Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Rucksack mit austauschbaren Schulter- und Hüftgurten


Empfohlene Beiträge

Wieder Mal beschäftigt mich das Thema Rucksack... Viele Dinge, die ich ausprobieren möchte, betreffen Schulter- und Hüftgurte. Ich Nähe zwar gerne, deswegen jedes mal den Rest des Rucksacks neu mitzubauen nervt aber trotzdem.

Für den nächsten Rucki denke ich deshalb über ein modulares System nach. Ziel wäre, die Gurte auswechseln zu können. Das muss nicht schnell gehen und darf auch Näharbeiten beinhalten, der Rest des Rucksacks darf dabei aber nicht geopfert werden (Schulter und Hüftgurt unter Umständen aber schon).

Mein alter Mariposa hat einen Hüftgurt, der mittels Klett in einem "Tunnel" mit dem Rucksack verbunden ist. Das funktioniert ganz gut, ist aber etwas "wabbelig". Gerne hätte ich eine stabilere Verbindung.

ZPacks "Arc"-Serie hat austauschbare Hüftgurte, und auch die Schultergurte könnten soweit ich das verstehe ausgewechselt werden. Das Ganze ist aber sehr um deren vorgespannten Rahmen mit den Carbonstreben aufgebaut, und ich bin mir nicht sicher, inwieweit das auch ohne diese funktionieren würde. Auch habe ich selbst so einen "Arc" nie getragen... Für die Schultergurte ginge ev. eine einfache Leiterschnalle...

Was mir im Moment vorschwebt, ist wie beim Mariposa einen gebogenen Aluminiumstab, der in einem Kanal auf der Innenseite des Rucksacks verläuft, als Rahmen zu verwenden.

mariposa-frame.jpg.274dd3a498762bac661beeedd423f17e.jpg

Eine andere Möglichkeit wären Carbonstreben, ich möchte diese aber nicht unbedingt wie bei meinem letzten Rucksack vorspannen, da diese nach einiger Zeit ein Loch durch die Cordura-Aufnahme gestossen haben, das sehr schwierig zu reparieren war. Eine Möglichkeit wäre natürlich, die Schnur an der CFK-Stange zu befestigen, und die vorgespannte Stange dann in entsprechende Taschen an der Rucksackseite zu stecken, aber dafür müsste ich eine entsprechende CFK-Öse an den Stab anlaminieren.

pack_inside.thumb.jpg.a447b3269e563f820d830f03d42af0c3.jpg

 

Wenn es mir aber gelingen würde, vorgebogene Carbonstreben anzufertigen wie beim Arc Air, und wenn diese leichter wären als das Alu-Gestell des Mariposa, würde mich das schon interessieren. Ich habe aber wenig Erfahrung mit dem Laminieren von CFK-Material. Interessieren würde mich das aber schon...

Jetzt hoffe ich natürlich auf eure Inputs. Interessieren würde mich auch eure Erfahrung mit den ZPacks Arc-System, falls ihr so ein Ding besitzt.

 

 

Bearbeitet von ULgeher
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 7 Stunden schrieb Konradsky:

Schau dir mal die Seite von Plünnenkreuzer an.

Der hat bei seinen Ruckis auch abnehmbare Hüft und Schultergurte gemacht.

hatte ich für meinen selbstgenähten auch umgesetzt.

Ah, dieses Update des Rucksacks kannte ich noch nicht.

Schultergurt sieht einfach aus, das werde ich wohl mit einer Leiterschnalle lösen.

Beim Hüftgurt frage ich mich, wie gut die Lastübertragung funktioniert, und ob der Übergang zwischen Rückeinteil und Seiten fühlbar sein wird (z.B. die Schnalle). Bei meinen bisherigen Rucksäcken hatte ich den Hüftgurt aus einem Stück und möglichst steif gefertigt, und dann mit ein paar cm Abstand vom Rand entfernt auf das Rückenteil aufgenäht. Wenn ich diesen Abstand beibehalten möchte, müsste ich wohl die Gurte, die eingefädelt werden, auch mit diesem Randabstand annähen...

(im Moment favorisiere ich so was wie einen "Tunnel", in welchen der Hüftgurt eingeschoben werden kann. Aber ich lasse mich gerne von anderen Varianten überzeugen)

 

Bearbeitet von ULgeher
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die Engländerin Rosie hat auf  ihrem Kanal in Youtube beschrieben, wie man einen austauschbaren Hüftgurt mit einem tunnel realisieren kann.

Das Video gibt's hier

Sie beschreibt es am Anfang - auch die Probleme. Ab Minute 20 ff geht es um den Hip-belt.

Ich hatte das auch mal überlegt und in die Planungskiste für den Selfmade Rucksack gelegt ;) .

Gruß

Marcel 

Bearbeitet von MBo
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@MBogenau sowas hatte ich mir vorgestellt. Bei meinem Flex Capacitor (der "Skurka"-Rucksack) und beim Mariposa ist das so gelöst. Die Frage ist ein wenig die der Lastübertragung. Beim Flex Capacitor steckt die Stange des Rahmens direkt im Hüftgurt, und der Hüftgurt ist dermassen steif, dass er sich nicht wegwinden kann. Das ist schon fast des guten zuviel. Beim GG Mariposa (dem alten, 2009 für $160 gekauft) ist der Hüftgurt im Tunnel mit Klett befestigt, er hat aber auf der Seite keinerlei "Füllung" und wabbelt, so dass das eher die Funktion hat, den Rucksack "heranzuziehen". Aber das ist wohl auch das wichtigste.

@Konradskywie breit sind denn die Gurte und Dreistege beim "Pilgersack"-Schultergurt? Die sehen sehr schmal aus. Mir gefällt aber die Idee, den "Winkel" in Grenzen einstellen zu können. Das finde ich immer sehr schwierig, richtig hinzukriegen, da der Rucksack sich dem Rücken ja angleicht und somit nicht mehr plan liegt.

 

Bearbeitet von ULgeher
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 1 Stunde schrieb Dingo:

Ich verstehe das nicht ganz. Wozu braucht ein UL Rucksack mit UL Gepäck eine gute Lastenübertragung auf einen Hüftgurt, der zudem noch Gewicht mit sich bringt? Geht es euch um autarke Touren mit vielen Vorräten? 

Alle Menschen sind verschieden, und das Alter spielt auch eine Rolle. Mein Rücken z.B. hat es unterdessen bereits bei 10kg auf Dauer lieber, wenn der grösste Teil des Gewichts auf dem Hüftgurt lastet. Und mit Essen für mehrere Tage und häufig auch Wasser komme ich schon Mal in diesen Bereich. Ich habe auch einfachere Rucksäcke ausprobiert, z.B. den von Ray Jardine, und für mich war der auf Dauer nicht ideal. Wenn du dich in der Thruhiker-Community umsiehst, so verwenden viele zwar sehr kleine Rucksäcke, häufig aber trotzdem mit Hüftgurt.

Bearbeitet von ULgeher
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Unterdessen habe ich noch eine interessante Variante gefunden: Quasi ein loser Hüftgurt, der nur unten mit dem Rucksack verbunden ist. Die Schultergurte enden an der Oberkante des Hüftgurts...

https://farm5.staticflickr.com/4821/39791713383_048d77228a_h.jpg

Der ganze Faden dazu findet sich hier: https://backpackinglight.com/forums/topic/myog-load-carrying-scrambling-pack/

Dieses Konzept habe ich so noch nirgends gesehen...

Update: Es scheint noch weitere Rucksäcke zu geben, bei denen die Schultergurte am Hüftgurt enden, und nicht am Pack selbst. So zum Beispiel beim Katabatic Onni Liteskin - hier im Bild gut zu sehen.

Mir gefällt die Idee, dass die Schultergurte direkt an den Enden des Rahmens ziehen (in der Skizze die Punkte [1] und [2] ), und nicht an der Ecke des Rucksacks ( Punkt [3] ) wo er nicht versteift ist und sehr gut gefüllt sein muss, damit die Form erhalten bleibt. Aber vielleicht ist dieser Vorteil eher theoretisch...

rucksack.thumb.png.f3eb13f192b94387db049ef722871839.png

 

Im Moment neige ich dazu, den Hüftgurt separat anzufertigen und in einen Tunnel einzuschieben wie im Video gezeigt oder beim Flex Capacitor oder Mariposa. Die untere Aufnahme für den Alurahmen wäre dann hinten am Hüftgurt (grün).

Ob ich es mit den Schultergurtbefestigung am Hüftgurt versuchen soll, weiss ich aber noch nicht so recht...

 

Bearbeitet von ULgeher
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.