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Ultraleicht Trekking

Basti

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  1. Gefällt mir!
    Basti hat eine Reaktion von JonasGo erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...du in der Uni (/auf der Arbeit) statt in die Caffeteria vor die Tür gehst um deinen Pepsistove auszupacken.
    ...wenn Du Dir Gedanken darüber machst ob statt dem 10ml Fläschchen auch nur 3ml für deine Seife reichen.
    ...wenn Du Spontankäufe vor deiner Frau mit den Worten rechtfertigst "Aber es ist aus TITAN!!!"
    ...wenn Du grundsätzlich jede Neuanschaffung vor deiner Frau mit den Worten rechfertigst "Dann hab ich wieder viel mehr Platz und weniger Gewicht im Rucksack und Du brauchst noch weniger zu tragen, weil ich Dir dann noch was abnehmen kann!"
  2. Gefällt mir!
    Basti hat eine Reaktion von poigfrr erhalten in Grundsatzdiskussionen Sammelthread: Was ist schon UL? Alle Meinungen willkommen!   
    Für mich war es z.B. in Island ein deutlicher Komfortgewinn nicht an jeder Furt stoppen zu müssen um von schweren Wanderstiefeln in Crocs zu wechseln und umgekehrt. Stattdessen habe ich es (trotz der nassen Schuhe und Socken) genossen in meinen Membranlosen Trailrunnern rüberzustapfen und einfach weiterlaufen zu können.
    Der Gedanke an nasse Füße mag evtl. rein körperlich betrachtet unkomfortabel erscheinen (was es je nach Wassertemperatur auch anfangs sein kann, bis man es halt wieder warm gelaufen hat), aber das Gefühl ungehindert von Flüssen und was weiß ich einfach immer weiterlaufen zu können gibt zumindest mir ein sehr komfortables Gefühl im Kopf!
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    Basti hat eine Reaktion von Vee erhalten in Leistungsgrenzen: UL-Trekking im Alter   
    Nach meiner eigenen Erfahrung gibt es da (zumindest für mich) eigentlich nur zwei praktikable Lösungsansätze.
    1. Auch den Rest des Jahres sich so fit halten wie möglich. Muss ich zwangsläufig, da mein vorgeschädigter Rücken ohne regelmäßiges Training sonst eine einzige Tortur währe.
    Was das Alter angeht macht es mein Chef vor. Er steht kurz vor der Rente und steckt vermutlich die meisten jungen Hüpfer dank regelmäßiger Bewegung noch in die Tasche.
    2. Der schwierige Teil ist wohl tatsächlich eher Kopfsache. Wie Du schon schreibst sollte man Tourenvorschläge eben nur als Vorschläge betrachten. Wie man sich eine Route einteilt, wie schnell oder lange man unterwegs ist, oder ob man gar eine andere Strecke wählt ist die Sache jedes einzelnen. Und das bezieht sich nicht nur auf die Planung im Voraus! Gerade unterwegs sollte man seine Tourenplanung regelmäßig überdenken und nicht verbissen am ursprünglichen Ziel festhalten. Egal ob aufgrund Fitness, Wetter, etc. Wenn man bereit ist flexibler auf veränderte Bedingungen zu reagieren, dann wird auch die Tour entspannter.
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    Basti hat eine Reaktion von Vee erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...wenn unter Regenkleidung "Schirm" steht.
    ...wenn man im Supermarkt erwischt wird, wie man Dosen mit einem Magneten überprüft.
    ...wenn man für neue Heringe statt zum Globi in den Baumarkt geht.
    ...wenn das Winteroutfit nicht einem Eskimo, sondern einem Froschman ähnelt.
    ...wenn man nur noch mit eigener Waage einkaufe geht.
    ...wenn man keine Waage mehr braucht, weil das eigene Handgefühl auf ein 10tel Gramm genau geeicht ist.
    Kann es sein, dass wir den Faden schonmal irgendwann hatten? Evtl. im alten Forum?
  5. Gefällt mir!
    Basti hat eine Reaktion von waldradler erhalten in Alkoholverbrauch/Tag (Kocher ;) )   
    Wenn man alle Faktoren (Kochergewicht, Gewicht der Brennstoffverpackung, Brennwert des Brennstoffes) berücksichtigt und man von 2x Heißgetränk (Frühstück und Abend) 1x Freezerbag (Abend) plus evtl. warmes Frühstück (Porridge, Müsli, etc.) ausgeht kann ich aus eigener Erfahrung und aus verschiedensten Quellen folgendes zusammenfassen:
    Leichtestes Kochsystem bei 1-2 Tagen ist Esbit.
    Bis etwa zu einer Woche liegt Spiritus vorne.
    Bis etwa zwei/ drei Wochen hat Gas die Nase vorn.
    Alles was darüber hinaus geht macht sich Benzin etc. bezahlt.
    Holzkocher sind hier jetzt mal nicht berücksichtigt. Dürften vom Gesamtgewicht her die Konkurrenz ab etwa 1-2 Wochen Tourlänge ausstechen.
    Natürlich gibt es große Unterschiede bei unterschiedlichem Nutzungsverhalten. Aber in der Regel ist diese Auflistung für die Masse der UL-Wanderer zutreffend.
    Wenn wir kein Holz (BBUltra) nutzen setzen meine Frau und ich übrigens auch bei längeren Touren auf Spiritus. In aller Regel gibt es irgendwann die Möglichkeit Vorräte zu ergänzen.
    Von Gas sind wir schon länger weg. Abgesehen von angebrochenen Kartuschen, dem relativ schwierigen Bestimmen von Restbrennstoff und den unnötig schweren und sperrigen Kartuschen (nehmen leer genausoviel Platz weg wie voll) finde ich die Müllproblematik störend.
    Gaskartuschen kann man (noch) nicht wiederbefüllen. Und wenn man das verwendete Aluminium (was vermutlich meistens Primäraluminium ist) berücksichtigt reißt auch die (recht neue) Möglichkeit dieses zu recyceln nicht die Produktionsunkosten (CO2, Wasserverbrauch, etc.) raus.
    Spiritus und seine Kunststoffverpackung ist natürlich auch nicht 100% bedenkenlos, Aber mit großer Wahrscheinlichkeit das kleinere Übel.
    Soll jetzt keine Moralpredigt sein sondern spiegelt nur meine eigene persönliche Meinung wieder. Auch wenn der Gaskartuschenverbrauch weltweit betrachtet eher "Peanuts" sind, denke ich halt, dass jedes bißchen zählt.
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    Basti hat eine Reaktion von waldradler erhalten in Leichte Säge   
    Als Tarpstange reicht mir in solchen Fällen irgend ein rumliegender, ausreichend langer Ast. Musste da noch nie was mit 'ner Säge zurechtstutzen. Ähnliches gilt bei mir für Heringe. Kurzer Stock, ein Busch, Wurzel, etc. Gesägt hab ich bei sowas noch nix.
    Aber wie heißt es bei uns im Rheinland: "Jeder Jeck is anders."
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    Basti hat eine Reaktion von Heino erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...du in der Uni (/auf der Arbeit) statt in die Caffeteria vor die Tür gehst um deinen Pepsistove auszupacken.
    ...wenn Du Dir Gedanken darüber machst ob statt dem 10ml Fläschchen auch nur 3ml für deine Seife reichen.
    ...wenn Du Spontankäufe vor deiner Frau mit den Worten rechtfertigst "Aber es ist aus TITAN!!!"
    ...wenn Du grundsätzlich jede Neuanschaffung vor deiner Frau mit den Worten rechfertigst "Dann hab ich wieder viel mehr Platz und weniger Gewicht im Rucksack und Du brauchst noch weniger zu tragen, weil ich Dir dann noch was abnehmen kann!"
  8. Witzig!
    Basti hat eine Reaktion von J_P erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...Du in der Sanitärabteilung den Verkäufer nach der Wassersäule der verschiedenen Duschvorhänge fragst, bzw. welcher denn das Modell "Gatewood" sei.
    ...wenn Du Gäste zum Essen eingeladen hast und jedem am Tisch einfach 'nen Ziplockbeutel in die Hand drückst.
  9. Witzig!
    Basti hat eine Reaktion von Painhunter erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...Du in der Sanitärabteilung den Verkäufer nach der Wassersäule der verschiedenen Duschvorhänge fragst, bzw. welcher denn das Modell "Gatewood" sei.
    ...wenn Du Gäste zum Essen eingeladen hast und jedem am Tisch einfach 'nen Ziplockbeutel in die Hand drückst.
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    Basti hat eine Reaktion von bansaim erhalten in Reisen nur mit Handgepäck   
    Das Thema kommt ja immer wieder mal aus den verschiedensten Gründen auf. Rike und ich träumen gerade von spontanen Wochenendtrips mit dem Flieger http://www.ultraleicht-trekking.com/forum/viewtopic.php?f=4&t=529 und da bietet sich ein entsprechend optimiertes Gepäck einfach an. Warum?
    Ganz einfach:

    -bei einer kurzen Tour reicht minimales Gepäck
    -man spart Zeit, da man nicht erst das Gepäck aufgeben muss oder anschließend darauf wartet. -> Mehr Zeit für Unternehmungen
    -einfacheres Reisen im öffentlichen Nahverkehr und per Anhalter
    -empfindliche Sachen (dieser ganze fimschige UL-Kram! ) sind im Handgepäck besser aufgehoben.
    -Die Ausrüstung ist besser vor Verlust geschützt (falscher Flieger, etc. p.p.)
    -Man spart insb. bei Billigfliegern Geld, da man nichts für aufgegebenes Gepäck zahlen muss
    Im Folgenden wollte ich einfach mal für alle die ähnliche Überlegungen anstellen mal die wesentlichsten Punkte sammeln. Anregungen und Tips sind natürlich wilkommen!
    Der Transport einer TrekkingAusrüstung im Handgepäck bringt natürlich einige Probleme (oder sagen wir besser "Herausforderungen") mit sich:

    -keine scharfen/ spitzen Gegenstände (Messer, Heringe, evtl. Trekkingstöcke)
    -keine brennbaren/ explosiven/ gefährlichen Stoffe (Kocher und Brennstoff)
    Bisher haben wir dazu folgende Überlegungen angestellt bzw. folgende Informationen gesammelt:

    -Als Handgepäckreisekocher bieten sich eigentlich nur Holz-, Spiritus- und Esbitkocher an.
    -ein Feuerzeug im Handgepäck ist kein Problem
    -Esbit fällt als Brennstoff rein rechtlich raus. Gemäß Hersteller und Flugrichtlinien gilt es als Gefahrstoff und darf nicht mit im Handgepäck geführt werden.
    -Vermutlich könnte man es aber drauf ankommen lassen...
    -Spiritus darf rein rechtlich nicht mit im Handgepäck transportiert werden (brennbare, leicht entzündliche Flüssigkeit)
    -ABER: Man darf grundsätzlich Flüssigkeiten (je max. 100ml gesamt bis 1L) im Handgepäck mitführen. Das erlaubt auch die Mitnahme von Kosmetika wie Nagellackentferner und/oder Spirituosen, etc. Und so ein kleines 100ml Fläschchen Spiritus dürfte da wohl wenn's ordentlich verpackt ist wohl durch die Kontrollen gehen.
    -Es gibt ja auch diese selbterhitzenden Freezerbaggerichte. Ähnlich wie die Amerikanischen MRE's. Vermutlich dürfen die aber wegen dem Wirkmittel offiziell auch nicht mitgeführt werden. Man wäre wieder auf seinen Charm und sein Glück bei der Handgepäckkontrolle angewiesen...
    -Die vermutlich praktikabelste Lösung für eine Wochenendtour ist aber wohl auf Kaltverpflegung zu setzen. Salate und Sandwiches gibt es fertig fast in jedem Supermarkt. Und auch vieles andere lässt sich für kurze Touren gut vor Ort besorgen. Das spart auch den Topf!
    -Heringe werden wohl mit ziemlicher Sicherheit nicht im Handgepäckt erlaubt werden. Laufbursche hat aber mal Chinesische Essstäbchen als UL-Hering vorgeschlagen. Zumindest für eine kurze Wochenendtour (1-2 Übernachtungen) sollte es damit keine Probleme geben. Im Handgepäck dürften sie wohl auch mit.
    -Trekkingstöcke werden je nach Sicherheitsbeamten bzw. Fluggesellschaft im Handgepäck akzeptiert. Entscheidend ist hier wohl das Packmaß.
    -Problem bei Trekkingstöcken könnte aber die Carbidspitze bereiten.
    -Als Lösung bieten sich die Black Diamont Ultra Distance Stöcke zum Falten an. Hier kann man die Carbidspitze zudem durch eine Kunststoffspitze ersetzen.
    -Es könnte immer noch sein, dass ein Kontrolleur seinen schlechten Tag hat und in den Stöcken eine Bedrohung sieht.
    -Unterm Strich sind einfache Tarp/ Zeltstangen wohl die bessere Wahl
    -Je nach Reiseziel und zu erwartender Witterung (bei 1-2 Tagen wohl vorrausschaubar) möglicherweise ganz auf eine mobile Unterkunft verzichten oder zu einem Biwaksack greifen.
    -Alternativ ging je nach Reiseziel auch eine Hängematte
    -Messer und Scheren dürfen nicht im Handgepäck mitgeführt werden
    -Oft lässt sich für schmales Geld noch am Flughafen eine einfache Klinge besorgen.
    -Alternativ Minitools für den Schlüsselbund. Die haben oft eine kleine angeschliffene Schneide ABER: vermutlich werden die wieder eingesackt wenn sie überprüft werden
    -Unbedenkliche Objekte mit einer Schneide versehen: Löffel, Münze, etc. ABER: Sorgt bei Entdeckung vermutlich für einige unangenehme Fragen
    -Besser ist es nicht davon abhängig zu sein! D.h. evtl. anfallende Schneidearbeiten minimieren oder ganz beseitigen
    -Pflaster, Ducttape, etc. kann man bereits zu Hause auf passende Streifen schneiden und auf Wachspapier (oder alten Rückseiten von Klebeetiketten) aufbringen.
    -Statt einer Länge Schnur, lieber 3-4 Schnüre mitnehmen.
    -Bei Verpflegung darauf achten, dass sich die Verpackungen ohne Werkzeug öffnen lassen.
    -Brote etc. lassen sich auch mit einer Kreditkarte/Zeckenkarte/ Löffel schmieren
    -Käse, Brot, etc. dürfte sich zur Not auch mit einem dünnen Stück Schur halbwegs schneiden lassen.
    -Alternativ einfach abbbeißen oder ganz auf Sachen, die zerteilt werden müssen verzichten.
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    Basti hat eine Reaktion von bansaim erhalten in Irland im Juni   
    Erstmal was zum Transport: Mit dem Bus kommt man in Irland eigentlich überall hin. Ist relativ preisgünstig und die Verbindungen auch kurzfristig nutzbar und schnell.
    Wicklow Way ist ganz nett, hatte aber für meinen Geschmack viel zu viel Asphalt. Die Abschnitte ohne waren dafür Landschaftlich recht schön. Interessanter ist da auf jeden Fall der Kerry Way. Auch hier gibt es natürlich zwischendurch Asphalt, aber imho zu einem "normalen" Maß. Wildcampen ist hier jedoch recht schwierig, da man entweder über Weiden geht (die wahlweise komplett durchweicht, buckelig und/ oder grade "bewohnt" werden) oder Zäune bis komplett an die Straßen heranreichen, dass man sich noch nichtmal in einen Straßengraben legen könnte. Auch muss man damit rechnen, dass die Orte zwar sehr hübsch sind, jedoch durch die Ringstrasse auch stark touristisch frequentiert werden. Das kann dann schonmal zu einem Kulturschock führen.
    Alternativ empfehle ich die gleich neben Kerry gelegene Dingle-Halbinsel. Der Dingleway hat zwar insbesondere anfangs auch einiges an Asphalt, ist aber deutlich weniger touristisch entschlossen wie Kerry. Die Orte sind ursprünglicher und die Ausblicke (Atlantik!!!) nochmal um einiges beeindruckender. Übernachtungsmöglichkeiten hatten wir hier auch einfacher gefunden.
    Weniger erschlossen bedeutet. Aber auch: keine tägliche Möglichkeit zu shoppen und nicht jeden Abend in den Pub.
    Die Pubs in Dingle sind dafür aber auch noch die "richtigen"! Hier sitzt man dann schonmal abends neben zwei Seeläuten und der 80 jährigen Wirtin unter der einzigen Lampe am Tresen (die anderen sind aus um Strom zu sparen) und versucht irgendwas von dem Gälisch zu verstehen, was da gesprochen wird.
  12. Gefällt mir!
    Basti hat eine Reaktion von Simseon erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...Du in der Sanitärabteilung den Verkäufer nach der Wassersäule der verschiedenen Duschvorhänge fragst, bzw. welcher denn das Modell "Gatewood" sei.
    ...wenn Du Gäste zum Essen eingeladen hast und jedem am Tisch einfach 'nen Ziplockbeutel in die Hand drückst.
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    Basti hat eine Reaktion von waldradler erhalten in Mit Huaraches / barfuß unterwegs   
    Es gibt ja nicht DIE Luna. Die haben ja einige Modelle im Programm.
    Die Venado ist grundsätzlich die mit der dünnsten Sohle. Nicht so dünn wie Xeros etc. aber dünn genug um noch kleine Steine durch zu spüren. Die Sohle ist anfangs recht steif und komprimiert/ dämpft kaum. Allerdings hat sie auch den wenigsten Grip durch fehlendes Profil. Für trockene Trails und Waldwege reicht sie mir aber vollkommen.
    Die Mono ist so ein Universalteil. Anfangs hat sie eine dickere aber auch weichere Sohle mit spürbarer Dämpfung. Sie komprimiert aber recht flott, was schnell dazu führt, dass sich die Sandale sehr gut an die Fußform anpasst. Man spürt nicht jede Kleinigkeit durch, dafür liefert die Sohle auch gute Protektion die selbst bei steinigen Pfaden guten Schutz liefert. Die Sohle hat für die meisten Trails einen ausreichend guten Grip. Lediglich in feuchtem Schlamm wirds rutschig. Die Sole ist zudem auch auf Asphalt schön langlebig was den Anschaffungspreis relativiert. Für Einsteiger liefert sie imho genug Feedback bei gleichzeitig hohem Tragekomfort. War lange Zeit mein Favourit weil sie sicht echt gut an den Fuß anpasst und unglaublich vielseitig einsetzbar ist.
    Pyrenaen mit den Luna Monos:

    Die Leadville ist eher eine Trailsandale. Trotz der Solendicke hat sie weniger Dämpfung wie die Mono aufgrund einer härteren Gummimischung. Dadurch passt sie sich auch nicht so schnell der Fußform an wie die Mono. Man braucht also etwas mehr Zeit um sie einzulaufen. Der Grip ist aber dank des Profils und der anderen Gummimischung der Laufsohle deutlich besser. Anspruchsvolle Trailläufe und sogar leichte Klettereinlagen sind damit eigentlich kein Problem. Man spürt nicht jeden kleinen Stein durch, erhält aber genug Feedback für einen sauberen Barfußlaufstil.
    Mit der Luna Leadville Pacer (die dünnere Version der Leadville) in Irland:

    Gibt dann noch die Oso. Praktische Erfahrung hab ich keine mit der. Der Grip der Sohle soll aber sehr gut sein. Die Dämpfung der Sohle muss vergleichbar sein wie die der Mono. Insgesamt ist sie aber wohl steifer und schwerer wie die anderen drei genannten Basismodelle. In meinen Augen eher eine "normale" Sandale.
    Alle anderen Modelle von Luna sind mehr oder weniger Kombinationen aus den Laufsohlen und den Zwischensohlen der genannten Modelle.
    Die Luna-Origen fällt etwas aus dem Reihe. Als Laufsohle nutzt sie als einzige Luna recylete Reifen. Damit ist sie wohl recht schwer und steif aber auch unglaublich langlebig. Zudem hat sie damit natürlich den traditionellen Huarache Charme.
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    Basti hat eine Reaktion von waldradler erhalten in Mit Huaraches / barfuß unterwegs   
    Ich bin mittlerweile seit ein paar Jahren ausschließlich mit Minimalschuhen und Huaraches unterwegs. Der Umstieg auf's Laufen war dabei noch das Einfachere. Gehen, bzw. Wandern erforderte tatsächlich noch eine längere Zeit der Umstellung.
    Das Problem beim Gehen für mich war, das man deutlich langsamer geht wie in gepolsterten Schuhen. Man hat quasi nur die Wahl zwischen Gehen und Laufen. Mit gedämpften Schuhen (egal wie wenig Dämpfung vorhanden ist) hat man die Wahl zwischen Gehen, Joggen und Laufen. (Sprinten lasse ich hier mal als schnellste Variante außen vor).
    Unterm Strich heißt das, dass man mit Minimalschuhen/ barfuss viel früher ins Laufen wechselt wenn man schneller unterwegs sein möchte.
    Zwar kann man die Frequenz beim Gehen erhöhen, jedoch ist da 'ne natürliche Grenze bevor das ins Laufen übergeht. Die Schrittlänge zu vergrößern klappt mit Minimalschuhe kaum, wenn man sich nicht die Ferse kaputt machen möchte.
    Beim Laufen bietet sich zumindest in Minimalschuhen bzw. Barfuß eine Landung im Vorderfuß- oder Mittelfußbereich an. Das bedeutet aber nicht, dass der Rest des Fußes nicht den den Boden berührt. Vielmehr landet man zunächst (im Außenbereich) des Mittelfußes und senkt dann SACHTE den Rest des Fußes auf den Boden. Man spricht hier auch von "die Ferse küsst den Boden". Das gibt sowohl Sehnen als auch Muskeln die Möglichkeit sich kurz zu entspannen und man holt so das Maximum aus der natürlichen Federkraft der Beine raus.
    (Dieses "Küssen" fällt beim Sprinten eben weg, was zwar kurzfristig durch vorgespannte Muskeln eine höhere Geschwindigkeit ermöglicht, aber gleichzeitig zu einer deutlich höheren Belastung insbesondere der Wadenmuskulatur führt. Man läuft dann quasi nur noch auf dem Vorderfuß.)
    Bei Gehen sieht die Landung anders aus. Sie schwankt dabei sogar und ist viel variabler wie beim Laufen. Ob man jetzt nun auf dem Vorder-, Mittelfuß oder der Ferse landet hängt dabei stark vom Gelände und der Schrittlänge ab. Je größer die Schrittlänge und je anspruchsvoller das Gelände umso mehr verschiebt sich das ideale Aufsetzen des Fußes auf den Vorderfuß. Je einfacher/ ebener das Gelände und je kürzer die Schrittlänge (d.h. je näher der Aufsetzpunkt des Fußes unter dem Körperschwerpunkt liegt) umso eher kann der Fuß im hinteren Bereich aufsetzen. (Bis hin zum klassischen Fersengang)
    Selbst minimale Schuhe können das Gangbild dabei aber stark beeinflussen.
    Zum Thema Huaraches. Wenn die Teile in den Zehenzwischenraum einschneiden sind die nach meiner Erfahrung entweder schlecht konstruiert und/ oder schlecht geschnürt. Im Idealfall hat man am Zehenband kaum Belastung. Das man in der Schlappe nicht nach vorne rutscht sollte von der Schnürung die über den Fuß verläuft übernommen werden. Das ist allerdings auch nur ein Aspekt.
    Der wesentlich wichtigere ist das perfekte Aufsetzen des Fußes. Setzt man ihn sauber nahezu unter dem Körperschwerpunkt auf sollte sich im Idealfall keine seitliche Bewegung des Fußes ergeben. Also weder vor oder zurück noch links oder rechts. Man hebt den Fuß sauber hoch und setzt ihn auch sauber senkrecht ab. Dadurch minimiert man auch eventuelle Reibung der Fußsohle auf dem Untergrund, wodurch es erst möglich wird lange Strecken barfuß zu laufen.
    Mit Huaraches sieht das dann so aus, als ob man quasi mit dem nackten Fuß auf einem gummierten Boden aufsetzt. Natürlich können gewisse Schmierstoffe wie Nässe oder Schlamm zwischen Fuß und Huarache dafür sorgen, das bei schrägem Untergrund der Fuß quasi auf einer rutschigen Schräge steht und dadurch ins Gleiten gerät. Das ist in aller Regel aber meist nur vorübergehend (bis der Schlamm wieder draußen ist bzw. die Feuchtigkeit trocken) und durch eine optimierte Schnürung minimiert wird.
    Das ist übrigens einer der Gründe warum ich nach vielen Versuchen mittlerweile nur noch Lunasandals nutze und keine Zeros oder MYOGs. Hier funktioniert zumindest für mich die Schnürung selbst unter schwierigen Bedingungen am besten.
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    Basti hat eine Reaktion von nats erhalten in "Stupid Light" - komme ich zu spät?   
    Hatte anlässlich dieser ganzen "UL ist tot" Diskussion vor einiger Zeit meine Gedanken dazu in einem Blogbeitrag zusammengefasst. Veröffentlicht hatte ich ihn jedoch bis jetzt nicht, da diese Thematik imho für mich nicht in meinen Blog passt. Jetzt wo Hendrik aka skullmonkey das Thema auf seiner Seite nochmal ausführlich aufgegriffen hat (und wie ich finde sehr gut aufbereitet!) denke ich, dass es nicht schaden kann zumindest hier meine two cents dazu mit Euch zu teilen.
    Hier also mein bis dato unveröffentlichter Bericht:
    Es ist was los im Lande "Ultraleicht". Seit einiger Zeit vermehren sich die Diskussionen über den Sinn oder Unsinn ultraleicht unterwegs zu sein oder Leute stören sich schlichtweg an der Bezeichnung. Es wird davon gesprochen ultraleicht sei tot oder zumindest im Sterben begriffen. Selbst die Cottage Industry, d.h. die kleinen UL-Hersteller seien in ihrer Entwicklung am stagnieren. Und als Tüpfelchen auf dem "i" äußerte sich jüngst sogar Andrew Skurka, der ja durch seine Touren als moderne Ikone und Vorführpromi des Ultraleicht gehandelt wird, "ist das Backpackinglabel Ultraleicht am Ende" und müsse ersetzt werden.
    Hier nur mal einige der "Schlagzeilen":
    backpackinglight.com "Cottage Stagnation"
    Six Moon Design "Death of a revolution"
    Martin Rye "we are all backpackers in end"
    Dave Chenauld "ul is dead"
    Jaakko Heikka "the death of ul and feeble assumptions"
    Andrew Skurka "is lightweight backpacking label dead"
    Marius Heiland "ultralight is dead long live ultralight"
    ultraleicht-trekking.com "Stupid Light - komme ich zu spät?"
    Was ist da nur los?
    Dazu müssen wir uns erst einmal anschauen, was hinter der Bezeichnung "ultraleicht" überhaupt steckt.
    Oft wird für UL als Definition ein bestimmtes Maximalgewicht fürs Baseweight (d.h. Gewicht des gesamten Rucksacks ohne Verbrauchsgüter wie Verpflegung und Wasser) angegeben. In den Staaten spricht man hier von 10lbs während die metrisch denkenden Europäer sich die Umrechnung mit 5kg bzw. 4,5kg einfach machen.
    Ist natürlich eine nette Idee, schafft dies doch eine gewisse Vergleichbarkeit und man kann schnell überprüfen ob man nun "ultraleicht" oder nicht ist. Meiner Meinung nach macht man es sich damit aber zu einfach und verdrängt eine wichtige Tatsache! Diese "Grenzen" wurden erst viel später eingeführt um eben Leuten, die nicht auf Anhieb was mit dem Begriff UL anfangen konnten zumindest eine grobe!!! Vorstellung davon zu geben. Das hat sich dann leider verselbstständigt...
    Was heißt jetzt aber "viel später"?
    Wenn man mal an die Anfänge zurückblickt landet man irgendwann unweigerlich bei Ray Jardine. Selbstverständlich gab es auch vorher Wanderer wie z.B. Emma "Grandma" Gatewood die aus heutiger Sicht ultraleicht unterwegs waren. Sogar die Jäger und Sammler der Kalahari waren bei ihrem Nomaden ähnlichen Leben steht's drauf bemüht mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein und besaßen kaum mehr wie ihre Kleidung am Leib und ihre persönliche Waffe.
    Ray Jardine allerdings hatte die Thematik der Reduzierung der Ausrüstungs aufs Wesentliche durch seine Bücher erst populär und einer breiten Masse verfügbar gemacht.
    Jedoch, Ray hatte nie von "ultraleicht" gesprochen! Auch sagt er selber von sich, das er kein Minimalist sei.
    Bei ihm stand auch nie das reduzierte Gewicht im absoluten Fokus. Zwar war das Gewicht auch ein wesentlicher Faktor aber eben nur einer von vielen.
    Ähnlich wie Andrew Skurka das mit seinem Begriff des "Ultimate Hiker" ausdrückt, war Rays Ansatz zunächst einmal Ziel orientiert. Und sein Ziel bestand darin seine Ausrüstung auf die vor ihm liegende Herausforderung, die Begehung des Pacific Crest Trails, so gut wie irgend möglich anzupassen.
    Dazu musste die Ausrüstung ausreichend robust und zuverlässig sein, leicht zu reparieren, leicht zu handhaben und natürlich auch insgesamt leichter konstruiert sein. Jeder engagierte Läufer weiss, dass geringes Gewicht beim Bestreiten von Distanzen ein wesentlicher Aspekt ist.
    Er blickte aber über den reinen Ausrüstungshorizont hinaus und überlegte auch warum er überhaupt diese Tour unternahm. Ein neuer Rekord bzw. eine schnellere Begehung des PCT stand ihm wohl ursprünglich nicht im Sinn. Es war keine sportliche Herausforderung die ihn trieb. Vielmehr suchte er den intensiven Kontakt zur Natur.
    Das führte bei ihm z.B. zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Marketing der großen Hersteller, die ihren Kunden alle möglichen Produkte verkaufen wollten. Abgesehen davon, dass deren Ausrüstung nicht seinen Vorstellungen entsprach prangerte er vor allem die Art und Weise an wie sie beworben wurden.
    Die Hersteller verstärkten unnötig ihre Produkte um sie nahezu unzerstörbar zu machen und sich so vor Gewährleitungsansprüchen zu schützen. Sie versuchten Ausrüstung mit, in seinen Augen unnötigen Extras zu versehen, die sie auch für unerwartete Szenarien tauglich machte und den Nutzer vor dem Unvorhersehbaren schützte. Das Marketing spielte mit den Ängsten der Käufer und versprach mit ihren Produkten die Lösung.
    Ray aber wollte keine geistigen Grenzen um sich aufbauen und sich dem Kampf mit der Natur stellen, wie es schon die ersten Siedler auf Amerikanischem Boden getan hatten. Er suchte die Nähe der Natur, wollte vielmehr Teil von ihr sein.
    Was aber hat das jetzt mit Ultraleicht und der momentanen Diskussion zu tun?
    Es ist viel einfacher sich an messbaren Fakten und nicht an schwierig zu fassenden Überlegungen zu orientieren. Leute die ihm und seiner Idee nachgeeifert haben, orientierten sich daher natürlich im Schwerpunkt an seiner Ausrüstung und Packliste. Immerhin war es ja das was ihn auf den ersten Blick von anderen Wanderern unterschied.
    Es ist wie gesagt viel einfacher etwas objektives zu erfassen, wie die subjektiven Beweggründe die dahinter stecken. Und verglichen mit der sonst üblichen Ausrüstung wirkte seine nicht etwa nur "leicht", sondern sogar "ultraleicht". Man orientierte sich an seiner Ausrüstung und wollte nunmehr wie er auch nur mit 10lbs (~4,5 kg) unterwegs sein. Immerhin hatte Ray ja gezeigt, dass es nicht nur möglich ist sondern das mehr gar nicht nötig ist.
    Was aber nicht beachtet wurde, war schlichtweg, dass er diese Ausrüstung für SICH und ursprünglich NUR FÜR DEN PCT (und in modifizierter Weise für den AT) konzipiert hatte. D.h. bei einer 3-Jahreszeitentour unter klimatischen Bedingungen wie auf dem PCT reichte für ihn ein maximales Baseweight von 10lbs. Da die Ausrüstung sich auch an seinen Skills bzw. Fertigkeiten und seinem Wissen orientierte, aber auch an seiner Grundseinstellung, war dies für ihn der "RayWay". Also sein Weg. Nicht etwa BastisWay oder RikesWay oder AndrewsWay.
    Dennoch übernahmen mehr und mehr Wanderer diese Idee, oder zumindest bedienten sie sich daraus und entnahmen alles für sie nützlich erscheinende.
    Da bei vielen Leuten immer noch der Gedanke im Kopf festsaß, dass auf allen Touren die selbe Ausrüstung genutzt wird (egal ob man jetzt in der Wüste oder Gebirge oder im Wald) unterwegs ist, hat man in der Folge daher auch einfach diese 10lbs/ 4,5kg Grenze verallgemeinert.
    Man ordnete das in weitere Kategorien ein, denn für viele war die Reduzierung ihres Ausrüstungsgewichtes schon lange keine logische Konsequenz mehr, sonder vielmehr zur sportlichen Herausforderung verkommen. Man ging jetzt nicht nur UL, sondern auch SUL und sogar XUL! So ein feststehender Begriff der im Kopf der Menschen Assoziationen weckt lässt sich auch einfach besser vermarkten. Mehr und mehr Cottage Hersteller und das Internetforum backpackinglight.com sprangen ins Leben. GoLite wurde gegründet.
    Damit wurde der Fokus unweigerlich auf die Ausrüstung bzw. deren Gewicht verschoben. Dabei hatte Ray Jardine die Vorzüge seiner Ausrüstung auch woanders gesehen! Sie sollten eben nicht nur leicht sein. Für ihn steckte da weitaus mehr drin. So geriet z.B. der gewisse kritische Umgang mit Werbeversprechen immer mehr in den Hintergrund.
    Gänzlich dabei wurde vergessen, dass diese 10lbs/ 4,5kg ursprünglich für eine einzige spezifische Tour und für eine einzige Person gedacht waren. Und zwar nicht mit dem Ziel weniger wie 10lbs zu tragen. Sondern nachdem die Ausrüstung zusammengestellt war, wog sie eben so viel!
    Es war also nicht in erster Linie das Ziel auf ein Baseweight von 4,5kg zu kommen, sondern eine praktikable Ausrüstung zusammen zu stellen!
    Das diese Ausrüstung dennoch auch bei anderen Touren funktionierte ist wohl einleuchtend, wenn man sich die Anforderungen die der PCT stellt anguckt. Aber statt die Idee bzw. das Konzept hinter der Zusammenstellung dieser Ausrüstung auf andere Touren zu übertragen, hat man es sich einfach gemacht und den messbaren Wert, das Gewicht übernommen.
    Das man z.B. in der Arktis aber nicht mit 5kg unterwegs sein kann ist wohl offensichtlich. Orientiert man sich aber an der ursprünglichen Idee von Ray Jardine, ist es auch in der Arktis möglich "ultraleicht" unterwegs zu sein! (Er hatt es ja erst vor wenigen Jahren selbst bewiesen!)
    Einige Leute (auch solche die "ultraleicht" unterwegs sind oder sich "Ultraleichtwanderer" nennen) haben sich nie mit dem Background von ultraleicht auseinandergesetzt. Ultraleicht ist eben nicht einfach die leichteste Ausrüstung im nächsten Shop zu kaufen um auf Teufel komm raus unter 4,5 oder 5kg zu landen. Ultraleicht ist die Idee eine Situation zu analysieren und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Sprich mit der für das Gelingen einer Tour wirklich notwendigen Ausrüstung und Skills und ohne unnötige Belastungen (sei es Gewichtstechnisch oder Geistig) loszuziehen! Auf den Punkt gebracht:
    Bei Null anfangen ein Konzept zu entwickeln, seine Entscheidungen zu reflektieren und sich dabei an Zweckmäßigkeit, Minimalismus bzw. Einfachheit und Praxistauglichkeit orientieren.
    "Ultralight is not about a single products weight!
    It's about the interaction of all parts!
    The gear, the trail conditions and the person!"
    Für einige mag es wie gesagt einfach eine sportliche Herausforderung sein zunächst eine "sub 5" Ausrüstung zusammenzustellen. Anschließend setzt man die Latte höher und beschäftigt sich mit SUL oder gar XUL.
    UL nur des ULs Willens wegen zu betreiben ist aber als würde man versuchen einer Idee ein Label aufzudrücken. Das ähnelt dann schnell einer Religion, die man nur der Religion wegen betreibt, ohne die Botschaft dahinter zu verinnerlichen. (Und die Geschichte hat mehr als einmal gezeigt, was geschieht wenn Leute so handeln).
    Man konzentriert sich immer nur auf "gear" (Ausrüstung) und vielleicht erst im weiteren Schritt auf "skills" (Fähigkeiten bzw. in diesem Sinne auch Wissen).
    "Attitude" (Einstellung) lassen aber viele komplett außen vor und gehen in keinster Weise darauf ein. Wer allerdings in der Schule aufgepasst hat, weis das eine sogenannte Kompetenz (competency) immer aus den drei Bausteinen Fähigkeiten (skills), Wissen (knowledge) und Einstellung(attitude) aufgebaut ist!
    Fehlt etwas davon, fehlt im Umkehrschluss auch die Kompetenz. Nur mit leichtem Gepäck (das man ja mittlerweile einfach kaufen kann, ohne besondere Fertigkeiten im Umgang damit erworben zu haben) wandern, macht noch lange keinen ULer.
    Beachtet man aber auch die "Einstellung" erkennt man, dass es vielmehr eine Idee, bzw. eine Denkweise ist. Und zwar das es mitunter darum geht unnötigen Ballast (materiell wie geistig) wegzulassen um einen anderen (besseren?) und evtl. tieferen Zugang zu der Materie (Outdoor) zu finden.
    Als Beispiel: bei einem Tarp geht es nicht nur um die Gewichtseinsparung! Es geht auch um den näheren Kontakt zu der Natur! Man schließt die Natur nicht wie bei einem Zelt aus, sondern macht sie schon bei der Standortwahl zu einem Teil seines Erlebnisses.
    Leider fehlt vielen dieses tiefere Verständnis. Es findet kein (bzw. kaum) mehr ein Umdenken statt.
    Man kauft sich einen leichten Innengestellrucksack, (z.B. von Osprey) ein leichtes Doppelwandzelt (Power Tokee oder Scarp), einen teuren Daunenschlafsack, einen leichten Gaskocher (Jetstove oder Monatauk Gnat) und kommt damit auf unter 5 Kilo und ist jetzt "Ultraleicht"!
    Ein wesentliches Umdenken hat aber nicht stattgefunden! Es sind immer noch die selben Produkte wie vorher, nur in einer leichteren Ausführung. Es sind einzelne, unabhängig funktionierende Dinge und keine fein aufeinander abgestimmten Systeme. Man achtet nicht mehr auf die bloße Funktionalität, das Zusammenspiel der einzelnen Teile, die Möglichkeiten die sich daraus ergeben und der weitere Blickwinkel, sondern nur noch auf das Gewicht.
    Ohne aber den Sinn dahinter wirklich verstanden und verinnerlicht zu haben, bleibt "Ultraleicht" damit nur eine sportliche Herausforderung. Wie beim Sammeln, wo es nur darum geht ein weiteres "besseres" Stück seiner Collection hinzuzufügen.
    Es ist damit keine Frage, ob „ultraleicht“ am Ende oder gar tod ist. Es ist eben kein Label, sondern eine Idee. Und im Gegensatz zu einem Label kann man eine Idee nicht auslöschen.
    Die Konsequenz daraus?
    Statt sich an eine gewichtsbezogene Definition zu klammern oder über den Begriff „ultraleicht“ zu streiten ist es in meinen Augen sinnvoller den Fokus wieder auf das wieso und warum dahinter zu lenken. Die Vermittlung von Skills ist nur der erste Schritt. Und mit diesem Artikel hoffe ich einen weiteren getan zu haben.
    Hat man die tiefere Denkweise die hinter "ultraleicht" steckt erstmal erkannt und verinnerlicht, wird man feststellen, dass sie sich nicht nur auf Tour, sondern auch im Alltag wiederfindet...
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    Basti hat eine Reaktion von benjahmin erhalten in Leichter Hocker oder eine andere Sitzgelegenheit   
    OT: @pico Wenn ich Dich so von der Eva reden höre...
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    Basti hat eine Reaktion von bansaim erhalten in Leichter Hocker oder eine andere Sitzgelegenheit   
    OT: @pico Wenn ich Dich so von der Eva reden höre...
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    Basti hat eine Reaktion von scissorsmountain erhalten in Leichter Hocker oder eine andere Sitzgelegenheit   
    OT: @pico Wenn ich Dich so von der Eva reden höre...
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    Basti hat eine Reaktion von Trekkerling erhalten in Leistungsgrenzen: UL-Trekking im Alter   
    Nach meiner eigenen Erfahrung gibt es da (zumindest für mich) eigentlich nur zwei praktikable Lösungsansätze.
    1. Auch den Rest des Jahres sich so fit halten wie möglich. Muss ich zwangsläufig, da mein vorgeschädigter Rücken ohne regelmäßiges Training sonst eine einzige Tortur währe.
    Was das Alter angeht macht es mein Chef vor. Er steht kurz vor der Rente und steckt vermutlich die meisten jungen Hüpfer dank regelmäßiger Bewegung noch in die Tasche.
    2. Der schwierige Teil ist wohl tatsächlich eher Kopfsache. Wie Du schon schreibst sollte man Tourenvorschläge eben nur als Vorschläge betrachten. Wie man sich eine Route einteilt, wie schnell oder lange man unterwegs ist, oder ob man gar eine andere Strecke wählt ist die Sache jedes einzelnen. Und das bezieht sich nicht nur auf die Planung im Voraus! Gerade unterwegs sollte man seine Tourenplanung regelmäßig überdenken und nicht verbissen am ursprünglichen Ziel festhalten. Egal ob aufgrund Fitness, Wetter, etc. Wenn man bereit ist flexibler auf veränderte Bedingungen zu reagieren, dann wird auch die Tour entspannter.
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    Basti hat eine Reaktion von momper erhalten in Pro/Contra Biwaksack - Diskussion   
    Die beiden Ansätze (kleines Tarp + Bivvy contra großes Tarp ohne Bivvy) werden quasi schon seit den Anfängen des modernen UL diskutiert.
    Prominenteste Vertreter sind hier Ryan Jordan für die Pro Biwaknutzung
    und Glen van Penski für die reine Tarplösung.
    Gibt dementsprechend dazu eine umfangreiche Literatur.
    Ich habe für mich festgestellt, dass bei dieser Rechnung nicht einfach nur Tarp und Bivvy mit einbezogen werden sollten. Auch das restliche Schlafsetup spielt hier (neben Wetter und Lagerplatzwahl) eine entscheidende Rolle.
    Je feuchtigkeitsunempfindlicher z.B. der Quilt bzw. Schlafsack ist (sowohl Außenmaterial wie auch Isolierung) umso weniger ist man auf einen zusätzlichen Biwaksack angewiesen. Oft nutzen gerade Quiltnutzer auch einen Bivvy um evtl. Draft zu reduzieren. Greift man hier auf einen großzügiger geschnittenen Quilt evtl. sogar mit Draftstoppern ala RayJardine zurück, kann auch hier der Bivvy evtl. wegfallen.
    Ein wesentlicher Punkt der hier auch schon genannt wurde, ist die Funktion des Bivvys als minimalistisches Innenzelt zum Schutz vor Krabbelzeug. Je nach Region würde wohl auch ein Groundsheet plus Mückennetz reichen. Der (nicht wasserdichte) Biwaksack ist hier einfach die integrierte Lösung, der zudem auch Schutz vor Zecken bieten kann, die sich sonst zwischen Netz und Groundsheet durchmogeln.
    Ein leichtes Bugtent/ Nest/ Innenzelt wiegt für diesen Zweck allerdings nicht unbedingt mehr, schafft aber etwas Freiraum. Wobei bei dieser Lösung der Wärmerückhalt des Bivvys nicht zu tragen kommt.
    Auch ob ein Bivvy wasserdicht oder nicht ist, spielt imho eine entscheidende Rolle. Im ersten Fall kann man das Tarp und nicht das Bivvy als Extra ansehen. D.h. in 90% aller Fälle würde man dann nur das Bivvy nutzen und das (kleine) Tarp kommt quasi nur raus, wenn man den zusätzlichen Regenschutz wirklich braucht. Dann reicht evtl. auch ein Mikrotarp für den Kopf.
    Gerade bei kurzen, schnellen Touren nutze ich gerne einen wasserdichten Bivvy (Rab survival zone 350g) da hier der Aufbau komplett wegfällt und ich mir damit Groundsheet, Tarp, Schnüre und Heringe spare. Auch wenn das Bivvy nicht notwendigerweise die leichteste Wahl ist, kann ich aber durch das reduzierte Packmaß und die Doppelfunktion als wasserdichter Packsack für den Quilt dann auch auf einen kleineren Rucksack zugreifen.
    Bei längeren/ entspannteren Touren verwende ich dann jedoch gerne ein großzügiger geschnittenes Tarp das mir einfach auch ein gewisses Maß an Wohnlichkeit auch bei Mistwetter bietet. Ob ich dann auf nicht wasserdichten Bivvy, Nest oder nur Groundsheet zurückgreife hängt dann immer von der jeweiligen Tour und deren Umständen ab. (zusätzliche Wärme, Insektenschutz oder nur Bodenschutz)
    Wenn meinen Frau und ich gemeinsam auf Tour sind verwenden wir übrigens immer einen Bivvy! Unser MYOG-Doppelquilt ist damals leider einen Hauch zu schmal ausgefallen und da schafft unser Doppelbivvy einfach Abhilfe.
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    Basti hat eine Reaktion von FarmerBoy erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    Naja, gäbe da ja noch zusätzliche Punkte neben dem Gewicht:
    Eine Klappe ist multiuse. Kann z.B. genutzt werden um die Auflagefläche einer Tarpstange am Boden zu vergrößern und damit ein Einsacken bei weichem Untergrund zu verhindern.
    Windschutz für den 0,5 Gramm Spirituskocher.
    Steinschleuder. (Obwohl das eher in Richtung Bushcraft geht)
    Die Schnur wird im Camp als Tarpleine genutzt.
    Etc.
    Und so ein Auge? Damit kann man nur gucken! Und wenn man mal Dreck oder 'ne Fliege reinbekommt tut's auch noch weh. Also weg damit!
    Damit schafft man dann auch gleich etwas nutzbares Volumen wo man z.B. leicht erreichbar Nüsse oder Rosinen verstauen kann.
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    Basti hat eine Reaktion von Lady Wolf erhalten in Heftige Reaktionen auf UL-Themen   
    Eine typisch deutsche Begegnung hatten wir letztes Jahr auf Island.
    Auf dem Laugavegur war uns schon eine Katalog-mäßig deutsche Männergruppe (von uns "liebevoll" Team Deuter) geführt vom JW-Mann aufgefallen. Auf einem der offiziellen Zeltplätze tönten sie lautstark über ihre Erfahrungen, ihre Ausrüstung, etc.
    Am nächsten Tag brachen sie gut 2 Std vor uns auf (wir gingen das Ganze deutlich entspannter an), holten sie aber schon bei der ersten Furt ein. Während sie noch damit beschäftigt waren ihre Badehosen gegen Wanderklamotten zu tauschen. Füße abzutrocknen und ihre Crocs durch Steigeisenfeste zu ersetzen, nahm ich kurzerhand meine Frau inkl. Rucksack huckepack und furtete auf die andere Seite. Anschließend dann gleich nonstop den nächsten Berg hoch. Team Deuter sah aus als hätte es gerade Drogen verschluckt...
    Schließlich ein paar Tage später in Landmannalaugar gönnten wir uns ein Bad in den heißen Quellen. Irgendwann tauchte Team Deuter auf und gesellte sich dazu. Offenbar hatten sie uns in unserem Adam & Eva Kostüm aber nich wieder erkannt.
    Sofort ging es los mit ihren Heldensagen. Die erlebten Sandstürme... Blablabla... Besteigung der sturmumtosten Berge... Blabla... und nicht zu vergessen die reizenden Killerfurten! (Uns ging keine höher wie bis zum Knie... )
    Irgendwann kamen sie dann auch auf das Pärchen mit dem Hühnen zu sprechen, der seine Frau einfach auf die andere Seite getragen hat...
    Nachdem sie diese Geschichte noch "etwas" ausgeschmückt hatten fragten wir sie dann vorsichtig, wie das Pärchen denn ausgesehen hätte und was es dabei gehabt hatte.
    Als wir ihnen dann mitteilten, dass wir das wohl gewesen währen, fühlten sie sich etwas ertappt...
    Sofort übernahm JW-Mann die Initiative: "Ihr habt ja auch euer Gepäck mit dem Bus vorschicken lassen. Da ist das ja nicht schwer! Aber wenn ihr mal Sachen für eine ganze Woche schleppen müsst, sowie wir!" (hämisches und überlegenes Grinsen seinerseits)

    Unser Konter? Naja, wir klärten sie darüber auf, dass die "Tagesrucksäcke" unser gesamtes Gepäck waren. Und dass auch unser "großes" Zelt was sie gesehen hatten da drinn war. (ShangriLa2) Und dass wir dort noch für 2 Wochen Verpflegung dabei hatten. Im Gegensatz zu denen waren wir keine 10 Tage sonder vier Wochen auf Island.
    UL machts möglich!!!
    Irgendwie fühlten sie sich da wohl ertappt und auch ziemlich bloßgestellt und verließen schlagartig wieder die heiße Quelle. Als sie weg waren mussten die anderen Badegäste lachen und im Gegensatz zum Team Deuter erkundigten sie sich interessiert bei uns.
    Das ist leider eine Begegnung wie sie leider immer noch recht Beispielhaft ist.
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    Basti hat eine Reaktion von piucore erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...wenn Du schneller unterwegs bist, Du aber begriffen hast, dass es nicht um Geschwindigkeit geht.
    ...wenn Du längere Strecken zurücklegen kannst, Du aber begriffen hast, dass es nicht um Distanzen geht.
    ...wenn Du mit leichterem Gepäck unterwegs bist, Du aber begriffen hast, dass es nicht um Gewicht geht.
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    Basti hat eine Reaktion von piucore erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ... wenn Du Dir keine Gedanken mehr darüber machst, ob Du UL bist oder nicht!
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    Basti hat eine Reaktion von piucore erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ...wenn Du beim Anheben deines Rucksacks ständig das Gefühl hast etwas vergessen zu haben, weil der so leicht ist.
    ...wenn Du nach der Tour feststellst, dass Du nicht nur nichts vergessen hast, sondern sogar mit noch weniger ausgekommen wärst.
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