett zuverlässig. Also für mich funktioniert Paramo sehr gut. Allerdings ist es mit einer gewissen Lernkurve verbunden, da es bei der Zusammenstellung des Bekleidungssystems stark davon profitiert, wenn man es nicht einfach als Ersatz für seine klassische Hardshell sieht. Man sollte das komplette Zwiebelsystem überdenken. In der letzten Woche habe ich mich mit meiner Frau in den Alpen rumgetrieben und da konnte sich meine Paramo-Enduro-Kombi plus ParametaG Longsleeve gegen eine Goretex-Pro plus Polartec Powergrid-Fleece plus Icebreaker-Baselayer messen. Sagen wir mal so. Ich bin immer von außen trocken geblieben und von innen entstehende Feuchtigkeit wurde erstaunlich rasch abgeleitet. Ich konnte die Sachen morgens anziehen und musste sie den Tag kein einziges mal wechseln, ausziehen oder ergänzen. Es reichte vollkommen auf die Belüftungen zurückzugreifen. Selbst in der Pause konnte ich erstaunlicherweise auf meine Puffy-Jacket verzichten.
  24. Basti

    ...und noch ein paar Sachen

    Hose ist weg. Damit kann dann hier der Faden auch geschlossen werden.
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